Test: Roland D-05 Boutique Synthesizer

25. Oktober 2017

Der Roland D-50 ist zurück

Roland D-05 A

Um gleich zu Beginn jegliches Missverständnis auszuschließen, der Roland D-05 hat kaum etwas gemeinsam mit dem Roland D-5. Langsam kommt Roland bei seiner Namensgebung in die Bredouille. Der Roland D-5 war seinerzeit (1989) so etwas wie die letzte Low-Budget-Version des legendären Roland D-50, der zwei Jahre zuvor (1987) die Musikwelt in Staunen versetzt hatte. Dazwischen lagen zahlreiche weitere Ds wie D-10, D-110, D-20. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, dem empfehlen wir unseren D-Übersichts-Report HIER.

Nun ist er wieder auferstanden, der digitale Roland D-50 – und das nicht zum ersten Mal. Wir erinnern uns, die erste Reinkarnation gab es mit dem Roland V-Synth bereits 2003. Dem Roland V-Synth konnte man quasi den Roland D-50 in Form einer optionale Erweiterungskarten einpflanzen konnte. Kurz darauf gab es die Variante Roland V-Synth XT, der diese Erweiterung schon von Werk ab eingebaut hatte.

Roland D-05 B

Ich persönlich nutze den V-Synth XT heute noch und das vor allem auch wegen dieser D-50 Erweiterung. Ich habe mir für den Test aber auch einen originalen Roland D-50 besorgt und konnte so zwischen den drei Versionen wunderbar vergleichen. Doch dazu später mehr.

IM OLYMP DER SYNTHESIZER-GESCHICHTE

Was genau hat den 1987 den D-50 in den Synthesizer-Olymp berufen? Grundsätzlich muss man den Youngstern erst einmal klar machen, dass die Suche nach neuen Synthesizer-Klängen in etwa vergleichbar war mit den Pionieren, die im 19. Jahrhundert den sogenannten „Wilden Westen“ entdeckten und besiedelten. Gerade ab dem Erscheinen des Yamaha DX7 wurde man schlagartig mit tatsächlich NEUEN Klängen konfrontiert. Der Roland D-50 führte dieses Entdecker-Erlebnis in eine vollkommen neue Richtung fort. Viele seiner Werksounds wurden zu markanten Klangerlebnissen zahlreicher Pop-Kompositionen. Es ging seinerzeit nicht darum, so zu klingen wie der Rest der Welt, es war schlechtweg die unglaubliche Faszination für diesen bis dato ungehörten Klänge, die Tausende von kreativen Komponisten fast zwanghaft dazu brachten, diesen Sound auch in eigenen Kreationen einzusetzen. Ein Flötenklang wie „Caliope“ oder ein Glockenteppich wie „Fantasia“ kamen weder in der realen Welt vor, noch hatte man Ähnliches bislang von Synthesizern gehört.

Sound: the final frontier. These are the voyages of Keyboard-Players. Its five-year mission: to explore strange new sounds, to seek out new experiences and new creations, to boldly go where no musician has gone before.

Und heute? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in Sachen „Sound“ noch einmal so etwas Umwerfendes passieren wird wie in den Jahren 1968 bis 1988. Egal wie bahnbrechend irgendeine „neue“ Synthese sein soll – dieser ungeheuerliche  „WOW-Effekt“ ist verflogen.

So gesehen dürfte eigentlich auch ein Roland D-50 heute niemand mehr von den Socken hauen. Und doch hat die News-Ankündigung zum Boutique Synthesizer Roland D-05 in den Kommentaren hohe Wellen geschlagen. Das überraschte mich dann doch. Also lasst mal sehen, was ROLAND uns da Schönes beschert hat.

POCKET MODUL

Der Roland D-05 ist ziemlich kompakt – und zum Glück, anders als seine Boutique-Geschwister, 16-stimmig, Ganz in Anlehnung an das Original wurden das zweizeilige Display, der Vektor-Stick und zahlreiche Drucktasten beibehalten.

Roland D-05 C

Das darf ruhig als Rückschritt bezeichnet werden, denn während die Erbauer des Originals aus finanziellen Gründen ihre Schwierigkeiten gehabt haben dürften mit der Integration von zahlreichen Controller-Elementen, hätte man einen modernen Roland D-05 durchaus mit ein paar Fadern oder Potis  versehen können. Eine Kostenfrage kann das gegenwärtig eigentlich nicht gewesen sein, denn schließlich kommt selbst ein Roland JP-08 mit 21 Fadern und 7 Potis daher und kostete dasselbe.

Pitch- und Modwheel sind als Ribbon-Controller ausgelegt und mit dem Vektorstick lassen sich wie beim Original die 4 Klangelemente mischen, aus denen ein D-50-Sound maximal zusammengesetzt ist.

ANSCHLÜSSE

Einen Netzanschluss gibt es nur über USB, dafür werden aber 4 Batterien mitgeliefert, um über den eingebauten Lautsprecher (in blecherner Qualität) zumindest gleich mal loslegen zu können. Absolut unverständlich ist mir aber die Entscheidung der Audioeingangs- und Ausgangsbuchsen, die in Stereo-Miniklinken-Bauweise ausgeführt sind.

Roland D-05 E

Als jahrelanger Home-Studio-Betreiber hat man sich, feinsäuberlich sortiert, ein umfangreiches Arsenal an Audiokabeln und Adaptern angeschafft. Ein Y-Kabel (Stereo-Miniklinke auf zwei 6,3 mm Mono-Klinke) war jedoch nicht dabei. Tatsächlich fand ich aber in den Tiefen meiner Sammlung ein Stereo-Miniklinkenkabel, das am anderen Ende in zwei Cinch-Buchsen mündete. Zwei Adapter von Mini-Cinch auf 6,3 mm Klinke aufgesteckt – und ab ins Mischpult.

Trotz der geringen Größe sitzen die Miniklinkenstecker aber fest in ihrer Arretierung. Anders als einige Kollegen kann ich hierin keinen Nachteil erkennen. Die Buchsen sind solide und verankert und machen einen wertigen Eindruck.

Zusätzlich gibt es zwei MIDI-Buchsen und einen Kopfhörerausgang.

Der rückseitig eingebaute Lautsprecher verstummt übrigens, sobald man eine Audioverbindung über den Audio-Out herstellt. Und das ist gut so, denn selbst ein altes Taschenradio stellt diesen Schallkameraden in den Schatten. Ich bin mir nicht ganz sicher, wer die Zielgruppe für diesen Lautsprecher sein soll, denn um jemanden an seinen musikalischen Ergüssen teilhaben zu lassen, ist das Ding zu leise und klingt zu blechern. Und wer gerne Outdoor-Sounds schraubt, wird wohl auch eher zum Kopfhörer greifen.

Roland D-05 F

Tastatur K-25

Richtig komplettiert ist der Roland D-05 im handlichen Handtaschenformat aber erst, wenn man ihn andockt an die optionale Tastatur K-25, die auch kompatibel zu allen restlichen Roland Boutique-Synthesizern ist.

Kompakt und ohne viel Schnickschnack erfüllt die Tastatur ihren Zweck. Der Anschlag ist im Vergleich zu anderen Minitastaturen lobenswert. Aftertouch gibt’s keinen. Hat man mal das Flachbandkabel mit der Main-Unit verbunden, lässt sich der Roland D-05 sauber und zuverlässig in der Tastatur arretieren und der Neigungswinkel in zwei Variationen einstellen. Im waagrechten Zustand rastet die Bedieneinheit mit einem lauten Schnappgeräusch auf der Tastatur ein und ist fertig für den Transport. Das Roland K-25 hat mich wirklich positiv und dürfte für den Live-Gig oder das schnelle Anspielen im Studio, eine handliche Alternative zum sperrigen Masterkeyboard sein.

STANDALONE

Die rudimentäre Bedienung des Roland D-05 ist am Gerät selbst gut gelöst. Ganz ohne Bedienungsanweisung sollte man relativ schnell Presets abrufen und Funktionseinstellungen ändern können. Selbst die Sequencer-Programmierung geht schnell von der Hand.

Will man aber am Roland D-05 Sounds schrauben, dann dürfte die Lust schnell vergehen. In den 80ern hat man uns mit solchen Minidisplays und Menükaskaden den Programmier-Masochismus beigebracht, ich wage aber zu bezweifeln, dass die iPad-Generation den Nerv hat, sich das heute noch anzutun.

Roland D-05 G

Bei allen bisherigen Roland Boutique-Synthesizern, selbst beim Roland A-01 (den ich übrigens für eine Sequencer-Geheimwaffe halte), überzeugte die analoge Bedienoberfläche. Und egal, welche Kritik an den winzigen Knöpfen und Reglerwegen aufkam, alles ist besser als ein Dutzend Knöpfe und ein Display. Noch dazu hatte ein Roland D-50 nicht gerade wenig Möglichkeiten bei der Editierung.

Kurzum. Ich persönlich hätte mir von den Roland-Ingenieuren eine überarbeitete Bedienoberfläche gewünscht und nicht ein 1:1 Konzept des Originals. Selbst der Roland V-Synth XT war als D-50 Emulator durch Touch-Screen und 8 frei belegbaren Controller dem Original weit überlegen.

Wer übrigens mehr zur LA-Synthese des Roland D-05 wissen möchte, dem sei erneut der ausführliche GREEN BOX Report zum Roland D-50 von Marko Ettlich empfohlen.

AM COMPUTER

Über USB lässt sich nach Installierung der Roland-Treiber der Roland D-05 per MIDI ansteuern oder als Audioschnittstelle auswählen. Tut man dies, reagiert der Roland D-05 quasi wie ein Audiointerface. Für den Neuling, der sonst über kein Audiointerface verfügt, ist das sicher ein nettes Feature.

Wer aber hoffte, den Roland D-05 direkt als Plug-in in seine DAW integrieren zu können, wie z.B. einen Access Virus oder einen Elektron Analog Keys, den muss ich enttäuschen.

Auch ein spezieller Roland D-05 Editor wird nicht angeboten (weder für Tablets noch für PC). Laut einer Informationen von Roland lässt sich aber die APP „iPG800“ sowie auch der originale D-50 Controller PG1000 zur Editierung verwenden. Damit sollten auch entsprechende Environments, die es zum Beispiel für Logic für den D-50 gibt, ebenfalls einsetzen lassen. Sehr schön!

Roland D-05 H

SIGNAL

Was der Roland D-05 so aus dem Stereominiklinkenstecker jagt, ist gelinde gesagt „ziemlich schwach auf der Brust“. Soll heißen, ein guter Vorverstärker am Mischpult ist eigentlich Pflicht. Zwar ist laut Roland die Ausgangsverstärkung an allen Boutiques gleich stark, aber nach einem Vergleich mit den monophonen Boutiques komme ich zu der Schlussfolgerung, dass der Pegelunterschied wohl auf einen erweiterten Headroom bei den polyphonen Units zurückzuführen ist. Wer schon mal einen DSI Polyevolver mit einem DSI Monoevolver gekoppelt hat, zwecks Stimmenerweiterung, der kennt das Problem.

Im Falle des Roland D-05 fällt dieser Pegelunterschied nur wirklich sehr deutlich ins Gewicht. Im Vergleich zu meinem Roland V-Synth XT fehlen da gefühlt 12 dB. Interessanterweise führte aber der Push durch einen Kanalvorverstärker nicht zu erhöhtem Rauschen. Die Signalquelle verträgt also die Verstärkung ohne qualitative Einbußen. Trotzdem überraschte mich der niedrige Pegel.

SEQUENCER

Neu in der Ausstattung eines Roland LA-Synthesizers ist der polyphone 64-Step-Sequencer und Arpeggiator.

Hier gleich mal ein kleines YT-Video-Demo:

Die Freude über dieses Feature wird leider etwas eingebremst, denn die einzelnen Schritte des Sequencers lassen sich nur in Tonhöhe, Gate und Stärke des Shuffle-Effekts beeinflussen. Der Sequencer hat also z.B. nicht die Möglichkeit, pro Step unterschiedliche Cutoff- oder Resonanzwerte zu generieren, wie das z.B. der Roland A-01 beherrscht, schade.

AUDIOVERGLEICH ZUM ROLAND D-50

Kommen wir zum Nerd-Kapitel. Ein Großteil unserer Leser darf dieses Kapitel getrost überspringen. Nämlich all jene, denen die absolute Authentizität schnuppe ist. Musikalisch gesehen ist dieser Faktor nämlich zu vernachlässigen. Soll heißen, mit dem D-05 kann man genauso gut Hits aufnehmen wie mit dem Original.

Der Rest, eben all jene, die gedenken, sich den Roland D-05 nur dann zuzulegen, wenn er EXAKT identisch klingt, denen sei das Weiterlesen empfohlen: Verglichen wurden D-05, D-50 und V-Synth XT.

Die Audiounterschiede sind subtil, aber dennoch eindeutig vorhanden.

  • Punkt 1:
    Der Roland D-05 rauscht so gut wie nicht und damit deutlich weniger als das Vorbild. Hat das jetzt was mit Klangunterschied zu tun? Für Puristen schon. Bereits beim Test des Roland V-Synth XT wagten wir, die Reduzierung des Rauschens als Vorteil zu bewerten und wurden doch tatsächlich von einigen Lesern dafür kritisiert (und diesen letzten Satz jetzt bitte absolut wertfrei verstehen).
  • Punkt 2:
    Roland D-50 und V-Synth XT klingen wärmer. Über diesen Begriff wird ja oft gestritten, aber so lange es kein treffendes Wort dafür gibt, müssen wir wohl die „Temperatur“ bemühen, um die Fülle eines Klanges zu beschreiben. Der Roland D-05 ist bei selbem Pegel und Mixereinstellungen unten rum einfach dünner. Punkt. Natürlich lässt sich das aber mit einem vernünftigen EQ ganz leicht ausgleichen.
  • Punkt 3:
    Das hat mich nun am meisten erstaunt. D-50 und V-Synth machen im Stereo-Panorama ein deutlich breiteres Klangbild auf. Wir sprechen hier jetzt nicht von irgendwelchen Ping-Pong-Delay-Effekten. Die sind bei beiden gleich stark ausgeprägt. Beim Roland D-05 spielt sich alles deutlich mehr in der Mitte zwischen zwei gut positionierten Nahfeld-Studiomonitoren ab, während D-50 und V-Synth hier den gesamten Raum zwischen den Monitoren mit Leben erfüllt.
  • Punkt 4:
    Nur das Original hat wirklich diesen crispen Grundklang. Der geht sowohl dem V-Synth als auch dem Roland D-05 ab. Hier sind die Kopien klinisch einen Tick sauberer.

In den System-Einstellungen des Roland D-05 kann man übrigens eine klangliche Annäherung an das Original ein- und ausschalten. Bei aller Liebe, ich konnte hier keinen Unterschied hören. Mag sein, dass hier noch ein Feature in einem Update fehlt, aber zum jetzigen Zeitpunkt tut sich da für mich nichts.

Das soll aber jetzt nicht heißen, dass ich den Sound des Originals am meisten schätze. Im Gegenteil, müsste ich eine Favoriten-Reihenfolge aufstellen, stünde bei mir an Platz 1 klanglich der V-Synth XT (nur gemessen an der D-50 Emulation), an Platz 2 das Original und an Platz 3 der Roland D-05.

Roland D-05 H

SOUND ALLGEMEIN

Der Roland D-05 besitzt nicht nur die originalen Werkbänke, sondern auch hervorragend programmierte und dem Zeitgeist angepasste Klänge.

Sicher, Bässe gehörten noch nie zu den Stärken des Roland D-50 und das gilt auch für den Roland D-05. Hingegen gerade Flächenklänge, außergewöhnlich unrealistische Streicher, fantasievolle Glocken, markante Flöten und markante Bläsersätze sind garantiert einzigartig. Ich mag sogar die Filter- und Resonanzklänge der LA-Synthese, auch wenn sie sich von echten Analogfilter-Sounds deutlich unterscheiden. Das macht sie aber nicht schlechter, nur eben anders.

Der Roland D-05 ist klanglich mit Sicherheit eine tolle Bereicherung zu einem von VAs durchsetzten Boutique-Setups. Nur „analog“ kann eben nicht alles. Nicht ohne Grund gibt es  zum Beispiel unter den Korg Volcas den Korg Volca FM.

Der Roland D-05 hat Charisma und ist definitiv ein geeigneter „Interessant-Macher“, um modernen Tracks das gewisse Extra zu verleihen. Also von der Seite eine klare Empfehlung.

GEBRAUCHTER ROLAND D-50 oder neuer ROLAND D-05?

Die Frage stellt sich durchaus. Ein gebrauchter Expander Roland D-550 kostet heute weniger als ein Roland D-05. Und selbst ein gebrauchter Roland D-50 liegt in derselben Preisklasse wie ein Roland D-05 mit K-25 Tastatur.

Und trotzdem, ich würde keine Sekunde zögern und mich für den Roland D-05 entscheiden. Zum einen mag ich es nicht, wenn es rauscht, zum anderen ist der D-05 für die Einbindung dank USB und der kompakten Größe in ein modernes Home-Studio wie geschaffen.

Die Mini-Mankos wie Pegel oder klangliche Unterschiede zum Original sind vernachlässigbar und mit einem vernünftigen Kleinmixer ganz leicht auszumerzen

Roland D-05 I

YT-VIDEO

Fazit

Der Roland D-05 ist klanglich auf Augenhöhe mit dem originalen Roland D-50. Puristen sei aber gesagt, es gibt klangliche Unterschiede.

Wer heute in sein Synthesizer-Setup (vor allem wenn es größtenteils aus subtraktiven Klangerzeugern besteht) einen charismatischen „Andersklinger“ einfügen möchte, dem kann ich den Roland D-05 sehr ans Herz legen. Klar spricht da auch ein wenig der nostalgisch verklärte 80er Fan aus mir, aber auf der anderen Seite hat der D-05 wirklich das Zeug, ein Comeback der LA-Synthese einzuläuten. Vielleicht klingen ja die Hits der nächsten 5 Jahre wieder nach Roland D-50. Mir würde es jedenfalls gefallen.

Plus

  • authentischer Roland D-50 Klang
  • 16-stimmig polyphon
  • niedriger Preis
  • voll kompatibel zum Original
  • kompakt
  • dank Kompatibilität zum Original auch durch D-50 Editoren editierbar

Minus

  • erreicht nicht ganz die Breite und Wärme des Originals
  • Bedienung am Gerät hätte attraktiver ausfallen können
  • niedriger Ausgangspegel
  • Audioausgänge als Stereo-Miniklinke ausgelegt

Preis

  • Roland D-05: 399,- Euro
  • Roland K-25: 99,- Euro
Forum
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    a.jungkunst  AHU

    Vergleiche habe ich nicht machen können, da hilft mir meine Erinnerung. Aber alle Beobachtungen am D-05 teile ich mit diesem Test. Auch meine Wahl fällt heutzutage auf den D-05 bzw. ist bereits gefallen. Zur Stimmenzahl: es sind doch eher 16 Stimmen. Zum Editieren: Alles, was sich bis heute mit einem D-50 versteht, kann auch mit dem D-05 kommunizieren, das betrifft auch im Netz zu findende Software-Editoren. Und noch etwas, was nicht immer geht: MIDI OUT (wer kein USB benutzt) kann auf MIDI THRU umgestellt werden, manchmal ganz brauchbar.

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        swissdoc  RED

        Um es ganz genau zu nehmen: Der D05 hat wie auch der D50 32 Partials und somit 16 Tones, das ergibt im Single-Mode 16 Stimmen. Im Dual- oder Split- Mode werden dann 2 Tones oder 4 Partials pro Stimme verwendet, dann sind es noch 8 Stimmen.

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    lightman  AHU

    Ich hoffe, die Leute machen wenigstens ihre eigenen Sounds mit dem D-05, noch ’ne Runde D50 Presetgeschwurbel ertrage ich nicht. Interessante Maschine, das seht fest, nur für mich durch die höchst prätentiöse Verwendung besagter Werkssounds ziemlich belastet.

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      a.jungkunst  AHU

      Die Presets des D-50/D-05 (P1-Bank) sind sehr breit aufgestellt und dienen als gute Vorlage für eigene Patches. Darüberhinaus finden sich im Netz ungezählte Bänke und Patches, die sich über z.B. MIDIOX und Software-Librarians in den D-05 laden lassen bzw. zu neuen Bänken zusammenstellen lassen, wobei man natürlich auf die Verwendung der Effekttypen achten muss. Das soll jetzt aber nicht zum Widerstand gegen Eigenkreationen dienen, sondern nur als Hinweis gelten, dass es wesentlich mehr als „Digital Native Dance“ gibt, das aus einem D-05 herauszuholen ist.

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        lightman  AHU

        Rauszuholen ist aus dem D-50 sicherlich mehr, als nur Patches abzunudeln – wenn’s denn mal einer machen würde. Ehrlich, der D-50 ist mir zuwider, auch wenn er technisch eigentlich kein schlechter Synth ist, einige seiner Presets und ein gewisser Grundschnarr in manchen Lagen repräsentieren für mich halt den Teil der Musik der 80er, dem ich nie was abgewinnen konnte. Schmalbrüstiges Geglöckel, Gebimmel und Geschwirre, bittersüße Diabetesbomben in Klangform, dazu ein Frontend zum Davonlaufen, Pizzagogo und Orinoco Flow, da kommt mir die Abendspeise hoch… nix für ungut.

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          Son of MooG  AHU

          Ganz so krass würde ich das jetzt nicht formulieren, aber dem Grundgedanken stimme ich voll zu. Ich assoziiere den D-50 eher mit den Ozric Tentacles als mit 80er Synth-Pop und würde das Potential des D-05 für neue Sounds nutzen. Im Vergleich zu beispielsweise einem DX-7 halte ich die Bedienung auch nicht für allzu kompliziert, außerdem kann man ja auch sowohl Software- als auch HW-Editoren wie den PG-1000 nutzen. Leider hat man nicht wie beim SE-02 auf die Touch-Strips verzichtet; statt dessen hätte ich lieber ein größeres Display gesehen…

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          a.jungkunst  AHU

          Ich verstehe schon, worauf Du hinaus willst, aber ähnlich wie Son of Moog habe ich andere Assoziationen bei D50-Klängen, die vielleicht im ersten Moment gar nicht nach verbraucht nach D50 klingen. Eben diese will ich oder habe ich bereits im D05 implementiert. Mir stehen Bands wie die Ozrics auch näher als das Synthpop-Gequietsche der 80er und einem Teil meiner Klangvorstellungen kommt auch ein D05 doch sehr entgegen, wie ich mittlerweile feststellen durfte.

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    AMAZONA Archiv

    Midi-Timing? Soll beim Original ein Negativpunkt sein.

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      Tyrell  RED

      Beim D-05 habe ich da kein Problem feststellen können (nach gehör, kein Test!) und den D-50 habe ich mittlerweile zurück gegeben. Vielleicht gibts hier Veteranen die dazu was beitragen können.

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        calvato  

        ….das timing war beim original (zumindest bei meinem) tatsächlich ziemlich schlecht, weshalb ich ihn später nicht mehr live eingesetzt habe, weil er vom spielgefühl irgendwie zu „indirekt“ war

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      k.rausch  RED

      Das wird hin und wieder im Netz kolporitert. Wenn, dann betrifft das vielleicht D50 mit Musitronics Erweitertung, der rappelt wirklich. Der Standard D50 nicht, ich hatte den sehr zuverlässig sowohl auf der Bühne als auch für Recordings. Bin eigentlich relativ genau in solchen Sachen und schleppte auch einen DX7 mit, obwohl im Kronos schon ein MOD7 drin ist. Aber wer weiß, vielleicht gabs ja auch unterschiedliche D50 Baureihen.

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        L. Lammfromm  

        Ich hatte den D50 damals mal (und auch den D110), und hatte mir damals den Spaß gemacht, das zu testen. Bei meinem Gerät kam raus, dass bei normaler Spielweise bzw. Sequencerbetrieb da eher kein Problem besteht. Sobald aber die Zahl der MIDI-Ereignisse anwuchs, bei genügte da schon eine 16tel MIDI-Sequenz bei 120 BPM, dann wurde das MIDI-Timing meines D50 unregelmäßig, und das war nicht nur messbar, sondern auch eindeutig hörbar. Der D110 hat sich im Vergleich besser geschlagen – war aber hier auch nicht gerade perfekt.
        .
        Verkauft habe ich ihn aber ohnehin recht zügig. Weder kam ich mit der LA-Synthese damals zurecht, noch konnte ich das Rauschen gut ertragen. Positiv verblüfft war ich aber schon damals über die mögliche Klangvielfalt – und auch dem D110 ließ sich Brauchbares entlocken.
        .
        Ein Produzentenkumpel meinte später dann mal, dass das MIDI-Timing bei der Rackversion besser sei.
        .
        (aus der Erinnerung)

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          a.jungkunst  AHU

          Ich hatte damals die gleiche Combi (D50/D110) und nach Deiner Beschreibung fiel mir exakt dieses MIDI-Verhalten wieder ein, so war (und ist?) es leider. Beim D-05 stelle ich das zum Glück nicht fest, der knattert exakt vor sich hin. Aber für Sequenzen habe ich ihn eher nicht geholt.

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    justme  

    Habe das alles 1 : 1 so empfunden. Meiner Vermutung nach bringt Roland kurzfristig noch ´nen kompakten Programmer, gäbe doch eigentlich nichts, auch aus wirtschaftlichen Aspekten heraus (wie z. B. bei Diskussionen um ´nen Juno 60 Reissue o. ä. …) , was dagegen spräche. Der Pegel ist wirklich arg niedrig. Ich kann´s mir ja eher nicht vorstellen, aber könnte sowas aus technischer Sicht betrachtet durch ein Software-Update behoben werden ? Das man Rauschen vermeiden wollte ( wie bei den derzeitigen zeitweiligen Problemen mit Peak und DM12 …) kann ich mir auch nicht vorstellen, denn wie beschrieben, ist das Signal extrem sauber und läßt sich gut extern hochverstärken.
    Ich find´s insgesamt ´ne klasse Kiste…

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      Tyrell  RED

      Wie beschrieben, der Ausgangspegel steigt ja proportional zur Menge der gespielten Noten. Damit der interne Verstärker nicht bei hoher Notenauslastung übersteuert, erschafft man eine Art Sicherheitsbereich, korrekt als HEADROOM bezeichnet. Der Headroom bei monophonen Synthesizern ist daher viel kleiner, daher ist der Pegel dann auch lauter. Trotzdem scheinen die Verstärker im D-05 nicht besonders Pegelfest zu sein, den im vergleich mit anderen polyphonen Synthesizern, ist der D-05 wirklich arg leise.

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        Maxi  

        Ist Deine Aussage über den Headroom eigentlich gesichertes Wissen oder eher eine Vermutung? Ich würde sagen: Wenn man z. B. zwei Töne anschlägt, ist der Pegel nicht proportional höher (doppelt so hoch?) gegenüber einem Ton. Der Pegel ist doch eher abhängig z. B. vom Klangprogramm selbst oder vom Velocity-Wert, mit dem ein Klangprogramm ausgegeben wird, unabhängig davon, ob einzelne Note oder Akkord.

        Eine Erklärung für den geringen Pegel könnte aus meiner Sicht z. B. sein: Roland möchte unbedingt vermeiden, das der integrierte Mini-Lautsprecher verzerrt (falls es nicht möglich ist, Line-Ausgang und Mini-Lautsprecher unterschiedliche Pegel zuzuführen). Mir ist z. B. bei den Yamaha Reface-Produkten aufgefallen, dass die integrierten Mini-Lautsprecher teilweise „scheppern“ (z. B. bei dynamischen FM-Klängen des Reface DX), wenn man das Volume nahe 100 % stellt. Das irritiert Interessenten natürlich im Musikgeschäft und wird dann evtl. als Produktfehler wahrgenommen.

        Sollte das Pegel-Problem beim integrierten Lautsprecher liegen, zeigt sich auch hier der Gadget-Charakter der Boutique-Serie. Denn welcher Anwender nutzt den integrierten Lautsprecher ernsthaft? Es handelt sich um ein absolut verzichtbares, ja geradezu kontraproduktives Feature, das die Produkte funktional unnötig einschränkt.

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          TobyB  RED

          Hallo Maxi,

          Peter geht davon aus das die Anschlagspegel immer gleich sind. Da wir aber in db rechnen, summiert sich das nicht einfach auf. Sondern wir rechnen so https://bit.ly/2LmsZi0 . Ausgehend von dieser Gleichung kannst du nun den Headroom(Arbeitskennlinie) deines Verstärkes so legen das da nichts klippt, zerrt.

          Der Interne Lautsprechner zerrt und schebbert schon, falls du eine D05 hast, such den DM Violator Bass „Moonstroll“ und ändere die Tonhöhe in einer schnellen Abfolge von tief nach hoch. Irgendwann schebberts, das liegt aber am akustischen Gesamtsystem D05 weil zum Schwingen braucht der Lautsprecher Luft. Und irgendwann regen die Schwingungen das gesamte Gehäuse so an, das es in die Resonanz kommt und es scheppert und vibriert.

          Von der gesamten Abstimmung hat Roland die D05 so gebaut, das man beim Aussteuern, selbst am MX 1 aufpassen muss, das Signal Rausch Verhalten nicht zu versauen, sprich selbst über USB ist die D05 arg leise und der Kanalvorverstärker muss auf 30(max) stehen. Die Herausforderung dabei ist, das es in Verbindung mit den kurzen Kanalfader schwierig zu mixen ist. Aber es geht. Im direkten Vergleich zur originalen D50 ist die D05 subjektiv halb so laut. Dennoch sehe ich sie nicht als Gadget. Denn die D50 rauscht wie die Ostsee bei Windstille. Die geringen Pegel der D05 kann man in den Griff bekommen.

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    psv-ddv  AHU

    Schöner Test, gracias. Danke auch für den Nerd/Freak/Anorak-Exkurs zum Klang :-) Ich zähle mich jetzt mal zur vorgenannten Gruppe und habe das in den Demo Videos genauso gehört wie Du es beschreibst.
    Ob es ein einfacher EQ tut um den D-05 auf Normalmass anzudicken wäre doch ein Klangbeispiel wert. Das funktioniert nicht immer mit allen Signalquellen gut (kennt man von verschiedenen Mikrophonen). Einen „Kleinmixer“ mit dem man die zu schmale Stereobühne der D-05 sounds aufziehen kann kenne ich (noch) nicht. Das leichte Rauschen des Originals lässt sich heute easy mit einem Gate im DAW Kanal beheben.

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    Trance-Ference  

    Gut geschriebener Test. Da bekommt man mal Lust den D-05 auszuprobieren.
    Waer ja mal Interessant wenn es einen Programmer mit dazu geben wuerde.

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    Wellenstrom  AHU

    „Und heute? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in Sachen „Sound“ noch einmal so etwas Umwerfendes passieren wird wie in den Jahren 1968 bis 1988. Egal wie bahnbrechend irgendeine „neue“ Synthese sein soll – dieser ungeheuerliche „WOW-Effekt“ ist verflogen.“
    Yep, sehe ich ähnlich. Und der Roland D-50 ist so’n Paradebeispiel dafür, warum es so ist. Es sind vermutlich die knappen Ressourcen, reduzierte Möglichkeiten, die den Geist erfinderisch machen. Je mehr wir aus dem Vollen schöpfen können, desto weniger Kreativität benötigen wir. Wie gesagt, die linear-arithmetische Synthese konnte ja nur aufgrund des „Mangels“ an Kapazitäten entstehen.

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      swellkoerper  AHU

      Dass gerade die Modular-„Verweigerer“ von fehlenden Aha-Momenten bei der Soundsynthese reden … ;-) Also beim Spielen mit dem Eurorack habe ich ständig „ungeheure Wow-Effekte“, das mag aber auch am Bewusstsein für die Nicht-Wiederholbarkeit des Moments oder des Patches liegen.

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        Wellenstrom  AHU

        Lieber Koerper, da swellst Du nu gerade ganz umsonst an. ;-)
        1. sehe ich mich nicht als „Verweigerer“ von irgendetwas. Ich schließe nicht komplett aus, an so’nem Kasten mal rumzuschrauben, schließe aber für mich definitiv aus, modulare Synths in den Recording Prozess mit einzubauen. Das sind zwei paar Schuhe.
        2. sind gerade die modularen Systeme der Ursprung der Synthesizer, so wie wir sie kennen. Insofern wendet sich da nix gegen modulare Synths. Und gerade da wimmelt es von Einschränkungen, die kreativ mach(t)en. Der Grundstein dafür wurde ja in den o.g. 60ern gelegt, wo es eben noch kaum bis nix anderes gab, mit dem man elektronische Musik produzieren konnte. Denke, dass das in dem Statement vom Tyrell auch deutlich wird. Zumindest habe ich es so aufgefasst. Die Modularen haben ja ’nen AHA Effekt produziert.
        3. Innovationskraft geht aber von den Modularen HEUTE auch nicht mehr aus. Denke, die Limits sind da aus heutiger Sicht einfach zu eng, um da noch etwas Epochales erwarten zu können.

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          swellkoerper  AHU

          Jedem das Seine, ich dachte, das „Zwinkersmiley“ war prominent platziert. Mein Kommentar war in der Tat augenzwinkernd gemeint, weil mir deine oder eure vom letzten Modmatrix-Magazin noch so präsent waren. Die Sache mit den Limits, nun ja. Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten – wenn man sich ein wenig in der Reaktor-Userlibrary rumtreibt oder sein Modularen nicht nur nutzt, um einen SH-101 oder Model D nachzubauen, wird es schnell unvorstellbar, sich wieder mit einem Mainstream-VST oder festverdrahteten Synth auseinanderzusetzen. Vielmehr kann man entspannt und belustigt den Hype und das Bashing um jeden neuen Synth mit Festarchitektur und Minigehäuse verfolgen. (der Hype um jeden neuen Funktionsgenerator oder Wavefolder ist in der Eurorack-Szene natürlich ungleich grösser :-)

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            Wellenstrom  AHU

            Jo, war ja nicht beleidigt…. und virtuell Modulare (wie den Reaktor) nehme ich da auch aus der „Schusslinie“. Auf virtueller Ebene ist natürlich noch seeeehr viel machbar, im Prinzip sind da nur der Phantasie und der Kreativität der Programmierer ’ne Grenze gesetzt. Gemeint war schon Hardware.
            Und wenn es nur um „Klangbastelei“ geht, verstehe ich dich schon….aber am Ende des Tages will der eine oder andere auch was Greifbares haben.

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    Violator  

    Ich vermisse bei Amazona eine Sparte, die da heißt: „Dinge, die die Welt nicht braucht“.

    Da könnte man den Roland D-05 gleich reinstecken!

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    AMAZONA Archiv

    Ich hatte schon eine ganze Weile nach einem gebrauchten D(5)50 gesucht und nur selten ein akzeptables Gerät für unter 400€ gesehen – und nach der Produktankündigung habe ich mich dann auch gleich vom „Original“ verabschiedet und kürzlich den D05 erworben. Bis auf die verschmerzbaren Minuspunkte „geringe Ausgangslautstärke“ und „unverschämte Bedienungsanleitung“ halte ich das Gerät in allen anderen Punkten für die deutlich bessere Investition. (Grundsätzlich hätte ich mir gewünscht, Roland hätte die extrem platzfressenden Ribbon-Controller ALLER Boutique-Synths lieber auf die externe Tastatur ausgelagert …)

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    synthlover69

    Es tut mir sehr leid, aber das ist mit Abstand der schlechteste Test, den ich hier je gelesen habe. Es mag ja sein lieber Herr Grandl, dass sie Synthesizer kennen und lieben. Das macht aber leider keinen kompetenten Testautor aus ihnen. Keinerlei Audiobespiele, insbesondere keine, die den Unterschied zum echten D-50 oder V-Synth-D50 demonstrieren. Drei Seiten BlaBla und die wirklich wichtigen Themen fehlen dann. Wie ist die Verarbeitung? Das der D-05 nicht wie der D-50 klingt war mir schon vorher bewusst. Die Frage ist, wie nah ist er denn dran? Sind die Presets des D-50 kompatibel zumnD-05? Wenns in die Tiefe geht, dann kommt leider nichts. Machen sie doch bitte zuerst mal ihre Hausaufgaben oder lassen sie die Artikel die Leute schreiben, die das wirklich tuen. Danke!

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      SimonChiChi  

      Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen? Ich persönlich empfinde genau das Gegenteil. Für mich hebt sich dieser Test wohlwollend von anderen ab. Weiter so Peter.

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        costello  RED

        Du meinst sicher „wohltuend“, was Du dann „wohlwollend“ zur Kenntnis nimmst. ;-)

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      fritz808  

      die kritik halte ich für ungerechtfertigt. der test ist informativ und aufklärend. die fehlenden soundbeispiele sind in diesem fall kein manko, da es dutzende davon im netz gibt und hier auch einige verlinkt wurden. deine wortwörtliche kritik: „Mit Abstand der schlechteste Test“, ist eigentlich ein Kompliment, denn wenn dieser test schlecht ist, meine herren, dann ist das jammern auf ganz hohem niveau.

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      swellkoerper  AHU

      Dem Peter gehen manchmal die Ausrufezeichen durch, aber diese Kritik ist nicht gerechtfertigt. Ein Autor, der mit Herzblut und Emotion schreibt, ist allemal angenehmer zu lesen als die langatmigen Feature-Aufreihungen der 10000 anderen, „richtigen“ Fachautoren in der Szene. Und: der Peter stellt hier eines der besten KOSTENLOSEN Synthportale auf die Beine, er muss wohl an irgendeinem Punkt seine Hausaufgaben sehr gründlich erledigt haben. Im Gegensatz zu Dir, der beim Meckern nicht mal die einfachste Gross-/Kleinschreibung beherrscht.

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        Wellenstrom  AHU

        Jo, dazu kommt noch, dass sich der Kritiker wohl schon länger mit der Seite beschäftigt – Zitat: „der schlechteste Test, den ich hier JE gelesen habe“, sich dann aber nur anmeldet (Anmeldung gestern, erster und bisher einziger Kommentar) um seinen destruktiven Sermon abzuseilen.
        Solche Frustposter, die dermaßen unterirdisch argumentieren, kann man beim besten Willen nicht ernst nehmen, sorry!
        Allerdings wäre es schon von Vorteil, einige pure Klangbeispiele, oder sogar A/B Vergleiche zu hören, die charakteristisch für die Stärken/Schwächen des Roland D-05 sind. Das verlinkte Video von Mr. Fisher ist da nicht so sonderlich aussagekräftig.

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          Tyrell  RED

          Soundvergleich ist in Planung. Dafür war nur während der Testphase keine Zeit. Übrigens danke für den Rückenwind ;-)

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    Marko Ettlich  RED

    Ich hatte jetzt die Möglichkeit den kleinen Bonsai auch mal zu testen. Fazit: Solange man keinen D-50 daneben stehen hat ist alles gut, aber wenn man direkt mit dem Original vergleichen kann, fällt das Kartenhaus kläglich zusammen. Der Klangcharakter ist meiner Meinung noch weiter weg, als die D-50 Karte im VSynth. Macht ja nichts.

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    Jörg Schaaf  

    Ich bin froh, dass ich mir kürzlich die Arbeit gemacht habe, den D-550 aus seinem Schattendasein unten im Rack, zu neuen Ehren oben in’s Pultrack zu schaffen. Zuvor musste ich noch die Speicherbatterie wechseln und das Display austauschen. Aber gerade spacige, sich länger entwickelnde schmutzige Effektflächen, kommen einfach absolut geil aus dem Teil – vor allem wenn man noch ein analoges Fundament darunter legt. Fast 20 Jahre habe ich ihn außer zum Samplen nicht benutzt – jetzt hat er wieder einen angemessenen Platz im Musikzimmer. Andenflöte und Pizzicato geht natürlich gar nicht. Aber das gilt für alle Synthesizer. Mit dem Argument könnte man auch alle Sampler verteufeln. Von Timing-Problemen habe ich bisher ebenfalls noch nichts mitbekommen. Aber bei den Klängen, die ich von dem Teil haben möchte, brauche ich ohnehin kein MIDI Timing.
    Schrauben kann ich jetzt auch wieder am D-550 – ebenfalls völlig in der Versenkung verschwunden war mein Turbo-Volcon D 128, dessen Feature-Umfang auch einen Editor für den D-550 enthält.

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      TobyB  RED

      Hi Jörg,

      Pizzicato geht schon an Weihnachten und in Hungen ;) Ich stelle auch keine Timing Probleme bei der D50 fest und vermutlich auch nicht beim D05. Ich wiederhole mich ungerne, m.E machen die Boutiquen am meisten Sinn wenn sie am MX-1 hängen und via Aux die passende FX Kette eingebunden wird.

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    Markus808

    Ich finde den Test sehr gelungen.

    Meinen D-05 habe ich jetzt seit 2 Wochen, und er ist einer der Synths (die ich habe bzw. kenne), die einen sehr schönen Grundklang haben und an dem ich stundenlang Sounds durchhören und durchspielen kann

    Ich nutze den D-05 als Preset-Synth – es gibt ja sehr viele davon. Es gibt durchaus viele Presets, die mir nicht gefallen, aber es gibt auch eine Menge, die mich inspirieren und begeistern, zumindest wenn man sie etwas modifiziert. Der D-05 macht Spaß finde ich und gefällt mir sehr gut.

    Ich bin ein Roland-Fan, einen D-50 hatte ich aber nie selbst gehabt, und war froh als ich erfahren habe, dass er als Boutique-Version herauskommt (mit der kompletten Stimmenzahl, sonst wäre er für mich uninteressant gewesen).

    Ich kann jetzt wirklich nochmal besser verstehen, wie revolutionär der D-50 vor 30 Jahren gewesen sein muss.

    Wer Presets sucht, die sich von den „bekannten“ deutlich abheben, dem empfehle ich die Soundsets von Legowelt, das „Linear Bundle“ (Linear Universe & Linear Galaxy) und „Descent Into Madness“ sowie „Voltage Drift“. Die zeigen ganz gut, was man so alles aus dem D-50 bzw. D-05 gerade an sphärischen Pads und abgedreht-unkonventionellen Sounds herausholen kann.

    Das Donationware-Programm „D50 Librarian“ zum Verwalten und Ändern von Presets läuft bei mir übrigens ohne Probleme, sowohl über MIDI als auch über USB.

    Gruß
    Markus

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    ffx  

    16-fach polyphon – das ist ja ganz genau so wie in den early 80s, bei 1000-fach gesteigerter CPU-Leistung :3 Nicht sehr beeindruckend.

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    soundsource16

    Alles gut und schön mit der Boutique-Ausgabe des Roland D-05. Absolutes Umfallkriterium ist jedoch, dass die einzige Performancemöglichkeit am Gerät, der Vektorjoystick, weder Daten zur DAW über MIDI sendet, noch welche von der DAW rückwirkend empfängt. Damit fällt die einzige Echtzeitgestaltungsmöglichkeit aus. Dies ist zwar auch beim Original Roland D-50 aus dem Jahr 1986 so gewesen. Damals war der Vektor jedoch nicht als MIDI-Controller zu verstehen gewesen, sondern lediglich ein Placebo-Designelement. Später hat das Rackmodul D-550 wenigstens per MIDI-Controller 16 eine Achse des Vektors morphen können, beim Roland D-05 jedoch ist auch diese Möglichkeit verwehrt. Das ist ein ganz dickes drastisches Minus und sollte auch als solches dringend vom Autor unter Minus aufgeführt werden, denn somit ist der D-05 seiner einzigen Echtzeitperformancemöglichkeit beraubt. Dies sollte dringendst von Roland nachgebessert werden, denn so ist der D-05 nur halb so viel wert wie er es eigentlich sein könnte.
    Dieses Tilt-Kriterium – fehlende Interaktion zwischen Vektor und DAW – muss dringend im Artikel Erwähnung finden.

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    cosmolab

    Ich lese gerade:
    „…Gerade ab dem Erscheinen des Yamaha DX7 wurde man schlagartig mit tatsächlich NEUEN Klängen konfrontiert…Es ging seinerzeit nicht darum, so zu klingen wie der Rest der Welt, es war schlechtweg die unglaubliche Faszination für diese bis dato ungehörten Klänge…“

    Wie wahr – das trifft´s aber sowas von auf den Kopf! Und ich finde, genau DAS macht viele Popsongs aus der Zeit noch heute spannend.
    Ich war damals ca. 15J und konnte nur davon träumen, mal so einen dieser Synthies überhaupt anspielen zu dürfen.

    Aber weiter:
    „Und heute? Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in Sachen „Sound“ noch einmal so etwas Umwerfendes passieren wird wie in den Jahren 1968 bis 1988….“

    Mit Verlaub – ich weigere mich einfach das zu akzeptieren!
    Zur Zeit gibt Ihnen die Situation ja durchaus Recht, weil es in den letzten 20 Jahren fast keine grundlegend neuen (Klang-) Ideen gab – ja geradezu eine „Konterrevolution“ eingesetzt hat.
    Im Grunde ist es doch ein kreatives Armutszeugnis, wenn den Herstellern gerade nichts besseres einfällt als 40 Jahre alte Konzepte zum Teil fast 1:1 nachzubauen. Wo soll das hinführen? „Innovationen“ wie beim Geigenbau? ;-)
    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht kommt ja nochmal Phyical Modelling!

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    AMAZONA Archiv

    Vergleichsvideos sucht man vergebens. Als 1. springen einen die Shopvideos an die natürlich den 05 als DIE Alternative anbieten. Bei den Filterfahrten und den ,,bescheidenen Wandlern´´ bzw. Rauschen hört man den Charakter des D50. Da traut sich keiner ran. Warum wohl???
    Mein Fazit wäre. Der D05 ist kein D50 Ersatz.

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    1-Mann-Band Berlin  

    Mich würde eine Sache interessieren und zwar hatten die Synthesizer der D-Reihe Akustikpianos, die klanglich zwischen dem elektroakustischen CP-Flügel und einem akustischen Klavier waren. Sind diese so enthalten?

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    Son of MooG  AHU

    Mit dem D-50 hatte ich schon länger geliebäugelt, da kommt mir der D-05 grade recht. Der Sound erscheint mir echt genug zu sein und die vielen Presets liefern auch jede Menge Grundlagen für eigene Klänge. Der dazu passende Programmer DT-01 von DTronics sollte ja im August erscheinen, bisher wird er aber nicht bei dem Händler gelistet. Immerhin ist die Bedienung am Gerät trotz geschrumpftem Display nicht allzu schwierig, allerdings kann das Eintippen von bis zu 12 Hüllkurven mit ihren etlichen Times & Levels schon ermüdend sein.

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    Der_Brechreiz  

    Hatte der V-synth D50 nicht zusätzliche Wellenformen an Board ??Bin hin und hergerissen was ich von dem D 05 halten soll..

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