Test: Sterling by Music Man LK100DLKB, E-Gitarre

22. April 2014

Hold the line!

Mit Titeln wie „Hold the line“ oder „Africa“ katapultierte sich der US-Amerikaner Steve Lukather einst mit seiner Band Toto weltweit in die Charts. Seit einigen Jahren spielt Lukather sein eigenes Signature-Modell aus der USA-Fertigung der Firma Music Man, deren Tochterfirma legt nun 2014 mit der Sterling by Music Man LK100DLKB ein ungleich günstigeres Modell nach. Produziert wird in Indonesien, den Segen bekommen die gefertigten Instrumente aber erst nach einer Kontrolle im Stammwerk im kalifornischen San Louis Obispo – es gilt schließlich, einen Ruf zu verlieren. Trotzdem ist unser Testinstrument zu rund der Hälfte des Preises der Music Man LIII zu bekommen: Klingt sie deshalb auch nur halb so gut? Und an welchen Stellen wurde wohl gespart?

Front

— Die Sterling by Music Man LK100DLKB —

Facts & Features

Ausgeliefert wird die Sterling by Music Man LK100DLKB in einem Gigbag samt Schlüsseln zum Einstellen der Hardware und des Halses. Das Instrument besitzt die typische Silhouette Form, also einen sehr schlanken und zierlichen Korpus, der aus Linde gefertigt und in einem hellen Metallic-Blau lackiert wurde. Das Finish ist perfekt gelungen und wurde dabei hoch deckend aufgetragen, sodass auf die Anzahl der für den Body verwendeten Holzteile keinerlei Rückschlüsse gezogen werden können.

Ergonomische Shapings an der Vorder- und Rückseite des Korpus sorgen ebenso für ein leichtes Handling wie die beiden weit ausgefrästen Cutaways, die ein komfortables Bespielen bis in die höchsten Lagen des fünffach verschraubten Halses erlauben. Dieser besteht aus einem Stück Ahorn, ist nicht ganz so schön gemasert und besitzt ein recht ausgeprägtes V-Shaping, ganz nach den Wünschen des Herrn Lukather. Ein Palisander-Griffbrett von ordentlicher Qualität beherbergt die 22 „Vintage Style“ Bundstäbchen. Mit „Vintage“ ist wohl hier die Breite der Stäbe gemeint, denn sie sind bei Weitem nicht so wuchtig, wie die mittlerweile fast zum Standard gereiften Jumbo-Bünde der Instrumente vieler Mitbewerber. Zudem sind sie auch sauber in ihren Nuten eingelassen und abgerichtet.

Auffällig zeigen sich jedoch die Oberflächen der Bünde, die durch ein extremes „Schaben“ bei Bendings auffallen und somit das Saitenziehen nicht ganz so geschmeidig gestalten. Am Anfang des Tests war das ziemlich nervig, gegen Ende wurde es aber deutlich besser. Somit sollte man der Gitarre schon eine gewisse Eingewöhnungsphase bzw. Einspielzeit gönnen.

Und am Halsfuß findet sich natürlich auch bei dieser „Music Man“ die bequemste Art, die je erfunden wurde, um einen Gitarrenhals einzustellen. Leo Fender sei dank!

3

— Geniale Lösung für den Zugang zum Truss Rod —

 

Klangbeispiele
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