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Test: Access Virus TI Desktop, Polar, Keyboard

Die Software

 Nach dem Aufruf des Virus TI-PlugIns synchronisiert sich zunächst das PlugIn mit der Hardware und liest alle Soundbänke in den Browser der Software ein, was ein paar Minuten dauern kann. Das PlugIn ist funktional gestaltet: über eine horizontale Menüstruktur können die einzelnen Sektionen des Virus TI erreicht werden. Die Oberfläche selbst ist relativ dunkel gehalten und man muss schon genau hinschauen, um den Status einer Schaltfläche zu erkennen. Glücklicherweise wurde nicht der Fehler gemacht, die Oberfläche des Virus TI im PlugIn 1:1 nachzubilden – bei der farblichen Gestaltung wurde dies jedoch konsequent getan.

Das grafische Benutzerinterface ist gut gegliedert und hilft, die Klangstruktur des Virus zu verstehen

Das grafische Benutzerinterface ist gut gegliedert und hilft, die Klangstruktur des Virus zu verstehen

Der 16-fache Multimode ist auf jeder PlugIn-Seite sichtbar. Über die Browser-Seite kann jeder einzelne Sound per Mausklick direkt ausgewählt worden. Sehr komfortabel: die Sounds lassen sich auch mit den Pfeil-Tasten der Computer-Tastatur durchsteppen. Leider lassen sich die über 2500 Sounds nicht nach Kategorien sortieren – diese Funktionalität der Hardware soll aber in einem nächsten Update zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zur Hardware wird im PlugIn nur der Wert des gerade ausgewählten Reglers angezeigt – der gespeicherte Wert leider nicht. Verändert man Werte an der Hardware, sieht man die entsprechenden Werteänderungen auch im PlugIn.

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Das Arbeiten mit dem PlugIn macht großen Spaß. Die Struktur des Virus wird noch verständlicher. So wird z.B. die Verschaltung der beiden Multimode-Filter grafisch in einem Blockdiagramm dargestellt. Modulationsquellen und -ziele, Wellenformen, Wavetables oder Effektprogramme können aus aufklappbaren Listenfeldern ausgewählt werden. Komfortabel lässt sich nun auch der Pattern-Editor im Arpeggiator bedienen – hier vermisse ich nur noch eine Einstellmöglichkeit für die Tonhöhe und der Step-Sequenzer wäre perfekt.

Jetzt kann man den Arpeggiator kinderleicht bedienen und pro Sound eigene Pattern abspeichern

Jetzt kann man den Arpeggiator kinderleicht bedienen und pro Sound eigene Pattern abspeichern

Die hier getestete Softwareversion unterstützt leider noch nicht alle Features des Virus TI. Neben den schon angesprochenen Browser-Funktionen fehlt auch noch eine entsprechende Seite für die Remote-Funktionalität – schließlich soll der Virus TI in Zukunft auch als Hardware-Controller für andere Softwareinstrumente dienen.
Für die Automatisation einzelner Parameter genügt ein Rechtsklick auf den gewünschten Regler. Über ein aufklappendes Menü kann jetzt die gewünschte Automatisation gewählt werden.

Durch die totale Integration des Virus TI können dessen Audioschnittstellen natürlich auch für die Ausgabe anderer VST-Instrumente genutzt werden. Der Virus dient dann als Audiokarte mit einer minimalen Latenz von 4 ms und als vollwertiges Midi-Interface. In der Praxis wird man die Latenz bei 17 ms einstellen – im Cubase SX 3-Performancetest präsentierte sich der Virus als Audiointerface wie ein herkömmliches USB 1.1 Interface und erreicht daher natürlich nicht die Performance einer FW- oder PCI-Audiokarte. Die CPU-Belastung des TII-PlugIn’s ist in Cubase SX 3 übrigens erfreulich gering, wenn man die 80 Stimmen gegenüberstellt. Damit ist der Virus TI auch für das mobile Laptop-Studio gut geeignet. Ein Minuspunkt für das PlugIn ist allerdings die fehlende Unterstützung aller Audioausgänge – das PlugIn unterstützt z.Zt. nur 2 Stereo-Ausgänge. Vielleicht ermöglicht einmal ein späteres Update einen flexibleren Einsatz der zur Verfügung stehenden Audio-Kanäle über die limitierte Banbreite von 12 MBit. Die Audioströme haben auch anstatt einer Auflösung von 24 Bit „nur“ 16 Bit, was aber vollkommen ausreicht. Wie man Anhand anderer USB 1.1 Audiointerfaces sieht, sind darüber maximal acht Kanäle mit 48 kHz und 16 Bit möglich.

Die Klangauswahl

 Der Virus TI verfügt über 4 RAM und 17 ROM-Bänke – alle prall gefüllt mit je 128 hochwertigen Sounds. Neue Soundbänke, z.B. aus dem Internet, brauchen einfach nur in einen bestimmten Ordner kopiert werden und stehen nach dem erneuten Aufruf des Virus aus dem VST-Instrumentenrack sofort in einer eigenen „Personal Library“ zur Verfügung. Durch die volle Soundkompatibilität zu den älteren Virus-Modellen können die vorhandenen Soundbänke auch im TI genutzt werden. Die Qualität der Sounds ist sehr hoch. Durch die ultraschnellen Hüllkurven beherrscht der Virus TI knackige, perkussive Sounds ebenso so gut wie luftig schwebende Flächen. Die HyperSaw-Oszillatoren klingen fantastisch und die neue Wavetable-Synthese wertet den Virus noch einmal deutlich auf und erinnern an die Waldorf-Klassiker. Wem die Sounds immer noch zu ‚clean’ klingen, kann den ‚Analog-Boost-Effekt’ hinzuschalten.

Probleme mit der Access Virus Total Integration

AMAZONA.de Autor Björn Morgenstern zum Virus TI / 03.04.2006

Scheinbar funktioniert die Total Integration nicht auf allen Systemkonfigurationen völlig unproblematisch. Insgesamt läuft die Software sehr stabil, so gibt es nach intensiven Tests keine Systemabstürze, Bluescreens oder dergleichen zu verzeichnen. Jedoch sind zum Beispiel mit den u. a. Testumgebungen regelmässig Probleme mit der Syncronisation bzw. Latenzverschiebungen aufgetreten, wenn man den Virus TI über die Softwareoberfläche anspricht.

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Diese Probleme treten (scheinbar) willkürlich auf und verschwinden nach einer kurzen Zeit wieder. So wird des öfteren mal der produktive Fluss unterbrochen bis der VirusTI wieder in Sync mit den anderen Instrumenten/Spuren läuft. So wie es sich verhält, ist davon scheinbar nur die Klangerzeugung des Virus über USB an sich betroffen, nicht das integrierte Audio-Interface oder die Midi-Schnittstelle. Entsprechend auch nicht, wenn der Virus extern über Midi angesteuert wird.

Access Virus TI Desktop/Rack in weiss.

Die beiden Konfigurationen auf denen die Tests liefen stellen sich wie folgt dar:

PC1: Pentium 4 / 2,8 Ghz, 1GB Markenspeicher DDR SDRAM DUAL CHANNEL (2x512MB), ASUS P4C800, M-Audio Delta Audiophile 2496 bzw. auch mit MOTU 828mkII getestet, MS Windows XP SP2, Cubase SX 3.1 (aktuellste Version)

PC2: Pentium 4 / 3 Ghz, 1GB Markenspeicher DDR SDRAM (2x512MB), ASUS P4PE, M-Audio Delta Audiophile 2496, MS Windows XP SP2, Cubase SX 3.1 (aktuellste Version)

getestet wurde über mehrere Stunden jeweils an mehreren Tagen mit den verschiedensten Einstellungen:

Systemleistungen optimiert, Hintergrunddienste an/aus, mit/ohne Hyperthreading, verschiedene Treiber, verschiedene Einstellungen in Cubase (Latenzen, Audiopriorität usw.). Die USB Schnittstelle des PC wurde immer direkt mit dem Virus verbunden, d.h. es wurde auch kein HUB oder dergleichen verwendet. Die Ergebnisse waren jedoch fast immer gleich und die Latenzverschiebungen traten immer wieder auf. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Bei einer eingestellten Latenz von 256 Samples (ca. 6ms) für den jeweiligen Asiotreiber wurde beobachtet, dass die Fehler nicht ganz so häufig auftraten wie bei anderen Latenzzeiten.

Insgesamt bedeutete dies in der Praxis, dass bei der hier genannten Testumgebung beim Arrangieren und Spielen in Cubase fünf bis sechs mal pro Stunde jeweils für ein bis zwei Minuten der Arbeitsprozess unterbrochen wurde. Man kann zwar insgesamt schon damit arbeiten, jedoch sind diese Einschränkungen ziemlich nervenaufreibend. Besonders wenn man gerade eine tolle Idee hat, ein paar Tasten spielen oder das Stück mit anderen Spuren zusammen abhören möchte. Wir werden sehen, wann Access diese Probleme durch ein Update beheben kann.

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Fazit

Ein Traum vieler Synthesizer-Freaks ist mit dem Virus TI wahr geworden: die totale Integration in die VST-Umgebung, keine Beschränkung in der Effektauswahl im Multimode, maximale Polyphonie von über 100 Stimmen, HyperSaw-Oszillatoren und Wavetables sowie doppelte DSP-Leistung. Absolut überrascht hat mich die kinderleichte Integration in ein bestehendes Computersetup. Einfach Software installieren und den Virus per USB-Kabel anschließen. Das war’s! Jetzt steht Ihnen ein vollständiger Virus als VST-PlugIn zur Verfügung, ohne die CPU-Leistung des Computers zu belasten. Die Software ist während des Tests kein einziges Mal abgestürzt. Zwar fehlen der Software noch ein paar Funktionalitäten der Hardware – bei dem gewohnt guten Support lassen diese Funktionen vermutlich nicht lange auf sich warten. Ein absoluter Hingucker ist der Indigo-Nachfolger Polar mit 37-Tasten Keyboard, der im weißen Gehäuse mit Alu-Seitenteilen und dunkler Holzfrontleiste daherkommt.

Plus

  • sehr guter Klang, qualitativ gute Presetauswahl
  • kinderleichte Integration in die VST-Umgebung
  • keine Effektbeschränkungen im Multimode, 129 parallele Effekte
  • 72 Wavetables und HyperSaw-Oszillator
  • grafisches Display
  • Abwärtskompatibel zu älteren Virus-Modellen
  • sehr guter Online-Support, sehr gute Produktpflege (Soft- und Firmware)
  • schwenkbare Anschlüsse

Minus

  • Software unterstützt z.Zt. nur 2 Stereoausgänge
  • z.Zt. kein deutsches Handbuch erhältlich, kommt erst in späteren Updates
  • einige Funktionalitäten der Hardware fehlen noch (werden aber nachgeliefert)

Preis

  • € 1.800,- / € 1.699,- Virus TI Desktop
  • € 2.350,- / € 2.259,- Virus TI Keyboard (61 Tasten)
  • € 2.350,- / € 2.259,- Virus TI Polar (36 Tasten)
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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Keine Kommentare zu so einer fantastischen Maschine?

    Ich habe ihn zwar erst relativ spät für mich entdeckt, aber der Sound ist schlicht umwerfend – und ich stimme zu, er kann nicht nur Techno sondern deckt eine außergewöhnlich breite Palette wie kein anderer VA Synth.

    Dazu guter Service, beständige Produktpflege und auch für Einsteiger eine so riesige Sammlung hochwertigster Patches, daß man kaum noch Lust hat die vielen Knöpfe vom "InitPatch" aus selber zu drehen, ein bißchen hier und da anpassen reicht meist völlig… ;)

    Der Preis? Sieht hoch aus, aber das Ding ist wirklich jeden Euro wert.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    So nebenbei, aktuell ist OS 2.5, OS 2.7 schielt als beta schon um die Ecke… die Bewertung des TI mit nur einem Stern ist aus heutiger Sicht und verglichen mit der Bewertung für manch anderes Gerät hier doch fragwürdig…

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Ich liebäugele schon lange mit dem TI und werde ihn mir auch holen, da ich den Sound einfach erstklassig finde, extrem sauber, transparent, hifiesque sozusagen. Schade finde ich allerdings, dass die Integration in DAWs etc auch nach Jahren der Produktpflege scheinbar noch nicht problemlos läuft (siehe Snow). Ich habe zwar nicht die Absicht, viel mit PC und DAW zu machen, will ihn stattdessen meist als Standalone nutzen. Trotzdem erwartet man inzwischen schon ein 100-prozentig funktionierendes 'TI', schon gar zu dem Preis. Abgesehen davon sind für mich aber die (Sound-)Qualität der Geräte, die gute Update-Politik und der Kundenservice der Firma Access Gründe genug, einen Virus zu bestellen. So gesehen ist der Preis wiederum als günstig zu bezeichnen. Außerdem ist es eine deutsche Firma. Klingt albern, aber diese Tatsache verstärkt mein Vertrauen in das Produkt.

      Wann hole ich ihn denn nun?
      Antwort: bald! Komme nicht drumherum…

      • Avatar
        AMAZONA Archiv

        Hardware kauft man doch meistens, weil man vom PC unabhängig sein will, oder?
        Sounds sind immer irgendwie Geschmackssache und darüber streiten is müßig. Moogulator sagt er "scwurbelt", was auch immer das ist. Ich sage nur der Sound ist sehr vielseitig.
        Der Support ist, soweit ich mit ihm zu tun hatte, wirklich in Ordnung. Und warum nicht heimische Firmen unterstützen wenn die Produkte überzeugen? Leistungsbereinigt sind andere Sachen auch nicht wirklich billiger. Ich verweise nur auf die flexible Effektsektion…
        Wer es gern etwas analoger mag, könnte vielleicht Gefallen am neuen Arturia Origin finden. Bis der in den Läden steht und stabil läuft dürfte aber doch noch eine Weile dauern…

        • Avatar
          AMAZONA Archiv

          Also, ehrlich gesagt finde ich das sog. Schwurbeln sogar irgendwie reizvoll, wobei der Begriff phonetisch nicht so ganz zu dem an einer Stelle beschriebenen akustischen 'Sternenstaub' passt. Jedenfalls ist das für mich kein Hindernis, im Gegenteil, ich mag diese betonte Präsenz der höheren Frequenzen. Ich habe noch einen V-Synth (auch VA), der das überhaupt nicht hat, bei dem mir auch manchmal die Brillanz in den hohen Frequenzen fehlt. Die beiden Synths ergänzen sich so gesehen ganz gut.

          'Leistungsbereinigt sind andere Sachen auch nicht wirklich billiger'

          Sehe ich auch so. Im Gegenteil sind die 'günstigen' Sachen gemessen an der gebotenen Leistung oft recht teuer. Beispiel: Korg Kaosspad 3, das ich eine Weile hatte. Gutes Konzept, tolle Funktionen, aber alles irgendwie nicht ausgereift und professionell, eher spielzeughaft.

        • Profilbild
          alba63

          „Sounds sind immer irgendwie Geschmackssache und darüber streiten is müßig. Moogulator sagt er „schwurbelt“, was auch immer das ist. Ich sage nur der Sound ist sehr vielseitig.“

          Sounds sind in der Tat Gesc hmackssache. Aber wer aus einem Virus keine guten Klänge bringt, sollte die Schuld nicht beim Virus suchen. Und was den Herrn Moo. betrifft, der schafft es, aus jedem Synth ätzende Klänge, aber aus keinem gute Musik zu kitzeln. Ein Spezialist in Sachen Synthesizer- geschichte und – Technik ist noch lange kein musikalischer Mensch.

          Der Virus ist wohl kein 100% analog klingender Synthesizer, aber dennoch ein exzellenter Synth und sicher einer der vielseitigsten.

          • Profilbild
            TiUser

            Sicher ist der TI kein klassischer Analogsynthesizer, das wird wohl auch niemand behaupten… ;)

            Was mich die letzte Zeit etwas nervt ist, dass Access immer noch keine 64bit Treiber für den TI anbietet… das wird aber langsam Zeit… :(

            • Profilbild
              alba63

              Für welches OS braucht man 64-bit Treiber?

              Übrigens, kann hier jemand bestätigen, ob und welche Unterschiede im Grundklang (nicht den zusätzlichen Features) es zwischen dem Virus C und dem Ti gibt? Also „fett“, „weniger fett“ usw.

              • Profilbild
                TiUser

                64 bit Treiber braucht man für 64bit Betriebssysteme wie Windows XP64 oder Windows Vista64… auch das in den Startlöchern stehende Win7 wird es in einer 64bit Version geben.

                Praktisch alle neuen PC’s sind 64bit Architekturen…

                Problem an 32bit Betriebssystem ist, dass diese die heute möglichen Ram Größenordnungen von über 3GB nicht verfügbar machen, egal wie viel auch im Rechner steckt…

                Um 4GB oder mehr zu nutzen braucht man ein 64bit OS… und jeder der anfängt mit Samples auf dem PC zu arbeiten wird das sehnlichst nutzen wollen…

                Es ist übrigens auch eine VST Bridge („jBridge“) in Entwicklung, die die Verwendung konventioneller 32bit VST in beliebigen 64bit Hosts erlaubt und schon recht gut funktioniert.

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich finde den Begriff weder passend noch nötig und klar definiert ist er auch nicht. Die schelmisch selbstherrliche Art wie der Moogulator das unter's Volk wirft gefällt mir auch nicht besonders, aber jedem das seine…

    Naja, "Leistungsbereinigt" ist schon auch ein klein wenig provokativ, ich hab' auch nicht immer Kohle für "Edles" und manchmal gibt's auch schlicht keine gute Alternative, z.B. ist der Plugiator so ein Ding… er klingt gut ist aber ansonsten ein schreckliches Ausrüstungsteil und an letzterem gemessen auch nicht wirklich preiswert ;)

    • Profilbild
      moogulator  AHU

      Der Begriff Schwurbel bedeutet eigentlich nur, dass künstliche Obertöne erzeugt werden vergleichbar mit dem, was ein Exciter tut und den üblichen Nebeneffekten. Mehr steckt da nicht hinter. Es war eine Diskussion in meinem Forum, um zu klären wo das her kommt. Nicht mehr & nicht weniger. Das wird gemacht um DSP-Resourcen zu schonen. Angegriffen dadurch sollte sich aber niemand fühlen, dies wäre schade und nicht so intendiert. Das ist lediglich ein Versuch einem Phänomen einen Begriff zu geben und während des Threads drüben eben, um es zu untersuchen, sonst hätte man es „Dingens“ nennen müssen. Außerhalb von Esoterik könnte man es auch Exciter Swirl oder Sternenstaub nennen oder Paul. Würde mich freuen, wenn das zur Versachlichung beitrüge. Niemand ist gezwungen den Begriff zu verwenden.

      Übrigens konnte ich den TI auch mal testen, seine Wavetables waren die ersten, die in der Anzahl mit 128 Einzel-Waves auf den Markt kamen und direkt von Waldorfs Coder Wolfram Franke. Bin ein Fan der Wavetable-Synthese. Dem TI oder TI2 einen Editor mitzugeben wäre wirklich super als Erweiterung, aber ein Allrounder ist er und mir pers. gefällt der Polar am besten, super Formfaktor und was für die Bühne. Ein Schwurbler den ich sehr mag ist übrigens auch der Korg Z1, wenn jemand mal danach fahnden möchte, lohnt sich.

      Liebe Grüße
      Moogulator

      • Profilbild
        chk  

        Auch wenn der Kommentar schon Jahre her ist… ;) Ich finde den Begriff „Schwurbeln“ in diesem Kontext wirklich passend. Und, es ist auch etwas, was mir immer am allgemeinen Sound des Virus‘ aufgefallen ist, und auch bei den älteren Waldorf-Synthies. Ich war allerdings immer der Auffassung, dass das vom Aliasing her rührt. Aber gut, der Moogulator weiß da sicher etwas besser bescheid als ich. In jedem Fall ist das für mich ein integrer Bestandteil des Sounds, und mach viel vom „Signature-Sound“ des Virus‘ aus. Und das ist auch so ein wenig das, was die Plugin-Entwickler nie so recht kapieren wollten. Anti-aliasing, super-cleane Oszillatoren, und Filter, das ist ja alles schön und gut. Aber wo bleibt der Charakter? Gibt zwar einige Sachen, wie den Waldorf Largo, Reveal-Sound Spire, oder den Monark von NI, die durchaus über Charakter verfügen, aber, bei vielen Soft-Synths überkommt mich da einfach ein wenig das Grausen, dass da so viel am Klang geschraubt wird, aber die Essenz, quasi die „Seele“ in Form von Charakter einfach oft fehlt. Sowohl die Waldorf Hardware-Synthies, als auch der Virus, als auch die Clavia Nord-VA’s tropfen förmlich vor Charakter. Warum trauen sich das viele Software-Entwickler einfach nicht? Ich glaube allerdings auch, oft fehlt da einfach die Erfahrung, die die genannten Firmen bereits seit Jahren besitzen, und dass sie wissen, worauf die Leute abfahren.

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