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Test: Adam S2V, Studiomonitore


Die neue S-Serie

Die Adam S2V Studiomonitore gehören zu der neusten Produktenreihe des Berliner Boxenherstellers. Zum dritten Mal wurde die für professionelle Anwendungen geschaffene S-Serie technisch modernisiert und komplett neu aufgelegt. Gleich fünf Modelle decken den gesamten Bereich von Nah-, Mittelfeld- und Hauptmonitoren ab. Die S2V sind die kleinsten Versionen der S-Serie, in 2-Wege Bauart für den Nahfeldbereich konzipiert und bieten neben einem DSP-Board zur Klangoptimierung auch digitale AES3-Audioanschlüsse.

Auf den ersten Blick

Das schwarze, massive Gehäuse der Adam S2V Studiomonitore hat ein modernes Design mit abgerundeten Kanten und macht einen soliden Eindruck. Auf der Frontseite ist ein sieben Zoll großer Tieftöner eingelassen, unter dem die Öffnungen des Bassreflexsystems liegen. Weiter oben ist der firmentypisch gelbe S-ART Hochtöner mit einem Durchmesser von rund einem Zoll untergebracht, der – wie auch der Tieftöner – technisch überarbeitet wurde. Jede Box bringt 11 kg auf die Waage, was bei den Maßen von 34,6 cm Höhe, 22,2 cm Breite und 33,8 cm Tiefe dem durchschnittlichen Gewicht in dieser Größenordnung und Bauart entspricht.

Auf der Rückseite befindet sich ein analoger XLR-Anschluss sowie ein digitaler AES3 Ein- und Ausgang, von denen der Letztgenannte als Thru-Buchse für Mehrkanalanwendungen ausgelegt ist.

Ein Encoder mit Klickfunktion dient zur allgemeinen Lautstärkeregelung (-60 bis +12 dB) und Steuerung des DSP-Boards, mit dem der interne Equalizer eingestellt werden kann. Auskunft über die Menüebene und eingegebenen Werte erteilt ein kleines OLED-Display.

Etwas komfortabler ist die Bedienung des Equalizers per USB mit der dazugehörigen S-Control Remote-Software, die sowohl unter Windows als auch OSX läuft. Zusätzlich kann der USB-Port zum Installieren von Firmware-Updates genutzt werden.

Ein- und Ausgänge

Neben der obligatorischen Buchse für das Netzkabel und dem Ein- und Ausschalter ist auf der Rückseite noch eine Blindblende montiert, hinter der zwei RJ-45 Anschlüsse für künftige, optional erhältliche Schnittstellen schlummern.

Zum Lieferumfang gehören das Netzkabel und eine gut lesbare Bedienungsanleitung mit zahlreichen Tipps zum Aufstellen und Einstellen der Lautsprecher.

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    Markus Schroeder RED

    LOL, jetzt brauchen sogar die Boxen Firmware und demnächst auch noch ’nen Virenschutz.

    Aber im Ernst, vom Rechner direkt digital in die Box, ich glaube das wird die Zunkunft.

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        tenderboy

        Per Spdif oder AES/EBU aus der Soundkarte raus und in Digitaleingang von Lautsprecher raus spart DA Wandlung von Soundkarte raus und AD Wandlung im Lautsprecher.

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    Wellenstrom AHU

    Könnte die Zukunft werden…. aber bleiben wir mal realistisch. Wir haben es hier mit ’nem reinen Lautsprecherhersteller zu tun. Andere Companies werden es tunlichst vermeiden, diesem Weg zu folgen. Und ob dieser Weg verbraucherfreundlich ist, bin ich mir auch nicht sicher. Im High-End Segment, jut, da juckt es niemanden. Aber solche Konzepte werden mit Sicherheit nicht für 400 Euro pro Paar angeboten. Das Budget der meisten Musiker und Einsteiger lässt eben keine 3000 Euro für Monitore und Wandlung zu.
    Und je mehr verschiedene Komponenten in einem System, also hier in den Monitoren, verarbeitet sind, desto höher die Gefahr, dass da irgendwas unrund läuft und bei ’nem defekt direkt alles ausfällt und man gleich nochmal tief in die Tasche greifen muss für ein neues Paar „Supermonitore“. Macht schon Sinn, dass es die Aufgabenverteilung in der Aufnahmekette gibt. Der Ersatz der Monitore ODER eines Audiointerfaces ist besser zu verschmerzen als einer des „Kombiangebots“.

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      Markus Schroeder RED

      Nach der Logik hätten sich auch Aktivmonitore nie durchsetzen können. Passive Monitore können locker 20 bis 30 Jahre halten.
      Und bei Verstärkern gehen oftmals immer die gleichen Teile kaputt, also noch leichter zu reparieren.

      BTW: Ich bin noch Old-School und arbeite prinzipielle mit passiven Abhören und separatem Verstärker.

      Ich stehe einigermaße auf Kriegsfuß, zumindest mit den günstigeren, Aktivboxen und mit den Class D-Boxen sowieso. Nach der DA-Wandlung macht eine erneute AD Wandlung in den Lautsprechern für mich keinen Sinn (leistungseffiziente, große PAs mal ausgenommen).

      Wenn ich mir zum Mixen aber nun auch noch das Audio-Interface sparen könnte um einen maximal linearen Frequenzgang zu bekommen,
      weil die unterschiedlichen Kennlinien von Audiointerface, Verstärker und Lautsprecher aufeinander abgestimmt sind, wäre das durchaus zwei Überlegungen wert.

      meine Meinung :)

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    digital-synthologie ••••

    Die neue S-Serie von Adam ist wirklich super. Ich habe mir die etwas größere Variante S3H gekauft und es noch nicht bereut.
    Ich muß aber zugeben, dass ich den Digitaleingang und den EQ noch nicht benutzt habe. Habe aus Faulheit nur das Analogkabel von den alten Boxen in die neuen gesteckt und weiter gings.

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    Wellenstrom AHU

    Ja, nee… bin ja nicht wirklich dagegen….sehe da nur eben mehr Potential für Probleme (DSP Prozessor etc.).
    Und letztendlich wird es beim Hörer komprimiert als 128kbit/s mp3 File und oft minderwertigen Kopfhörern ankommen.
    Und dann die Frage, wie weit kann man da mit dem Preis runtergehen, dass in einer ordentlichen Qualität gewandelt wird,
    und ob die etablierten Audiointerfacehersteller da mitziehen werden.
    @ digital-synthologie
    ja, aber immer auch mit der Option, Analogeingänge zu nutzen, was voraussichtlich nach wie vor noch die meisten tun.
    Und auch hier
    bleibt ja die Option.
    Ging ja um die Frage, ob es in Zukunft so sein wird, dass man auf das Audio Interface verzichten kann.

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    swellkoerper ••••

    Bei der Gehäuse- und Menbrangrösse finde ich einen linearen Frequenzgang bis 35Hz schwer zu glauben. Der Hersteller schweigt sich aus, wie genau das Roll-Off Verhalten im unteren Frequenzbereich aussieht, vielleicht greift ja da der DSP ein. Lässt sich die Physik mittlerweile so durch Digitaltechnik austricksen?

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    MrMeloD

    Ich verstehe den Trend zu digitalen Boxen nicht wirklich. Was machen dann Mixing und Mastering Studios, die absolute Top Wandler (egal ob delta sigma oder multibit) verwenden. Dort verschlechtert sich dann der Klang ja. Denn entweder wird doppelt gewandelt oder beim Verwenden der Monitorwandler mit schlechterer Qualität. Klar, ich habe die Adam LS nicht gehört und sie klingen bestimmt sehr gut, die Wandlung wird aber auf keinen Fall auf dem Level entsprechender Top Hersteller sein, die jahrelang in Wandler Expertise investieren und entwickeln (Meistens entwickeln sie ja eigene Filter und wenn Sigma Delta Prinzip, dann noch Jitter Lösungen…).

    LG Fabian

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Adam S2V

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