Test: Korg Minilogue, polyphoner Synthesizer

3. Februar 2016

Grandios, ausgeklügelt und trotzdem schnörkellos

Korg Minilogue

Der Minilogue im Studio aufgebaut

Hinweis der Redaktion:
Inzwischen ist auch ein Nachfolger des Minilogue erschienen, mit dem zusätzlichen Kürzel XD am Namenkunde. Den Test zum Korg Minilogue XD findet Ihr HIER.

Peter Grand/ Juni 2019

Korg Minilogue – 4fach polyphoner Synthesizer

Als ich vor einigen Monaten Peter Grandl zu Hause besuchte, um mit ihm sein COTK Model 15 zu erforschen, da fragte er so nebenbei, ob ich nicht Lust hätte, Tests für Amazona zu schreiben. Ich freute mich über das Angebot, lehnte aber freundlich mit der Begründung ab, dass ich schon mehr als genug in meinem Leben zu tun hätte und mein Tag eigentlich 28 Stunden haben müsste.

Doch als die ersten Gerüchte um den Korg Minilogue auftauchten, nagte es in meinem Hinterkopf: So ein Test wäre doch die Gelegenheit, diesen Synthesizer einmal intensiver als in einem Musikgeschäft auszuprobieren – und dass ich mir den Minilogue genauer ansehen wollte, wurde mir nach den ersten im Netz verbreiteten Bildern schnell klar.

Ein paar Wochen später stand dann tatsächlich der Postbote (der in jedem legendären Synthesizertestbericht vorkommen muss) mit einem sorgsam eingepackten Karton vom deutschen Korg-Vertrieb vor der Tür. Das Herz des Synthesizerfans in mir machte einen Luftsprung, doch mein Herz als Testberichteschreiber sackte in den Keller. Das heutzutage unabdingbare virale Marketing hatte in der Zwischenzeit dafür gesorgt, dass alle Welt eh schon alles über den Minilogue weiß. Was schreiben? Wieviele Sägezähne im Oszillator sägen und was man mit welchem Treiber treiben kann? Da würde ich nur noch wiederholen, was andere bereits hundertfach erzählt hatten. Also berichte ich hier einfach, wie es mir mit dem Minilogue so ergangen ist.

Losmachen

In dem Karton gilt es zunächst, das gut in der Verpackung versteckte Netzteil nicht zu übersehen. Als Bedienungsanleitung gibt es erst einmal nur ein doppelt gefaltetes A2-Blatt mit ein paar Basishinweisen in fünf Sprachen zum Instrument, auf dessen Rückseite sich dann der Hinweis findet, ich möge mir eine Anleitung von www.korg.com herunterladen.

Der schicke Karton besänftigt zweifelnde Lebensgefährtinnen

Der schicke Karton besänftigt zweifelnde Lebensgefährtinnen

Das ist natürlich für ein Gerät sinnvoll, dessen Funktionsweisen sich dank Softwareupdates immer wieder ändern können. Diese Anleitung aus dem Netz erweist sich dann beim späteren Lesen als deutlich umfangreicher und – das gilt es mal zu erwähnen – als wirklich sehr gut geschrieben. Da war kein Übersetzungsautomat am Werk, sondern jemand, der Synthesizertechnik erklären kann. Sehr gut!

Aber im Moment habe ich keinen Sinn für Lektüre. Ich will Sound! Netzteil einstecken, Audiokabel einsteck… uuuups! Was will ich da mit meinem Stereokabel? Ich bin es wohl schon so sehr gewohnt, dass musikelektronische Geräte Stereoausgänge besitzen, dass ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, ein einfaches Kabel zu nehmen. Der Minilogue hat tatsächlich nur einen Monoausgang.

Wie in einem englischen Sportwagen: Armaturenbrett aus Holz

Wie in einem englischen Sportwagen: Armaturenbrett aus Holz

Jetzt aber Netzteil dran, einschalten, und … kein blendendes Lichtgeorgel wie bei der schwarz-grünen Konkurrenz, sondern das Display zeigt kurz ein sachliches Logo und präsentiert mir dann etwa zehn Sekunden lang die Meldung, dass der Synthesizer gestimmt wird.

Da werkelt ganz offensichtlich analoge Elektronik, die nach dem Einschalten ein wenig der Justage bedarf. Wie sich später erweisen soll, ist der Minilogue ziemlich stimmstabil. Aber trotzdem wird man ihn nach der ersten Viertelstunde nochmals nachstimmen müssen.

Macht Stimmung: das Display zeigt den Autotune-Prozess an

Macht Stimmung: Das Display zeigt den Autotune-Prozess an

Schrauben am Korg Minilogue

Aber jetzt: Sound! Für alle die noch nie etwas vom Minilogue gehört haben: Es ist ein vierstimmig polyphoner Synthesizer. Der Signalpfad ist analog. Alle Steuerspannungen und Modulationsquellen werden digital gerechnet. 100 Klänge sind als Presets abgelegt, weitere 100 Speicherplätze lassen sich frei belegen. Ein 16-Schritt-Sequenzer, Arpeggiator, Chord-Funktion und verschiedenen Stimmgruppierungsarten runden das Bild ab.

Ich bin bei neuen Synthesizern kein Preset-Durchhechler, sondern der Erstmal-überall-Rumschrauber. Angenehmerweise ist das erste Preset ein klar strukturierter einfacher Flächenklang, von dem aus ich die ganzen Parameter erkunden kann. Filter auf und zu: Klingt fein. Zwischen 12 dB und 24 dB Filter umschalten: Ja, so soll das sein, da kommt bei 12 dB wirklich ein bisschen Oberheim-Feeling auf, bei 24 dB klingt es wie eine Mischung aus der Roland Juno-Serie und Korg MonoPoly. Resonanz aufdrehen: Klingt sauber und singt sich schön gleichmäßig in die Eigenresonanz hinein. Filtertracking auf 100%: WOW! Das Filter ist in sehr weiten Bereichen oktavrein spielbar. Super! Dann Filterenvelope … uups, da tut sich nichts. Bin ich doof?

Ungewöhliche Anordnung: Filter-EG oben, VCA-EG unten

Ungewöhnliche Anordnung: Filter-EG oben, VCA-EG unten

Bei aller berechtigten Selbstkritik, nein, ich bin nicht doof; aber die Designer bei Korg haben bei den zwei übereinander liegenden Viererreihen der ADSR-Regler die obere Reihe für die Lautstärke- und die untere Reihe für die Filterhüllkurve vorgesehen. Das ist genau anders herum als bei allen anderen ähnlich gestalteten Synthesizern. Vom 1972er Minimoog bis zum 2016er OB6 ist die Filterhüllkurve oben und die für den VCA unten. Es zeigt sich dann, dass ich noch Tage brauchen werde, bis ich mich daran gewöhnt habe und nachdem mein motorisches Gedächtnis endlich umgeschult wurde, werde ich bei meinen anderen Synthesizern dauernd an die falschen Regler greifen – grrrr! Wenn ich mir was wünschen dürfte: Bitte bei einem Softwareupdate vertauschbar machen.

Aber in diesem Moment, beim ersten Ausprobieren, nervt mich das noch nicht, denn ich habe festgestellt, dass diese Hüllkurve verdammt geil ist. Sie ist zackenschnell und ihre Parametrisierung ist wirklich gelungen. Für die ganz schnellen Zeiten, bei deren Einstellung es auf Nuancen ankommt, habe ich ausreichend große Regelbereiche. Trotzdem gibt es die wirklich laaaangen Zeiten und die kriege ich auch gut dosiert hin. Überhaupt merke ich beim Herumdrehen recht schnell, dass es Korg hier gelungen ist, einen Synthesizer so zu entwerfen, dass ich ihn quasi “taub” bedienen kann. Die Reglerstellungen produzieren tatsächlich immer das klangliche Ergebnis, das ich mir beim Drehen vorgestellt habe. So etwas hebt technische Geräte immer sehr in meiner Wertschätzung. Das war bei meinem Korg MonoPoly noch ganz anders und das hat Korg jetzt richtig gut gemacht.

 

Da bin ich gerne gewillt, kleinere Unstimmigkeiten zu verzeihen. Etwa die bei Bühnenlicht nicht sichtbare Markierung auf den Potiknöpfen oder dass am Sync-Schalter unten “Sync” steht und oben nichts – für mich heißt das, oben “Sync aus”, unten “Sync an”. Ist aber genau umgekehrt. Das Gleiche beim Ringmodulator-Schalter. Dass der Envelope-Amount-Regler bidirektional arbeitet (Mittelstellung ist keine Modulation, rechts positive Modulation, links negative), das ist alte Korg-Tradition; ich mag das nicht so gerne, aber sei’s drum. Dass die Regler dabei keine Mittenrastung haben, ist schon ein bisschen ärgerlicher, aber Korg hat einen etwas breiteren Bereich in der Mitte eingerichtet, in dem man die Null-Position leidlich gut findet – das ist das Angenehme an Software-generierten Modulationsspannungen.

Zweifeln am Korg Minilogue

Als nächstes traktiere ich die VCO-Sektion. Gut gefällt mir die Umschaltung der Oktavelage mit einem Kipphebel-Doppeltaster. Das ist beim Editieren von abgespeicherten Sounds ein echter Segen. Auch die Pitchregler, die eine Oktave nach oben und nach unten regeln können, sind großartig, denn wie schon bei den Hüllkurvenreglern, ist die Charakteristik der Regler digital verbogen worden. In einem ausreichend großen Mittelbereich hat man quasi einen “Fine Tune”-Regler, weiter “draußen” kann man dann trotzdem mit genügender Genauigkeit die ganze Oktave überstreichen. Das ist wirklich gut!

Ist Sync jetzt an oder aus? Die Beschriftung ist unstimmig.

Ist Sync jetzt an oder aus? Die Beschriftung ist etwas unstimmig.

Die drei Schwingungsformen der VCOs haben allesamt Wave-Shaping-Funktionen. So was kennt man von den alten Analogsynthesizern aus den 70ern und 80ern nicht, und es ist wirklich eine sehr feine Sache, denn da kommen auch schon mal Klänge raus, die mehr nach PPG oder DX7 klingen als nach einem biederen Subtraktivsynthesizer.

Nach etwas Herumspielen bin ich allerdings etwas irritiert: Der Sägezahn tönt eine Oktave höher als Rechteck und Dreieck. Die “geshapte” Variante hingegen morpht eine Oktave darunter dazu (also auf die Tonhöhe der beiden anderen Schwingungsformen). Auch wenn ich dieses in-die-Oktave-drunter-morphen klanglich durchaus interessant finde, so kann ich mich mit diesem Widerspruch nicht wirklich anfreunden. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie ich live eine sonore Dreieck-Basslinie fahre, die Meute auf der Tanzfläche kocht, jetzt bringe ich die volle Ladung, alle johlen, ich schalte auf Sägezahn um … und – ächz! – aller Druck ist weg, meine Basslinie quäkt in den Mitten den Tänzern auf die Ohren, die Tanzfläche leert sich. Das Gefühlt ähnelt wohl dem, wenn man auf der Autobahn nach dem Durchbeschleunigen aus Versehen in den dritten statt in den fünften Gang schaltet.

Mein Technikerverstand sagt mir, dass das wohl an der Art der VCO-Schaltung liegt und dass da wohl der Sägezahn aus einer phasenverschobenen Kombination von Rechteck und Dreieck gebildet wird, dass das Morphing auch ganz interessant klingt und dass man ja auch mit etwas Geschick den Oktavschalter und den Schwingungsformschalter gleichzeitig bedienen kann. Aber trotzdem hinterlässt diese Eigenschaft beim Musiker in mir ein flaues Gefühl. Ich gebe zu, dass das nur relevant ist, wenn man die Klänge wirklich komplett in Echtzeit umbaut. Wer seine Klänge sich zuerst erarbeitet, dann abspeichert und dann auf der Bühne oder in der Produktion mit den abgespeicherten Klängen arbeitet, der wird diese Eigenheit vielleicht niemals wahrnehmen.

Modulieren

Aber sonst verbirgt sich in der VCO-Sektion noch viel Anlass zur Freude. Die Crossmodulation ist eine echte lineare FM, was tonal spielbare Spektren ermöglicht. Der Ringmodulator klingt wirklich Klasse – mein System 100 kann das nicht so schön. Da muss ich schon den CS-50 anschalten, damit ich solche Ergebnisse bekomme. Bloß dass der CS-50 (und jeder andere Synthesizer, den ich kenne) nur einen einzigen Ringmodulator für alle Stimme hat, quasi paraphon. Hier habe ich ihn wirklich für jede Stimme einzeln, und das eröffnet eine nochmals andere Klangwelt als die Crossmodulation. Ja, ich wäre sogar geneigt, die Crossmodulation zu Gunsten einer Filter-FM durch den VCO2 zu opfern, denn der Ringmodulator pro Stimme allein ist schon ein tolles Werkzeug. Das darf sich Korg ja überlegen, wenn sie mal einen Maxilogue rausbringen. (An dieser Stelle ein Hallo nach Japan: Wir verwenden im Deutschen in so einer Situation eine Redewendung, in der das Wort Zaunpfahl vorkommt).

Die Modulationssektion des Korg Minilogue

Kann mehr als man denkt: die Modulationssektion des Minilogue

Mit der schon erwähnten Sync-Funktion klingt der Minilogue herrlich bissig, bei Kombination von Sync und Waveshaping kann er vokalig Resonatoriges. Und richtigerweise kann man den VCO2 einzeln über die Filterhüllkurve in der Tonhöhe modulieren – von DAF bis Prodigy eine unbedingt nötige Verschaltung.

Als ich dann später doch mal die ganzen Presets durchsteppe, stelle ich fest, dass es einen Klang gibt, bei dem beide VCOs eine Tonhöhenmodulation durch die Hüllkurve haben. Wie machen die das? Der Regler am VCO2 gilt nur für eben diesen. Also analysiere ich das Preset Parameter für Parameter und finde damit heraus, dass man den LFO in seiner Intensität von der Filterhüllkurve steuern kann. Stellt man den LFO auf ein seeehr langsames Rechteck, das vom Note-On resettet wird, so wird aus dem LFO ein weiterer Modulationspfad für die Hüllkurve, über den man zum Beispiel die Wave-Shaping-Funktion erreicht. PWM mit Hüllkurve, das brauche ich für Dub-Techno-Chords à la Juno-60. Bingo!

Bei dieser Suche nach dem Modulationspfad habe ich mich jetzt erstmals mit den über das kleine Display dargestellten Sonderfunktions-Menüs beschäftigt. Dort tut sich eine wahre Wunderwelt an Konfigurationsmöglichkeiten auf. Allein die verschiedenen Varianten, wie sich der LFO pro Stimme oder insgesamt verhält, lassen so machen Modulationsgiganten aus den 80ern vor Neid erblassen. Beim Durchforsten dieser Menüs wird mir auch klar, was der bisher von mir eher verächtlich betrachtete Bender soll. Der ist in Wirklichkeit ein selbst rückstellender Fader, der jeden(!) Regler-Parameter der Klangerzeugung ergänzen kann. Nicht umsonst spricht Korg in der Bedienungsanleitung vom “Slider” und nicht vom Bender.

Der Bender des Korg Minilogue

Der Bender kann fast jeden Parameter des Minilogue ansteuern

Man muss zum Beispiel die Filterfahrt nicht am Cutoff-Regler bewerkstelligen und hoffen, dass man beim schnellen Zurückdrehen auf demselben Wert wie vorher landet. Mit dem Slider mache ich meine Filterfahrt erstaunlich gut kontrolliert, lasse ihn dann los und, zack!, ist mein Sound auf dem vorherigen Wert. Für Build-Ups ist das unschlagbar.

Sequenzieren

Beim Bedienen der Menüstruktur bin ich auch erstmals in die Nähe der Taster für den Sequencer gekommen. Bisher habe ich mich davor gedrückt, denn es gibt ja bekanntermaßen keinen besseren Sequencer als den im Roland JX-3P und diese Meinung will ich mir nicht unnötig durcheinander wirbeln lassen. Aber jetzt drücke ich doch mal auf “Record”, gebe in der mir gewohnten Weise die Noten- und Pausen-Schritte ein. “Play” drücken. Hmmpf! Der tut genauso wie mein geliebter JX. Noch mal Record drücken, in Echtzeit zwei Notentupfer dazuspielen. Mist! Das ist super, mein armer JX kann das nicht. Ehe ich es mir versehe, verliere ich mich in diesem super simplen und doch so mächtigen Sequencer, wirble mit Motion-Sequenzen herum, erzeuge mit unterschiedlichen Notenlängen und Decay-Zeiten tänzelnde Grooves. Swing dazu drehen.

Die Sequencer-Sektion des Korg Minilogue

Die Sequencer-Sektion des Korg Minilogue

Ach, es ist herrlich. Jetzt noch synchronisieren: Erst mit MIDI, was problemlos ist, dann mit einem analogen Trigger. Auch das funktioniert, allerdings taucht hier ein – zumindest für mich – markantes Defizit auf: Es ist nicht möglich, in der Sequenz einfach ein paar Noten einzugeben (oder ein Arpeggio zu setzen) und dann über den programmierbaren Trigger einer meiner Rhythmusmaschinen die Noten abzufeuern; das wäre der Klassiker. Wegweisende Technoproduktionen wurden mit dieser Technik gemacht. Nach etwas Herumtesten wird klar: Das externe Clocksignal wird nur als Tempobasis verwendet, die eigentliche Ansteuerung der Schritte kommt intern aus der CPU des Minilogue. Ändert man das externe Tempo abrupt (egal ob MIDI- oder Analog-Clock), so braucht der Minilogue zwei oder drei Sechzehntel, um sich auf das neue Tempo “einzugrooven”. Er bleibt zwar letztlich sauber im Takt, verliert also keinen Schritt, aber es ist ihm unmöglich, unregelmäßige Clock-Impulse direkt zu interpretieren. Ich vermute, dass sonst die Swing-Funktion nicht mit externen Clocks machbar wäre. Hier wage ich ein bisschen zu hoffen, dass das in einem zukünftigen Software-Update geändert wird.

Die jetzige Funktionsweise darf gerne für MIDI-Clock beibehalten werden, für den analogen Clock-Eingang wünsche ich mir aber die Arbeitsweise, die den Korg-Ingenieuren vom MonoPoly, Polysix und Poly-800 wohl bekannt sein sollte – auch wenn ich dabei auf den Swing verzichten muss. Und wenn ich schon meinen Wunschzettel ausfülle: Ich hätte auch gerne, dass ich wählen kann, ob beim Presetwechsel die Sequenz mit wechselt oder ob ich die aktuelle Sequenz bei der Klangauswahl beibehalten kann. Der jetzige Modus ist zwar sicher für die Produktpräsentation im Laden toll, aber für den Musiker, der mühsam eine Stunde lang seine Sequenz erarbeitet, aber das Preset noch nicht abgespeichert hat und dann aus Versehen mal den Presetknopf berührt, ist das unendlich frustrierend. Und vielleicht will man auch nur zu einer gelungenen Sequenz das passende Preset suchen.

Bis hier her habe ich von den ersten vier Stunden mit dem Minilogue berichtet. Dieses feine, kleine Teil hat mich jetzt in der letzten Woche noch einige Abende begeistert (meine Lebensabschnittsgefährtin war daher davon weniger angetan). Ich konnte jetzt nicht von dem großartigen Dub-Abend erzählen, den ich mit meinem synthesizertechnisch völlig unbedarften Nachbarn dank des Delays mit Hochpassfilter und einiger Flaschen Tegernseer Spezial verbringen durfte. Auch die Episode mit der über uns wohnenden, eher schwerhörigen alten Dame, die die dreifache Suboszillatoren-Funktion im Monomode für eine Baustelle im U-Bahntunnel unter unserem Haus hielt, kann hier nur kurz erwähnt werden. Ich unterlasse es auch, über zu kleine Tasten und ein letztlich doch arg kleines Bedienfeld zu lamentieren. Den meisten meiner Musikerfreunden ist das egal und ich warte halt auf den Maxilogue.

Minilogue macht Piano platt - noch ein Größenvergleich

Minilogue macht Piano platt – noch ein Größenvergleich

Klangbeispiele des Korg Minilogue

Die Klangbeispiele basieren auf Sequenzen aus den Presets des Minilogue, die dazugehörenden Presetklänge wurden meist verändert. Begleitende Beats kommen gegebenenfalls von einer Roland TR-8 und Spectrasonics Stylus RMX.

YT-Empfehlung zum Korg Minilogue

Fazit

Ich bin absolut begeistert, dass Korg endlich gezeigt hat, dass es auch für einen der großen drei Player im Synthesizermarkt möglich ist, mit moderner Analogtechnik einen ausgeklügelten, grandios klingenden und trotzdem schnörkellosen polyphonen Synthesizer rentabel auf den Markt zu bringen. Und ich bin noch mehr begeistert, dass sich diese großen Hersteller – seien es Roland mit der Aira-Serie oder jetzt Korg mit dem Minilogue – endlich wieder auch mit der Käuferschicht beschäftigen, die sie vor dreißig oder vierzig Jahren groß gemacht hat. Ich wünsche Korg wirklich, dass sie großen Erfolg mit dem Minilogue haben und ich bin mir sicher, dass dieser Erfolg kommt. Denn trotz einzelner Kritikpunkte: Diese Kiste ist jeden Cent, den man dafür bezahlt, mehr als wert.

Plus

  • großartiger Klang
  • Parameterdimensionierung
  • Stepsequencer
  • volle MIDI-Anbindung
  • will keine eierlegende Wollmilchsau sein

Minus

  • Oktavunterschied beim Sägezahn
  • analoger Triggereingang verträgt keine Triggerpattern
  • schlechte Markierung auf Potiknöpfen

Preis

  • Ladenpreis: 599 Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo Florian,
    Hab erstmal überlegen müssen, dein Name kam mir bekannt vor… Als ich dann gelesen hab, dass du 2 Fachbücher geschrieben hast, ist mir wieder eingefallen woher. War glaub ich sogar in meiner ersten Bachelorarbeit auf der Literaturliste.

    Jedenfalls hab ich eine Frage zum Minilogue: Auf youtube findet man ein, vielleicht mittlerweile mehr Videos von Usern, die sich an einem Klicken im Sound bei bestimmten Hüllkurven-Einstellungen stören. Ist das ein generelles Problem, also reproduzierbar, liegt es einfach an der schnellen Hüllkurve oder betrifft das nur Montagsgeräte?

    https://www.youtube.com/watch?v=gfny2cT_hVg

    • Profilbild
      Florian Anwander  RED

      Hallo Jocki,

      das liegt an der schnellen Hüllkurve. Wenn die Hüllkurve steiler ist, als der reguläre Anstieg der verarbeiteten Schwingungsform, dann hat die Schwingungsform am Ausgang des VCAs einen deutlich Knick. Den hört man, wie man jeden anderen „Knick“ in einer Schwingung hört. Zum Beispiel eine Rechteckschwingung ist nichts als eine Ansammlung von Knicken – entsprechend hell klingt sie im ungefilterten Zustand.

      Gruß
      Florian

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        8 Bit Fighter  

        Hi,
        im einigen Foren wird berichtet, daß ein deutliches Klicken am Ende der Release Time auftaucht, vielleicht hast du eine Kiste nach den ersten Updates bekommen und Waveshaping für Sägezahn gab es sehr wohl in 70er und 80er Jahren. Z.B. in Oberheim-Synthies.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    So habe ich mir den Minilogue vorgestellt. Die „Schwächen“ kenne ich teilweise vom JP-8080 und sind mir fast wumpe. Den Hüllkurvenbug aus dem Internet kenne ich auch und würde ebenfalls gerne ein verbindliches Statement dazu hören. Misstrauen ist ja immer angebracht. Insgesamt jedoch ein überragender Test wenn ich mir die CS, Juno, JX, Modular und Monopoly-Vergleiche so anschaue. Mir fehlen noch einige Worte zur Verarbeitungsqualität. Bei einem „Dissected“ auf YT wird nur der Fader mit einem Gummiband gemoddet damit er nicht so geräuschvoll tackert. Sonst sollen etliche 32-Bit Cpus verbaut sein und hochwertige Potis das Innenleben säumen. Eine VCO2 Filter-FM kann vielleicht Doc Analog noch basteln.

  3. Profilbild
    Marko Ettlich  AHU

    Hallo Florian, Glückwunsch zum Amazona Einstand. Sehr aussagekräftig geschrieben, aber das ist man ja von dir gewohnt. Der kleine Korg gefällt mir garnicht mal so schlecht. Diesmal hat es KORG richtig gemacht und auf die User gehört. Chord Sequencer, Wave-Shape, Arpeggiator und eine Menge andere Dinge mehr die ordentlich Spass machen. Einzig allein der Klangcharakter ist jetzt nicht 100% meins, aber das ist ja bekanntlich immer Geschmackssache. Schönes Teil und solide gebaut. Kein Plastikmist.

    • Profilbild
      Mick  AHU

      Das ist Korg,…man mag den Sound, oder eben nicht. Ich mag in nicht, was bringen da die Features?
      Mir ist es übrigens schleierhaft, als Pro zu erwähnen, das er keine Eierlegendewollmilchsau sein will!?
      Im Umkehrschluss hieße das, es wäre Contra eine Eierlegendewollmilchsau, sein zu wollen! Es sei denn, er hätte Ambitionen gehabt, eine Eierlegendewollmilchsau zu sein, es aber nicht ist, dann wäre es ein Contra. Also aus dieser politisch verzwickten Lage heraus, bin ich Contra dieses Pro, in diesem Sinne!

      • Profilbild
        Florian Anwander  RED

        Hallo

        > Mir ist es übrigens schleierhaft, als Pro
        > zu erwähnen, das er keine
        > Eierlegendewollmilchsau sein will!?
        Ich halte es für einen sehr positiven Aspekt, dass sich ein Gerät auf eine Sache konzentriert, aber diese dafür richtig gut macht.

        > Im Umkehrschluss hieße das, es wäre
        > Contra eine Eierlegendewollmilchsau,
        > sein zu wollen!
        Ja das ist geradezu meine Meinung. Ich mag keine vorgeblichen Alleskönner, bei denen man dann allen Ecken und Enden mit Einschränkungen leben muss, die ihnen ihre Vielfalt diktiert. Die berühmten „Namen“ unter den Synthesizern oder Keyboards aus den 70ern und 80ern sind allesamt Spezialisten. Es gibt schon Gründe, warum man für einen Trident Mk1 heute nur ein Drittel eines Jupiter 8 zahlt. Der Jupiter 8 kann nur eine Sache, nämlich Synthesizer, aber die kann er verteufelt gut. Der Trident, will String, Brass, und Synth sein, aber es hakt halt an allen Ecken und Enden

        Wirklich gute Alleskönner sind selten.

        > Also aus dieser politisch verzwickten Lage
        > heraus, bin ich Contra dieses Pro, in
        > diesem Sinne!
        :-)))

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          costello  RED

          „One size fits all“ – dieser Satz trifft bei Synthesizern tatsächlich nicht zu. Wobei sogar das upgrading auf größere und teurere Modelle nicht immer das Allheilmittel ist. Ich hatte auf meinem ersten Synthesizer – dem Yamaha CS-15 D (halb Preset, halb frei programmierbar) – einen Sample & Hold Sound, so filigran splitternd, den ich auf dem großen Bruder CS-40 M nie wieder so hin bekam. Ähnlich ein ganz einfacher Rechtecksound auf meinem Polysix, den ich so niemals auf dem später erworbenen OB-Xa realisieren konnte. Es klang viel zu dick. Das ist wohl auch der Grund, warum sich bei so vielen Keyboardern die Instrumente bis zur Decke stapeln. :-)

  4. Profilbild
    Soundreverend  

    Hi Florian, vielen Dank für den Review. Und vor allem für die schönen und musikalischen Klangbeispiele. Ich finde den Sound des Minilogue wirklich gut, allerdings nervt es mich, dass viele neue polyphone Synths nur 4-stimmig sind. „Früher“ hatten die Einsteigersynthies 6 Stimmen, da viel der Stimmenkauf nicht so sehr auf. Aber vielleicht kann man ja auch den Minilogue per Chain Mode 8-stimmig machen? Oder lieber doch auf den Maxilogue warten? Oder den 8 stimmigen Roland JP-16?

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    Atarkid  AHU

    Danke für den Test, Florian. Sehr schöne Klangbeispiele, da hört man doch die Vielseitigkeit. Gerade dieser einfache „Seq_Arp_Motion“ hat meinen Nerv getroffen. Was ich alllerdings richtig heftig finde, ist der Umstand dass von den erstmals anvisierten 713€ nur noch 599€ übrig geblieben sind. Für das Geld ist das Gebotene wirklich klasse. Als Bonus noch das Design, da kann man nicht meckern. Korg, Du kannst es doch!

  6. Profilbild
    swellkoerper  AHU

    Danke für diesen tollen Test, bitte mehr davon! Jetzt wissen wir auch, dass die COTK-Session damals nur der Vorwand war um an einen guten Autor zu kommen :-) Die Behauptung, die grossen Drei wären durch Techno-Gear zu ihrer Marktposition gekommen, halte ich aber für gewagt. Das war wohl eher die Alleinunterhalter- und Coverband-Fraktion..

    • Profilbild
      Florian Anwander  RED

      Hallo

      > Die Behauptung, die grossen Drei wären
      > durch Techno-Gear zu ihrer Marktposition
      > gekommen, halte ich aber für gewagt.
      > Das war wohl eher die Alleinunterhalter-
      > und Coverband-Fraktion..
      Erstens rede reden wir hier nicht von „Techno-Gear“ – das verkürzt die Bedeutung des Minilogue und von Synthesizern überhaupt.

      Und dann kamen die Alleinunterhalter und Coverbands erst in der ersten Hälfte der Achtziger auf die Synthesizer. Korg, Roland und (bedingt) Yamaha sind durch den Einstieg ins Synthesizergeschäft großgeworden, das zuvorderst von der Fanfraktion um Genesis, Yes, etc einerseits und den Elektronikern ala Tangerine Dream, Vangelis und co andererseits beflügelt wurde.

      Gruß
      Florian

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        andreas2  

        „Korg, Roland und (bedingt) Yamaha sind durch den Einstieg ins Synthesizergeschäft großgeworden, das zuvorderst von der Fanfraktion um Genesis, Yes, etc einerseits und den Elektronikern ala Tangerine Dream, Vangelis und co andererseits beflügelt wurde.“

        So ist es wohl gewesen, allerdings habe ich mir als Synth-Fan (Jg.57) so ziemlich alles rein getan, was mit Synthesizer-Beteiligung auf den Markt kam. Pictures at an Exhibition live von ELP habe ich mir damals begeistert im Kino angesehen, die psychedelischen Farbexperimente würden mich aber heute anstrengen. Keith Emerson mit seinem Moog System war etwas völlig Neues auf der Bühne der damaligen, populären Musik, das kann man heutzutage kaum nachvollziehen. Was leben wir doch in tollen (Synth) Zeiten, davon hätte ich vor 40 Jahren nicht zu träumen gewagt.

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        swellkoerper  AHU

        Danke für die Anmerkung, du hast sicher eine fundiertere Sicht auf diese Ära als wir 90er Jahre-Techno Kids. Interessant wäre zu wissen wie sich Preise und Stückzahlen von damals in Relation zu heutigen Verhältnissen verhalten.
        Grüsse

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          Florian Anwander  RED

          Was die Preis- und Stückzahlrelation zwischen früher und heute angeht, müsste man mal jemanden aus der Vertriebsbranche fragen, der hier wirklich Zahlen kennt. Ich wage das nicht zu beantworten.

  7. Profilbild
    andreas2  

    Hi Florian, vielen Dank für diesen praxisnahen Test, der mir erstmals ein ’schärferes‘ Bild vom neuen Minilogue ermöglicht hat. Mancher Kurztest im Netz war mir etwas zu beliebig, das hätte fast jeder 4 Stimmen Synth XY sein können.
    Irgendwann wird der Minilogue sicherlich auch bei mir stehen, das hat aber keine Eile, da ich ja ‚frisch‘ das System 1m und den JX-03 besitze, beide bekanntermaßen auch 4 Stimmen Synths.
    Erfreulich, dass Korg die Nase am Wind behält, vermutlich (?) wird der Minilogue den alten microKorg ablösen, der jetzt deutlich unattraktiver für den Neukäufer sein dürfte.

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      gutzufuss  

      Durch die ganz grobgestreifte Brille gesehen, ist der Minilogue dem Microkorg tatsächlich sehr ähnlich: Portabel, 4stimmig, guter Klang (ok, Geschmackssache) und vielfältige Eingriffsmöglichkeiten. Ich habe den Microkorg in den letzten 10 Jahren so häufig auf der Bühne gesehen, wie keinen anderen Synthi. Unglaublich, was die Leute da rausgeholt haben.
      Eigentlich logisch, dass Korg – unter Berücksichtigung des sich ausweitenden Analogtrends – den Minilogue herausgebracht hat. Ich denke auch, dass der Minilogue den Microkorg beerben wird. Auch die Reaktionen im Netz sprechen eine klare Sprache: Das Ding wird ein Renner!

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        andreas2  

        Mit Verfügbarkeit des Minilogue würde ich keinen microKorg mehr neu kaufen, das werden auch viele andere potentielle Kunden so sehen und die Korg BWLer auch so eingeplant haben. Irgendwann ist selbst mit dem erfolgreichsten Produkt das Ende der Fahnenstange erreicht, zudem ist die microKorg Tastatur wirklich keine Offenbarung, im Gegensatz zur ’natural touch‘ Tastatur des microKorg XL+.
        Ich freu mich auf das 1. Anspielen des Minilogue, aber Eile habe ich mit dem Kauf nicht, der Minilogue wird sicherlich etwas länger auf dem Markt sein. :)

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    costello  RED

    Schöner Test, schöner Synthesizer. Speziell Waveshaping ist eine feine Sache, mag ich z.B. an meinem Arturia Minibrute sehr. Korg geht hier einen guten Weg, auch der Preis geht absolut in Ordnung.

  9. Profilbild
    Cornel Hecht  

    Zu den ADSR-Reglern: diese sind doch eindeutig beschriftet, daher „AMP EG“ sollte doch mehr als eindeutig sein. Daher verstehe ich den Ruf nach einem Vertauschen der beiden EGs nicht. Auch nicht, warum dies per Software-Update vertauschbar sein sollte. Denn dann würden die Beschriftungen nicht mehr stimmen, was für mich sehr unlogisch wäre.

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      Florian Anwander  RED

      Hallo Intercorni,

      klar sind die eindeutig beschriftet. Trotzdem ist die Anordnung verdreht im Vergleich zu allen anderen Synthoberflächen. Ich weiß nicht welche Synths Du so benutzt, aber bei mir stehen zB. mit dieser Konstellation ein MonoPoly, ein Prodigy und ein OB-Xa; bei denen ist es eben genau umgekehrt. Es ist sicher nur ein nebensächlicher Aspekt – und ich gestehe gerne, dass das Luxusproblem ist.

      Gruß
      Florian

  10. Profilbild
    afrilounge

    Vielen Dank für den sehr gut geschrieben Test. Hat mir sehr viel Freude bereitet den Test zu lesen.
    Weiter so!

  11. Profilbild
    fno  

    Danke für Deinen stilistisch erfrischenden und inhaltlich differenzierten und nachvollziehbaren Bericht, Florian, sowas darfst Du meiner Ansicht nach gern wiederholen! Ergänzend hat Markus Fuller vor einigen Tagen einen Blick in die Kiste geworfen: https://www.youtube.com/watch?v=ra76YaZqjaI
    Dieser Blick bestätigt mir deine Einschätzung, Marko, eher nicht. Vom (mir ausgesprochen gut gefallenden) Alutopplate und dem rückseitigen Holzdeckel abgesehen ist das ein Plastikteil wie auch Rolands System 1 oder 1M – den Begriff „Mist“ hab ich vorsätzlich vermieden. Ich kenne allerdings auch keinen etwa vergleichbaren Vierstimmigen in diesem Preissegment, bei dem das anders ist.

    • Profilbild
      Florian Anwander  RED

      Der Minilogue ist zwar in Gramm gemessen ein Leichtgewicht, aber ich hatte in den zehn Tagen, die ich ihn da hatte, den Eindruck eines physisch sehr robusten Instruments.

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        mhagen1  

        Ich möchte mich auch für den hervorragenden Test und die abwechslungsreichen Klangbeispiele bedanken! Sicher wird der Klangcharakter des Minilogues vielleicht nicht jedem gefallen, die Ausstattung bei einem Preis von gerade mal 600,- Euro ist aber schon unfassbar gut! Ich bin durchaus ein Fan von „vintage“ Synths. Was mir aber immer wieder auf den Nerv geht ist, dass die Dinger ständig irgendwelche Macken haben und repariert werden müssen. Da lobe ich mir ein mit modernen Design- und Produktionsmethoden hergestelltes Instrument, wie der Minilogue eins zu sein scheint. Markus Fuller zeigt in seinem Video (s.o.), wie solide dieser Synth gebaut ist. Mit dem Ding hat man wahrscheinlich auch in 30 Jahren noch ungetrübten Spaß! Damit will ich jetzt aber keine Diskussion darüber lostreten, dass handgelötete Platinen mehr Charakter haben. Wir diskutieren ja nicht über Gitarreneffekte ;-)

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      AQ  AHU

      … weil die Minogue halt auch so zierlich ist … und auch so hübsch wie der Minilogue :-)))

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        Markus Schroeder  RED

        hehe, das auf alle Fälle. :)

        PS: was ich noch sagen wollte: toller Test! Locker, süffisant & Informativ geschrieben, Florian!

        Und toller Korg Synth! Maxilogue, yeah!

  12. Profilbild
    WOK  

    Zu diesem gewöhnungsbedürftigen „Bender-Fader“ wüsste ich gerne, ob man damit ähnlich wie bei Clavias „Holzhebel“ ein Pitchvibrato mit dem Finger hinbekommt. Leider ist ja nur ein LFO da, der auch nur ein Ziel modulieren kann – ein einfacher Pitch-LFO und richtige Wheels (oder der alte Korg-Joystick) wären echt schöner gewesen.
    Und beim Thema Sequencer höre ich raus, dass die MIDI-Synchronisation (wie schon bei Volca und SQ-1) nur mittels so einer Art „Takt-einpegeln“ gemacht wurde. Also nur als Slave, ohne Start/Stop-Erkennung, ohne Tempowechsel, somit also nicht ordentlich zu einer DAW synchronisierbar?
    Und hat Korg schon was verlauten lassen, ob die fehlende Möglichkeit, eine Sequenz per Tastatur/MIDI zu transponieren noch nachgereicht wird (ging ja auch schon beim SQ-1 nicht – man kann sich nur an den Kopf fassen….)

    • Profilbild
      Florian Anwander  RED

      Das mit dem Bender kann ich Dir nicht mehr testen, da der Minilogue schon wieder auf dem Weg zu Korg ist. Aber der Regelweg des LFO-Intensitätsreglers ist auch so angepasst, dass man in den niedrigen Bereichen prima Vibrato zugeben kann. Das geht natürlich nicht gleichzeitig mit dem Bender. Aber offengestanden, wäre mir die Zwergentastatur für echtes solistisches Spiel nicht genug. Das würde ich immer mit einem normal großen Masterkeyboard machen – und das hat dann auch Bender und Mod-Wheel.

      Das mit dem Sync tut einwandfrei. Der Sequencer hat eine saubere Start/Stop-Erkennung und arbeitet sowohl als Master als auch als Slave. Die konkrete MIDI-Verkabelung bei den Klangbeispielen war TR8-Out -> In-Minilogue-Out -> In-ElectrixRepeater (in dem laufen die Stylus Loops). Der Out wird also automatiusch zum Clock-Thru, sobald am In ein Clock anliegt.

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      Chick Sangria  

      Mich stört am Bender-Stick die Feder und das Material, das zumindest beim Vorführinstrument einen klapprigen Sound macht. Kein Spaß und kein Vergleich zu Nord und ordentlich verarbeiteten Pitchwheels.

  13. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    Sehr guter Test, vor allem schöne Klangbeispiele, bei denen man sich wirklich ein gutes Bild machen kann.
    Zum Klang muss ich nach wie vor sagen, daß dieser ziemlich „clean“ rüberkommt. Aber auch analog hat eben seine Facetten, nicht immer voll fett. Sein eher mittiger Charakter, wird in einem Mix bestimmt gut zum Füller.
    Eine Frage habe ich zu den VCO’s.
    Mich wundert, daß es anscheinend kein Problem ist, ein Waveshaping zu integrieren. Meine analogen Synths bieten das gar nicht.Ich dachte immer, daß es ziemlich kosten, bzw. entwicklungsaufwendig sei, dieses Feature zu bieten.(gerade bei voll analog und dem Preis des ML).

    freundlicher Gruß

    • Profilbild
      swissdoc  RED

      Wenn ich es recht sehe, so wird hier bei Tri und Saw der VCO an einer Kennlinie „gefaltet“. Es ist also anders als z.B. beim Voyager, wo die Wellenform quasi „gemorpht“ wird. Wenn man die Wave-Folder Schaltbilder online so ansieht, so ist das offenbar mit einer Handvoll OpAmps, Dioden, Kondensatoren und Widerständen zu machen.

      • Profilbild
        Florian Anwander  RED

        Hallo Swissdoc

        > Wenn ich es recht sehe, so wird hier bei Tri
        > und Saw der VCO an einer Kennlinie „gefaltet“.
        Für Tri ist das Richtig. Der Sägezahn entsteht meines Erachtens durch eine Invertierung der ersten „Hälfte“ des Dreiecks. Diese Invertierung wird beim Shaping langsam aufgehoben, in dem ein immer breiter werdender Puls dazugemischt wird. Das sieht man zB ganz gut in diesem Video:
        https://www.youtube.com/watch?v=JuZpEtZF-hg&feature=player_detailpage#t=162
        Da sieht man im Display richtig, wie der schmale Puls von links „reinkommt“.

        Gruß
        Florian

  14. Profilbild
    dilux  AHU

    erst einmal grosses kompliment für die wirklich erstklassigen klangbeispiele mit schönen reminiszenzen an grosse techno/house-klassiker (unisono bass – mr. fingers); ich finde, da hat florian die latte für folgende tests ziemlich hoch gelegt…
    der korg überrascht hier ja mit einer vielfältigkeit, die ich so gar nicht erwartet hätte, wengleich die klangqualität dann doch dem preis ihr tribut zollt. wirklich edel oder seidig klingen dann doch die teureren konkurrenten. was mir bei den klangbeispielen fehlte, sind die schönen analogen schwebungen, die man mit den 2 vco-klassikern durch leichtes detunen recht einfach erzeugen kann. kann der korg das nicht?

  15. Profilbild
    Kosh  

    sehr schöner, unterhaltsamer und informativer test. und super klangbeispiele! bei dem einen und anderen beispiel kam bei mir sofort „orbital“-feeling auf ;)

  16. Profilbild
    tomk  AHU

    Sehr kompetenter Test, danke an Amazona und Florian! Ich denke das Preis-Leistungsverhältnis ist bis dato unschlagbar? Letztendlich wird bei mir der individuelle VorOrtSoundTest entscheiden.
    Mir ist Tatsuya sympathisch, und vergleichbares (gefühlt echtes & neues) würde ich von Roland wünschen/erwarten. Roland S500 / 1m / Aira berührt mich im Vergleich null.
    http://www.....ClTaz3Cw7w
    Vielleicht kommt ja der vom Autor gewünschte Megalogue?

    • Profilbild
      dilux  AHU

      nichts am minilogue ist wirklich neu und seit 25 jahren sind keine synthies mehr erschienen, die so klassisch „rolandisch“ klingen wie s500 und aira/1m…höchstens vielleicht die bassstation II als 101-ersatz.

      • Profilbild
        Florian Anwander  RED

        Naja, was ist am System 500 neu (Kopie des System100m)? Was ist an Aira neue (digital-Kopien von 35 Jahre alten analogen…)?

        Ich will damit nicht die neuen Rolandsachen schlecht reden. Da bin ich durchaus ein Fan. Aber man darf da ruhig „die Kirche im Dorf lassen“.

        • Profilbild
          dilux  AHU

          neu war ja eine begrifflichkeit des vorposters, ich schrieb ja bewusst „klassisch“ in bezug auf roland…

  17. Profilbild
    Rough  

    Toller Artikel/Test, schön zu lesen, sehr informativ, danke hierfür!

    Ich mag den Minilogue, genau nach meinem Geschmack, hier hat KORG meiner Meinung nach die goldene Mitte getroffen, was vielen anderen nicht gelingt.

  18. Profilbild
    drbach  

    Als ernsten Polysynth kann ich den einfach nicht durchgehen lassen, dafür sind meines Erachtens mindestens 6, lieber 8 Stimmen nötig. Mit der doppelten Stimmenanzahl, anständiger Tastatur ware der Synth wohl etwa doppelt so teuer, also einen runden 1000er, was immer noch als sehr günstig zu bezeichnen wäre. Für mich hat der Nagel noch keinen Kopf.

  19. Profilbild
    Florian Anwander  RED

    Ich möchte mich mal für das Lob bezüglich der Audiobeispiele bedanken. Das darf ich dann aber gleich an den unbekannten Programmierer der Presets weiterreichen. Ich habe seine Sequenzen verwendet, von mir stammen nur die Beats dazu und die Sounds die ich verändert habe.

  20. Profilbild
    patchpoint  

    Korg hat vieles richtig gemacht. Sie haben erkannt dass es einen Markt gibt, für analoge, polyphone Synthesizer. Jedoch sollten sie auch verstehen, dass wir Instrumente kaufen wollen, keine Spielzeuge. Was ist das für eine Plastiktastatur? Wer macht ernsthaft mit den Volcas Musik? Bitte baut solide Teile und wir zahlen auch ein bisschen mehr dafür. Wir haben unsere Synthies gern.

    • Profilbild
      Viertelnote  AHU

      dem kann ich nicht ganz zustimmen.
      Spielzeug klingt wie „ganz nett, aber bedingt brauchbar“.
      Die Volcas sind ernstzunehmende Musikinstrumente. Man kann hervorragend damit Musik machen, für den schmalen Geldbeutel allemal ein Musthave. Der Keys gefällt mir vom Klang her sogar noch besser, als der ML. Meine Volcas haben sogar allesamt Potikappen bekommen. Auf kleinstem Raum, das gebe ich zu, aber Spielzeuge sind die Volcas nicht, nur meine Meinung dazu.

      • Profilbild
        phil_dr110  

        Ich stimme Dir voll und ganz zu. Mit den Volcas lässt sich hervorragend Musik machen. Den Keys habe ich zwar an einen guten Freund weitergegeben, damit der auch mal wieder was Neueres hat, aber den Bass finde ich nach wie vor wunderschön :)

    • Profilbild
      Kosh  

      „wer macht mit den volcas ernsthaft musik?“ da kann ich nur den youtube-channel von ollilaboratories empfehlen. ein toller musiker, der eben nicht auf vintage-gear zu mondpreisen abfährt, sondern „preiswertes“ equipment nutzt, und durchaus zeigt, was mit einem gerüttet maß an können aus den geräten rauszuholen ist. einziger nachteil: dadurch, dass ich mr. ollila’s an berliner schule angelehnte musik sehr mag, und fast jede seiner bandcamp-veröffentlichungen gekauft habe, bin ich des klangs der volcas mittlerweile recht überdrüssig. aber unterm strich ist es wie mit der 303: sie kann nicht viel, aber kann eben zu acid genau so eingesetzt werden, wie zu ambient oder chillout. ist wie mit kochen ;)

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        filterfunk  

        „ein toller musiker, der eben nicht auf vintage-gear zu mondpreisen abfährt, sondern „preiswertes“ equipment nutzt“..
        Ist das jetzt eine neue Disziplin?
        Möglichst wenig Kohle für möglichst „gute“ Musik?
        Obwohl die Reduktion der Möglichkeiten durchaus inspirierend sein kann, empfinde ich solche Diskussionen als unsinnig.
        Der Bastler soll seinen DIY Bausatz haben, der Musiker mit Hang zu vielen, einfachen Gerätschaften seine Volcas, und dem Keyboarder einen vollwertigen Synth mit entsprechender Tastatur, Polyphonie und Ausstattung.
        Im letzteren Falle wird das fast immer die teuere Variante sein.
        Warum dann immer die Fixierung auf den Preis und das Schwadronieren von „Mondpreisen“?
        Deshalb ist der Minilogue mir persönlich „zu billig“.
        Korg hat an den o.g. Ausstattungsmerkmalen – zugunsten anderer Zielgruppen – gespart.
        Das ist ja auch legitim, zumal der Gegenwert sehr gut ist, aber eben – wie patchpoint schon sagte – nicht ausreichend für alle.
        Seit der Ankündigung des OB-8 ist mir der Minilogue eh so ziemlich schnuppe.
        Wobei man sagen muss dass der Klang seinen Reiz hat, und Korg sich immer mehr in die richtige Richtung bewegt.
        Ein hochwertiger Maxilogue wäre schon interessant…..weiter so!

        • Profilbild
          Kosh  

          ich habe lange überlegt, ob ich auf deine antwort reagieren soll, oder ob es die situation eskaliert. nur um einmal klarzustellen: ich habe die volcas verteidigt, so wie ich den minilogue verteidige. aber um mal bei den volcas zu bleiben: da habe ich den vergleich zur 303 gezogen, und der ist, finde ich, nicht soo fehl am platz. und genau da kommt auch das budget ins spiel: die 303 oder heutzutage die volcas werden von musikern gekauft, die nicht von beruf sohn oder (w)erbe(r) sind. das war früher so, das ist heute so. und ja, möglichst gute musik (ohne anführungsstriche bitte) für möglichst wenig kohle IST eine disziplin. allerdings keine neue ;) auf die zwischentöne mit „schwadronieren“ und co. gehe ich mal gar nicht ein… was ich allerdings begrüße, ist deine akzeptanz der vielfalt an musikgerätschaften. und sei versichert, dein maxilogue wird so sicher kommen, wie das amen in der kirche :)

    • Profilbild
      ynwa

      Lol, das kann man einfach nicht unkommentiert lassen, was bitte ist verstehst Du unter „ernsthaft Musik machen“ .
      Wer behauptet seine Kreativität oder musikalisches Schaffen scheitert an einer schlechten Tastatur oder Potiknöpfen oder weil das Instrument angeblich irgendwelche anderen unzulänglichkeiten besitzt, sollte sich ein anderes Betätigungsfeld suchen.
      Ich mal schlechte Bilder weil mein Pinsel so schlecht ist, haha

    • Profilbild
      lectrolurch  

      sehe ich auch so, zu einem gutem Synth gehört eine ebenso gut spielbare Tastatur, ausser bei einem großen Modular hat das für mich absolute Priorität und nicht zu letzt auch ästhetisch beurteilt.
      Ein Rack/Desktop o. Tasten ist fast wie ein kastriertes Männchen“. ;o)

      • Profilbild
        chain  AHU

        sehe ich voll anders. 1 Mastertaste und dann nur noch Rack … aber wer den Platz hat, darf auch gern, sein persönliches Museeum eröffnen :)

  21. Profilbild
    Mick  AHU

    Also ich wette, da kommt noch ein:
    Micrologue (Desktop), sowie
    Maxilogue (8Stimmen und wenigsten 49er Klavieratur)
    und evtl. ein Matrixlogue;-)…
    und wieso heißt der nicht Polylogue, dann wäre („mein“) Micrologue evtl. ein Monologue…
    Tja jedenfalls glaube ich, das Ding ist nur ein „Vorreiter“!

  22. Profilbild
    lightman  AHU

    Man könnte ja auch einen Miniloguetribe bauen, oder einen Polytron, das hab‘ ich schon immer gesagt. Der kann dann alles, was der Minilogue kann, nur lauter, und ist schwarz. Die werden TONNEN davon verkaufen!

  23. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    4 Stimmen reicht mir kaum für einen gescheiten Akkord. Ich warte auf Behringer!

  24. Profilbild
    roto

    Hi Florian, das ist ja eine kleine Sensation, den Autoren der ultimativen Synthesizer Bibel hier wiederzutreffen. Ich finde es hervorragend daß Du Dich der Mühe unterzogen hast, den Minilogue auf technische Funktionen, die im Hintergrund werkeln, zu hinterfragen. Andere schreiben an der Stelle gerne vorgefertigte Pressetexte des Vertriebs ab….. Den Beitragsschwerpunkt Ergonomie finde ich ebenfalls korrekt. Denn was nutzt der Funktionsbolide, wenn man auf der Bedienoberfläche herumsucht & keinen unmittelbaren Zugang zu den Parametern findet? Schade finde ich daß tiefergehende Informationen zur Midiimplimentation des Minilogue ausgespart sind….. Natürlich ist mir klar, daß eine Kurzrezension nicht alle Aspekte eines Synthesizers abdecken kann.
    Allen Lesern darf ich an der Stelle Florian Anwanders Buch mit dem sinnigen Titel „Synthesizer“ empfehlen. Ein Standardwerk.

  25. Profilbild
    c.hatvani  AHU

    Ein Hammer Synth, was hier Korg entwickelt hat! Die Sounds finde ich absolut überzeugend. Ein 4-stimmig polyphoner Analog-Synth, mit eingebautem Delay für 600,- Euro, da kann man nichts falsch machen – den hole ich mir :-)

  26. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Endlich bin auch ich dazu gekommen diesen Testbericht zu lesen. Ein für die Ohren wohltuender Testbericht! Kurzresümee – Kompetenz trifft Musikalität, oder vice versa.

    Bitte mehr davon!

  27. Profilbild
    elexred

    Ich bin seit zwei Wochen (über)glücklicher Besitzer eines Minilogues und möchte ihn niemals wieder hergeben. Eine kleine Sache macht mich jedoch stutzig.
    Die Sync Buchsen sind laut Manual als Stereominiklinke ausgeführt. Bei der gesamten Volca Serie und Monotribe allerdings Mono…..welche Sync-Kabeln soll ich mir nun also basteln? Mit Mono oder Stereo Steckern?
    Was meint ihr?!! Grüsse aus Wien!

    • Profilbild
      chain  AHU

      Hatte der auch USB (wollte jetzt nicht nochmal lesen) wenn die Anbindung an den Roland MX1 per USB funkt…ALDA :) :)
      so wieder weiter in Nerd Sprache

  28. Profilbild
    Laserjones

    Ein ganz hervorragend geschriebener, nach erstem Eindruck rechtschreibfehlerfreier (ist leider absolut nicht selbstverständlich; ich bin u. a. Lektor) und nebenbei noch unterhaltsamer Testbericht – ganz herzlichen Dank! Und man merkt, dass hier jemand schreibt, der wirklich Ahnung von der Materie hat. Bitte den Tag auf 29 Stunden verlängern und öfter für Amazona schreiben! :-)

  29. Profilbild
    chain  AHU

    Das der miniloguq aus der montron Serie kommt:
    Gibt es auf der Platine noch beschriftet MOD Punkte? Wenn ja welche…danke

  30. Profilbild
    t.dolby

    Hallo,

    ich habe heute die Bedienungsanleitung des Minilogue von der Korg-Seite runtergeladen und in der Global-Einstellung der Sync-In-Buchse steht, „mit jedem Impuls schreitet der Sequenzer einen Schritt voran“.
    Das wäre doch genau die Funktionsweise des JX3P-Sequenzers?!
    Wird diese Sequenzereigenschaft vielleicht noch durch ein Update „nachgereicht“, da es ja im Test anscheinend nicht möglich war?

    Viele Grüße und danke für den ausführlichen Test :-)

  31. Profilbild
    rapidevid

    Hallo zusammen,
    eine Frage: kann man über die Sync-Out-Buchse der neuen Electribe den Sequenzer dieser für den Minilogue so nutzen das beide wirklich synchron laufen?
    Vielen Dank für eine INFO.
    Grüße
    rapidevid

  32. Profilbild
    monopuls  

    kenn jetzt schon einger Leute, die von ‚ich kauf den‘ nach dem testen auf ‚den kauf ich doch nicht‘ in ihrer meinung gewechselt sind

  33. Profilbild
    nicogrubert

    Danke für den guten Artikel und die gute Sound-Zusammenstellung, Florian. Sobald es den als Desktop gibt, ist er gekauft. Gefällt mir soundtechnisch sehr sehr gut.

    • Profilbild
      Logos

      Der Testbericht hat mir gut gefallen. Die Klangbeispiele finde ich allerdings fürchterlich und hätten mich nicht zum Kauf motiviert.
      Mittlerweile ist nun der Minilogue auch bei mir eingetroffen. Der Klang bzw. die Klangeigenschaften gefallen mir gut. Da der Minilogue einen Monoausgang besitzt, hänge ich gerne den MXR Stereo Chorus dahinter, was bei manchen Sounds sehr gut kommt.

  34. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Was für eine Enttäuschung nach dem Hype: nur 4 Stimmen, wieder eine Mini-Tastatur etc. Auch wenn Korg einiges richtig gemacht hat, ist er weder in der Liga eines MonoPoly (Korgs bester Moog) noch eines Polysix. Angesichts des kommenden Behringer DM12 wird auch der Minilogue in Bedrängnis kommen…

  35. Profilbild
    der nick  

    Hallo,

    kann mir ein erfahrener Nutzer mitteilen ob die Microtuning Funktion mit Preset und User Scales (des Monologues) auch im Minilogue enthalten sind und wenn ab welcher Firmware?

    Vielen Dank

  36. Profilbild
    Photic

    Hallo zusammen! Ich habe letzte Woche den Minilogue gekauft. Habe ihn 30 Minuten über Genelecs sowie einen Focalkopfhörer getestet… Und wunderte mich die ganze Zeit, warum der so dünn klingt. Ich kontrollierte mein Mischpult, ob ich den Lowcut auf dem Kanal angestellt hatte. Hatte ich nicht. Dann hörte ich mir den Waldorf Pulse zum Vergleich an. Testete nochmal im Vergeich Filter, Hüllkurven und Gesamtklang. Mein Fazit nach dezidiertem Test: Der Korg Minilogue klingt überaus flach, uninteressant und uninspirierend; zudem ist er schwer in einen Mix zu integrieren… Da kann man sogar schon besser auf einen U-He Diva zurückgreifen als auf sowas. Damit hat sich Korg mal so gar keinen Gefallen getan… Schade, hatte mich sehr auf das Gerät gefreut. Aber wenn man einen polyphonen analogen möchte, sollte man sich lieber einen Gebrauchten holen oder für einen Vernünftigen sparen. Dieser Synthi ist rausgeworfenes Geld. Liebe Grüsse

    • Profilbild
      Kittieyo  

      haters gonna hate, wa?
      vielleicht sollte man sich länger als 30min zeit nehmen. dann klappts auch mit der bedienung.

  37. Profilbild
    Kittieyo  

    schade das hier nirgends das geniale design erwähnt wird.
    eindeutig einer der schönsten synths welche je gebaut wurden.
    dieter rams wäre sicherlich glücklich :)

    vielleicht sieht man ja bald ein exemplar im MoMA stehen ;)

  38. Profilbild
    Photic

    &Kittieyo: Es tut mir leid, dass Du anscheinend sehr lange brauchst, um guten Sound rauszuhören. Hast Du schon mal einen guten Analogen gehört…? Offensichtlich nicht. Wir haben hier im Studio von Macbeth Elements über GRP A4 bis hin zu Moog Voyager einige gutklingende Analoge; also bezeichne mich nicht als Hater. Ich weiss leider, wovon ich hier spreche. Aber unqualifizierte Antworten machen ja immer was her auf den ersten Blick. Schönen Tag noch.
    PS: Und Lesen scheint ebenfalls nicht Deine Stärke zu sein; es ging in meinem Text ausschließlich um den Sound! Nicht um die Bedienung. Und glaub mir, ich habe schon Sounds programmiert, da hast Du noch mit Kreide auf die Straße gemalt.

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      Green Dino  AHU

      Von „rausgeworfenem Geld“ würde ich zwar nicht unbedingt sprechen, allerdings muss ich dir bzgl. deiner Kritik leider Recht geben. Obwohl der Minilogue teilweise geniale Momente entfaltet verwende ich teilweise tatsächlich doch recht viel Zeit darauf diese hohle, näselnde Charakteristik in den Griff zu kriegen. Schade wirklich. Vor einem halben Jahr dachte ich noch, ich hätte einen all-in-one Synthesizer gefunden. Korg hat leider seit dem Monotron bei den analogen Synths immer wieder eine Menge Potential verschenkt..

    • Profilbild
      Kittieyo  

      @ Photic

      Okay Du hast den längsten. Mein Gehör ist btw. absolut in Ordnung – spiele seit ich 7 bin Trompete und B-Tenor
      Semiprof.
      Also erzähl mir nix vom Pferd.
      Aber den Schwanzvergleich überlasse ich dir. Dafür bin ich zu alt. …..

      • Profilbild
        Photic

        Vielen Dank für die Teilnahme an unserem Projekt: „Argumentationen, Kommunikationsstrategien und Wortwahl in der anonymen digitalen Vernetzung“. Sobald die Ergebnisse online sind, können diese unter http://www.orfieldsraum.net eingesehen werden.
        Mit freundlichen Grüßen Prof.Dr. Klemmen, Uni Leipzig

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        Photic

        Vielen Dank für die Teilnahme an unserem Projekt: „Argumentationen, Kommunikationsstrategien und Wortwahl in der anonymen digitalen Vernetzung“. Sobald die Ergebnisse online sind, können diese unter http://www.orfieldsraum.net eingesehen werden.
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      SINUS

      @photic
      du bist ein idiot.
      Wir haben hier im studio blablabla, ich weiß „leider“ wovon ich rede. Leider weisst du garnix und schon gar nicht was andere als guten analogen sound bezeichnen. Ob sound ist immer subjektiv. Es gibt einen Trend, aber das liegt oft nicht nur am Sound. Auch bei einigen sogenannten Kultsynthesizern.
      Oder meinst du das jeder Mensch auf der Welt findet das ein Juno 60 besser klingt als ein juno 106? Oder ein jupiter 8 besser klingt als ein juno 60? Es gibt keine Objektivität für sowas. Man kann nur vergleichen. Alles andere ist Blödsinn.
      Solche Argumente wie ich schon lesen durfte: Jeder findet frei laufende VCO’s besser als digitale osc’s, die sind eben viel interessanter und organischer“
      Ja genau, stimmt. Jeder findet ein Klavier schöner vom Sound als einen synthy. Das erzeugt viel komplexere Wellenformen und ist viel detaillierter in der dynamik und außerdem viel analoger. ^^
      Du kannst so lange hier mit deinem hobbydoktor in Analogsound reden wie du willst. Es wird trotzdem nicht wahr.
      Was mich am meisten ärgert ist, dass du hier jemanden angreifst, mit autoritätsargument, was sowieso schon absolut peinlich ist, in dem du scheiße erzählst.
      Kannst du dir selbst erzählen.
      Über Geschmack lässt sich nicht streiten.
      Da fällt mir Qualia ein!
      …………
      out

      • Profilbild
        Photic

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        Photic

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  39. Profilbild
    elektrock  AHU

    Der Minilogue ist cool.
    Soundtechnisch gibt’s sicher fettere Synthi’s ich sag einfach mal Prophet 8, aber das Teil hat echt senen Reiz.

  40. Profilbild
    siebener  

    Als auf Seite 4 das Foto mit dem Monopoly zum Vergleich auftaucht wird mir klar: MINITASTEN !!! Grrmmpf……
    Hab ab dann den Test nicht mehr weiter gelesen, weil wieder mal ein Gerät das ich nicht kaufen kann, will ich mir meine Griffsicherheit auf den Piano nicht versauen.
    Warum nur, greift diese Unsitte immer mehr um sich?? Geht es denn nur mir ganz allein so???
    Und: das dieses fette Manko bei den Amazona-Tests so oft nicht unter Minus auftaucht kann ich auch gar nicht nachvollziehen…

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