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Test: Roland FA-06, FA-07, FA-08, Synthesizer-Workstation

2. Juli 2014

Der Mini-FAntom?

Im Folgenden stellen wir Ihnen die neue Roland Workstation FA-06 vor. Bis auf den größeren Umfang und die gewichtete Tastatur (88 Tasten) mit Hammermechanik ist der Roland FA-08 identisch mit seinem kleinen Artgenossen. Der folgende Test gilt bis auf diese Einschränkung daher auch für die Roland FA-08 Workstation.

Synthesizer-Workstation Roland FA-06

Als Software noch nicht so verbreitet war, kamen die ersten Workstations auf. Ziel war es vor allem, einen Song mit einem einzigen Gerät produzieren zu können. Workstations forcierten zu wahren Wunderkisten, bei denen keine Wünsche offen bleiben sollten. Man hatte einen Sequencer, viele Sounds, einen eigenen Drum-Bereich, Effekte und meistens auch einen Sampler. So viel geballte Power muss auch irgendwie bedient werden. Hier kommt Rolands neue Workstation der Mittelklasse ins Spiel. Der Roland FA.

Baugleich mit anderer Tastatur, der Roland FA-08

Übersicht zum Roland FA-06, FA-07 und FA-08

Der neue FA-06 (und das größere Modell FA-07 sowie das Modell FA-08 mit gerichteter Tastatur) ist Rolands Kampfansage gegen die Workstations der mittleren Preisklasse wie etwa dem Yamaha MOX oder Korg Kross. Der Name lässt die Verwandtschaft mit der Roland Fantom-Serie erkennen. Jedoch ohne nur der kleine Bruder zu sein. Bis auf den Namen und die Anordnung der Bedienelemente gibt es wenige Ähnlichkeiten.

Der FA ist eine Workstation und erhältlich in zwei Ausführungen. Den „kleinen“ FA-06 mit 61 Tasten und den „größeren“ FA-08 mit 88 Tasten. Die größere Version besitzt außerdem eine gewichtete Ivory Feel-G Klaviatur, die man bereits von den Stage Pianos Roland RD-64 oder RD-300NX kennt. Mit dieser Tastatur lassen sich vor allem die SuperNATURAL Akustik Pianos authentischer spielen. Abgesehen von der Tastatur und eben der Breite des Gehäuses sind beide Versionen absolut identisch. Der FA-06 ist kompakt gehalten und gerade mal knapp einen Meter breit und wiegt 5,7 kg.

Damit lässt er sich schnell transportieren. Der FA-08 hingegen wiegt 16,5 kg und damit fast so viel wie der Jupiter-80. Das mag zwar ein ordentliches Gewicht sein, aber man sollte sich vor Augen halten, dass der FA-08 die schwerere Ivory Feel-G Klaviatur besitzt und einen knappen halben Meter breiter ist. Das Gehäuse beider FAs besteht gänzlich aus Plastik. Was anderes ist bei Workstations dieser Preisklasse nicht üblich und wird auch von den meisten anderen Herstellern nicht angeboten. Das Gehäuse ist allgemein sehr stabil und fühlt sich hochwertig an. Die Oberfläche ist aufgeräumt und in drei Bereiche gegliedert, den Synthesizer, Sequenzer und Sampler. Den Hauptteil bildet der Synthesizer mit all seinen Bedienelementen. Los geht es mit den Kategorietastern unter dem Display, mit denen wir einen Sound aus einer bestimmten Kategorie (Orchester, Piano, Synth, etc.) wählen können.

Wer sich mit den aktuellen Roland Geräten auskennt, wird sich sehr schnell zurechtfinden. Roland hat in der Bedienung eigene Standards entwickelt, die über die letzten Jahre, abgesehen von Verbesserungen gleich geblieben ist. Auch gibt es wieder Tastenkürzel mit der Shift-Taste. Allerdings nicht so viele wie beim Jupiter-80. Mit einem Druck auf Shift- und z.B. die ASSIGNABLE-Taste des D-Beams kommen wir direkt in das entsprechende Menü, in dem wir der Taste eine individuelle Funktion zuweisen können.

Rechts neben dem großen Drehrad ist ein kleines Display mit drei Ziffern und einem Poti angebracht. Hier können wir die Hauptgeschwindigkeit verändern, die in dem kleinen Display dann angezeigt wird. Darüber befindet sich der Rhythmusbereich mit Arpeggiator, Chord Memory und Rhythm Pattern. Das Menü für den Arpeggiator ist 1:1 aus dem Jupiter-80 übernommen und lässt sich genau so umfangreich einstellen.

Links haben wir sechs Drehregler, mit denen wir den Klang beeinflussen können. Mithilfe eines Select-Tasters können wir durch vier „Reihen“ und somit die Funktionen der Drehregler umschalten. In der ersten Reihe verändern wir Cutoff, Resonance, Attack, Release, Pan und Lautstärke. Die zweite Reihe betrifft den Equalizer, die dritte Reihe lässt sich im Menü frei nach Wunsch belegen und die letzte ist den Effekten gewidmet. Selbstverständlich ist alles aufgedruckt und somit nahezu selbsterklärend.

Für das Keyboard gibt es noch Taster für eine Oktav-Verschiebung und die Möglichkeit für einen Split oder Dual für mehrere Sounds übereinander. Ganz links befinden sich noch der Lautstärkeregler und der D-BEAM. Hier können wir wählen zwischen Solo Synth (den man über den D-Beam spielen kann), EXPRESSION und ASSIGNABLE. Ebenso frei belegen lassen sich auch die zwei S-Taster über dem Modulationsrad.

Noch hervorzuheben wären der Taster für die vom Integra-7 bekannte Preview-Funktion, die passend zum ausgewählten Sound eine kurze Melodie spielt und der Favorite-Taster. Mit ihm können wir unsere Lieblingssounds speichern.

Der zweite Bereich ist der für den Sequencer. Mit ihm können wir ganze Songs bauen. Dazu haben wir an oberster Stelle einen Taster mit der Aufschrift „Sequencer“. Ein Druck auf diesen Taster öffnet ein sehr umfangreiches und ausführliches Menü. Zu dem Sequencer gehören natürlich auch eine Record-Taste, Tasten zum Vor- und Zurückspulen, ein Loop-Taster und die Songauswahl.

Der letzte Bereich ist dem Sampler gewidmet. Man darf keinen Sampler erwarten, mit dem man Sounds aufnimmt und umfangreich verändern und zuletzt mit der Tastatur spielen kann. Dieser Sampler orientiert sich an den Roland SP-404SX und spielt in erster Linie aufgenommene Sequenzen und Pattern über die 16 Pads ab, was in der Praxis eine geniale Funktion ist. So kann man Drums und Rhythmen sampeln und mit der Hold-Taste endlos laufen lassen. Man kann so ganze Songs spielen, indem man einzelne Patterns auf die Pads legt und nach Bedarf abspielen lässt. Die Pads leuchten rot und blinken bei Benutzung im Rhythmus.

Die Rückseite birgt die gängigsten Anschlüsse. Darunter den Stromanschluss, Kopfhörer und Main Outputs links und rechts. Im Gegensatz zu den größeren Geräten von Roland haben wir leider nur eine Sub-Output Buchse. Darüber kann noch einen Kopfhörer oder eine Box anschließen.

Der Vorteil hierbei ist, dass wir Sounds auf diesem Ausgang separat herausführen können. So bekommt der Drummer beispielsweise einen Kopfhörer mit Click.
Neben den Ausgängen gibt es auch eine Reihe an Eingängen. Mit ihnen können wir nicht nur Instrumente und Audioquellen anschließen und hören, sondern auch sampeln oder aufnehmen. Der FA lässt sich sogar als Audiointerface verwenden. Als Eingang haben wir die Mic/Guitar Klinkenbuchse nebst zugehörigem Mini-Regler für die Lautstärke.

Außerdem lässt sich auch noch per Mini-Klinke ein iPod oder ein anderer Audiospieler anschließen. Die Lautstärke hier muss am Audiogerät selbst eingestellt werden. Den Lautstärkeregler gibt es nur für den Mic/Guitar-Eingang.

Pedale können mit den dafür vorgesehenen Buchsen angeschlossen werden. Eine ist für ein Hold-Pedal reserviert, die beiden anderen sind für Rolands Expression-Pedale gedacht und lassen sich in der Funktion frei belegen.

MIDI ist mit an Bord und kommt sowohl mit einer MIDI-In als auch MIDI-Out Buchse.
Den Abschluss bilden die beiden USB-Anschlüsse und der SD-Kartenschacht. An der einen USB-Buchse können wir einen USB-Stick mit Updates oder Zubehör wie Rolands Wireless-Stick anschließen. Die andere USB-Buchse ist für die Benutzung mit dem Computer gedacht. Über den SD-Kartenslot, welcher von Haus aus bereits mit einer Karte gefüttert wurde (!), kann man mit einer SD-Karte Sounds für den Sampler, Sounddaten und Einstellungen speichern und ggf. austauschen. Zudem wird der Kartenslot mit einer angeschraubten Metallabdeckung geschützt, die man auch abschrauben kann.

Das Herz der Oberfläche bildet das angenehm große Farb-Display. Das Betriebssystem ist graphisch an das vom Jupiter-80 angepasst. Da der FA kein Touchscreen besitzt, ist die Anzeige jedoch so verändert, dass man einfach mit den Pfeiltasten und dem großen Rad navigieren kann. Die Auflösung ist für eine Workstation in dieser Preisklasse ungewöhnlich hoch. Demonstriert wird das vor allem durch die aufwendig animierten Bildschirmschoner.

Der Roland FA-06, kompakt und umfangreich ausgestattet

Sound und Effekte der Roland FA-Synthesizer

Der Synthesizer besteht aus 16 Parts. Jedem dieser Parts kann man einen Sound zuweisen. Normalerweise startet der FA im Single-Modus, das heißt, man spielt automatisch zuerst immer den Sound von Part 1. Mit dem Split- und Dualtaster können wir auch zwei Sounds über- oder nebeneinander spielen. Alle 16 Parts können mit dem Sequencer in einem Song oder im Multi-Modus mit der Tastatur benutzt werden. Der FA hat 128 Stimmen, die grundsätzlich reichen, aber manchmal bei komplexeren Studio Sets auch zu wenig sein können.

Für die Sounds stehen uns die zehn von Roland bekannten Kategorietaster mit einer endlosen Soundlibrary zur Verfügung. So wählt man eine Kategorie, drückt auf Enter und wählt mit den Pfeiltasten oder alternativ dem großen Drehrad einen Sound aus.
Der FA hat mit über 2000 Sounds einen beachtlichen Teil der Library vom Integra-7 mit auf den Weg bekommen. Darunter eine große Anzahl an SuperNATURAL Synth-  und SuperNATURAL Akustiksounds. Auf der Roland Axial Seite kann man sich kostenlos weitere hochwertige Soundsets runterladen.

Neben den Akustik- und Synthsounds bietet der FA auch einige Drumsounds. Zum einen gibt es die PCM Drum Kits, die auf Sounds der früheren Synthesizer von Roland basieren und die aus dem Integra-7 bekannten SuperNATURAL Drum Kits. Letztere klingen
viel authentischer, da sie bei unterschiedlicher Spielweise nicht nur die Lautstärke, sondern auch das Klangverhalten ändern.

Alle SuperNATURAL Sounds klingen ausgezeichnet und die SuperNATURAL Akustiksounds sind ähnlich authentisch wie bei Rolands Flaggschiffen Jupiter-80 und Integra-7.
Zur Veredelung hat Roland dem FA-16 voneinander unabhängige MFX-Prozessoren und sechs COMP+EQ-Prozessoren für Drums spendiert. Zudem gibt es einen sogenannten TFX (Total Effekt-Prozessor) für Drums und Master-EQ, Chorus und Reverb.

Zur Auswahl stehen alle wichtigen Effekte in einer ausgezeichneten Qualität. Daneben gibt es auch weitere exotischere Effekte, die ferne Klanglandschaften garantieren. So zum Beispiel die Vinyl-Simulation, Radio Tuning oder Slicer+Flanger.

Der FA besitzt außerdem einen Vocoder, den man live benutzen kann, wenn man ein Mikrofon an die Guitar/Mic-Buchse anschließt. Noch interessanter wird es, wenn man den Vocoder als Effekt auf einem Sound anwendet.

Sampler und Sequencer

Eine sehr nützliche Funktion bietet der Sampler mit seinen dazugehörigen 16 Pads. Ein Druck auf ein Pad startet ein Sample. Ein Sample wird einmal abgespielt. Mit der Hold-Taste kann das Sample geloopt werden, was bei Drumsequenzen praktisch ist. Zudem können mehrere Samples auf einmal gespielt werden. Man kann jedes der 16 Pads mit einem Sound versehen.

Außerdem lassen sich die Pads zwischen Bänken hin und her schalten. Insgesamt stehen uns 4 Bänke zur Verfügung. Um die Pads mit Sounds zu füllen, gibt es drei Wege. Zum einen können wir mit dem Guitar/Mic-Eingang ein Instrument direkt anschließen und aufnehmen. Es lassen sich auch die auf der Tastatur gespielten Sounds direkt sampeln.
Die letzte Möglichkeit erfordert einen Zugang über USB mit einem Computer. Die Pads lassen sich außerdem auch für numerische Eingaben verwenden.

Neben dem Sampler hat der FA einen 16-Spur Sequencer an Bord. Mit diesem kann man sowohl in Echtzeit als auch in Einzelschritten aufnehmen. In Zusammenarbeit mit dem Sampler und dem großen Display lassen sich sehr schnell Songs verwirklichen.
Für die Kontrolle gibt es den Mixer, mit ihm können wir Lautstärken, Panoramas und Effekte individuell anpassen. Den Song kann man dann als MIDI-File direkt an die DAW schicken oder einzelne WAVs als Multitrack exportieren. Außerdem lassen sich auch Songs als SMF importieren.

Der Roland FA-Synthesizer in der DAW

Die Workstation lässt sich als Audiointerface über USB nutzen und bietet eine Reihe weiterer Funktionen für den Umgang mit einer DAW an. Alle Treiber werden auf CD mitgeliefert. Neben Datenaustausch lässt sich der FA als Controller verwenden. Hierfür gibt es bereits Voreinstellungen für Logic, Sonar und Cubase. Für alle weiteren DAWs lassen sich individuelle Einstellungen vornehmen. Dann lässt sich der FA entweder als MIDI-Controller oder als Soundlieferant benutzen.

Der Roland FA-06 on YouTube

Fazit

Roland bietet mit dem FA-06 und FA-08 zwei mächtige Workstations im Mittelklassemarkt an. Das Konzept war es, eine einfach zu bedienende Workstation zu schaffen, bei der der Spaß am Musikmachen und die Kreativität im Hauptfokus stehen. Das Konzept wurde richtig umgesetzt und geht auf. Der Käufer bekommt ein leicht zu bedienendes Werkzeug mit Rolands großartigen SuperNATURAL Sounds. Songs lassen sich schnell umsetzen und mit einer DAW weiterverarbeiten. Und Käufer des größeren FA-08 haben zusätzlich noch die gewichtete Ivory Feel-G Tastatur für ein besseres Spielverhalten.

Plus

  • mächtiges Gesamtpaket
  • ausgezeichneter Klang dank SuperNATURAL
  • einfache Bedienung
  • Sample Pads

Minus

  • derzeit noch kein iPad Editor

Preis

  • Roland FA-06: 999,- Euro
  • Roland FA-07: 1.289,-€
  • Roland FA-08: 1.599,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    Filterpad  AHU

    Ich weis nicht was der Unterschied ist zwischen Ceremony Timp. und normale Timpani, aber nach Timpani klingt das meiner Meinung nach weniger, zumindest für denjenigen, der einen Paukenklang kennt. Aber die SuperNATURAL-Sounds überzeugen auf ganzer Linie. Besonders der slapping E-Bass klingt derart authentisch, man kann kaum glauben das dies aus einer WS stammt. Auch die meiner Ansicht nach schwierig zu sampelnden Strings klingen orchesterreif. Dem „künstlichen“ Symphonieorchester steht somit nichts mehr im Wege!

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    Markus Galla  RED

    Leider kann ich diesen Test nicht ganz nachvollziehen: es werden lediglich Features aufgezählt. Das Gerät macht deshalb zunächst einen tollen Eindruck. Doch wo sind die Dinge, die es nicht kann?

    – der Sampler: Eine richtige Integration gibt es nicht. Die Pads spielen nur die Samples, zur Steuerung von MIDI-Equipment, Ableton, Abfeuern von Sequenzen sind sie nutzlos, weil sie derzeit keine MIDI-Noten senden können.
    – keine Audio-Spuren im Sequencer, obwohl der Sampler vorhanden ist. Hier existiert nur eine einzige (!) Sample-Spur. Das Aufnehmen von Audio wie beim Juno Gi ist nicht möglich.
    – Samples können nicht (wie beim MOXF) in die Klangerzeugung eingebunden werden.
    – keine Multisamples, keine Velocity Splits, was gerade bei der Verwendung als Drum-Sampler sinnvoll wäre.
    – keine Möglichkeit, direkt den Sequencer-Output zu samplen. Das wäre ja durchaus geschickt, um z. B. die Pads zum Abfeuern von Song-Parts zu nutzen. Da der Audio-Export aus dem Sequencer heraus die Daten in einem anderen Ordner ablegt als der Sampler, sieht dieser die Daten nicht und man muss sie per Computer verschieben.

    Hätte man die Funktionen vom Juno Gi (inkl. XLR-Input mit Phantomspeisung) übernommen und die Pads sinnvoll integriert, wäre das eine tolle Kiste. So könnte man sich auch den günstigen AKAI Pad-Sampler kaufen und auf das Keyboard legen…..

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      Filterpad  AHU

      Wow – das ist mal ne Kampfansage! Aber ich finde das richtig, so etwas muss erwähnt werden. Ich meine Roland macht gute Produkte aber auch die haben ihre „Macken“! Dass die Pads keine MIDI-Noten senden können, ist auf jeden Fall (in der heutigen Zeit) ein Manko – Also nichts mit „MIDI-Beats“ sozusagen, ärgerlich!

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        Markus Galla  RED

        Ich möchte gar nicht ausschließen, dass Roland diese Funktionen irgendwann noch implementiert. Aber dennoch sollte man deutlich darauf hinweisen, denn wann wird das sein – oder wird es überhaupt sein? Die Produktpflege von Juno Gi und Juno Di war zuletzt auch nicht die beste. Beim Juno Gi wurde auch eine stärkere Verzahnung zwischen HD-Recorder und Workstation gewünscht. Es hieß dann immer: das geht nicht, der Recorder ist unabhängig. Aha, jetzt ist der Sampler also unabhängig. Lernt man aus Fehlern bei Roland nicht? Auf der Messe habe ich den FA-08 gespielt und war von den Sounds enttäuscht. Kaum eine Steigerung gegenüber den alten Juno-Modellen, die doch so lange am Markt waren. Beim MOXF kann man aber per Flash-Speicher eigene Samples in die Klangerzeugung einbinden. Ein großer Vorteil. Das hätte Roland auch mal berücksichtigen sollen. Die Preisklasse unter 1000€ ist hart umkämpft. Zurecht. Da muss man m. E. schon mehr bieten. Teuer kann jeder…..

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          microbug  

          „Beim MOXF kann man aber per Flash-Speicher eigene Samples in die Klangerzeugung einbinden. Ein großer Vorteil.“

          Theoretisch ja, wäre da nicht die mieseste Firmware, die mir in dieser Hinsicht je untergekommen ist, und einem dieses Featue massiv verleidet. Der MOXF hat eine dicke CPU drin und beim Speichern fühlt sich das Ding schlimmer an wie MIDI Sample Dump. Der kann ja nichtmal einen Favoriten setzen, ohne daß das ganze Geträt komplett blockiert ist. Der Juno G von 2006 macht sowas im Hintergrund, sogar während des Spielens.

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    bobs world  

    Bei der Produktpflege liegt Roland im guten Mittelfeld, insbesondere beim Jupiter 80/50 wurden neue Versionen und etliche Sounddownloads im hauseigenen Axial Portal reingestellt. Es gibt Firmen die deutlich weniger bieten.
    Der FA -06/08 ist rundum gelungen.
    In der Preisklasse rangiert die Verarbeitung des Synth ganz vorne.
    Erstaunlicherweise kommt sehr wenig Neues von den anderen beiden großen Herstellern.
    Mich interessiert wann die Motif-Nachfolger von Yamaha gelaunched werden.
    Von Korg hört man eher im Low-Budget Beriech was. Die Mittelpreisigen Synth haben bei Korg momentan eine unbrauchbare Tastatur.

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    AMAZONA Archiv

    Hallo Johannes, der Name Kothe kam mir gleich irgendwie bekannt vor und gerade fiel es mir wieder ein: Bist Du der Sohn von Ralf Kothe? Ich war vor 30 Jahren ein großer Fan von ihm und habe zahlreiche Konzerte gesehen. Wir haben immer ganz vorne gesessen und die Gitarreneffekte bestaunt, die wir uns nicht leisten konnten. Ich habe noch die „Gitarrenballaden 1 und 2“. Leider gibt’s bei Spotify nichts von ihm. Da besteht noch Nachholbedarf. Viele Grüße. Andreas

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      Johannes Kothe  RED

      Hallo Andreas1303,
      mein Vater spielt zwar Gitarre heißt aber nicht Ralf Kothe. Der Kothe-Zweig meiner Familie hat leider nie groß mit Musik zu tun gehabt. Ich kann dir da leider nicht weiterhelfen :-(

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    Markus Galla  RED

    Das Problem ist, dass alle mit Masse statt mit Klasse versuchen zu punkten. Innovation ist aber vielleicht aktuell gar nicht das, was die Musiker suchen, sondern eher Beständigkeit über Jahre. Yamaha pflegt die Motif-Serie seit vielen Jahren und der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Entscheidung, eine leichte Variante des Motif unter 1000€ anzubieten und mit der Möglichkeit des Flash-Roms zu versehen, ist deshalb auch nicht verkehrt. Schon der MOX war ein Erfolg. Roland hätte lieber einen Mix aus Juno Di und Juno Gi auflegen sollen, statt einen stark reduzierten Gi mit ins Gehäuse integriertem Pad-Sampler. Dem Juno Di fehlt der Recorder und vernünftige Samples, dem Gi die Synthese. Und die Tastatur der 61er Keyboards ist bei Roland auch nicht wirklich gut.

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    calvato  

    ich besitze den FA-06 seit einigen monaten…. ich habe seit dem alesis fusion kein so unausgegorenes gerät mehr gesehen….
    er liegt kilometerweit hinter meinen erwartungen zurück und ich BETE dass ein update einige der massiven unstimmigkeiten beheben wird…

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        calvato  

        -Ich war froh zu sehen, dass es ein paar Drehknöpfe gibt, die mir zum einen im Livebetrieb, als auch, so hoffte ich, bei der Editierung behilflich sein würden.
        Die Potis gelten allerdings übergreifend für den Studio-Mode. Wenn ich also einen Tone im Studio-Modus spiele und am Cutoff/Resonance-Wasauchimmer-Regler drehe, ändert sich nicht der Tone, sondern das Studio. Speichere ich dann den Tone ab, hat der sich gar nicht verändert. Ich muss also das Studio abspeichern.

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    calvato  

    oh, da weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll….

    EDITIERUNG:
    –Bei den meisten Synthies ist es ja so, dass man alle Sounds gleich/ähnlich editiert. Dadurch dass man hier aber zum einen mit „Supernatural“(SN)-Sounds zu tun hat und zum anderen mit klassischen PCM-Sounds, ist zb. die Editierung der Hüllkurve völlig unterschiedlich. Bei dem ersten ist es so, wie man es kennt & sich wünscht. Bei dem zweiten muss man sich durch dutzende abstrakter Zahlenkolonnen wühlen, die immerhin durch eine kleine Mini-Darstellung der Hüllkurve ergänzt wird. Warum macht man diese Unterscheide? Es scheint so zu sein, dass man einfach 1:1 eine alte JV/XV-Tonerzeugung zu den aktuellen „Supernaturals“ zugefügt hätte. Die sah nämlich damals genau SO aus.
    Wenn ich also einen Sound mit „SN“-Sägezahn editiere, ist das eine völlig andere Sache als den gleichen Sound mit PCM-Sägezahn. Das Ergebnis mag am Ende gleich klingen, der Weg dort hin gleicht sich kein bisschen.

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    calvato  

    FAVORITES:
    -Bei 2000 (Einzel-)Sounds und vielen möglichen Studio-Setups ist es schön & sehr sinnvoll, die Sounds für sich selbst in bestimmten Gruppen zu sortieren, z.B. für ein Live-Set. Zur Anwahl der Sounds benutzt man verschiedene Bänke und die 10 Taster unter dem Display.
    Also Klavier auf 1, Orgel auf 2 und ein Split-Sound auf 3 etc.
    Dachte ich.

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      calvato  

      Wir erinnern uns, wir befinden uns IMMER im Studio-Modus.
      Wenn ich also einen Einzel-Sound habe, muss ich, um ihn zu komplettieren, auch nochmals als Studio abspeichern, um z.B. die Lautstärke anzupassen, die Pedale den Controllern zuzuweisen etc. So weit, so umständlich.
      Wenn ich den so erstellten Einzel-Sound im Studio-Gewand nun zu den Favs hinzufügen möchte, geht das nicht, denn in den Favs werden zwar Studio-Sounds sortiert, wenn das Studio-Set allerdings nur EINEN Sound beinhaltet, wird NUR dieser Einzel-Sound in das vorher zufällig angewählte Studio-Set geladen. Beispiel: Ich bin im Split-Sound X und wechsle innerhalb des Favs in den Poly-Synth-Sound Y, der ein Einzel-Sound ist. Lustigerweise ist das Studio des gewechselten Sounds immer noch das des Split-Sounds, in dem der Einzel-Sound geladen wurde. Es sind also alle Controller-Daten oder, noch schlimmer, angepasste Cutoffs des ersten Sounds im Gewechselten.
      Nicht einmal die Lautstärke wurde übernommen, was Live ein unding ist.
      Das ist zwar völlig absurd, ist aber leider tatsächlich so.
      Ich habe nun tatsächlich angefangen, aus den Einzel-Sounds einen Split-Sound zu machen mit irgendeinem absurden Split-Punkt der mich nicht stört, damit ich in den Favorites auch meinen KOMPLETTEN Sound anwählen kann.

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        calvato  

        SOUNDS:
        -Die Klavier- und Rhodes-Sounds finde ich wirklich toll, sind sehr inspirierend und ziemlich „echt“. Dann gibt es natürlich Sounds, wo sich die Geister scheiden. Die sind im Grunde gut, aber eher Geschmackssache. Das ist ja auch normal.
        Ich spiele jetzt neuerdings in einem Live-Chillout-Projekt wo auch mal „andere“ Klänge gefragt sind als die üblichen 3 Standartsounds.
        Vibraphon oder Akkordeon z.B. Beim Testspielen des MOXF6 und des FA-06 im Laden bin ich zufällig über den Akkordeonsound des Yamaha gestolpert und war sehr angetan. Ich dachte „ja, SO klingen moderne Workstations auch bei solchen Sounds“, kein Tanzmucker-Gequietsche.
        Die entsprechenden Klänge bei Roland sind allerdings extrem enttäuschend. Es scheinen nämlich genau die gleichen (ollen Tanzmucker-)Samples zu sein, die mich auch schon vor knapp 20 Jahren im JV1080 geärgert haben. Diesmal kein „Supernatural“ oder auch nur halbwegs aktuelle Sounds.
        Das Vibraphon konnte ich übrigens mit ein bissl programieraufwand irgendwie retten, das Akkordeon nicht.

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          calvato  

          PRESETS:
          Der FA-06 hat über aktuelle 2000 Sounds. Theoretisch.

          -Nehmen wir mal die Piano-Sounds. Da gibt es ein paar recht gelungene Variationen des SN-Klaviers, dann die üblichen „Bright-Piano“ und „Honkytonk“.
          Danach gibt aber noch dutzende andere Piano-Sounds, die ich noch aus meinem JV 1080 kenne. Die wurden offensichtlich einfach unbesehen in den Synth reingeworfen, ohne eine art „Vorauswahl“ zu treffen. Das heißt, ich habe in meinem 2014er Gerät Klavier-Samples von 1994. Und damit meine ich nicht einen Klassiker wie das „M1“-Klavier, sondern einfach den 1994er-Versuch eines natürlichen Klaviers. Dass man diese einfach ohne zu zögern in die Tonne hauen kann muss ich eigentlich nicht erwähnen. Das gleiche gilt übrigens für JEDE Instrumentengruppe, also auch für die Streicher, Orgeln, Bläser bis zu den Synth-Sounds.
          Bei letzteren macht das tatsächlich noch ein wenig Sinn, weil die Synth-Klänge auch damals schon gut waren. Bei den Natur-Streichern eher nicht.
          Das Dumme ist, dass es Instrumentengruppen gibt, wo es NUR alte Sounds gibt. Kein Supernatural sondern nur 20 Jahre alte Samples.
          Die Solo-Streicher sind für 2014 eine Frechheit, die klingen aus den meisten modernen Tuschhupen (=Homekeyboards) besser…

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            calvato  

            -Die (Einzel-)Sound-Prestes sind Gruppen unterteilt, „Piano“, „Lead-Synth“ etc.
            Unter dieser Überschrift befinden sich dann die einzelnen Presets.
            Es gibt sage und schreibe 304 Synth-Pad/String- und 324 (!!) Lead-Synth-Presets. Coole Sache, wenn es wirklich unterschiedliche Sounds wären. Viele Klänge ähneln sich nicht nur ein bisschen, sondern sind fast identisch. Es gibt z.B. endlos viele Saw-Lead-Synths aus dem SN-Pool. Und es gibt endlos viele Saw-Lead-Synths aus dem PCM-Pool. Ich habe also gefühlte 250 Saw-Lead-Presets. Die sich, je nach Herkunft, natürlich unterschiedlich editieren lassen (s.o.) und trotzdem irgendwie alle gleich klingen. Denn selbst mit den schrägsten Filter, Detune & Effekt-Einstellungen käme ich normalerweise auf… sagen wir mal….gut gemeinte… 50 unterschiedliche Saw-Lead-Presets.
            „Ist doch egal, mehr ist mehr!“ könnte manch einer da sagen. Wenn ich aber für einen Song aber einen bestimmten Lead-Sound suche, muss ich 324 Presets durchwuseln. Oder ihn ganz von vorne neu programmieren, was recht schnell ginge, wären die Potis nicht dem Studio, sondern (wahlweise) den Tones zugeordnet.

            Von den „über 2000 Sounds“ bleiben also nicht mehr viele übrig, wenn man doppelte Sounds & 20 Jahre alte Samples weglässt.

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              calvato  

              Mir fallen noch endlos viele Kleinigkeiten ein, die man sicher problemlos ändern könnte und die mir den Alltag mit dem Gerät etwas erleichtern würden.
              Vor allem verliere ich einfach den Spass und die Lust, mit dem FA-06 Musik zu machen, was der Kreativität nicht gerade förderlich ist.

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    Atomicosix  

    Der Roland FA-6 hat ein gutes Preis-Leistung-Verhälniss. Okay, das Gehäuse ist 100% Plastik, aber ansonsten kann er gut punkten. Früher hatte ich mal einen XP 80 und einen XV 3080. Die Sounds kommen mir sehr bekannt vor (positiv). Ich habe mir 2 Expantions dazugeladen, Strings & E-Piano, jetzt habe meine alten Sounds wieder an Board. Ich finde die Strings & E-Pianos nach wie vor sehr gut. Die Orgeln sind besser geworden, aber eine echte B3 Emulation ist nicht dabei. Die Intregra Virtual-Analog-Sounds kann man im Vergleich zu echten analogen vergessen. Das Keyboard ist auch 100% Roland – also sehr einfach zu spielen, Aftertouch braucht man eigentlich nur selten, daher vermisse ich ihn nicht. Das absolute Highlight finde ich ist der integrierte Sampler. Man kann über eine SD Karte einfach diverse Samples laden und über die Pads abfeuern, wirklich nich schlecht Herr Specht. Ich werde die Funktion in der nächsten Zeit nutzen. Der Roland Hall gefällt mir nicht, ich schalten ihn einfach ab.
    Der Roland FA-06 ist ein guter Allrounder, gute Standart-Sounds und er hat die geniale Samples Option. Der Support von Roland ist auch sehr gut, meine Bedienungsfragen wurden relativ schnell Beantwortet. Also ich finde den Roland FA-06 wirklich gut. Viele Sounds zum guten Preis.

  10. Profilbild
    Findus  

    Ich halte den FA auch von der Benutzerschnittstelle her für total gelungen. Man findet sich schon nach kurzer Zeit bestens zurecht. Für ein Gerät mit dieser Komplexität ist das sehr unüblich. Jedenfalls war meine Lernkurve mit dem Kronos oder dem Kurzweil PC3 deutlich höher. Die Synth-Tastatur beim FA-06 ist vergeichsweise von einer guten Qualität.

  11. Profilbild
    joegedicke  

    Ich habe den FA-06 1 Woche hier gehabt und ausgiebig im Studio damit gespielt. Ich finde, das Gerät ist eine ziemliche Katastrophe, nicht Fisch, nicht Fleisch, und klingt auch nicht wirklich inspirierend. Durch irgendwelche Presets zu steppen, die es schon im Fantom gab, ist für eine Workstation der falsche Anspruch. Es ist wirklich sehr sehr schade, daß es Roland nicht gelungen ist, das Konzept des Fantom G weiterzuentwickeln.

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      Johannes Kothe  RED

      Hallo joegedicke,

      ich muss dir Recht geben. Ich bin selbst langjähriger Roland-Nutzer. Roland hat das Talent, immer wieder großartige Produktlinien sterben zu lassen. Der neue Kronos hat so viel Erfolg, da es den Fantom nicht mehr gibt. Der FA ist natürlich klasse für dieses Geld (vor allem durch die Supernatural-Sounds). Aber ein echter Fantom ist es nicht. Und den neuen JD-XA halte ich auch nicht für einen V-Synth-Ersatz. Im Moment reizen mich eher die gebrauchten Geräte von Roland oder ich steig Live auf Software um.

      • Profilbild
        joegedicke  

        Ich hatte auch gehofft, daß das V-Synth Konzept weiter fortgeführt wird. Ich besitze noch heute den GT V2 und habe bisher keinen anderen, ähnlich ausgelegten Synthesizer gesehen. Er ist nach wie vor die Nr. 1 in meinem Studio zusammen mit Nord Lead A1 und Nord Electro 5D.

        • Profilbild
          Tyrell  RED 3

          Stimme Dir zu. Ich besitze den V-Synth XT und der hat seinen festen Platz bei mir!!!

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      Atomicosix  

      Die Bedienung der FA Instrumente ist am Anfang eine totale Zumutung, aber das waren die „Workstations“ von Roland und Yamaha schon immer. Man muß sich wirklich die Bedienungsanleitung durchlesen und dann selber Templates anlegen. Der größte Witz ist allerdings wenn man auf alle Sounds zugreifen will, den diese sind nur (!) übers Menue komplett auswählbar. Für ein stabiles Gehäuse mit interenen Netzteil und beleuchteten Bedienelementen hätte ich auch gerne 200 Euro mehr bezahlt. Das mal Tipp an die Firma Roland.

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