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Test: the t.mix xmix 1202 FXMP USB, analoges Mischpult

12 Mischpultkanäle, USB, Bluetooth und Effekte zum Spottpreis

30. Mai 2024

the t.mix xmix 1202 FXMP USB analoger Mischer Aufmacher

Das analoge Mischpult the t.mix xmix 1202 FXMP USB gehört mitnichten zu einer aussterbenden Gattung. Auch wenn digitale Mischpulte in vielen Bereichen überlegen sind, für das schnelle Zusammenmischen einiger analoger Signale auf einen Stereobus sind analoge Mischpulte in Sachen Handling ungeschlagen. Mit the t.mix hat Thomann eine Eigenmarke mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis aufgebaut. Wir haben uns das the t.mix xmix 1202 FXMP USB Analogmischpult näher angeschaut.

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the t.mix xmix 1202 FXMP USB Analogmischpult

Beim the t.mix xmix 1202 FXMP USB handelt es sich um ein 12-kanaliges Mischpult, wobei die Kanäle 1 bis 6 als klassische Monokanalzüge ausgeführt sind, gefolgt von zwei Stereokanalzügen und einem RCA-Stereoeingang, alles in allem also 12 Kanäle. Bei der the t.mix-Serie handelt es sich um die Mischpult- und Konsolenabteilung der T-Serie des Musikhauses Thomann. Die in OEM-Bauweise hergestellten Produkte werden nahezu allesamt in China gefertigt und fallen durchweg durch ein sehr günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis auf.

Im Prinzip erklärt es sich von alleine, aber wenn es wie beim Musikhaus Thomann möglich ist, aufgrund der Vertriebsstruktur die Großhändlermarge zu umgehen, macht sich das zweifelsohne im letztendlichen Verkaufspreis bemerkbar. So lässt sich demnach auch problemlos erklären, warum man ein 12-Kanal-Mischpult für gerade einmal 195,- Euro auf den Markt bringen kann und sich die Aktion dennoch wirtschaftlich lohnt. Wir wollen uns in diesem Testbericht einmal ansehen, welche Detaillösungen die the t.mix-Reihe am Start hat und ob es eventuell für diesen unglaublich günstigen Verkaufspreis einige Abstriche hinzunehmen gilt.

Konstruktion des the t.mix xmix 1202 FXMP USB

Über einen kleinen Schieberegler in der Master-Sektion können die ersten sechs Kanäle auf den XLR-Eingangsbuchsen mit 48 V Phantomspeisung belegt werden. Des Weiteren verfügen die ersten sechs Kanäle über jeweils eine TRS-Buchse, bei der sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Signale anliegen können. Über einen schaltbares Hochpassfilter, das bei 80 Hz greift, lässt sich auf den sechs Kanälen ebenso der Trittschall oder andere tieffrequente Anteile herausfiltern, die gerade im Gesang mehr als kontraproduktiv anzusehen sind.

Über einen stufenlosen Drehregler hat man die Möglichkeit, die XLR-Signale zwischen -16 dB bis -60 dB und die Line Signale von +10 dB bis -34 dB aufzuholen. Die ersten sechs Kanäle verfügen zudem über eine 3-Band-Klangregelung mit Mittenrasterung. Interessanterweise werden neben den gerne benutzten 12 kHz für den Hochtonbereich und 80 Hz für den Bassbereich die Mitten nicht bei wie bei den meisten anderen Mixern dieser Bauart bei 2,5 kHz angesetzt, sondern das the t.mix xmix 1202 FXMP USB Analogmischpult verwendet die Frequenz von 1 kHz, die deutlich tiefer liegt als die üblichen Mittenfrequenzen. Dies kann je nach anliegendem Signal sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen. Dass man bei diesem Ladenpreis natürlich nicht auf einen parametrischen Mitten-Equalizer hoffen darf, versteht sich wohl von selbst.

Um die verschiedenen Sektionen optisch besser voneinander zu trennen, verwendet the t.mix drei Farben. Blau für den Equalizer-Bereich, Rot für den Aux- und Effektwegebereich und Weiß für die Panorama- bzw. Balance-Funktion. Wir kommen demnach jetzt zur Aux- und FX-Sektion. Das analoge Analogmischpult verfügt über einen Aux-Regler, das sich mittels eines Druckschalters sowohl Post-Fader als auch Pre-Fader schalten lässt. Unmittelbar darunter befindet sich der FX-Regler, der auf das intern verbaute Multi-FX zugreift. Das Ganze wird abgeschlossen von einem Panorama-Regler für die Verteilung des Signals im Stereobild.

the t.mix xmix 1202 FXMP USB Test Aufsicht

the t.mix xmix 1202 FXMP USB: Mischpultoberfläche

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the t.mix xmix 1202 FXMP USB
the t.mix xmix 1202 FXMP USB
Kundenbewertung:
(154)

Die Regler sind leider nicht auf der Gehäuseoberfläche gekontert und haben daher relativ viel Spiel in der Seitwärtsbewegung. Das Ganze bringt ein bisschen eine indirekte Arbeitsweise für die Finger mit sich und gestaltet sich in der Haptik etwas wackelig. Man muss sich aber auch vergegenwärtigen, dass bei einer Montage von insgesamt 59 Reglern mit einer Kontermutter  nicht nur hochwertigere Potentiometer verwendet werden müssten, sondern auch die Montagezeit deutlich in die Höhe schnellt. Das hätte zweifelsohne Auswirkungen auf den Verkaufspreis. Ich würde daher auf jeden Fall zu einem Case für das Mischpult raten, was auch von Thomann in einem Bundle angeboten wird. Das Mischpult an sich steht auf vier kräftigen Gummifüßen, die auf glatten Oberflächen einen guten Halt gewährleisten.

Der Kanalzug wird abgeschlossen von einem PFL-Schalter mit dazugehöriger LED, einer Peak-LED und einem Fader mit einem Regelweg von 70 mm. Die Fader laufen relativ schwergängig, was auf der einen Seite sich nicht ganz so schön anfühlt, auf der anderen Seite aber auch das versehentliche Verstellen des Faders minimiert.

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the t.mix xmix 1202 FXMP USB Test Seitenansicht von rechts

the t.mix xmix 1202 FXMP USB, Seitenansicht rechts

Die Stereokanäle

Die Stereokanäle 7 und 8 bzw. 9 und 10 verfügen über keinen Mittenregler oder Gain-Regler. Dafür hat das Kanalpaar 7 und 8 allerdings einen Pad-Schalter, um bei besonders leistungsstarken Line-Signalen den Eingangspegel entsprechend zu dämpfen. Die Kanäle 9 und 10 verfügen zusätzlich über einen Wahlschalter zwischen analogem Eingangssignal und dem digitalen Signal vom USB-Port.

Die Mastersektion

Die Mastersektion des Mischers wird in erster Linie vom intern verbauten Effektgerät und den jeweiligen Reglern bezüglich des Mischverhältnisses dominiert. Zudem befinden sich zwei Master-Volume-Regler in der Sektion. Interessanterweise liegen beide Fader relativ weit auseinander und können nur recht schlecht mit einem Finger bedient werden. Dies mag den einen oder anderen, der den Mischer vor allen Dingen im Studiobereich einsetzen möchte, ein wenig irritieren, liegen hier doch die Summen-Fader meist eng nebeneinander. Vielleicht liegt es aber auch nur einfach daran, dass aufgrund des Layouts rechts unten noch viel Platz war und man das Panel optisch schöner bestücken wollte.

Das Effektgerät hat 16 verschiedene Programme und verfügt erwartungsgemäß über eine nur kleine Auswahl von Modulationseffekten wie Chorus, Flanger und Phaser. Dagegen ist über die Hälfte mit entsprechenden Hallprogrammen und noch mal eine kleine Anzahl von Delay-Programmen belegt. Zwei jeweils 12-stellige LED-Ketten informieren über den Master-Pegel. Zudem haben wir noch drei einzelne LEDs für über den Betriebszustand des Mischers, den Status des FX-Geräts und der Phantomspeisung.

the t.mix xmix 1202 FXMP USB Test Rückseitenansicht

the t.mix xmix 1202 FXMP USB, Rückseite mit Netzanschluss, Betriebsschalter und Main-Ausgängen

Der Digital-Player des Mischers

Kommen wir nun zur Besonderheit des analogen Mischpults: Im rechten oberen Bereich des Mischpults ist ein Digital-Player eingebaut, der über USB, über einen SD-Karten-Slot oder über Bluetooth mit einem Signal versorgt wird. Sechs kleine Druckknöpfe steuern den Player in der handelsüblichen Kassettenrecorder-Belegung. Es ist also möglich, Pausenmusik zwischen den einzelnen Darbietungen oder Backing-Tracks für die Passagen, die die Musiker auf der Bühne live nicht reproduzieren können, über diesen Player abzuspielen.

Tipp: Solltest du dein Mobiltelefon für diese Aufgabe benutzen, rate ich dringend zum Flugmodus während der Darbietung. Es gibt nichts Peinlicheres als einen Telefonanruf während der Darbietung einer Backing-Track-Passage.

Abschließend verfügt das Mischpult noch über zwei Stereoausgänge für den Main Mix als XLR- und TRS-Buchsen. Des Weiteren gibt es für die entsprechenden Monitore einen Control-Room-Ausgang, sollte man das Mischpult im Studiobetrieb verwenden. Die Lautstärke des Ausgangs wird über einen eigenen Drehregler bestimmt. Außerdem seien noch der Kopfhöreranschluss und der Fußschalteranschluss für den Effekt-Bypass erwähnt.

Möchte man Bühnenmonitore anschließen oder ein externes Effektgerät nutzen, geschieht das über einen AUX-Send und den FX-Send. Und als Abschluss gibt es noch einmal einen RCA-Recording-Ausgang, wenn man alle Signale, die am Pult anliegen, auf die Schnelle in Stereo mitschneiden möchte.

the t.mix xmix 1202 FXMP USB Test - Aufsicht

the t.mix xmix 1202 FXMP USB ohne Verpackung

Der the t.mix xmix 1202 FXMP USB in der Praxis

Einmal mehr macht sich bemerkbar, wie sehr man doch letztendlich an der Preisschraube drehen kann, wenn man über einen Direktvertrieb verfügt. Für den Preis von 195,- Euro bekommt man in der Tat mit dem the t.mix xmix 1202 FXMP USB sehr viel Mischpult fürs Geld. Die Konstruktion ist praxisgerecht, verfügt über viele entsprechende sinnvolle Detaillösungen und die Integration des Digital-Players ist in vielen Situationen sinnvoll.

Klanglich ist das Pult so angelegt, dass es den Vorstellungen entspricht, sprich die EQ-Regler greifen recht weit oben und unten ins Geschehen ein, so dass im Prinzip mehr die Farbe des Signals als das Signal an sich klanglich bearbeitet wird. Inwieweit man mit dem Mittenregler klarkommt, muss jeder für sich selber herausfinden. Ich für meinen Teil fand die 1 kHz interessant als Mittenregelung, wenngleich ich mich erst daran gewöhnen musste. In der Praxis hatte das Ganze allerdings keinerlei negative Folgen.

Die Verarbeitung des analogen Mischpults ist sehr gut. Die verwendeten Materialien des Gehäuses sind widerstandsfähig. Es gibt keinerlei scharfe Kanten oder sonstige Unsauberkeiten in der Ausführung. Das einzige, was mich persönlich doch etwas stört, sind die sehr „labberigen“ Drehregler, die aufgrund der fehlenden Fixierung am Gehäuse eine sehr indirekte Ansprache haben und ich persönlich ständig die Sorge habe, ich könnte irgendetwas abbrechen oder abknicken.

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Fazit

Das analoge Mischpult the t.mix xmix 1202 FXMP USB bietet sehr viel für vergleichsweise wenig Geld. Die Verarbeitung des Mischpults ist sehr gut, das Konzept überzeugend und die Flexibilität bezüglich der Einsatzmöglichkeiten hoch. Wer keine vollständige Band abzumikrofonieren hat und viele Elemente auf kleinem Raum unterbringen möchte, sollte das Mischpult einmal ausprobieren. Empfehlenswert ist das Pult zum Beispiel auch als Keyboard-Submixer. Leider gibt es keine Möglichkeit, das Mischpult dazu in ein Rack zu integrieren. Thomann bietet innerhalb der Serie sieben Produktvarianten an, sodass für jeden Anwendungszweck sicherlich das Passende mit dabei ist.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • digitaler Player
  • Verarbeitung

Minus

  • Potentiometer ohne Konterung am Gehäuse

Preis

  • 195,- Euro
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Kundenbewertung:
(154)
Forum
  1. Profilbild
    ollo AHU

    Also normalerweise heißt USB als Namenszusatz bei Mischpulten doch, dass das Pult zumindest den Stereoausgang auch aufnehmen kann, hier scheint aber nur Musik abgespielt werden zu können oder?

      • Profilbild
        Stephan S.

        @Axel Ritt Das ist echt interessant. ich habe seit ein paar Jahren das the t.mix xmix 1202 FX USB, also das Model ohne den Player, und das hat ein Stereo USB Interface (Master In/Out). Ich kann also zumindest die Stereosumme aufnehmen. Das wäre dann ja ein echter Rückschritt.

  2. Profilbild
    Synchead

    Es gab doch in den 90ern diese 1HE Rackmischer mit 12 oder 16 Stereo ins für Keyboard etc. Da sehe ich eine Lücke im Angebot momentan. Passend zur Renaissance der MIDI Patchbay

    • Profilbild
      kiro7

      @Synchead Die gibt’s glaube ich nur noch gebraucht. Gerade solche mit nur Stereo Kanälen ( ideal natürlich für Synths mit Stereo out) erst recht nicht mehr neu.
      Finde die Qualität von damals auch besser, da fällt mir ein Alesis Multimix oder auch die Kawai MX Serie, sogar mit Fadern und made in Japan.

    • Profilbild
      THo65

      @Synchead Wie wäre es mit dem Behringer RX1602?
      Nutze ich seit Jahren ohne Probleme und ist immer noch neu verfügbar.

  3. Profilbild
    MadMac

    Ich habe den größeren 1402 jetzt fast ein Jahr als Synthmixer im Einsatz. Für 198 Euro ein absoluter no-brainer. Passt.

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