Test: Access Virus TI Desktop, Polar, Keyboard

21. Dezember 2005

Virus nun mit "Total Integration"

Vorwort der Redaktion:

Der Acess Virus TI war der Vorläufer der Serie TI2 und sollte mit dieser trotz der großen Namensähnlichkeit, nicht verwechselt werden. Testberichte zur Access Virus TI2-Serie, finden Sie hier:

Schnäppchenjägern sei empfohlen beim Kauf eines Virus TI oder TI2 GENAU hinzusehen. Sehr oft bezeichnen Verkäufer ihre TI Modelle als TI2, da es namentlich auf der Gehäuseoberfläche keine Unterscheidung gibt. Da werden nämlich beide nur als TI bezeichnet.

Der optische Unterschied ist aber markant. Während der TI-Desktop Holz- oder Rackseitenteile besitzt (siehe Bild oben), geht die Frontplatt des TI2 an den Seiten bis ganz nach unten und lässt keine Verschraubung mit Seitenteilen zu. Dafür besitzt die TI2 Version an der Vorderseite eine optische Holzblende. Hier eine Abbildung.

Access Virus TI2

Da die beiden Modelle tatsächlich technisch unterschiedlich sind und sich das in mehreren 100€ am Gebrauchtmarkt niederschlägt, ist wirklich Vorsicht geboten.

Nun aber viel Spaß beim folgenden Testbericht von Michael Strauch:

Der Access Virus TI

Heute ist mein Glückstag, denn heute ist schon Weihnachten! Es klingelt an der Haustür und der Weihnachtsmann in Gestalt eines freundlichen UPS-Fahrers übergibt mir ein unscheinbares Paket mit leuchtend roten Aufklebern: Vorsicht! Hochempfindliches Elektrogerät. Im Karton wartet der genau vor einem Jahr angekündigte und vermutlich innovativste virtuell-analoge Synthesizer der letzten Monate: der neue Access Virus TI – hier getestet in der Desktop-Variante.

Zugegeben, ich war schon immer ein Virus-Fan: ich hatte sie alle! Virus A, B, C und Indigo. Und trotzdem sind bei mir alle Hardware-Synthesizer irgendwann aus dem Studio verschwunden, weil die Arbeit mit Software-Instrumenten komfortabler ist und ein virtueller Gerätepark einfach weniger Platz in Anspruch nimmt. Anwender, die eine TC Powercore Ihr eigen nennen, können sich zumindest einen echten Virus B als Software-PlugIn zulegen. Mit dem neuen Virus TI verspricht uns nun die deutsche Synthesizerschmiede Access die „totale Integration“ (TI) von Hard- und Software. Das muss man sich zunächst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Ich gebe zu, dass ich bei den ersten Vorankündigungen zum Virus TI nicht wusste, was Access mit TI wirklich meinte ….

Hier die Access Virus TI Polar-Variante (nicht TI2 Polar)

Installation

 Im Lieferumfang des Virus TI befindet sich neben dem Virus noch ein Rackeinbausatz, ein Treiber-CD, ein USB-Kabel, ein externes Netzteil sowie eine Bedienungsanleitung und ein wichtiger Hinweiszettel zur bevorstehenden Installation. Das gedruckte Handbuch hat ein unglückliches Format (DIN A5 quer) und ist z.Zt. nur in englischer, französischer und spanischer Sprache erhältlich – das deutsche Handbuch ist bereits in Arbeit. Die inhaltliche Qualität ist mäßig. Das Handbuch listet auf 172 Seiten alle Funktionen etwas lieblos hintereinander auf. Es gibt keine Kapitelangabe in der Kopfzeile der einzelnen Seiten. Man weiß zu keinem Zeitpunkt, in welchem Funktionsbereich man sich gerade befindet. Die Abbildungen zum VST-Instrument sind unleserlich.

Bevor der Virus TI in das Computer.Setup integriert werden kann, sollte man von der Access-Internetseite die aktuellste Software herunterladen. Zu diesem Test lag mir die Version 1.06 R2 vor. Wichtig ist, dass der Virus zunächst nicht mit dem beiliegenden USB-Kabel an den Computer angeschlossen wird! Wie bei vielen USB-Geräten kann es bei Nichtbeachtung dieser Regel zu gewaltigen Irritationen auf der Festplatte kommen! Die komplette Installation wird durch Ausführen der Setup-Routine gestartet. Erfreulich ist, dass alle erforderlichen Komponenten mit einem Rutsch installiert bzw. geupdatet werden – Software (VST, Treiber) wie Hardware (Firmware). Vorbei sind die Zeiten, in denen man noch per SysEx-Dump die Firmware in den Virus spielen musste. Einziger Wermutstropfen: der gesamte Installationsvorgang nimmt ziemlich viel Zeit in Anspruch. Während der Installation wird man aufgefordert, den Virus per USB-Kabel mit dem Computer zu verbinden. Hier sollte man beachten, dass man keinen USB-HUB verwendet, sondern den Virus direkt mit einem USB-Anschluß (USB 1.1 oder USB 2.0) am Computer verbindet.

Der SysEx-Dump gehört der Vergangenheit an: die Firmware wird jetzt per Software installiert

Der SysEx-Dump gehört der Vergangenheit an: die Firmware wird jetzt per Software installiert

Bis zu diesem Zeitpunkt lief alles wir erwartet: nämlich problemlos. Da ich nicht von der beiliegenden Installations-CD, sondern gleich mit der aktuellsten Version aus dem Internet installiert habe, fordert das Programm während der Installation der Midi-Treiber die CD an und findet dort nicht die gewünschten Treiberdateien. Das gleiche Spielchen auch bei den Audio-Treibern. Der geübte Computer-User kommt jedoch auch mit dieser Situation zurecht: einfach auf das Virus TI-Verzeichnis unter C:Programme verweisen und die gesuchten Treiberdateien auswählen. Dann noch einmal das USB-Kabel ziehen und wieder in den gleichen Port stecken. Fertig! Kein Neustart erforderlich!

Die totale Integration

 Wer bis hier aufmerksam gelesen hat, wird meine Verwunderung über das, was ich nach den Start von Cubase SX 3 erlebt habe, gut verstehen. Einfach den Virus aus dem VST-Instrumentenrack auswählen, Midi-Spur aktivieren, ein paar Tasten auf dem Keyboard drücken und den Virus-Sound genießen.

Nach Installation der Treiber befindet sich der Virus TI im VST-Instrumentenrack

Nach Installation der Treiber befindet sich der Virus TI im VST-Instrumentenrack

Das Staunen ist groß! Es funktioniert tatsächlich! Mit nur einem einzigen USB-Kabel kann der Virus TI kinderleicht in das Computer-Setup integriert werden. Kein Audiokabel, kein Midikabel. Herzlichen Glückwunsch!

Die Hardware

 Die hier getestete Desktop-Version des Virus Ti hat sich auf den ersten Blick kaum verändert. Die Abmessungen sind die gleichen wie bei den Vorgängern, es gibt viele Regler, Taster und LEDs und die edlen Holzseitenteile sind auch noch da – alles eben klassisch, praktisch, gut! Das Gerät vermittelt insgesamt einen wertigen Eindruck. Aufgrund der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Funktionen ließ sich auch diesmal eine Doppelbelegung einiger Drehregler und Taster nicht vermeiden. Diese zusätzlichen Funktionen lassen sich über eine Shift-Taste aufrufen. Für meinen Geschmack hätte diese Taste ruhig etwas größer ausfallen können. Die Beschriftung der Doppelfunktionen lässt sich bei ungünstigen Lichtverhältnissen schlecht ablesen (rote Farbe auf schwarzem Untergrund). Weitere Funktionen lassen sich über den EDIT-Taster erreichen.

Der Acess Virus TI lässt sich auch problemlos ins Rack integrieren. Hier in der WHITE OUT Version.

Die einzelnen Funktionsgruppen des Synthesizers, wie z.B. Oszillatoren, Filter, Hüllkurven oder Effekte, sind wie gewohnt in übersichtlichen Blöcken auf dem Bedienfeld gruppiert. Neu ist ein großes, grafisches Display (128×32 Pixel) mit einer abschraubbaren Plexiglasscheibe. Bei meinem Testgerät war diese Scheibe allerdings auf einer Seite schlecht entgratet – ein Schönheitsfehler, der eigentlich nicht vorkommen sollte. Unterhalb des Displays sind 3 frei zuweisbare Drehregler für den Direktzugriff wichtiger Parameter angeordnet. Die dazugehörigen Parameter werden im Display in Klartext angezeigt. Das Bedienfeld des Virus TI wurde speziell für das schnelle Anpassen von Sounds und für den Live-Einsatz optimiert. Für das Programmieren eigener Sounds muss jedoch oft zwischen den Funktionen umgeschaltet und das EDIT-Menü aufgerufen werden. Außerdem neu: weiße LED’s für die BPM-Anzeige und LFO’s. Auf der Geräterückseite befindet sich USB2-kompatibler Anschluss mit einer

Geschwindigkeit von 12 Mbit/Sek (also USB 1.1), ein Kopfhöreranschluss, 3 analoge Stereo-Ausgänge, ein analoger Stereo-Eingang, jeweils ein digitaler Ein- und Ausgang (S/PDIF, 24 Bit, bis 48 kHz) sowie das obligatorische Midi-Trio.

Sehr praktisch: das komplette Anschlussboard kann für den Rackeinbau intern um 90° gedreht werden

Einen Ein- und Ausschalter sucht man vergebens. Sobald der Virus TI mit dem Netzteil verbunden ist, befindet er sich im Standby-Betrieb (Stromverbrauch immerhin 3,3 Watt) und kann über einen Taster auf dem Bedienfeld ein- und auch wieder ausgeschaltet werden. Für den Rackeinbau kann das komplette Anschlussboard um 90° geschwenkt werden, um die Ein- und Ausgänge auf der Geräterückseite zu positionieren. Die dafür benötigten Aussparungen sind bereits in der Gehäuseunterseite vorhanden- Der Rackeinbausatz wird übrigens mitgeliefert.

Neues in der Klangerzeugung

 Unter der Haube verrichten jetzt gleich zwei DSP-Chips ihren Dienst, die im Vergleich zu den der vorherigen Virus-Generation auch noch leistungsfähiger sind – d.h. im Virus TI steht im Vergleich zu den Vorgängermodellen mehr als die doppelte DSP-Leistung zur Verfügung. Dieses Leistungsplus wirkt sich positiv auf die Polyphonie des Instrumentes aus: je nach verwendeten Effekten und Oszillatornutzung bzw. Wahl des Filtermodells stehen durchschnittlich über 80 Stimmen zur Verfügung. Dank der doppelten DSP-Leistung ist der Virus TI der erste Synthesizer, der im Multimode (16-fach) eine uneingeschränkte Effektsektion bietet – d.h. jeder Part verfügt über alle Effekte und deshalb klingt jeder Sound im Multimode exakt so wie im Singlemode! Ein Feature, auf das wir seit Einführung der digitalen Synthesizer gewartet haben! Apropos Multimode: alle im Multimode verwendeten Sounds werden jetzt direkt im Multi mitgesichert – so bleiben alle Sounds erhalten, auch wenn der ursprüngliche Sound im Single-Mode durch einen anderen ersetzt wurde.

Neben den klassischen Virus-Oszillatoren gibt es jetzt auch HyperSaw-Oszillatoren und Wavetables

Der Virus-Klang entsprang bislang aus 3 Oszillatoren, einem Suboszillator, einem Rauschgenerator und einem Ringmodulator. Dieser Virus-Standard ist auch im TI wiederzufinden. Damit bleibt Virus TI soundabwärtskompatibel – das erleichtert den Umstieg von einem älteren Virus-Modell. Neu hinzugekommen ist der sogenannte HyperSaw-Oszillator mit bis zu 9 Sägezähnen und 9 daraus abgeleiteten Suboszillatoren pro Stimme! Damit lassen sich superbreite, schwebende Pads, druckvolle Bässe und auch die typischen, verstimmten Trance-Sounds programmieren. Ebenfalls neu im Virus TI: Wavetable-Oszillatoren stehen als Alternative zu den original Virus- oder HyperSaw-Oszillatoren zur Verfügung. Damit hält eine neue Klangerzeugung Einzug in den Virus und damit weiteres Potenzial für die Erzeugung neuer Klänge. Der Wavetablespeicher besteht aus 73 Wavetables – jedes Wavetable wiederum aus bis zu 60 Wellenformen – eigene Wavetables können nicht importiert werden. Zwischen den einzelnen Wellenformen kann butterweich übergeblendet werden – auch bei ganz langsamen Wavetable-Fahrten.

73 Wavetables aus ganz unterschiedlichen Kategorien können im Virus TI verwendet werden

73 Wavetables aus ganz unterschiedlichen Kategorien können im Virus TI verwendet werden

Die beiden Multimode Filter wurden um ein Analogfilter im Stile des MiniMoog’s mit einer Flankensteilheit von 6-24 dB und Selbstoszillation ergänzt. In der Effektsektion stehen jetzt 129 parallele Effekte wie Reverb, Delay, Chorus, Phaser, Ring Modulator, Verzerrung, 3-Band-EQ und Analog Boost pro Part zur Verfügung. Endlich kann man im Multimode pro Part ein eigenes Reverb und Delay verwenden. Der Vocoder ist nur einmal verwendbar. Allerdings verringert sich durch die Nutzung von Effekten die maximale Polyphonie.

Im Virus TI können jetzt 129 parallele Effekte genutzt werden

Im Virus TI können jetzt 129 parallele Effekte genutzt werden

Der Arpeggiator wurde noch einmal richtig aufgewertet: er ist jetzt frei programmierbar und steht pro Part zur Verfügung. Es ist jetzt sogar möglich, für jedes Patch ein eigenes Arp-Pattern mit abzuspeichern. In der Modulationsmatrix gibt es jetzt für die 6 frei bestückbaren Modulationsslots gleich 3 Modulationsziele in variabler Intensität.

Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Keine Kommentare zu so einer fantastischen Maschine?

    Ich habe ihn zwar erst relativ spät für mich entdeckt, aber der Sound ist schlicht umwerfend – und ich stimme zu, er kann nicht nur Techno sondern deckt eine außergewöhnlich breite Palette wie kein anderer VA Synth.

    Dazu guter Service, beständige Produktpflege und auch für Einsteiger eine so riesige Sammlung hochwertigster Patches, daß man kaum noch Lust hat die vielen Knöpfe vom "InitPatch" aus selber zu drehen, ein bißchen hier und da anpassen reicht meist völlig… ;)

    Der Preis? Sieht hoch aus, aber das Ding ist wirklich jeden Euro wert.

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    AMAZONA Archiv

    So nebenbei, aktuell ist OS 2.5, OS 2.7 schielt als beta schon um die Ecke… die Bewertung des TI mit nur einem Stern ist aus heutiger Sicht und verglichen mit der Bewertung für manch anderes Gerät hier doch fragwürdig…

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      AMAZONA Archiv

      Ich liebäugele schon lange mit dem TI und werde ihn mir auch holen, da ich den Sound einfach erstklassig finde, extrem sauber, transparent, hifiesque sozusagen. Schade finde ich allerdings, dass die Integration in DAWs etc auch nach Jahren der Produktpflege scheinbar noch nicht problemlos läuft (siehe Snow). Ich habe zwar nicht die Absicht, viel mit PC und DAW zu machen, will ihn stattdessen meist als Standalone nutzen. Trotzdem erwartet man inzwischen schon ein 100-prozentig funktionierendes 'TI', schon gar zu dem Preis. Abgesehen davon sind für mich aber die (Sound-)Qualität der Geräte, die gute Update-Politik und der Kundenservice der Firma Access Gründe genug, einen Virus zu bestellen. So gesehen ist der Preis wiederum als günstig zu bezeichnen. Außerdem ist es eine deutsche Firma. Klingt albern, aber diese Tatsache verstärkt mein Vertrauen in das Produkt.

      Wann hole ich ihn denn nun?
      Antwort: bald! Komme nicht drumherum…

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        AMAZONA Archiv

        Hardware kauft man doch meistens, weil man vom PC unabhängig sein will, oder?
        Sounds sind immer irgendwie Geschmackssache und darüber streiten is müßig. Moogulator sagt er "scwurbelt", was auch immer das ist. Ich sage nur der Sound ist sehr vielseitig.
        Der Support ist, soweit ich mit ihm zu tun hatte, wirklich in Ordnung. Und warum nicht heimische Firmen unterstützen wenn die Produkte überzeugen? Leistungsbereinigt sind andere Sachen auch nicht wirklich billiger. Ich verweise nur auf die flexible Effektsektion…
        Wer es gern etwas analoger mag, könnte vielleicht Gefallen am neuen Arturia Origin finden. Bis der in den Läden steht und stabil läuft dürfte aber doch noch eine Weile dauern…

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          AMAZONA Archiv

          Also, ehrlich gesagt finde ich das sog. Schwurbeln sogar irgendwie reizvoll, wobei der Begriff phonetisch nicht so ganz zu dem an einer Stelle beschriebenen akustischen 'Sternenstaub' passt. Jedenfalls ist das für mich kein Hindernis, im Gegenteil, ich mag diese betonte Präsenz der höheren Frequenzen. Ich habe noch einen V-Synth (auch VA), der das überhaupt nicht hat, bei dem mir auch manchmal die Brillanz in den hohen Frequenzen fehlt. Die beiden Synths ergänzen sich so gesehen ganz gut.

          'Leistungsbereinigt sind andere Sachen auch nicht wirklich billiger'

          Sehe ich auch so. Im Gegenteil sind die 'günstigen' Sachen gemessen an der gebotenen Leistung oft recht teuer. Beispiel: Korg Kaosspad 3, das ich eine Weile hatte. Gutes Konzept, tolle Funktionen, aber alles irgendwie nicht ausgereift und professionell, eher spielzeughaft.

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          alba63

          „Sounds sind immer irgendwie Geschmackssache und darüber streiten is müßig. Moogulator sagt er „schwurbelt“, was auch immer das ist. Ich sage nur der Sound ist sehr vielseitig.“

          Sounds sind in der Tat Gesc hmackssache. Aber wer aus einem Virus keine guten Klänge bringt, sollte die Schuld nicht beim Virus suchen. Und was den Herrn Moo. betrifft, der schafft es, aus jedem Synth ätzende Klänge, aber aus keinem gute Musik zu kitzeln. Ein Spezialist in Sachen Synthesizer- geschichte und – Technik ist noch lange kein musikalischer Mensch.

          Der Virus ist wohl kein 100% analog klingender Synthesizer, aber dennoch ein exzellenter Synth und sicher einer der vielseitigsten.

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            TiUser

            Sicher ist der TI kein klassischer Analogsynthesizer, das wird wohl auch niemand behaupten… ;)

            Was mich die letzte Zeit etwas nervt ist, dass Access immer noch keine 64bit Treiber für den TI anbietet… das wird aber langsam Zeit… :(

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              alba63

              Für welches OS braucht man 64-bit Treiber?

              Übrigens, kann hier jemand bestätigen, ob und welche Unterschiede im Grundklang (nicht den zusätzlichen Features) es zwischen dem Virus C und dem Ti gibt? Also „fett“, „weniger fett“ usw.

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                TiUser

                64 bit Treiber braucht man für 64bit Betriebssysteme wie Windows XP64 oder Windows Vista64… auch das in den Startlöchern stehende Win7 wird es in einer 64bit Version geben.

                Praktisch alle neuen PC’s sind 64bit Architekturen…

                Problem an 32bit Betriebssystem ist, dass diese die heute möglichen Ram Größenordnungen von über 3GB nicht verfügbar machen, egal wie viel auch im Rechner steckt…

                Um 4GB oder mehr zu nutzen braucht man ein 64bit OS… und jeder der anfängt mit Samples auf dem PC zu arbeiten wird das sehnlichst nutzen wollen…

                Es ist übrigens auch eine VST Bridge („jBridge“) in Entwicklung, die die Verwendung konventioneller 32bit VST in beliebigen 64bit Hosts erlaubt und schon recht gut funktioniert.

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    AMAZONA Archiv

    Ich finde den Begriff weder passend noch nötig und klar definiert ist er auch nicht. Die schelmisch selbstherrliche Art wie der Moogulator das unter's Volk wirft gefällt mir auch nicht besonders, aber jedem das seine…

    Naja, "Leistungsbereinigt" ist schon auch ein klein wenig provokativ, ich hab' auch nicht immer Kohle für "Edles" und manchmal gibt's auch schlicht keine gute Alternative, z.B. ist der Plugiator so ein Ding… er klingt gut ist aber ansonsten ein schreckliches Ausrüstungsteil und an letzterem gemessen auch nicht wirklich preiswert ;)

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      moogulator  RED

      Der Begriff Schwurbel bedeutet eigentlich nur, dass künstliche Obertöne erzeugt werden vergleichbar mit dem, was ein Exciter tut und den üblichen Nebeneffekten. Mehr steckt da nicht hinter. Es war eine Diskussion in meinem Forum, um zu klären wo das her kommt. Nicht mehr & nicht weniger. Das wird gemacht um DSP-Resourcen zu schonen. Angegriffen dadurch sollte sich aber niemand fühlen, dies wäre schade und nicht so intendiert. Das ist lediglich ein Versuch einem Phänomen einen Begriff zu geben und während des Threads drüben eben, um es zu untersuchen, sonst hätte man es „Dingens“ nennen müssen. Außerhalb von Esoterik könnte man es auch Exciter Swirl oder Sternenstaub nennen oder Paul. Würde mich freuen, wenn das zur Versachlichung beitrüge. Niemand ist gezwungen den Begriff zu verwenden.

      Übrigens konnte ich den TI auch mal testen, seine Wavetables waren die ersten, die in der Anzahl mit 128 Einzel-Waves auf den Markt kamen und direkt von Waldorfs Coder Wolfram Franke. Bin ein Fan der Wavetable-Synthese. Dem TI oder TI2 einen Editor mitzugeben wäre wirklich super als Erweiterung, aber ein Allrounder ist er und mir pers. gefällt der Polar am besten, super Formfaktor und was für die Bühne. Ein Schwurbler den ich sehr mag ist übrigens auch der Korg Z1, wenn jemand mal danach fahnden möchte, lohnt sich.

      Liebe Grüße
      Moogulator

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        chk  

        Auch wenn der Kommentar schon Jahre her ist… ;) Ich finde den Begriff „Schwurbeln“ in diesem Kontext wirklich passend. Und, es ist auch etwas, was mir immer am allgemeinen Sound des Virus‘ aufgefallen ist, und auch bei den älteren Waldorf-Synthies. Ich war allerdings immer der Auffassung, dass das vom Aliasing her rührt. Aber gut, der Moogulator weiß da sicher etwas besser bescheid als ich. In jedem Fall ist das für mich ein integrer Bestandteil des Sounds, und mach viel vom „Signature-Sound“ des Virus‘ aus. Und das ist auch so ein wenig das, was die Plugin-Entwickler nie so recht kapieren wollten. Anti-aliasing, super-cleane Oszillatoren, und Filter, das ist ja alles schön und gut. Aber wo bleibt der Charakter? Gibt zwar einige Sachen, wie den Waldorf Largo, Reveal-Sound Spire, oder den Monark von NI, die durchaus über Charakter verfügen, aber, bei vielen Soft-Synths überkommt mich da einfach ein wenig das Grausen, dass da so viel am Klang geschraubt wird, aber die Essenz, quasi die „Seele“ in Form von Charakter einfach oft fehlt. Sowohl die Waldorf Hardware-Synthies, als auch der Virus, als auch die Clavia Nord-VA’s tropfen förmlich vor Charakter. Warum trauen sich das viele Software-Entwickler einfach nicht? Ich glaube allerdings auch, oft fehlt da einfach die Erfahrung, die die genannten Firmen bereits seit Jahren besitzen, und dass sie wissen, worauf die Leute abfahren.

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