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Test: Beat Kangz Electronics, Beat Thang, Drum Machine

Beat Thang

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Schon seit ein paar Jahren geistert eine Drummachine mit seltsamem Namen durch durchs Internet und über NAMM-Shows: Beat Thang. Mit gehöriger Verzögerung ist das Kleingruppenprojekt nun verfügbar und wird sogar von einem großen deutschen Vertrieb in Umlauf gebracht.

Beat Thang

Beat Thang

Dat Schlag Dang

In hiesigen, aber auch englischsprachigen Foren wurde Beat Thang bislang eher misstrauisch beäugt, man störte sich vor allem an der zielgruppengerechten und recht vollmundigen Präsentation. Dabei sollte der Hintergrund eigentlich jedem Musiker sympathisch sein. Drei Producer/DJs aus dem Hip Hop/R’n’B-Umfeld hatten die Idee, eine Sample-basierte Drummachine für Live, aber auch zum Produzieren 100%ig nach ihren eigenen Vorstellungen zu realisieren. Wovon andere höchstens träumen oder nur einen Zettel vollkritzeln, haben sich die Beat Kangz vorgenommen und in die Tat umgesetzt. Abgesehen von einer Kooperation mit Zoom vor einigen Jahren, wo die Beat Kangz Sounds und Pattern für die Streetboxx SB-246 beigesteuert haben, handelte man jenseits der etablierten MI-Branche. Dass sie darüber ihre musikalische Herkunft und Identität nicht vergessen, ist klar. Sie haben zielstrebig ihr Dang -äh- Ding durchgezogen. Das finde ich respektabel, da stört mich auch keine „Yo, what’s up“-Attitüde.

Beat Box

Das kompakte Gerät macht einen guten Eindruck. Beat Thang hat ein solides Metallgehäuse und ein erstaunliches Gewicht, was auch durch den eingebauten Akku bedingt ist. Mit der Maschine kann man wie mit einem Laptop für ca. 3 bis 4 Stunden Netz-unabhängig arbeiten. Die Oberfläche wird von einem Smartphone-ähnlichem Display (kein Touchscreen) sowie blau leuchtenden Tasten und Drumpads dominiert. Diese Lichtorgel kann von sanft bis grell eingestellt oder auch ganz deaktiviert werden, das Display bleibt immer gleich hell. Links und rechts oben sitzen zwei Alpha-Dials mit Druckfunktion und zwei Up/Down-Tastern, die zusammen mit vier Funktionstasten die Dateneingabe der Displayanzeigen übernehmen.

Als Spielhilfen sind seitlich ein Pitchbender und ein Mod-Wheel angebracht. Bei letzterem handelt es sich eigentlich auch um einen Bender, jedoch ohne Rückstellfeder. Neu ist diese Idee nicht (RY30: feel the wheel), aber mit der seitlichen Positionierung sind die beiden Bender angenehm zu bedienen. Beim gesamten Oberflächenkonzept hat man offenbar an ergonomisches Arbeiten gedacht, auch mit den Alpha-Dials operiert man flüssig.

Audioanschlüsse

Audioanschlüsse

Die Aufgabenteilung ist klar. Unten sind 13 Drumpads in Keyboardanordnung, die „formal“ an den ASR10 erinnern, in der Mitte Transport-, Spuranwahl-, Mixer- und Systemtasten, oben das Display, worüber tiefer gehende Operationen ausgeführt werden. Da sieht man fix durch.

Auf der Rückseite gibt es Licht und Schatten. Neben einem Stereo-Out sind auch zwei separate Kopfhöreranschlüsse vorhanden. Die Lautstärken dieser drei Ausgänge können einzeln geregelt werden, allerdings nur über ein Menü, Potis gibt es nicht. Ein echtes Manko ist, dass die Einstellungen nach dem Ausschalten zurückgesetzt werden.

Einzelausgänge oder Digital-I/O glänzen durch Abwesendheit. Dafür gibt es 2x USB als Computeranschluss und für Speichermedien sowie zwei SD-Card-Slots (bis 32 GB), die für Samplespeicherung vorgesehen sind, denn Beat Thang kann nicht nur Samples importieren, sondern auch selbst samplen. Der Eingang kann wahlweise Mikrophonpegel (XLR) oder Line-Pegel (Stereoklinke) aufnehmen. Mit MIDI-I/O, Fußschalterbuchse und K-Lock-Port ist die Rückseite dann auch schon voll.

Klangbeispiele

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