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Test: Adam Audio F7, Studiomonitor


Günstige Abhöre für Einsteiger gesucht?

Im Homerecording ist das Budget für die Studioausstattung zumeist begrenzt und neben einem leistungsfähigen Computer müssen je nach Musikstil auch ein oder mehrere Mikrofone sowie Preamps angeschafft werden. Da bleibt für ein ordentliches Paar Studiomonitore nicht mehr viel Geld übrig. Die Schmerzgrenze liegt im Homerecording-Bereich meist zwischen 400,- Euro und 600,- Euro pro Lautsprecherpaar. Und genau da fallen auch die Adam Audio F7 rein.

ADAM Audio F7

ADAM Audio F7

Es gibt zweifelsfrei auch wesentlich günstigere Abhör-Lösungen, doch wie sagte mein Dozent für Mikrofonierung im Studium: Das wichtigste Glied in der Kette eines Studios sind die Lautsprecher! Denn damit steht und fällt die Qualität der Produktion. Nur wenn man den Unterschied verschiedener Mikrofone, Mikrofonpositionen oder Kompressoreinstellungen überhaupt wahrnimmt, kann man die Passende auswählen. Das setzt neben der entsprechenden Gehörbildung und dem akustisch optimierten Abhörraum eine Abhöranlage voraus, die das auch wiedergeben kann. Ansonsten wird das Mischen und Produzieren von Musik zum Malen mit verbundenen Augen. Hier sollte man also nicht zu knauserig sein.

Vorab die wichtigsten Fakten zu den Adam Audio F7:

  • Aktiver Nahfeldmonitor mit 2-Wege System
  • 7 Zoll Tieftöner
  • 1,5 Zoll X-Art Bändchenhochtöner
  • Frequenzgang: 44-55.000 Hz
  • max. SPL: 113 dB (peak)
  • Verstärkungsleistung: 60 W/40 W RMS
  • Trennfrequenz: 2,6 kHz
  • Eingänge: XLR/TRS-Kombobuchse, Cinch
  • Maße: 32,1 x 22,5 x 26,6 cm
  • Gewicht: 9 kg

Testbedingungen

Getestet und vermessen wurde der Adam Audio F7 in einem akustisch präparierten Abhörraum. Die ersten Reflektionen von Wand und Decke sind durch Absorber wirksam unterdrückt und auch die Nachhallzeit ist ausreichend kurz. Nicht verschweigen möchte ich, dass der Raum im Bassbereich aufgrund seiner geringen Größe eher problematisch ist, da stehende Wellen das Klangbild unter 200 Hz stark beeinflussen. Je kleiner ein Raum ist, desto weiter oben im Frequenzbereich liegen diese stehenden Wellen, die auch Raumeigenmoden oder kurz Raummoden genannt werden.

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      r.biernat RED

      Ich hätte zumindest nichts dagegen, doch in meiner Entscheidung liegt das leider nicht. Was mich aber stören würde, ist das Fehlen von XLR-Eingängen oder zumindest symmetrische Klinke. Ich lege keinen Wert auf Cinch-Verbindungen. Aber laut Aussage vom Nubert-Chef werden die PWM-Endstufen direkt mit dem Digitalsignal beschickt (aktuelle Beilage der Dezember-Ausgabe von Sound&Recording), was eine vorherige DA-Wandlung unnötig macht. Somit macht es ammeisten Sinn, die Digital-Eingänge zu benutzen.

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    gaffer AHU

    Sorry, aber die Kurve schockt mich. 15 dB weniger bei 56 als bei 44 Hz und gleichzeitig ein „Hohe Linearität“ im Urteil. Ich bin zwar auch Fan meiner angewachsenen Messgeräte, aber wenn ich die Kurve sehe, würde ich die Box nur mit Highpass über 150 Hz betreiben und darunter einen Sub setzen, der den Begriff Wellenform adäquat umsetzt

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      r.biernat RED

      Diese Senke im Frequenzgang ist meinem Abhörraum geschuldet, wie im Test auch geschrieben steht. Die hat nichts mit dem Lautsprecher an sich zu tun, sondern mit Raummoden, die jeder Raum besitzt und die vor allem in kleinen Räumen besonders negativ auffallen. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich meine Tannoy Ellipse 10 zusammen mit einem Subwoofer betreibe. Weil ich ansonsten am Abhörplatz ein mächtiges Frequenzloch rings um 60Hz habe. Die Frequenzgangmessung sollte hier nicht zu ernst genommen werden, vor allem nicht unter 400Hz, besser sogar nicht unter 800Hz. Sie war eigentlich auch für einen Vergleichstest mit mehreren Lautsprechern gemacht worden, da man so zumindest die Unterschiede visualisieren kann.

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