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Synthesizer-GAS beinflusst das Leben negativ

Junger Mann leidet unter extremer Form von Synthesizer-GAS

8. Januar 2024


Das Gear Acquisition Syndrome (GAS) wird in den Kommentarspalten von AMAZONA.de häufig diskutiert. Es gibt Menschen, bei denen ein Kaufdruck ausgelöst wird, sich Instrumente zu kaufen, obwohl sie keine Zeit, Platz und Geld haben. Zuletzt war GAS beim Erscheinen des Teenage Engineering EP-133 K.O. II beobachtbar. Obwohl der ein oder andere geschworen hat keine neuen Instrumente mehr zu kaufen, geschweige denn von dieser Marke, wurde hier zugeschlagen.

Im Erscheinungszeitraum des Teenage Engineering EP-133 K.O. II hat ein verzweifelter junger Mann seine Geschichte auf Reddit geteilt. Der Erfahrungsbericht von Noah Nichols zeigt die extremen Auswirkungen von GAS und seine Folgen. Es ist erstaunlich, dass das Haifischbecken Social Media einfühlsam mit dem Problem von Noah Nichols umgegangen ist und er viele hilfreiche Tipps erhalten hat, um seine Situation zu verbessern. Sein ehrlicher, selbstreflektierter Text ist empfehlenswert zu lesen. Ich spreche eine Triggerwarnung aus. Einige Leser werden sich in gemäßigter Form in diesem Text vielleicht wiederfinden. Bitte berücksichtig beim Lesen, dass jeder Mensch individuelle Erfahrungen macht und Noah Nichols unter seiner Erfahrung leidet. Hier eine Zusammenfassung des Textes:

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Teenage Engineering EP-133 K.O. II
Teenage Engineering EP-133 K.O. II
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(27)

Seit seiner Schulzeit gibt Noah Nichols sein Geld für elektronische Musikinstrumente aus, und das, obwohl er nicht über die notwendigen Mittel verfügt. Synthesizer sind ihm wichtiger, als seinen Studienkredit abzuzahlen. Um seine Leidenschaft zu finanzieren, arbeitete er in einem Musikgeschäft, das ihm hohe Rabatte einräumte. Da er alles für Instrumente ausgibt, lebt er noch bei seiner Familie und muss keine Miete zahlen. Deswegen fühlt er sich schlecht und hat das Gefühl, ihre Gutmütigkeit auszunutzen. Er möchte Selbstständig werden. Er weiß, dass er etwas ändern muss, aber es fehlt ihm die Kraft.

Zitat aus dem Noah Nichols Text auf Reddit

Sein GAS geht so weit, dass sich Freunde von ihm abwenden und er sozial isoliert ist. Es fällt ihm schwer, sich um seinen Alltag zu kümmern und vernachlässigt sich, weil sein Denken von Synthesizern beherrscht ist. Zusätzlich plagen ihn gesundheitliche Probleme, um die er sich nicht kümmert. Seine Besessenheit für Musikinstrumente lässt ihn glauben, dass er ein schlechter Mensch und Musiker ist.

Noah Nichols teilte nach Reddit seine Geschichte offiziell auf dem Portal Musicradar

Er besitz Equipment im Wert von 20.000 Dollar und kommt nicht dazu, Musik zu machen. Er verbringt seine Zeit damit, sein Studio zu optimieren, Probleme zu lösen, Online-Tutorials anzusehen und ist immer auf der Suche nach den neuesten Nachrichten aus der Szene. Die restliche Zeit verbringt er damit, zu berechnen, wie lange er arbeiten muss, um sich ein neues Instrument zu kaufen. Ich schreibe von einem jungen Mann, der sich vor seinem ersten Auto vier Moog Synthesizer geleistet hat.

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Wenn er dazu kommt, Musik zu machen, lädt er einen Pianosound und klimpert ein bisschen rum. Kein Tweaking, kein Sequencing, kein Patching. Er ist zu der Erkenntnis gelangt, dass er sich Module, Effekte, Sampler und Synthesizer beschafft hat, die seinen Bedürfnissen entsprechen, ohne jemals darüber nachzudenken, was seine Bedürfnisse sind. Es hat verstanden, dass Kunst nicht nur durch das Equipment entsteht. Entscheidend ist, ob der Künstler sein Equipment beherrscht.

Zitat aus dem Noah Nichols Text auf Reddit

Trotzdem hat er keine Gewissensbisse, weil er die Instrumente liebt. Es ist ihm auch bewusst, dass trotz seiner Masse an Instrumenten nur ein bis zwei auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es ist ihm nicht klar, ob die Lösung seiner Probleme darin liegt, sich von Equipment zu trennen. Ein positiver Schritt war, dass er seinen Job im Musikgeschäft gekündigt hat und nun eine andere Tätigkeit ausübt. Er gibt den Synthesizern nicht die Schuld an seiner Situation und vermutet die Ursachen in seiner Familiengeschichte, über die er sich nicht näher äußert.

Eine traurige Geschichte, und trotzdem gibt es auch Hoffnung, weil sich diesmal Social Media von seiner besten Seite gezeigt hat und nicht Hass und Häme über Noah Nichols ausgeschüttet hat. Was würdet ihr diesem jungen Mann raten, wenn er vor euch stehen würde?

Noah Nichols bedankt sich für das positive Feedback auf Reddit

 

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Forum
  1. Profilbild
    THo65

    Mit Mitte 25 war es bei mir ähnlich…
    Equipment ohne Ende und etwa 25T€ Schulden….
    Glücklicherweise hab ich dann meine jetzige Frau kennengelernt, alles verkauft und über Jahre keine Musik mehr gemacht. Da hat sich mein Lebensmittelpunkt deutlich verschoben.
    Vor ein paar Jahren hab ich dann wieder angefangen, die Situation heute aber deutlich besser unter Kontrolle. Auch wenn ich mich nicht komplett von sporadischen GAS-Attacken frei sprechen kann…
    Ich wünsche Noah, dass er für sich auch einen Weg findet.

    • Profilbild
      PaulusS

      @THo65 Das kommt mir sehr bekannt vor!

      Bei mir war es ähnlich. In der ersten Hälfte der 90er-Jahre habe ich angefangen, mit dem Equipment zu handeln. Damals konnte die Instrumente bekanntermaßen preiswert auf dem Gebrauchtmarkt ergattern, wie wir alle wissen. Da war alles dabei, Jupiter 6, alle Junos (fast nichts wert), gesamte Korg MS-Serie, Oberheim FourVoice etc.

      Irgendwann standen ca. 20 Keyboards herum. Als es dann darum ging damit Musik zu machen, habe ich das Equipment auf ein paar wenige reduziert.

      Verschuldet habe ich mich dann später allerdings gewaltig. Zum Schluss war ich bestimmt mit 30k oder mehr in den Miesen. Es war nur eine dumme Sucht. Eine teure! Musikalisch hat mir das nie etwas gebracht.

      Mich hat die Inspiration erst gepackt, nachdem ich pleite war und mit wenigen Instrumenten im Keller eines Freundes bestens zurecht gekommen bin.

      Ich war am kreativsten, als ich nur einen Computer mit Software und einem angeschlossen MIDI-Keyboard hatte. Der Weg war für mich somit am kürzesten und dann sprudelten meine Ideen. 🤯

    • Profilbild
      Sven Blau AHU

      @Dirk Matten Wenn das mal so einfach wäre. Wartezeiten von mehreren Monaten bis Jahren sind nicht selten.

      Für Betroffene neben der Erkrankung eine zusätzliche Qual.

      Aber das ist ein anderes Thema.

  2. Profilbild
    hunsitho

    Erst dachte ich, es sei Satire, aber das ist es wohl nicht… Auch ich würde gerne mehr Musik machen (wer nicht?), aber Verpflichtungen durch Arbeit und Familie halten mich häufig davon ab. Beim Kaufen von Gear hatte ich dann das Gefühl, wenigstens etwas für mein Hobby zu tun – wobei der Frust nachher größer war, da noch mehr ungenutztes Equipment herumstand.
    Finanziell geht es mir glücklicherweise gut, aber ich habe dann irgendwann angefangen, Equipment nur noch gebraucht zu kaufen, und mit sehr ehrgeizigen Preiszielen. 6 Jahre Suchen für einen Subsequent37 für 1000€ – das hält mich davon ab, ständig Neues zu kaufen.
    Und den 1000€ – Moog hab ich dann tatsächlich gefunden! 😀

  3. Profilbild
    Sven Blau AHU

    Danke für den Beitrag, auch für die Triggerwarnung. Solche Warnungen sind leider noch sehr selten.

    Ich persönlich kenne das auch. Und ich glaube auch, dass es weit mehr betrifft, als man vielleicht glaubt. Es gibt da glaub ich ne große Dunkelziffer.

    Ich habe mich im Sommer ’22 von all meinen Synthesizern getrennt, und ich hatte auch sehr viel von dem Zeug.
    Meistens nur rumgedudelt, kaum Zeit gefunden, mich wirklich an Kompositionen zu setzen.

    Der Verkauf des ganzen Krams hat mich sehr befreit. Ich hab mir von der Kohle eine tolles Fahrrad, neue Möbel und einen Urlaub gegönnt.

    Heute weiß ich, das das GAS Teil eines größeren Problems war, nämlich Depression.

    Ich bin sehr froh, vom Synthivirus kuriert zu sein. Heute spiele ich nur noch Bass und Gitarre für mich zum Spaß,

    Das Musizieren mit einem „physischen“ Musikinstrument, also wo man beim spielen auch mal schwitzt oder einem die Fingerkuppen von den Saiten wehtun, ist eine ganz tolle Erfahrung und unheimlich entspannend innerlich.

    Es gibt aber noch Momente, wo ich GAS entwickle, z.B. wenn ein neuer Bass rauskommt oder so.. aber ich hab das mittlerweile im Griff.

    Manchmal denke ich darüber nach, mir einen Arturia Minifreak zu kaufen – weil der ja so kompakt ist und soweit alles kann. Ich kann mich aber nicht durchringen, mir den zu kaufen. Da ist sofort ne Blockade im Kopf.

    Ist auch bei anderen Anschffungen so – ich überlege mir heute 3x, ob ich mir was bestelle, obwohl ich es mir locker leisten kann. Auch bei Kinkerlitzchen.. manchmal stört mich das sogar. Aber besser so, als andersrum!

    Also – Therapie wirkt, bin geheilt :D

    • Profilbild
      Kama

      @Sven Blau Das ist auch gut so!

      Alles verkaufen und sein Talent für das Nutzen, das auch dem Talent nutzt.

      Da wird in Selbstüberschätzung k-weise Gear gehortet und es kommt nix dabei raus, außer Grütze.

      Ich weiß, dass Erkenntnis hart sein kann, wie das Harmann Geständnis.

      Finde ich gut Sven Blau, dass du das erkannt hast.

      • Profilbild
        Sven Blau AHU

        @Kama Danke. Ich kann nur jeden ermutigen, der schon geringe Zweifel hat ob bei ihm/ihr alles in Ordnung ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und oft sind Probleme wie zB GAS oder andere Kompensationen Symptome für viel tiefer liegende Dinge.

        Bei mir war es fast zu spät.

        Es fühlt sich fast unwirklich an, das heute zu schreiben.

        🌈

  4. Profilbild
    Flowwater AHU

    Schöner und wichtiger (!) Beitrag. 🙂👍

    Mitte der 2000er hatte ich einige Geldmittel zur Verfügung, so dass ich mir (gebraucht) einen ziemlichen Synthesizer-Park zugelegt habe. Nicht merkend, dass ich gar keine Zeit mit den Geräten verbrachte, um damit Musik zu machen. Stattdessen hatte ich immer diese Anspannung im Hinterkopf »Du müsstest jetzt eigentlich mal dieses und jenes endlich nutzen und ausprobieren …«, was mich dann so unter Druck gesetzt hat, dass ich gar nichts mehr gemacht habe.

    Viele Geräte habe ich im Laufe der Jahre wieder verkauft, einige sind geblieben. Seit 2021 mache ich jetzt tatsächlich aktiv Musik, nutze dafür aber ein Bruchteil des Equipments, welches ich zur Verfügung hätte. Diese Reduktion auf Weniges war bei mir der Kreativitäts-Booster schlechthin.

    Seitdem ist das GAS zwar nicht besiegt, aber doch einigermaßen im Griff. Ich überlege mir inzwischen fünf mal, bevor ich mir ein neues Gerät kaufe. Das Geld investiere ich inzwischen lieber in CD-Kleinserien meiner Musik. Und, ihr könnt mich für verrückt erklären, aber das hat einfach was, die eigene Musik so richtig physisch in Händen halten zu können.

    Gelegentlich werde ich noch von SAS-Attacken erfasst (»Software Acquisition Syndrome«), die allerdings sowohl monetär als auch platzmäßig bei weitem nicht so extrem wie vor 20 Jahren zu Buche schlagen.

  5. Profilbild
    MartinM.

    Wenn man bedenkt, wieviele Leute irgendetwas „sammeln“, nur um den ganzen Krempel um sich zu scharen und sich (wahrscheinlich) wie die reichste Ente der Welt zu fühlen, aber sonst keinen Nutzen daraus zu ziehen, dann wundere ich mich, warum Synthesizer GAS bedrohlich wirkt. Immerhin sammelt man ja etwas mit Gegenwert, das anders als etwa eine Sammlung von kitschigen Souvenir-Bierhumpen auch wieder verkauft werden könnte.
    Das Verführerische an Synthesizern verstehe ich schon. Jedes Teil verspricht die Möglichkeit, mit wenigen Handbewegungen Großartiges und Überwältigendes zu erschaffen, ganz ohne jahrelange Unterrichtstorturen. Und wenn man das Zeug dann hat, trifft einen die Erkenntnis, dass man immer noch eine musikalische Idee und Zeit und Muße benötigt, und scheitert wahrscheinlich am eigenen Anspruch.
    Dann würde ich empfehlen, auf Low Level zu schalten, und mit ganz einfachem Equipment etwas total Simples, Primitives zu machen. Einen Spaßtrack. Eine Parodie. EDM mit nur drei Sounds. Quick and dirty. Vornehm ausgedrückt: Minimalistisch. Die Arroganz besitzen, den 2000-Euro-Synth nur für einen einzigen, kurzen Pluck Sound zu verwenden.
    Wir könnten hier ja eine Challenge ausrufen nach dem primitivsten Track mit dem teuersten Equipment …

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      @MartinM. > Wenn man bedenkt, wieviele Leute irgendetwas „sammeln“, nur um den ganzen Krempel um sich zu scharen und sich (wahrscheinlich) wie die reichste Ente der Welt zu fühlen, aber sonst keinen Nutzen daraus zu ziehen, dann wundere ich mich, warum Synthesizer GAS bedrohlich wirkt. Immerhin sammelt man ja etwas mit Gegenwert, das anders als etwa eine Sammlung von kitschigen Souvenir-Bierhumpen auch wieder verkauft werden könnte.

      Du bringst es sehr gut auf den Punkt. Man kann ruhig 20, 30k an Gear-Wert eingelagert haben. Ab und an mal einiges wieder anspielen, oder wie der Protagonist schrieb ‚rumklimpern‘. Musikmachen frisst eh zuviel Zeit, diese verbringt man mit Reisen u.a. sinnvoller.

      Und der Kram wird ja nicht billiger, von daher trotz nötiger Wartung keine schlechte Anlage. Sinnvoller als für Spotify oder Netflix oder anderen Konsum welcher ohne Erinnerungen verschwindet zu zahlen.

      • Profilbild
        MartinM.

        @Dirk Matten Ja, zum Beispiel so etwas! Es müsste aber noch eine Equipmentliste dabeistehen, wie noch in den Siebzigern auf vielen Alben, „Stephan Eicher played the following instruments …“. (Warum sind die eigentlich pünktlich ab 1980 von den Covern verschwunden?)

      • Profilbild
        Vintage-Ultra

        @Dirk Matten Danke Dirk, dein erster guter Tipp hier in all den Jahren, ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn –

    • Profilbild
      Martin Andersson RED

      @MartinM. Schöne Idee mit dem „primitivsten Track“ mit dem teuersten Equipment. Noch spannender finde ich aber die Challenge: „Mach einen guten Track mit günstigem Equipment!“ (Egal ob mit Software oder Hardware)

      Unterricht sollte niemals eine „Tortur“ sein, sondern ist mit dem passenden Lehrer eine spannende Sache. Ein bisschen Selbstdisziplin gehört natürlich auch dazu, aber sagen wir’s mal so: Wer täglich 5 Minuten konzentriert übt (statt Testberichte zu lesen und Kleinanzeigen zu studieren), macht schon nach wenigen Monaten große Fortschritte. Und dabei muss man ja nicht „Hänschen klein“ und Fingerübungen pauken, sondern könnte sich auch mit der Harmonielehre der Popmusik beschäftigen.
      Vielleicht war ich lange Zeit naiv, ging ich doch immer davon aus, dass Leute, die Instrumente kaufen, diese auch spielen. Aber klar, es gibt auch Menschen, die Instrumente einfach besitzen wollen. Als ob dies in irgendeiner Weise die eigene Kreativität fördern würde, was mit Verlaub auf mich einfach nur naiv wirkt. Das Gegenteil ist der Fall: knappe Ressourcen beflügeln die Kreativität. Aber neues Equipment verspricht neue Impulse, und davon kann man ja nie genug bekommen. Kleiner Tipp: ein gutes Konzert anhören kann auch Wunder wirken.

      Besonders verdächtig klingt der Satz: „Dies ist die letzte Gitarre, die ich mir kaufe!“, auf dass man ein Jahr später das gleiche wieder zu hören bekommt. Ein bisschen fühle ich mich auch mitschuldig am GAS anderer Leute, wird es doch durch unsere Testberichte hier auf Amazona.de eher angeheizt als gebremst.

      • Profilbild
        MartinM.

        @Martin Andersson Einen Track mit kostenloser Software als Herausforderung zu bauen, habe ich schon auf YouTube gesehen, obwohl ich da eher selten herumstöbere. Im Grunde muss man ja nur irgendetwas Erprobtes mit billigem Zeug nachbauen. (Siehe auch einen Artikel auf Bonedo.de namens „Hit mit Hupe“.) Was dann wieder zu der Binsenweisheit führt, dass teures Equipment keinen Mangel an Ideen wettmachen kann.
        Aber vielleicht hilft ja das gegenteilige Vorgehen, das Verhältnis zu den Wundermaschinen zu entkrampfen?
        Klar, Unterricht könnte da auch helfen.

        • Profilbild
          Martin Andersson RED

          @MartinM. „Erprobtes nachbauen“ kann eine sehr lehrreiche und spannende Sache sein, egal ob mit billigem oder teurem Equipment.
          Niemand würde denken, dass man durch eine gute Schreibmaschine zum Schriftsteller wird, während in der Musik immer noch der Irrglaube herrscht, dass man doch nur jenes Effektpedal/Synthi/Gitarre/Mikrofon/Vorverstärker etc. bräuchte, um endlich einen Schritt weiter zu kommen. So hart es eben klingt: Wer vorankommen möchte, muss sich weiterbilden. Ob mit oder ohne Lehrer ist zweitrangig.

    • Profilbild
      Flowwater AHU

      @MartinM.
      > […] Wir könnten hier ja eine Challenge ausrufen nach dem primitivsten Track mit dem teuersten Equipment …

      Die Idee finde ich gut. Ich würde auch gerne mitmachen … allerdings habe ich nicht wirklich teures Zeug hier herum stehen. Meine »wertvollsten« Geräte sind der Korg »EX-8000«, der DSI »Pro2« und der DSI »Tempest« (alles so Pi mal Daumen im Bereich von EUR 1.200). Aber einen ganzen Pro2 nur mal für »fiep« verwenden hätte auch was. 😁

      • Profilbild
        MartinM.

        @Flowwater Ist ja in erster Linie ironisch gemeint, dürfte aber Spaß machen. Das Equipment nach Marktwert zu „beurteilen“, wie es mir spontan vorschwebte, geht aber nicht gut auf. (Marke: Gesamtwert incl. Rechner, Software, Mixern und Effekten ca. X000 Euro.) Schöner wäre eine möglichst aufgeblasene Equipmentliste im Stil von „… played the following Instruments …“, während auf dem zugehörigen Track nur schlimmer Unfug zu hören ist.

        • Profilbild
          Flowwater AHU

          @MartinM. OK! 😁

          Ich habe die Ironie nicht heraus gelesen, sondern war sofort – echt jetzt – Feuer und Flamme für die Idee. Sollte man einfach mal machen. Das kann nur spannend und lehrreich sein, was dabei rum kommt. 👍

          Nebenbei bemerkt ist das genau das, was meine Ohren mir vermelden, wenn da ein YouTuber vor Wänden voll mit irrem technischem Aufwand steht … und dann da mehr oder minder nur Krach bei rum kommt. 😇

    • Profilbild
      Tai AHU

      @MartinM. „Wir könnten hier ja eine Challenge ausrufen nach dem primitivsten Track mit dem teuersten Equipment …“

      oder

      Wir könnten hier ja eine Challenge ausrufen nach dem teuersten Track mit dem primitivsten Equipment …

    • Profilbild
      WOK

      @MartinM. Wenn man sich dafür verschuldet, ist es kein Sammeln mehr, sondern Sucht.

    • Profilbild
      CB

      @MartinM. Du hast einige Punkte genannt, die mich ansprechen:

      „Das Verführerische an Synthesizern verstehe ich schon. Jedes Teil verspricht die Möglichkeit, mit wenigen Handbewegungen Großartiges und Überwältigendes zu erschaffen, ganz ohne jahrelange Unterrichtstorturen.“

      Ich hatte mich in den 1980er Jahren angefangen, für Synthesizer zu interessieren. Da ich ein auditiver Typ bin, haben mich Klänge angesprochen. Meine Musikhelden waren keine Pianisten, sondern Synth-Popper und später Detroit Techno Protagonisten. Toll spielen zu können und irgendwelche Songs aus Notenbücher nachspielen, hat mich nicht getriggert, wenngleich ich mich daran versucht habe und es bis heute bedauere. Daher kann ich sagen, dass der Zugang zu Synthesizern ein anderer sein kann, als bei allen anderen Instrumenten. Damit verbunden ist, dass es einen doppelten Aufwand bedeutet: Klangsynthese beherrschen und Synthesizer spielen oder zumindest anwenden zu lernen. Die Ressource Zeit muss also aufgeteilt werden, was den Lernprozess verlangsamt.

    • Profilbild
      CB

      @MartinM. Ergänzend:

      „Und wenn man das Zeug dann hat, trifft einen die Erkenntnis, dass man immer noch eine musikalische Idee und Zeit und Muße benötigt, und scheitert wahrscheinlich am eigenen Anspruch.“

      Das gilt für jedes Instrument, finde ich. Ersetze meinetwegen „musikalische Idee“ durch Disziplin. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Die einen können den eigenen Anspruch managen und bleiben dran. Die anderen geben auf. Das ist in anderen Lebensbereichen ebenso.

      „Dann würde ich empfehlen, auf Low Level zu schalten, und mit ganz einfachem Equipment etwas total Simples, Primitives zu machen.“

      Heutzutage muss man das tatsächlich empfehlen. In den 1980er Jahren war vieles derart unerschwinglich, dass der Überfluss gar nicht möglich war. Von allem zu wenig und selbst simple, primitive Sachen gingen nur, wenn man Freunde/Bekannte die irgendwas hatten, einbeziehen konnte.

      Heute ist es auch gar nicht so einfach, einen guten Synthesizer für den Einstieg zu finden. Die Instrumente im Billigbereich sind entweder zu limitiert oder werden durch Software-Updates ständig überfrachtet. Das lenkt schnell ab. Den Nord Lead 2 finde ich z.B. sehr schön, um subtraktive Synthese zu lernen. Vielleicht noch einen einfachen Looper dazu, um Spielfreude zu entwickeln und auch ein bisschen was zu arrangieren. Elektronische Musik ist ein langer, nie enden wollender Weg.

      • Profilbild
        MartinM.

        @CB Man merkt vielleicht, dass ich selber kein GAS verspüre und mich nur hineinzudenken versuche. Als typischer Boomer habe auch ich in den Achtzigern angefangen, Musik zu basteln. Natürlich mit ganz wenig Equipment und mit viel Trickserei und Schummelei. Das war natürlich hoch kreativ, denn jeder noch so kleine Fortschritt auf dem Weg zu „das klingt ja wie richtige Popmusik“ war ein motivierendes Erfolgserlebnis. Hätte mir eine gute Fee ein voll ausgestattetes Studio herbeigezaubert, wäre ich mit Sicherheit kläglich daran gescheitert, etwas Konkurrenzfähiges damit zu produzieren. Denn ich hätte gemerkt, dass nicht mehr das Equipment der begrenzende Faktor wäre sondern meine limitierten Fähigkeiten.
        Ich hab so den Eindruck, GAS ist dasselbe auf Raten. Man fügt immer wieder etwas Equipment hinzu auf dem vermeintlichen Weg zum perfekten Studio, spürt aber, dass man das gar nicht effektiv zu nutzen versteht. Daher denke ich mir, es könnte helfen, die professionellen Vorbilder auszublenden und einfach mal etwas absichtlich Dilletantisches zu basteln. Und damit vielleicht die Angst vor dem Versagen zu überwinden.

        • Profilbild
          CB

          @MartinM. Genauso ist es. Die wertvolle Lebenszeit in die persönliche Weiterentwicklung statt in Equipment investieren. In den Achtzigern wäre auch niemand auf die Idee gekommen, alles selber zu machen. Da sind die dilettantischen Künstler ins Studio gegangen. Da gab’s dann professionelle Produzenten, Studiomusiker, Toningenieure, usw., die aus der Homerecording-Nummer einen Hit gemacht haben. Heute braucht man ungleich länger, weil man deren Jobs ebenfalls machen muss. Und den der Plattenfirma, des Verlags und des Vertriebs am Besten gleich auch noch. Die multiple Überforderung, sozusagen. Vielleicht ist GAS der ideale Schutz davor ;-)

  6. Profilbild
    Olli91

    Ich dachte bisher GAS wäre eine Art Musiker Joke, aber wenn ich so darüber nachdenke ist es eine ernstzunehmende Art von Kaufsucht. Ich hab auch ein paar Amps, Gitarren und Synthesizer gekauft, obwohl ich genau diese Sachen in schon hatte und auch zufrieden damit war. Paar tausender weniger in der Tasche und das Zeug steht nur rum. Mich plagt mein Gewissen aber nur wenig, weil ich einfach nie darüber nachdenke

  7. Profilbild
    blackfrancis

    Die Geschichte kommt mir bekannt vor. Dabei hat alles bei mir so harmlos angefangen, als ich mir mit 56! den Traum-Synthi meiner Jugend gekauft habe.

    Danach sollte es polyphoner sein (auch zum Lernen und Üben). Danach wurden mir natürlich all die tollen Synthesizer angezeigt (und gekauft), die ich auch schon immer toll fand oder finde.

    Schließlich einen Billig-Bass gekauft, um zu schauen, ob es mir Spaß macht. Hat es. Und dann einen Besseren zugelegt. Das war der Zeitpunkt, an dem ich dann doch gemerkt habe, dass ich übertreibe. Derzeit nehme ich Bass-Unterricht. 57 ist nicht der beste Zeitpunkt mein erstes Instrument zu lernen, aber es macht Spaß und ich bin nicht mehr Versuchungen ausgesetzt. Na gut, es juckt mir doch manchmal in den Fingern! 😀

  8. Profilbild
    Volcaniced

    Hallo ihr Lieben,

    wirklich bedauerlich, dass er in dieser Lage ist. Er zeigt alle Anzeichen einer Sucht. Hier wird wohl nur eine „Entgiftung“ und eine Therapie helfen.

    Ich wünsche ihm auf jeden Fall alle Kraft der Welt um das in den Griff zu kriegen.

    Was man darüber hinaus tun kann? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sicherlich werden wir es nicht schaffen, der Industrie das ständige neu Entwickeln von Synthesizern zu verbieten. Allerdings und das habe ich immer sehr kritisiert, sollte der Umgang mit Synthfluencern einfach mal geprüft oder überdacht werden.

    Ich bin selber ein Content Creator seit rund 6 Jahren. Allerdings und das möchte ich hier betonen, liegt mein Schwerpunkt nicht auf Fastfood Reviews oder auf Synthhopping sondern auf Nachhaltigkeit.

    Ich vertrete das Credo: Less Gear, More Fun und arbeite damit komplett in die entgegengesetzte Richtung. Meine Empfehlung ist, sich ein Geräte auszusuchen und dieses zu lernen. Durch die Lernerfolge hat man immer wieder kleine Stufen, die man erklimmt und fühlt sich immer vertrauter mit seiner eigenen Musik.

    Im Gegensatz zur Masse verwende ich meine Synthesizer auf meinem Kanal immer und immer wieder in unterschiedlichen Szenarien um zu zeigen, welche Möglichkeiten man mit einem einzigen Gerät hat.

    Liebe Grüße
    Holger (Volcaniced)

  9. Profilbild
    NimraX Audio

    Ich hatte zum Glück noch gar nicht richtig angefangen, mir (wieder) Equipment zu kaufen, als ich das erste mal Vater wurde. Ich hatte aber schon Pläne und Listen, was ich alles „brauche“ – tatsächlich verhält es sich bei mir ähnliche wie im Artikel: Ich komme gar nicht dazu, Musik zu machen und wenn ich Zeit habe, klimper ich nur rum und produziere kaum. Zum Glück konnte ich aus Platzmangel das ganze auf Plugins eingrenzen, obwohl mein Ziel eigentlich war, mehr analoge Synths zu kaufen. Es ist bei einem geblieben (Elektron Analog Four), der nur Staub ansetzt, aber ich mag ihn sehr, er nimmt kaum Platz weg und hat gebraucht nicht die Welt gekostet… bei Plugins kaufe ich mehr, als mir lieb ist, aber oft zu Preisen, die man für zwei, drei Kinobesuche oder auswärts Essen gehen auch zahlt – und das wiederum mache ich fast nie. Und dass ich mir das selbst so rechtfertige, ist gar kein gutes Zeichen 🤣

  10. Profilbild
    THEXCEE

    meine erfolgreiche GAS Bremse ist der „LETZTE LIFETIME SYNTH“, ich hab im Grunde alles was ich je brauche.
    Und ich mache auch wirklich Musik damit.

    Was bleibt, DER LETZTE SYNTH, der Altar, die Oberkirsche auf dem Kuchen.
    Nach 40 Jahren Synthmusik das letzte oberste Glanzlicht.
    Eine gefühlsvolle Sache.
    Um diese Entscheidung der Entscheidungen geht es in Runde um Runde.

    Und genau weil sich das ewig hinzieht mit den Hin und Her´s wer´s denn wohl werden könnte
    hab ich dadurch einen unglaublichen Zeitgewinn.
    Entspannung stellt sich ein. Die GAS-Bremse in bester Funktion.

    Alles cool.

  11. Profilbild
    Sven Marq

    GAS ist ein großes Thema in unserer Zeit. Das gibt es in allen Bereichen. Ich bin auch aktiv in der Brettspiel Szene. Mein 2. Hobby. Da werden über Kickstarter Spiele verkauft, 500€ sind keine Seltenheit. Mit total tollen Plastik Figuren und super anderen tollen Spielmaterialen. Wenn dann noch 1-2 Jahren irgendwann das Spiel produziert und ausgeliefert wurde, zeigt jeder seine Beute in den entsprechenden Foren. Es gibt Menschen die kaufen diese Spiele. Nur um sie auszupacken und dann verschwinden sie im Regal. Wenn’s gut läuft, wurde wenigstens einmal mit gespielt. Meist gar nicht. Weil außer tollen Werbevideos und viel Bling Bling nicht viel Substanz dahinter steckt. Aber die Hersteller sind nicht dumm. Und so schließt sich der Kreis. Sie geben Ihre Produkte an Influencer weiter und diese teilen natürlich gleich ihre tollen Erfahrungen und reden einen ein, dass braucht jeder Mensch der auf etwas besonderes steht. Jagdtrieb und erlegen der Beute. Jahrtausendalte Instinkte. Ich glaube nur darum geht es. Aus all den vielen Angeboten das ultimative zu finden und zu besitzen, das gibt die Befriedigung. Und natürlich die Vorstellung, wie toll man damit spielen oder produzieren kann. Ich selbst habe auch viel Gear gekauft und ausprobiert. Ich hab aber
    ich auch immer ganz schnell von trennen können, wenn ich gemerkt habe, es bringt mich musikalisch nicht weiter.

    • Profilbild
      Jazzheini

      @Sven Marq Sozusagen ohne Musik-Bezug: was Brettspiele betrifft kann ich nur empfehlen, nach Essen zu fahren zur Brettspielemesse. Da kann man sich ja alles anschauen und sogar anspielen.
      Ich kenne auch Leute, die sich fast jedes neue Spiel kaufen, um es dann genau ein mal zu spielen.
      Absurde Spieleabende sind das. Wenn ich dann sage: „hey, lass uns wenigstens eine zweite Runde spielen“ gibts dann gleich Diskussion, weil man dann ja ein neues Spiel weniger spielen würde.

      • Profilbild
        Sven Marq

        @Jazzheini Die Messe ist genial, war ich auch schon. Aber echt krass wie viel Spiele dort ver-/ge-kauft werden. Nur weil es die auf der Messe zu kaufen gab. Sogenannter Messe Loot. Diesen Status hat dieses Branche Gott sei dank noch nicht erreicht. Liegt wahrscheinlich daran, dass es kaum Produkte zu kaufen gibt, auf diesen Messen. Der Konsum kann genauso so gefaehrlich werden, wie Zucker. Egal fuer welches Hobby.

  12. Profilbild
    Jeanne RED

    Ich leide auch ein wenig unter Gear Acquisition Syndrome, habe aber diverse Regeln dazu (z.B. muss so ein Gerät Total Recall beherrschen, sowie wie oben von hunsitho genannt: Gebrauchtpreisziele).

    Allerdings kommt dann noch das zweite Problem dazu: Ich mache dann ununterbrochen Musik mit den Teilen @.@

  13. Profilbild
    Die dritten Sägezähne

    Ein wichtiges und ernst zu nehmendes Thema. Als 20jähriger hatte ich meine komplette CD-Sammlung in einen CD-An und Verkauf getragen (Ja! das gab es damals), um Geld zu haben für einen Hohner HS2-E, der gerade für 599 DM im Angebot war. Mein Argument damals: Musik machen ist wichtiger als Musik hören, weil es kreativ ist. Den Schritt habe ich nie bereut; ich habe eine Menge Sounds programmiert und das Teil auch genutzt. Und ich habe das Teil heute noch. Heute bepreche ich Anschaffungen mit meiner Frau. Zudem mache ich mir Gedanken, ob die Klangwelt von Teil X nicht auch vom Teil Y meines bestehenden Equipments abgedeckt werden kann. Zugegeben: Erstes Korrektiv funktioniert, das zweite Korrektiv setzt manchmal aus ;-) Insgesamt jedoch ist das Thema ziemlich ernst, da solch eine Versüchtigung einer professionellen Therapie bedarf. Denn es steckt menschliches Schicksal dahinter – nicht nur das des Betroffenen, sondern auch dessen Umfeld.

  14. Profilbild
    Olaf Strassen

    Bei mir ist es so, dass ich aufgrund meines GAS über die Jahre immer weniger Geduld habe, mich mit neuen Anschaffungen wirklich auseinanderzusetzen – also Handbücher zu lesen, Tutorials anzuschauen usw. Manchmal lege ich eine Neuanschaffung schon nach einem Tag des Ausprobierens genervt zur Seite, wenn sie sich mir nicht sofort intuitiv erschließt. Obwohl ich nicht im Wohlstand lebe, scheine ich doch ein wenig wohlstandsverwahrlost zu sein und werde von Jahr zu Jahr bequemer.

  15. Profilbild
    AntonAmazona

    Es ist ja schonmal positiv zu bewerten, dass der User sein Problem selber erkennt. Letzer Eintrag aus seinem Post:

    „Ich habe beschlossen, mich von den meisten Geräten zu trennen und mich mehr auf das zu konzentrieren, was mich in erster Linie zur Musik gebracht hat. Ich habe noch viel zu tun, aber ich bin dankbar, dass die Freundlichkeit der Online-Community mich dazu gebracht hat, diesen ersten Schritt zu tun.“

    Das wäre auch meine Empfehlung gewesen: Er sollte die beiden Geräte für die Insel behalten und den Rest verkaufen und dann – wie Dirk schon geschrieben hat – professionelle Hilfe bei einem Arzt/Psychologen einholen. Denn der Ursprung für dieses extreme Verhalten ist mit dem Verkauf nicht behoben….

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    Atarikid AHU

    Mit 20 Jahren hatte ich knapp 15.000 DM Schulden wegen GAS. Hab das bis heute noch nicht ganz im Griff, darum finde ich das toll, dass das hier angesprochen wird. Als ernsthaftes Thema. Gerade was Olaf schreibt kenn ich auch. Das ist furchtbar!… Es ist ja nicht nur der finanzielle Aspekt, diese ständige Unzufriedenheit einerseits, und auf der anderen Seite das schlechte Gewissen, wieder Geld für „Blödsinn“ ausgegeben zu haben, das an anderer Stelle wichtiger gewesen wäre. Das ging teilweise soweit, dass ich Geräte gekauft habe, die dann jahrelang nicht ausgepackt wurden.
    Die schlimmste Zeit war die, als man die typischen Techno-Kisten Anfang der 90er noch zu „normalen“ Preisen bekam. Ich musste sie alle haben. Doppelt und dreifach. Und Gitarrenverstärker waren auch noch so eine Sache :)… Bässe, Gitarren, sogar Mikrofone haben mich getriggert. Inzwischen habe ich Strategien, um den Versuchungen zu widerstehen. Wer das nicht in den Griff bekommt, sollte sich professionelle Hilfe suchen, dafür sind die Leute da!

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    Olaf Strassen

    @Atarikid: Danke fürs Bezugnehmen; bin ganz bei dir! Mich retteten allerdings all die Jahre und Jahrzehnte zwei wichtige Umstände vor der „furchtbaren“ Seite eines ausgeprägten GAS: Erstens habe ich nie Schulden dafür gemacht und zweitens habe ich als „Hauptzugang“ zur Musik auch stets welche fertig produziert oder unzählige Ideen festgehalten. Ohne direkt auf deine Situation einzugehen, würde ich vermuten, dass eine Art GAS recht oft Zeit vom eigentlichen Musikmachen subtrahiert.

    Konkrete Ergebnisse sind mir sehr wichtig, deshalb arbeite ich im Studio hauptsächlich mit etwas Lieblingshardware sowie mit rund 35 wirklich bewährten Plugins, zumeist von Drittanbietern. Auf meiner Festplatte befinden sich hunderte davon, die mir aber immerhin die Möglichkeit geben, Plugins miteinander im Einsatz zu vergleichen. Man könnte diese natürlich auch nur als Testversion prüfen, aber wegen meiner Begeisterungsfähigkeit kaufe ich sie dann doch recht oft, in der Hoffnung, sie irgendwann zu verwenden. ;)

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      Atarikid AHU

      @Olaf Strassen Da liegst du absolut richtig! Sich mit dem Markt zu beschäftigen, das ständige Abwägen, kaufen oder nicht kaufen… Das tötet die Kreativität. Man verliert sich, und das Gear steht im Zentrum. Keine Zeit mehr für das eigentliche Musizieren. Man ist einfach permanent abgelenkt. Mit Plugins stelle ich mir das noch viel schlimmer vor. Weil es da natürlich mehr Auswahl und Produkte gibt. Und in der Summe kommt da wahrscheinlich auch ganz schön was zusammen an Euros. Ich möchte das so nicht mehr erleben, weil man sich ja auch bewusst ist, dass etwas nicht stimmt. Logisch, der Output reduziert sich oder geht gegen Null. Ständig hat man das Gefühl, man könne keine Musik machen, weil ja noch dies oder jenes an Equipment fehlt…. Am einfachsten war es ohne Internet, ohne Fachzeitschriften, ohne Trigger, nur 2, 3 alte Kisten (die man dann auch verstanden hat ^^).
      Jetzt (also schon seit Jahren) mache ich das wie Du. Reduziert aufs Wesentliche, ergebnisorientiert. Und trotzdem gibt man sich dann ab und zu wieder der Sucht hin ^^… In Dosen ist das dann aber auch in Ordnung. Und jetzt freue ich mich auch wieder über Geräte, kann mich damit auseinandersetzen, „eintauchen“ und Musik machen. Vielleicht sollte ich auch auf Software umsteigen, mehrere Instanzen eines Synthesizers benutzen zu können ist schon sehr reizvoll ^^…

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        AMAZONA Archiv

        @Atarikid Grade die Suche nach Dingen um sie von der Shortlist zu streichen, Schnäppchen, Auftreiben von seltenen / sinnvollen Erweiterungen, interkontinentaler Austausch und Sendungen aus sonstwo, lokales Abholen, das „Collect ‚em all“ und Katalogisieren finde ich so spannend.
        Dagegen ist „Musizieren“ langweilig, können andere besser und es ist schon alles nötige besungen, aufgenommen und ausprobiert wurden. Mit den vorhandenen Backkatalogen der Labels kommt man locker paar Dekaden hin. Wozu da noch selbst rumpfriemeln? Am besten noch auf der Orgel, was?

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          Atarikid AHU

          Die eine oder andere Orgel ist der Hit! „Musizieren“ findest Du also langweilig?… Ok, was soll man dazu sagen? ^^… Macht man das für gewöhnlich nicht für sich?… Es gibt immer andere die viel besser sind.
          Aber da kann man’s sehen. Die Gründe „Zeugs“ zu organisieren sind mannigfaltig. Und der Nerd steckt doch in jedem, der sich für diesen technischen Kram interessiert ^^. Und das Sammeln ist eine feine Sache. Es geht ja darum, dass es durchaus ein Problem werden kann. Und wenn man da betroffen ist, „sammelt“ man aus einem anderen Grund.

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            TobyB RED

            @Atarikid , falls es dich mal nach London verschlägt, geb dir mal in der Royal Albert die Mitternachtsessions mit Anna Lapwood. Anna ist ne ganz Liebe. Und wenn du nett fragst, gibt es auch eine Führung durch die Orgel.

            https://youtu.be/dWZOh42OQn4

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              Atarikid AHU

              @TobyB Wow. 😲.. Ja, das nenn ich mal eine Orgel!!!! Sehr cooles Video btw…. Sag mal, wie kommst Du eigentlich immer an solche Menschen? ^^… Und danke für den Tipp. Es gibt wirklich tolle Videos von ihr! Als ich von Orgeln sprach, dachte ich dabei eher an irgendwelche Combo-Orgeln oder so ^^… Die von Dir angebrachte Sorte Orgel hat man dann doch eher selten zuhause, beeindruckt mich aber sehr!

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                TobyB RED

                @Atarikid , ich war im Mai 2022 in Birmingham und hatte einen Abend Freizeit und hab mir Annas Mitternachts Session in Royal Albert Hall, London gegeben. Da waren dann so Typies die ich nicht kannte (Bonobo), einer davon hiess Simon. Wie das dann immer so ist, 10 Minuten später quatscht man über Gear und die Orgel und Anna waren uninteressant. Bis Anna dann so den Finger hob. Dann gab Anna Bach’s Toccata in D Moll. Danach hatte Anna den Auftrag für das letzte Konzert von Bonobo beim Track OTOMO den nicht existenten Orgelpart zu übernehmen, den Simon innerhalb von 8 Stunden komponiert hat. Und ich hatte dann anschliessend einen AAA+ Pass. Simon hat ihr dann auch einen Major Vertrag bei Sony/ Naxos besorgt.

                https://youtu.be/AdyAF9M3XVw

                Ich hab von beiden die Kontaktdaten, in der einen oder anderen Form werden wir in 2024 was mit beiden Künstlern machen.

                PS: in GB hat die Orgel im Living Room nicht erst seitdem Schreckenskabinett des Dr. Phibes eine große Tradition. Mein Lieblings Subbass Sound sind der Moog Brass und der Vangelis Replicant Brass von der Model 15 App. :-D

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    moinho AHU

    Realistisch muß man auch sagen: Publikationen wie amazona sind für Leute, die mehr Zeit mit Geräten als mit Musik verbringen (wenn ich mir die Zahl der Artikel in den verschiedenen Kategorien so anschau‘).

    Ich halte es durchaus auch wie z.B. Bonamassa daß es nicht ums Brauchen geht, sondern daß man einfach ein Sammler ist. Oder tat das zumindest. Nachdem ich mir (auch nachdem so in München Wohnraum teurer ist als Synthesizer) mal überlegt habe was (an Synths) brauche ich immer/manchmal/was habe ich? waren die Zahlen so 4/6/44.

    Der Kommentar grade zum Tempest steht zu der Erkenntnis nicht im Widerspruch weil: schönes Sammlerstück, das kann ich auch neben nem Bild an die Wand hängen.

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      Atarikid AHU

      @moinho Ja, das eine oder andere Stück ist schon durch dessen Anmut gerechtfertigt ^^… Aber wenn’s aus dem Ruder läuft, muss man einfach intervenieren ^^…

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    Tai AHU

    Ich finde es sehr gut, 1. dass dieser Musiker damit an die Öffentlichkeit ging, 2. dass er dafür nicht mit Häme überschüttet wurde. Was sehr einfach geht, ich habe dann das Gefühl der Überlegenheit. Jetzt wissen zumindest einige Suchtgefährdete, dass es nicht nur ihnen so geht. Gut so.

    Bei mir gab es das auch ansatzweise: wenn DAS Ding erscheint, dann mache ich richtig gute Musik. Es erschien nur dauernd was Neues. Die kreativste Phase hatte ich mit einer Western, einer E-Gitarre, einem Monosynth, einem Mikro und zwei Tonbandgeräten, wo ich im PingPong eine Spur nach der anderen hinzufügte.

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      Atarikid AHU

      @Tai Ja, das ist ein ernstes Thema. Und bei allen „Reibereien“ die so ein Forum mit sich bringt, ist’s schön zu sehen, dass es auch anders geht (und man selbst auch anders kann), wenn es drauf ankommt ^^…

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    whywebern

    Das ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern (wie auch andere Süchte) Nebenprodukt einer Gesellschaft, die den Konsum propagiert, weil sie ihn braucht, damit ihr irrationales Wirtschaftssystem weiter bestehen kann. Aus dem gleichen Grund werden meiner Meinung nach auch eher keine Produkte entwickelt, die keine Wünsche offen lassen, keine Sollbruchstellen haben und über Jahrzehnte genutzt werden können.

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    bosurus

    Kann ich in der SAS-Variante nachfühlen. Als ich vor 3 Jahren von Cubase unter Windows auf Bitwig unter Linux umgestiegen bin, hab ich mich erstmal von meinen VST-Plugins verabschiedet. Bis ich gemerkt habe, das ich viele davon unter Wine weiterverwenden konnte.

    Dann war die Neugier groß, was noch so unter Linux/Wine läuft, viel interessantes entdeckt, vieles gekauft. Ich war begeistert.

    Dann kauft man sich noch ein Bundle, weil die zwei gewünschten Plugins auch nicht viel billiger sind, und hat gleich 15 weitere dazu, die irgendwie auch interessant sind, und auf der Platte bleiben.

    Bis ich gemerkt hab, daß ich keinen Überblick mehr habe.

    ich bin kein Musiker; Talent fehlt, ebenso Geduld; aber seit Jugend durch Isao Tomita & Co. vom Synthie-Fieber angesteckt; ich staune immer wieder, was mittlerweile so alles möglich ist. Bis man aber ein paar Presets durchprobiert hat, ist die wenige Zeit für’s Hobby rum.

    Ich seh’s zwar nicht so kritisch, ist halt seit Jahren meine Art von Stressausgleich; billiger als Hardware-Synthies,Null Platzbedarf.
    Würde ich mich aber auf 5-10% meiner jetzigen Plugin-Ausstattung begrenzen, und lernen, was man da herausholen kann, würde vielleicht sogar anhörbare Musik rauskommen.

    Ja leider, gute Vorsätze! Bei der letzten Black Week schon wieder schwach geworden. Und wieder ein interessantes Freeware-Plugin hier und da. Der Suchtfaktor nervt.

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      Atarikid AHU

      @bosurus Software ist gemein. Vergleichsweise günstig, leicht und schnell zu bestellen… Die Neugier siegt da einfacher… Und Youtube mit diversen Beispielen macht die Sache auch nicht einfacher. Man müsste tatsächlich alle gängigen Medien meiden. Tut man aber nicht.

  22. Profilbild
    Phoenix

    Ein wichtiger Beitrag finde ich!

    Jäger und Sammler – sind wir mal ehrlich: Ein jeder von uns hat sich schon mindestens einmal oder auch mehrmals in dieser Rolle wiedergefunen.
    Der Jäger – Man macht „DAS SCHNÄPPCHEN“! Das ist wie eine Belohnung und eine Bestätigung der eigenen Schlauheit/Gerissenheit, oder – den anderen zuvor gekommmen zu sein.
    Der Sammler – Wir kennen alle die Werbung: „mein Haus, meine Yacht, mein Auto…“ Gear als Statussymbol. Andere haben Uhren, Eisenbahnen, Lego etc. Es geht ums „Haben“, nicht benutzen. Lieber zuviel, als zuwenig. Nicht umsonst werden da auf Social-Media immer wieder die üblichen Flagschiff-Synths präsentiert mit zig-Kommentaren zwischen Neid und Bewunderung.
    Ich stelle auch fest, dass immer mehr Menschen mit viel Gear immer weniger(oder kürzer) Musik damit machen. Oftmals wird da nur kurz an den Reglern geschraubt, ein paar Töne entlockt, fertig. SocialMedia ist leider schnell-lebig. Andererseits fragen immer mehr nach Anleitung, weil sie ihr Gear nicht verstehen und es verlernt haben, lange Bedienungsanleitungen zu lesen (Oh Gott…150 Seiten!)
    Ich glaube, das ist ein wichtiger Indikator: Lese ich komplett die Anleitung, weil ich mich damit auseinandersetzen möchte, oder nicht – weil ich einfach nur das Gerät haben wollte…(GAS?)

  23. Profilbild
    LeSarrois

    Das was im Artikel beschrieben steht, hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit Synthesizern oder Musikinstrumenten zu tun. Genau so könnten es Ü-Eierfiguren oder Briefmarken sein
    Der Betroffene hat die Kontrolle über sich und seine Bedürfnisse verloren und flüchtet sich in Sammelsucht. Und hier in eine sehr unbefriedigende Sammelsucht, da er anscheinend keinen persönlichen Nutzen daraus ziehen kann. Sei es, dass er nicht damit spielt oder er aus dem reinen Betrachten oder dem wohligen Besitzgedanken keine Freude empfindet.
    Sucht ist grundsätzlich ungesund und hier sollte der Betroffene tatsächlich tiefer die Gründe seines Tuns erörtern.

    Gesundes GAS ist absolut nicht verwerflich.
    Sich an den erworbenen Schätzchen erfreuen, auch wenn man sie einfach nur betrachtet, ist m. E. völlig unproblematisch.
    Vorausgesetzt, die Mittel und der Platz sind in gerüttelt Maß vorhanden.

    Die Krone ist, wenn die freudig erworbenen Geräte auch in einem Einsatz landen. Das ist m. E. aber kein Muss.

    Grüße in die Community von einem positiv Betroffenen 😄

  24. Profilbild
    GiorgioMaserati

    Hm. Diese Dinge verlieren kaum an Wert, Vintage-Equipment gewinnt mit der Zeit sogar dazu. Also wenn man das Gefühl bekommt man hat die Finanzen nicht mehr im Griff kann man die Sachen ja auch einfach wieder verkaufen.

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      WOK

      @GiorgioMaserati Bis auf wenige rare Geräte kann man mit 10 – 15% Wertverlust pro Jahr rechnen.

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        GiorgioMaserati

        @WOK Woher hast du diese Zahlen? Ich kaufe und verkaufe ständig Vintage-Synths, seit Jahren. Bis auf ein-zwei kleine Ausnahmen habe ich jedes mal sogar Gewinn gemacht.

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          AMAZONA Archiv

          @GiorgioMaserati Eben. Bis zu 30% Zuwachs in 5 Jahren sind sehr realistisch. Klar, der „10 Jahre alte P08“ eher nicht.

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          WOK

          @GiorgioMaserati Alles was Du heute im Laden bekommst ist aber eben nicht „vintage“. Auch in zwanzig Jahren nicht, da es heutzutage in zu großen Stückzahlen gefertigt wird (sowas wie Moog mal ausgenommen).

  25. Profilbild
    Jazzheini

    Ich liebe Musikinstrumente. Alles, was Töne macht. Alles was rasselt, klappert, gongt, bruzzelt, …
    Vor allem Percussioninstrumente könnte ich ohne Ende kaufen. Und Gitarren. Und vielleicht auch mal nen Synth. Es ist also einmal ganz klar Leidenschaft.

    Die Kehrseite ist, das ich seit Jahren mir das perfekte Heimstudio einrichte, aber dann nie etwas aufnehme. Nie. Das Problem ist, das so viele Möglichkeiten immer auch eine Entscheidung verlangen.
    Die Möglichkeiten überfordern mich einfach. Weil ich dann immer denke „das könntest du jetzt aber anders machen“.

    Ich versuche gerade, eine bewußte Reduktion durchzuführen. Was wiederum nach Entscheidungen verlangt …

  26. Profilbild
    WOK

    „Synthesizer sind ihm wichtiger, als seinen Studienkredit abzuzahlen. …. Da er alles für Instrumente ausgibt, lebt er noch bei seiner Familie und muss keine Miete zahlen.“

    Kaufsucht zwecks Kompensation seelischer Probleme. Oder Dummheit, für sowas Schulden anzuhäufen bzw. sich darauf verlassen, dass die Eltern es schon richten werden….

  27. Profilbild
    Mitona

    Sehr interessant, aber ist das nicht mehr eine Sammelleidenschaft als eine musik Leidenschaft ? Vielleicht sollten GAS Menschen anstreben, live zu spielen. Das reduziert automatisch. Wir entscheiden zu 2 über jeden Equipment Zugang. Da ist man doch sehr wählerisch und minimalistisch.

  28. Profilbild
    Anjin Sun

    @Sven / Ich versteh diese Triggerwarnung nicht? Vor was willst du warnen?
    Der Mann in dem Artikel sollte in sich gehen, sich fragen „was er wirklich will, was ihn wirklich glücklich macht“. Daran hapert es aber bei den meisten Menschen! Schon das „ALLEIN“ sein wird zur Qual, man müßte sich ja mit sich „Selbst“ auseinandersetzen. Sofort wird innere Unzufriedenheit auf Dritte/s projiziert, „Wer bin Ich“ und „Eigenverantwortung“ ausgeklammert. Nein keine Warnung … durch dieses Tal muss jeder Mensch gehen der inneres Glück/Zufriedenheit sucht/finden will .
    Fazit: Hilft dir Selbst, dann hilft dir Gott.

    @G.A.S. bekommt man doch mit ganz einfachen Regeln in den Griff:
    a) keine Schulden.
    b) bereichert XY meinen Schaffensprozess, meine Musik?
    c) Zeit vergehen lassen, und a & b befolgen.

    @Dirk Matten
    Alle Leute die ich kenne, die beim Psychodoc waren, waren nachher erst recht ver(w)irrt! 😁

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      AMAZONA Archiv

      @Anjin Sun Du bist, wie so oft, hier einer der kritischen und reflektiven. Danke Dir.

      PS: „Q: Was ist der Unterschied zwischen einer Hundehütte, und einem Psychiater? A: Die Hundehütte ist für den Hund, der Psychiater ist für die Katz!“ (Niemals einem professionellem Psychoonkel vertrauen, dass er Dich ‚hinbekommt‘! Das sind die schlimmsten. Gute Freunde oder anderes, auch eigenes, was einen langsam nordet bzw. zur Selbstreflektion anregt, sind weitaus hilfreicher.)

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        Sven Blau AHU

        Hier spricht offenbar auch ein Experte…

        Wie viele Menschen in deinem Umfeld mit ernsten psychischen Erkrankungen kennst du?

        Können nicht so viele sein, sonst würdest du so einen -sorry- Stuss nicht ablassen.

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          AMAZONA Archiv

          @Sven Blau Wissentlich z.Z. keinen. Liegt vllt. am persönlichen Umfeld und welchen Umgang man pflegt?

          Schön daß Du es als Stuß empfindest, das stehe ich Dir sicherlich ohne Kritik zu.

          Genau wie ich von Dir erwarte, dassich der ich bereits wiederholt an persönlichen und Gruppen-Gesprächen in solchen Kreisen teilnehmen und meine Schlüsse ziehen durfte, nichts von Fremdanalyse halten darf.

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      Sven Blau AHU

      @Anjin Sun Du weißt aber schon, dass es einen Unterschied zwischen Psychotherapeut und Psychiater gibt, oder? Liest sich nämlich nicht so.

      Und schön, für dich, wenn du das alles so leicht hinbekommst, wie du es hier locker-flockig dahinschreibst.

      Es soll aber Menschen geben, denen für Außenstehende banale Dinge nicht so leicht von der Hand gehen.

  29. Profilbild
    BetaDance AHU

    Würde man von Anfang an Wissen welche Synths man braucht um die eigene Musik zu produzieren wär die halbe Miete schon im Bau.
    Ein Fehlkauf ist immer ärgerlich aber
    jedes Hobby kostet Geld und bei Hardware-Synths hat man zumindest einen realistischen Gegenwert.
    Das Marketing und Hypenes in der Synthszene herrschen ist seit Jahren auch klar.
    Ob es sich letztendlich um ein künstlerisches Loch, eine Sammlung oder eine Wohltat handelt wenn das Equipment läuft kommt dann e auf.

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    BouncyHunter

    Nach dem Erwerb des ersten iPads zeigte sich sich bei mir GAS in akuter und chronischer APPendizitis.Alles toll damals,was man dem elektronischen Hackbrett so entlocken konnte ( und auch noch kann).Und vieles nur für paar Ocken,die Hardwaregeräte hätte ich mir niemals leisten können. Mittlerweile habe ich eine gute Balance hinbekommen,dazu gehört z.B. die regelmäßigen Treffen mit anderen Elektoheinis im Proberaum.Da wird zwar auch noch ab und zu der Geräte-Software Phallus zelebriert,aber auch tatsächlich so etwas wie Musikähnliches erzeugt.Trotzdem auch schade,dass man die ganzen alten Apps nicht verkaufen kann.

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    iggy_pop AHU

    Zitat: „Er besitz(t, sic) Equipment im Wert von 20.000 Dollar und kommt nicht dazu, Musik zu machen. “

    US$20.000? Wie niedlich. Der ist echt noch Anfänger.

    So ziemlich jeder, der einem geregelten Brotberuf nachgeht, hat kaum noch Zeit, das Equipment, welches daheim rumsteht, einzusetzen.

    Wer trotzdem noch blindwütig Gerätschaften kauft in der Hoffnung, es möge besser werden, bekommt es auch sehr leicht gemacht: Beinahe wöchentlich kommt wieder irgendein Knallapparat in die Läden, und einer ist billiger und toller als der andere. Die muß man alle haben, wie früher beim Ü-Ei die Happy Hippos.

    Gerade Menschen, die weder sich selbst, noch ihr Leben im Griff haben (das Eine bedingt i. d. R. das Andere), kommen da schnell auf dumme Gedanken, und das Ganze läuft schneller aus dem Ruder als man gucken kann.

    Wer allerdings das Problem erkannt hat und es trotzdem nicht abstellt… nun, da ist der Leidensdruck wohl noch nicht groß genug.

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      CB

      @iggy_pop Finde, du hast das sehr gut auf den Punkt gebracht. Ergänzen würde ich noch wollen, dass wenn man das Problem erkannte hat, es trotzdem nicht abstellt (dafür gibt es Gründe), dann ggf. externe Hilfe angesagt sein könnte. Manche/r muss Lösungsstrategien erst lernen/entwickeln, um Handeln zu können. Das Problem bis zum Leidensdruck anwachsen zu lassen, ist eben auch eine dieser destruktiven Vorgehensweisen aufgrund von Unfähigkeit, das eigene Leben selbstbestimmt genießen zu können.

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        iggy_pop AHU

        @CB „Ergänzen würde ich noch wollen, dass wenn man das Problem erkannte hat, es trotzdem nicht abstellt (dafür gibt es Gründe), dann ggf. externe Hilfe angesagt sein könnte.“

        Da bin ich mit Dir absolut einer Meinung: Manchmal ist der Berg an Problemen so groß, daß man ihn alleine nicht besteigen kann, geschweige denn: Abbauen. Da braucht man Hilfe von Außen, die einen anderen Blick auf den Berg hat und eine alternative Route kennt, die auf den Gipfel führt.

        Was ich aber oben meinte mit dem Leidensdruck: Eine befreundete Psychotherapeutin meinte vor über 25 Jahren mal, daß viele Menschen Hilfe brauchen, sie aber nicht aktiv suchen, weil der Leidensdruck noch nicht groß genug ist. Das soziale Umfeld tut womöglich alles — natürlich nur mit den besten Absichten und aus Mitgefühl –, um den Druck vom Leidenden zu nehmen, indem es den Leidenden auffängt, gut zuredet oder einfach Rechnungen bezahlt, bevor der Kuckuckskleber kommt. Da keine unmittelbaren Konsequenzen erfolgen für den Leidenden, besteht auch keine Notwendigkeit, das eigene Handeln zu hinterfragen, den Denkfehler zu erkennen, und aktiv an die Lösung des Problems zu gehen.

        Das ist wohl edel, bringt am Ende aber nichts: Irgendwann kommt der Punkt, wo kein Aufschub mehr möglich ist, und dann wird es häßlich.

        Für alle Beteiligten.

        • Profilbild
          CB

          @iggy_pop Stimme dir bzw. der Psychotherapeutin zu. Sowohl für die unmittelbar Betroffenen als auch das Umfeld ist das ganz schwierig. Vor allem, wenn Liebe und/oder Kinder eine Rolle spielen. Zu erkennen, dass man nicht helfen kann – sondern vielleicht sogar den Leidensdruck mindert – ist unglaublich schwer. Was sagt denn deine Psychotherapeutin zu Synthesizer-GAS?

            • Profilbild
              CB

              @iggy_pop Dank dir für den Hinweis. Der AI Chat von Ecosia.org hat mir dazu folgendes verraten:


              Überkompensation ist ein Begriff, der in verschiedenen Bereichen verwendet wird, aber normalerweise bezieht er sich auf psychologische oder soziale Phänomene. In der Psychologie bezieht sich Überkompensation auf den Mechanismus, bei dem eine Person versucht, ein Minderwertigkeitsgefühl zu kompensieren, indem sie in anderen Bereichen übermäßig erfolgreich ist. In sozialen Zusammenhängen kann Überkompensation bedeuten, dass jemand versucht, ein Manko oder eine Unsicherheit durch übertriebenes Verhalten oder übermäßigen Besitz auszugleichen.

              Es ist wichtig zu beachten, dass Überkompensation ein umstrittenes Konzept ist und nicht von allen Psychologen akzeptiert wird. Es gibt verschiedene Theorien und Ansätze, die sich mit dem Thema beschäftigen. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, empfehle ich dir, weitere Literatur zu diesem Thema zu lesen oder mit einem Psychologen zu sprechen.

              Im Grunde ist das, was bei GAS ja häufig diskutiert wird, beschrieben: Mangelnde musikalische Fähigkeiten werden durch den Kauf überkompensiert.

    • Profilbild
      Kama

      @iggy_pop Da kann man nur beipflichten!

      Jeder, der Amazona in irgendeiner Weise ernstnimmt als Indikator für wasauchimmer, bezahlt auch ohne zu zucken unglaubliche Preise für wasauchimmer.

      Das ist eine gerechte Strafe, wie ich finde.

      Stephen

      👍

  32. Profilbild
    richard AHU

    Interessanter Artikel, tatsächlich habe ich auch schon einige Leute kennen gelernt die definitiv mehr Gear in ihren Räumen stehen haben als sie nutzen, ich möchte mich da auch ausdrücklich nicht ausnehmen. Wobei ich mir dazu übergegangen bin alles aus dem Studio zu verbannen was ich über ein Jahr nicht mehr genutzt hatte, irgendwann stehen einem Geräte im Weg rum. Ich denke aber das es in der Synthesizer Szene u.a auch ist wie in vielen „Sammler“-Szenen, es ist in gewisser Weise auch Teil des Lifestyles und der Wohnkultur sich mit Geräten zu umgeben. Die Geräte sind Teil der eigenen Selbstdefinition und Persönlichkeit und haben insofern mehr als den reinen Nutzwert. Ich kann mir vorstellen das es für einige Menschen quasi so etwas wie die Funktion eines magischen Kreises erfüllt sich mit den Sammelobjekten zu umgeben die sie lieben, sie grenzen sich unterbewusst damit ab und fühlen sich geschützt.

  33. Profilbild
    CB

    Wünsche dem Noah Nicols, dass er einen Weg für sich findet. Auf den Weg gemacht hat er sich ja. Selbsterkenntnis, Annahme von Hilfe und Dranbleiben an guten wie an schlechten Tagen sind möglicherweise hilfreich.

    Womit ich noch hadere, ist die Überschrift: „Junger Mann leidet unter extremer Form von Synthesizer-GAS“. Wenn ich auf die Maslowsche Bedürfnispyramide schaue, scheint mir, dass die Diagnose unzureichend ist. Sein Leid dürfte aus anderen Lebensbereichen herrühren. Synthesizer-GAS ist lediglich seine äußere Reaktion auf innerliches Leiden. Deshalb wird es nicht damit getan sein, keine Synthesizer mehr zu kaufen. Das dürfte richtig harte Arbeit an sich selbst werden. Wäre es mein Freund, würde ich ihm Hilfe anbieten.

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    ZolloZ

    Mein GAS hab ich in den Griff bekommen mit einer ganz einfachen Regel:
    – Miete, Essen, Haushalt usw.. haben Vorrang
    – Bleibt was übrig, kommt das zum Instrumentenpool
    – Kommt was Neus, muss etwas raus (ausser es ist genug Geld vorhanden)
    Ich behaupte nicht, dass ich diese Regel immer zu 100 % befolge, sie ist aber der Leitfaden seit Jahrzehnten, und bewährt sich. Eine Sucht sollte man sich zugestehen und auch ausleben können, solange man nicht sich oder anderen schadet.
    Wer das nicht hinkriegt, hat nicht Probleme mit der Gear usw…, sondern mit der Gier (sich selber).

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      CB

      @ZolloZ Gute Einstellung – finde ich. Wäre mal interessant von einem Profi in dem Bereich zu erfahren, ob überhaupt von Sucht die Rede sein kann. Ich meine bei Alkohol, Drogen, usw. kommen neben der psychologischen auch die körperlichen Schäden hinzu. Das sehe ich bei einer Leidenschaft für Synthesizer – so wie von dir beschreiben – doch anders ausgeprägt. Ist hier ein/e Psycholog*in?

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        Kazimoto

        @CB Guter Einwand. GAS ist für mich so ein semi-lustiger Begriff mit dem man seine Konsumwut bezeichnet. Im medial überhitzten Clickbait Zeitalter wird GAS in Sphären gehoben, die für mich kaum nachzuvollziehen sind. Die wenigsten (speziell hier im Amazona Kommentarbereich) werden sich mit Synths finanziell ruiniert haben und kaum einer hat einen Jupiter 8 oder CS-80 für 20.000-80.0000€ gekauft. Wer viel Vintage-Gear sein eigen nennt, hat es häufig in den 70er, 80er und 90ern erworben, zum Sparpreis. Außerdem, hier steht immer noch ein materieller Wert im Raum der jederzeit veräußert werden kann, häufig sogar mit Gewinn. Die Preissteigerungen in letzter zeit ermöglichen es sogar aktuelles Gear ohne Wertverlust zu verkaufen. Wer z.B. unter Spielsucht leidet hat am Ende u.U. nichts! Wenn man Prioritäten setzt und auf andere Sachen wie dickes Auto, Abendessen beim Italiener oder tolle Wohnung verzichtet, ist das eine ganz andere Geschichte. Dazu kommen persönliche Umstände ob du Single oder Familie hast. Wer hier bekommt noch Zuwendungen von Oma, Opa, Papa und Mama? Wer hat geerbt und sitzt im Eigenheim oder vermietet eine Wohnung in Bern, München, Paris oder Berlin? Manchmal kann ich dieses typisch deutsche Gelaber nicht mehr ertragen.

        • Profilbild
          CB

          @Kazimoto Stimme dir zu. Zusammengefasst ist GAS eine persönliche Sache. Abhängig von der individuellen Lebenssituation ist das dann mehr oder weniger ergiebig oder belastend. Hinzu kommt ggf. auch, dass die elektronische Musik von der Suche nach dem Neuen lebt. Insofern bleibt man auch deswegen „am Ball“, weil es stetig Neues zu entdecken gibt. Insofern sollten wir uns die Freiheit lassen, den Kauf von neuen Synthesizern/Equipment nicht grundsätzlich zu psychologisieren und irgendwelche Regeln daraus abzuleiten, wie es gesellschaftlich heutzutage gefühlt überall en vogue ist, sondern stattdessen die elektronische Musik als eines der letzten Terrains der „künstlerischen Freiheit“ zu verteidigen. Die Psycholog*innen können also anderweitig ihre Patient*innen suchen und finden :-)

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    Boris

    Die Süchtigen werden auch gut mit neuem Stoff bedient. All die Youtube-Kanäle, bei denen es immer heisst „ich werde ganz, ganz sicher nicht von der Firma XY bezahlt für dieses Review und kann unabhängig Beurteilen“ (nicht auf Amazona bezogen) und trotzdem ist das Fazit jeweils positiv. Bin dann immer froh, wenn es noch wenige gibt, die ehrlich sagen: ist ja nett, aber nichts neues, nichts was es schon 100fach gibt. Einfach andere Farben, anderer Namen und ein paar Features unterscheiden sich. Besonders bei Plugins ist alles aus dem Ruder gelaufen. Und dann wird den Süchtigen suggeriert, dass dieser Kompressor anders ist und man ihn haben muss, will man zu den Guten gehören. Na dann, ein 102. Kompressor schadet ja nicht…

    Finde es gut, nur das nötigste zu haben und nicht lang studieren müssen, welcher der 15 monophonen Analogen denn ich jetzt grad für den Bass oder wasauchimmer einsetze. Hindert nur. Ist zumindest für mich so.

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      CB

      @Boris Ist auch Typsache: Ich würde mich z.B. als Minimalist bezeichnen, wenngleich ich keiner im Sinne von „100 Dingen die man besitzen darf“ bin. Aber mich hat als Kind/Jugendlicher das „zu viel“ gestört und Musik habe ich in den Anfangsjahren am liebsten ausschließlich mit meinem „Workstation-Sampler“ gemacht. Ich liebe reduzierte Umgebungen und halte das auch z.B. mit meinen Apps auf dem Computer/Phone so: Nur das, was ich unbedingt benötige kommt drauf. Deshalb beschränke ich mich heute auf Ableton Live. Arturias V-Collection, Korgs Collection, Native Komplette und IKMultimedias Pakete habe ich alle gehabt und weiterverkauft. Das Zeug hält mich mit 10.000 Sounds nur vom Produzieren ab. Abgesehen von der Fülle an Sounds sind da auch 30-40 Instrumente dabei. Jedes Einzelne so komplex, wie der Synthesizer, den es repräsentiert. Ich würde mir keine 30 Synthesizer in die Bude stellen. Deshalb auch nicht auf den Rechner. Meine Musik ist – als Ausdruck meiner Maxime – ebenfalls Minimal. Das ist das, was ich mag. Aus Wenig etwas machen das in bestmöglicher Qualität.
      Ich respektiere aber auch andere Ansätze: Die „Wall of Sound“ ist schließlich auch kein Ergebnis von Minimalismus und van Goghs Spätwerk lebt u.a. vom verschwenderischen Farbauftrag ;-)

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    Tommy

    Genau genommen reicht einem heutzutage eine DAW wie Ableton Live Pro vollkommen aus, um alle möglichen Synths und Studio Geräte zu ersetzen und bietet ausreichend Möglichkeiten, um sich jahrelang damit zu beschäftigen und es zu erkunden.

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    MrKatz

    GAS ist ja nur ein Unterbereich der Konsumsucht. Die Sucht nach Produkten, Rauschmitteln, Anerkennung usw. wiederum ein Teil unserer Zivilisation.

    Selbstreflexion ist der Schlüssel zum Glück. Klar, das schreibt sich leichter als getan. Niemand möchte sich damit auseinander setzen, was der Grund für die Überkompensation sein könnte.

    Auch muss nicht immer alles gleich pathologisch sein, solange die Leidenschaft kein Leiden schafft. Falls doch, sollte man sich externe Hilfe suchen. Familie und Freunde sind nur bis zu einem gewissen Punkt die richtigen Ansprechpartner.

    Ich habe für mich selbst einige Regeln definiert, weil ich eingesehen habe, dass zu viel Konsum mich unglücklich macht. Ich bin auch kein Sammler, sondern möchte Musik machen und zu viel Hardware und Software bewirken bei mir das Gegenteil.
    Hin- und wieder breche ich dann doch die eigenen Regeln, aber ich habe gelernt auch damit zu leben.

    Meine rote Linie wäre aber definitiv überschritten, wenn meine Leidenschaft meine Familie gefährden würde. Sei es finanziell oder weil ich als Vater meine Kinder vernachlässige.

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    calvato

    Ich bin so froh, dass mich Equipment nicht die Bohne interessiert. Es muss halt meinen Bedürfnissen entsprechen. Für Live: variabel, leicht & leicht zu programmieren. Für´s Studio: VSTs vor Hardware. Und auch da nur das, was ich wirklich brauche.

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