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Green Box: Roland D-10, D-20, D-110, D-5, LA-Synthesizer

80s Digi-Sound zum Budget-Preis

21. Mai 2022


Es gibt Synthesizer aus den 80ern, die tatsächlich in den letzten Jahren nicht teurer, sondern eher günstiger geworden sind. Die kleine D-10-Serie von Roland, die wir euch heute vorstellen werden, gehört definitiv dazu. Bei Binoy Chatterji dürfen wir uns wieder für die tollen Bilder des Roland D-20 bedanken.

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Die kleine D-Serie im Geschichtsrückblick

1987, der Yamaha DX7 hat weltweit die Synthesizer-Szene beherrscht und dominierte die Pop-Musik wie kein anderer Klangerzeuger zuvor. Verzweifelt hatten viele der damaligen Wettbewerber wie Oberheim, Sequential und Korg versucht, einen adäquaten Konkurrenten ins Feld zu schicken – vergeblich. Erst ROLAND konnte mit dem D-50 den FM-Bann durchbrechen und mit der LA-Synthese einen neuen und auch kommerziell erfolgreichen Klassiker schaffen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war „analog“ endgültig kalter Kaffee (zumindest vorübergehend), denn auch die LA-Synthese setzte ausschließlich auf eine digitale Klangerzeugung. Selbst heute, 17 Jahre später, hat der originale D-50 nichts von seiner Popularität verloren. Auch ROLAND hat die Zeichen der Zeit erkannt und für seinen aktuellen V-Synth eine Plug-in Karte entwickelt, die aus dem V-Synth einen D-50 werden lässt. Was aber ist es, das den ROLAND D-50, der kaum einen Naturklang authentisch wiederzugeben vermag, deutlich Nebengeräusche erzeugt und die Wärme analoger Klangerzeuger vermissen lässt, trotzdem so beliebt macht?

Die D-20 Version besaß auch ein Diskettenlaufwerk zum Speichern von Daten

Der Klang des Roland D-50 ist unverkennbar und durch keinen anderen Synthesizer (außer dem V-Synth) zu emulieren. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Der D-50 hat Charakter – und von welchem aktuellen Synthesizer kann man das wirklich noch behaupten?

Schon ein Jahr nach dem D-50 überraschte 1988 ROLAND mit einer Low-Budget-Variante des D-50, namentlich mit drei Modellen, dem Roland D-10, dem Roland D-20 (quasi ein D-10 mit zusätzlichem Sequencer und Diskettenlaufwerk) sowie der Rack-Version D-110, die über Einzelausgänge verfügte.

Die Ausgangssektion des Roland D-20

Auch wenn auf dem Papier alles ein wenig opulenter aussah als beim Vorgänger Roland D-50, so erreichten die Klänge des kleinen Trios die Klangfülle des Vorgängers bei Weitem nicht. Auf der anderen Seite ermöglichten die neuen Modelle zum ersten Mal bei Roland, das Spielen verschiedener Sounds über unterschiedliche MIDI-Kanäle – GLEICHZEITIG.

Dieses Feature, gepaart mit dem günstigen Preis und zumindest dem eindeutigen Klangcharakter des Roland D-50, machten die drei zu beliebten Synthesizern jener Zeit und zu regelrechten Verkaufsschlagern

Hier ein kurzer Blick auf alle drei Modelle, die 1988 auf den Markt kamen:

Roland D-10 Synthesizer

Der D-10 sieht dem D-20 sehr ähnlich, besitzt links nur kein Diskettenlaufwerk

Die Leistungsdaten schienen gegenüber dem D-50 verbessert zu sein, doch der damalige Preis von 2350,- DM gegenüber knapp 4000,- DM beim D-50 ließ Zweifel aufkommen. Um es vorweg zu nehmen: Der D-10 und seine Derivate klingen nicht schlecht, können jedoch nicht die Fülle und Brillanz des D-50 erreichen. Schon der Umfang der Bedienelemente und des Displays zeigt deutlich, wer mit der „kleinen“ D-Reihe angesprochen werden soll. Grundlegende Änderungen gegenüber dem D-50 auf der Habenseite sind das Vorhandensein von nunmehr 256 PCM-Wellenformen und 13 Structures sowie die achtfache Multitimbralität. Gekürzt wurden dafür die Möglichkeiten der LFOs (nur Dreieck), der Umfang des Effektprozessors und die Qualität der D/A-Wandler. Außerdem ist der optional erhältliche Programmer PG-10 von seinen Möglichkeiten lange nicht so verschwenderisch mit Bedienelementen ausgestattet wie der PG-1000.

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Die grundsätzlichen Synthesevorgänge entsprechen jedoch der des D-50, wobei auch bei der kleinen D-Reihe die PCM-Samples nicht mit dem Filter bearbeitet werden können. Der Sample-Bereich umfasst zwei Bänke mit jeweils 128 per PCM aufgezeichneten Samples. Zunächst erstaunt, dass beide Bänke absolut die gleichen Samples enthalten. Allerdings befinden sich in der ersten Bank nur Attack-Samples, während sie in der zweiten Bank nochmals in geloopter Form vorliegen. Ausgehend von diesen 128 Basis-Samples sind hier bereits 63 Samples für die Aufzeichnung von Schlagzeug- bzw. Perkussionsinstrumenten verwendet worden. Die Qualität der Samples ist ähnlich hoch wie beim D-50. Die sechs gegenüber dem D-50 neu hinzugekommenen Structures bestehen aus vier Ringmodulator-Anordnungen und zwei einfachen Structures, welche die jeweiligen Partials (zwei Partials ergeben eine Structure) unverknüpft direkt weiterleiten.

PG-10, Remote für die kleinen Ds

Letztendlich sei die Frage nach der Bedienbarkeit gestellt. Mit dem vorhandenen Display mit 2x 16 Zeichen gestaltet sich die Programmierung sehr zeitaufwendig und kompliziert. Für tiefergehende Eingriffe oder regelrechte Programmierung des D-10 und seiner Derivate kann daher nur ein Editorprogramm oder der optionale Programmer PG-10 empfohlen werden. Hier gibt es wohl die hardwaremäßig größte Einschränkung gegenüber dem D-50. Andererseits bietet der D-10 auch eine größere Anzahl Klangprogramme: 128 Presets und 64 editierbare Programme auf der Tone-Ebene und 128 Patches (= volles Klangprogramm mit ein bis vier Tones). Schließlich soll auch nicht der eingebaute Pattern-oriertierte Drumcomputer vergessen werden. Dieser bietet 32 Preset-Rhythmen und 32 selbstprogrammierbare Patterns. Fehlt dem D-10 nur noch der Sequencer und ein Diskettenlaufwerk zur Massenspeicherung und wir hätten es mit einer Workstation zu tun. Siehe dazu näheres unter D-20.

Roland D-20 mit LA-Synthese

Beim D-20 haben wir es mit der einzigen LA-Synthesizer-Workstation zu tun, denn der D-20 umfasst neben den Möglichkeiten des D-10 (Klangerzeugung samt Drumcomputer) auch noch ein 3,5″-Diskettenlaufwerk zur Archivierung von Klang- und Sequencer-Daten sowie einen 8-Spur-Sequencer plus einer Rhythmusspur mit einer Kapazität von maximal 16000 Noten in maximal 500 Takten. Von der Klangqualität und den Möglichkeiten her dürfte der D-20 angesichts seines Gebrauchtpreises im Vergleich zum damaligen Konkurrenten YAMAHA V 50 die bessere Wahl darstellen. Aber auch beim D-20 sei auf die Verwendung des Programmers PG-10 hingewiesen!

Ein oft gesehenes Pärchen D-10 und DX7

Roland D-110 Synthesizer Expander

Der Expander des D-10 bietet alle Features des D-10, wobei hier zusätzlich sechs Einzelausgänge vorhanden sind. Das Rack-Gerät beansprucht im Rack nur eine Höheneinheit und erfreut sich großer Verbreitung. Auf dem Gebrauchtmarkt ist der D-110 schon recht preiswert zu bekommen. Allerdings fehlt dem D-110 der Drumcomputerteil des D-10/D-20, wenngleich er über alle Klänge dafür verfügt.

Hier böte sich neben einem Sequencer auch der OBERHEIM Drummer an, ein Drumcomputer ohne eigene Klangerzeugung aus der Perf/X-Serie (mit lebensgefährlichem Netzteil!). Wer bislang Probleme mit der systemexklusiven Datenübertragung hatte, der möge bitte seine Software-Version feststellen (Vorgehensweise im Anhang beschrieben). Handelt es sich um die Versionen 1.06 oder 1.07, so sollte ein Austausch gegen mindestens Version 1.10 vorgenommen werden, was bei den jeweiligen ROLAND-Händlern machbar sein sollte.

Erstaunlicherweise präsentierte Roland 1989 nach seinen kleinen D-Modellen einen NOCH KLEINEREN D:

Roland D-5 Synthesizer

Dass auch erfolgsverwöhnte Hersteller sich einen Flop leisten können, bewies der D-5. Noch kleiner und noch harmloser wirkend und mit noch mehr schwarzer Fläche auf dem Bedienfeld macht er optisch schon einen ärmlichen Eindruck. Innerhalb eines Jahres verschwand der D-5 dann auch wieder in der Versenkung. Dem Sammler sei das Gerät jedoch als eine der jüngeren Seltenheiten empfohlen! Was hat sich gegenüber dem D-10 geändert? Man hat überall abgespeckt, wo es musikalisch noch für vertretbar gehalten wurde. Wenigstens konnte man noch den PG-10 für die Programmierung hernehmen und auch der RAM-Karten-Schacht blieb erhalten.

Sehr schlicht, aber schick: der Roland D-20

Aber angefangen bei dem um 2,2 kg weniger Gewicht scheint offensichtlich, dass gekürzt worden sein muss. Zunächst kann man sich erst mal an einem ROM-Demo erfreuen, das die klangliche Vorzüge des D-5 offenbart. Allerdings ist weder ein Sequencer noch der Drumcomputer des D-10 vorhanden. Die achtfache Multitimbralität wurde beibehalten, wobei als neunter multitimbraler Part die Rhythmusklänge angewählt werden können. Außerdem wurde neben dem Chase-Play auch ein Arpeggiator integriert. An sich scheint alles für eine Weiterentwicklung des D-10 zu sprechen, jedoch offenbaren sich die Probleme insbesondere in dem Vorhandensein der Bedienelemente. Dort fehlen neben den ausführlicheren Aufdrucken über Zusammensetzung der Hüllkurven und der Structures auch der Value-Schieberegler. Das Gehäuse wirkt sehr einfach und zierlich. Auf Grund des fehlenden Drumcomputers sind auch die hierfür vorgesehenen Tasten nicht vorhanden. Anstelle der D-10-Grafiken auf dem Gehäuse finden wir hier eine Tabelle von Klanggruppen, die sich stark an das anlehnen, was wir heutzutage unter General-MIDI kennen. Tja, und das größte Manko: Der Effektprozessor fehlt vollständig! Angesichts des preiswert beschaffbaren D-110 mit Effekten kann somit nur zu diesem geraten werden. Nichtsdestotrotz ist der D-5 der wohl seltenste Ableger der D-Serie.

Roland MT-32 Expander

Am Ende sei noch der Roland MT-32 erwähnt, der quasi die Desktop-Variante des Roland D-110 war. Diesem widmen wir uns aber in einer separaten Greenbox-Ausgabe einen eigene Report. Er entspricht von den Möglichkeiten einem D-10 bzw. D-110, lässt sich aber am Gerät kaum editieren.

STEINBERG hatte seinerzeit einen Atari-Editor für den MT-32 am Markt, mit dem man wunderbar Klänge verbiegen und Sounds verwalten konnte. Ähnliche Software gab es auch von anderen Herstellern.

Klangliche Beurteilung der kleinen D-Serie

(pg) Ich wollte es lange nicht glauben, aber tatsächlich klingt die D-10-Serie lang nicht so füllig wie D-50 bzw. D-550. Gerade auf dem Papier macht die kleine D-Serie eine richtig gute Figur. Insofern war ich zunächst enttäuscht über den direkten AB-Vergleich. Trotz interner Effekte schaffen hier nur externe Outboard-Effekte Abhilfe. Aber so richtig die Breite eines D-50 bekommt man mit dem D-10 nicht wirklich hin. Bin gespannt, wie ihr das seht, vielleicht hatte ich auch nur einen schlechten Tag, als ich die beiden verglich.

Hätte ich heute die Wahl zwischen einem Roland D-50 und einem Roland D-20, würde ich definitiv immer zum großen Bruder greifen.

Ganz erstaunlich waren hingegen (für damalige Verhältnisse) die Drumsounds, die dem D-50 fehlten. Ich kannte sogar Musiker, die sich für den D-110 entschieden hatten, weil sie dadurch zusätzlich in den Genuss druckvoller Drumsounds kamen UND Einzelausgängen. Bitte immer in Bezug auf die damalige Zeit betrachten, als man für Drumsounds entweder einen Sampler oder wenigstens einen Drumcomputer benötigte. Auf den Sequencer des D-20 konnte man angesichts der Allmacht des ATARI leicht verzichten – und so war der D-110 ein attraktiver multitembraler MIDI-Expander mit Einzelausgängen und Drumsounds.

Der Roland D-10 on YouTube

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Und wer sich von dem folgenden Herrn nicht abschrecken lässt, der hört am Ende wirklich ein beeindruckendes Demo, das mit dem D-110 erstellt wurde – inklusive der erwähnten Drumsounds:

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Fazit

Die kleine D-Serie von Roland ist auch heute noch sehr preisgünstig am Gebrauchtmarkt zu haben und versprüht digitales 80s-Feeling zur Genüge. Stackt man D-10 oder D-20 Sounds mit Juno & Co., erhält man ganz erstaunliche facettenreiche Klänge.

Plus

  • typischer Roland LA-Sound zum kleinen Preis

Minus

  • Klänge ohne externe Effekte ein wenig mager
  • umständliche Bedienung
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Forum
  1. Profilbild
    Anthony Rother AHU

    Auch die 80er :-)
    Ich glaube so mancher Synthesizer Nerd konnte sich auch schon in den 80ern köstlich über diverse Roland Produkte ärgern.

  2. Profilbild
    Codeman1965 AHU

    < "Von der Klangqualität und den Möglichkeiten her dürfte der D-20 angesichts seines Gebrauchtpreises im Vergleich zum damaligen Konkurrenten YAMAHA V 50 die bessere Wahl darstellen." >

    Ich hatte damals einen D-10 und einen Yamaha V50 und an beiden viel Freude gehabt!
    Unterschiede würde ich nicht an der Klangqualität festmachen wollen, war halt LA „gegen“ 4-OP-FM mit 8 Waveforms. Richtig gut klingen konnten sie beide.

    Der große Schwachpunkt beim V50 waren die Effekte, da konnte man noch so herumfrickeln, toll war das nicht… :-)
    Aber er liess sich gut am Gerät editieren, und auch das Sequencing ging gut von der Hand. Dazu hatte er ein paar schöne Features, die man heute kaum noch findet…

    Wäre für mich interessant, wenn hier Jemand mal seine Erfahrungen mit dem D-20 schildern könnte. Den hatte ich seinerzeit auch immer auf dem Schirm, und bei den niedrigen Preisen heute wäre er mir immer noch einen Versuch wert…

  3. Profilbild
    lunatic AHU

    » Und wer sich von dem folgenden Herrn nicht abschrecken lässt…«
    Die Bad Gear Serie verfolge ich schon länger. Abschreckend ist für mich höchstens die mahnende Erkenntnis, daß aus jedem noch so vermeintlich schwachen Gerät, mit etwas Mühe, oft viel guter Sound zu holen ist. Ich schiebe Geräte oft zu schnell zurück auf den Markt.
    Danke für die Anregung, ich werde den vor Jahren ins Rack geschraubten D110 heute mal ausgiebig anspielen. Bislang hatte ich das versäumt😬

  4. Profilbild
    Leverkusen

    Ich verstehe auch nicht, was es an an Herrn Pilz herum zu mäkeln gibt. Ich finde seine Kurzfilme recht informativ und kurzweilig. Macht Spaß und ich freue mich jeden Freitag auf den Feierabend mit frischem Blick auf meist krudes altmodisches Zeug, wie man heute wohl sagt.

    Genauso freue ich mich immer auf die wochenendlichen Farbbox Texte über alte Synths auf Amazona. Dieser Artikel ist auch interessant – wenn ich den ersten Absatz richtig verstehe ist er aber auch schon fast zwanzig Jahre alt und lediglich mit einem neuen Datum versehen. Zumindest das macht Herr Pilz bis jetzt anders. Ansonsten finde ich nicht, dass eine Konkurrenzhaltung hier nötig ist. Wahrscheinlich gehen Euch beiden bloß langsam die alten Geräte aus.

  5. Profilbild
    Numitron AHU

    Ich besitze einen d10 und den d110.
    Beide um unter 100€ bekommen.
    Finde sie haben viele brauchbare sounds onboard.

    Die audiopilz videos sind top, freue mich immer darauf!

  6. Profilbild
    baselzwei 1

    Man, ist das lange her… der Roland D-5 zusammen mit einem Alesis MMT-8 waren vor 30 Jahren mein Einstieg ins Musizieren. Wenn ich mir meine alten Tapes aus der Zeit anhöre, bin ich heute noch erstaunt, was mit dieser Combo alles möglich war. Den D-5 konnte ich in der Tat sogar recht gut programmieren (ich hatte ja nix anderes :-) Im Vergleich zu heutigen Workflows war das natürlich der absolute Wahnsinn. Heute habe ich einen Roland D-05 im Setup (den ich am Gerät übrigens nicht programmieren kann resp. will). Der soll einem „echten“ D-50 ja zumindest sehr nahe kommen. Auch wenn ich jetzt keinen direkten A-B-Vergleich mehr anstellen kann, so habe ich den Sound des alten D-5 doch noch gut in Erinnerung. Der D-05 klingt da wirklich deutlich breiter, fülliger, wärmer und dynamischer (trotz Miniklinkenausgang….). Sicherlich würde man aus den alten Kisten D-5/D-10/D-20/D-110 auch heute noch Brauchbares herauszaubern können (zumal – zumindest mein D-5 – sehr stabil gebaut war). Da muss man sich dann aber echt drauf einlassen wollen.

  7. Profilbild
    pit4pit

    Ich hatte Anfang der Neunzigejahre einen D-20. Ich kann den Eindruck im Artikel absolut bestätigen, der D-10/D-20 klingt nicht annhähern so voll, wie der D-50. Das liegt einerseits an den Effekten und vermutlich wohl an dem Wandler.

    Trotzdem leistete der D-20 mir gute Dienste, vor allem der eingebaute Drumcomputer, der damals nicht so schlecht klang. Der D-20 wurde live zusammen mit einer Korg-M1 eingesetzt, die zumeist für die Melodie übernahm. Der D-20 diente zur Begleitung und machte dort seine Sache gut. Drums, Bass und auch komplette Sequenzen. Hier eine Aufnahme von damals. Alles außer der Melodie kommt vom D-20 und wurde mit dem eingebauten Sequenzer eingespielt und wiedegegeben.

    https://www.magicsound.de/Musik/tsop.mp3

  8. Profilbild
    Cavestudioschweiz

    Einer meiner frühen Synthesizer. Aus Mangel an Geld und anderen Geräten (neben einem ARP Odyssey und einem Korg DSS-1 und MS-20) musste der als Multitimbraler mit Drums für alles mögliche herhalten. Aber so lernt man die Dinge, die man hat wirklich zu nutzen. Und so umständlich finde ich diese Bedienung gar nicht – ich meine die zum Klänge programmieren. Den Sequencer vergessen wir hier mal…
    Er klingt in der Tat etwas dünn, aber wenn man ihn mit anderen Synths stackt oder gute externe Effekte dranhängt kann es auch interessant werden. Für D-50 Sounds nehme ich aber den V-Synth XT. Aber ich habe ihn noch.

  9. Profilbild
    Holk

    Liebe Redaktion,
    berücksichtigt bei einer separaten Greenbox-Ausgabe über den Roland Expander MT-32 doch auch gleich die Roland PC Soundkarte LAPC-I
    Beste Grüße

  10. Profilbild
    Tomtom

    »Und wer sich von dem folgenden Herrn nicht abschrecken lässt…«

    Oh oh, Animositäten? Ich liebe den Pilz, besonders wenn er seine superverschachtelten Sätze mit falsch ausgesprochenem „v“ raushaut. Hat ihm das denn noch keine gesagt, dass er „wow“ sagt? :-))

    Zum Artikel: Ich hatte in den 90ern einen MT-32 auf dem Tisch stehen. Der musste Sounds für meine Musikprojekte (mit dem Amiga 1200 und Steinberg 24 oh yes) liefern und wurde auch, wenn ich mich recht erinnere, von vielen für die Wiedergabe von Game Soundtracks genutzt. Andere Zeiten halt, aber nicht unbedingt schlechter! :-)

    • Profilbild
      gaffer AHU

      Ich sage wau! Und zwar zur sportlichen Entscheidung Steinberg 24 und Amiga. Das war doch das Programm, das zwei Jahre lang angekündigt wurde und dann ein bisschen lief.

      Die kleinen Ds waren schon in Ordnung. Wenn ich das als multitimbralen Sounderzeuger ernst nehme, muss ich auch zugeben, dass acht dünne Klänge im Zusammenhang meist besser klingen als acht fette. Und den Effektgenerator muss ich ja nicht einsetzen. Es gab Ende der 80er reichlich Auswahl an externen Effekten.

      Mir gefiel aber V50 besser als D. Die hatten keinen Aftertouch und dazu diesen grauslichen Controller. Yamaha mit Aftertouch und richtigen Wheels. Den würde ich heute noch einsetzen als Einspieltaste.

      • Profilbild
        Tomtom

        Och das ging an sich schon ganz gut! Steinberg 24 war nicht kompatibel mit Amiga OS 3 und ließ sich nicht auf Festplatte installieren, ich musste also von der Diskette booten. Und man durfte auf keinen Fall vergessen, den Dongle einzustecken, sonst lief da gar nichts. :-))

  11. Profilbild
    ShakerDaMan

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich hatte das Glück mit zarten 15j mit dem D-50 in die Synthesizer Welt einzusteigen und diese Erfahrung prägte mich bis heute. Was soll aber ein junger Mensch aus 2022 mit den Boliden aus den 80ern bloß anfangen? Hier fehlte am Ende des Artikels den Verweis auf den Roland D05 als Boutique Version (der im übrigen fast genauso klingt wie der D-50). Der D05 ist für mich die Brücke von ‚damals‘ zu ‚heute‘ – der Zeit angepasst, kompakt, mobil etc. Aber klanglich unverfälscht zum Original. Das wäre auf jeden Fall erwähnenswert gewesen im Rahmen des Artikels.

    • Profilbild
      gaffer AHU

      Da nehme ich eher Digital D1 auf dem iPad, auch externer Tonerzeuger, aber viiiiel günstiger und besser zu editieren.

  12. Profilbild
    Zwo5eins

    Ganz einfach, der Roland D-10 war der Synth der den ich mir leisten konnte.
    Dazu C-Lab Creator und ein Steinberg Editor für den D-10. Damit konnte man schon sehr viel machen. Mit dem Editor habe ich in stundenlanger Arbeit TR 808, 909 Sounds nachprogrammiert. Ich bilde mir ein eine gewisse Ähnlichkeit erreicht zu haben. Viele Werksounds waren ok, aber mein Ehrgeiz war es gute eigene Sounds zu erzeugen. Das Preisleistungsverhältnis war in meinen Augen sehr gut, für das Geld gab es kein vergleichbares Instrument.

    (Um es gleich zu sagen den M1 mochte ich nie)

  13. Profilbild
    heimannrudolf

    Der D-20 war für mich damals ein Meilenstein! „Moderne“ Klangerzeugung nebst EFX, ein integrierter Drummie, Sequencer, alles speicherbar auf Floppy Disc. Der Sequencer konnte sowohl interne Sounds als auch externe Klangerzeuger via Midi ansteuern.

    Damit habe ich meine erste LP „Strange Delight“ komplett eingespielt bzw. vorproduziert. Die „externen“ waren AKAI X7000, Korg DS-8, Roland U-220 und JX3P. Im Tonstudio wurde dann alles auf einen Atari überspielt (MIDI) und die Sounds separat auf 24 Spuren (die Synthsounds in Stereo, Gitarre, Sax) aufgenommen und klanglich optimiert.

    Die Drumabteilung war – zeitgeistmäßig – TOP, man konnte sogar zwei Snares oder HiHats nach links und rechts pannen. Alles, was „kurz“ war – Pizzicato, Drums, Arpeggios, Slapbass, Sequencersounds etc. – klang beim D-20 zudem super, alles andere tatsächlich eher nicht. Ein klassisch-analoges Filter gab es nicht. Flächen und Chöre – au weia ! Deshalb zusätzlich U-220 und JX3P.

    Die komplette LP gibt es hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=L7KmGZ6ZX9I

    • Profilbild
      Tomtom

      Ich höre gerade deine LP über den YouTube Link und finde sie klasse! Wollte ich nur mal erwähnt haben! :-)

      Zum Artikel: Seit diesem Artikel konnte ich mein G.A.S. kaum im Zaum halten und habe mir einen gut erhaltenen und gepflegten D-10 mit jeder Menge Patches in der Bucht für unter 100 Euro geschossen. Irre, dass die Dinger quasi verschenkt werden heutzutage.

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