Test: YAMAHA MX61 V2, Synthesizer

29. Januar 2017

Neuer Budgetsynthesizer von Yamaha

Mit dem blauen Yamaha MX-61 BU legt Yamaha die zweite (dritte) Auflage seiner „Mini Motif XS“ vor. Und um das Fazit an den Anfang zu stellen, es gibt nicht viel zu kritisieren. Yamaha hat sich hier einige Gedanken gemacht, wie Modellpflege aussehen kann.

Einführend muss man erwähnen, dass Yamaha hier das Rad nicht neu erfunden hat, aber gemessen am Preis und den Funktionen hier einen echten Allrounder liefert. Dieser ist grundsätzlich für Einsteiger und Fortgeschrittene gedacht, überzeugt aber auch den Semi-Profi und mit dem Abstrich bei der Klaviatur den Profi.

Dieser Test wird sich in 4 grobe Abteilungen aufteilen. Livebetrieb, Studio  und ergänzend einen Blick auf die App „FM Essential“ werfen.

Livebetrieb

Nach dem Auspacken erleben wir erst mal ein blaues Wunder, der MX61 erstrahlt in einem fröhlichen Blau. Und angenehm massiver Leichtbauweise. Was hier auch sofort auffällt, ist das angenehme Gewicht und die übersichtliche Oberfläche. Was auf den ersten Blick verwundert, ist die Belegung der 4 Regler Cutoff, Resonance, Chorus, Reverb auf der ersten Belegungsebene und dann erst Attack, Decay, Sustain und Release. Ist erst mal ungewöhnlich. Aber jeder Hersteller sieht das immer anders und ist kein Grund zur Kritik.

Am Vorgänger war ein Kritikpunkt das externe Netzteil. Hier muss man pragmatisch sein. Die Zeiten interner Netzteile sind in dieser Gerätekategorie vorbei.

Yamaha MX 61 BU – Anschlüsse

Anschlussseitig hat unser Kandidat einen unsymmetrischen Stereoausgang, einen AUX In für externes Audiomaterial, Anschlüsse für Sustain- und Controller-Pedal, die allfällige MIDI-Kombination und 2 USB-Anschlüsse.

Hier wäre anzumerken, dass ein USB-Anschluss für einen Speicherstick gedacht ist, von dem Audio- und SMF-Dateien wiedergegeben werden können. Der zweite Anschluss verbindet entweder die DAW oder das iPhone, iPad mit dem MX61. Dieser Anschluss ist bidirektional und arbeitet in beide Richtungen.

Klangbeispiele
Forum
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    steme  

    Hi,

    Danke fuer den Test. Kurze Frage: Was ist denn ausser der Farbe jetzt anders im Vergleich zum Vorgaenger ?

    Beste Gruesse,

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    NicGrey  

    Neu ist eigentlich nur, dass sich die MX Synths mit der iOS App FM Essential verbinden lassen, wodurch die Klangpalette um 256 FM-Sounds auf Basis von vier Operatoren erweitert wird.

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      TobyB  RED

      Hallo Nic,

      und das bei Combinations das Audio über USB sowohl im MX und auf dem iDevice landet. Und das gleichzeitig. Da ich den Vorgänger nicht kenne, kann ich nicht sagen ob dieser sich genauso verhalten würde. Yamaha führt aber den MX 49/61 und den getesteten MX61 V2 BU als separate Modelle. Ich kann mit nur vorstellen das die USB Anschlüsse unterschiedlich in den Funktionen sind.

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    costello  RED

    Sauber Toby! Ich habe ja einen MOX6, der auch auf die Motif-Sounds zurückgreift und bin damit absolut happy. Die Teile bieten viel fürs Geld und ergänzen die Vintageriege mit ein paar frischeren Sounds. Gerade wenn man mal schnell einen Dance-Rhythmus an den Start bringen will und keine große Lust zum programmieren hat, wird man eigentlich immer fündig. „Powershred“ finde ich übrigens wunderbar. Ich weiß, dass da viele Keyboarder nur die Augen zum Himmel verdrehen; aber nach einem anstrengenden Arbeitstag kann ich mich zumindest damit super entspannen. Vielleicht noch einen Moog drüberlegen und ab geht die Post ;-)

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      TobyB  RED

      Danke Costello,
      ich war bis auf die wenig abgestufte Klaviatur absolut positiv überrascht. Zum einen der Klang, ich musste beim Aufnehmen nichts mehr machen, ans MX1 stöpseln, passt. Inklusive der Onboard FX Sektion. Zum anderen, ich hab ja nun kein Genre, in dem ich festhänge. Auch hier konnte der MX1 punkten. Drittens Bedienung während der Performance. Okay, danach sieht KingKorg mal alt aus. Der punktet zwar mit Modulation und Röhre. Hat aber bei der Perfomance seine Ecken und Kanten. Yamaha und Moog gehen tatsächlich gut, der MX61 setzt sich gegen Mother 32 sehr gut durch. Neben den Dance Sounds gefielen mir besonders die Keys und Pianos. :) Und die Combinations, hier fände ich, das Yamaha die Potentiale die FM Essiental hat ausbaut und die Unsauberkeiten, z.b. keine Chordtriggerung vom iDing auf dem MX61 abstellt. Der Magic Button ist wie am Montage einfach Klasse.

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    Hein Bloed  

    „Und liefert ein fast kritikloses Gerät ab.“

    Immer wieder gut, wenn der Synth nicht ewig nörgelt.

    (Edit: „…und liefert ein fast nicht zu kritisierendes Gerät ab.“)

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    Uli Ringhausen  

    Hallo Toby ,
    Danke für den informativen Test , hört sich gut an , der Synth .
    Ich habe mir gleich die FM App geholt , läuft auch ohne Hardware .
    Der Klang ist ok . Richtig Spaß macht der Ball Controller :-)
    Beste Grüße
    Uli

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      TobyB  RED

      Hallo Uli,

      ich hätte gerne den Ball Controller als Joystick ;-) Habs allerdings noch nicht probiert. Klar läuft die App auch so, nur eben die V50 Sounds und die Combinations nicht und da fängt der Spass an. Motif und FM Synthese ergänzen sich prächtig.
      Grüße ToB

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        Kyotonic

        Hi Toby!
        Ich habe mir nun meine erste IOS-Device gegönnt. Nur wegen den FM-Essentials und ein „paar“ anderen netten Apps. ;) Es gab nun ein Update auf FM-Essentials 1.1 mit AU-Support. Heisst das nun das ich Sounds nur in Kombination mit einen Yamaha MX oder einem AU-kompatiblen Gerät speichern kann? Gibt es noch eine andere Lösung gefunden, wie z.B. Sysex-Import, VST->AU-Wrapper etc.?

  6. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo Kyo,

    AU Support heisst erst mal grob, das FM Essential in AU kompatible Apps kommuniziert. Sprich Audio/Midi kann aufgezeichnet werden. Wenn du einen MX via CCK an iOS Device anschliesst werden die DX100, TX81Z, V50 und eben die MX Combinations freigeschaltet. Das bleibt auch so nach dem entfernen des CCK. SysExImport gibt es noch nicht. Ich nehme die Werte aus Tabellen und gebe sie ein. Die Combinations sind wie geschrieben so gebaut das die MX Sounds via USB im iOS landen und umgedreht FM Essential im MX und durch die Subtraktiven Filter läuft. Das wiederum kannst du mit den StudioMuxxen abgreifen und in deine DAW beamen oder mit GB aufzeichnen. Oder an der MX am Audio Out abgreifen. Klanglich wären das alle Beispiele ab _Psytranceseq

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