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Test: Elektron Analog KEYS, polyphoner Analog-Synthesizer

12. Februar 2014

Analog, polyphon, groovy!

Der Elektron Analog KEYS ist nicht nur die Tastatur-Version des bereits getesteten Elektron Analog FOUR, sondern verfügt darüber hinaus über einen deutlich erweiterten Funktionsumfang.

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Wie auf den ersten Blick ersichtlich ist, bekam der Neue ein Keyboard mit drei Oktaven und Joystick spendiert. Weitere Neuerungen: Einzelausgänge, viel mehr Speicherplätze (inkl. zusätzlichen Presets) und natürlich Polyphonie. Letztere hat dank eines Updates nunmehr auch Einzug in den analog FOUR erhalten. Aber erst mal der Reihe nach.

Äußere Werte

Der analog KEYS kommt in einem bedruckten Karton mit Kurzanleitung, USB- sowie Anschlusskabel. Das Netzteil wurde im Vergleich zum analog FOUR nach Innen verlegt. Der kleine zweipolige Stecker am Gerät ist prinzipiell zwar nicht unbedingt für seine Zuverlässigkeit bekannt, sitzt aber hier wirklich fest.

Das Gehäuse aus mattschwarz lackiertem Aluminium macht einen hochwertigen Eindruck, ebenso die sonstige Verarbeitung. Dank des Aluchassis ist der analog KEYS mit 5,4 kg immer noch gut transportabel. Das äußere Design entspricht weitgehend dem des analog FOUR: Grau, weiß und etwas rot auf schwarzem Grund, funktionell und schnörkellos-modern.

Anschlüsse

Auf der Rückseite finden sich neben dem Kopfhörer- und dem Stereoausgang die bereits zuvor erwähnten vier Einzelausgänge. Alle sind professionell symmetrisch ausgeführt – und von Nebengeräuschen ist in der Tat nichts zu hören. Zwei unsymmetrische analoge Eingänge, CV/GATE (zwei Stereobuchsen für vier Ausgänge, ein Split-Kabel wird wieder benötigt) vervollständigen das Aufgebot an 6,35 mm Klinkenbuchsen. Ansonsten gibt es noch das MIDI-Trio, je einen USB- und Stromanschluss sowie den Netzschalter.

Überblick

Klangerzeugung, Sequencer und Effekteinheit sind zumindest auf dem „virtuellen“ Papier der Anleitung identisch mit dem Inneren des analog FOUR. Dem Hersteller zufolge wurde die Syntheseeinheit im analog KEYS aber noch etwas auf die Erzeugung „tiefer Bässe“ hin optimiert – was auch immer das bedeuten mag. Durch die Firmware-mäßig implementierte Speichererweiterung – +Drive genannt – verfügen nun beide Geräte über Platz für 4096 Sounds, mehr als genug also.

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Beide Synths können wie schon eingangs erwähnt jetzt Polyphonie und bieten (über die Spuren verteilt) dynamische Stimmenzuordnung, d.h. die vier analogen Stimmen können nach Bedarf jederzeit unterschiedliche Sounds spielen, also z.B. in einem Moment die Bassdrum und im nächsten dann ein Pad etc.

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Leider lässt sich der Sequencer nicht einsetzen, um externes Equipment anzusteuern. Hier scheint der Hersteller vollkommen auf die Erweiterung durch seine eigene Produktpalette zu setzen. Schade!

Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen wird bezüglich der Beschreibung beiden Geräten gemeinsamer Funktionen auf den Testbericht des analog FOUR verwiesen:

Testbericht analog FOUR

Erster Kontakt

Nach dem Einschalten sortiert sich der analog KEYS kurz, dann leuchten LEDs und Display im Bereitschaftsmodus und das Gerät ist einsatzbereit. Das winzige schwarz-weiß Display mit 122*32 Pixeln bleibt leider ein Hauptkritikpunkt. In Zeiten günstiger und daher allgegenwärtiger hochauflösender Touchscreens wirkt es auch beim analog KEYS wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Selbst in den 80ern gab es bei Musikproduktionsequipment diesbezüglich jedenfalls teilweise schon deutlich mehr Komfort.

Die zum vollständigen Verständnis aller Funktionen zwingend erforderliche Anleitung in voller Länge gibt es als PDF-Datei auf den Seiten des Herstellers:

Anleitung

Man sollte der englischen Sprache mächtig sein, eine deutsche Fassung ist weiterhin Fehlanzeige.

Polyphonie

Per Dreh am Sound-Selection-Rad gibt es schnellen und praktischen Zugriff auf die über 500 bereits voreingespeicherten Sounds, die Kategorie (Bass, Pad, FX usw.) wird zudem gleich mit angezeigt. Im Gegensatz zum Anfang 2013 geteteten analog FOUR wurde die Fähigkeit zur Mehrstimmigkeit bei der Programmierung der Presets berücksichtigt. Positiv: Beim Umschalten der Patches bleibt der vorher gespielte Sound zunächst ohne „Abbrüche“ erhalten.

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Für die Erstellung der Klangbeispiele habe ich polyphone Klänge besonders hervorgehoben, typische Single-Sounds und ganze Grooves finden sich wieder im Testbericht des analog FOUR. Alle Effekte stammen ausschließlich aus dem Gerät selber, es erfolgte keinerlei Nacharbeitung.

Tasten

Die Tasten spielen sich sehr angenehm. Besonders gut gefallen hat mir der Aftertouch des analog KEYS: Bei den meisten Keyboards arbeitet man sich an einer heruntergedrückten Taste ab, die mehr oder weniger statisch bleibt, also kaum haptisches Feedback liefert. Dagegen bieten die Tasten des analog KEYS einen angenehm definierten Punkt für das normale Herunterdrücken, anschließend gibt es dann noch einige Millimeter Regelweg für Aftertouch. Das ist noch kein CS-80, aber wesentlich angenehmer als die übliche Variante.

LEDs über jeder Taste des Keyboards zeigen an, welche von ihnen tatsächlich aktiv sind – so wird die Stimmenzuordnung sehr gut nachvollziehbar.

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Joystick

Der omnidirektionale und frei belegbare Joystick ist eine interessante Alternative zu den üblichen Modulationsrädern: Dank der beiden Achsen kann man mit einem Finger viele Parameter gleichzeitig beeinflussen und bei Bedarf mit der linken Hand trotzdem noch Tasten spielen. Dadurch lassen sich insbesondere lebendige Flächenklänge erzeugen, wie schon bei den klassischen Vektorsynths (z.B. Prophet VS, Yamaha TG-33, Korg Wavestation) – allerdings mit vollständig analoger Klangerzeugung.

Viele Presets reizen die Möglichkeiten des Joysticks meines Erachtens nicht voll aus und beschränken sich mehr darauf, das klassische Modulationsradszenario nachzubilden. Die Kombination aus Filtereckfrequenz und Resonanz hätte ich z.B. oft sinnvoller und spannender gefunden als Tonhöhen-LFO und Pitch-Bend.

Performance

Einige Taster und Drehregler liegen im Vergleich zum analog FOUR an anderer Stelle, ein paar sind auch hinzukommen, im Großen und Ganzen ist die Bedienung aber nicht sehr viel anders, d.h. kaum einfacher geworden. Zur Programmierung von Sounds und Sequenzen muss man nach sich wie vor durch die Menüs des Mini-Displays kämpfen. So sieht man z.B. entweder das Preset oder welche Parameter durch die Endlosdrehregler beeinflusst werden, aber nicht beides zugleich.

Leider wurde an einen Sustain-Pedal-Eingang nicht gedacht, bei einem mehrstimmigen Keyboard eigentlich ein Muss. Etwas Abhilfe verschafft die „Hold“-Taste links neben dem Keyboard. Dort finden sich auch Taster zum schnellen Umschalten auf „Multi-Map“ und externes MIDI. Transponieren lässt sich die Tastatur schnell durch entsprechende Taster ganz links unten.

Sound

Der Sound ist sehr ausgewogen, detailliert und rief bei mir teilweise Assoziationen zu Produkten des schwedischen Mitbewerbers Clavia hervor. Allerdings gehen dank der analogen Hüllkurven mit dem analog KEYS auch sehr knackig-perkussive und/oder erdige Sounds, die man aus einem Hardware-VA so nicht zu hören bekommt.

Direkt zwischen beiden Analogs vergleichen konnte ich nicht, in meinen alten Klangbeispielen klingt der analog FOUR für meinen Geschmack etwas spritziger und brachialer als der analog KEYS, aber das könnte auch am Vergleich von Äpfeln mit Birnen liegen…

Positionierung

Der analog KEYS ist zwar auch ein Keyboard, dennoch liegt im Tastenspiel letztlich nicht sein Schwerpunkt. Wer ein Gerät zum virtuosen Jammen und Live-Spielen sucht, wird mit drei Oktaven und vier Stimmen nämlich rasch an dessen Grenzen kommen.

Analog-Keys-By-Elektron-Top-View-Black

Trotz fehlendem Sustain-Pedal-Eingang macht er sich – auch dank Joystick und gelungenem Aftertouch – gut als Produktionskeyboard und Faderbox im Studio und ist natürlich wie der analog FOUR als Klanglieferant und Groove-Machine im typischen Producer-Setup sehr gut einsetzbar.

Die immensen Möglichkeiten des internen Sequencers erlauben gut organisierten Spezialisten stand-alone und „rechnerfrei“ ausgefuchste Klang-Frickeleien, sowohl im Studio als auch live.

Auf der anderen Seite werden sich wie beim analog FOUR gerade Anfänger und weniger verkopfte und hartnäckige Kreative mit der Komplexität des Geräts schlicht überfordert sehen – intuitiv einfach mal an den Reglern drehen bringt einen nämlich meist nicht weiter.

Die gut 100 Seiten Reintext in der Anleitung sind Pflichtprogramm, und die verschachtelte Menüstruktur und das kleine Display zwingen zum ausgiebigen Studium, will man das gewaltige Potential der Sequencer-Synthesizer-Kombination freilegen. Es gilt also nach wie vor: Praktisch alles lässt sich editieren, man muss nur herausfinden wo.

Wem es bei der Entscheidung analog FOUR oder analog KEYS nur um die Einzelausgänge geht, hat das Nachsehen, denn dafür ist der Aufpreis leider einfach zu hoch.

Fazit

Eleketron hat auf die Kritik an den Unzulänglichkeiten des analog FOUR reagiert und so einige Verbesserungen durch Firmware-Updates realisiert: Das Kontingent an mitgelieferten Presets wurde deutlich aufgestockt und dynamische Stimmenzuweisung und Polyphonie erhöhen die Einsatzmöglichkeiten drastisch.

Beim Analog KEYS wurden mit dem internen Netzteil und den Einzelausgängen noch mehr Nachteile beseitigt.

Für einen noch mal deutlich stolzeren Preis gibt es also künftig einen hochpotenten Sequencer-Synth mit Keyboard und gutklingender, polyphoner analoger Klangerzeugung, der ausdauernde Klang- und Groove-Künstler belohnt. Wer dagegen auf Tastatur und zusätzliche Outputs verzichten kann, ist nach wie vor beim analog FOUR gut aufgehoben.

Plus

  • gutes Keyboard mit Aftertouch
  • vier unabhängige gut klingende analoge Synths
  • Polyphonie und dynamische Stimmenzuweisung
  • vier Einzelausgänge
  • zwei Filter pro Stimme, einer davon Multimode
  • hochkomplexer Sequencer mit nahezu unbegrenzten Eingriffsmöglichkeiten
  • umfassende Modulationsmöglichkeiten inkl. Paramter- und Sound-Locks
  • hochwertige Effekte
  • vier unabhängige CV-Ausgänge mit eigener Sequencer-Spur
  • MIDI-to-CV
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • DIN-Sync
  • symmetrische Ausgänge

Minus

  • Sequenzen kann nur die interne Klangerzeugung ansteuern
  • kleines, von der Seite schlecht zu lesendes Display
  • Steuerung teilweise umständlich, viele Menüs und Doppelbelegungen
  • Handbuch nur auf Englisch
  • Splitkabel für CV-Ausgänge nicht im Lieferumfang
  • kein Eingang für ein Sustain-Pedal

Preis

  • Straßenpreis: 1.699,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    snowcrash

    Die Aussage „Der Sequencer gibt nun MIDI-Daten aus“ ist schlichtweg falsch. Weder Analog Keys noch Analog Four unterstützen das in der aktuellen OS Version. Es ist nach offiziellen Aussagen von Elektron auch nicht geplant dieses Feature einzuführen, da sie mit dem Octatrack diese Funktionalität abgedeckt sehen.

    Ob Elektron irgendwan den Protesten der User nachgeben werden, wird sich erst noch zeigen. Das neueste Elektron Produkt „Analog Rytm“ wird ebenfalls keine Midi Daten per Sequencer ausgeben.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Ja was stimmt denn nun bzgl. MIDI_Ansteuerung des internen Sequencers?
      Hat der Autor die getestet oder nur vom Waschzettel (oder sontswoher) abgeschrieben?

      Bitte um Aufklärung.

      • Profilbild
        snowcrash

        Wenn du dich auf diesen Satz beziehst: „Per „Multi Map“ lässt sich jetzt auch der Sequencer über MIDI zum Ansteuern externer Klangerzeuger verwenden […]“. Der ist ebenfalls falsch.

        Per Multimap lassen sich am Analog Keys (AK) Split-Bereiche der Tastatur(!) konfigurieren, sodass Noten und Controller an externe Midi Geräte weitergeschickt werden. Das geht beim A4 zB über den Performance-Midikanal, mit dem Sequencer hat das aber nichts zu tun. Man kann so über den A4 zB ein angeschlossenes Midi-Masterkeyboard an weitere Klangerzeuger in der Midi-Kette weiterleiten, mehr nicht.

        Der Sequencer selbst steuert NUR die interne Klangerzeugung von AK und A4. Niemals aber angeschlossene Midi-Geräte.

        Was wiederum die externe „Steuerung“ des Sequencers per Midi betrifft beschränkt sich diese mit herkömmlichen Mitteln (ohne komplexes Sysex) auf Program-Change und Start/Stop/Midi-Clock. Der interne Klangerzeuger inkl. aller wichtigsten Parameter lassen sich hingegen schon mit einem externen Sequencer steuern. Zu bedenken ist allerdings dabei, dass mit den extern eingehenden Daten der interne Sequencer (inkl. Parameter Locks) umgangen wird. D.h. eine Kombination von internem und externem Sequencing ist nur eingeschränkt möglich.

        Ich hoffe diese Ergänzungen werden im Review korrigiert und die meiner Meinung nach doch gewichtigen Einschränkungen werden auch in der Bewertung berücksichtigt. AK/A4 sind sehr interessante Maschinen, aber in der Geräteklasse „Polysynth“ finde ich eine Bewertung mit „Sehr-Gut“ als irreführend. A4 und AK sind meiner Meinung nach die momentan besten ‚analogen Grooveboxen‘, Polysynth? Nein, auf vielen Ebenen.

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          Besten Dank für die Antwort.

          Ich hab etwas zu kurz formuliert; ich meinte in der Tat die Ansteuerung _externer_ Klangerzeuger vom internen Sequencer aus.

      • Profilbild
        Tyrell  RED 3

        Snowcrash hat Recht. Der Sequenzer kann derzeit nur die interne Klangerzeugung ansteuern. Statement vom Autor folgt in Kürze.

  2. Profilbild
    tompisa

    Stichwort MIDI

    muss nicht einem sog. „Testbericht“ nicht Sorgfalt herrschen ? Sorry , aber da diskrediert sich der Autor selbst. Die Aussage über Midi ist essentiell und nicht Peanuts, im Sinne von ..der Tesla fährt jetzt auch mit Diesel“

  3. Profilbild
    g.scherer  RED

    Ja, snowcrash hat Recht, MIDI-Daten gibt der Sequenzer nach wie vor KEINE aus – danke für’s Richtigstellen!

    Aussagen in Anleitung und Firmware Change List habe ich insofern mißverstanden, und nicht alle Sequenzer-Funktionen erneut getestet, sondern die Besonderheiten der Keyboard-Variante in den Fokus gerückt.

    Es ist ein sehr komplexes Gerät… sorry.

    • Profilbild
      snowcrash

      Danke fürs nachbessern. So ein Missverständnis kann ja auch produktiv sein, auf dem offiziellen Elektron Forum (Elektronauts) herrscht über diese Entscheidung ja weitgehend Missmut (abgesehen von den Hard-Core Fanboys und OT Besitzern, denen das egal ist). Je öfter das thematisiert und kritisiert wird umso besser. Vlt. kehrt ja doch noch Einsicht beim Hersteller ein und es wird diesbezüglich nachgebessert.

      Es erwartet sich ja von A4/Rytm ja keiner umfassendes CC Sequencing, Midi LFOs oder sonstiges. Eine einfache Ausgabe der Midi-Noten würde reichen, damit man wenigstens mit nicht-CV fähigen Synthesizern auch mal einen Part doppeln kann. Elektron muss weniger esoterisch werden, einfache Midi-Ausgabe wäre in den 80ern eine Selbstverständlichkeit gewesen.

  4. Profilbild
    Thomas Rummler

    Hi,

    also das Display ist wirklich nicht der renner aber extrem stören tut es doch nicht.
    Also bei allen Elektron Produkten kommt man nicht drum rum die Anleitung zu lesen.
    Das es diese im moment nicht auf deutsch gibt kann ich noch verschmerzen.
    Ich werde von Elektron immer nur auf das nächste Quartal vertröstet bis die Analeitung auf deutsch kommt.
    Aber im groben ist es die geilste Kiste die ich im moment kennen.

  5. Profilbild
    E.T.

    Ich hasse Elektron, weil ich Bedienungsanleitungen hasse. Aber diesen Synth hol ich mir ins Studio – Bombe!

  6. Profilbild
    legoluft  

    Das Gerät klingt ja ganz gut, aber warum es hier als „BestBuy“ durchgeht, obwohl so es in diesem Preisbereich so gravierende Minuspunkte hat wie „schlechte Bedienung“ oder das diskutierte „No-Seqencer-Midi-Out“ Problem verstehe ich nicht.

    • Profilbild
      SINUS

      klar ist das ding best buy. Echt, die bedienung ist ja wohl wirklich gut und sich wegen des fehlenden midi outs des sequencers aufzuregen ist schon berechtigt.
      Trotzdem, sich immer an den fehlern aufzuhängen ist so typisch für unsere Gemeinde.
      Wenn man überlegt was das Ding alles kann und es mit aneren synth vergleicht, dann verstehe ich best buy vollkommen.

  7. Profilbild
    tompisa

    ich habe das Teil jetzt ein paar Tage und bin sseit langer Zeit endlich mal wieder begeistert von einem Tasteninstrument. Das einzige Manko, das ich sehe ist das sch.. Display. Ansonsten, unheimlich dicke Sounds und x fach Editiermöglichkeiten, die m.E. von der Bedienung her richtig gut umgesetzt sind. Meinen Moog kann ich auch noch per CV einbinden und das „Best Buy“ würde ich mit unterschreiben. Tolle Maschine .

  8. Profilbild
    synthboy  

    Kaum ein anderer Synth macht mir mehr Spaß als AK, meiner Meinung nach ist das was für das Geld geboten wird einfach unschlagbar, welcher Synth in der Preislage ist analog, 4fach polyphon, hat super Sequencer und FX !!!, CV Steuerung mit eigener Seq. Spur, Inputs zum FX, Verarbeitung, USB u.s.w.????
    Also ich kenne keinen…weiter so Elektron !

  9. Profilbild
    Synthie-Fire  AHU

    Wirklich ein klasse Teil.
    Klingt echt top und der Sequencer macht echt Spaß.
    Toll finde ich die CV/Gate Ausgänge welche sich konfigurieren lassen.(auch als Clock-Signal)
    Der bleibt bei mir :-)

  10. Profilbild
    711

    Das ist neben dem Prologue bereits das zweite Mal, dass die Bewertung der durchaus kritischen und auch in der Wertung zurückhaltenderen Amazona Redaktion signifikant wohlwollender ausfällt als die der Leserschaft.

    An der Stelle ist es mir ein Bedürfnis den Amazona Autoren ein großes Lob auszusprechen. Ich empfinde Euch als sehr kompetent und habe bislang immer Eure Einschätzungen teilen können. Insofern werden Eure Reviews mir weiterhin eine punktgenaue Orientierung bleiben. Dafür ein dickes Danke!.

    Zum Synth: Er stellt in meinem konkreten Fall das exakte Gegenteil zum kinderleicht zu editierenden, edel und schön klingenden Prologue dar, dessen klanglichen Qualitäten eher in den direkt an die Oszillatoren angrenzenden Einstellmöglickeiten zu verorten sind, als dass er über eine ausgefuchste Modulationsmatrix verfügt.

    Der eher raue Charme des A4 in Verbindung mit den beiden Filtern, dem Sequenzer und den bereits genannten Modulationsmöglichkeiten und seiner Fähigkeit externe Module anzusteuern bildet insofern die ideale Ergänzung. Der dafür zu zahlende Preis ist das expansive Menudiving.

  11. Profilbild
    Green Dino  AHU

    Menu Diving in dem Sinne gibt es für die Synthese ja eigentlich nicht, man muss zwar OSC 1, OSC 2, Filters, Amp, Envelopes und Lfo’s per Knopfdruck anwählen, aber dann gibt es maximal je eine weitere Seite zu der man durch einen weiteren Druck auf den Taster kommt.
    Das Elektron Bedienkonzept wird auch durch die mMn guten Endlos Encoder unterstützt und fühlt sich sehr flüssig an, finde ich.
    Auch alle Einstellungen, die nicht unmittelbar zur Klangsynthese gehören, sowie Midi-Einstellungen und Projektmanagement haben eigentlich keine tiefen Menüs.
    Durch die vielen Doppelbelegungen kommt man eigentlich sehr schnell überall hin.
    Man ist ja meistens auch nur 1 bis 2 Ebenen tief und zumindest ich hatte mich noch nie in Menüs verloren.
    Das kann sich für andere natürlich anders darstellen.
    Ich liebe den AK, ist übrigens auch ne Super Drum Machine.
    Hab schon öfter drüber nachgedacht mir noch einen A4 dazu zu stellen.

    • Profilbild
      711

      Ich gebe Dir recht, ich habe es an der Stelle zu schwammig formuliert. Das Menudiving bezog sich eher darauf, dass das Gerät eben nicht nur ein Klangerzeuger ist, sondern durch den Sequenzer, die intelligent gemanagte Polyphonie und FX darüber hinaus geht und damit seine noch potentere Wirkung entfaltet. Und seine grundsätzliche Architektur ist eben wegen dieser systemischen Verküpfungen komplexer als die der Konkurrenz.

      Ich besitze das Teil auch noch nicht so übermäßig lange, bin noch im Lernprozess: Ich sehe nur, dass die Kisten häufig auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind, mutmaße deshalb, dass manch einer vielleicht die Geduld verloren hat bevor er den Elektron richtig zu schätzen weiss.

      Den A4 hatte ich stellvertretend genannt weil die Maschinen fast identisch sind, ich besitze ebenfalls den AK, mag daran die Mobilität die er aufgrund der Größe bei dennoch vollformatiger Tastatur in sich trägt.

      • Profilbild
        Green Dino  AHU

        Ja, also wie gesagt ich finde das Konzept mit dedizierten Tastern und guten Endloss Encodern bei komplexen Synthesizern generell gut. Natürlich hätte man am liebsten für jeden Parameter einen Knopf, Drehregler etc. mit dem Analog Keys kann ich trotzdem wirklich wunderbar arbeiten.
        Man kann die Macros ja auch wunderbar benutzen um sich mehr Direktzugriff auf die Parameter einer Voice zu verschaffen.
        Da ich gerne mehrere Parameter gleichzeitig editiere, Filter Cutoff und Filter Envelope Depth z.B. mache ich das oft.

        Der AK steht auch direkt vor meinem PC Bildschirm und wird auch als Masterkeyboard benutzt.

        Einen A4 daneben zu stellen um den als Drum Machine zu nutzen wäre wirklich super…die Synthese ist so vielseitig und zwei Keyboards braucht man dann ja nicht.
        Naja, mal sehen…^^
        Der Grund warum Keys und die MK1’s zur Zeit oft auf dem Gebrauchtmarkt zu finden sind hat sicher auch mit den MK2’s und Digitakt bzw. Digitone zu tun, aber es gibt sicher auch Leute denen das Konzept nicht zusagt.

        • Profilbild
          Green Dino  AHU

          Oh, da wurden wohl ein paar Zeilen verschluckt^^
          Für Filter Cutoff und Envelope Depth braucht man natürlich kein Macro, die Parameter finden sich beide bei den Filtern^^
          Wenn man allerdings dazu noch Amp Decay und Delay Send gleichzeitig schrauben will, dann ist das super diese Parameter direkt in den Performance Macros zu haben :)

          Ich finds auch super, dass man den Sequenzer im Analog Keys auch ohne Noten, nur für Parameter Locks quasi als Modulations Sequenzer nutzen kann.
          Wenn man z.B. den AK vom Octatrack ansteuert kann man Note Retrigger nutzen was im AK ganz toll klingen kann. Ausserdem hat man dann den genialen Arp aus dem OT! :)

          • Profilbild
            711

            Danke für die weiteren Anregungen. Ich werde mich einfach Stück für Stück einarbeiten.

            Ich nehme das Ding auch mit in den Urlaub, kann dann abends etwas sinnvolleres tun als in die Glotze zu schauen.

            Hab nun aber auch bei YT einige gesehen, denen die Lernkurve zu steil war, was dann den Weiterverkauf zur Folge hatte.

            Ich bin mir nach wie vor ziemlich sicher, dass es sich lohnt dranzubleiben und glaube auch, dass wenn man es erstmal verinnerlicht hat ein zügiges Arbeiten möglich ist.

            Die Ergebnisse sprechen einfach für sich.

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