Test: TC Electronic Alter Ego X4 Vintage Echo, Effektgerät

19. Januar 2016

Echos vergangener Zeiten

Der dänische Effektspezialist TC Electronic ist sicherlich weltweit einer der innovativsten Hersteller von Stompboxes und Gadgets aller Art. Neben einzigartigen Neuheiten, wie den Tone-Print Geräten, vergisst aber auch TC Electronic nicht, dass fast alle Gitarristen im tiefsten Inneren ihres Herzens eigentlich Traditionalisten sind. Besonders bei Delay-Effekten, den uneingeschränkten Klassikern für die Sechssaiter, erinnert man sich gerne an den warmen Klang und die außergewöhnliche Dynamik von Geräten, die sich heute nur noch Sammler und Vintage-Freaks an den Verstärker stöpseln. Das Alter Ego 4X Vintage Echo vereint als Alternative zum viel beachteten Flashback X4 nun zwölf unsterbliche Delay-Effekte der goldenen Jahre sowie einen Looper in einem Gerät, um das Herz aller Delay-Liebhaber höher schlagen zu lassen.

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— TC Electronic Alter Ego X4 Vintage Echo —

Aufbau und Features

Geliefert wird das TC Electronic Alter Ego X4 Vintage Echo inklusive dem notwendigen 9-Volt-Netzteil und einem USB-Kabel für Firmware Updates. Eine Bedienungsanleitung ist weder online noch im Lieferumfang zu finden, diese sollte laut TC Electronic aber auch nicht notwendig sein. Das Gerät selber ist mit etwa 23,5 x 13,5 x 3,5 cm relativ groß und dementsprechend auch kein wirkliches Leichtgewicht. Das gesamte Gehäuse und der Boden sind natürlich aus Metall gefertigt und vollständig schwarz lackiert. Ein babyblauer Zierstreifen und ein geschwungener Schriftzug komplettieren das Design und schlagen den Bogen zu den meist aus den Sechzigerjahren stammenden Vorbilder des Pedals. Der Aufbau ist ganz ähnlich dem des schon vor einiger Zeit von uns getesteten Flashback X4.

 

Presets

Mit den vier Fußschaltern im unteren Bereich der Oberseite kann zwischen drei Speicherplätzen gewählt werden, die das Alter Ego für eigene Presets zur Verfügung stellt. Ein vierter Fußschalter arbeitet als Tap-Tempo-Schalter für die Delay-Effekte. Im Looper-Modus dienen dieselben Schalter für die Aufnahme, das Abspielen und Löschen der Loops. Im oberen Bereich kann über ein gerastertes Poti zwischen den zwölf vorinstallierten Delay-Typen gewählt werden, aber zusätzlich stehen auch vier weitere Kanäle für die Besetzung mit TonePrint-Profilen von verschiedensten Gitarristen wie beispielsweise Guthrie Govan, Steve Morse oder Paul Gilbert zur Verfügung.

Klangbeispiele
Forum
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    falconi  RED

    Wurde das X4 nicht schon vor geraumer Zeit abgekündigt und durch den mickrigen Alten Ego 2 ersetzt (aber natürlich mit USB)?

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    TZTH  

    Thomann link führt ins leere / X4 gibt’s dort nicht mehr, sondern nur noch das kleine AE2, Ich hatte mich schon länger ins Sachen teure & gute emulation für strymon entschieden.

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    AMAZONA Archiv

    FYI Der „E REC“ Mode simuliert ein Binson Echorec, das zwar auch analog ist, aber kein Tape sondern eine Magnetscheibe benutzt.

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