Test: Yamaha MODX6, MODX7 & MODX8 Synthesizer

25. September 2018

Der Überraschungshit von Yamaha

Yamaha MODX Lektüre,

Workshops und Tests auf AMAZONA.de

Wie bereits beim Yamaha MONTAGE, werden wir dem MODX gleich 2 Testberichte widmen. Im vorliegenden Teil geht es vor allem um die Unterschiede zum großen Bruder MONTAGE, um einen Rundumblick auf diesen neuen Synthesizer und um eine ganz persönliche Beurteilung seines Sounds und seiner Bedienung. In einem zeitnah erscheinenden zweiten Teil werden wir dann detailliert auf die USB-Anbindung und mögliche Software-Anbindungen eingehen.

Doch schon jetzt gibt es umfangreiche Zusatzlektüre zum MODX auf unserer Seite, da sowohl die DREI (3) Tests zum Yamaha Montage als auch die die zwei Workshops fast uneingeschränkt auf den Yamaha MODX angewendet werden können. Hier eine Link-Übersicht:

Der Yamaha MODX – leicht und schnell

Vor gut einer Woche haben wir erstmals von diesem neuen Yamaha-Synthesizer gehört – nun steht er als Serienmodell vor mir und kann getestet werden. Deshalb SCHNELL, denn so schnell hatten wir nach einer heißen Neuankündigung noch nie ein Testexemplar bekommen. Und LEICHT? Ganz einfach, das Ding ist im positiven Sinn ein Leichtgewicht.

Der Yamaha MODX6 ist rundherum in ein Plastikgehäuse gepackt, was in extrem leicht macht – um genau zu sein, wiegt er nur 6,6 kg. Zum Vergleich, sein großer Bruder MONTAGE6 wiegt 15 kg. Natürlich ist ein Metallgehäuse stabiler, aber auch beim Montage sind Ecken und Kanten aus Kunststoff und brechen „on-Tour“ ebenso gerne ab wie bei einem Plastikboliden.

Da der Yamaha MODX auch noch in seinen Ausmaßen deutlich kleiner ist als der Yamaha Montage, eignet er sich tatsächlich enorm für den mobilen Einsatz.

Größenvergleich Mensch-Maschine

Äußerlich wurde dafür die Modulationsabteilung ÜBER die Tastatur gesetzt (ähnlich wie damals beim Yamaha DX11), die Fader und Potis auf der linken Seite des Displays wurden um die Hälfte gekürzt. Die Eingabeknöpfe auf der rechten Seite wurden sogar fast auf 30 % reduziert. Der Bedienbarkeit hat das aber meines Erachtens kaum geschadet, da Yamaha hier ein stringentes, leicht durchschaubares Bedienkonzept anbietet, mit dem man sich schnell zurechtfindet.

Der Verzeicht bei der Tastatur auf Aftertouch ist hingegen schon ein härterer Brocken, der aber angesichts des enorm günstigen Preises (im Vergleich zum YAMAHA MONTAGE) verschmerzbar ist. Ebenso fehlt der Ribbon-Control des großen Bruders. Dieser war aber auch schon beim Montage so klein ausgelegt, dass Besitzer eines Alesis Andromedas oder Kurzweil-Besitzer diesen Ribbon-Bend nicht wirklich ernst nehmen konnten. Klar kann man auch mit dem Mini-Ribbon des Montage schöne Sachen machen, aber wer einen sauberen, lang anhaltenden Bend produzieren möchte, wird den damit nciht hinbekommen.

Auf der Rückseite sind am MODX Stereo-Ein- und Ausgänge vorhanden, MIDI-In und -Out, zwei Foot-Switch plus zwei Foot-Controller, zwei USB-Anschlüsse (Master & Slave) und ein Netzteil-Anschluss. Was bietet hier der MONATE mehr: einen MIDI-Thru, zwei weitere zuweisbare Ausgänge und ein integriertes Netzteil.

Zusammengefasst
Ja, es gibt einige wesentliche Einschränkungen zum MONTAGE6, aber der MODX kostet eben nur 1.199,- Euro, das entspricht einer Preisersparnis von 1.590,- Euro gegenüber dem YAMAHA MONTAGE und dafür sind dann all diese Abzüge ganz leicht verschmerzbar, wenn der Sound und die Soundmöglichkeiten identisch sind. Und das sehen wir uns nun an:

Yamaha MODX6

Yamaha MODX6

Klangerzeugung im Vergleich

Zahlen sagen bei Klängen in der Regel wenig aus, in diesem Fall dienen sie aber dazu, einen Vergleich an messbarer Größen anzustellen. Und siehe da, die Werte des Yamaha MODX sind exakt identisch mit denen des Yamaha Montage. In der Regel müssen die kleinen Ableger der großen Boliden von Yamaha, Korg und Roland auch bei der Klangerzeugung deutliche Einbußen hinzunehmen. Ob es eine Einschränkungen bei der Polyphonie, bei der Größe des gespeicherten Sample-ROMs oder bei der Menge der zur Verfügung stehenden Synthesen. Ich erinnere da nur an den Zirkus, den Yamaha zum Beispiel einst beim Yamaha EX7 und EX5 veranstaltet hat, oder an die gewaltigen Unterschiede bei Korg zwischen Kronos, Kross und Krome. Wie erfolgreich wäre wohl ein Kross oder Krome gewesen, hätte  er ohne Einschränkung die gesamte Klangerzeugung des Kronos integriert gehabt?

Der MODX hingegen ist tatsächlich ein soundtechnisch uneingeschränktes Abbild seins großen Bruders Montage. Im Einzelnen bedeutet das: bis zu 128 Stimmen AWM2 und 64 Stimmen FM-X (allerdings 128 beim Montage), dazu die identische Effektabteilung, dieselbe Menge an Sounds (ca. 2.000!!!), denselben Sequencer und fast die identische Menge an Arpeggio-Presets (der MODX hat ein paar mehr).

Yamaha MODX

Und auch die im ROM-Speicher fest eingebrannten Sample-Wellenformen sind in Auflösung und Menge identisch und entsprechen 5,67 GB. Zum Vergleich, der letzte Wurf der MOTIF-Serie, der Yamaha MOTIF XF, besaß gerade mal 741 MB im Sample-ROM, im Korg Kronos sind es 314 MB. Klar sagt die Menge des Sample-ROMs wenig über die Qualität der Multi- und Layer-Samples aus, sie ist aber ein Indiz dafür, dass geschickte Programmierer größere Freiheiten hatten, um Klänge realistisch festzuhalten. Doch dazu später mehr.

Erstaunlich: Der kleinere MODX übertrumpft den großen Bruder sogar in einer Disziplin deutlich, denn er besitzt mit 256 Live-Set-Presets doppelt so viele Zusammenstellungen brauchbarer Live-Sound-Sets wie der Montage.

In einer anderen Disziplin hat man ihn dafür beschnitten. User können dem MONTAGE bis zu 1,75 an Sample-Daten in den Flash-Speicher schieben, beim MODX ist es „nur“ 1 GB an Datenmenge. Ich mutmaße jetzt mal schwer, dass bei der Fülle an Sounds und Samples auch dieses Gigabyte an zusätzlichen Samples nur selten vollständig ausgenutzt wird.

Zusammengefasst
Wer sich den Montage-Sound ins Studio holen möchte, kann fast ohne Einschränkung nun gerne zum MODX greifen und muss kaum Einbußen hinnehmen.

Yamaha MODX

MODX Synthese im Detail:

Ich übergebe an dieser Stelle an unseren Autor Klaus-Peter Rausch, der die Klangerzeugung der Montage-Serie in ZWEI Tests ausführlich erläutert und bewertet hat. Hier eine Zusammenfassung seiner Erkenntnisse, da wie gesagt der Yamaha MODX in dieser Kategorie mit dem MONTAGE identisch ist.

„Wir haben es mit einer AWM2 Klangerzeugung und zusätzlicher FM-X-Synthese zu tun, die als Powerduo mit rund 5,5 GB internem Samplevorrat in 16 Bit Qualität sowie 8 OP FM-Engine samt 6 Spektren und 88 Algorithmen aufwartet. Darüber hinaus, und das wäre dann der Turbo, kann im MODX ein GB eigene Samples in den Flash-ROM laden. Schlagen also zwei Herzen in der MODX-Brust? Genau so ist es, und das ist gut so. Der anspruchsvolle Klangmeister weiß nämlich, dass sich so etwas bestens ergänzen kann. Hier gesampelte Instrumente, darunter auch jede Menge synthetisches Zeug aus der Analog-Abteilung. Dort die in den goldenen 80ern gepriesene FM-Synthese, die bereits für den Montage auf neusten Stand gebracht wurde. Kleiner Hinweis für Erbsenzähler: Ja, die Yamaha FM-Synthese wurde bereits intensiv unter die Lupe genommen und kann auch als Phase Modulation bezeichnet werden. Das Schöne am MODX ist, soviel vorweg, dass man beide Tonerzeugungen miteinander mischen kann. Und wer mag sie nicht, die kalten perkussiven FM-Sounds, die mal mit analogen Waves oder orchestralen Strings gemischt werden. Auch ist die Dynamik des bewährten FM E-Pianos jedem Sample davon weit überlegen und kann vor allem mit nichts anderem imitiert werden.

Lob für die Yamahas, denn es war eine gute Entscheidung, beides in den Yamaha Montage und MODX  zu packen. Das verspricht nämlich ergiebiges Klangpotential und ist damit auf Jahre hinaus nachhaltig. Yamaha hat sich zwar konservativ der bewährten AWM Methode bedient, aber zum Beispiel Datenkompression verbessert und auf den neuesten Stand gebracht. Und damit dem Musiker einen nicht unwesentlichen Vorteil verschafft: Noch mehr Sounds im ohnehin schon angewachsenen Sample-ROM bei gleichzeitiger Klangoptimierung. Wir notieren: Datenkompression ist dann gut, wenn sie als lossless bezeichnet werden kann, daher die Klangqualität nicht darunter leidet und der Speicherplatz dadurch geschont wird. Gegenüber dem Motif XF konnte so die Waveform-Kapazität immerhin verzehnfacht werden. Dazu 128 Stimmen Polyphonie, auch in Stereo. Das gibt auf jeden Fall Pluspunkte schon in der A-Note. Übrigens, im MODX und MONTAGE rauscht und britzelt es nicht mal in geringsten Pegeln.“

Die erweiterte FM-Synthese FM-X

„Während der DX7 mit 6 Operatoren hantiert, sind es beim Montage opulente 8. Was haben wir davon? Mehr Klangvielfalt und feinere Details bei der Erschaffung der Sounds. Das wird unterstützt von 7 Spectral Forms, der DX7 kennt nur Sinus. Und wo bei ihm 32 Algorithmen für die Verknüpfung der Operatoren bereit stehen, sind es beim Montage 88.

Ich bringe kurz in Erinnerung: Operatoren werden bei Yamahas FM als Carrier und Modulatoren eingesetzt, mit denen sowohl Waveforms als auch mehrere Einzelkomponenten für das fertige Klangresultat erzeugt werden. In den letzten Jahren konnten Erfahrungen gesammelt werden, wie Kronos und Fusion Besitzer mit der frei wählbaren Verknüpfungsmöglichkeit klargekommen sind. Man muss nüchtern konstatieren, dass die meisten User damit überfordert sind. Insofern gebe ich dem Montage und MODX Konzept  mit 88 feststehenden Verknüpfungen im Vergleich dazu einen Pluspunkt in Sachen Benutzerfreundlichkeit.

Die 64-stimmige FM-X Abteilung (128 beim Montage) ist jedoch ganz und gar nicht selbstbeschränkend aufgebaut, es warten eine Reihe weitere interessante Features auf den anspruchsvollen Klanggestalter. Die sogenannte Harmonic Curve kann mittels Spectral Skirt verbreitert werden, die Harmonic Peaks mit Spectral Resonance verschoben. Damit und mit den oben erwähnten Spectral Form soll „Analog Feel“ ermöglicht werden. Dazu kommt eine eigene Frequenz-Hüllkurve. Die FM-Abteilung besitzt eine zusätzliche Filter-Section mit mehreren Typen. Der Montage und MODX liefern dafür gleich mehrere Filtertypen. Auch hat man sich bei Yamaha wohl an die Dreammachine TX816 erinnert, das ist das legendäre 19“ Rack mit 8 TF1 Modulen. Damit können nämlich extrem detaillierte Klänge verwirklicht werden, bei dem jedes Modul eine spezielle Aufgabe beim synthetischen Instrumentenbau abarbeitet. Stellen Sie sich vor: Modul 1 übernimmt das Anblasgeräusch einer exotisch anmutenden Flöte, Modul 2 macht den Body, Modul 3 erledigt den Überblaseffekt, Modul 4 liefert eine zweite Stimme dazu, usw. Alles fein steuerbar mit Realtime Controllern. Genau da setzt der Montage an, indem zum Beispiel mehrere FM-Parts in einer einzelnen Performance eingesetzt werden, diese in Stereo wiedergegeben und mit Controllern plus Super Knob live dynamisch spielbar sind. Dabei ist noch gar nicht die Rede von deren Einsatz mit Motion Sequences und Insert- bzw. System-Effekten. Wurde der Envelope Follower schon ins Spiel gebracht? Nein und der Arpeggiator genauso wenig wie die Tatsache, dass sich die FM-Sounds mit den AWM-Parts kombinieren lassen.“

Wem hier noch nicht der Kopf raucht, kann noch weiter ins Detail gehen und sich an dieser Stelle den zweiten Teil unseres Montage-Tests zuführen.

Bedienung

Ich hatte nie einen MONTAGE, weshalb ich hier keinen Vergleich ziehen kann – ich habe hier nun den MODX zwischen den Fingern und rücke den Geheimnissen dieses kleinen Synths ohne Handbuch und ohne Tutorial auf den Leib. OK, ich gebe es zu – ich will einfach drauflos spielen und nicht erst Bücher oder PDFs wälzen. Und das Ergebnis – das klappte beim MODX prima. Unter dem Alpha-Wheel gibt es vier unbeschriftete Cursor-Tasten, die den Curser im Display nach links und rechts bzw. nach oben und unten bewegen. Und auch die benötigt man nur, wenn man nicht direkt den sehr gut lesbaren Tour-Screen berühren möchte. Wer hier ein wenig Erfahrung von anderen Synthesizern mitbringt, sollte sich durch „ausprobieren“ und „Fehler machen“ ziemlich schnell zurecht finden.

Genervt hat mich eigentlich nur das pulsierende Licht am Super-Knob, aber selbst diesem Disco-Effekt hatte ich nach wenigen Sekunden das Licht ausgelöscht.

Trotzdem gibt es zwei Punkte die, zumindest für mich, nach wie vor gewöhnungsbedürftig sind. Der Yamaha MODX kennt nur Performance-Speicher. Er unterscheidet in seiner Speicherhierarchie nicht zwischen einzelnen Instrumenten und einer Zusammenstellung von Instrumenten (Layern oder Splits etc.). Über die „Categorie-Funktion“, die eine umfangreiche Suche nach Attributen, Kategorien, Namen und Speicherbänken erlaubt, kann aber auch NUR Single-Sounds oder NUR Multi-Sounds auswerfen. Irgendwie bin ich da wohl old-school, denn am liebsten würde ich mir meine Single-Sounds programmieren und die Layers dann separat zusammenstellen. Ist aber wie gesagt kein Nachteil, wie das Yamaha handhabt, nur eben gewöhnungsbedürftig.

Richtig unangenehm hingegen empfinde ich, dass man Performances keine Nummern zuweisen und auch keine Nummern suchen kann. In der beigefügten Performance-Data-List sind zum Beispiel wunderbar mit Nummern, die gut 2.000 Presets aufgelistet. Möchte man zum Beispiel FM-Lead-2 anspringen, bleibt einem nichts anderes übrig, als den Namen anzutippen oder die Suche so weit einzugrenzen, bis nur noch FM-Lead 1 bis 3 angezeigt werden.

Einst gab es ja Synthesizer, die NUR numerische Dispays hatten, da war der Aufschrei groß, da man keine Namen vergeben konnte. Nun werden sich sicher einige wundern, warum ich wegen der fehlenden Numerierung nörgele. Warum nicht einfach Beides?

MODX Software-Unterstützung

MODX-Connect

Mit MODX Connect kann man unkompliziert über USB Daten austauschen zwischen Yamaha MODX und PC. Das klappt als Stand-alone-App ebenso reibungslos wie als VST- oder AU-Plugin innerhalb einer DAW.  Das Ganze ist unspektakulär und geht auch nicht über den Austausch von Daten hinaus.

Startseite von Yamahas Soundmondo

Soundmondo

Einfache, aber geniale Idee von Yamaha. Soundmondo ist eine Plattform, auf der vor allem die Community rund um Yamaha Synthesizer-Sounds austauschen kann. Kostenlos und unkompliziert. Seit einigen Tagen ist dort auch der MODX freigeschaltet. Das Ganze funktioniert allerdings nur über Google Chrome, MIDI und iOS.

John Melas Software-Editor für MODX

Der Drittanbieter John Melas hat ja schon einige Software-Editoren für Yamaha geschrieben. Die Software gibt es sowohl für MAC als auch für WINDOWS und ist kostenlos. Sie beinhaltet allerdings keinen Soundeditor, mit dem man zum Beispiel die FM-X Sounds am Bildschirm grafisch editieren könnte, sondern nur einen Editor, um Performances und Live-Sets zusammenzustellen. Dazu gibt es als drittes Tool einen einfachen Library-Editor.

Der MODX im Testeinsatz

SOUND SOUND SOUND

Der MODX hat mich von Anfang an begeistert. Der pure FM-Sound, vor allem in dieser erweiterten FM-X Version, hat definitiv heute immer noch ein gewaltiges Soundpotential, das durch klassische Samplesounds oder durch subtraktive Synthesizer (Stichwort: analog) definitiv nicht abgedeckt wird.

Die AWM2-Klänge, also die Kombination aus gesampelten Wellenformen mit einer umfangreichen Nachbearbeitung, wie wir sie seit Jahren aus dem Yamaha MOTIF kennen, decken unzählige, musikalische Genres ab. Mit dem Soundpaket des MODX ist man da von Klassik, Pop bis modernen, elektronischen Genres bestens versorgt.

Die Kombination aus FM-X und MODX erinnert an vielen Stellen an die Sounds der kultigen Yamaha SY77 Serie. FM-X kann genau an dieser Stelle zupacken, wo der Dynamik eines „Sample-Sounds“ natürliche Grenzen gesetzt sind. Das Zupfgeräusch einer Harfe, erzeugt von FM-X, vor einem Klangbauch der ausklinkenden Harfe, kann deutlich nuanciertere Ausdrucksmöglichkeiten haben als ein rein gesampeltes Harfen-Attack. aber auch bei synthetischen Klängen bietet sich hier ein unglaubliches Spielfeld.

Selbst wer sich mit der komplexen FM-Synthese nicht beschäftigen möchte, kann bereits durch Kombinationen aus AWM2 und FM-X Klängen außergewöhnliche Kreationen erzeugen – und diese sind dann weit mehr als nur ein Layer von zwei Sounds. Wir werden hierzu demnächst noch einen separaten Workshop anbieten.

Kurz zu den Presets
Die automatisierte Veränderung diverser Parameter durch „Motion Control“ löst wirklich bei dem ein oder anderen Sound einen echen „Wow-Effekt“ aus. Da wabert eine Fläche, das Filter öffnet sich, ein Delay kommt langsam hinzu und zu guter Letzt setzt auch noch ein Beat ein … dann fährt das Ganze zurück und beginnt von Neuem. OK – schön! Aber musste Motion Control wirklich bei fast jedem der 2000 Presets eingesetzt werden? Beim Durchhören der Presets empfehle ich daher: Motion-Control abschalten und den Super-Knob auf Wunsch manuell selbst bedienen.

Was der MODX nicht kann:
Der MODX (und auch nicht der MONTAGE oder MOTIF-Vorgänger) ersetzen einem keinen analogen Synthesizer. Weder haptisch noch akustisch. Klar befinden sich viele „analog“ klingende Sounds unter den Presets, aber wer hier hofft, die eierlegende Wollmilchsau zu finden, liegt falsch. Ganz sicher braucht man heute für viele Musikrichtungen keinen puren Analogsynthesizer, da tun es auch die Derivate im MODX, wer aber persönlich Wert auf analoge Autentizität legt, der sollte sich zusätzlich zu einem Yamaha MODX einfach noch einen Analogen zulegen wie z. B. den KORG MINILOGUE. Für mich z. B. ein unschlagbares Duo.

Zusammenfassung
Das Soundpotential des Yamaha MODX ist gigantisch. Starke Bässe, breite Flächen, lebendige Atmosphären, spacige SF-Sounds, überzeugende akustische Instrumente von Streichern bis Gitarren und Dutzende von sogenannten Ethno-Sounds. Dazu geniale Drums und Drum-Zusammenstellungen, unendliches Material an Percussion. Nur der nackte, pure Analogsound, den müsste sich ein Hardliner noch aus einer anderen Quelle besorgen.

Zu den angehängten Soundbeispielen

Alle Sounds wurden ausschließlich mit dem MODX auf Basis von Preset, in den Rechner überspielt. Lediglich ein Kompressor war in die Signalkette integriert, um vor Übersteuerungen zu schützen. Ich habe vor allem versucht, Sounds auszuwählen, die abseits von klassichen Workstation-Sounds (Klavier, Streicher, Bläser) den synthetischen Sound des Yamaha MODX treffend wiedergeben.

Klangbeispiele
Forum
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    Atarkid  AHU

    Für die große Variante hatte ich nie Bedarf. Aber so eine „abgespeckte“ Version könnte durchaus was sein. Ein aktueller FM-Synth, der dann vielleicht auch als Masterkeyboard was taugt? Bin gespannt auf den AMAZONA-Test. Hoffentlich ist die Klaviatur brauchbar. Meine Neugier ist geweckt :)

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      Maxi  

      Yamaha, nicht gerade bekannt für die hipsten Produkte und das tollste Design der Branche, hält dafür noch sehr oft die Qualitätsfahne hoch. Ich hatte noch nie ein schlechtes, unausgereiftes oder kurzlebiges Produkt von Yamaha. Die Tastaturen sind oft sehr brauchbar!

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        TZTH  

        Kann ich komplett bestätigen, vom Bass, Beckenständer, Synth (ja, reface!) und E-Bass war ich von der Yamaha Qualität in letzter Zeit seh positiv überrascht. Insofern glaub ich dass der MODX7 ein wirklicher guter Synth wird.

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          Violator  

          Glückwunsch!!!
          Gib diese „Bretter“ niemals nicht her!!!
          Das sind Digitslsynths der Extra- und absoluten Meisterklasse.
          .
          Übrigens, die Tastaturen von EX5 und SY99 sind identisch! ;-)
          .
          Ich hab mich für den EX5R entschieden (ich mag die „3HE Klötze“)

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            Organist007  

            beide ergänzen einander super
            ex 5 R wäre mir auch lieber aber für 500 Euros einen 1A EX 5 da kann man nicht meckern…

            meine bandkollegen meinen, der klingt bei den pianos und Eps besser als der Nord ;-)
            hat halt schon 25 jahre am Buckel – aber noch immer tiptop !

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      dflt  

      ja! ich will auch endlich wieder expander! wo soll man denn die ganzen tischgeräte alle abstellen…?

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      Son of MooG  AHU

      Ich auch, und wie dlft treffend bemerkt, ist doch der Platz für Desktop-Geräte schnell weg. Im Rack dagegen ist eigentlich nur die Zimmerdecke die „Obergrenze“. Zufälligerweise sind alle meine Rack-Synthies von Yamaha (TX81Z, TG500, MU90R & 2x EMT-10)…

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      Ashatur  

      ich kann mich noch an Zeiten erinnern da hatten sogar Deskotopsynthesizer die möglichkeit mit kurzen Schraubendrehen sich in ein Rackgerät zu verwandeln… Ich weiß auch nicht warum das Rack im Synthiebereich so aus der Mode gekommen ist… schon irgendwie komisch es gibt wohl einige Musiker die Expander vermissen.

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    ukm   11

    Gute 76er-Tastatur mit Aftertouch? Da würde ich evtl. auch die Klangerzeugung mit bezahlen, auch wenn ich die nicht zwingend brauche (obwohl die FM-Abteilung schon interessant sein könnte).

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    mb-music  

    > Die AWM2-Sektion ist 28-stimmig

    Diese Angabe halte ich für nicht plausibel. 128 monophone AWM2-Stimmen wären denkbar. Das wäre dann die Hälfte vom Montage, weil der Montage 128 stereophone AWM2-Stimmen hat. Natürlich wären dann auch 64 stereophone AWM2-Stimmen möglich bzw. alle Mischformen von mono und stereo wie bei Motifs und MO(X)(F). Oder es werden 64 stereophone AWM2-Stimmen sein, die als 128 monophone Stimmen angegeben sein werden, in der Praxis es aber nicht über 64 AWM2-Stimmen geht.
    Die halbe Leistung würde ich dann auch bei Effekten erwarten, weil die Effekte wie bei den Vorgängern bestimmt wieder auf denselben SWP-Chips drauf sind, und im MODX wahrscheinlich dann die halbe Leistung an diesen Chips verbaut ist, also z.B. nur einer SWP70 statt zwei SWP70-Chips, falls diese Chips sowohl AWM2 als auch FM-X können, und die Leistung eines Chips so aufgeteilt werden könnte.

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            mb-music  

            Naja, der Text wird halt rüber kopiert, ohne die komische Zahl zu hinterfragen, oder überhaupt erst alles zu lesen, was in dem Text drin steht.

            Von einem redaktionellen Keyboard-/Synthesizer-Kenner hätte ich allerdings zumindest einen kleinen Kommentar zu der komischen Zahl erwartet.

            Aber naja, sobald die Dinger offiziell vorgestellt werden, wird hoffentlich die korrekte Zahl dabei stehen.

            In den 90ern hat z.B. Roland Klangerzeugung mit 28 Stimmen gehabt und in vielen Romplern verbaut, inkl. der 19″-Module. MOXD ist aber kein JV-35 von 1993. ;-)

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            gaffer  AHU

            Nee Sohn, dein TG 500 ist 64stimmig wie dein MU ;) mach ihn doch nicht runter. War glaub ich der erste 64stimmige

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    Viertelnote  AHU

    Schönheiten sind die Modelle MO6,MOX usw. auch nicht, aber sehr gute Arbeitstiere.
    28stimmig für AWM? wohl eher 128 oder 64.
    Bleibt abzuwarten, was das Preisschild sagt. Bin gespannt

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    lightman  AHU

    Mich interessiert hauptsächlich die FM-Engine, ich warte schon seit der Veröffentlichung des Montage auf eine bezahlbare Variante in abgespeckter Form, vielleicht klappts ja hiermit. Den AWM2-Part würde ich dann halt mitbezahlen, aber 1500.- (sofern das der Preis ist) ist immer noch besser als knapp 4000.-.

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    TobyB  RED

    Schönes Ding. Ich hab allerdings nichts von RAM oder FLASH gelesen. Das Display scheint mir schon mal eine richtige Aufwertung ggü. dem MOXF zu sein.

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    Son of MooG  AHU

    Seit der DX-Ära hat Yamaha abgespeckte Ableger ihren Hits folgen lassen, so war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis das Montage-Konzept in einer preiswerteren Variante erscheint. Wenn an der Synthese an sich nicht allzu viel eingespart wurde, könnte ich mich auch noch für den MODX erwärmen, am besten als 19-Zöller mit 3 HE für <1000,-€...

  8. Profilbild
    D.Siegmund  

    Ankündigung von YAMAHA:

    September 14, 1pm EDT on Facebook.com/YamahaSynths.
    Live from New York.
    New product event and live performances from Richard Devine, Nicholas Semrad and Domi Degalle.

    auf yamahasynth.com

    Das ist 19Uhr unserer Zeit !

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    Atarkid  AHU

    Grad auf yamahamusicians.com gelesen: Das Teil hat KEIN Aftertouch….oO. Damit bin ich raus. Schade, hätte mir wirklich gefallen, das Ding…

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      ukm   11

      OK – das interessiert mich dann auch nicht mehr. Ich glaube kaum, dass die Hersteller mit einer solchen Einstellung mehr von den „großen“ Teilen verkaufen.

  10. Profilbild
    Ted Raven  

    Aus dem Artikel: „soll demnach die Mittelklasse-Serie MOXF ablösen“
    Das halte ich für ein Gerücht. Ein reiner Synthesizer wird kaum eine Workstation ablösen können.

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      kupsu  

      ein blick ins manual hilft. da es durchaus eine midi und audio aufnahme funktion (z.B. auf USB stick) sowie bis zu 128 songs gespeichert werden können, sind die unterschiede was recording betrifft zum moxf nicht soviel anders. bzw. können als weiterentwicklung gesehen werden.

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        Ted Raven  

        Aha, danke für die Info. Warum wird das nirgends sonst erwähnt? Dann gehört mein MOXF jetzt wohl doch schon zum alten Eisen.

        Ich werde ihn trotzdem nicht durch den MODX ersetzen. Die Gründe:
        – Ich habe den MOXF erst vor ein paar Monaten gekauft und an den Möglichkeiten gerade mal etwas mehr als gekratzt.
        – Schon der Montage hat mich nie vom Hocker gehauen, weil die Kombi PCM/FM wirklich nicht neu ist und weil der Super-Knob für mich schon immer ein misslungener Versuch war, etwas besonderes zu schaffen, das an einen Vektor-Stick angelehnt ist, diesen jedoch nicht wirklich ersetzen kann.

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    Hectorpascal  

    Hab alle YT-Videos durch und bin einigermaßen baff. Das wird ein echter Hit. Alleine die best of DX7 Möglichkeiten und über USB viele Einzelausgänge in die DAW routen zu können. Von der Synthese ganz zu schweigen. Am besten alle Presets löschen und selber forschen. Der und ein Roland System 8 und das Studio ist komplett. Nicht wirklich, kann man aber machen. Wie damals Jupiter 8 und DX7. Nein, der Moog wird dank dem „D“ nicht fehlen müssen. ;)

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        mb-music  

        > Was genau sind denn jetzt die Unterschiede zum Montage?

        Weniger Bedienelemente; vermutlich quantitativ die halbe Leistung bei der Klangerzeugung und bei den Effekten; weniger hochwertige Tastatur; externes Netzteil; evtl. weniger robustes Gehäuse; Displays sind wohl auch nicht ganz identisch; Montage hat außerdem zwei weitere zuweisbare Audioausgänge und MIDI-Thru; die Audioausgänge beim Montage sind zudem symmetrisch; Montage scheint made in Japan zu sein, MODX wird wahrscheinlich made in China sein.

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          Hectorpascal  

          Da wird noch unterschieden? China und Japan? :) Was mich betrifft, der MODX klingt von den Videos durchgehend besser als der Montage. Beide haben m.M.n. einen etwas dünnen Sound aber der MODX klingt für meine Ohren besser. Das muss natürlich in freier Wildbahn getestet werden. Jetzt lade ich mir erstmal die VST-Emulationen vom Kawai K3 und Synclavier runter. Hab da wohl einiges verpasst. Das wird ein lustiger Winter….

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            mb-music  

            > Da wird noch unterschieden? China und Japan? :)

            Na, wo ich mir die Ansichten von hinten mit den Anschlüssen angeschaut habe, da ist es mir halt aufgefallen, das mit made in Japan beim Montage. ;)
            Ja, made in Japan ist generell besser, hier ist es aber nicht nur die Montage ;) im Sinne von Zusammenbau. Die Komponenten sind beim Montage schon hochwertiger. Angefangen, wie gesagt, mit der Tastatur.
            Aber der MODX ist natürlich Preis-Leistungs-technisch ein sehr attraktives Paket, vorausgesetzt, man mag diesen aktuellen Yamaha-Sound, bzw. man möchte unbedingt mit 8OP-FM-X rumspielen. ;)

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    swellkoerper  AHU 1

    Die Gebete vieler wurden erhört, das ist doch ein Hammerteil. Jetzt nur noch die Synthese-Einheit und den Touchscreen unlimitiert in eine Groovebox verpflanzen, und ich wär im Himmel. Eine FM-X MPC Live – bei Yamaha hiesse die wohl RS8000-DX oder so.

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    Ted Raven  

    Aus dem Artikel: „192-fache Polyphonie […] 128-stimmige Stereo AWM2 Polyphonie, gepaart mit einer 64-fachen FM-X Polyphonie“
    Damit nähert sich Yamaha ganz langsam endlich den Werten, die die Alesis Fusion bereits anno 2006 hatte (272 Sample- und 240 FM-Stimmen). Ich frage mich, warum bis heute kein anderes Gerät diese Werte erreicht.

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      mb-music  

      > Damit nähert sich Yamaha ganz langsam endlich den Werten, die die Alesis Fusion bereits anno 2006 hatte (272 Sample- und 240 FM-Stimmen).

      Die Anzahl von Stimmen ist ja nicht alles. Wichtig ist, dass der Klang auch gefällt – inkl. eingebauter Effekte und Routing-Möglichkeiten. Und da gäbe es noch z.B. den KRONOS, der auch sowohl Sample-Playback als auch FM kann, und einiges mehr. Entscheidend ist neben den ganzen technischen Möglichkeiten eben vor allem der Klang. Wenn mir z.B. der Yamaha-Klang nicht zusagt (tut er beim MOX6 z.B. nicht), beim Alesis mir z.B. Effekte nicht zusagen (ist nur eine Annahme – kenne den Fusion nicht), dann wäre ich evtl. beim Kronos richtiger (kenne ich auch nicht wirklich).
      Im Budget-Bereich hat KORG allerdings noch nichts Vergleichbares mit MODX. Wobei so etwas zu bauen dürfte KORG jetzt eigentlich nicht schwer fallen: Eine günstige Standard-Computer-Platine, eine günstige Standard-Computer-CPU, die Software vom KRONOS ist eigentlich fertig und müsste nur etwas angepasst werden.

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        Ted Raven  

        mb-music: „Und da gäbe es noch z.B. den KRONOS, der auch sowohl Sample-Playback als auch FM kann, und einiges mehr.“
        Es ist ja nicht so, dass die Fusion das alles nicht auch hätte:
        – Sample
        – FM
        – VM (ein kompletter Alesis ION)
        – Zwei PM-Engines (Wind und Reed)
        Dazu eine sehr komplexe Modulationsmatrix inkl. der Mod-Switches, -Trigger, -Potis und Anschlüsse, einen Arpeggiator, der wahrscheinlich KARMA in den Schatten stellt, 40-Spur-Sequenzer (32 MIDI, 8 Audio), acht Einzelausgänge, acht Audioeingänge, Harddisk-Recording (24 Bit, 48 kHz), Sampling. Die Effekte sind die meistverkauften Effekte überhaupt (80 Effekttypen aus dem MIDIVerb IV), kein Lexicon aber gut. Dank (fast) beliebig vieler und großer nachladbarer Samples in gängigen Formaten klingt die Fusion genau so, wie man es möchte. Dazu kommen bis zu 120 User-Bänke mit je bis zu 200 Sounds.

        Worauf ich hinaus will: Ja, die Polyphonie ist bei weitem nicht alles, aber der Rest hat auch bereits vor über einem Jahrzehnt gestimmt. Ich verstehe nicht, warum die meisten Hersteller auf einen Bruchteil der Stimmen, zwei bis vier User-Bänke und so viele weitere Einschränkungen setzen. Nicht zu vergessen, dass das Teil damals auch weniger gekostet hat (EVP) als der MODX.

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          mb-music  

          > Es ist ja nicht so, dass die Fusion das alles nicht auch hätte

          Ich meinte den KRONOS als aktuelle technologische Basis, die von KORG noch weiter geführt wird und in naher Zukunft in einen MODX-Mitbewerber einfließen könnte.

          > acht Einzelausgänge, acht Audioeingänge

          Die acht Audioeingänge sehe ich ja auf einem Bild, aber wo sind die acht Einzelausgänge?

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            mb-music  

            Ach so, jetzt sehe ich den ADAT-Ausgang im Reference Manual. Die 8 Ausgänge sind aber wohl nicht flexibel zuweisbar?…

            Im Reference Manual zum Alesis Fusion wird folgende Zuweisung aufgeführt:

            1. Main Out Left
            2. Main Out Right
            3. Aux Out Left
            4. Aux Out Right
            5. Insert 1 Send Left
            6. Insert 2 Send Left
            7. Insert 3 Send Left
            8. Insert 4 Send Left

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    Theo Möbus  

    MO DX7, klasse, gefällt mir. Weckt durchaus Begehrlichkeiten. Wer in den 90er-Jahren steckengeblieben ist, staunt nicht schlecht über das Gebotene. Und das zu dem Preis. Bin auf den Test gespannt.

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      TobyB  RED

      Hallo Kupsu,

      das glaube ich nicht. Ich hab jetzt einige „Influencer Tests“ gesehen und meine beide Plattformen ergänzen sich. Ich werde meinen MOXF8 nicht in Rente schicken, zumal da eine gut gepflegte GX1 und GX 707 AWMs drauf sind. Die kleine MODX ist glaube ich eine sehr gute Ergänzung zum MOXF. Entscheidend ist, wie Yamaha sich die weitere SW Unterstützung der MODX Familie vorstellt, Die finde ich für die MOXF Reihe sehr gut, In Verbindung mit einem iPad nimmt man sich etliche Tauchgänge ab. Dann noch die Melas Tools Sammlung und gut ist. Die DAW Unterstützung ist für mich erst einmal sekundär, da Logic und Garageband.

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        kupsu  

        Hallo zurück!

        ja hab ich auch schon drüber nachgedacht. jetzt hast du mich richtig zum grübeln gebracht. ok gedankengang auf reset und neusortieren. interessant dass du ipad apps erwähnst, denn durch diese hab ich den moxf letzendlich wirklich erst richtig kennengelernt. mir war bewusst was er kann, da ich den motif kannte, aber das display geht halt mal gar nicht bzw. für dieses display kann das gerät zu viel.

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          TobyB  RED

          Hallo,

          Das Display am MOXF ist wirklich… Deswegen hat Yamaha auch mit diversen Apps Daten gesammelt und sich ausprobiert, wie die Steuerung auf dem MODX funktionieren kann. Siehe Yamaha Mobile Sequencer und Arp. Die Motif und MOXF Apps waren ja wirklich nur dazu da, den gröbsten Schreck zu nehmen. Sie konnten wenig das aber gut und richtig. Nur sei mal in Frage gestellt, ob es Sinn macht dazu ein iPad abzustellen. Deswegen find ich das schon mal gut, das Yamaha sich dem Thema widmet. Wenn jetzt der Rest passt, ist MOXF und MODX eine Traumkombi.

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    Violator  

    SY99 Nachfolger ?!?!?!?! Das wird schwer für die MODX6-8.
    Den SY99 kann man eigentlich nicht mehr toppen, evtl. nur noch in ein paar Punkten optimieren, wie z.B:
    – flexiblere Struktur bei der Voice- & Bank Gestaltung
    – Integration des Master Modus
    – Echtzeitregler
    – Arpeggiator
    – zeitgemäße Speichermedien
    Wurde ja, so wie ich das im Bericht gelesen habe, zum Teil verwirklicht.
    .
    Bin auch der Meinung, daß 6 Ops bei FM völlig ausreichend sind. 8 Ops (wie z.B. auch beim FS1R) braucht es einfach nicht.
    .
    Das Design der MODX Serie finde ich leider ganz schlimm – ui, da bekommst ja „Augen-Krebs“.
    .
    Trotzdem bin ich gespannt, wie dieser Synthesizer klingen wird! Freu mich auf einen Test.

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      Organist007  

      Der Sy99 ist sowieso der Hammer schlechthin….den geb ich nicht mehr her und er wird auch nicht kaputt – unverwüstlich, haha !

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        Violator  

        Ich sehe das genauso und wenn, dann sind’s nur kleinere Sachen wie: Display Hintergrundbeleuchtung, oder der ein oder andere (viel benutzte) Microswitch.
        Für mich ist der SY99 immer noch einer der besten FM-Synthesizer, vielleicht sogar der beste FM-Synthesizer überhaupt.

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    justme  

    Vielleicht erzeugt er soviel Konkurrenz im eigenen Hause, daß er den Preis des Montage runterzwingt. Ansonsten freue ich mich für jeden, der sich an einem modernen Synth ohne Pressure erfreuen kann…

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    Wellenstrom  AHU

    Die Klangbeispiele sind sehr gut. Also – da gibbet echt nix zu nölen, wenn man bedenkt, dass sich das Teil auf dem Preisniveau von Mittelklasse-Tischhupen bewegt. Eine Menge dran und drin – und das mit der Schönheit relativiert sich dann auch auf dem zweiten oder dritten Blick.

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    Atarkid  AHU

    Oh mann, jetzt dachte ich mein Interesse hätte sich in Luft aufgelöst wegen fehlendem AT. Aber klingt schon wirklich super!…. Peter, Du siehst auch recht zufrieden aus auf dem Foto ^^… Btw. was ist denn das für eine abgefahrene Tapete im Hintergrund? :)

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      Tyrell  RED 11

      Oh my dear, it´s very british ;-)
      (.. und außerdem – was fragst du mich, der einzige Raum den ich eingerichtet habe, ist das… )

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        Atarkid  AHU

        Well, well… very british also? Ok… Ich frage, weil mir das durchaus gefallen könnte! :) Etwas heimeliger dürfte es in meinem Synthi-Verschlag ruhig sein… So eine Tapete wirkt ja offensichtlich Wunder!

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          Tyrell  RED 11

          Ich habe mal meine bessere Hälfte hinzugezogen, die sagt, das Muster nennt sich „Toile de Jouy“. :-)

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    costello  RED

    Danke für den ausführlichen Test, das Ergebnis geht – auch vor dem Hintergrund des Preises – voll in Ordnung. Das ist wirklich ein Best Buy. Tolle Soundbeispiele, auch mal ein alter Bekannter drunter wie Vowel, den gab auch auf dem Mox6. Aber sonst klingt das Teil wirklich sehr frisch und aktuell. FM sorgt bei den AWM-Sounds für den nötigen Spritzer scharfe Tabascosoße ;-)
    P.S.: Wirklich eine schöne Tapete

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    ukm   11

    Der MODX wird ausdrücklich als Synthesizer beworben und hat dann keine vollwertige Synth-Tastatur (bei 6 und 7).
    Da kann man ja richtig sparen – wenn man ihn nicht kauft.

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    falkland

    „Der MODX hingegen ist tatsächlich ein soundtechnisch uneingeschränktes Abbild seines großen Bruders Montage“ – ich glaube, das stimmt nicht ganz. 64 vs. 128 FM-X Polyphonie sowie 12+1 vs. 16+1 Insert-Effekte (jeweils MODX vs. Montage) können, zumindest theoretisch, bei manchen Sounds bzw. Arrangements schon einen Unterschied machen. Der MODX hat etwas weniger DSP Power im Vergleich zum Montage.

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      Tyrell  RED 11

      Danke für den Hinweis, habs korrigiert. Ich kann mir allerdings wirklich kaum eine Situation vorstellen wo 128 plus 64 nicht ausreichend sein sollen. ;-)

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        falkland

        Sollte in der Praxis kein Problem sein, ja…allerdings führt die geringere Anzahl gleichzeitig nutzbarer Insert Effects dazu, dass das unterbrechungsfreie Umschalten von Performances („SSS“) „nur“ noch für max. 4 Part Performances klappt (und nicht 8 Part wie beim Montage). Das könnte vielleicht schon mal im wirklichen Leben spürbar sein. Ist natürlich trotzdem ein starkes Paket für den Preis.

        Was mich aber (nerd-mäßig) mal interessieren würde, ob der MODX wirklich weniger DSP hat als der Montage, oder ob Yamaha da in der Software einfach ein paar Beschränkungen eingebaut hat, aus Marketing-Gründen. Dafür spricht, dass der MODX ja 3/4 der Montage Power (Polyphonie, Inserts) zu haben scheint, was nicht ganz zusammenpasst mit dem früher (MOX vs Motif XS) praktizierten „wir verbauen einen statt zwei Soundchips“, dann würde man ja nur 1/2 der Leistung erwarten. Ähnliches gilt für das Flash ROM.

  22. Profilbild
    Maxi  

    Rundes Paket, fairer Preis. Soundmondo ist auch klasse. Und trotzdem: Ich warte lieber noch auf den MONTAGE Reface. ;-)

  23. Profilbild
    hejasa  

    …mein Traum von Yamaha wäre ein anderer: das FM Teil als Expander und mit eingebautem VL 1.
    Aber wie immer, sehr informativer Bericht, gute Soundauswahl, Kompliment!

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