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Test: Korg ARP Odyssey, Analog Synthesizer

11. Februar 2015

The never-ending Odyssey

Korg Arp 2

KORG oder ARP?

Der Korg ARP Odyssey ist im Prinzip eine Replik eines Synthesizers aus dem Jahr 1972. Vintage Freunde werden sicher schon unseren BLUE BOX Report über das Original der Firma ARP bestens kennen. Zu finden ist dieser Report übrigens HIER.

Und BRANDNEU: Gleich HIER findet Ihr einen puren Soundvergleich zwischen Original RP ODYSSEY und seinem Clone von KORG. (Nachtrag vom 18.2.2015)

Da stellt sich doch auch gleich die Frage, ist das nun ein KORG oder ein ARP Produkt? Um es genau zu nehmen, die Firma ARP wurde mit Unterstützung von KORG wieder reanimiert. De facto ist der neue ARP ein echter ARP und läuft auch unter dieser Flagge, wenn auch die KORG Ingenieure bei der Reanimation kräftig mitgeholfen haben. Unsere Titelgebung ist also definitiv falsch – aber notwendig. Denn nur so ist tatsächlich eine klare Trennung zu den Originalen gegeben. Hatte Korg beim MS-20 noch den Zusatz „mini“ eingefügt, so will man sich diesmal offensichtlich durch den identischen Namen einen Vermarktungsvorteil verschaffen. Kein schöner Zug, wie wir meinen.

A Little Korg History

Der erste ARP Odyssey erblickte 1972 das Licht der NAM-Show in USA und wurde in den kommenden Jahren stetig verändert und in unterschiedlichen Versionen gebaut.

  • 1972 – 1974 Rev.1
  • 1974 – 1976 Rev.2
  • 1978 – 1981 Rev.3

Namensgeber und Vater dieser Klassiker war Alan Richard Pearlman, der das Unternehmen „ARP Instruments“ erst 3 Jahre zuvor gegründet hatte.

David Friend war seinerzeit CO-Founder, President und Lead-Designer bei ARP und ebenfalls maßgeblich an der Entwicklung des ersten ARP Odysseys beteiligt. Nach der Insolvenz von ARP INSTRUMENTS im Jahr 1981 verlor Alan R. Pearlman offensichtlich alle Rechte an seiner Marke. Was zwischenzeitlich mit diesen Rechten passierte, können wir nicht nachvollziehen. Eines steht jedenfalls fest, bei der Übernahme durch KORG im letzten Jahr spielte David Friend wieder eine entscheidende Rolle und half auch den KORG Designern, den neuen ARP Odyssey zu realisieren.

ARP Odyssey MKII

Original ARP Odyssey MKII mit Moog-Kaskaden-Filter

Die Synths von ARP waren seinerzeit sehr erfolgreich. Viele berühmte Künstler setzten ARP Synthesizer ein. Von ABBA über John Carpenter bis hin zu The Cure, Depeche Mode, Kraftwerk und vielen, vielen anderen. ARP Odyssey oder Moog Minimoog war unter Musikern fast schon eine Glaubensfrage, wobei Moog mit seinem Minimoog die Referenz darstellte und ARP ungeniert das Filter-Vorbild kopierte. Dies führte schließlich zu einem Patentstreit zwischen Moog und ARP, der außergerichtlich beigelegt wurde. Angeblich hat ARP schließlich eine Lizenz an Moog bezahlt, (für Revision II) bis ARP mit Revision III eine eigenes Filter entwickelt hatte.

ARP Instruments hatte dennoch mit seiner rigorosen Geschäftspolitik Erfolg, was mitunter an zahlreichen Innovationen lag, die auch sein Wettbewerber Moog nicht zu bieten hatte. Aber auch ARP Instruments (genau so wie Oberheim, Moog und Sequential) konnten der japanischen Synthesizer-Invasion Anfang der 80er Jahre preislich nichts mehr entgegensetzen und ging ca. 1981 in Insolvenz.

Seither werden ARP Synthesizer Jahr um Jahr begehrter – und vor allem teurer. Für einen monophonen ARP 2600 werden bisweilen schon 10.000,- Euro aufgerufen, ein ARP Odyssey kostet in der Regel „noch“ um die 2.000,- Euro und darf dann getrost als Schnäppchen bezeichnet werden. Der neue „KORG“ ARP Odyssey wird im Laden unter 1.000,- Euro zu haben sein, Garantie mitbringen und mehr Features besitzen. Die Synthesizer-Gemeinde hat also nur noch eine einzige Frage: „… und klingt das Teil wirklich wie ein ARP Odyssey?“

Und los geht’s:

Arp Odyssey

Überblick über den Korg Odyssey

Wow! Der neue Odyssey ist 15% kleiner als der alte, aber das kennen wir ja schon vom Korg MS-20mini. Die Bezeichnung „mini“ wäre als naheliegend und ehrlich gewesen . Aber, na ja.

Look und Feel treffen den Vorgänger schon mal sehr gut (wenn man das Original nicht daneben stellt ;-). Odyssey-Kenner werden sich sofort zurecht finden und gleich auch ein paar Neuerungen ausmachen – dazu aber später mehr.

Der Korg ARP Odyssey wirkt stabil, sitzt in einer stabilen Kunststoffwanne und seine Tastatur ragt auch nicht über das Gehäuse hinaus wie bei der Vorgängerversion MK III. Die Oktav-Lage wird wie beim Original über einen großen, weißen Kippschalter eingestellt. Die Mini-Tastatur stört mich nicht im Geringsten. Klar wird der geübte Pianist etwas anderes gewohnt sein, aber jetzt mal ehrlich – die Tastaturen vom Moog Prodigy und so manchen Erfolgssynthesizern waren auch nicht das Gelbe vom Ei und klapperten wie eine Wüstenschlange. Auch auf Aftertouch kann ich jederzeit verzichten, aber im Jahr 2015 hätte ich zumindest erwartet, dass die Tastatur anschlagdynamisch ist.

Die Regler hingegen haben mich positiv überrascht. Bei den in die Jahre gekommenen Originalen gleiten die Regler längst nicht mehr fließend über ihre Kontaktbahnen (soweit sie denn reibungslos funktionieren und nicht knistern), sondern ruckeln meist unangenehm bei der Bestätigung.

Korg Arp 9

Ausgeliefert wird der attraktive „Kleine“, den es übrigens in drei verschiedenen Farbvariationen geben wird (entsprechend der Original-Revisionen I, II und III), in einem praktischen Hard Case.

Korg Arp 10

Anschlüsse

Auf der Rückseite finden sich folgende Anschlüsse:

  • Audio Output Low in 6,3 Klinke- und High in XLR-Ausführung
  • Extern Audio Input in 6,3 Klinke
  • Regelbarer Headphone – 6,3 Klinke
  • CV In & Out
  • Gate In & Out
  • Trigger In & Out – Miniklinke.
  • DIN MIDI (leider nur In)
  • USB-MIDI- Anschluss.
  • Pedal und Portamento Footswitch Eingänge sind in Standard 6,3 Klinke ausgeführt.

Korg ARP 4

Vor allem MIDI und USB sind natürlich modernen Produktionsumgebungen geschuldet, die die Originale noch nicht mit sich brachten. Dank der umfangreichen Analog-Bestückung werden aber auch Vintage-Freunde ihren Spaß am neuen Odyssey haben, die damit auch gleichzeitig eine Schnittstelle zwischen PC und CV/Gate Equipment erwerben. Klar, lässt sich der Korg ARP Odyssey aber auch ausschließlich über seine analogen Schnittstellen in ein Set integrieren.

Letzter Minuspunkt: Der Neue besitzt ein externes Netzteil. Gerade bei Instrumenten, die gerne live eingesetzt werden, ist dies besonders unangenehm. Die Kabel von Netzteilen gehen gerne schnell kaputt oder verloren. Klar wurde der Rotstift angesetzt, aber hier vermutlich an der falschen Stelle.

Klangaufbau

Einer der Vorteile des ARP Odysseys gegenüber dem Moog Minimoog war seinerzeit die Möglichkeit ihn duophon zu spielen – also zwei gleichzeitig gedrückte Tasten erzeugen auch zwei unterschiedliche Tonhöhen. Viele Leser werden das inzwischen vom Moog Sub 37 kennen.

In der Regel wird man den ARP Odyssey aber monophon mit zwei Oszillatoren einsetzen. Der Aufbau ist dabei klassisch geprägt und lautet  2 VCOs (mit der Möglichkeit zur FM) führen in einen Mixer (für die zwei VCOs plus Noise). Das Mixsignal wandert schließlich in ein VCF (umschaltbar in drei Stufen – dazu später mehr) mit zusätzlichem, stufenlosen Hochpass-Filter und schließlich in einen VCA.

Korg Arp 5

Unterhalb des Mixers verbirgt sich übrigens auch die Ringmodulation. Hier kann man wählen, ob man als weitere Klangquelle Ringmodulation statt Noise wählt.

Es existiert eine „vollwertige“ ADSR-Hüllkurve sowie eine AR-Hüllkurve, die wahlweise VCF oder VCA zugeordnet werden können. Auf Wunsch kann man aber auch eine Hüllkurve beiden Modulen zuordnen.

Zwischenfrage: Wie viel Vintage muss wirklich sein? Wäre hier eine zweite ADSR-Hüllkurve nicht wirklich besser gewesen? Sicher ein Glaubenskrieg, aber ich persönlich hätte mit eine zweite ADSR-Hüllkurve gewünscht und auf das Retro-Dogma verzichtet. Als Minus landet es trotzdem nicht in meiner Liste, denn sicher sehen das viele Leser anders ;-).

Erwähnenswert ist sicherlich noch das Sample&Hold Modul (das sich leider nicht zu einer externen Clock synchronisieren lässt) und die Modulations-Möglichkeiten (direkt wählbar in den einzelnen Modulen), die über die PPC-Pads (PPC steht für Proportional Pitch Control – wunderschöne Erfindung eines Werbetexters, oder?) nach klassischer ARP-Manier in ihrer Intensität gesteuert werden. Na gut – hoch lebe der Vintage-Kult. Ich konnte immer gut mit den Gummi-Pads leben – auch wenn „Wheels“ sicher leichter in der Bedienung sind.

Neu im Korg Odyssey gegenüber dem Original

Die Wirkung des Filters lässt sich in drei verschiedene Typen umschalten und beeinflusst so elementar das Klangverhalten des „Neuen“. Angelehnt wurden sie an die drei Revisions-Nummern, die es vom ARP Odyssey gab. Beim Kauf des neuen Odysseys bestimmt also nicht der individuelle Look den unterschiedlichen Sound (wie früher), sondern jede der drei neuen Farbvarianten beherrscht ALLE DREI Revisionen der damals unterschiedlichen Filtermodelle.

Der Schalter für die Filter-Umschaltung

Der Schalter für die Filter-Umschaltung

Schalterstufe 1 entspricht dem ursprünglichen 12 dB Filter, Stufe 2 dem 24 dB Kaskaden-Filter des Moog-Nachbaus und Stufe 3 der endgültigen 24 dB Version nach eigener ARP-Entwicklung.

Klangverhalten im Vergleich zum Vorbild

OK … ich begebe mich jetzt auf ganz dünnes Eis und ohne ein blaues Auge wird wohl kein Tester diese Passage überstehen. Erst mal ein kleines Vorwort: Ich besitze den ARP Odyssey Rev. III sowie einen ARP Axxe (ebenfalls Rev III). Nun, wenn ich im Original-Odyssey einen Sound einstelle, der 1:1 von meinem Axxe wiedergegeben werden kann, entstehen hier schon feine klangliche Unterschiede. Nichtsdestotrotz würde ich sagen, beide haben den für mich unverkennbaren klanglichen ARP Charakter, der mich an so manches Synth-Meisterwerk erinnert. Ich besitze weder einen Rev II noch I und kenne beide auch nur vom Hörensagen.

Die drei "Neuen" in verschiedenen Retro-Lackierungen

Die drei „Neuen“ in verschiedenen Retro-Lackierungen

Nun zu meinem neuen kleinen Freund. Der Korg ARP Odyssey klingt verdammt ähnlich. Viel, viel ähnlicher als jedes ARP Plug-in, das mir jemals unter die Finger gekommen ist. Er klingt nicht identisch, aber er hat genau den ARP-Charakter, den ich erwartet habe und er hat genau den analogen, satten und lebendigen Klang, den ich eben von einem echten Analogsynthesizer erwarte.

In den Filter-Schalter-Stellungen II und III ändert sich der Klang nochmals deutlich – und als kreatives Werkzeug sind auch diese zwei Filter hervorragend geeignet – aber wie nah diese den Vorbildern kommen, kann ich nicht sagen. Wie von einem Filter mit 12 dB Flankensteilheit zu erwarten, packt die Filterstufe 1 deutlich softer zu, klingt sahniger, während Stufe 2 eben mehr schmatzt und drückt. Der Unterschied zwischen Stufe 2 und 3 ist dann eher noch (nach meinem Empfinden) geringfügig. Hier bin ich auf jeden Fall gespannt auf die Kommentare von Besitzern der Originale Rev I und II.

Teil 2: Neurungen im Klangaufbau

Im VCA Modul sitzt ein Fader, mit dem sich das Signal in die Sättigung und schließlich in die Verzerrung treiben lässt. Auch wenn ihr mich jetzt köpft, aber warum bitte wurde hier das Vintage-Dogma umgangen, nicht aber bei der zweiten Hüllkurve? Nun ja, Verzerrung scheint wohl groß in Mode zu sein. Mir wäre es jedenfalls umgekehrt lieber gewesen. Das Signal zu übersteuern, kann ich auch in jedem Mixer, die zweite Hüllkurve krieg ich aber im Nachhinein nicht mehr hin. Hab ich Recht oder hab ich Recht?

Korg Arp 7

Ist Drive wichtiger als ADSR?

Auch das „Verhalten“ des Portamento war in allen drei Original-Revisionen unterschiedlich – und auch hier hat man sich die Mühe gemacht und über einen Schalter die Unterschiede aus der Vergangenheit in einem Gerät vereinigt.

Finale: Der Sound des Korg Odyssey

Der neue ARP Odyssey hat das Zeug, bei uns in den Charts auf Platz 1 zu landen. Er klingt grandios. Sicherlich werden sich hier die Geister noch erbittert streiten, ob er wirklich wie ein ARP Odyssey klingt – und wenn ja, welcher, denn wie gesagt – bei mir im Studio klingen ja schon zwei original ARPs nicht identisch.

Fakt ist – der neue ARP Odyssey liefert all die analogen Sounds, die man von einem analogen, monophonen (Verzeihung – auf Wunsch duophonen) Synthesizer erwartet. Ja ja – ich kann sie jetzt alle wieder bemühen die schneidenden Leads, die wuchtigen Bässe und die … will ich aber nicht. Dank seiner vielen klanglichen Möglichkeiten durch FM, S&H, Noise, Ringmodulation und und und … war der ARP Odyssey seinem Wettbewerber Moog in der klanglichen Vielfalt schon immer überlegen und eignet sich daher auch heute noch als das „Schweizer Taschenmesser“ unter den monophonen Analogsynthesizern.

Korg ARP 3

Und da war doch noch das Gerücht mit dem „Rauschen“? Ich konnte jedenfalls kein Rauschen feststellen, das übernatürlich laut wäre oder lauter als das Vorbild. Ich erinnere da mal an den Roland D50! DER HAT GERAUSCHT – oh ja – und auch der DX7. Und beide sind sie in tausenden von Songs zu hören. Also Klartext: Der Odyssey ist kein Plug-in – ja – und wenn man ihn ohne Signal am Kanal voll aufreißt, hört man ein Rauschen (wie auch beim Original). Mich erinnert das aber eher an eine Hexenjagd.

Und zum Abchluss: Nein, ich kenne kein Plug-in, das die Haptik ersetzen kann und den vollendeten Analog-Sound vollends erreicht.

Noch ein Wort zu den Soundbeispielen

Leider stand uns der neue Korg ARP Odyssey nur für sehr kurze Zeit zur Verfügung – und genau in dieser Zeit gab das Audiointerface unserer Testumgebung seinen Geist auf. Zum Glück hat unser Autor Dirk Sandoz live vor Ort während der NAMM Show einen Mitschnitt seiner eigenen Soundsessions gemacht. Diese finden Sie nun in Auszügen im Anschluss an diesen Test. Wir geloben aber hoch und heilig, in Kürze auch noch einen direkten A/B-Vergleich nachzuliefern.

Fazit

Der neue ARP ODYSSEY – der eigentlich „ARP Odyssey Mini“ heißen müsste, ist ein äußerst willkommener Zuwachs im Feld der monophonen Analogsynthesizer. Für mich ist er dank MIDI und USB ein universales Audio-Werkzeug, um digitale Musikproduktionen mit einem satten Schuss analoger Power zu versehen.

Der Klang ist typisch ARP und ANALOG. Ob der Neue den Alten tatsächlich 1:1 trifft, ist mir wirklich in letzter Konsequenz egal. Er klingt genau so wie ich es mir wünsche – eben ARPig und ist eine unendliche Spielwiese für kreatives Sounddesign.

Für knapp 1.000,- Euro wird der Korg ARP Odyssey sicher ein sensationeller Erfolg. Meine Empfehlung: Alten Odyssey in die Vitrine stellen – zusammen mit der Rolex und stattdessen den Korg ARP Odyssey zulegen, zusammen mit einer Apple Watch, denn die Welt hat sich wieder ein Stück gedreht.

Plus

  • Sound!!!!
  • alle drei Odyssey-Filtervarianten in einem Gerät
  • Ausgangssignal verzerrbar
  • Look & Feel
  • im Preis inbegriffenes Hardcase
  • USB & MIDI
  • CV/Gate

Minus

  • Tastatur ohne Anschlagdynamik
  • externes Netzteil
  • Namensgebung nicht eindeutig

Preis

  • Ladenpreis: 999,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Klanglich finde ich den „ARP Odyssey 85%“ spitze – absolut top!
    Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, Speicherplätze für Sounds sind in einem Synthesizer heutzutage ein „muß“.
    Retro hin oder her – das ist für mich inakzeptabel und ein ganz, ganz dicker Minuspunkt.
    Gott sei Dank hat man wenigstens an die MIDI, bzw. eine USB Schnittstelle gedacht.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Schön und gut, aber der „echte“ ARP Odyssey wird definitiv nicht in die Vitrine gestellt. Dann fangen nur die Fader an zu Kratzen und das wäre doch jammerschade. ;) Hier wurde auf Teufel komm raus eine 1:1 Replik versucht. Das ist marketingtechnisch schlau und deshalb wird sich der Korgyssey sicherlich gut verkaufen, auch ohne Speicherplätze, Anschlagdynamik und anderen Klimbim. Puristen können sich ja immer noch das Original holen. Soundtechnisch egal aber eben doch noch was anderes…

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      AQ  AHU

      Es ist jetzt doch über dreissig Jahre her, seit ich einen Odyssey Mk III mein eigen nennen konnte. Wenn ich ihn noch hätte, wäre der Platz in der Vitrine wirklich der einzige Ort wo ich ihn noch haben möchte. Inzwischen sind mir die diversen Plugins lieber und trotz fehlender Haptik bleibe ich jetzt auch dabei.
      Aber trotzdem, die Korg-Variante hat schon was.

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        AMAZONA Archiv

        Es ist nicht nur die Haptik. Man kann den Strom fühlen wenn er durch die Transistoren und Kondensatoren fließt… ;)
        Der echte ARP Odyssey ist ein wundervoller Synthesizer, ja sicher auch mit Schwächen aber trotzdem ein Meilenstein in der Musikgeschichte.

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          AQ  AHU

          Ja klar, und wenn Du Hand an die diversen Regler legt spürst Du das sogar ;-) Den ganzen Analog-Spezialisten welche den alten Kisten huldigen sei der Spass gegönnt.
          Trotzdem, für mich ist das Geschichte und ich bin mit Zebra, Omnisphere, Vacuum Pro und den paar NI Dingern mehr als zufrieden (alles schön speicherbar).

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            AMAZONA Archiv

            Natürlich, jeder folgt seinem ganzen eigenem Gott. Die Welt ist bunt und das ist gut so. Musik läßt sich letztendlich mit allem manchen.

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    AMAZONA Archiv

    Da ich erst vor 4 Jahren zu Synthesizern gefunden habe und nie eine der sagenumwobenen „Früher-war-alles-besser“-Kisten besessen habe, war ich auf diese Neuauflage sehr gespannt. Ich muss aber nach mehrmaligem Durchhören der Soundbeispiele sagen, dass ich da nicht ein einziges Sound-Beispiel als Wohlklang oder „schön“ empfinde.

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      c.hatvani  AHU

      wobei man unbedingt berücksichtigen muß, das so ein Synth bei jedem Musiker anders klingt – abhängig von seinem Geschmack, Können, Kennen des Instruments, Vorstellungen, usw. Es sind schließlich keine Presets.
      Klaus Schulze, Kraftwerk oder Herbie Hancock haben z. B. den Odyssey vollkommen unterschiedlich programmiert und gespielt.

      Ich würde sagen, daß man zu 40% den Synth hört, und zu 60% die Handschrift des Musikers. Das vergessen viele.

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      santiago

      wenn Du gute sound beispiele willst such mal auf youtube nach musictrackjp + arp. dieser japaner (musictrackjp) ist einer der wenigen der wirklich geile demos macht. erstens „programmiert“ und spielt er die typischen sounds wofür das jeweilige instrument bekannt ist an und er kann auch spielen. schlimme ist nur das nach seinen demos am liebsten das gerät kaufen möchte und das passiert leider jedesmal :)

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    TobyB  RED

    Hallo Peter,

    sehr schön geschrieben. Gab 3 Sterne. Das „Rauschen“ ist m.E irrelevant, es gibt Noisegates wenn man ein Sauberes Signal will. Die fehlende 2 Hüllkurve und den Drive, ich meine, „ok“, Designentscheidung, ich hätte eine 2 Hüllkurve für sinnvoll erachtet, der Boss Blues Driver BD 2 würde sich grade zu anbieten. Ist von meiner Seite aus aber ok. Sehr schön es bringt Schnittstellen für den Korg SQ-1 mit. Für mich eine perfekte Abrundung zu den Volcas. Und als Lead, Bass FX Schleuder eine Ergänzung. Das Korg unter 1000€ bleibt finde ich super. Das es eine Mini-Ausgabe gibt war nun schon länger klar, insofern finde ich zumindest positiv, das es hier nicht so sehr MS20 Mini ist.

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      changeling  AHU

      Es gibt eine zweite Hüllkurve (ganz oben rechts auf dem Panel), die hat aber leider nur Attack & Release.
      Gemeint ist, dass man die auf die vollwertige ADSR hätte aktualisieren können.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Changeling,

        ich hab mich unpräzise ausgedrückt. Es fehlt das Wort „vollständige“. Den Drive bräuchte ich wie schon geschrieben nicht. Aber ich würde das jetzt nicht als Kritik formulieren. Wenn der Grundklang in den Song/Track passt ist das super und wenn es Drive braucht ist es egal ob nun intern oder aus dem BD2 :-)

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    iggy_pop  AHU

    Das law suit filter dürfte lediglich das im 2600 verbaute 4012 gewesen sein; der Odyssey Mk. 1 hat ein 12dB-Filter, das eher dem Oberheim SEM entspricht. Spätere Filtermodule in sowohl 2600 als auch Odyssey, Pro Soloist, Pro DGX oder Omni waren eigene Entwicklungen von ARP, die weit genug vom Moog-Design entfernt waren, um keinen Unmut zu erregen.

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    volcarock  

    Sehr schöner Bericht über das Objekt der Begierde. Ich freu mich auf die angekündigten weiteren Soundbeispiele.

    Zwei Anmerkungen:
    Man hätte sicherlich eine weitere Bezeichnung wählen können, aber die Unterscheidung ist ja schon gegeben, weil irgendwo im Kleingedruckten Korg drauf steht.
    Die Bezeigung „mini“ finde ich (schon beim MS-20) aus marketingtechnischer Sicht eher unglücklich. Da wird kleiner als 86% suggeriert und weniger Leistung.

    Korg wird sicherlich wie beim MS-20 ein Rack und/oder 100% Kit nachliefern, das Zusatzfunktionen als Mehrwert bietet.
    Da man ja schon in der Standardversion zwischen allen 3 Filtern wählen kann, kommt vielleicht der Umschalter auf vollständige 2. Hüllkurve oder zur ext Clock sync-bares S&H.

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    boboter

    Vielen Dank für den Testbericht. Ich finde das Gerät ausgesprochen interessant. Auch die kleiner Version ist bei mir grundsätzlich willkommen. Eigentlich hoffe ich bei neuen Synths immer auf eine Rack/Desktop Version, um Platz im Studio zu sparen. Insofern ist mir kleiner also meistens lieber.

    Kurze Frage zum Audio-Eingang: Sind anliegende Signale nur bei Tastendruck hörbar oder kann man den Synth auch permanent ‚offen‘ lassen?

  8. Profilbild
    drbach  

    Ich finde den puritanischen Ansatz goldrichtig. Wieso sollte man den Odyssey auch aufbohren, der ist so wie er ist, will man mehr / andere features greift man halt zu einem anderen Synth, die Auswahl ist ja heute gross genug. Von mir aus dürften nach dem Odyssey noch mehr solche Replikas auf den Markt kommen, ein prophet ist zumindest schon auf dem Weg, das SEM gibts schon eine Weile. Korg hat wohl die Zeichen der Zeit richtig gedeutet, die ganz grossen (Roland, Yamaha) schlafen noch. Andere Instrumente werden zum Teil schon seit Jahrhunderten gleich gebaut und sind immer noch gut, ich sehe einen Synth wie den Odyssey in diesem Zusammenhang.
    Ich freu mich schon riesig drauf.

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      c.hatvani  AHU

      Zustimmung! Genau der gleiche Design-Aufbau mit den Einschränkungen aber auch dem Sound des Originals machen ja den Charakter eines solchen Instruments aus.

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      AMAZONA Archiv

      Das hab ich beim Sync-betitelten Klangbeispiel auch gedacht :)
      Ich bin schon auf echte Demosound gespannt; mich reißen die hier auch nicht vom Hocker.
      Ja es schmatzt und zirppt, aber dafür würde ich persönlich zumindest nicht 1000 EUR anlegen, und schon dreimal nicht, wenn ein externes Netzteil verwendet wird. Das ist eine Unverschämtheit.
      Den Koffer dagegen finde ich dufte.
      Ich spar dann lieber noch die 750 EUR dazu und hol mir den DSI Pro2; der hat dann für 75% Mehrpreis mindestens 400% Mehrwert.

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        columbo

        So vergleicht man Äpfel mit Birnen… Pro2 ist hybrid ! und klingt genau auch so. Das externe Netzteil ist sogar wegen der geringen Größe sinnvoll….

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          AMAZONA Archiv

          Dieses Äpfel-Birnen-Sprichwort wird fast immer falsch angewendet, so auch in diesem Fall.
          Selbstverständlich kann ich denneuen Oddy mit dem Pro2 vergleichen, warum auch nicht. Außer die Disziplin heißt „85%-Schrumpf-Arp-30-Jahre-später“.
          Vor allem, da man 99% aller Sounds, die der Oddy kann, mit dem Pro2 nachbilden kann, ohne dass jemand diese Sounds (unbearbeitet) 100%ig zuordnen könnte. Das restliche % sind dann wirklich Arp-spezifische Sounds, deren Charakteristika dem Oddy zugeordnet werden können. Im Mix verschiebt sich das Ganze dann noch einmal weiter.
          Auf die 99% der Sounds des Pro2, die der Oddy nicht nachbilden kann gehe ich mal nicht ein.
          Und was „[..] Pro2 ist hybrid ! und klingt genau auch so“ betrifft: Pass gut auf dein Gehör und deine Synapsen auf, denn du hast eine Gabe, die sehr sehr selten vorkommt. Beim Pro2 rauszuhören, dass es kein voll-analoges Gerät ist: Respekt! Ich könnte das nicht.
          Und beim neuen Oddy rauszuhören, dass es ein durch und durch analoges Gerät ist: Könnte ich auch nicht. Und bei mp3-Beispielen schon dreimal nicht…..

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        BA6  

        Was habe ich mich auf das Wiedererscheinen des Odysseys gefreut – aber jetzt bin ich total ernüchtert. Dafür würde ich definitv keine 1.000 Euro ausgeben. Wenn man mal überlegt, dass man für den Preis von drei Odysseys schon einen Prophet 6 bekommt … der ist polyphon, hat Speicherplätze und zumindest nach meinem Geschmack klingt er um Welten besser.

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          Tyrell  RED 111

          Aber er klingt eben nicht nach einem ARP. Und wer nunmal den ARP-Sound möchte, wird sich keinen Sequential kaufen.

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            BA6  

            Das stimmt natürlich, aber so langsam bekomme ich ein Verständnis dafür, warum sich manche Musiker später einen DX7 oder D-50 gekauft haben und froh waren, die alten Kisten los zu sein. Als der Markt von den 90ern bis vor kurzem leergefegt war, war man vielleicht froh, noch einen MS20 zu bekommen, aber da es mittlerweile wieder einige analoge Synthesizer gibt, stellt sich zumindest mir die Frage, ob ein MS20 mini oder ein ARPOdyssey wirklich eine gute Investition ist. Natürlich gibt es Berechtigungen für so viele unterschiedliche was-weiß-ich für Synthesizer, wie es Musiker gibt. Ich weiß auch nicht genau, woran es liegt, aber die Soundbeispiele im Internet zum ARP finde ich bis jetzt alle sehr enttäuschend. Lange Rede, kurzer Sinn: vor kurzem hätte ich mir nichts mehr gewünscht als einen MS20 oder Odyssey zu haben. Jetzt, wo es sie gibt, merke ich, dass keiner von denen für mich in Frage kommt.

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              AMAZONA Archiv

              Ich sehe das so wie Du. Als jemand, der viele Jahre mit Ultravox und den Solos von Billy Currie aufgewachsen ist, wollte ich immer einen Odyssey. Es versteht sich von selbst, dass es die Kombination aus seiner Spielweise in Zusammenhang mit dem Klang war, die mich damals faszinierten. Dennoch, der Odyssey wusste mir auch in anderen Stücken zu gefallen. Wenn das, was es hier und andernorts zu hören gibt repräsentativ ist, ist er für mich völlig uninteressant. Amüsant finde ich das Festhalten am „Alten“, aber MIDI und USB/MIDI gibt es dann schon…. Das mag dem angestrebten VK geschuldet sein, ist letztendlich egal. Korg kann man zu diesem Schachzug und der Positionierung allerdings nur gratulieren.

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              c.hatvani  AHU

              Auf die Soundbeispiele im Internet sollte man sich nicht verlassen, zur Programmierung guter Sounds gehört nicht nur ein guter Synth, sondern auch ein guter, erfahrener Sounddesigner :-) zu dem wird man nicht automatisch, wenn man den Synth für 2 Tage leihweise bekommt. Mit dem Fotografieren ist es das selbe.

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                AMAZONA Archiv

                Meines Erachtens das zentrale Problem der gesamten Synthesizer-Landschaft: Synthesizer setzen voraus, dass man auch Sounddesigner ist. Wenn man „nur Musiker“ sein will, aber trotzdem die geilen Synthesizer-Sounds spielen möchte, dann wird man als Preset-Hopper belächelt und man kommt auch nicht weit, auf diese Weise. Deshalb landen die „nur Musiker“ dann häufig auch bei den Sample-basierten Kisten und die Synthesizer bleiben eher eine Nische. Ich empfinde das als starke Limitierung. Warum berücksichtigt man beim Synthesizer-Design nicht einfach zwei Rollen, „Musiker“ und „Sounddesigner“? Der Sounddesigner liefert die geilen Sounds und der Musiker macht daraus geile Musik. Und natürlich gibt es auch Leute, die beides sind, aber ich wette, eine Menge Musiker würden gern geile Synthi-Sounds spielen, ohne sich mit den Einzelheiten der Soundprogrammierung auseinandersetzen zu wollen. Und was soll daran schlecht oder belächelnswert sein?

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                  c.hatvani  AHU

                  Ich habe das nicht abwertend gemeint. Ich finde aber auch, daß ein ernsthafter Synthispieler sein Handwerkszeug (den Synthesizer) beherrschen sollte – eine Stradivari klingt auch nur so gut, wie sein Spieler.

                  Ein Gerät wie der Odyssey ist insofern ein gutes, aber auch ehrliches Gerät.

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        Mario Höll

        Wenn ich nicht vom Legendenstatus dieser Synthesizer wüßte, würde ich denken, die können nur pfeifen, zwitschern und schneiden, jedenfalls sind so die meisten Klangbeispiele. Es wäre zu wünschen, mall zu hören, wie die Klingen, wenn man das Filter etwas schließt und die Resonanz rausdreht. Es gibt doch sicher auch Anwendungen, wo mal ein weicherer Sojund gebraucht wird. Die Klangbeispiele sind jedenfalls nicht nur hier sehr, sehr einseitig!

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo Logos,

      da ich selber lange und breit mit Trackern, dem SID Chip mit und ohne C64 Musik/Chiptunes gemacht habe kann ich die versichern der Odyssey klingt anders. Und selbst durch einen Bitcrusher hat die Kiste noch etwas mehr Druck und Wumms.

  9. Profilbild
    Mick  AHU

    Hallo!
    Hype und Nostalgie, sonst rein gar nichts.
    Wo ist der unterschied zum Arturia Minibrute ?
    Arturia kann sogar mehr, und kostet die Hälfte.
    Wenn dann richtig, und da macht Korg nur halbe Sachen. Der MS-20mini ist glaube ich, Verkaufsschlager bei Ebay. Nach 30 Jahren produzieren sie Rauschen, unfreiwillige Tonhöhenverschiebungen und Unspeicherbarkeit, 1:1 zum Original nur in „klein“ und mit mieser Klaviatur! Nee, lass mal !

    • Profilbild
      Tyrell  RED 111

      Hi Mick :-)
      mit der Frage die Du stellst – und dann leider auch falsch beantwortest, kommst du selbstverständlich auch zu falschen Schlußfolgerungen. ;-)

      • Profilbild
        Mick  AHU

        @Tyrell
        …welche Antwort auf welche Frage?
        Das sind meine subjektiven Feststellungen, durch Erfahrungen mit den jeweiligen Produkten. Den Odyssey kenne ich logischerweise noch nicht, aber ein „Hui!, hier kommt mal der Burner“, will sich bei mir nicht einstellen. Wie gesagt, der Hype um Analog-Synth, sonst nichts. War die NAMM wirklich so toll..? DSI/Sequential Circuits für 2500€ und MOOG für 10000€ und dann…der Hybrid-Plastikbomber von Roland vielleicht,…und wieder nichts Halbes und nichts Ganzes. Aber wahrscheinlich liegt es an mir. Ich wünsche mir den Blofeld und den Pulse raus aus der Matrix (alles im direkt Zugriff), und hätte Korg mal das 10 Jahre alte Konzept des MS-20C weiter entwickelt. VSTi mit opt. identischen Hardware-Controller, das ist dieZukunft. Und nicht 1000€ – 2500€ oder gar 10000€, für „ätschi bätsch“, ich habe jetzt auch einen echten Analogen.

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          Tyrell  RED 111

          Deine Frage lautete:

          „Wo ist der unterschied zum Arturia Minibrute ?“
          Daraufhin kam Deine eigene Antwort:

          „Arturia kann sogar mehr, und kostet die Hälfte“

          Tja – und das ist nunmal falsch ;-)

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          Betancourt  

          Ach herrjeh, wird dieses Mantra des „Der Rechner ist die Zukunft“ im Jahr 2015 immer noch bemüht? Ich denke, was die Zukunft ist, kann man ganz getrost den Käufern und Musikern selbst überlassen. Im Moment sieht die Welt eben doch ein wenig anders aus und das schadet wohl auch Niemandem. Die Soundbeispiele habe ich bislang nur über Laptop-Boxen gehört, aber schon so fällt auf, daß der ARP einen ziemlich eigenen und charaktervollen Klang besitzt. Allein das wäre heute eine Menge wert.

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          Dirk Sandoz  AHU

          aiaiai Mick ;-) Ich war auf der NAMM und bin seit 22 Jahren dabei ;-) Die NAMM war Meega. Vieleicht magst dich mal richtig informieren ?!? Aira z.B. ist der Burner aber natürlich nur wenn man einen Tick sich auskennt. Beste Grüße !

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            Mick  AHU

            Hi!
            Ich meinte nicht die Aira Geschichte, die finde ich interessant (bis auf die Klaviatur). Ich dachte an den Rolnd JD-Xi.

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      iggy_pop  AHU

      Wenn Du so schon anfängst, kannst Du Dir auch gleich dieses Plug-in-basierte Controllerteil von Arturia zum Vergleich heranziehen.

      Wenn man Dir den Unterschied erst erklären muß, wirst Du ihn höchstwahrscheinlich sowieso nicht verstehen.

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    Mick  AHU

    @iggy_pop
    …nicht persönlich werden, das würdest Du ja auch unterlassen, wenn wir Auge an Auge stehen würden,…glaube mir!
    Und ja, ich kenne den Unterschied, rein Haptik mäßig sind es Welten, aber guckt Euch mal das Video auf YT von MusikStore TV über den Arp Odyssey2015 an! Haben wir alles schon mal gehört, aus irgendeinem XY-Synthesizer. Das kriegt der Minibrute auch hin, kostet die Hälfte und hat mehr Features. Aber ich lasse Euch die Nostalgie.

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      iggy_pop  AHU

      Wann hätte es vom Music Store schon mal ein aussagekräftiges Demo gegeben? Ich erinnere mich noch an den Yamaha VP-1 und das dazugehörige Geplinkel… fast ist man geneigt, den MS für den kommerziellen Durchbruch des VP-1 verantwortlich machen zu wollen.

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      drbach  

      „Haben wir alles schon gehört, aus irgendeinem XY-Synthesizer“ – eigentlich ja und doch nicht. Oberflächlich betrachtet bringt der neue Odyssey nicht wirklich anderes, als die anderen „Kleinsynths“, jedoch habe ich beim Durchhören der Soundbeispiele (hier und auf Youtube) ganz deutlich immer wieder herausgehört „ich bin ein ARP, ein ARP und nix anderes“. Da hat er ein Alleinstellungsmerkmal und ich gehe davon aus, dass das genau das ist, was beabsichtigt war. Ich kann nicht beschreiben, was es ist, aber es ist nach meinem Hörempfinden eindeutig da – „ich bin ein ARP“ – und damit stopft er (bei mir zumindest) ein wichtiges (Sound-)Loch

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      TobyB  RED

      Hallo Mick,

      der Arturia MB und der Odyssey sind 2 Paar Schuhe. Von der Verarbeitung, den Schnittstellen und klanglich. Ich glaube nicht das der Minibrute das so hinbekommt. Das Korg den Odyssey wieder auflegt finde ich okay, sicher werden einige Puristen meckern, weil ein vermeintlicher Analoghype bedient wird. Auf der anderen Seite erhalte ich mit dem Odyssey einen fabrikneuen Synth zur Hälfte des Gebrauchtpreises in einer wesentlich besseren Verarbeitung wie ein Minibrute. Denn mir sind tatsächlich schon beim Händler die Kappen des Minibrutes entgegen gefallen. Ich glaube die kursierende Videos spiegeln immer einen Subjektiven Eindruck wieder, bei solchen Kisten ist selber Hand anlegen gesagt und selber probieren. Man muss Korg attestieren, das sie konsequent ihr Ding machen und zumindestens hier Hausaufgaben gemacht haben und gut geliefert haben.

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        tomeso  

        Dass der ARP besser als ein MiniBrute oder überhaupt sonderlich gut verabeitet ist halte ich nach meinen Tests auf der NAMM für ein Gerücht. Warte einfach mal ab bis beide im Laden stehen und mach Dir dann nochmal selbst ein Bild.
        Und was die Schnittstellen anbelangt, sehe ich nicht wo da der ARP besser ausgestattet sein sollte als ein MiniBrute?

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          Tyrell  RED 111

          Der MiniBrute ist exzellent verarbeitet!!!! Da muss ich Frank unbedingt recht geben. So oder so – den MinBrute mit dem ARP Odyssey zu vergleichen ist verdammt schwer. Der Odyssey hat zwar mehr Möglichkeiten, aber der MiniBrute sticht den ARP aus wenn es um „brachial und rough“ geht. Hingegen liefert der ARP den deutlich schöneren „Wohlklang“. Ist natürlich immer schwer über Klänge zu SCHREIBEN. Ich empfinde beide als hervorragende Ergänzung.

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            TobyB  RED

            Hallo Peter,

            ich wollte nur aufzeigen, das mir Potikappen entgegen gefallen sind, das innerhalb einer Serienfertigung sich die Verarbeitungsqualität verbessert oder nachgesteuert wird ist mir klar und auch gut so. Nur kaufe ich Geräte einmal und dann müssen die was aushalten. Und ich möchte kein Gerät an dem die Potikappen mit Heisskleber gefixt werden. Ich werde beide noch mal antasten und dann reden wir auf der MM bei einem Hellen drüber. Und bezogen auf die Klänge, mal brauch man den einen mal den anderen. Und das ist gut so. :-)

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          AMAZONA Archiv

          Also ich habe zwei mal versucht, die Arturia Analog Experience mit diesem Controller-Keyboard zu kaufen. Beide Male hatten sich die Kappen der Schieberegler schon vor dem ersten Auspacken verabschiedet. Wenn man eine große Tüte Ersatzkappen beigelegt hätte, hätte ich eins der Teile vielleicht sogar behalten. Mein Korg R3 dagegen ist zwar ein Plastik-Bomber aber 1a haltbar, obwohl er „mein Synthi für unterwegs“ ist. Ähnliches kann ich von der Wavedrum und diversen Tools wie Stimmgeräten und Metronom sagen. Warum sollte Korg da in der Verarbeitung beim Arp schlechter sein? Das leuchtet mir nicht ein. Plastik heißt nicht unbedingt schlechte Qualität. Ich finde die Soundbeispiele nicht überzeugend, aber der Qualität von Korg würde ich vertrauen.

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        Dirk Sandoz  AHU

        Hier gehst ja ab. Also ich habe einen Microbrute (vor 2 min. dran geschraubt)
        Ich war auch auf der Namm und habe den Odyssey in der Hand gehabt. Du hast recht MiniBrute und Odyssey sind zweierlei Paar Schuhe aber wenn man beide noch nicht an gehabt hat, hält man sich besser bissl zurück. Und der MiniBrute ist ja wohl gut verarbeitet, was beim Odyssey eher fraglich ist. Da die Tastatur sehr schwammig ist. Die Slider wackeln und hakeln ;-) Die Seiten/Boden Schale ist aus 6 mm PVC artigen Kunstoff. Ich finde ihn trotzdem Geil weil er einfach geilen Sound macht. Und ich es liebe via Slider Sounds zu frickeln. Aber lese mal meinen Erfahrungsbericht zum Odyssey dann weist Du mehr ;-) Und Knöpfe entgegen springen beim MiniBrute. Da war wohl ein Spezialst am Werk !

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          TobyB  RED

          Hallo Dirk,

          Für den Bericht gibts 3 x (Y).

          Die Kappen sind nicht gesprungen sondern aus dem Karton gefallen. Und da kann der Händler dann noch so überzeugend säuseln. Geldbörse blieb zu, nicht gekauft. Klanglich ist der schon ok, aber ich hab halt dann doch bedenken, das ich die Brute zerspiele. Transportschaden konnte man auschliessen, da dies beim öffnen von 2 weiteren Kartons auch der Fall war. Zum Odyssey, Korg hat ja auch mal so ein auf und ab in der Verarbeitung, wenn ich mich hier so umgucke, stelle ich schon unterschiede fest. Was ich zum Odyssey denke, Ich sehe in dem Potential und bis dato kann ich mir damit vorstellen meine Ideen umzusetzen, in Verbindung mit SQ-1 und King Korg, Volcas sehe ich da schon ein amtliches Setup. Wo die Teile klanglich zusammenpassen. An die schwammige Korgstyleklaviatur bin ich mittlerweile gewöhnt, das Wackeln und Hakeln der Slider ist jetzt erstmal nicht schlimm, da sitzt ev. ein Flachbahnslider drin, da ist das konstruktionsbedingt. Und da ich den Odyssey budgetbedingt erst im September kaufe, hoffe ich auf Produktverbesserung.

          Grüße ToB

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            Tyrell  RED 111

            Hi Toby, das ist uns beim ersten Testexemplar des MiniBrute auch passiert. Es handelte sich um die Metallgewichte die unten an der Tastatur kleben. Das hatte aber nichts mit der Verarbeitung zu tun, sondern mit „zu wenig Heisswachs“. Der Fehler wurde bei Arturia sehr schnell und gründlich behoben. Bei unserem Testgerät haben wir die kleinen Metallplätchen einfach selbst mit Heisswachs wieder befestigt. So was hängt einer Firma leider immer noch – ist aber ungerechtfertigt.

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              TobyB  RED

              Hallo Peter,

              ich habe das ja oben angeführt, … das innerhalb einer Serienfertigung sich die Verarbeitungsqualität verbessert oder nachgesteuert wird ist mir klar und auch gut so…

              Ich bin mir bewusst das Arturia als Firma recht „neu“ ist und sehe das sie ihre Qualität im Griff haben. Peter, du weisst aber auch das ich Qualitätsmanager bin und da guckst du anders hin. Und die Brille setz ich nicht oft ab. Wie dem auch sei, nicht das einer denkt ich bashe hier Arturia und bin ein Korgfanboy.
              Weder noch, ich war halt nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

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      BA6  

      Vor allem bietet der Arturis ein wie ich finde, wesentlich besseres Bedienkonzept als der Odyssey. Die Bedienung vom ARP finde ich gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig.

  11. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Also wenn man sich einfach ein paar Mal verkneift, diesen gehypten Billigkram ohne Speicher zu kaufen, hat man das Geld für einen Prophet 6 schneller zusammen als man denkt. So mach ich’s. Und Blofeld raus aus der Matrix gibt’s: Studiologic Sledge

  12. Profilbild
    spacelight  

    Kann man den Midi – Kanal frei wählen oder empfängt der neue Odyssey wie der Korg MS 20 mini nur ausschließlich auf Kanal 1 ???

  13. Profilbild
    Viertelnote  AHU

    Hallo an die Gemeinde,

    Respekt… Korg hat sich einen Klassiker gesucht und, wie ich finde, sehr gut
    neu in Szene gesetzt.
    Da ich nicht zu den Puristen zähle, glaube ich schon dass der Odyssey ein Erfolg wird.

    Interessant wäre für mich ein Vergleich mit dem Boomstar (ARP) der ja preislich eine gute Alternative zu sein scheint.

    Ansonsten, guter Test…

    mfG

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    el-folie  

    Das Ding klingt hier wie eine einzige Provokation. Offen, rotzfrech, direkt, roh, unbequem, ungeschliffen und immer an der Grenze zu scheisse, das ist Punk für meine Ohren! Die Soundbeispiele sind eher so Richtung DAF oder Liaisons Dangereuses, mir gefällts. Schön gefeilte David Bowie Soloflöten kricht man da sicher auch raus, mit bischn Arbeit. Klanglich grundsätzlich wie ein Gegenentwurf zu erdig bassigem Moogsound. Gibt noch ein NAMM Video, in dem der Odyssey etwas tiefer, sonorer, bassiger und edler klingt, kann aber natürlich an der CAM-Soundkompression liegen, oder die Sounds hier sind einfach über ein böses Interface aufgenommen? Auf jeden schön schräge Zaundz ;-))) Ich hoffe, die Sequential P6 Beispielsounds werden dann genauso ehrlich erstellt und nicht durch 12 Edelröhren angewärmt oder so :) Schöne neue Synthiewelt!

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      Dirk Sandoz  AHU

      Hahaa GEIL ! Ja habe die Soundbeispiele via iPhone, Garageband und iRig Pro mitgeschnitten. Ja Du bekommst einiges raus aus dem Teil. Ich war nur durch, geflashed und um mich 1000ende probierwütige, gleichgesinnte ;-) Hab den SC Proph 6 auch mitgeschnitten. Ich kann Dir sagen da ist es mächtig am rauschen !!! Gruss

  15. Profilbild
    el-folie  

    Unter den geschilderten Umständen müßte man die erreichte Soundqualität der Aufnahme also eigentlich mit einem Sting Album gleichsetzen ;-)

    Gibts die P6 Beispiele schon irgendwo zu hören? Man sucht sich ja seit der NAMM überall die Schnipsel zusammen… aufs Rauschen pfeif ich, ist analog!!!

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    rw1957  

    Also die Hardware-Fraktion beneide ich derzeit nicht. Was da so in den letzten Tagen und Wochen an Ankündigungen und tatsächlichen Neuerscheinungen herein gebrochen ist – siehe den Report NAMM SHOW 2015 VINTAGE. Da ist es bei den Software- Instrumenten direkt ruhig. Und das passt auch so!
    Und nun betritt in Bälde der nächste ARP-Clone die Bühne. http://the.....hewarp.htm. Preis angeblich rund 2.800 EURO. Wie viel Originalität im Vergleich zum hier heiss diskutierten KORG / ARP Odyssey wird der wohl haben?

  17. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Seit ich vor langer Zeit Miquette Giraudy bei Steve Hillage den Arp 2600 blubbern ließ, bin ich Arp-Fan. Leider wird meine Freude über die Resurrection durch diese lächerliche Mini-Tastatur getrübt. Viele Jahre spielte ich einen DX-100 und bin daher in Mini-Tasten geübt, aber als ich den DX das erste Mal mit einer normal-grossen anschlagsdynamischen Tastatur spielte (ausgerechnet die des Ensoniq Mirage), wurde mir klar, was ich all die Jahre ungenutzt ließ – was für eine Dynamik!
    Der alte Odyssey war ja auch nicht klobig, warum also dieser Hang zur Verkleinerung?
    Bleibt zu hoffen, dass Arp einen 19Zöller nachschiebt; die ASB-Module von Creamware zeigten ja, dass genügend Platz für alle Regler auf der Frontplatte mit 3 HE ist…

  18. Profilbild
    tomk  AHU

    Arp hat einen Alleinstellungscharakter, dieser macht diese Neuauflage für mich auch so interessant. So wie für die Tastenfreaks ein Kit in Originalgröße kommen möge, so wünsche ich mir ein ArpOdysseyM Kit. Dies vielleicht sogar mit dem 1601 Sequencer?

    Ich finde diesen Hardware Synth-Boom supergeil, und die diesjährige Namm den Kracher schlechthin. (Warum sollte man denn bitte nicht das Beste aus beiden Welten vereinen – Digital & Analog.)

    Zickenkrieg?!

  19. Profilbild
    Moogfeld  

    Für mich ist es erstaunlich, wie die Neuauflage des Odyssey im Jahre 2015 die User polarisiert. Man bemerkt, daß das stark gewachsene Angebot an monophonen Analogen die Leute kritischer gemacht hat – vor 5 Jahren wäre der (Zwerg) Odyssey für alle der absolute Hyperburner gewesen. Ohne jedoch hier die Stimmung weiter aufheizen zu wollen, fehlt mir in der ganzen Diskussion folgender Aspekt: die Aufgabenstellung, welche sich Korg bei der Neuauflage des Odyssey (und MS20) gestellt hat, nämlich klanglich und haptisch ein nahezu 100% iges Pedant zu schaffen, ist ungleich schwieriger und mit mehr Aufwand verbunden, als aus einem, zum einem Zeitpunkt X bestehenden Angebot an Elektronikbauteilen „einfach“ einen weiteren Monosynth zu basteln. Wer sich mit Elektronik tiefer auskennt, der weiß, daß in diesen Uralt-Boliden zig klang-bestimmende Teile enthalten sind, welche teilweise schon lange Zeit nicht mehr hergestellt werden. Die originalgetreue Nachbildung altbekannter Klangcharaktere inkl. all ihren minimalistischen Klangfacetten mit dem „Analog-Elektronikbaukasten“ von heute umzusetzen, ist an sich eine weitaus schwierigere Aufgabenstellung und ich denke in diesem Kontext sollte man den Mini Odyssey im Grunde sehen. So betrachtet hat Korg für mich hier einen hervorragenden Job gemacht. Daß am Ende jedoch immer die eigenen Ohren entscheiden ist natürlich legitim.

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    lightman  AHU

    Von den Modulationsmöglichkeiten her gibt es günstigere Monosynths, die es mit dem Ody aufnehmen können. Klanglich hingegen bietet er mit seinem charaktervollen Sound Ausdrucksmöglichkeiten, die es so eben nur bei ARP-Synths gibt. Er war seinerzeit und ist auch heute noch nicht nur ein elektronisches Instrument, sondern ein Statement dafür, daß ein Synthesizer der Musik mehr geben kann als „sahnige“ Filtersweeps, „fette“ Bässe und „schneidende“ Leads. Das kann der Ody zwar auch, und das kaltlächelnd, die Crux ist aber sein genialer Grundklang, dieses überaus lebendige, die Hörgewohnheiten immer wieder aufs neue herausfordernde Timbre, das ihn von anderen Analogen unterscheidet. Wer das mal begriffen hat, kann sich mit dem Teil in Dimensionen aufschwingen, wohin ihm viele seiner Kollegen nicht mal ansatzweise nachfolgen können. Bevor man also stark hinkende Vergleiche zwischen Synth XY und dem Ody zieht, sollte man das Teil mal ausgiebig live testen, vielleicht fällt dann ja der Groschen.

  21. Profilbild
    defrigge  

    Ich hatte mich auch sehr auf den Klang des originalen ARP gefreut. Aber die Mischung aus Alt und Neu ist leider gründlich misslungen.

    – Klang: die Verwandtschaft zum Original-Klang ist glücklicherweise erkennbar, allerdings m.E. auch nicht stärker als ein Moog Littly Phatty einem Minimoog ähnelt. Mit der Streubreite unter den alten ARPs ist das m.E. nicht vergleichbar.

    – Funktionalität:
    a) Midi, Saturation und Miniaturisierung bedeuten ein klares Verlassen des alten Oddy, Das Ding ist also definitiv kein reiner Nachbau.
    b) wie man dann allen Ernstes an so grundlegenden Mängeln wie einer zweitklassigen Pitch-Modulationseinheit mit schlechter Spielkontrolle festhalten kann, entzieht sich schon meinem Verständnis.
    c) Komplett sinnfrei finde ich, dass man neben einem wunderbaren Kontrollfeld nicht für einen Preset-Speicher sorgt.Schrauben beim Spiel: das ist alles auch mit Speicher höchst willkommen. Aber höchst unwillkommen ist es, wenn beim Live-Spielen komplexere Patches nicht schnell umgeschaltet werden können.
    Diesen Unsinn haben wir seit 1981 hinter uns! (Polysix)

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      drbach  

      Ich kann sehr gut verstehen, dass hier kein Preset-Speicher integriert wurde, denn das ist nicht so ganz eine triviale Sache. Die Potiwerte müssen alle ausgelesen und digitalisiert werden, die Werte anschliessend per D/A-Wandler in entsprechende Steuerspannungen umgesetzt werden. Für alle Potis, welche irgendwelche Signalstärken regeln, müssen entsprechende VCAs eingebaut werden. Bei einem Synthesizer, dessen Steuerspannungen (Hüllkurven, LFO etc.) schon auf digitaler Ebene generiert werden (=die meisten polyphonen Synthesizer) ist ein Preset-Speicher wesentlich einfacher zu integrieren, da die Parameter bereits in speicherbarer Form vorliegen. Bei einem rein analogen Instrument muss aber diese Ebene neu aufgebaut werden, also ziemlich aufwändig. Ein Synth ohne Presets verlangt nach einer anderen Vorgehensweise, der Sound wird im Moment bestimmt und ist Teil der Performance. Eine 100% Reproduzierbarkeit eines Sounds ist nicht gegeben, auch nicht nötig. Für mich ist das weder besser noch schlechter als Presets, einfach anders in der Herangehensweise.

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        defrigge  

        Wenn die Firma Moog, die nicht für niedrige Preise bekannt ist, ihren „kleinen“ Moogs (Little Phatty etc.) Presetspeicher mit auf den Weg geben kann, sollte das für eine moderne Fassung des ARP wohl auch technisch möglich sein, selbst wenn das dann ein bisschen mehr kostet.

        So wie der Korg ARP jetzt ist, ist er zwar in der Tat für die beschriebene Art von Live-Performance zu gebrauchen, allerdings auch nur für diese. Und damit ist er für den weitaus überwiegenden Teil heutiger Live-Einsätze, nämlich als Bass-, Lead- und FX-Synth mit schnellem Umschalten zwischen Songs und dann möglichem Schrauben während des Songs, kaum sinnvoll einsetzbar.

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          drbach  

          Presetspeicher wäre sicher mit entsprechendem Aufwand zu realisieren, das Problem dahinter sehe ich mehr darin, dass ein Synth mit Presetspeicher ein grundsätzlich anderer Aufbau im Design braucht, man kann also nicht einfach eine Speichermöglichkeit über die bestehende Architecktur „draufklatschen“. Damit hätte aber Korg wahrscheinlich an der Zielsetzung vorbeigeschossen, die, wie ich annehme, die möglichst originalgetreue Übernahme der Schaltungen des Original-Odyssey war.
          Was ich begrüsst hätte, wenn die CV für den 2. Oszillator (Duophonie) und die Filter CV als Input/Output vorhanden wäre, diese Modifikation wurde wahrscheinlich an zig Originalen vorgenommen.

  22. Profilbild
    zeitlos  

    Hat jemand mal den alten oder neuen ARP mit dem Prodysseý vergleichen können, der hier bei Amazona vor 9 Jahren trotz „unbestritten authentischen Klangs“ mit nur 2 Sternen bewertet wurde. Der Prodyssey ist immerhin mehrstimming, und die Sounds sind abspeicherbar. Damals ( 2006 ) waren wir ja voll im VST-Hype, und die Bewertungskriterien bzw. der Geschmack hat sich wohl geändert(?)*. Mich würde interessieren, wie heute der Klangvergleich ausfallen würde.
    >>Amazona-Prodyssey-Test 2006 :
    „Bleibt noch der Klang des Geräts und der ist unbestritten authentisch, druckvoll und durchsetzungsfähig. Die Effektsektion, die Einstellmöglichkeiten für Chorus/Flanger und ein Stereodelay (Cross- oder Dualdelay) bietet, ist eine nette Dreingabe, mich hätte der rohe Klang dieser Box auch so überzeugt.“
    Plus
    authentischer Klang
    interessante Modulationsmöglichkeiten
    übersichtliche Editierung, auch mittels Software
    durchsetzungsfähiger Grundklang
    Wahlmöglichkeit zwischen ARP- und Moog-Filter

    Minus
    fehlende MIDI Clock Verarbeitung
    Syncsounds klingen leicht unsauber

    http://www.....sey-asb/3/

    * die Korg M1 klang ja auch mal super geil :-)

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      sletman

      Genau die Frage habe ich mir auch gestellt… ich liebe die Sounds, die man aus einem Ody herauskitzeln kann, nur leider war mir ein Original bisher unerschwinglich. Deshalb hab ich mir damals den Prodyssey geschossen (gebraucht, sprich erheblich unter Neupreis) und frag mich nun, ob ich mit dem KArp noch näher am Original wäre. Und wäre das überhaupt so ein großer Trumpf, da ich damit ja Polyphonie und Speicherbarkeit opfern würde. Also… alles Hype? Ich bin gespannt und werde mich wieder stärker mit dem Prosyssey befassen, glaube ich ;-)

  23. Profilbild
    zeitlos  

    Ja, ich arbeite auch mit dem Prodyssey und finde die Kiste echt klasse. Habe aber keine direkten Vergleichsmöglichkeiten zum Original.
    Aber Polyphonie und Speicherbarkeit (bin live damit unterwegs) muss sein!

  24. Profilbild
    defrigge  

    E wäre wirklich cool, wenn jemand bei Amazona mal einen GRuppenvergleich nur zum Klang machen könnte mit
    – Original ARPs (möglichst mit verschiedenen Filter-Modellen)
    – dem Korg ARP
    – dem Creamware Prodyssey
    – dem GForce Oddity 2 (reine Software)

    Seit wenigen Wochen benutze ich den Oddity 2 und finde ihn klanglich hervorragend. Kein Klon klingt völlig wie das Original, aber der klingt einfach sehr gut! Wenn ich den in einer Creamware-Oberfläche mit der kompletten Haptik, Polyphonie und Speicherbarkeit hätte, würde ich das wahrscheinlich allen anderen Optionen vorziehen.

    Wie gesagt, ein so breiter Klangvergleich wäre sicher interessant.

  25. Profilbild
    bobs world  

    Vor geraumer Zeit konnte ich den KORG ARP Odyssey in einem Fachgeschäft testen, und war von der Verarbeitung, den Reglern und Tastern extrem enttäuscht. Die Verarbeitungsqualität ist für dies Preisklasse nicht akzeptabel. Die Regler wackeln und vermitteln keinen stabilen Eindruck.
    Zudem fand ich den ARP Odyssey nicht richtig spielbar – damit meine ich dass ich keinen Klang gefunden habe mit dem man einfach ein Lied spielen kann. Das ist mir auch hier an den Soundbeispielen aufgefallen, es ist kein brauchbarer Klang zu Spielen da. Für mich geht der ARP mehr in Richtung erweiterter Soundgenerator und weniger Richtung Synthesizer.

  26. Profilbild
    Polymono  

    Super Bericht , er hat mit dazu beigetragen mir einen Odyssey zu kaufen.

    Mitlerweile schon den zweiten :)

    Für mich der am besten klingende und charaktervollste mono Synthesizer den es gibt.

    Natürlich neben dem Original dem 2500\2600 …

    Und der Octave Cat ;)

    Im Bericht steht das mit dem vca gain der Oddy in die Sättigung gefahren werden kann , dafür ist aber (imho) nur der Schalter „drive“ da , mit dem Fader stellt man einen Dauerton zb für drones her um die Hände zum patchen\fummeln frei hat.

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