Test: UDG Creator Hardcase AKAI MPC X, Universal Audio Apollo Twin MK2, Case/Taschen

23. August 2019

Cases für Beats- und Recording-Equipment

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UDG Creator Hardcase AKAI MPC X, Universal Audio Apollo Twin MK2, Case/Taschen

Kürzlich stellten wir euch im Artikel „Das beste Zubehör fürs Tonstudio“ viele kleine, aber oftmals immens wichtige Produkte vor, die in jedes Tonstudio gehören. Und das ganz unabhängig davon, ob man sein Studio in der heimischen Schlafzimmerecke, im Keller oder in einer Loft-Etage bezogen hat. Auch die zwei Produkte, die wir heute für euch getestet haben, gehören zum passenden Zubehör dazu: UDG Creator Hardcase für AKAI MPC X sowie das gleichnamige Case für das Audiointerface Apollo Twin MK2 von Universal Audio.

Auch wenn einige Leser ihre Gerätschaften möglicherweise nur wenig bis gar nicht mit auf Reisen nehmen, gibt es doch viele Musiker/Produzenten, die regelmäßig an verschiedenen Orten produzieren, viel auf Reisen sind oder ihr Equipment ganz einfach mit auf die Bühne nehmen. Nichts ist dabei unerlässlicher als eine sichere und robuste Transportmöglichkeit. Denn im Auto, eingequetscht neben Keyboards und Mischpulten, im Ablagefach der Bahn oder vom Bühnen-Assi leichtfertig neben die Bühne geschmissen…äh, natürlich gelegt – es gibt einfach zu viele Szenarien, bei denen das geliebte Equipment Schaden nehmen kann.

UDG Creator Case AKAI MPC X

Das UDG Creator Case für AKAI MPC X und Renaissance

Der Hersteller UDG mit Sitz in den Niederlanden kümmert sich genau um diese Belange und bietet für eine nahezu unendliche Zahl an Produkten die passenden Taschen und Cases. Mit den beiden Creator Cases für AKAI MPC X und Apollo Twin Mk2 haben wir uns stellvertretend einmal zwei davon ins Studio liefern lassen.

Erster Eindruck zum UDG Creator AKAI MPC X und UAD Apollo Twin Mk2

Beide Cases bestehen aus dem gleichen Material, außen Polyester und innen mit EVA-Schaum ausgestattet. Die Innenmaße sind natürlich genau so gewählt, dass die entsprechenden Produkte MPC X und Apollo Twin Mk2 passgenau hineinschlüpfen können. So schön und sicher das für den aktuellen Einsatz ist, bei einem Update der Hardware bzw. Kauf eines neuen Produkts wird man die Tasche nicht weiter nutzen können. Das ist oftmals ärgerlich, auf der anderen Seite: lieber jetzt passgenau und sicher anstatt eine Tasche oder Case was das Equipment nur halbherzig zu schützen vermag.

UDG Creator Case Universl Audio Apollo Twin

Im Fall der von uns getesteten Cases ist es jedoch möglich, sowohl die Mk1- als auch die Mk2-Version des Apollo Twin darin unterzubringen. Das Case für die MPC X passt auch für das Renaissance-Modell.

Die Außenmaße belaufen sich beim Creator Case für die MPC X auf 53,5 x 44,4 x 14,65 cm, beim kleineren UAD Case auf 16 x 15,8 x 6,8 cm. Die Eigengewichte der Cases (ohne Produkte) liegen bei 1,72 kg für AKAI MPC X und bei 0,47 kg für das Apollo Interface. Im Gegensatz zu Hardcases aus Multiplex-Holz ist das Gewicht eine wahre Wohltat und schont den Rücken. Gleichermaßen muss man allerdings festhalten: Wer jede Woche in den Flieger steigt, auf großen Bühnen und/oder Tourneen spielt, wird um echte Hardcases nicht herumkommen. Die hier getesteten Cases schützen das Equipment im „normalen Betrieb“, d. h. gelegentliche Transporte, Bühneneinsätze, bei denen man selbst für sein Equipment zuständig ist oder Studio- und Proberaumeinsatz. Für alles andere oder gar im Verleihbetrieb sollte man lieber auf noch robustere Cases zurückgreifen.

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Der von UDG gewählte Stoff für die Außenseite der Cases ist wasserabweisend, etwas Regen kann dem liebgewonnenen Equipment (und Case) somit nichts anhaben. Es versteht sich von selbst, dass sintflutartige Regenschauer dennoch zu vermeiden sind.

Über etwas mehr als drei Längsseiten erstrecken sich die Reißverschlüsse der beiden Cases. Mit Hilfe von zwei robusten „Zippern“ lässt sich dieser soweit öffnen, dass die Oberseite der Cases komplett aufgeklappt werden kann.

Ausstattung des UDG Creator Case für Universal Audio Apollo Twin Mk2

UDG Creator Case Universl Audio Apollo Twin

Innen ist das Case für das Apollo Twin Mk2 mit festem Schaumstoff ausgekleidet. Mit deutlichem Druck kann man es leicht eindrücken, bleibt dabei aber sehr stabil und sorgt für entsprechenden Schutz. Während die untere Hälfte des Cases eine Aussparung zum Einstellen des Interfaces bietet, ist die obere Hälfte mit weiteren Schaumstoffelementen ausgestattet. Der Grund ist simpel: Die Bedienoberfläche des Apollo Twin Mk2 ist nach vorne abgeschrägt, entsprechend müsste diese Form vom Case für einen optimalen Schutz aufgenommen werden. UDG hat zwar keine schrägen Schaumstoffelemente eingebaut, bietet mit zwei rechteckigen Elementen eher eine Annäherung an die Gehäuseform des Apollo Twin.

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Für den Transport bietet das Case einen stabilen Tragegriff. Dieser ist an zwei Punkten mit dem Case verbunden. Ein kleines Detail, aber nicht unwichtig: Die Innenseite der beiden Fixierungspunkte des Tragegriffs hat UDG mit Stoff verkleidet, ansonsten würde die Gefahr bestehen, dass diese für Kratzer am Interface sorgen, sehr gut.

UDG Creator Case Universl Audio Apollo Twin

Ausstattung des UDG Creator Case für AKAI MPC X und MPC Renaissance

Etwas anders aufgebaut ist das Creator Case für die AKAI MPC X und MPC Renaissance. Im Gegensatz zum Case für das Apollo ist der Innenraum des Cases nicht mit zusätzlichem Schaumstoff ausgekleidet. Die Innenseite ist mit Fleece ausgestattet und fühlt sich sehr weich an, nimmt die MPC X auch gut auf, den „festen“ Rahmen von 1,7 cm Breite gibt es hier allerdings nicht. Entsprechend fällt der Schutz etwas schlechter aus als beim Apollo Twin. Hinzu kommt, dass das Case für MPC X und Renaissance geeignet ist und diese weisen, vor allem hinsichtlich der Tiefe, unterschiedliche Maße auf. Während die MPC X 42,4 cm tief ist, misst die MPC Renaissance nur 32,8 cm.

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Diesen Unterschied von knapp 10 cm gleicht UDG mit zwei rechteckigen Schaumstoffklötzen aus, die man zusätzlich hineinlegen muss, sofern man die MPC Renaissance sein Eigen nennt. Das ist nicht ideal und passgenau, so dass eine MPC Renaissance etwas schlechter geschützt ist als eine MPC X. Da das Display der MPC X über das Gehäuse hinaus reicht, lassen sich die beiden Schaumstoffklötze hier seitlich als kleiner Extra-Schutz hineinlegen.

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Dennoch kann man davon ausgehen, dass das Creator Case von UDG die AKAI MPCs sicher von A nach B bringt. Das gilt wie gesagt umso mehr für MPC X-Besitzer, die vermutlich auch die größere Anzahl der Käufer dieses Cases ausmachen. Die Verarbeitungsqualität macht einen sehr guten Eindruck, hier sollte man nichts zu befürchten haben. Wohlgemerkt im Hinblick auf den „normalen Betrieb“ (siehe oben) und nicht das tägliche Verladen vom großen Bühnen-Equipment bei Tourneen o. ä.

UDG Creator Case AKAI MPC X

Der Griff des MPC-Cases

Die obere Seite des Cases wartet allerdings mit ein paar schönen Extras aus. Zunächst einmal gibt es eine Art zweiten Deckel, der auf der MPC X/Renaissance zugewandten Seite über Schaumstoff im „Eierschalen-Design“ verfügt. Klappt man diesen herunter, erscheinen drei mit jeweils acht Durchlässen angebrachte Bänder. Wie im folgenden Bild zu sehen, lassen sich hier Kabel und weitere notwendigen Extras unterbringen. Der Platz ist groß bemessen, hier wird man voraussichtlich ohne ein zweites Case/Tasche auskommen.

udg creator case akai mpc x

Im eigentlichen Deckel des Cases gibt es dazu die Möglichkeit, weitere Sachen wie Kopfhörer, Kabel, Ohrstöpsel, Setlist, Taschentücher etc. zu verstauen.

UDG Creator Case AKAI MPC X

Während das Creator Case für das Apollo Twin über einen einzelnen Tragegriff verfügt, ist dieser beim AKAI MPC-Case etwas anders aufgebaut. An beiden oberen Enden von Unter-/Oberseite des Cases hat UDG, jeweils an zwei Punkten fixiert, einen Tragegriff angebracht. Wie bei einer Reisetasche lassen sich diese beiden Griffe zusammen mit einem Klettverschluss fixieren. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, an zwei Haken eine Tragegurt zu befestigen. Hiermit kann man sich das Case über die Schulter hängen. Identisch zum Apollo Twin Case verläuft der Reißverschluss mit zwei Zippern über etwas mehr als drei Seiten und macht einen stabilen Eindruck.

UDG Creator Case AKAI MPC X

Das MPC X-Case bietet zusätzliche Ablageflächen für Kabel, Kopfhörer & Co

Fazit

Der niederländische Hersteller UDG bietet im Rahmen seiner Creator-Serie auch Cases für AKAI MPC X und Renaissance sowie das Audiointerface Universal Audio Apollo Twin Mk2 an.

Beide Cases bieten eine hohe Verarbeitungsqualität und bieten dank wasserabweisendem Polyester einen rudimentären Schutz vor Regen sowie robuste Reißverschlüsse. Ein klarer Vorteil ist das geringe Eigengewicht der beiden Cases, das schont den Rücken.

Bei Betrachtung der Innenräume der Cases fallen einige Unterschiede auf. Während das Apollo Twin Case mit einer zusätzlichen Innenverkleidung ausgestattet ist und entsprechend passgenau das Interface ins Case gelegt werden kann, fehlt diese zusätzliche Innenverkleidung beim MPC-Case.

Dafür wartet dieses mit zusätzlichen Verstaumöglichkeiten für Kabel, Kopfhörer und sonstige Utensilien auf.

Alles in allem zwei sehr gute Cases, die den Transport des geliebten Equipments sichern. Im Hinblick auf den Transport von Apollo Twin und MPC X bekommen beide die Wertung „sehr gut“. Wie immer Test angemerkt, ist der Schutz des Apollo Twin zwar höher, dafür bietet das AKAI-Case zusätzliche Verstaumöglichkeiten. Wer darin eine MPC Renaissance transportieren möchte, sollte sich nur bewusst sein, dass diese nur „gut“ gesichert wird.

Plus

  • Creator Case UAD Apollo Twin: sehr hohes Preis-Leistungs-Verhältnis, robuste Verarbeitung, wasserabweisend, geringes Gewicht
  • Creator Case AKAI MPC X/Renaissance: robuste Verarbeitung, wasserabweisend, geringes Gewicht, zusätzliche Ablageflächen

Minus

  • Creator Case UAD Apollo Twin: -
  • Creator Case AKAI MPC X/Renaissance: keine zusätzliche Innenverkleidung, durch Kombi-Case für zwei Produkte schlechterer Schutz für MPC Renaissance

Preis

  • UDG AKAI MPC X: 109,- Euro
  • UDG Apollo Twin Mk2: 29,- Euro
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