Test: Adam Audio T7V, Nahfeldmonitor

16. Juli 2018

Jetzt auch für kleines Geld!

adam audio t7v

Wie nahezu alle etablierten Lautsprecherhersteller bietet nun mehr auch der Berliner Hersteller Adam Audio eine Produktlinie an, die sich vom Budget her primär an den Homerecording-Bereich wendet. Mit dem Adam Audio T7V liegt uns die größere Variante der T-Serie zum Test vor. Kann das Produkt, das mit einem Ladenpreis von unter 200,- Euro gerade einmal 35% des Abgabepreises so etablierter Produkte wie dem A7X aufruft, klanglich einigermaßen mithalten?

Konstruktion der Adam Audio T7V

Wie im Nahfeldbereich üblich, ist auch die Adam Audio T7V als 2-Wege Aktivvariante ausgeführt, wobei der Bassbereich von einem 7 Zoll großen Tieftöner aus Polypropylen, der Hochtonbereich von einem 1,9 Zoll U-Art Hochtöner abgedeckt wird. Getrennt wird bei 2,6 kHz. 2 Class-D Endstufen von 50 Watt im Bassbereich und 20 Watt im Hochtonbereich versorgen die Lautsprecher mit entsprechenden Strömen. Die Bassreflexöffnung wurde auf der Rückseite des Gehäuses angebracht, was bei einer Positionierung der Boxen in Wandnähe aufgrund der Neigung zu Dröhnfrequenzen zu berücksichtigen ist. Mit den Abmessungen (B x H x T) 210 mm x 347 mm x 293 mm und einem Gewicht von knapp 7 kg bewegt sich die Box im normalen Mittelfeld.

Bzgl. der Gehäusekonstruktion des in China gefertigten Produktes setzen die Entwickler der Adam Audio T7V einmal mehr auf das Abschrägen der vorderen Kanten um Phasenproblematiken zu minimieren. Die Verarbeitung der Box ist sehr gut, Lackierung, Montage und Klebestellen wurden sauber und tadellos ausgeführt.

adam audio t7v

Die Anschlüsse und Regler der Adam Audio T7V

Rückseitig findet man neben den Standards wie Kaltgerätebuchse und On/Off-Schalter mehrere Regler, um den Monitor möglichst genau auf die jeweiligen Raum und Pegelverhältnisse einzustellen. Je nach vorhandener Kabellage kann man zwischen einer symmetrischen XLR- und einer unsymmetrischen Cinch-Buchse als Eingang wählen, wobei der jeweilige Eingang mit einem kleinen Schieberegler (+4 dBu / -10 dBV) angewählt wird. Adam folgt damit ebenfalls dem aktuellen Trend, dass im Homerecording-Bereich nahezu keine TRS-Buchsen mehr Verwendung finden.

Über 2 weitere Schieberegler kann man den Hochton- und Tieftonbereich um je +/-2 dB anheben oder absenken, wobei die Einsatzfrequenzen weder in Zahlen noch in Diagrammen dargestellt werden. Warum Adam diese Angaben weder im Quick Start, noch im regulären Benutzerhandbuch erwähnt, ist mir ein absolutes Rätsel. Der Lautstärkepegel wird über einen nicht gerasterten Pegelsteller bstimmt, was den Abgleich der Boxenpaare leider deutlich erschwert. Für die Stromversorgung wurde ein Multispannungsnetzteil verbaut, das Spannungen von 100 bis 240 Volt verarbeitet und einen weltweiten Einsatz der Box ermöglicht.

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Adam Audio T7V Rückseite

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