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Test: Roland A-01, Synthesizer und Controller


Japanischer Alleskönner zum Tiefstpreis

Vorwort der Redaktion

Waren wir beim ursprünglichen Marktpreis von 339,- Euro (ohne Keyboard) noch sehr skeptisch, sind wir beim aktuellen Abverkaufspreis von 179,- Euro (inkl. Keyboard) doch fast ein wenig erschrocken, hatten wir doch bis heute noch keinen Test dieses Roland Boutique-Produktes geliefert. Das wollen wir hiermit schleunigst nachholen. Denn selbst das Keyboard K-25 wird aktuell noch für 99,- Euro im Musikladen gehandelt. Oder anders gesagt, für gerade mal 79,- Euro erhält man aktuell einen MIDI- und CV-Gate-Sequencer mit interessantem Mehrwert. Also Asche auf unser Haupt und rein in den Test.

Euer Peter Grandl

Mit dem Roland A-01 hat der Hersteller Roland neben JP-08, JU-06, JX-03 und dem ab September lieferbaren SE-02 ein weiteres Mini-Gerät der Boutique Serie im Programm. Beim Roland A-01 handelt es sich um eine Mischung aus Controller, Sequencer und 8 Bit Klangerzeugung. Dank vielfältiger Anschlüsse für MIDI- und CV/Gate soll der A-01 fast schon universell einsetzbar sein, dazu ist er aktuell zu einem unschlagbaren Preis im Bundle mit dem K-25m Mini-Keyboard erhältlich.

Aufbau

Wie eingangs erwähnt, ist der A-01 zum Mini-Keyboard K-25m kompatibel, weist dementsprechend die gleichen Maße wie seine Boutique-Brüder auf. Fast 1 kg bringt das Gerät auf die Waage und macht dementsprechend auch haptisch einen sehr guten Eindruck. Oben eine Metalloberfläche, die alle Bedienelemente sowie das Display beherbergt, unten Kunststoff, auf alle Fälle solide verarbeitet. Auch die Bedienelemente, vier Endlos-Encoder plus 12 beleuchtete Taster sowie zwei Ribbon-Controller, zeugen von guter Qualität. Der linke Ribbon-Controller kann auf Wunsch auch zur Noteneingabe herangezogen werden.

Beim Display handelt es sich um ein grafikfähiges LC-Display, das mit einer Auflösung von 192 x 40 Pixel alles ausreichend groß darstellen kann, sogar die Schwingungsform des aktuellen Sounds. Zum besseren Ablesen der Encoder-Werte verfügen diese über einen Leuchtring, die jeweils aktuelle Stellung wird so schnell sichtbar. Rechts neben den Encodern befindet sich eine kleine quadratische Anzeige, die eine aktive Bluetooth-Verbindung anzeigt.

Betrieben werden kann der Roland A-01 entweder per Batterie (4x AA im Lieferumfang, rund 12h Betriebsdauer) oder durch Anschluss an den USB-Port. Ein passendes MicroUSB-Kabel muss man sich allerdings selber kaufen, gehört leider nicht zum Lieferumfang hinzu. Den passenden USB-Anschluss findet man auf der Rückseite des Gerätes, zusätzlich hat Roland hier ein MIDI Duo (In/Out), CV- und Gate-Out, Kopfhöreranschluss, Lautstärkeregler, Kensington Lock und den Power On/Off untergebracht. Einen dedizierten Audioausgang sucht man beim A-01 vergeblich, da muss der Kopfhörerausgang herhalten. Alle Anschlüsse sind leider wie bei den anderen Boutique-Brüdern im Mini-Format ausgelegt. Allerdings punktet der A-01 mit seinem CV-/Gate-Out, denn so lässt er sich ohne Weiteres in ein modulares System einbinden oder mit Analogsynthesizern kommunizieren. Unterschiedliche Spannungen lassen sich im Menü einstellen und skalieren. Auf alle Fälle ein Pluspunkt, denn der A-01 kann so mit unterschiedlichstem Equipment – von analog über digital bis hin zu mobilen Devices (drahtlos via Bluetooth) – kommunizieren. In solch einem Verbund sollte der Sequencer des A-01 dann auch sein Übrigens tun.

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Klangbeispiele

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    Atarkid AHU

    Hui, die Kiste ist doch schon überall im Auverkauf. Fast ein bißchen spät für einen Test, oder? ^^

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    Wellenstrom AHU

    Naja, die Klangerzeugung ist nicht sonderlich erwähnenswert.

    Das Design finde ich gar nicht mal so übel. Jetzt noch in ’ner ordentlichen 61 Tasten Variante, inkl. Aftertouch & Anschlagsdynamik, das „Mini“ raus aus der „Boutique“, und dann würde ich auch noch ’nen Fuffi drauflegen. ;-)

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      Wellenstrom AHU

      Ach, so… abgerundete Kanten und extravagante Seitenteile dran. Dann würde es auch noch mehr geben als ’n Fuffi oben drauf. Dafür verzichte ich dann auf die Klangerzeugung.

      Gebt das mal an die Entwicklungsabteilung von Roland weiter! ;-)

      Dürfte dann nur nicht AA-01 heißen. Klänge dann eher nach einem anderen Bedürfnis.

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        amazonaman AHU

        Also ich habe den A01 vor ein paar Wochen schon entdeckt und gekauft, jedoch weiß ich nicht was an der Klangerzeugung aus zu setzen ist? Dass Ding äzt und knarzt alles weg und ja da rauscht und alising und alles was man sonst nie haben wollte gibt es hier so richtig dicke. Damit zersägt man jede Lautsprecher Membran! Ich habe hier allerhand Kram rum stehen, aber dieser kleine Furzer namens A01 hat mein Herz seit dem es hier rum steht erobert und zwar genau wegen der Klangerzeugung! Das cv der Sequenzer und den Controller benutze ich eigentlich garnicht. Da habe ich besseres. Die Verarbeitung ist sehr gut! So Kisten wie den Mini modal dagegen kann ich persönlich nichts abgewinnen, zu billig und wackelig mit seinen Platinen ohne Gehäuse und den billigen Potis drauf, und die Klänge naja. Und korgs Mini Spielzeuge sind zwar cool aber sehr wackelig.
        Übrigens habe ich auf die original Futzel Tastatur verzichtet, dann kostet das Teil 94€und dran hängt die 88ziger mit Hammer Mechanik! Denn ich gehöre noch zu den altbackenen Tastatur Spielern, ohne Sequenzer dudeleien automatic. Mach das immer manuell. Seitenteile aus Holz frisch gewachst und poliert geben dem Ding den endgültigen edel Touch. Selbermachen!

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            defrigge

            LOL +1 @Mick

            Ansonsten: die Kiste klingt so schlecht, dass sie schon wieder gut klingt? Oder was ist die Logik hinter all diesen seltsamen Anpreisungen eines weiteren völlig belanglosen Bonsai-Furzes im Wind? Ich würde das Teil auch für 5 Euro nicht haben wollen, weil es nur unnötig im Wege wäre. :-)
            Wenn wenn man von etwas sagen kann, dass das Gehörte so ziemlich alles ist, was es mit seinen 16 Presets an Qualität liefern kann, dann gibt’s natürlich keine bessere denkbare Überschrift als „Alleskönner“. :-)))

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    mdesign ••

    für den mobilen einsatz als keyboard zu groß für grade mal zwei oktaven, da gibt es handlicheres.

    der synth erinnert an ipad-apps für 1.99.

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        L. Lammfromm

        + 1

        Wobei ich allerdings meine iOS-Apps für 1.99 deutlich lieber habe. Oder Gratis-Apps…

        Tipps:
        * Toytone
        * Hexaglyphics (sehr speziell)
        * BitWiz
        * Chiptunes Pro
        * bent.fm lite
        * Caustic Editor (hat auch eine Klangerzeugung)

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    amazonaman AHU

    Glattgebügelte samtweiche Butterschmalz Klänge gibt es wie Sand am Meer. Das Ding ist wie ein Akai Wolf Timbre, man liebt ihn oder hasst ihn, dazwischen gibt es nichts.
    Wie man an den Kommentaren sieht gibt es sehr unterschiedliche Gründe für den A01, bei mir war es eben nicht der Controller sondern der besondere Sound,und der ist eben Geschmackssache.

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    Son of MooG AHU

    Der A-01 wäre für mich als günstiger Sequencer interessant, sowohl für MIDI- als auch CV/Gate-Steuerung. Im Artikel fand ich keine Erwähnung, ob eine laufende Sequenz per Keyboard transponierbar ist; ausgehend von anderen Boutique-Sequencern wie meinem JX-03 wird das wahrscheinlich auch nicht der Fall sein. Leider bietet Thomann nur Bundles aus A-01 und K-25m an; mir wäre da das Gehäuse DK-01 weitaus lieber, auch wenn es mit jetzt 61,-€ immer noch völlig überteuert ist. Übrigens: bei MS ist der A-01 nicht mehr im Angebot…

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    Kyotonic AHU

    Klangerzeuger, Midi-CV Interface, Sequenzer und Controller? Das ist besser als z.B. der Arturia Keystep, an dem mich der fehlende „Local off“ Parameter stört und ich immer mein mit CV gesteuertes Modul höre, egal auf welchem Midi-Kanal ich bin. Wahrscheinlich der beste Boutique neben dem kommenden SH-01A. :)

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    gaffer AHU

    Sieht super aus und klingt furchtbar. Super Mario ist doch bereits vertont?

    Ja ich weiss, das kann man gut finden und besonders. Mich holt damit keiner ab, genau wie vor x Jahren der Aufguss der C64 Tonerzeugung

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      L. Lammfromm

      Die Klangbeispiele des Autors sind allerdings auch kein guter Maßstab, denke ich. Wenn man eine Klangerzeugung nicht mag, dann macht man zumeist auch keine guten Klangbeispiele.
      .
      Besser finde ich:
      .
      https://www.youtube.com/watch?v=Y4u0ygB1BXU
      .
      (das heißt natürlich längst noch nicht, dass man jetzt in Liebe zu dieser Klangerzeugung ausbrechen muss – man sieht aber, dass man doch schon ein klein wenig damit anfangen kann)

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        gaffer AHU

        @L. Lammfromm – Danke – Du hast recht, ist deutlich besser, was da als Eindruck zurückbleibt.

        @ Felix Thoma – Keine Kritik an Dir, der Test selbst gefällt mir gut.

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    mb-music

    Was das Ding als Controller kann, würde mich mehr interessieren. Wenn man damit z.B. Bänke und Programme von externen Geräten umschalten könnte, wäre das Kästchen vielleicht interessant. Sieht aber irgendwie nicht danach aus. Es gibt nämlich viele Geräte wie Synthesizer oder Effektgeräte, die keinen Ziffernblock zum Umschalten von Bänken und Programmen haben. Von 1 bis 128 am Encoder drehen ist nicht sonderlich bequem. Von Live-Anwendung erst gar nicht zu reden. Die Zahlen direkt eingeben wäre hilfreicher. Oder sonstige Abkürzungen mit Favoriten etc. Bei dem Preis wäre eine solche Funktionalität interessant. Es gibt zwar z.B. den Lab4Music Sipario, das Gerät ist aber viel teurer. Bzw. ähnliche Funktionalität wie beim Sipario hier im Falle von Roland in günstiger wäre halt preislich interessant.

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      amazonaman AHU

      Mit dem Behringer bcr2000 kann man sich die Tasten so programmieren dass Programm change Befehle mit fester Nummern zuordnen kann. Das wäre perfekt für Live Anwendungen, die Taster können auch mehrere unterschiedliche Klänge abrufen auf verschiedenen Kanälen, also für den Bonus Jovi song #34 und Bank 2 und für Keyboard 1 und #45 auf Bank 4 etc. Mit einem Knopfdruck. Dazu könnte man noch Lautstärke regeln mit dem nebenan liegenden Poti. Muß man sich eben einrichten.

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    raimunds

    Scheint fast genau die Breite eines Mother-32 zu haben. Formfaktor passt also schonmal. Wäre daher eine nette Ergänzung für den kleinen Moog, sogar mit Oszillator.

  10. Profilbild
    raimunds

    So das Teil ist angekommen. Das Keyboard gibt über Midi auch polyphone Noten aus.
    Was nicht läuft ist Bluetooth (was über das Menu noch aktiviert werden muss) . Da wird an meinem iPad einfach kein Bluetooth gerät gefunden. Schlecht.

  11. Profilbild
    andreas2

    Toller Controller für jetzt kleines Geld, der Synth ist für mich nur Beiwerk. Klasse ist die Kombination mit dem Reface DX bzw. CS, per Bluetooth habe ich schnellen Zugang zu Soundmondo auf meinem alten iPhone 4s. Hätte der A-01 noch einen USB-Host für USB-Controller, wäre er nahezu perfekt.

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      raimunds

      Genau. Ich habe Bluetooth jetzt auch ans laufen bekommen. Der erscheint nicht unter den normalen Bluetoothgeräten sondern nur direkt bei den Musik-Apps. Support reagiert auch gut.

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