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Test: Analogue Solutions EKG, Sequencer


Ein groovendes Elektro-Kardio-Gramm

Man könnte meinen, dass es bereits genügend Sequencer für Modularsysteme gibt, denn etwa 50 Module und Zusatzkomponenten werden derzeit rund um den Globus angeboten. Doch während die meisten Sequencer auf das traditionelle, gleichwohl bewährte Konzept mit Drehreglern setzen, bietet Analogue Solutions EKG leuchtende Fader für die Sequenzeingabe.

Melodien mit Fadern werden schon seit dem ARP Sequencer von einer kleinen, aber festen Fan-Gemeinde genüsslich zurechtgeschoben. Alle paar Jahre taucht das Konzept zwischen den ganzen Drehregler-Sequencern immer mal wieder auf, wie etwa mit dem Doepfer Regelwerk oder jüngst dem Koma Komplex. Fader zur Tonhöhe- bzw. Werteeingabe haben den Vorteil der besseren optischen Darstellung, man kann die Sequenz regelrecht sehen. Mit dieser Sicht geht auch oft eine andere Arbeitsweise einher. Der Nachteil ist der größere Platzbedarf. Wo ein Fader hinpasst, bekommt man zwei oder gar drei Drehregler unter. Neben der Geschmacksfrage steht hier auch die Ökonomie im Raum, im wahrsten Sinne des Wortes.

Konzept

Analogue Solutions EKG gehört zur Medic Modules-Serie, die mit schneeweißer Frontplatte und rot/schwarzer Beschriftung klinischen Charme versprühen. Auch die Namen sind dem medizinischen Bereich entnommen. Passend zu dem Oszillator Cranial Saw und dem Filter Defibrillator gibt es mit Elektro-Kardio-Gramm einen recht einfach strukturierter Sequencer. Er besitzt acht Fader, ergo laufen seine Sequenzen über maximal acht Schritte. Da das allein natürlich etwas zu eintönig wäre, gibt es zu jedem Fader einen Drehschalter, mit dem der betreffende Step in einen von acht Modi versetzt werden kann. Ein ähnliches Konzept hatte Analogue Solutions bereits bei der mit Fadern ausgestatteten Sliders-Sonderediton des Oberkorn umgesetzt.

Mit Ausgängen für CV und Gate sowie drei Steuereingängen, einem Range-Schalter und einem manuellen Step-Taster ist die gesamte Funktionalität des Moduls bereits abgedeckt.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
    Son of MooG AHU

    Da meine Sequencer alle vom Akai RhythmWolf getaktet werden, habe ich mit den erwähnten Einschränkungen kein Problem. Dadurch wird ja auch sein recht günstiger Preis ermöglicht. Die einfache Struktur mit Mode-Select pro Step ist eine geniale Art, Bewegung in Sequenzen zu bringen. Wie beim Arpeggiator des Juno-6 ist seine Simplizität sein Vorteil. Man kann ihn ja noch mit Ratcheting-Controller etc. nachrüsten ( mit Branches holte ich den Zufall ins Spiel…)

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      TobyB RED

      Hej,

      was ich an diesem Sequencer vermisse, was aber dem Konzept geschuldet ist, die Fähigkeit Sequencen zu transponieren, was für mich der Grund war, den Oberkorn hier her zu stellen. Zwar grenzt EKG so vom Eurokorn ab. Ich erachte das Transponieren jedoch als wichtig.

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        Son of MooG AHU

        Transponieren ist mir auch wichtig, aber dafür gibt’s ja Quantizer wie Doepfers A-156, der ja gleich zwei Sequencer ansteuern kann. Auf diese Art kann ich meinen Pittsburgh 8-Step Sequencer gleich mitversorgen, wenn der mal nicht für Modulationen verwendet wird. Dazu gibt’s noch ein A-160 Clock Divider und A-160-5 Ratchting Controller sowie ein A-180-2 Multiple und ich habe immer noch Platz für zwei weitere Module, während der Eurokorn ein ganzes 84HP-Case füllt. Ein Vorteil dieses Systems ist, dass es über die Zeit gewachsen ist, wodurch ich jede Komponente besser kennen lernen konnte…

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          swellkoerper ••••

          Der Pittsburgh ist auch mein liebster, wegen der Add- und Hold Eingänge. Schön simpel, aber mit mit einem zweiten Sequenzer und ein paar Clock-Tools nach Belieben endlos komplex..

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          TobyB RED

          Hallo Son,

          das stimmt natürlich :-) Der Vergleich mit Eurokorn und Oberkorn hinkt natürlich, da letztere ganz andere Funktionalitäten mitbringen. Ich habe auch noch nicht alle Tricks des Oberkorn verinnerlicht. Der Vorteil deines Setups ist erstmal der modulare Aufbau. Ich bin dann da doch eher der hier noch ein Synth und dort noch einen Sequencertyp. :-)

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            Son of MooG AHU

            Zu den erwähnten Modulen kommt noch ein MFB-Step64, der über MIDI den Synth-Lite 2 antreibt und über CV/Gate weitere Synths/Module, sowie ein Mother-32 und ein MicroBrute, alle slaved zum RhythmWolf, der manchmal auch vom Tascam DP-32 getaktet wird. Obwohl ich selten alle zusammen rattern lasse, habe ich gerne alle zur Verfügung, und alle können von einem Keyboard aus transponiert werden. Hat sich über die Jahre aufgebaut…

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Analogue Solutions EKG

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