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Test: Yamaha DTX6 K3-X, E-Drums

14. Mai 2021

Drei Kits, super Sounds, bestes E-Drumming

yamaha dtx6 x6 kit e drums test

Yamaha DTX6 K3-X, E-Drums

Yamaha bietet seit Ende des Jahres 2020 die neue DTX6-Serie in drei Modellvarianten an. Laut Hersteller eignen sich diese für zu Hause, im Studio oder als Live-Set. Herzstück dieser Serie ist das DTX PRO Drum Modul mit der „Kit Modifier“ Sektion, das auch direkt prominent auf der Bedienoberfläche ins Auge fällt. Je nach Modell unterscheiden sich sowohl die mitgelieferten Hardware-Komponenten (Rack, Pads) als auch die Preiskategorie. Uns stand mit dem DTX6 K3-X Kit die höchste Ausstattungsvariante zum Test zur Verfügung.

Was bietet die Yamaha DTX6-Serie?

 

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Yamaha DTX6K3-X Kit E-Drums Test

Yamaha DTX6 K3-X Kit

Eins muss man den Verpackungsingenieuren zugute halten: so schnell nach dem Öffnen des Pakets stand noch kein Rack zusammengebaut vor mir. Ok, es liegt einfach daran, dass es bereits in montierter Form angeliefert wird. Nur noch die drei Rack-Beine samt Gummifüßen drehen und schon steht die erweiterte H-Form parat. Jetzt noch die kleinen „Flügel“ für das Crash-Becken und die Snare nach links sowie das Ride-Becken und das Trigger-Modul um 180° Grad nach rechts gedreht, und schon können die Pads eingesteckt und festgezogen werden.

Das Yamaha RS-6 (so die Artikelbezeichnung des Racks) macht eine stabile und durchdachte Figur, wenngleich auch die Position des Drum-Trigger neben dem „Stand Tom“ ganz rechts außen vergleichsweise ungewöhnlich ist. Viele Hersteller positionieren dieses gerne entweder links neben der HiHat oder zwischen HiHat und Tom 1, damit der Nutzer aus nächster Nähe auf das Modul zugreifen kann. Andererseits „stört“ das Modul in der von Yamaha gewählten Rechtsaußen-Position aufgrund der geschickten Flankierung weder bei der individuellen Einstellung der „Schlagflächen“ zueinander, noch durch etwaiges Leuchten des Displays im direkten Sichtfeld.

Das YAMAHA RS-6 Rack in eingeklapptem Zustand.

Neben dem schwarzen Electronic Drum Rack finden sich im ersten riesigen Karton-Quadrat mit 23 kg Gewicht noch drei Beckenarme aus Chrom, die Halterung für das Snare-Pad – ebenfalls in Chrom-Ausführung – sowie das DTX PRO Drum Trigger Modul.

Die Beckenarme des Yamaha RS-6 Racks.

Ein weiterer Quader mit stolzen 31 kg Gewicht enthält das Pad Set (bestehend aus drei XP70 Tom-Pads und drei PCY135 Becken-Pads), das Kick-Pad KP90, das Snare-Pad XP80, das Real HiHat-Pad RHH135 und die HiHat-Maschine HS650A. Zum Komplett-Set fehlt jetzt nur noch ein Kick-Pedal – schade, dass dies nicht auch noch dabei ist.

In den Kartons finden sich auch zahlreiche Bedienungsanleitungen. Zu jeder Komponente gibt es eine eigene, entweder ausschließlich in einer Sprache oder in Kombination mit weiteren fünf Sprachen. Leider gehört die beiliegende Anleitung des Racks zu einem anderen Modell. Dies ist leicht zu verschmerzen, da die beiliegende Montageanleitung zum Gesamt-Aufbau des DTX6K3-X auch eine Abbildung des fertigen Racks enthält.

Die Montage der weiteren Einzelteile an das Rack gelingt schnell. Die Drum Pads verfügen über zusätzliche Klemmschrauben, welche von unten in die Pads eingedreht werden, um diese auf den Klemmstangen zu positionieren. Positiv fällt der Hinweis auf den notwendigen Abstand zwischen Pad und Stangenbasis auf, damit hier keine Beschädigung auftritt. Die Halterung für das Snare-Pad stammt aus der Hardware-Serie und dank des Kugelkopfs lässt sich das Pad so komfortabel in der Neigung positionieren!

Das Yamaha XP80m Snare-Pad in 8″ Größe.

Das XP80 Pad mit einem TCS-Head (Textured Cellular Silicone) und in 8 Zoll Größe fungiert als 3-Zonen-Snare. Neben der Hauptschlagfläche generieren die zweigeteilte Rim-Zone im Bereich von 4 bis 12 Uhr die Rimshot- und von 12 Uhr bis 4 Uhr die Rimclick-Funktion. Optisch unterscheidet sich das Pad aufgrund des silbernen Rands von den Tom-Pads mit vollständig schwarzen Korpussen.

Die XP70 Mono-Pads kommen ebenfalls im typischen Yamaha-Look mit TCS-Heads und einer nur 7 Zoll großen Schlagfläche vergleichsweise klein daher. Auch wenn die Konstruktion stabil und langlebig ausgelegt ist, sind sie mit ihrer dicken Form schon enorme Schwergewichte: stolze 1,2 kg bringen sie auf die Waage. Sei fungieren als Tom-Pads und nutzen um 90° abgewinkelte 5-Kantstangen als Halterungen, welche durch das Verdrehen der Klemmschraube am Rackr-Ohr geneigt werden können. Das Tom selbst wird ebenfalls mit einer Klemme an der 5-Kantstange fixiert.

Die Yamaha XP70 Tom-Pads in 7″ Größe.

Der HiHat-Ständer HS650A ist zwar nur in einfacher Strebung ausgelegt, zeigt jedoch eine zuverlässige Stabilität beim Spielbetrieb. Er lässt sich einfach und schnell zusammenbauen und verfügt über ein gut dimensioniertes Trittbrett. Dem Real HiHat-Pad RHH135 liegt eine passende HiHat-Clutch bei, die das deutlich wulstig nach unten geformte Becken-Pad sicher auf der oberen Führungsstange trägt.

Der sogenannte „Ständerfuß“ der HiHat ist als großzügige Auflagescheibe ausgelegt, dient als Gegenstück zur wulstigen Unterseite und realisiert somit den notwendigen Spielraum für das Treten des Pedals. Die Response der Konstruktion beim Treten ist zuverlässig – damit lässt sich gut spielen. Aufgrund der einteiligen Beckenkonstruktion werden daraus sowohl das HiHat- als auch das Controller-Signal via Klinkenbuchse ausgegeben.

Die YAMAHA Real HiHat 135RHH

Yamaha DTX6K3 Real Hi Hat

Die Yamaha DTX6K3 Real HiHat 135RHH von unten

Die Beckenarme aus Chrom verfügen über eine feine Rasterung bei den Halterungen. Diese tragen auf dem Gewinde ganz klassisch eine Überwurfscheibe, zwei Filzpolster und eine Flügelmutter. Bei der Montage der Becken-Pads kommen jedoch noch die sogenannten Stopper ins Spiel. Sie werden zuerst auf das Gewindeteil des Beckenhalters aufgesteckt und mittels Stimmschlüssel fixiert, um danach die zuvor entfernten Teile und Polster wieder aufzustecken. Die Stopper verfügen über kleine schwarze Drahtstifte, welche durch die kleinen Löcher der Becken-Pads nach oben geführt werden. Somit wird das Drehen der Pads während des Anschlagens unterbunden. Dank der schwarzen Farbgebung sind die kleinen Stifte bereits in kurzer Entfernung nicht mehr mit bloßem Auge auszumachen.

Die Rotationsstopper der YAMAHA PCY135 Becken-Pads

Die PCY135 Pads dienen sowohl als Crash- wie auch als Ride-Becken und sind gemäß ihrer Bezeichnung 13 Zoll groß. Dank der 3-Zonen Konstruktion kann sowohl an der Kuppe, am Rand und in der Mitte des Pads ein jeweils eigener Klang ausgegeben werden. Ebenso ist das Abstoppen mit der Hand möglich. Die Schlagfläche ist weich und stabil. Das Material zieht jedoch etwas schnell Staub an.

In der Montagebeschreibung des Kick-Pads KP90 wird ein Schlagzeugteppich empfohlen. Sollte dieser nicht zur Verfügung stehen, könne man zum Schutz des Bodens einfach eine Lage des Pappkartons unterlegen – welch sympathische Anmerkung! Das KP90 wird in zwei Teilen geliefert: die Pad-Konstruktion in Form des Yamaha-Logos aus Kunststoff und der Standrahmen aus Blech. Die beiden Flügelschrauben dürfen zuerst aus dem Sockel heraus- und dann beim Verbinden der Basis mit dem Rahmen wieder hineingeschraubt werden. Praktisch sind die länglichen Bohrungen der Rahmenlöcher: so kann etwa die Höhe des Rahmens ein Stück variiert werden – beispielsweise, wenn der Boden ein leichtes Gefälle aufweist – oder es kann ein Höhenausgleich erfolgen, wenn das verwendete Pedal vielleicht etwas „dickere Nasen“ an der Bodenplatte besitzt.

Das Yamaha KP90 wird in zwei Teilen geliefert.

Als Besonderheit am Pad gibt es zwei Klinkenbuchsen: die OUTPUT-Buchse des Kick-Signals sowie eine PAD INPUT-Buchse. Somit kann über die Input Buchse ein weiteres Mono-Signal eingespeist werden, welches mittels der Stereo-Ausgangsbuchse neben dem Kick-Signal ebenso an das Sound Modul weitergeleitet wird. Zwischen beiden Buchsen befindet sich der doch etwas zu tief sitzende LEVEL-Regler für den Ausgangspegel des Kick-Signals. Die Schlagfläche ist mit 7,5 Zoll auch für ein Doppelpedal geeignet. Beim Schlag gegen die softe Schlagfläche bewegt sich diese der Schlagenergie folgend etwas nach innen und federt den Tritt so etwas ab. Und das völlig geräuschlos. Die Unterseite des Sockels weist eine recht großzügig ausgelegte Klettfläche auf, um das Wegrutschen auf Teppich zu vermeiden. Die stabilen Feststelldorne können zum Schutz von glatten Bodenmaterialien eingedreht werden.

Die Anschlussoption beim Yamaha KP90.

Das Drum Trigger Modul DTX PRO wird mit einer Modulhalterung an einer Rack-Klemme befestigt. Dazu sind auf der Unterseite vier Schraubgewinde vorgesehen. Das Drehen und Neigen des Moduls ist dank des separaten Seitenarms möglich und erlaubt einen großen Einstellungsradius. Bei der Montage fällt auf, dass das  DTX PRO Modul aus leichtem Kunststoff gefertigt ist, denn es wiegt gerade mal 1,5 kg.

Das Yamaha DTX-Pro Modul mit Halteplatte.

Darüber hinaus finden sich auf der Rückseite die Ausgänge: der L-/R-Output als 2 x Monoklinke sowie der USB-to-Host und -to-Device-Anschluss. Leider befinde sich diese alle unterhalb der Reihe der Eingangsbuchsen – wenn also die Ausgänge neu verkabelt werden, „beugt“ sich der Kabelwald der Eingangskabel in den Weg.

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Die Rückseite des YAMAHA DTX-PRO Moduls.

An der linken vorderen Front des Moduls sind gut erreichbar zwei Buchsen vorhanden: neben dem Kopfhörerausgang (6,3 mm Klinke) auch das Audio In-Signal (3,5 mm Klinke).

 

Frontanschlüsse beim Yamaha DTX-PRO Sound Modul

Die zehnkanalige Kabelpeitsche wird auf der Rückseite mittels Einzelstecker mit den Trigger-Eingangsbuchsen verbunden. Die Längen sind für den vorgegebenen Aufbau optimiert und passend – die HiHat-Zuleitung sogar länger als notwendig. Die Einzelkabel werden mit Kabelbinder zusammengehalten. Dies ermöglicht nach dem Auftrennen also auch den seitenverkehrten oder anderen Aufbau des Kits. Da das Real HiHat-Pad zwei Signale liefert (HH und HH Control), gibt es hierfür ein Kabel- und Buchsen-Paar. Alle anderen Komponenten sind mit einem Signalkabel ausgestattet. Neben den nun belegten Klinkenbuchsen des DTX PRO bleibt noch eine weitere Eingangsbuchse übrig (Buchse 14 ganz links im Bild) – hier kann noch ein weiteres Trigger Signal eingespeist werden.

Abschließend wird in der Gesamtübersicht noch auf die korrekte Positionierung der Pads hingewiesen. Das dezente Yamaha Logo auf den Becken-Pads dient zur Orientierung und als Maß für die normale Erreichbarkeit beim Spiel – so die Empfehlung hinsichtlich der Abstände untereinander. Im Zubehör-Karton befinden sich noch einige Klettverschlüsse und ein Drum Key.

Das Yamaha DTX6 K3-X Drum Modul

Yamaha DTX-PRO DTX6K3 E-Drums Test

Das Yamaha DTX-PRO Sound Modul mit prominent platzierter Kit Modifier-Sektion.

Im DTX PRO sind 40 Preset Kits gespeichert. Diese enthalten eine Vielzahl an Drumsets, aber auch Synthie-, EFX- und Percussion-Sets, und decken noch lange nicht die gesamten Sounds des Interfaces ab. Über 400 Sounds sind es, die auf den 200 User Kit Plätzen zu weiteren Sets zusammengestellt werden können. Darüber hinaus kann ich bis zu 100 User Sounds importieren.

Die Drehregler sind griffig und gefallen aufgrund der Rasterung am Rand. Der Ein-/Aus-Schalter liegt vertieft und das monochrome Display ist gut ablesbar und kann im Kontrast eingestellt werden. Leider ist die dunkelrote Tempo-Anzeige nur von mäßiger „Strahlkraft“.

Die Einstellungsmenüs weisen eine Vielzahl an Möglichkeiten auf. Einige fallen besonders ins Auge: so wurde der Click-Sektion ein eigener Lautstärke-Regler spendiert. Die Tempo Tapping-Funktion kann über die Tasten am Modul selbst (dann erscheint entsprechend des angeschlagenen Instruments im Display ein kleiner Balken) aber auch auf den Pads erfolgen (so kann das Tempo einfach kurzerhand „eingetrommelt“ werden). Ein sehr hilfreiches Feature ist die Anzeige eines großen „E-Buchstaben“ im Display – dies erfolgt, sofern irgendeine Einstellung verändert, jedoch noch nicht gespeichert wurde. Erst nach dem Abspeichern verschwindet dies wieder.

Der Click-Timer ist so einstellbar, dass „der Click“ nach dem Starten von sich aus endet – das ist recht praktisch fürs Einzählen von Songs, wenn man das Timing zu Beginn benötigt, wird jedoch im Verlauf des Songs eher als störend empfunden. Bei Bedarf kann das Erklingen des Timings nochmals um 30 Sekunden verlängert werden – dazu einfach währenddessen auf die Plus-Taste drücken. Auch kann der Ausgang des Click-Signals definiert werden: hierzu stehen Master-Out, Phones und USB zur Verfügung – nicht zu vergessen die Einstellung „Aus“. Bis zu 30 User Clicks können hinsichtlich des Sounds, des Tempos und der Taktart gespeichert werden. Im Trigger Input Mode können die Signalwege zu den Sounds per Knopfdruck ausgelöst werden, etwa, um die verschiedenen Sounds durchzuhören. Hilfreich sind hierbei die Größenangaben bei den Trommel- und Becken-Sounds, um die Auswahl zu vereinfachen.

Der Master-EQ erlaubt Einstellungen in 5 Bereichen: Low, Low Mid, Mid, High Mid und High – dies ist unabhängig davon ebenso auch für den Kopfhörerausgang einstellbar und erlaubt entsprechende Anpassungen an den Kopfhörer oder die Hörgewohnheiten. Die internen Effekte können als MASTER für das ganze Set oder einzeln pro Instrument geregelt werden.

Die Kit Modifier Sektion des YAMAHA DTX-PRO Sound Moduls.

Als Besonderheit weist das DTX PRO auf der Oberseite unter der Bezeichnung „Kit Modifier“ drei Klangregler auf, der unmittelbar auf drei Klangeinstellungen Zugriff gewähren: neben „Ambience“ und „Comp“ auch der „Effect“. Im Ring um diese Regler herum befinden sich einzelne rote LED-Felder, die von 8 Uhr bis 4 Uhr den Anteil der Einstellung optisch anzeigen. Leider sind die drei Regler nicht mit anderen Funktionen oder Klangeigenschaften zu belegen – nur beim Effect-Regler kann eben der Effect ausgewählt werden. Anstatt der Kompression hätte ich hier dann doch eher die Dämmung für die Toms im direkten Zugriff platziert – das hätte mir besser gefallen.

Die Trainings-Abteilung im DTX PRO zeigt sich vielfältig. Bevor es ans trainieren geht, können hier noch Vorzähler sowie etwaige Stummschaltungen einzelner Komponenten erfolgen. Dies ist z.B. für die 37 Song-Trainings in verschiedenen Stilrichtungen hilfreich. Dort kann zudem die Drum Spur an- und ausgeschaltet werden und die Lautstärke der Song-Wiedergabe zur Lautstärke des Drum Kits über den Audioregler angepasst werden. Zudem kann ich mein Timing auswerten lassen, ob ich Pausen oder Triolen korrekt im Takt platziere, wie gut ich den Rhythmus-Wechsel „schaffe“ oder den Song begleite oder wie viele Schläge ich innerhalb einer Minute trommeln kann – na, wenn mal das keine Challenge ist?!? Beim internen Recording (für maximal 90 Sekunden) ist neben der Aufnahmelautstärke auch die Geschwindigkeit einstellbar: so kann ich beispielsweise meine Aufnahme bis zu 1,5-fach so schnell oder nur halb so schnell wie beim Einspielen wiedergeben.

Die 70-seitige einsprachige Bedienungsanleitung lässt keine Fragen offen und ist gut verständlich aufgebaut.

Das Yamaha DTY6K3-X Kit.

Wie spielt sich das Yamaha DTX6 E-Drumset?

Die HiHat und das Kick-Pad reproduzieren das Spielverhalten gut. Die weiche Gummifläche des KP90 tritt bei kräftigen Tritten schon ein deutliches Stück nach innen – dies tut dem Triggerverhalten jedoch keinen Abbruch. Die HiHat-Maschine läuft leicht.

Die Becken-Pads weisen einen guten Rebound auf. Die Positionserkennung beim Ride Becken wird vom Modul mit dem passenden Sound quittiert. Das macht Laune und hört sich gut an. Infolgedessen ertappe ich mich dabei, dass ich längere Zeit nur auf der Snare und dem Ride spielte. Sehr authentisch erfolgt auch beim Snare-Pad die Soundumsetzung der Spielweise. Die Response der Schlagfläche ist ausgewogen und das X-Sticking auf dem geteilten Rim des Snare-Pads gelingt tadellos. Die Tom-Pads und das Snare-Pad mussten bereits nach kurzem Spiel noch einmal fester an ihre Klammern geschraubt werden, hielten dann jedoch tadellos.

Das Kit P2 „Steel Ring“ klingt sehr ausgewogen – für meinen Geschmack nahm ich folgende Anpassungen vor: die Lautstärke der 15“ Rock HiHat sowie die 22“ Kick-Drum habe ich etwas lauter eingestellt, dafür die 14“ x 5“ Rock Snare etwas leiser. Zu den drei Rock Toms in 10“, 12“ und 14“ gesellen sich zwei 16“ und 19“ Rock Crashes und ein 22“ Rock Ride. Es finden sich viele weitere Kits, die entweder nach der Stilrichtung oder nach ihrem Klangcharakter bekannt wurden: ein „Swedish Metal Kit“, das „BlackVinyl“ mit Room Toms und China Becken oder das „Jet Reverb“ mit Reverb-Effekten. Das „Defunkt-Kit“ bringt eine knackige Snare, eine Pop-HiHat in 14“ sowie Splash- und Stack-Sounds ans Ohr. „Off the Hook“ steht für spacige Sounds und das „Little Kit“ mit einer 10” Snare und Jazz-Toms für smoothe Arrangements. Bezeichnungen wie „Vintage Nashville“, „Old Studio Kit”, „Olden Days“ und „Modern Country“ sprechen für sich.

In den Audiofiles finden sich auch Soundvergleiche. So zum Beispiel die Auswirkung der „muffled“-Funktion bei einer Snare: von 100 % muffled über etwa 50 % bis zur offener Klangweise ohne Dämmung bei 0 %. Zudem ein Klangbeispiel „Ambience“ in „trockener“ Einstellung (0 %), mit 30 % und 60% sowie maximalem Effekt. Zum anderen eine Auswahl der internen Effekte anhand eines Patterns über die Toms – wie Reverb, Echos etc. Und abschließend das „Radio Dark Kit“ in normaler Einstellung (Kontrolfilter bei 50 %), hinein- und herausgedrehten Filter (100 % und 0%), einmal ganz „trocken“ ohne Raumanteil und dann noch mit hinzugemischtem Effekt.

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Fazit

Die Bespielbarkeit des DTX6K3 und die Soundreproduktion durch das DTX PRO ist sehr gut. Die Vielfalt im Modul bietet viele Variationsmöglichkeiten – sei es bei den Sounds, den Trainings oder den Editiermöglichkeiten. Die prominent platzierten Drehregler für Ambience, Compression und Effect bieten schnellen Zugriff auf genau diese Einstellungen. Sie wirken direkt auf den Sound und verändern diesen manchmal recht deutlich, manchmal jedoch auch kaum wahrnehmbar. Hier kann jeder selbst entscheiden, ob er diesen Direktzugriff unbedingt benötigt – zumal die Belegung hierbei fix ist.

Die Bedienung gestaltet sich ansonsten insgesamt gut und die Optionen sind durchdacht und praxisnah. Die vergleichsweise kleinen Tom- und Snare-Pads könnten durchaus größer ausfallen. Das relativ hohe Eigengewicht der Hardware bietet Stabilität und wertige Komponenten. Verwunderlich bleibt, weshalb zwar eine HiHat-Maschine Teil des Kits ist, jedoch kein Pedal für die Kick-Drum. Die Einsatzmöglichkeiten zu Hause, im Studio oder Live-Set sind alle denkbar. Als kleine Zugabe gibt es noch die Steinberg Cubase Version AI mit hinzu.

Plus

  • vielfältige Sounds
  • viele Einstellmöglichkeiten in den Menüs
  • Direktregler für Ambience, Kompression und Effektanteil
  • gute Klangreproduktionen in Abhängigkeit der Spielpositionen beim Snare- und Ride-Pad
  • Trainingsbereich mit internen Songs und verschiedenen Analysefunktionen
  • stabil und wertig

Minus

  • Kick-Pedal gehört nicht zum Lieferumfang
  • Direktregler können nicht mit anderen Parametern belegt werden
  • vergleichsweise „kleine“ Durchmesser bei den Pads und Cymbals

Preis

  • DTX6 K-X: 998,- Euro
  • DTX6 K2-X: 1.398,- Euro
  • DTX6 K3-X: 1.698,- Euro
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