Top News: iConnectivity mio-Serie, MIDI-Interfaces

15. Juni 2016

iConnectivity erweitert MIDI-Interface Serie

iConnectivity ist mal wieder schwer am Werkeln und stellt dem kleinen 1×1 MIDI-DIN MIO Interface gleich drei neue MIDI-Interfaces bei.

iconnectivity-mio-beitrag

Das Besondere an den iConnectivity Geräten sind ihre massiven Routing- und Filtermöglichkeiten, die auch im Standalone-Betrieb nutzbar sind. Das hebt sie von fast allen neueren MIDI-Interfaces ab. Eigentlich führen iConnectivity nur eine alte Tradition fort, aber MIDI-Interfaces mit diesen komplexen Verarbeitungsfähigkeiten sind rar geworden und es wird definitiv Zeit für eine Wachablösung des legendären Emagic Unitors.

Die MIDI-Interfaces der MIO-Serie können an (mindestens) zwei Computern gleichzeitig betrieben werden und damit auch MIDI-Daten untereinander austauschen, sei es mit macOS, Windows oder iOS, was natürlich bedeutet dass die MIOs USB-Class-Compliant sind. Den Unterschied zu den iConnectMIDI-Geräten stellt die fehlende AudioPassThru-Technologie dar, mit der auch Audio-Streams zwischen Computern ausgetauscht werden können. Die iConnectivity MIOs kommen in folgenden Konfigurationen:

mio2

iConnectivity mio2 front

  • 2×2 MIDI-DIN-Interface
  • 2 Computer gleichzeitig
  • 10 Benutzer-konfiguierbare MIDI-Ports mit jeweils 16 Kanälen
  • Verwaltung über Desktop-Software
  • Stromversorgung über USB-Bus
  • Größe 1/4 U-Rackeinheit

iConnectivity mio2 rear

 

mio4

iConnectivity mio4 front

  • 4×4 MIDI-DIN-Interface
  • 2 Computer gleichzeitig über USB oder bis zu 6 über Ethernet oder WiFi
  • 48 Benutzer-konfiguierbare MIDI-Ports mit jeweils 16 Kanälen
  • Verwaltung über Desktop-Software
  • Stromversorgung über USB-Bus
  • USB-Host-Port – unterstützt bis zu 8 USB-Class-Compliant-fähige Geräte über stromversorgten USB Hub
  • MIDI-über-Ethernet-Protokoll über Kabel oder WiFi
  • Größe 1/2 U-Rackeinheit

iConnectivity mio4 rear

mio10

iConnectivity mio10 front

  • 10×10 MIDI-DIN-Interface
  • 2 Computer gleichzeitig
  • 56 Benutzer-konfiguierbare MIDI-Ports mit jeweils 16 Kanälen
  • Verwaltung über Desktop-Software
  • Stromversorgung über USB-Bus
  • USB-Host-Hub – unterstützt bis zu 10 USB-Class-Compliant-fähige Geräte
  • MIDI-über-Ethernet-Protokol – über Kabel oder WiFi
  • 9V/18W Netzteil enthalten
  • Größe 1 U-Rackeinheit

iConnectivity mio10 rear

Ob der Preisunterschied zu den iConnectMIDI-Geräten es allerdings raushaut, muss sich zeigen. Das iConnectMIDI2+ und iConnectMIDI4+ sind nur 10,- USD teurer als ihre MIO-Kollegen. Auf alle Fälle dürften wir ein paar spannende, hochwertige (von den bisherigen Produkten ausgehend) MIDI-Interfaces erwarten.

Preis

  • Preise:
  • mio2: 89,99 USD
  • mio4: 179,99 USD
  • mio10: 349,99 USD
Forum
  1. Profilbild
    griottier  

    Mich wuerde bei einem Test interessieren, wie stabil eine Midiclock ist, wenn sie ueber MIDI, Netzwerk, oder USB eingespeist wird und wie Mitbewerber abschneiden (MOTU, Alyseum).

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Ich freu mich eh schon auf den Test, das Mio4/10 reizt mich schon sehr, wenn man die Besonderheiten der iConnectivity Software verstanden hat, sind das coole Kisten. Die Midi Routing Möglichkeiten sind schon Klasse. Und die SW ist für alle 3 Plattformen zu haben.

  2. Profilbild
    micromoog  AHU

    Bei allen i Gadgets habe ich immer etwas Bauchweh, da Apple rücksichtslos die Hard- und Software (iOS) verwaltet.
    Ein ipad (1) nach 4 Jahren Elektroschrott, da mit (fast) nichts aktuellem mehr kompatibel.
    Da ist ein Windows 95 PC ja noch langlebiger!

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Die Geräte von iConnectivity sind mitnichten iGadgets!

      iConnectivity legen großen Wert auf iOS-Kompatibilität, sind aber immer noch vollwertige, professionelle Desktop Geräte.
      Außerdem pflegen iConnectivity ihre Geräte mit Firmware updates um ein plattformenübergreifendes Arbeiten zu gewährleisten.

      Grüße,
      M.

      • Profilbild
        micromoog  AHU

        Na dann probier mal am iO-Dock (1) ein ipad Air und neuer zu verbinden :) Nicht böse gemeint.
        Was ich damit sagen will ist, dass Apple sich einen feuchten Kehricht um Drittanbieter Produkte kümmert und auch die iConnectivity Serie mittelfristig Elektroschrott sein wird.
        Wetten dass…

        • Profilbild
          Markus Schroeder  RED

          Apple hat sich noch nie davor gescheut Hardware zurückzulassen, daran hat sich seit 1977! nichts geändert.

          Sorry, aber Du wirfst hier zwei verschiedene Produktkategorien und stellenweise auch die Verhältnisse durcheinander.
          Das iO-Dock wie alle anderen Docks sind als kurzlebige Produkte schon so geplant und durch Nichtwartung seitens des Drittherstellers dazu geworden. Das Alesis sich keine feuchten kümmert um das iO-Dock kümmert und keine neue Firmware rausbringt kannst Du wohl kaum Apple anrechnen.
          iOS-Spezifische Dritt-Produkte werden recht schnell Müll, das stimmt wohl, das ist aber die Schuld der Dritthersteller, die nicht langfristig Planen können oder wollen.
          Wohingegen USB-Class-Compliant-fähige, z.B. wie iConnectivity, also Produkte mit updatebarer Firmware – und was anders ist eine sichere Anzeige dafür, es es als kurzlebig konzipiert ist – spingt die Nutzungspanne radikal nach oben.

          Deine Kritik geht völlig in Ordnung – es trifft nur das völlig falsche Produkt.

          :)

          • Profilbild
            micromoog  AHU

            Danke für die Info, bin lernfähig ;-)

            Vermutlich habe ich als gebranntes Kind zu schnell die Anti-i-Gedöns-Gießkanne ausgepackt…da will ich mal keinem Zubehör Hersteller unrecht tun!

            Nach 3 gekauften (mit Versions-Pausen) ipad Generationen, wird mir dieser „hochfrequente“ HW Wechsel einfach zu kostspielig, 2-3 Jahre „Haltbarkeit“ sind mir auch in einer schnelllebigen Zeit einfach zu kurz!

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              Markus Schroeder  RED

              Du hast mein volles Verständnis und ich kann Dir nur zustimmen!
              Dieses ständigen Hardware-Mikroevolution gehen auch mir sowas von auf den Senkel. Man muss inzwischen so vorsichtig sein was man kauft.

              • Profilbild
                hijack  

                Man muss ja aber auch nicht jeder MikroRevolution hinterher rennen.
                Von Herstellern Nachhaltigkeit aber gleichzeitig im Halbjahrestakt Produktupdates fordern und es auch noch mitmachen beisst sich halt gewaltig, spätestens dann wenn man dies dem Hersteller anlasten möchte.

  3. Profilbild
    adissu  

    Also habe ich das richtig verstanden, dass die mio Geräte im Prinzip das Gleiche können wie die wie die Midi2+ außer der AudioPas-Trough Sache, die nur dann brauche, wenn ich z.B. von meinem iPad einen Audiostream an meinen Rechner schicken wollte (oder umgekehrt)?

    • Profilbild
      Markus Schroeder  RED

      Hi adissu,

      Ja, das ist der bisherige Wissensstand. Mio ist ohne AudioPassThru und mit hardware-seitigen Presets.

      iConnectivity haben auch vor kurzen eine Beta der iConfig-Software (4.2.1b, Mac) für die Mios veröffentlicht. Die „MIDI-Engines“ scheinen also die gleichen zu sein.

      greetz,
      M.

      • Profilbild
        microbug  

        Das Sysex Datenformat ist identisch und für alle aktuellen Interfaces gültig, schon die alte iConfig 4.12 kann das neue MIO4 ansprechen, die App für IOS ebenfalls.

        Ich habe vor ein paar Tagen das MIO4 bekommen und teste es gerade, schreibe zudem einen Bericht für sequencer.de, bei dem auch der direkte Vergleich zum MIDI4+ stattfindet, welches ich seit es erschien besitze.

        Unterschiede zu den MIDI2+ und 4+ sind:

        -Kein Audiopassthru
        -2 statt 3 Deviceports beim MIO4
        -kein Netzteilanschluß beim MIO2
        -Netzteil beim MIO4 optional
        -keine Ladefunktion für iOS Geräte an den Deviceports (das Lightning-Kabel aus dem eigenen Hause funktioniert komplett nicht mit den MIOs, was ich für einen Bug halte)
        -MIO4 kann per USB mit Spannung versorgt werden

        An manchen Stellen im Netz war etwas von einer manuellen Umschaltung zwischen den angeschlossenen Rechnern zu lesen – das ist Quatsch, die können, genau wie bei den großen Brüdern, parallel betrieben werden.

        Eigentlich haben diese Dinger die nahezu gleiche Funktionalität wie die nicht mehr hergestellten großen MIDITemp Patchbays, nur leider eben nur einen Speicher für die Konfiguration. Somit kann man sie zwar standalone benutzen, aber nur mit diesem Setup, außer man hat ein iPad mit der App drauf dabei, dann kann man sich verschiedene Presets reinladen, aber eben nicht auf Knopfdruck wie bei den MIDITemps oder Anderen.

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