Brachialer 90er-Analogsound
Der Waldorf Pulse ist ein monophoner, analoger Synthesizer aus dem Jahr 1996, der klassische subtraktive Synthese mit digitaler Steuerung verbindet. Drei kräftige VCOs, ein resonanzfähiges 24-dB-Tiefpassfilter und eine umfangreiche Modulationsmatrix machen ihn zu einem flexiblem Analogsynthesizer. Sein brachialer, durchsetzungsfähiger Sound passte perfekt in den Techno- und Dance-Sound der 90er-Jahre.
Inhaltsverzeichnis
- Vintage-Analog: Waldorf Pulse Synthesizer Rack (1996)
- Die Geschichte des Waldorf Pulse
- Anschlüsse des Waldorf Pulse
- Bedienung und Aufbau
- Die Klangerzeugung
- Modulation und Hüllkurven
- Das Filter
- MIDI und Automation
- Klangcharakter
- Russian Filter Board von Virtual Music
- Waldorf Pulse Plus – die erweiterte Version
- Der Waldorf Pulse 2
- Klebrige Oberfläche
- Der Markt heute für Pulse und Pulse 2
- Der Waldorf Pulse auf YouTube
Die Geschichte des Waldorf Pulse
1996 brachte Waldorf den monophonen, analogen Pulse Synthesizer auf den Markt. Analog war nun in aller Munde und der Wunsch nach einem „Minimoog-Ersatz“ groß. Da traf Waldorfs Pulse exakt den Nerv der Zeit und entwickelte sich zu einem gut verkauften Instrument. Auch heute noch ist der Pulse ein begehrter und beliebter Analogsynthesizer, der auf dem Gebrauchtmarkt relativ einfach und zu günstigen Preisen zu finden ist. Zudem erhielt dieser Klassiker auch einen Nachfolger von Waldorf spendiert, den Waldorf Pulse 2, aber dazu weiter unten mehr.
Beim Pulse handelt es sich um einen MIDIfizierten Analogsynthesizer fürs Rack (2 HE) mit drei Oszillatoren, zwei ADSR-Generatoren, zwei LFOs, einem VCF und VCA sowie einer ausgebufften Modulationsmatrix mit je 15 Quellen und Zielen. Dazu gesellen sich noch ein via MIDI-Clock synchronisierbarer Arpeggiator und ein Panner. Die Sounds des Pulse lassen sich auf 99 Speicherplätzen ablegen. Und übrigens, wenn die analoge Bastellust gerade Flaute hat: Der Pulse besitzt eine Zufallsfunktion zum Erzeugen von Sounds. Ganz ohne KI entstehen dabei hin und wieder inspirierende Klänge.
Anschlüsse des Waldorf Pulse
Die Anschlüsse des Waldorf Pulse fallen für heutige Verhältnisse überschaubar aus, waren zur Zeit seiner Veröffentlichung jedoch völlig zeitgemäß. Auf der Rückseite befinden sich ein klassisches MIDI-Trio (In, Out, Thru), der Anschluss für das externe Netzteil sowie ein Stereo-Ausgang, der zugleich als Monoausgang genutzt werden kann.
Steuerspannungsanschlüsse waren beim ursprünglichen Pulse ansonsten nicht vorgesehen. In den 1990er-Jahren galt MIDI als moderner Standard, während analoge Schnittstellen zu dieser Zeit als Relikt aus der Vergangenheit angesehen wurden. Erst viele Jahre später, mit der Renaissance modularer Systeme, kehrte CV/Gate in moderne Studioumgebungen zurück – beim Pulse war diese Entwicklung noch nicht abzusehen.
Es gab aber einige Zeit nach dem Release des Waldorf Pulse, eine erweiterte Version, den Waldorf Pulse Plus, dieser bietet zusätzlich einen Audioeingang sowie CV/Gate-Anschlüsse (dazu weiter unten mehr).
Bedienung und Aufbau
Um trotz der nicht unerheblichen Komplexität der Klangerzeugung für analoges Klangschrauber-Feeling zu sorgen, hat man sich bei Waldorf für einen, wie ich finde, sehr gangbaren Kompromiss entschieden. Jeweils sechs Parameter sind durch ebenso viele Drehregler an der Front zugänglich. Welche Parameter dies jeweils sind, entnimmt man der über den Potis aufgedruckten sechszeiligen Liste.
Die einzelnen Zeilen (Parameter-Sets) lassen sich per Taster anwählen, eine grüne LED weist auf das momentan aktive Set hin. Wenn ich sagte, der Pulse sei komplex, so war das ernst gemeint: Fast jedes Parameter-Set ist doppelt belegt. Die zur besseren Orientierung orange beschrifteten Doppelparameter werden durch Druck auf die türkisfarbene Shift-Taste aktiviert – meine Lieblingstaste übrigens! Ist der Shift-Modus eingeschaltet, beginnt die LED vor den Parameter-Sets zu blinken.
Was sich beim Lesen gewiss recht kompliziert und unergonomisch anhört, erweist sich in der Praxis als genial einfach – wäre da nicht ein technisches Manko (dazu später mehr). Beispiel: Ich will die Stimmung von Oszillator 1 verändern. Ich suche in der Liste den entsprechenden Eintrag, finde ihn in der Poti-1-Spalte, orange beschriftet. Also steppe ich per Button auf die entsprechende Zeile und aktiviere den Shift-Modus. Fertig. Das Ganze ist weitaus durchschaubarer – und schneller – als die Benutzeroberfläche so manch moderner Workstations.
Hier nun das Manko: Leider sind die Potis keine Endlosregler und erzeugen, je nach Stellung, mehr oder weniger große Wertesprünge. Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, aber flüssiges Editieren ist damit fast nicht möglich.
Bleibt noch das dreistellige LED-Display zu erwähnen, das entweder Auskunft über das momentan aktive Programm oder den Wert des gerade bearbeiteten Parameters gibt. Darunter komplettieren zwei weitere Buttons für das Steppen durch Programme sowie für die selbsterklärenden »Store«- und »Compare«-Funktionen das edle Outfit. Der graue Rücken des Pulse ist schneller beschrieben: Stereoausgang (für den Panner), MIDI-Drillinge und Netzteil-Buchse – das war’s.
Die Klangerzeugung
Zur Klangerzeugung des Pulse. Als kleiner Überblick dient die Grafik aus dem Handbuch:
An vorderster Front stehen drei Oszillatoren, die die Schwingungsformen Rechteck, Sägezahn und Dreieck generieren können. Die Pulsbreiten der Oszillatoren 1 und 2 sind variabel, bei Oszillator 3 ist sie fest eingestellt. Für Oszillator 2 und 3 lässt sich ferner die Crossmodulation (Exklusiv-Oder-Verknüpfung) beider Rechtecksignale aktivieren. Bemerkenswert dabei: Oszillator 3 kann trotz aktiver Crossmodulation eine andere Schwingungsform als Rechteck produzieren.
Unabhängig von der Crossmodulation lassen sich die Pulsbreiten der beiden ersten Oszillatoren separat modulieren. Da eröffnen sich bereits in dieser Abteilung enorme Möglichkeiten. Dass sich die Oszillatoren in Halbtönen und 64stel-Tönen (Semitone, Tune) stimmen lassen, sei der Vollständigkeit halber auch erwähnt. Und nicht zu vergessen: der rosa Rauschen produzierende Noise-Generator. Klanglich sehr interessant ist außerdem die Option, den Oszillator-Mischer gezielt zu übersteuern.
Modulation und Hüllkurven
Der Pulse verfügt über zwei LFOs, die sich über die Modulationsmatrix frei zuweisen lassen. LFO1 erzeugt wahlweise die Schwingungsformen Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck sowie Sample & Hold; LFO2 ist fest auf Dreieck eingestellt. Beide LFOs arbeiten im Bereich von 0,008 bis 261,6 Hz. Für LFO2 kann zusätzlich eine Verzögerung im Bereich von 2 Millisekunden bis zu einer Minute ausgewählt werden.
Ebenfalls über die Modulationsmatrix zugeordnet werden die beiden identischen ADSR-Hüllkurven. Neben den drei Hüllkurvenzeiten greift der Synthesist bei Bedarf noch auf die Parameter »Keytrack« (Einfluss der Notennummer auf die Hüllkurvenzeiten) und »Trigger« zu. »Trigger« bestimmt dabei, ob die Hüllkurve durch jeden Tastendruck neu gestartet wird oder weiterläuft, solange noch eine Taste gedrückt ist.
Eine der großen Stärken des Pulse ist seine ausgefeilte Modulationsmatrix. Hier stehen vier völlig unabhängige Modulationswege zur Verfügung, in denen sich je 16 Modulationsquellen und -ziele beliebig miteinander verbinden lassen.
Weiterhin spendierte man dem Pulse noch zwei Modulationswege mit festem Ziel: der Tonhöhe via Pitch-Wheel und der Filterfrequenz (Envelope 1 und freie Quelle).
Das Filter
Der sehr gut klingende Tiefpass hat eine Flankensteilheit von 24 dB/Okt. und ist resonanzfähig bis zur Eigenschwingung. Zur Standardausstattung zählen der Keytrack-Parameter und zahlreiche Modulationsquellen.
Das Filter klingt typisch Waldorf: straff, präzise, aber nicht steril. Mit leichtem Overdrive und hoher Resonanz lassen sich aggressive, metallische Sounds erzeugen, während bei moderater Einstellung druckvolle, definierte Bässe und Leads entstehen.
MIDI und Automation
Dass der Pulse MIDIfiziert ist, hatte ich schon erwähnt, ebenso den per MIDI-Clock synchronisierbaren Arpeggiator, den ich leider ein wenig stiefmütterlich behandeln muss. Den absoluten »Bringer« habe ich jedoch bislang verschwiegen: Jedem Parameter des Pulse ist ein MIDI-Controller zugeordnet, den der Synthesizer auch brav verschickt, sobald an seinen Knöpfchen gedreht wird.
Das heißt, es kann nicht nur jeder beliebige Parameter extern gesteuert werden – vielmehr lässt sich jede Parameterveränderung per MIDI aufzeichnen! Diese konsequente Form der MIDifizierung finde ich ausgesprochen gelungen – und sie war damals einzigartig. Endlich ist der Filter-Sweep reproduzierbar und im Tempo variabel. Klasse! Dagegen wirkt es fast profan, dass der Pulse seine Sounds auch per SysEx verschicken kann.
Klangcharakter
Der Pulse produziert satte, äußerst druckvolle Analogsounds, die sehr von der Dreierphalanx der Oszillatoren sowie der umfangreichen Modulationsmatrix profitieren. Wer Waldorf-Synthesizer kennt, weiß, was ihn erwartet: eher »das Brett« als »den Weichspüler«. Der Pulse tönt glasklar, beinahe stählern, ideal für alle Hardcore-Techno-Varianten – aber auch für ausgefallene Effekte und organische Sequencer-Texturen.
Russian Filter Board von Virtual Music
Virtual Music hat für den Waldorf Pulse eine Erweiterungsplatine entwickelt, mit der sich alternativ das Polivoks-Filter im Pulse nutzen lässt. Diese Erweiterung bringt eine deutlich rauere, verzerrte Klangcharakteristik – perfekt für experimentelle Musiker, die es noch eine Spur ungezähmter mögen.
Unter folgendem Link findet ihr nicht nur einen Test zu dieser Erweiterung, sondern auch ein Interview mit Alexander Guelfenburg, der diese Erweiterung erschaffen hat. HIER KLICKEN
Waldorf Pulse Plus – die erweiterte Version
Der Waldorf Pulse Plus ist die erweiterte Variante des ursprünglichen Pulse und unterscheidet sich klanglich nicht, bietet aber eine Reihe zusätzlicher Anschlüsse und Integrationsmöglichkeiten.
Die wichtigste Neuerung ist das integrierte MIDI-to-CV/Gate-Interface, das sowohl CV/Gate-In als auch CV/Gate Out bereitstellt. Damit kann der Pulse Plus als Brücke zwischen MIDI-Equipment und klassischen analogen Synthesizern dienen – wahlweise im Volt-pro-Oktave- oder Hz-pro-Volt-Standard, was ihn mit nahezu allen Vintage-Geräten kompatibel macht.
Zudem besitzt der Pulse Plus einen Audioeingang, über den externe Signale in den analogen Signalpfad eingespeist und durch das interne 24-dB-Filter bearbeitet werden können.
Die übrige Architektur – drei Oszillatoren, zwei Hüllkurven, Modulationsmatrix, Arpeggiator und Klangcharakter – ist identisch mit der Standardversion.
Fun Fact: Ich habe tatsächlich im Web kein einziges Foto finden können, wie die Pulse Plus Version von hinten aussieht.
Der Waldorf Pulse 2
Aufgrund des großen Erfolgs des Pulse 1 brachte Waldorf im Jahr 2013 einen Nachfolger auf den Markt – den Waldorf Pulse 2. Dieser kompakte Desktop-Synthesizer führte das Konzept des Originals konsequent weiter, erweiterte es aber in vielen Bereichen. Neu hinzu kamen zusätzliche Filtertypen (12 dB Lowpass, Bandpass und Highpass neben dem klassischen 24 dB Tiefpass), eine Filter-FM-Option, zwei Overdrive-Stufen sowie ein Ringmodulator über den dritten Oszillator. Auch die Modulationsmatrix wurde überarbeitet, die Bedienung dank größerem Display und übersichtlicher Menüstruktur deutlich komfortabler gestaltet. Darüber hinaus bietet der Pulse 2 einen Audioeingang, CV/Gate-Anschlüsse und die Möglichkeit, paraphon zu spielen – also bis zu acht Noten über eine gemeinsame Filter- und Verstärkersektion.
Im AMAZONA-Test lobte Markus Schroeder den neuen Pulse 2 als leistungsstarke, zeitgemäße Weiterentwicklung mit enormem Klangpotenzial und vielseitiger Einbindung ins moderne Studio. Sein Fazit fiel insgesamt positiv aus: Der Pulse 2 klinge etwas „sauberer“ und präziser als der originale Pulse, verliere dadurch aber ein Stück von dessen rohem, aggressiven Charakter – bleibe jedoch ein hervorragend klingender, moderner Analogsynthesizer mit klarem Waldorf-Erbe.
Der Pulse 2 wurde im März 2024 nochmals in limitierter Sonderfarbe aufgelegt – in Babyblau. Das Auge hört mit. Ich hätte mir keine unpassendere Farbe für diesen Monstersound vorstellen können.
HIER der Test von Markus Schroeder.
Klebrige Oberfläche
Mit zunehmendem Alter kann beim Waldorf Pulse ein unangenehmer Effekt auftreten: Die gummierte oder sogenannte Soft-Touch-Beschichtung der Frontplatte beginnt klebrig zu werden, was sich in einem dauerhaft haftenden Gefühl äußert. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem „Tack-Coat-Effekt“ oder einem alternden Gummilack-Phänomen. Nutzer berichten, dass nicht nur das Bedienpanel, sondern mitunter auch Potikappen und Gummitaster betroffen sind.
Die Ursache liegt in der Alterung der Polymerbeschichtung: Weichmacher und Additive, die ursprünglich für die angenehme, samtige Haptik sorgen, zersetzen sich im Lauf der Jahre und verändern ihre chemische Struktur. Das Ergebnis ist eine zunehmend klebrige Oberfläche, die Staub und Schmutz anzieht.
Beim Kauf eines gebrauchten Waldorf Pulse sollte man daher unbedingt auf den Zustand der Front achten. Im Internet finden sich verschiedene Reinigungsmethoden, die angeblich Abhilfe schaffen sollen – von Isopropanol bis hin zu speziellen Kunststoffreinigern. Da diese Verfahren jedoch teilweise auch die Bedruckung angreifen können, möchte ich hier bewusst keine Empfehlung aussprechen.
Wie sind eure Erfahrungen mit klebrigen Oberflächen? Dieses Problem betrifft schließlich nicht nur den Pulse, sondern auch etliche andere Vintage-Synthesizer aus den 1990er-Jahren.
Der Markt heute für Pulse und Pulse 2
Für diejenigen, die einen brachialen, monophonen Analogsynthesizer suchen mit einer umfangrewichen Matrix und Speicherplätzen – und das alles für unter 400,- Euro (die blaue Neuauflage des Pulse 2 kostet 399,- Euro), schaut es echt mager aus. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ein gebrauchter Pulse 2 heute oft schon über dem Neupreis gehandelt wird. Nicht einmal Behringer bietet in diesem Bereich etwas an. Den Waldorf Pulse 1 erhält man übrigens fast zum selben Preis.
Der Waldorf Pulse auf YouTube
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cooler synth!
vor mehr als 10 Jahren um nur 270€ gekauft!
kleiner Tipp: der Doepfer Pocket dial hat ein preset für den Pulse! man hat dann alps endlosregler für den Pulse!
kann ich nur empfehlen!
@Numitron Damals konnte ich auch noch einen MicroQ für 170 € kaufen…waren DAS noch Zeiten…
@mort76 stimmt. 😀
leider hatte ich nicht soviel Geld.
aber der Juno ist schon das doppelte wert. 😁
@Numitron Wohingegen ICH keinen brachialen Sound brauchte…
So im Nachhinein kann man sich da echt in den Arsch beißen, daß man sich diese Synths nicht palettenweise gekauft hat.
Bei den Klassikern muß man jetzt Angst beim Einschalten haben wegen ausgetrockneten Caps, aber alles von Waldorf wäre echt eine sinnvolle Geldanlage gewesen.
Und heute…ich freue mich über den schlechten Ruf des Blifelds- den kriegt man als Gegensatz NOCH billiger als damals MicroQ und Pulse gebraucht.
Dieses Klebrigkeitsproblem habe ich bis dato an meinem Pulse nicht. Allerdings leiden auch neuere Synths daran: die Mod-Wheels meines Moog Sub37 sind bereits eine einzige eklig-klebrige Masse und auch bei meinem Sequential Prophet 6 geht es langsam an seinen Mod-Wheels los. Was sich da die Hersteller gedacht haben…
@amyristom Ansolute Katastrophe. Ich habe das selbe Problem bei den Mod Wheels meines Mopho X4.
@Peter Grandl Ich hatte das gleiche Problem bei meinem Sub37 und konnte die klebrige Beschichtung mit Propanol/Propylalkohol (und viel Geduld und Spucke 😉) komplett entfernen. Seitdem fass ich auch die Wheels wieder gerne an.
@Peter Grandl Bei klebrigen Wheels und Seitenteilen: Synth zerlegen bzw. Teile ausbauen. Hochprozentigen Alkohol nehmen (Isopropanol ist auf jeden Fall besser geeignet als der gute 20 Jahre Laphroigh!). auftragen und einwirken lassen, mit einem fusselfreien Tuch rubbeln, evtl. wiederholen bis das meiste vom Klebesiff ab ist. Mit ölhaltigen Baypflegetüchern dann die Reste entfernen durch beharrliches Rubbeln. Die allermeisten Oberflächen werden dadurch spiegelglatt und sauber. Hat bei mir bei vielen Modwheels und bei der Ableton Push2 wunderbar funktioniert.
Wichtig ist dabei, daß die Soft Touch Beschichtung komplett entfernt wird.
@exitLaub Danke für den Tipp!!!!
@exitLaub Babyöl ist super, damit krieg ich selbst den Ruß vom Kamin weg.
am besten mit nem Küchenhandtuch , bei babytücher gibts fusseln wenn man irgendwo hängen bleibt …
@Peter Grandl Nextel Beschichtungen auf Frontplatten wie etwa beim MicrowaveXT: Manche versiegeln das mit Klarlack. Ich würde davon absolut abraten, wiel man nie weiß ob es nicht darunter weiter „gärt“ und irgendwann Blasen wirft.
Entfernen kann man das auch nicht ohne die Beschriftungen zu verlieren.
Was relativ einfach ist, sauber aussieht, jedoch leider keine absolute Dauerlösung ist: Soweit zerlegen, daß man die nackte Frontplatte hat. In warmen Wasser mit Spülmittel einlegen und einwirken lassen. Mit einem weichen Lappen immer wieder mal wischen. Auf keinen Fall stark reiben! Diesen Vorgang mit frischem Wasser evtl. wiederholen. Anschließend komplett trocknen lassen. Dann nimmt man ein relativ gerucharmes Speiseöl und trägt das sparsam mit einem fusselfreien Lappen auf. Bei Bedarf in mehreren Durchgängen. Dabei lieber sparsam dafür zwei oder dreimal auftragen. Anschließend wieder trocknen. wichtig dabei ist, daß es nicht aussieht wie in einer Fischbüchse, zuviel zieht nicht ein, trocknet nicht und wird im schlimmsten Fall ranzig.
Das Nextel fühlt danach wieder samtig an, leichte Flecken können dabei komplett verschwinden, starke Flecken nehmen im Kontrast ab.
Das hält im Idealfall 2-3 Jahre, dann kann es wieder zu Kleben anfangen und man muß die Prozedur wieder durchführen.
@exitLaub angeblich das ominöse orangenöl auch gut. 😜
@Peter Grandl Bei klebrigen Potikappen lohnt es sich nach meiner langjährigen Erfahrung überhaupt nicht, da einen riesen Aufstand zu machen. Wegwerfen und neue kaufen. Bei Aliexpress gibts so gut wie alles und in allen Farben und Formen. Dazu noch günstig.
@exitLaub ärgerlich finde ich halt, man muß wissen welche passen.
oft aber eh die gleichen wie beim sp404. passen zb auch beim minilogue und kaoss Pad 2.
@amyristom bei meinem Pulse besser mit Vorsichtiger Reinigung mit Wasser und Seife.
bei den potikappen ist echt leicht, in isopropanol über nacht einlegen und dann die softtouchschicht abkratzen.
leider ist bei dem Pulse dann die ganze Beschriftung dahin…
arturia hat zumindest dazugelernt.
der aktuelle keystep und die Ufo edition vom microbrute haben jetzt kappen ohne die Schicht.
@Numitron Ja für das beschichtete Panel ausschließlich Wasser. Am besten heißes, so dass die klebrige obere Schicht des soft-lacks sich abspült. Mit Lappen danach vorsichtig abwischen (am besten das wischen an einer Ecke mit nicht allzu viel Druck testen) und danach den Lappen weghauen. So bleibt die Beschriftung noch erhalten, denn die ist unter dem Lack. Auf keinen Fall isopropyl-alkohol oder andere aggressiven Stoffe verwenden!!! Es sei denn man möchte alles blank haben. Wer so was vorschlägt, sollte sich bewusst sein, was die Folge davon ist.
Für den Wiederverkauf fatal. Außer man hat Profis zur Hand die es 1:1 nochmal bedrucken können.
Man kann am Klangcharakter des Pulse durchaus etwas ändern bzw. ihn eine ganze Ecke weniger hart und bratzig klingen lassen, indem man die einzelnen Oszillatorlevel in einem Wertebereich unter 50 hält.
Ein großartiger Synthesizer, den ich leider viel zu wenig einsetze. Aber wenn er zum Einsatz kommt … tja, dann sägt er mit seinem Sound durch den gesamten Mix. Das ist vielfach gewünscht, kann aber auch nerven. Deswegen darf man sich nicht scheuen den Pulse im Mix einfach ganz brachial und knallhart mit EQs in seine Schranken zu verweisen.
Ich war auch immer mal am Überlegen (echt, immer mal wieder), ob ich mir nicht einen Studio Electronics »SE1X« zulegen soll. Meiner Meinung nach auch so ein Geheimtipp. Mit Blick auf den kaum genutzten und mich traurig ansehenden Pulse lasse ich dies Idee aber immer wieder fallen. 🙄😀
@Flowwater wobei der se1x samtig weich (und dabei trotzdem druckvoll) klingt – wenn dir der Pulse zu aggressiv ist, ist es vllcht besser zu tauschen…
@martin stimming Danke für Info. Ist von mir aber erst mal nur eine Überlegung. Mir Blick auf meinen Geräte- und Software-Park wird hier erst mal nix mehr gekauft (außer vielleicht noch ein Audio-Interface von RME oder so). Zuvor muss mit dem vorhandenen Zeug erst noch mal kräftig Musik gemacht werden. 😀
@Flowwater se 02 eine Option?
oder muss es Rack sein?
@Numitron Natürlich, grundsätzlich ja. Aber wie gesagt: Erst mal wird nix mehr gekauft. Außerdem habe ich hier neben dem »Pulse« ja noch einen grandiosen »Pro2« und einen ebenso echt tollen »Taiga«. Deswegen stelle ich mir auch die Frage: Wie viele monophone Synthesizer braucht man als Musiker? Ich kann mir vorstellen, nur mit diesen Dreien ein ganzes Album zu machen (mit Sampling und/oder Mehrspur-Recording natürlich). 😁
@Flowwater dachte 2 Alben gleich! 😜
@Numitron So ist es, das ist der Plan. Aber konkretisiert: Es wird NICHT zwei Alben GLEICHZEITIG geben. Mein mir selbst auferlegtes Gelübde geht aber so: Bevor ich nicht zwei Alben gemacht habe, wird es keine neuen Synthesizer-Käufe mehr geben.
Noch konkreter: Ich hatte den Oktober frei geschaufelt, um mich um das erste Album zu kümmern. Dann lag ich just von Anfang Oktober bis jetzt krank darnieder; davon erhole ich mich erst jetzt so einigermaßen. Tja, so geht’s halt manchmal.
@Flowwater ah, OK!
besser Zeit lassen, stimmt.
@Flowwater Herr Fisch: Das neue Cubase erscheint im November – Pflichtkauf! …und dann war bei ihnen noch ein Prophet 12 geplant wenn man sich nicht täuscht. Dann hätte ich gerne was vom Pro2 in einer Nummer gehört, um einen Eindruck zu bekommen und einen Moog haben sie meines Wissens nach auch noch nicht, was in jedem Homestudio Pflicht ist – Anmerkungen? ☺️
@Filterpad Ich mache mich mal unbeliebt:
Ein Moog kommt hier so schnell nicht her. Bevor ich den »Pro2« besaß, war für mich mal der »Subsequent 37« interessant. Der ist aber nun obsolet geworden. Spannend finde ich einzig bisher den »Muse« … aber vorher käme tatsächlich eher »Prophet 12« in Frage. Und davor gibt es noch andere schöne Geräte, die weiter oben auf der Liste stehen.
Ein Prophet 12 steht aber auch nur erst mal »auf der Liste«. Wie schon mehrfach geschrieben: Hier wird erst mal nix gekauft (aber träumen darf man ja mal), weil …
… eben jener Pro2 und auch noch lauter andere hier bereits real und physisch existierende schöne Geräte ihres produktiven Einsatzes harren. Also: Nein, mit einem Beispiel vom »Pro2« kann ich bisher nicht dienen. Kommt aber. 😁
ich habe den damals direkt als er rauskam gekauft und von dem was ich darüber gelesen hatte große Erwartungen daran. Irgendwie kam ich aber damit nicht so richtig zusammen. Der Klang selbst war schon klasse, passt aber nie so richtig zum Rest. Vermutlich habe Ich es einfach falsch angefangen, weil ich damals nur wenig Ahnung hatte. Nach einer Weile habe ich entnervt aufgegeben. Letztlich habe ich in genau 1 Stück ein Sound vom Pulse verwendet der dringeblieben ist. der ist dann aber auch super und so war der Kauf nicht ganz für die Katz.
Und was außerdem gut war ist, das bei der Auktion damals fast das Gleiche rauskam, was ich vorher bezahlt hat. Also insgesamt eine Erfahrung.
„Neben den vier Hüllkurvenzeiten …“
3!
@Tyrell
@plumperquatsch Danke 🙏 Vertippt 😉
@Peter Grandl hab ich mir gedacht ^^
Mich persönlich hätten noch Hits interessiert, bei denen ein Puls Rack zweifelsfrei zum Einsatz kam. Gerade so im Eurodance und Vocal-Trance hätte mich das blendend interessiert. Auch noch ein Satz zum auslaufen der Weichmacher bei Gummiüberzügen: Selbstverständlich kenne ich das Problem ebenfalls. Ich bin mit Terpentin ran. Ein ekliges und giftiges Zeug! Wird normalerweise benutzt zur Reinigung von Farbpinseln. Ergebnis: Der Gummi war komplett entfernt bis zum darunterliegenden Hartplastik, aber nur der extrem schmierige. Bei dem nicht-schmierigen ist tatsächlich auch nichts passiert. Es ist ein günstiges Midikeyboard, von daher relativ wurscht! Aber: Der nächste Synthesizer darf keine Gummibeschichtung mehr haben. Dadurch kann man sich solchen Ärger und Megaquatsch sparen. Selbstverständlich gibt es hochwertigen Gummi – aber welche Firma interessiert das um ehrlich zu sein! Nach der Phatty-Serie (Little-Phatty) und Sub-Serie von Moog haben sie keine dieser Beschichtungen mehr verwendet. So ist’s richtig! Bei den aktuellen Teilen kann man beruhigt zuschlagen was dies betrifft.
@Filterpad also in irgendeinem Stück von M. Manson meine ich mal einen Presetsound des Pulse gehört zu haben. nr.93 glaube ich. Ist aber lange her.
@Filterpad Nehmt für so etwas Isopropanol, das ist nicht so giftig und aggressiv.
Das mit den Moog Sub stimmt nicht, das Mod- und das Pitch-Wheel, haben ebenfalls das Problem 😲
„Hier nun das Manko: Leider sind die Potis keine Endlosregler und erzeugen, je nach Stellung, mehr oder weniger große Wertesprünge.“
Das ist bei den Waldorfs mit Endlosdrehreglern zum anderen Problem geworden, beim Altern erzeugen die beim Drehen Parametersprünge. Hier gehört der Mittelweg her. Wert abholen.
Der Pulse hatte weder „Gummitaster“ (???) noch irgendeine Beschichtung auf den Potikappen.
@kiro7 nein, aber auf der Bedienoberfläche leider.
und andere Geräte oft bei den potikappen.
@Numitron Das ist richtig, aber nur dort. Nicht auf den Kappen, und Gummitaster hat er auch nicht, wie im Bericht fälschlicherweise steht.
Der Pulse 2 klingt gut, aber anders. Leider ist die Programmnummer im Display unglaubliche Platzverschwendung, und die Potikappen sind eine Zumutung, edel aber praxisfern ohne Grip. Leider beides ein Design- Fail. Der Designer hatte wohl vergessen: „Form follows function“. Wieder verkauft.
@kiro7 Die Metallpotis finde ich persönlich vom Grip her super. Auch beim Blofeld …
Das mit der Riesennummer ist tatsächlich verschenkter Platz.
Vielleicht der „Barrierefreiheit“ geschuldet in Anbetracht potentiell alternder Anwenderschaft?
🙄😎🤯 (Ironie aus …)
Aber trotzdem – sowohl Pulse als auch der 2er super zu bedienen, wenn man die damals recht einfache Bedienphilosophie des / der MW 1 verstanden hat. Genial, ohne Regler für jede Funktion. Trotzdem alles relativ intuitiv über die „Matrix“ erreichbar. Eben Waldorf ….
Wie schon geschrieben, kleben die Taster und die Potikappen nicht, da sie aus Hartplastik sind.
Die Klebrigkeit des Bedienpanels habe ich mit Isopropanol beseitigt und es mit Balistol anschließend geschmeidig gemacht.
Es fühlt sich an wie neu und auch die Beschriftung ist noch vorhanden.
@chris Kann bestätigen, dass die Potis und Taster keine „Gummierung“ aufweisen. Auch das Panel weist bei mir keine Klebeeffekte auf. Mein Pulse sieht eher grau aus, anders als der auf den Bildern, welcher bei der Farbgebung eher in Richtung klassisches MW 1 -Blau tendiert. Gab es unterschiedliche Ausführungen?
Habe da auf die Schnelle nichts finden können.
Empfehlung ist auch der Stereoping Programmer (nicht der Controller, der natürlich auch, eben begrenzter von den Möglichkeiten direkten Zugriffs) der Programmer ist schon toll und Luxus…
Das Schmierproblem habe ich auch beim Sub37, MiniBrute (dort auch Seitenteile) und MophoX4 …
Hoffe, dass sich das bei Pro 2 und Pro 3 nicht auch etabliert. Leicht gummiert wirken die auch. 😕
Der TEO (aus quasi selbem Hause) hat offenbar reine Plastewheels (bewusst „Plaste“, da ostsoziliasiert, von der Form her plastisch sind sie idealerweise alle, auch die aus Stein bei NORD :-) …
@Elektromo meiner hat auch ein viel helleres grau.
das Bild ist wohl stark bearbeitet worden.
hab außerdem keine rote Kappe.
@Numitron Ne rote Potikappe habe ich trotz der eher grauen Oberfläche bei Poti eins von sechs (von links aus gezählt) … der Rest Kappen (nach Adam Riese: fünf) ist in eher freundlichem Grau gehalten …ein Mü’chen heller als die Frontplatte.
@Elektromo OK.
den blauen Kopf hab ich auch in grau.🤣
endlich hab ich beim vintage-analog bericht zum samstag mal kein GAS 😀
der pulse hängt hier seit fast 30 jahren im rack. mein erster synthie damals für 666 mark. und bis heute ein treuer begleiter.
@dflt ausgezeichnet!
zuviel Gas ist auch nicht gut😜