width=

19. Dezember 2019

Bass Bot TT-303, Behringer TD-3 – Brüder im Geiste

Vor kurzem erst hat Penishead einen tollen Artikel zur TD-3 verfasst. Mit diesem ist er mir knapp zuvorgekommen, hatte ich doch die gleiche Idee. In seinem Artikel hat er die wesentliche Dinge benannt, weswegen ich da jetzt nicht mehr intensiv darauf eingehen möchte. 

Und dennoch habe ich ein paar Dinge hinzuzufügen, die mir persönlich noch wichtig waren, den Lesern und ggf. zukünftigen Käufern mitzuteilen. 

Wenn ihr weiter runterscrollt kommt ihr zum eigentlichen “neuen”, nämlich dem Vergleich zwischen TD-3 und TT-303. Den früheren Artikel zur TT-303 gibt es hier. Besprochen wird in diesem Artikel die ältere Version der TT-303 v1. Die neue stand uns leider nicht zur Verfügung.

Behringer TD-3: Was fehlt? Was kann man besser machen?

Das Auspacken, im Neudeutsch “Unboxing”, verlief relativ unspektakulär. Zu den Materialien hat Penishead fast alles wichtige gesagt. 

Ein USB-Kabel wäre jedoch schön gewesen, auch wenn immer irgendwo eins rumliegt. Eine Bedienungsanleitung? Es ist leider Usus geworden, dass bedruckte Anleitungen – und wenn es nur ein Quick Start Infoblatt ist – fehlen und stattdessen heruntergeladen werden sollen. 

Also schaue ich auf der Behringer-Seite, gebe TD-3 unter Support/Downloads an und bekomme nach selbigem den Quick Start von einer PA…  Über die Startseite suchen ist da eine bessere Idee, hier komme ich zum gewünschten Dokument. Dieses ist – wie so oft bei Behringer – eher knapp gehalten, enthält aber die grundsätzlichen Angaben und Funktionen. 

So erfahre ich, dass die USB-Buchse nur MIDI überträgt, kein Audio. Der separate MIDI Out ist auch ein Thru. Den hätte man sich sicherlich auch gerne separat gewünscht. Auf der Rückseite gibt es sonst nichts spektakuläres. Audio Out als Monobuchse dürfte klar sein und der Anschluss für das billige Netzteil. Die Verbindung ist fragil und dürfte im Livebetrieb Angstschweiß verursachen. Im Studio halte ich das für unbedenklich. Einmal eingestöpselt – hält. Ein An/Aus-Schalter ist implementiert worden, das ist vernünftig.

Jetzt wenden wir uns der “Spielfläche” zu: Auffällig ist gleich mal die Patchbay. Filter In schleift ein externes Signal ein. Das hätte man auch als Audio In bezeichnen dürfen. Über Sync In wird ein Clock-Signal eingespeist. CV Out und Gate Out ist selbsterklärend und lässt das Modularsystem ins Acid-Fieber überführen. Der Phones-Ausgang ist klasse, leider aber deplaziert. Da hängt das Kabel schnell mal im Weg. Ideal wäre an der Stirnseite gewesen oder notfalls auch hinten. Der Ausgang ist mit 3,5 mm klein ausgefallen. 

In der Anleitung wird man darauf hingewiesen, dass 15 Minuten Wartezeit erforderlich ist. Dies soll die Stimmstabilität der Oszillatoren gewährleisten. Zunächst einmal will ich die Synchronisation einstellen. Das ist nicht gerade einfach gelöst: FUNCTION einmalig drücken, danach BACK und WRITE gleichzeitig. Innerhalb von drei Sekunden (!) muss man dann seine Auswahl getroffen haben, sonst geht’s von vorne los. Beim zweiten Mal war es dann klar und eingestellt. 

Der Hersteller empfiehlt nun die Stimmung einzustellen (220 Hz, A). Das geht auch recht schnell. Empfehlenswert ist, ein Stimmgerät zu haben, da man einen Finger am Tuning und den anderen auf dem Write hat. Außerdem gelingt es damit genauer als nur das Ohr zu benutzen. 

Damit sind die Anweisungen des “Handbuchs” auch schon weitgehend zu Ende und man erfährt, dass man experimentieren soll. Die Sequenzer-Funktionen werden in einem anderen Bereich erklärt. Unverständlicherweise ist der nur noch in Englisch. Ich bin froh, dass ich das beherrsche…

Beurteilung des Klangs der Behringer TD-3

Die Behringer muss erst entdeckt werden. Klar sein darf man sich, dass es sich trotz des Anspruches, ein Bass-Synth zu sein, nicht um eine mega-fette ultra-analoge Bass-Wand handelt, die es bei Moog oder Modular-Boliden gibt. Dieser Sound hat seine Eigenheiten – und das ist auch gut so. Das Filter packt meines Erachtens gut zu. Die Resonance kann sehr brauchbar zwitschern. Envelope verformt den Klang noch einmal mächtig und im Zusammenspiel mit Decay wird es eine runde Sache. Accent fällt nicht übermäßig auf, wenn man das will -, was positiv zu verstehen ist. 

Der Distortion-Effekt ist insgesamt gesehen eine Variation, nicht mehr und nicht weniger. Sie klingt besser als ich gedacht habe, aber eher nicht nach echter Distortion. Dafür fehlt das brizzlig-tiefe, was ich darunter verstehe. Aber als Ergänzung und Besonderheit nehmen wir es mal gerne mit.  

Vergleich Bass Bot TT-303 und Behringer TD-3

Der eigentliche Grund dieses Artikels ist jedoch dieser Vergleich. Dankenswerterweise hat ein guter Freund von mir, Marc Karlheim (System of Ice) aus Bielefeld eine TT-303 in seinem Techno-Set, so dass wir nach meinem Erwerb der TD-3 beschlossen haben, die beiden zu vergleichen. 

Marcs TT-303 ist schon etwas abgerockt, das ist deutlich an den Beschriftungen und Potis zu sehen. Ein Taster funktioniert auch nicht mehr ganz so wie es sein sollte. So eine Maschine wird live eben viel bespielt und hat ein paar Jahre auf dem Buckel, daher sind Gebrauchsspuren normal. Es ist angenehm, auch mal ein Gerät zu sehen, dass nicht aussieht, als sei das erste Mal Staub drauf gefallen. So ist es halt, wenn man es nutzt. 

Die Haptik ist dennoch gut, alles macht trotz alledem einen guten Eindruck. Alles ist weitgehend stabil und bis auf das genannte sind die qualitativen Unterschiede zur TD-3 gering. Da Letztgenannte neu ist, hat sie natürlich erstmal einen Augenbonus. In den Ausmaßen fällt sie ähnlich groß aus, für alle Extras ist genug Platz (Distortionsektion). 

Es gibt hinsichtlich der Bedienung vieles, dass sich vollkommen gleicht. Eine Sequenz einzuspielen ist bei der TT-303 jedoch etwas einfacher, da man direkt bei der Noteneingabe auch die weiteren Informationen wie Accent, Slide usf. eingeben kann. Bei Behringer sind dies serielle Vorgänge. Aber leichter wird es hier natürlich per App. Da kann bisher keiner gegen an, das ist hervorragend und für alle intuitiv und einfach. Aber auch die Cyclones ist schnell nach dem 303-Prinzip eingespielt.

Für die klangliche Beurteilung ist dies alles erstmal unbedeutend. Wir schmeißen also die Kisten an, synchronisieren sie und stellen alles soweit gleich ein. Für die Audio-Beispiele haben wir uns bemüht – durch verbale Anweisungen – die Einstellungen unisono vorzunehmen. Es kann dabei natürlich zu Abweichungen kommen, d.h. hie und da geht bei dem einen der Filter zu früh auf oder so ähnlich. Wir bitten das zu berücksichtigen. Auch kann es sein, dass die Grundlautstärke leicht differiert. 

Die Aufnahmekette ist so, dass über eine Patchbay die Signale parallel in ein Focusrite Saffire Pro 40 wandern. Unsere Bandmaschine heißt Ableton 10. Es dürfte auf der Hand liegen, dass es gewisse Färbungen des Signals durch diese Kette gibt. Das ist einkalkuliert und mangels neutralem Equipment nicht anders möglich gewesen. Da es nur um den Vergleich geht, ist dies – so denken wir – tolerierbar. 

Im ersten Beispiel haben wir bis auf Cutoff, was in Mittelstellung liegt, alles rausgedreht (d.h. Linksanschlag).

In dieser Einstellung fällt auf, dass die Cyclone verhältnismäßig dumpf im Vergleich wirkt. Das Filter der TD-3 tönt hier also etwas heller und aufdrängender. 

Die selben Reglerpositionen, jetzt kommt jedoch Bewegung rein: Cutoff wird nach und nach auf Rechtsanschlag gebracht. 

Auch in diesem Beispiel klingt die TD-3 höhenbetonter, die Resonance macht sich bei beiden Maschinen sehr schön bemerkbar und formt den typischen 303-Klang des Filters aus.

Cuttoff steht wieder in Mittelstellung, Resonance ist offen, also auf Rechtsanschlag. 

Diese statische Einstellung belegt dasselbe wie bereits oben angesprochen: die TD-3 klingt einfach “heller”.  

Resonance bleibt aufgedreht, alles andere verbleibt mittig, Cuttoff drehen wir rein. 

Die TD-3 zwitschert schon fröhlich vor sich hin, die TT-303 bleibt hierbei verhaltener und hält sich noch vornehm zurück. 

Resonance, Envelope, Decay sind voll aufgedreht, Accent auf 3 Uhr, Cutoff wird nach links rausgedreht. 

Die TD-3 dreht schon richtig durch vor lauter Twittern, wieder gibt sich die TT-303 englisch und vornehmer, dabei deutlich voluminöser. 

Jetzt heißt es Kopfhörer leiser drehen, Monitore runterregeln, es wird lauter (am Ende)….

Cutoff bleibt auf 9 Uhr, Resonance wird von rechts auf links gedreht, bis zum Anschlag, die anderen Einstellungen sind wie bei Audio 5. 

Beide werden zum Ende mächtig laut, also aufgepasst. Auch hier ist der wesentliche Klangunterschied – wie zu erwarten – im Bassbereich zu finden.

Fazit
Die TD-3 ist ein gelungener Wurf von Behringer. Haptisch passt es soweit, die Langlebigkeit gilt es zu beobachten. Der Formfaktor stimmt jedenfalls, die App ist toll, der Sound klingt dem Original sehr nah angelehnt. Es gibt Modular-Anbindung und USB für die Neuzeit. Die App ist natürlich der Knaller, das lohnt sich wirklich.

Die TT-303 ist bereits bei Amazona besprochen worden. Im Vergleich kommt die Cyclone-Acid-Hupe gut weg. Die Bedienung ist teilweise einfach besser gelungen. Die Möglichkeit, den Klang durch nur einen Knopfdruck nochmal zu verändern (mutate), ist großartig.
Haptisch gibt’s keine Sieger, den Zustand darf und kann man hier nicht mitbewerten.
Im wichtigsten, dem Sound sind wir der Meinung, dass die TT-303 die Slides etwas runder, 303-like hinbekommt. Die Behringer TD-3 ist da zu eckig und kommt daher dem Original in diesem Punkt nicht so nah. Angeblich gibt es auf der Platine Einstellmöglichkeiten. Da bin ich sehr gespannt drauf.
Andererseits ist die TD-3 durchsetzungsfähiger, sie strahlt mehr und ist daher ohrenfälliger. Sie soll jedoch ein Bass-Synthesizer sein. Cyclones Adaption ist im Gesamtklang dumpfer, basslastiger und runder bzw. \"wärmer\". Ihr fehlt die Distortion, die man per Pedal oder Plugin nachrüsten müsste. Da holt die TD-3 wieder ein bisschen ein, was sie aber nicht zum Bassmonster macht.
Letztlich ist es eine Geschmackssache und eine Frage des Verwendungszwecks. Marc sagt, er benutzte live dann doch mal eher Rolands TB-3 Aira, weil die sich besser durchsetzt. Das würde wieder für Behringer sprechen.
Wenn das mit dem Slide nachgemoddet werden kann, und wenn man den Preis dazu bewundert, kann man mit der TD-3 nichts falsch machen. Aber auch die TT-303 hat ihre Daseinsberechtigung. Sie dürfte nur etwas billiger sein.

Recherchiert man im Netz, geht am Original eh nichts vorbei. Allerdings scheint die RE-303 hier das Meisterstück zu sein. Dafür legt man jedoch deutlich mehr Euro auf den Tresen. Aufgrund des Preises und der erreichten Qualität gibt es von uns für beide Geräte 3 Punkte.

Plus

  • Behringer TD-3:
  • Sound
  • Verarbeitung (\"gutes\" Plastik)
  • Patchbay (Modulare Anbindung)
  • USB-Midi
  • Software (App) für den Sequenzer
  • TT-303:
  • auch gutes Plastik, schöne Optik
  • Sequenzer besser bedienbar
  • Zusätzliche Mutate-Funktion
  • Slides besser, dem Original ähnlicher
  • fetter Sound, kommt dem Original nahe

Minus

  • Behringer TD-3:
  • Phones-Ausgang relativ leise und ohne eigenen Lautstärke-Regler
  • Sequenzer-Bedienung nicht intuitiv
  • Potis nicht verschraubt
  • Slides zu eckig, nicht rund
  • TT-303:
  • sehr basslastig (im Vergleich zur TD-3)
  • Verarbeitungsmängel???
  • die neue v2 sieht nicht attraktiv aus
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    penishead  AHU

    Hi Marco, toll das Du auf die Details so eingegangen bist. Auch was die Audiobeispiele anbelangt.
    Das die Bass Bot nicht mehr ganz so brilliert oder strahlt kann wirklich auf die lange Nutzung zurückzuführen sein. Clubtemperatur mit Luftfeuchtigkeit und dann wieder Kälte, usw. Das verändert auf jedenfall manches Bauteil. Ich würde das wirklich unter Abnutzung einbuchen.

  2. Profilbild
    phil_dr110  

    Mein Musikerkollege hat die TT – 303 V2 und ich die TD – 3, sowie die Aira TB – 3. Alle drei Instrumente haben ihre Stärken und Schwächen und ergänzen sich sehr gut. Damit kann man wirklich ein breites ‚303‘- Spektrum abdecken.

  3. Profilbild
    lightman  AHU

    Wenns gestattet ist, würde ich hier nochmal die Info bezüglich des Status des TD-3-Moddings (Slides, usw.) posten, die ich auch im Haupt-TD-3-Vergleichsartikel gepostet habe, nur damits nicht untergeht.

    • Profilbild
      lightman  AHU

      Ich habe hier mal ein paar Updates bezüglich TD-3 Mods kompiliert.

      Nach kompletter Lektüre des derzeit sieben Seiten langen Behringer TD-3 DIY Threads bei Gearslutz (http://bit.ly/td3diygearslutz) und anderer Quellen haben sich folgende Mod-Möglichkeiten rauskristallisiert, die in diesem Beitrag von Benutzer Maffez zusammengestellt wurden: http://bit.ly/td3mods.

      Gleich vorweg, bei der Slide-Frage ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, die Vermutungen gehen dahin, daß die Slides durch die CPU/Firmware gesteuert werden und für eventuelle Anpassungen ein Update seitens Behringer notwendig ist.

      Ein bisher verfolgter Ansatz für die Änderung von Attack/Slides ist der sogenannte C52-Mod, das ist ein Kondensator, der im Bereich der VCO/VCA-Steuerung Hüllkurvenklicks minimieren soll. Wird ein weiter Kondensator parallel geschaltet, verändert sich das Attack/Slide-Verhalten, wie in diesem SoundCloud-Beispiel zu hören: http://bit.ly/td3c52modtest. Nach meinen Ohren klingt es mit C52 + 47nF am Besten (im Audiobeispiel ab 0:34).

      Man kann zusammenfassend sagen, daß die Sache auf einem vielversprechenden Weg ist. Wenn die Jungs weiter so rührig bleiben und Behringer bei evtl. notwendigen Updates mitspielt, können sämtliche Unebenheiten der TD-3 ausgebügelt und bei Bedarf etliche Devilfish-Mods nachgerüstet werden.

      • Profilbild
        Maffez

        Hey ho – danke fürs Interesse :)

        Erste Moddinganleitung steht mal: https://www.gearslutz.com/board/attachments/modular-mania-all-things-eurorack-and-modular-synths-effects/857965d1576434568-behringer-td3-diy-mods-td3mods_beta.pdf

        Und wer reinhören mag, hier einige Demos dazu: https://soundcloud.com/uibkmedan/sets/td-3-modifications

        Slide, haben wir mittler weile fix rausgefunden, ist per Software, also könnte B. da nachliefern, während das per Mod nicht zu ändern ist.

        • Profilbild
          lightman  AHU

          Hey Maffez, gute Arbeit, danke, daß du dich hier meldest. Was ist von dem C52-Mod bezüglich der Slides zu halten? Der etwas weicher klingende Attack scheint zu einem insgesamt runderem Ergebnis zu führen, wovon die Slides zumindest „psychoakustisch“ zu profitieren scheinen.

          Gut zu hören, daß die Slides am Ende in der Software geregelt werden, hoffentlich läßt sich Behringer dazu bewegen, hier tätig zu werden. Wäre cool, wenn man die Slidezeit per Tasten-Kombination wählen könnte,

          • Profilbild
            Maffez

            genau, C52 macht technisch nur Attack des VCA etwas weicher und mit dem Mod kann man den Effekt etwas verstärken – was dann etwas weicher/aus einem Guss klingt, und man im gesamteindruck auch die Slides etwas anders wahrnimmt. An der Slidezeit ändert sich nix. Denke, wenn sich genug Leute melden, reagieren Behringer vielleicht – beim MS ist Porta ja auch bemängelt worden. Ansonsten ist das Teil aber fein aufgebaut und wir werden uns schon noch ein zwei Spielereien einfallen lassen :)

            • Profilbild
              Marco Korda  AHU

              Das ist ja fantastisch. Vielen Dank für den Beitrag und die Links. Ich werde dem B. gleich mal ne Mail schicken. Macht alle mit :-))

  4. Profilbild
    Numitron  AHU

    Das minus wegen dem fehlenden lautstärkepoti für den kopfhörer kann ich nicht nachvollziehen. Das haben nur sehr wenige geräte und das eher im höheren preissegment.

  5. Profilbild
    DrSpan  

    Ich bin kein ökokrieger aber ich finde es inordnung wenn nicht für jeden schmarn papier verwendet wird. Die Bedienungsanleitungen gibt es ja schon in elektronischer form. Da ist noch zusätzlich drucken überflüßig und umweltschädigend. Ich liebe „echte“ bücher und Zeitschriften und dessen Geruch aber wie gesagt. Ich bin schon am umdenken

    Abgesehen davon , sehr schöner Test

        • Profilbild
          ISE500  

          Doch habe gelesen.
          Nicht jeden Schmarrn drucken = bin ich bei dir.

          Aber eine Bedienungsanleitung für ein Musikgerät ist doch kein Schmarrn.
          Dann schreibst du, die gäbe es auch in elektronischer Form.

          Insofern steht mein Kommentar und die Frage an dich, ob du Bedienungsanleitungen für Schmarrn hältst, ist – so wie du deinen Kommentar verfasst hast – ist völlig berechtigt.

    • Profilbild
      Marco Korda  AHU

      Danke für das Lob!

      Das mit der Bedienungsanleitung ist auch für mich ein ambivalentes Thema. ich denke selbst recht umweltbewusst und versuche danach zu handeln. Aber eine Bedienungsanleitung auf dem Rechner lesen ist für mich kaum eine Option. Was mache ich also: ich drucke sie mir aus…. da hätte man sie mir auch dabei legen können. Aber man muss nicht generalisieren: das macht ja nicht jeder und somit ist es unter dem Strich vielleicht doch eine Wohltat für die Umwelt.

      • Profilbild
        lightman  AHU

        Das mit der Umweltverträglichkeit ist so’ne Sache, für eine gedruckte Anleitung wird nur einmal Energie verbraucht, danach kann man sie immer wieder nutzen, während ein Tablet oder iPad Strom braucht (und das nicht wenig), sowie die Umweltsünde Lithiumbatterie in sich trägt.

        Ich würde mal sagen, daß eine einfarbig gedruckte und gebundene Bedienungsanleitung insgesamt eine bessere Umweltbilanz hat. Bei guter Behandlung hält die praktisch unbegrenzt lang.

        Trotzdem habe auch ich fast alle meine Bedienungsanleitungen auf einem Tablet, das ist besonders praktisch, wenn die Dokumente ordentlich aufgebaut sind und sich einzelne Kapitel oder bestimmte Schlagworte direkt anwählen lassen.

        Ich finds insgesamt etwas ärmlich, daß man bei vielen Geräten heute kein vernünftiges Manual mehr bekommt. Als Hersteller oder selbst als Importeur wäre es für mich Ehrensache, ein solches meinen Produkten beizulegen, selbst wenn sie günstig wären. Das mag daher stammen, daß ich etliche Jahre im Rahmen meines Jobs damit zubrachte, für meine Systeme Dokumentationen zu erstellen, sowohl technische für entsprechend geschulte Leute, als auch einfacher gehaltene für Endbenutzer. Das ist nicht so einfach, wie es sich vielleicht anhört, vielleicht scheuen die Firmen deshalb den Aufwand.

    • Profilbild
      division  

      Ich bin auch Deiner Meinung. Ich bevorzuge es die Anleitungen auf meinem iPad 12,9″ (also fast Din A4 Größe) zu lesen. Zumal ich dort auch, wie ich finde, eine prima Suchoption habe.

      Da fällt mir gerade ein, ich sollte mal meine alten K2000 Anleitungen scannen, bevor die sich noch total auflösen!

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.