Test: Adam Audio T7V, Nahfeldmonitor

Aufbau der Testeinrichtung

Die Grundfläche meines Regieraums beträgt knapp 30 qm (5 x 6 m), der Raum ist mit Teppichboden ausgelegt und mit Basotec Platten entkoppelt. Die Boxen stehen auf Gravity  Boxenstativen frei im Raum, der Abstand zur nächsten Wand beträgt auf der Rückseite ca. 1,75 m. Der Abstand zwischen den Boxen beträgt ca. 1,3 m, die Verkabelung erfolgt mittels Cordial Kabeln.

Adam T7V Testaufbau

Adam T7V Testaufbau

Die Adam T7V in der Praxis

Der erste Eindruck der Boxen lässt noch einen Moment auf sich warten, da die nicht vorhandene Rasterung des Volume-Reglers einen genauen Abgleich der Lautstärke nicht möglich macht. So kam es dann auch, dass bereits bei den ersten vernehmbaren Tönen, der rechte Monitor trotz (scheinbarer) identischer 0 dB Einstellung deutlich leiser klang als der linke. Das Problem ließ sich beheben, bedeutete aber auch mehrfaches Aufstehen und Hinsetzen bis der optimale Abgleich gefunden wurde.

adam audio t7v

Der anschließende erste Klangeindruck lässt sich zunächst mit dem Wort „unspektakulär“ beschreiben. Obwohl der Hersteller im Benutzerhandbuch empfiehlt, die Boxen vor dem ersten Einsatz ca. 8 Stunden mit präferierten Material einschwingen zu lassen, klang das Boxenpaar vom Beginn sehr ausgewogen, wenn nicht sogar einen Hauch matt. Die von vielen Nutzern befürchtete Schärfe, die dem U-Art-Hochtöner gerne nachgesagt wird, war bei der Adam Audio T7V nicht zu bemerken.

Adam T7V im Studio

Adam T7V im Studio

Für eine Box dieser Größe war trotz des mehr als ausreichenden Abstands zur nächsten Wand eine leichte Überbetonung der Bässe zu vernehmen, was in Verbindung mit der rückseitig angebrachten Bassreflexöffnung zu einer leicht „schummerigen“ Basswiedergabe führte. Das Absenken um 2 dB reduzierte zwar die Überbetonung, nahm aber auch wichtige Frequenzanteile im Mix mit sich, worauf hin ich die Absenkung wieder deaktivierte.

Das Impulsverhalten der Box ist mit leichten Einschränkungen im Bass gut, die räumliche Abbildung des Mixes sogar sehr gut. Das Einzige, was mich persönlich etwas störte, war ein spürbares Mittenloch, das gerade im Gitarren- und Gesangsbereich einige Einbußen zu verzeichnen hatte. Dies ist allerdings eine subjektive Bewertung und kann nicht als allgemeingültig angesehen werden.

adam audio t7v

Fazit

Mit der Adam Audio T7V hat der Berliner Hersteller einen Nahfeldmonitor im Programm, der einen ausgewogenen Klang für kleines Geld bietet. Wer mit einem leichten Mittenloch und einer dezenten Überbetonung im Bassbereich leben kann, findet mit der Adam T7V einen guten Homerecording Partner.

Plus

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Verarbeitung

Preis

  • Ladenpreis: 199,- Euro (Stückpreis)
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