Making of: Motörhead, Ace of Spades (1980)

19. Juli 2020

...play the cards you are dealt!

Motörhead, Ace of Spades

Motörhead, Ace of Spades Album von 1980

Was ist der Unterschied zwischen Amphetamin Sulfat und Atropin Sulfat?

Nun. So ziemlich alles. Das eine macht high. Das andere schickt dich (vermeintlich schneller als Amphetamine) ins Grab. Es handelt sich um ein giftiges Alkaloid, das unter keinen Umständen von Menschen konsumiert werden sollte. Die einzige Gemeinsamkeit? Sieht sich recht ähnlich – weißes, geruchloses Pulver.

1969 war Lemmy Kilmister 24 Jahre alt. Eine befreundete Krankenschwester, beauftragt mit der Drogenbesorgung, hatte die entsprechenden Fläschchen vertauscht. Aus Versehen konsumierte Lemmy also statt Amphetamin das Atropin (einen ganzen Teelöffel, was einer ordentlichen Überdosis gleichkam), verbrachte die nächsten Stunden damit, mit Fernsehern zu sprechen, Bücher zu lesen, die nicht da waren, ehe er im Hospital wieder zum Bewusstsein kam, wo er erfuhr, dass er dem Tod gerade so noch mal von der Schippe gesprungen war.

Generell war der Tod so ein Thema für Lemmy Kilmister. Als er im Dezember 2015 starb, war das für viele surreal gewesen. Rock’n’Roll tötet – doch nur die Unwürdigen, dachte man, nicht seine authentischen, echten Kinder. Lemmy war die Blaupause, eine der dreckigsten Legenden, keine Figur, die erst erfunden werden musste, sondern ein Mann, der auf natürliche Weise in die Rolle hinein wuchs. Und er war wichtig. Für den Rock’n’Roll. Weniger verantwortlich für klangliche Innovationen, sondern als wandelndes Konservatorium, eine Erinnerung daran in weichgespülten Zeiten, wie das mit dem Rock’n’Roll eigentlich auszusehen hatte.

Making of Motörhead, Ace of Spades – Kollaps und Legende

Trotzdem darf gefragt werden: Wie viel von der Legende Lemmys stimmt wirklich und wie viel davon hat Ian Fraser, so Lemmys gebürtiger Name, wissentlich zur Legende werden lassen? Es stimmt: Er war Roadie für Jimi Hendrix. Und ja – aufgrund medizinischen Rates sah er in den 80ern von einer kompletten Bluttransfusion ab, weil seine Organe Schwierigkeiten haben würden, das gesunde Blut nicht abzustoßen. Aber kollabierte er wirklich Backstage bei einer Show in Stafford Bingley Hall, weil er zu ausgelaugt war von „all the love making„? Kletterten wirklich vor allem in den Siebziger regelmäßig Damen auf die Bühne, um ihn in aller Öffentlichkeit zu befriedigen?

Quelle: Shutterstock

Es war eine Zeit, in der die animalische Sogkraft maskuliner Figuren allgegenwärtig war – in den USA herrschte in den späten 60ern eine morbide Faszination für die Hell’s Angels vor und ein Stück weit fiel Ian in die britische Version dieses Rasters. Die Wahrheit liegt also wahrscheinlich irgendwo dazwischen: Er war Showman. Und trotzdem eine der letzten authentischen Rockfiguren. Denn es gibt sie kaum noch: Zerstörer, Barbaren auf der Bühne, die extremen Exzess auf eine Weise verkörpern, dass die Masse mitgeht.

Auf seine bescheuerte Faszination für Nazi-Memorabilia will an dieser Stelle gar nicht eingegangen werden – sie war bereits Gegenstand zahlreicher Kontroversen. War Ian „Lemmy“ Fraser ein Faschist? Wohl kaum. Er distanzierte sich stets von der Ideologie und auch nach Recherche war nichts Geschichtsrelativierendes von ihm zu finden – die Faszination der ersten britischen Nachkriegsgeneration mit den bösartigen Nazis ist wohl dokumentiert und Lemmy war da keine Ausnahme. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung meinte er mal:

Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm.

Drogen. Nazi-Faszination. Da vergisst man gerne, dass Ian Fraser, bevor er zu Lemmy wurde, von sich als effektivem Musiker reden machte. Er war nicht filigran, aber er verstand es, den Rhythmus im Bandgefüge pulsieren zu lassen. Ob Hawkwind oder später Motörhead – er drückte nach vorne und legte ein brutzelndes Fundament, egal wo er spielte.

Bevor er mit Motörhead Geschichte schrieb, machte sich Ian Fraser einen Namen in der Manchester Musikszene. Seit er mit 16 von Zuhause ausgerissen war, hatte er nur ein Ziel im Kopf: Musiker zu werden. Und als Gitarrist stieß er sich die musikalischen Hörner erst mal überall ab, wo es nur ging – er spielte mit Motown Sect und The Rainmakers, übernachtete in Pferdeställen, Wäldern, mal auf den Couches der Bandkollegen, mal in den Betten williger Groupies. Keine einfache Zeit, über die Lemmy mal gesagt hatte, er habe „alles geraucht, was er kriegen konnte“ und er hatte „jedes Arschloch kennengelernt, das unter Englands Sonne wanderte“. Bis er 1967 nach London ging, Liverpool und Manchester den Rücken zukehrte und in Englands Hauptstadt auf Dikmik Davis von Hawkwind traf.

Es war eine der wichtigsten musikalischen Begegnung im Leben von Ian Fraser. Nicht weil sie weitläufigen Erfolg garantierte oder die Weichen legte für ein langfristig erfolgreiches Musikerdasein, sondern weil sie Lemmy in der Auffassung bestärkte, dass er in Nebenrollen einfach nicht funktionierte. Als Basser und Sänger hatte er dort nicht die kreative Kontrolle, die er brauchte – und auch wenn er kommerzielle Erfolge mit den britischen Space-Rockern feierte, war die Sache von vorhinein darauf verdammt zu scheitern: Lemmy trank mehr, feierte härter als Dikmik und die anderen. Die Gräben wuchsen, bis ihn der kanadische Zoll wegen Kokainbesitz hochnahm und Hawkwind sich von Ian trennten. „Wenn die mich wegen Acid hochgenommen hätten, wäre das okay gewesen. Die kosmischste Rockband der Welt feuerte mich, weil man mich mit der falschen Sorte Droge erwischt hatte!

Making of Motörhead, Ace of Spades – Philthy animals!

Bastard – so sollte die Band eigentlich heißen, das erste echte Projekt Ians nach dem Hawkwind-Desaster. Ian, der sich schon allmählich zur Lemmy-Blüte durchgerungen hatte und im Begriff war, diese überlebensgroße, schwelende Figur zu werden, war auf der Suche nach Gleichgesinnten. Dass er doch auf den Namen Motörhead umstieg, war der Einsicht durch den Manager zu verdanken, der ihm klar machte, dass niemand eine Band namens Bastard booken würde.

Zu der Zeit hatte Lemmy mit den Hell’s Angels zu tun. Nicht wenig – er war frequentierter Gast in deren Establishments, hing in ihren Kneipen und Drogenhäusern ab. Dabei kam er des Öfteren in Berührung mit einem Typen namens Phil – ein zugedröhnter Stoner, der sich regelmäßig bei den Angels mit Dope eindeckte, neben den Heizkörpern wegratzte oder sich wegschoss. Lemmy mochte den Typen, den er des Öfteren morgens aus den Laufhäusern der Angels kicken musste und hatte hier und da beiläufig aufgeschnappt, wie Phil etwas davon brabbelte, dass er Drummer war. Lemmy nahm den Kerl nicht ernst – bis er ihn aus Not ans Kit setzen musste, weil der andere Schlagzeuger ausfiel. „Phil turnt out to be exactly the maniac we had been looking for“ – Motörheads Drummer war gefunden.

Gitarrist Eddie Clarke und Lemmy kannten sich bereits und harmonierten prächtig – es würde eine Freundschaft werden, eine turbulente, die beide Männer an den Rand ihrer Kräfte bringen würde. Mehr noch würde Eddie jedoch vor allem Phil Taylor aneinander geraten, der – so will es bis heute die Legende – maßgeblich dafür verantwortlich war, dass Eddie die Band verließ. Bis es 1982 soweit war und „Würzel“ Burston das Zepter an sich nehmen würde, hatte das Trio jedoch ein paar goldene Jahre. Overkill und Bomber, die zwei Vorgängeralben von Ace of Spades, zeugten bereits von einer brutalen Kraft. Aber sie waren – das wurden Lemmy, Eddie und Phil nie müde, zu betonen – nicht Teil der New Wave of British Heavy Metal, sondern Rock’n’Roll und nichts anderes. Bomber hatte es auf Platz 12 der britischen Charts geschafft – ein beachtlicher kommerzieller Erfolg, der eine gewisse Freiheit garantierte.

Lemmy Kilmister Biographie

Quelle: Shutterstock

Es gab also, oberflächlich betrachtet, erst mal nichts, was die Entstehung von Ace of Spades von denen der anderen Alben groß unterschied. Dabei hätte die Band den großartigen Titeltrack beinahe übersehen – Produzent Vic Maile war dafür verantwortlich gewesen, dass die Band sich das Mainriff des Songs genauer ansehen würde. Mehr Tempo – Vic hatte darauf bestanden, dass die ganze Band für den Song nach vorne preschen sollte. Er kramte aus seiner Studio-Kiste ein paar Holzblöcke hervor, die im Breakdown des Songs die „Tap dancing section“, wie Lemmy sie nannte, auszeichneten. Generell nahm Vic eine entscheidende Rolle ein: Der sanfte, zurückhaltende Produzent, der den Spitznamen „Turtle“ trug, entschlackte den Sound der Band, disziplinierte ein Trio, das zu dem Zeitpunkt als unbeherrschbar galt. Sowohl Lemmy als auch Phil schätzten Vics präzise Anweisungen. Vic war im Gegensatz zu dem Ochsen-Trio eine zart besaitete Seele, die dadurch, dass sie Rücksicht und Aufmerksamkeit erforderte, die Band dazu brachte, besser zuzuhören – sich selbst und den anderen. In den Jackson Studios in Rickmansworth, England, hämmerte man innerhalb von vier Wochen von August bis September 1980 sämtliche Tracks der Platte ein. Lemmy sang von der Jagd – dass die Qualität der Jagd die der Beute immer übertreffen würde. Er sang von Kameradschaft – die Crew, mit der Lemmy, Phil und Eddie die Straßen unsicher machten, bekamen mit der Hymne „(We are) the Road Crew“ ihr Denkmal gesetzt. Lemmy, Ed und Phil gaben einen feuchten Schiss auf political correctness – sie hatten keine Botschaft, keine Agenda. Sie sangen über das, was sie kannten. In den Worten von Eddie Clarke: get pissed, get stoned, and fuck a chick. 

Sie waren zu dem Zeitpunkt bereits Veteranen, wenn man es genau nimmt – und Ace of Spades wurde von der Fachpresse über den grünen Klee gelobt. Es folgte eine zweimonatige Promotion-Tour von Oktober bis Dezember, die zementierte, was sich bereits vorläufig abzeichnete: Die Band war im Begriff, durch die Stratosphäre zu schießen. Die britischen Charts wurden erklommen und auch Jahrzehnte später war man sich einig: The Ace of Spades ist ein zeitloser Klassiker.

Making of Motörhead, Ace of Spades – the weaponry!

Motörhead waren zu dem Zeitpunkt der Aufnahmen erfahren genug – was bei Overkill und Bomber funktioniert hatte, würde hier ähnlich weiter Verwendung finden – unter strenger Aufsicht von Vic Maile. Lemmy nutzte Zeit seines Lebens vor allem Rickenbacker Bässe und auf dem Album speziell den Rickenbacker 4001. Das wichtigste für Lemmy: Dünne Hälse und so spielte er neben den Rickenbacker Bässen auch Höfner Bässe oder sogar Framus. Eddie Clarke setzte vor allem auf den Biss der Fender Stratocaster, die mit verschiedenen DiMarzio Singlecoils ausgestattet waren – den X2N sowie den SDS-1 in der Neck-Position. Beide Tonabnehmer waren dafür bekannt, dass sie brutzelnden, bissigen Sound mit ordentlich Mitten produzieren konnten.

Making of: Motörhead, Ace of Spades

Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Lemmy_Kilmister.jpg)

In Sachen Amps setzten Motörhead selbstredend auf heimische Produkte. Lemmy kam Zeit seines Lebens nicht von Marshall los. Für die Aufnahmen von Ace of Spades setzte er in erster Linie auf den Marshall JMP Superbass II Verstärker sowie Marshall 412er Cabinets. Lemmy bezeichnete sich gerne als „schlechten Gitarristen, der auf Bass-Gitarre umschwenkte und diese wie eine Rhythmus-Gitarre spielte“. Also setzte er in erster Linie auf Powerchords und spielte ausschließlich den Bridge-Pickup. Auch bei den Settings des Bass-Amps kannte Lemmy in Sachen Mitten keine Gnade. Höhen und Bässe wurden zurückgedreht, Mitten nach oben, ebenso Presence und der Amp wurde auf dreiviertel seiner Maximallautstärke aufgerissen. So entstand der charakteristische fuzzige Lemmy-Sound. Auch für Eddie Clarke war im Studio Marshall das Gebot der Stunde: Er arbeitete mit altehrwürdigen  JMP 2203 und verwendete auf ein paar Tracks auch den damals brandneuen JCM800. Ach so – Effekte nutzte keiner der Beiden.

Making of Motörhead, Ace of Spades – Abschied von den Barbaren

Ein Journalist des Rolling Stone fragte Lemmy mal: Wie beschreiben Sie einem tauben Mann den Sound von Motörhead?

Ein Unfall, bei dem Motorrad, Auto und Bulldozer aufeinander krachen. Das Ganze eine Terz tiefer. Und wieder hoch. Nur der Motorradfahrer überlebt.

Es ist immer wieder faszinierend, festzustellen, was vom Tage übrig blieb. Gibt es noch jemanden, der dem Rock’n’Roll ernsthaft eine rosige Zukunft bescheinigt? Unabhängig davon, was Corona den Bookern, Veranstaltungstechnikern und Künstlern zurzeit zumutet – das allein ist ein aktuell vielfach seziertes Thema. Doch dem Rock’n’Roll ging es auch davor nicht gut. Im Gegenteil.

Es stellt sich die Frage, warum so etwas wie Motörhead in der heutigen Zeit nicht mehr denkbar ist. Denn irgendwie hatte es Lemmy geschafft, niemals zu einem traurigen Relikt zu verkommen. Was wiederum auch von einer gewissen Sehnsucht unserer Zeit zeugt – Sehnsucht nach diesen authentischen Figuren, die durch das Leben geformt werden, durch einen selbstgewählten, harten Weg, anstatt im Rahmen zynischer, medialer Kalkulation. Lemmy fehlt. Menschen wie Lemmy fehlen.

Als Lemmy 2015 starb, überkam mich ein seltsames Gefühl. Es war wie eine Gewissheit, dass da was zu Ende ging. Wer ist denn noch übrig? fragt man sich dann. Iggy. Henry Rollins. Jack White. Josh Homme. Ein paar andere. Doch das sind Rockfiguren, die im Mainstream angekommen sind – domestizierte Rocker, die zweifelsfrei zum Teil wirklich gute Musik produzieren. Aber sie schmücken sich eher mit dem Nimbus, als dass sie ihn leben. Ist das verwerflich? Keinesfalls. Also – wo liegt das Problem? Schwer zu sagen. Vielleicht mitunter daran, dass der Rock’n’Roll klanglos und heimlich demystifiziert wurde. Er wird belächelt, nicht respektiert und die Infrastruktur der handgemachten Musik definiert sich heutzutage nun mal über die digitalen Sphären. Selbst das Leben on the road wirkt bei den meisten Bands sorgfältig durchkalkuliert. Denn das ist vernünftiger – spart Zeit und Geld, vermittelt den Eindruck der Verlässlichkeit. Doch wem gegenüber? Woher rührt diese Besessenheit mit der Berechenbarkeit?

Life of Lemmy Kilmister

Quelle: Wikipedia (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lemmy%27s_Grave.jpg)

Sich besoffen am Heizkörper lehnend einzupissen ist eher ein Indiz dafür, dass man den letzten Schuss der Jugend nicht gehört hat. Wer die klassischen Rock’n’Roll-Gesten verkörpern will, macht sich zum Affen – Rock’n’Roll ist zu einer durchkomponierten Trickkiste verkommen. Er ist ein überholter Begriff, in dem nichts mehr steckt außer schaler Nostalgie. Er war immer auch ein Stück weit Produkt der Arbeiterklasse – und die hat sich in den letzten Jahrzehnten fundamental verändert und tut dies weiter. Existenzangst ist zweifelsohne ein zeitloses Thema, doch während sich aktuelle Rockmusik und Popmusik Konjunktiven zuwendet – was wäre wenn – und Idealversionen der Welt und sich selbst heraufbeschwört, zelebrierte Rock’n’Roll früher ein Stück weit den elendigen, schwierigen Status Quo – trotzig und ein bisschen stolz.

Das fehlt heutzutage.

Die moderne Gesellschaft eignet sich nicht mehr sonderlich für die altehrwürdigen Mythen des Rock’n’Roll. Ihr Innenleben und ihre Erfordernisse an uns alle versagt dem Rock’n’Roll das Zustandekommen der Geschichten, von denen er normalerweise zehrt. Männer wie Lemmy waren Produkte ihrer Zeit – und die Produkte unserer Zeit scheinen wenig Interesse an dem rauen Spirit zu haben, den Typen wie er verkörperten. Das muss nichts zwangsläufig schlecht sein. Doch irgendwie scheint das Gefühl der Wut aktuell nicht richtig in die Musik zu finden. Und der Verlust der Wut kann nichts Gutes bedeuten.

Zumindest nicht für den Rock’n’Roll.

Forum
  1. Profilbild
    index  AHU

    …sehr schöner Artikel, danke dafür!
    Irgendwie wird so eine Art wiedergeborener Lemmy dreckig vorbeikommen und den Rock’n Roll retten…..

  2. Profilbild
    SynthUndMetal  

    Jaaa, eins der geilsten Alben überhaupt!!! Ich erinnere mich noch, dass wir im Musikunterricht jeder mal unser Lieblings-LP mitbringen durften und ich hatte dieses gerade erschienene Album von Motörhead dabei. Nach den ersten Tönen haben mich die Lehrerin und der Großteil meiner Klasse ganz entsetzt angeschaut. Das war wirklich ein riesen Spaß :-)

  3. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Mit Motörhead verbindet mich ein ganz spezielles Erlebnis. Um dieses zu verstehen, muss ich erwähnen, dass ich »Heavy Metal« und alle damit verbundenen Spielarten nicht mag. In meiner Jugendzeit hatte ich Angst davor (kein Witz), jetzt, als Erwachsener, erkenne ich zumindest an, dass da Leute auf der Bühne für ihr Geld echt arbeiten. Aber insgesamt merke ich, dass ich aggressiv werde, wenn ich solche Musik höre. Mögen andere daran ihren Spaß haben, meines ist es nicht. Bis auf »Ace of Spades«.

    Nun denn: Klein Henrik ging also als Jugendlicher eines Nachmittags mit seiner Freundin Babysitten. Was macht man nicht alles für die Freundin. Ich muss zugute halten, dass die gebabysitteten (Klein-)Kinder echt nett waren. Aber während der Zeit wurden in Dauerschleife zuckersüße Kinderlieder gespielt.

    Vier! – Stunden! – Lang!

    Als ich nach Hause kam, habe ich mir die »Ace of Spades« von meinem Bruder geschnappt und auf voller Lautstärke fünf Minuten das Titellied gehört. Das war sehr heil- und erholsam. Seitdem hab‘ ich die Band ins Herz geschlossen.

  4. Profilbild
    Joerg  

    Ach Gott, Motörhead…..
    Als ausgemachter Heavy-Freund konnte ich mit denen nie viel anfangen, ganz ehrlich.
    Dennoch haben die Jungs mich bei einem Konzert doch sehr beeindruckt: standen, nach einer 50 minütigen Zugabe, über 3 Stunden auf der Bühne ohne auch nur einmal abzukacken. Davor: Hut ab !

    Und Lemmy (der ja „nur“ 1/3 der Band darstellte) hat ein Leben lang einfach nur sein Ding durchgezogen. Gut so.

  5. Profilbild
    Asphyxer  

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich glaube bei Netflix gab es eine sehr gute Doku über Lemmy. War sehenswert.

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