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Test: Use Audio Drums’n’Bass (Plugiator)

Cowbell

Die Cowbell arbeitet wiederum mit dem Wave-Set. Allerdings ist das Tuning hier im mittleren bis oberen Bereich angesiedelt, und die Waves werden frequenzmoduliert, um eine metallische Klangfarbe zu erhalten. Mit der genialen 808-Cowbell hat diese Klang nichts gemein, eher gibt es Ähnlichkeit mit der CR78 bei bestimmten Einstellungen. Insgesamt ist diese Klang doch eigenständig und lässt sich so weit verfremden, dass ganz andere Sounds als Cowbell-Imitate zustande kommen.

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Bass Synth

Auch der monophone Bass-Synthesizer strotzt nicht von Vielfalt, sondern konzentriert sich auf wenige Features. Der Oszillator erzeugt ein Art verunglückter Saw-Wave, die mit „Formant“ verändert werden kann. Das bringt aber nicht allzuviel, zumal der Klang mit dem Oberton-Ausdünnen auch deutlich leiser wird. Ein klassischer Saw/Square-Schalter wäre hier sinnvoller. Das Filter geht ordentlich zur Sache, und bei hoher Resonanz wird ordentlich gequietscht. Der Drive-Regler unterstützt dabei das Acid-Feeling. Für dicke Moog-Bässe zwar kaum geeignet, aber für silberne Basslines sehr nützlich.

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Mixer & Effekte

Da der Plugiator nur einen Stereoausgang besitzt, hat Drums’n’Bass einen Mixer, mit dem Volume, Panorama und die Sends für Chorus und Delay eingestellt werden können. Darüber hinaus verfügt das Plug-in über ein Multimodefilter mit Envelope Follower und einen Overdrive, die das gesamte Drumset und den Bass Synth bearbeiten. In der Gesamtheit können die Effekte die Sounds noch einmal ordentlich umkrempeln und so das Klangspektrum erweitern.

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Fazit

In Punkto Sound kann auch dieses Plugiator Plug-in überzeugen. Die Drums kommen sauber und knackig – die einen mehr, andere etwas weniger. Man darf aber keine geklonten Sounds erwarten, auch wenn man z.B. durchaus 909-ähnliche Kicks gut hinbekommt. In der Sache ist Drums’n’Bass eigenständig. Was nicht ganz aufgeht ist jedoch das Konzept. Der Stereoausgang des Plugiator war für die bisherigen monotimbralen Plug-ins kein Problem, hier müssen aber bis zu 13 verschiedene Sounds durch, die somit nicht separat gemischt und nachbearbeitet werden können.

Ein anderes Problem ist, dass man einzelne Drums nicht einfach von Drumkit zu Drumkit kopieren kann. Möchte man sich ein neues Kit aus verschiedenen, bereits vorhandenen Drums zusammenstellen, muss man jeden Sound manuell bzw. per MIDI-CCs übertragen. Das ist wirklich unpraktisch. Von Echtzeit-Editierung kann hier am Gerät selbst nun gar keine Rede mehr sein, ohne Editor-Software oder zusätzlichem MIDI-Controller läuft abgesehen von fünf Funktionen nichts. Trotzdem ist Drums’n’Bass wegen der guten Sounds eine lohnenswerte Anschaffung, insbesondere, wenn man den Bundle-Preis mit Prodyssey, Pro-12 und FMagia mit dem eigentlich auch günstigen Single-Download-Preis vergleicht.

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Preise UVP / Straße

4er Bundle: 129 / 99 Euro (Prodyssey/Pro12/FMagia/DnB)

Drums’n’Bass (einzeln): 49 $ (Download)

 

Plus

+ gute Synth-Drums
+ flexible, aber nicht Feature-überladene Sounds
+ Bass Synth gut für Resolines
+ sehr günstiger Bundle-Preis

 

Minus

– keine separate Verwaltung der Drums
– keine Einzelausgänge am Plugiator
– Dropmenü-Listen unterstützen Mouse-Rad nicht
– lieblose gestalteter Editor

 

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Klangbeispiele
Forum

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