Green Box: Korg DSS-1 Straylight 2.0 und USB

9. November 2013

Speicher und USB satt – der Korg DSS-1 V. 2.0

Der DSS-1 wurde auf Amazona.de bereits vorgestellt, und so möchte ich daher im Folgenden auf die Besonderheiten dieses eher unbekannten hybriden Zwitterwesens aus Sampler und Synthesizer und im Speziellen auf die Korg DSS-1 Straylight Engineering Erweiterung näher eingehen.

DSS1

Basiswissen

Der DSS-1 basiert wie sein 19-zölliger Brotkastenkollege DSM-1 auf dem von Korg eigens entwickelten NJM-2069 Filterchip, den man u.a. auch in seinen Vorfahren (Poly-800, DW-6/8000) antrifft.

Dieses Filter kann nur im DSS-1 mit einer Flankensteilheit von 12 dB als auch 24 dB pro Oktave betrieben werden. Im Gegensatz zum DSM-1 wurde hier die Resonanz (Q) nicht dem Rotstift geopfert und ist im DSS-1 in Schritten von 0 – 63 frei regelbar. Der Regelbereich der Cutoff Frequenz ist von 0 – 127 ausgelegt, entspricht somit dem vollen 7-bit Umfang.

Der Klang des NJM Filters hat ein ganz eigenständigen Charakter. Je nach Einstellung und Q-Faktor geht alles zwischen weich-melancholisch bis dunklel-hart. Die Schnelligkeit der Hüllkurven ist als absolut befriedigend zu bewerten. Der Verlauf musikalisch irgendwie immer brauchbar. Liegt natürlich immer im Ohr des Spielers

So far so jut. Kundige Synthesizer-Nerds wissen aber, dass nicht nur das Filter entscheidend zum guten Sound beiträgt, sondern auch die Substanz der Oszillatoren und deren Zusammenspiel mit den übrigen Komponenten.

Wie jetzt Oszillatoren – häää, der ist doch digital!? Absolut korrekt, aber die Entwicklungsabteilung von Korg war damals so schlau und hat den DSS-1 mit zwei unabhängigen digitalen Wave Oszillatoren (DWO) pro Stimme versehen. Im DSM-1 wurde dieses Feature mit der doppelten Stimmenanzahl (16) gelöst. Allerdings sehr zum Leidwesen der Benutzer, ist aber eine andere Baustelle.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    knutinge  

    Danke für den interessanten Artikel.
    …und geradezu eine Amazona- Anomalie,…
    aufschlussreiche und musikalische Hörbeispiele!

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    D-Drummer  

    Dieser pseudo-coole, krampfhaft kumpelhafte Schreibstil vermiest einem den im Grunde interessanten Artikel. Da lese ich nicht weiter…

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      Soundreverend  

      Na das kann man aber doch auch wieder etwas anders sagen, oder? Zum Beispiel mit etwas konstruktiver Kritik? Ich finde die Schreibweise auch nicht so toll, würde dem Autoren einfach empfehlen es noch mal mit einem lustigen aber etwas weniger lautmalerischem Artikel zu versuchen.

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      mira

      der Schreibstil ist mir auch zu anstrengend, der Sound auch nicht mein Ding.
      Man muß nicht alles mögen.

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        Markus Galla  RED

        Nachdem ich die Kommentare gelesen hatte, dachte ich, ok, mach Dir selbst ein Bild davon. Doch ich muss sagen: erschreckend. Nicht nur der Schreibstil, sondern auch der komplette Aufbau, die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler. Es darf ja ruhig locker und auch mal lustig sein, aber eben nicht übertrieben. Ich habe es tatsächlich auch nicht geschafft, den Artikel bis zum Ende durchzulesen. Nach der dritten Seite habe ich aufgegeben.
        Die Hörbeispiele hingegen sind toll. Der Artikel jedoch sollte dringend von der Redaktion überarbeitet werden.

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          AMAZONA Archiv

          Dem kann ich nur zustimmen! Ich hab den Artikel zwar bis zum Ende gelesen, aber dieses ständig pseudocoole und die ständigen Wiederholungen ebendessen, gingen mir schon auf Seite 2 gehörig auf den Zeiger. Schon klar, ne?

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    Saftpackerl

    Die Erweiterung klingt echt toll. Multitimbral macht sie ihn aber nicht zufällig?

    Die Größe, bzw. Das Fehlen von Resonanz im Dsm und generell keine (wirkliche) Multitimbralität haben mich dann zum Prophet2002+ getrieben.

    Die Draw waveform funktion und 2oscs mit sync fänd ich eigentlich grossartig.
    Er dürfte halt doch mehr Synth als Sampler sein….

  4. Profilbild
    Soundreverend  

    Ich habe den DSS-1 auch noch im Flightcase gut verpackt, wenn ich wieder Platz in meinem kleinen Studio habe baue ich den sofort wieder auf, früher war er mein Haupt-Synthesizer/Sampler und ich liebe die Sounds immer noch. Übrigens habe ich mir einen Floppy-Emulator mit SD Kartenleser eingebaut, das ist eine einfache Art, auf die Floppy zu verzichten. Dazu braucht man noch copyqm oder sowas um die Disketten in Disk Images umzuwandeln und jetzt habe ich alle Sounds auf einer 4GB Karte und noch massig Platz. Falls es euch interessiert, Info gibt es hier: http://lotharek.pl

    Grüße

    Jones

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      siebener  

      Wie das mit dem Floppy-Emulator mit SD Kartenleser geht, würde ich gerne genauer wissen, zumal der empfohlene Link doch eher ein (auch noch englischsprachiges) Informationslabyrinth zu sein scheint. Kein Problem habe ich damit den DSS1 aufzuschrauben um das Laufwerk auszutauschen. Mein defektes MD350 Laufwerk habe ich problemlos gegen ein Samsung, daß ich „umgefummelt“ habe austauschen können.(wie´s geht steht hier:https://www.gearslutz.com/board/electronic-music-instruments-electronic-music-production/519616-how-make-any-floppy-drive-work-korg-dss-1-a.html)
      Den Floppy-Emulator einzubauen sollte wohl kaum schwieriger sein, aber wie benutze ich den dann ?? Was es mit dem “ copyqm“ auf sich hat, das die Disketten in Disk Images umwandeln soll ist mir absolout unklar. Für ausfürliche Tips wäre ich sehr dankbar.

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    gaffer  AHU

    Als er rauskam, fand ich ihn nicht besonders gelungen, es wurden zu viele Kompromisse gemacht, heute werden manchmal gerade solche „Schwachstellen“ interessant.

  6. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ach ja, Ambika, WaveDraw und die Vel to VCF Beispiele gefallen mir richtig gut, die Teppiche finde ich eher lahm, der Schreibstil ist auch nicht meiner.

  7. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der KORG DSS-1 gehört für mich in die Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht!“ – und mein Homerecordingstudio erst recht nicht. Mir gefällt der Sound einfach nicht. Zum Bericht: mir wäre auch ein seriöserer Schreibstil lieber.

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    synton  

    Ich hoffe, Leute lassen sich inspirieren und holen sich dieses Rießenmonster – größtes Keyboard aller Zeiten ;-) ins Studio.
    Nur eines: Die Umrüstung auf die Straylight Extension ist NICHT einfach und erfordert gehörige Löterfahrung und eine gute Ausrüstung. Ich benutze aber neben einem umgerüsteten DSS- 1 auch noch einen originalen. Er macht (fast) genausoviel Spaß.

    Danke für diesen Artikel. Der Autor kennt den DSS-1 und seine Besonderheiten gut und aus eigener Erfahrung. Das ist zu begrüßen. DICKES LOB! Weiter so.

    Die hier schon überwiegend bemängelte Sprache finde ich eher erfrischend und authetisch. Ist mir persönlich lieber als so mancher pseudo-seriöse Stil allwissender Altherren. Wachet auf: Die Synths mögen aus den 80ern sein – die Freiheit der Sprache ist aber Stand 2013.

    Schön, dass es in Amazona diese persönlichen Erfahrungsberichte gibt! Und Dank an die fleißigen Autoren! Da sollte man lockerer sein.
    Sonst müssen wir techn. Infos und Erfahrungen wieder aus diffusen Foren zusammensuchen, wo wir uns dann wirklich mit schlimmer Sprache und wahrlich viel Geschwätz auseinandersetzen müssen. – flame out

  9. Profilbild
    synton  

    Eine Sache müsste mir mal ein echter Techniker erklären:

    In der Tat ist es so wie im Artikel beschrieben: die Reduktion der Bittiefe von 12 bit auf 6 bit etc. bleibt in den meisten Fällen ohne deutlichen Effekt – zumindest nicht so, wie wir es inzwischen von VAs und Plugins, die mit diesem Feature aufwarten, gewohnt sind.

    Tatsächlich wird aber auf Hardwareebene wirklich physikalisch die Bittiefe reduziert – soweit verstehe ich die Schaltung des DSS-Tongenerators – und es ist auch im Oszillographenbild zu erahnen. Aber „glätten“ die süßen Korg VCFs diesen Graineffekt wieder oder kann ich das Feature einfach nicht richtig einsetzen?

    Wer weiß Rat?

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