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Test: Analogue Solutions Impulse Command Synthesizer

11. September 2019

Analogsound mit Dual-Sequencer

Wenn die englische Synthesizer-Schmiede Analogue Solutions ein neues Produkt präsentiert, dann ist immer für einige Überraschungen gesorgt, denn die Firma um Firmengründer und Mastermind Tom Carpenter ist dafür bekannt, gerne abseits der bekannten Wege zu gehen. Das bescherte uns in den letzen Jahren bereits so schöne Produkte wie die Fusebox oder den Treadstone. „Vintage“ ist dabei lediglich die Klangerzeugung, die bei Analogue Solutions dem Namen getreu immer komplett analog aufgebaut ist – ansonsten ist der Blick nach vorn gewandt und es werden gerne eigenständige, neue Konzepte entwickelt. So auch im Falle des Impulse Command, den man durchaus als eigenwillig bezeichnen kann. Im AMAZONA.de-Test schauen und hören wir uns den Synthesizer einmal genauer an.

Die Features des Impulse Command

Der Impulse Command ist ein analoger Desktop-Synthesizer mit 2 Oszillatoren plus Suboszillator. Der gesamte Aufbau ist konsequent analog gehalten, ohne digitale LFOs, Envelopes oder digital kontrollierte Oszillatoren – und somit auch ohne Speichermöglichkeiten. Es gibt vieles in zweifacher Ausführung beim Impulse Command: Zur Verfügung stehen zwei ADSR-Hüllkurven, zwei LFOs und zwei 24 dB Lowpass-Filter. Die Filter sind dabei parallel auf die beiden Audiokanäle L und R geschaltet und können nicht gelinkt werden.

Ebenfalls sind noch zwei Sequencer corhanden: ein digitaler (aha!) MIDI-Sequencer mit 16 Steps mit variabler Laufrichtungssteuerung, der das Einspielen von Melodien erlaubt sowie ein analoger 16-Step-Sequencer mit dem interessanten Namen Sequercizer, der vorrangig für Modulationen genutzt wird.

Auch ist sich noch ein Stereo-Effektgerät mit 8 Effekten enthalten (4x Delay, 2x Reverb, Flanger und Bitcrusher) mit jeweils zwei einstellbaren Parametern sowie eine Patchbay mit 16 Steckpunkten, die etwa die Einbindung in ein Eurorack-System ermöglicht. Ebenso kann man externes Audiomaterial einschleifen und mit den Filtern und Effekten bearbeiten. Analogue Solutions nennt den Synthesizer hier treffend einen „Synth-Percussion-Audio Processor“.

der Impulse Command verfügt über zwei Sequencer

Erster Eindruck des Synthesizers

Ich hole den Impulse Command aus seiner unscheinbaren grauen Pappschachtel, in der noch ein Netzteil mit internationalen Steckeradaptern sowie ein trendiges Silikonarmband beiliegen. Das Gewicht von knapp 2,3 kg vermittelt auf Anhieb ein wertiges Gefühl. Der Synthesizer ist komplett aus Metall gefertigt und wirkt somit sehr stabil. Mir gefällt die Farbgebung aus schwarzer Oberfläche und knallrotem Chassis, das zudem noch durch die beiden Lüftungsschlitze ein rotes Licht aus dem Inneren schimmern lässt – schon schick!

Die Bedienoberfläche ist leicht angewinkelt und räumt den Potis ausreichend Platz ein, um komfortabel daran schrauben zu können. Die Potis sitzen ausreichend fest auf dem Gehäuse und bieten einen angenehmen Drehwiderstand. Die farbliche Unterteilung der Bedienelemente unterstützt dabei die Übersichtlichkeit, so dass man schnell auf die einzelnen Gruppen aus Klangerzeugung, Envelopes oder Sequencer/LFO zugreifen kann.

Die Anschlüsse

Die Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite, diese sind allerdings nur auf der Frontplatte beschriftet, nicht auf der Rückseite. Dies kann in einigen Situationen unpraktisch sein – eine eigene Beschriftung ist hier durchaus sinnvoll, wenn man den Synthesizern öfters verkabeln muss. Folgende Anschlüsse besitzt der Impulse Command:
MIDI-In und -Thru, Mono-Audioeingang, Stereo-Audioausgang mit 2 Klinken sowie einen Mono-Audioausgang mit einer Klinke, der beide Audiokanäle mono mischt. Schließlich noch die 24-Volt-Netzteil-Buchse und der Netzschalter. Einen Kopfhörerausgang gibt es nicht – schade.

Die Bedienoberfläche

Ganz oben befinden sich zwei hintergrundbeleuchtete Taster zur Steuerung des MIDI-Loop-Sequencers. Daneben befinden sich zwei Regler zur Steuerung des Effektpegels und der Gesamtlautstärke. Ein wenig gewöhnungsbedürftig: Der Mix-Regler für den Effektpegel ist hierbei invertiert, so dass Rechtsanschlag 100 % trocken bedeutet.
Direkt darunter befinden sich die 15 Patch-Punkte, ausgeführt als Miniklinkenbuchsen, diese erlauben Einbindung in eine CV-fähige Umgebung. Man kann jedoch auch einfach direkt auf dem Synthesizer etwas patchen und schauen, ob man interessante Ergebnisse erhält. Manche gängige Modulationen wie LFO auf Cutoff sind erst auf diese Weise möglich. Die Eingänge sind mit einem weißen Punkt gekennzeichnet.

Aufgeräumt und übersichtlich: Bedienfeld des Impulse Command

Mittig angeordnet, unter dem Impulse Command-Logo, befinden sich die zwei Drehregler zur Steuerung der beiden LFOs. Die LFO-Frequenz wird hierbei durch den Puls der Hintergrundbeleuchtung visualisiert. Die Oszillator-Sektion befindet sich links daneben und wird von einem großen schwarzen Tune-Regler dominiert, der eine sehr genaue Einstellung der Tonhöhe erlaubt.
Zur rechten Seite der LFOs befindet sich die Filter-Sektion mit einem ebenfalls großen schwarzen Cutoff-Regler und dem Resonanz-Regler, hier Peak genannt.
Ganz rechts befindeen sich schließlich in gelber Farbe die Regler zur Effekt-Steuerung sowie ein Regler zur Änderung der Laufrichtung des Sequencers – letzterer gefällt mir, denn so kann man die Sequenz sehr direkt und schnell variieren.
Auf der ganz linken Seite, ebenfalls in Gelb, befinden sich der Regler zur Pulsbreitenmodulation sowie zwei Regler zur Steuerung des „Patches“ – doch dazu an späterer Stelle mehr.

Die beiden ADSR-Hüllkurven befinden sich in Gelb abgesetzt jeweils unter der Oszillator- und der Filter-Sektion. Der Sequercizer befindet sich ganz unten, bestehend aus 16 hintergrundbeleuchteten Drehreglern sowie 4 Reglern, die den Einfluss des Sequercizers auf die verschiedenen Ziele (Patch, VCF-L, VCF-R und CV-Out) bestimmen.

Die Bedienoberfläche erschließt sich recht schnell und wirkt angenehm aufgeräumt.

Der Impulse Command im Praxistest

So, nun bin ich gespannt, welche Sounds sich dem Impulse Command entlocken lassen. Das Konzept des Synthesizers ist klar auf Experimentieren und Erforschen ausgerichtet, was neugierig macht. Neugierde weckt sicherlich auch die Beschreibung im Benutzerhandbuch: „Der gesamte Audiopfad (ausgenommen der Effekte natürlich!) und die gesamte Modulation sind komplett analog und nutzen Schaltkreise, die auf großartig klingendem Vintage-Design der 1970er Jahre basieren. Wir bekommen viele Kommentare, wie gut unsere Produkte klingen – wie wundervoll, warum und voll von Charakter sie sind.“
Große Betonung liegt in der Bedienungsanleitung auch auf dem Stichwort „Experimentieren“: „Dieser Synthesizer ist eine Reise der Entdeckung. Er enthält einige magische und einzigartige Features, die sich an keinem anderen Synthesizer finden lassen. Du wirst oftmals falsch abbiegen, aber auch eine belebende Wege entdecken und jeder wird das Nirvana sein.“
Dieser Philosophie sollte man sich bewusst sein, denn in der Tat ist die Bedienung in der Praxis nicht immer eindeutig und erfordert oftmals etwas Geduld, die aber durchaus belohnt wird.

Lädt zum Experimentieren ein: der Impulse Command von Analogue Solutions

Die Klangerzeugung

Der Impulse Command besitzt 2 analoge Oszillatoren und einen Suboszillator. VCO 1 lässt sich  zwischen Sägezahn, Dreieck, Rechteck/Puls und Rauschen umschalten. Die Pulsbreite lässt sich mit dem Regler PWM in der Intensität modulieren. Die Schwingungsform des VCO 2 ist immer eine Pulsschwingung und lässt sich nicht umschalten, dafür aber gegen den VCO 1 verstimmen, um den Sound anzudicken oder Intervalle zu erschaffen. Der Umfang des Detune-Reglers ist mit 5 Halbtonschritten recht klein gewählt, hier hätte ich mir eine ganze Oktave gewünscht, zumindest aber eine 7 Halbtonschritte, um die so beliebten „Fifth“-Sounds realisieren zu können.
Der Sub-Oszillator hat eine Rechteckform, die eine Oktave unter VCO 1 liegt.

VCO 2 und der Substanz-Oszillator lassen sich dynamisch in ihrer Lautstärke regeln. Für VCO 2 stehen hier die 1. Hüllkurve, MIDI-Anschlagsstärke und Initial Level (I.L.) als Ziele zur Verfügung. Initial Level ist dabei als ein einfacher Volume-Regler zu betrachten, der die Lautstärke vor der Modulation regelt.
Der Sub-Oszillator lässt sich hingegen nur über die Anschlagsstärke und das Initial Level in der Lautstärke regeln.

Der Cutoff-Regler ist groß und schnell erreichbar.

Möchte man eine Pitch-Modulation wie z. B. ein Vibrato (LFO) oder Pitch-Sweep (Hüllkurve) realisieren, so muss man die Patch-Punkte nutzen.

Der rohe Sound der Oszillatoren überzeugt sofort und klingt sehr kraftvoll. Mischt man beide Oszillatoren, so kommt ordentlich Bewegung ins Spiel.

Der Regler für die PWM ist eine von vielen kleinen Stellen, wo man sich etwas ratlos am Kopf kratzt: Neben der Pulsbreitenmodulation höre ich noch eine Tonhöhenmodulation, wo eigentlich keine sein sollte – die PWM wirkt etwas unkontrollierbar. Ein gutes Beispiel für den leicht unzähmbaren Charakter des Synthesizers. Das muss aber kein Problem sein, denn schließlich ist der Impulse Command ja auch genauso beschrieben in der Bedienungsanleitung. Ob dies nun alles reine Intention beim Design war, sei einmal dahingestellt.
Weiterer Chaosfaktor ist hier der Patch-Regler: Entweder durch Sequercizer oder Velocity getriggert kann man hier durch acht verschiedene interne Patch-Routings schalten, die auf VCO 2 wirken und den Klang doch recht brachial verändern.

Die analogen Filter

Das Filterdesign ist zweifellos eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale des Impulse Command Synthesizers. Es gibt zwei analoge 24 dB/Oktave Filter, die jeweils einem Audiokanal zugewiesen sind und auch einen eigenen VCA besitzen. Es handelt sich um CEM-Filter, die beispielsweise auch in vielen Sequential oder den Oberheim Matrix Synthesizern verwendet werden.

Der große Cutoff-Regler dient dabei für die Einstellung der Master-Frequenz beider Filter, ebenso gilt der Peak (Resonanz) für beide Filter. Der VCF-R hingegen lässt sich verstimmen, so dass der Cutoff-Regler dann beide Filter an unterschiedlichen Positionen öffnet, wodurch sich ein sehr breiter Stereo-Sound ergibt.

Das klingt zwar oftmals ziemlich fett und lebendig, möchte man allerdings einen Sound mit beiden Filtern identisch bearbeiten und diesen nicht breit im Stereobild filtern lassen, so gelingt dies im Grunde nie komplett. Man kann sich zwar mit einer sehr feinen Parameter-Einstellung bemühen, dass die Filterfrequenz für VCF-R und VCF-L identisch ist, aber der Sound wird nie wirklich mittig klingen. Hier hätte ich mir einen Link-Regler gewünscht, der beide Filter an dieselbe Position koppelt.

Der Cutoff-Regler ist groß und schnell erreichbar.

Die Modulationsmöglichkeiten der Filter sind gut, man vermisst nichts. Das Filter kann sowohl durch Anschlagsdynamik, die beiden LFOs als auch durch die Hüllkurven moduliert werden. Für VCF-L kann die Modulation zusätzlich invertiert werden. Der Aggro-Regler fügt eine Modulation von VCO 2 auf den Filter-Cutoff hinzu, was in einem – wie der Name schon sagt – recht aggressiven Sound resultiert.

Hüllkurven und LFOs

Die Hüllkurven erlauben aufgrund der analogen Bauweise sehr knackige, kräftig zupackende Percussion-Sounds, worin durchaus die Stärke des Impulse Command liegt. Auch die LFOs sind komplett analog, hierbei muss man dann in Kauf nehmen, dass die LFOs mit der ankommenden MIDI-Clock nicht zu synchronisieren sind. Ohnehin sind die beiden LFOs recht minimalistisch ausgeführt und bieten nur Dreieck. Ich benutze ja immer sehr gerne eine Random-Schwingung, womit man schöne lebendige, organische Modulationen erzeugen kann – das ist hier leider nicht möglich. LFO 2 kann neben der PWM auch zur Kontrolle des Sequencer-Tempos genutzt werden.

Die Sequencer im Doppelpack

Die beiden Sequencer – der MIDI Note Sequencer und der Sequercizer – sind ein weiteres Element, das der Impulse Command auf eigenwillige, charaktervolle Weise einbindet. Beide Sequencer werden immer gemeinsam von derselben Quelle weitergeschaltet, die über den Regler Sequencer Syncro angewählt wird. Zur Auswahl stehen hier LFO 2, MIDI-Clock oder eine externe Clock per Audioeingang. Statt einer MIDI-Clock kann man auch die MIDI-Note-0 anwählen, so dass man auch eigene freie Rhythmen als Clock verwenden kann. Er lässt sich auch zu vielen Vintage-Drummachines wie Roland TR-909 oder TR-606 synchronisieren, die Triggersignale ausgeben.
Der Noten-Sequencer kann auch individuell gestartet und gestoppt werden.

Der analoge Step-Sequencer ist recht übersichtlich und einfach: Es gibt 16 hintergrundbeleuchtete Potentiometer, an denen man jeweils den Wert einstellt. Rechts daneben befinden sich dann die vier Potis zum Einstellen der Intensität auf die Ziele Patch, VCF-R, VCF-L und CV-Out.

Der MIDI-Noten-Sequencer lässt sich auf verschiedene Arten programmieren: entweder im Step-Modus oder während des laufenden Playbacks. Im Step-Modus wählt man einfach mit dem Step-Taster die gewünschte Position der 16 Schritte an und drückt die gewünschte Note am MIDI-Keyboard. Im laufenden Betrieb lassen sich ebenfalls die Noten mit dem MIDI-Keyboard eingeben, was jedoch ein wenig schlechter zu kontrollieren ist. Es gibt auch einen Trans-Taster, womit sich die Notensequenz während des Playbacks durch Drücken der entsprechenden Taste auf dem Keyboard transponieren lässt.

Der gelbe Sequencer-Recorder-Taster bringt zusätzliche Variationen in die Sequenz: Man kann wahlweise die Abspielrichtung ändern oder bestimmte Schritte auslassen. Das ist super, um schnell während des Playbacks Variationen in die Sequenz zu bringen und neue Melodien zu erschaffen. Aufgrund eines fehlenden visuellen Feedbacks zu den Parametern gilt auch hier wieder ausprobieren und hinhören!

Der Sequercizer lässt sich auf schnell vier verschiedenen Ziele zuweisen

Die Länge der Sequenz ist leider immer auf die ganzen 16 Schritte festgelegt, es lässt sich keine Sequenz von etwa 12 Noten einspielen. Auch eine Änderung der Geschwindigkeit, also z. B. 1/16, 1/8 oder 1/4 lässt sich nicht anwählen. Diese Funktion nutze ich eigentlich immer recht gerne, um die Sequenz an die jeweilige Stimmung im Song anzupassen. Das müsste man dann eben mit einer eigenen Clock realisieren.
Insgesamt ist der duale Sequencer im Impulse Command aber sehr spaßig und bildet einen zentralen Teil des Synthesizers. Mit dem Sequercizer lassen sich sehr einfach dynamische Rhythmen realisieren und on the fly verändern, klasse!

Der Klang

Ja, wie klingt er denn nun? Analoge Solutions verspricht in der Bedienungsanleitung nicht zu viel: Der Sound der Oszillatoren und Filter ist in der Tat sehr durchsetzungsfähig, kraftvoll und mit der unverkennbaren Rohheit von analogen Schaltungskreisen. Der Klang weckt Assoziationen an Techno und EBM, lässt sich aber sicherlich auch in anderen Genres sehr gut verwenden. Der Impulse Command kann natürlich auch einfach Bass- oder Lead-Sounds ohne Probleme aus den Schaltkreisen schütteln, aber seine wahre Stärke liegt dann doch in den wilden, rauen und lebendig-morphenden Klängen. Diese erreicht man sehr gut, indem man einfach eine Sequenz laufen lässt und an den Reglern dreht. Während des Spielens konnte ich dann auch sehr gut die „Happy Accident“-Philosophie erfahren: Man weiß nie genau, wie sich die Parameter gegenseitig beeinflussen, an denen man gerade schraubt und manchmal mag das auch etwas wenig zielgerichtet erscheinen – wenn sich dann allerdings plötzlich ein Sound herauskristallisiert, wirkt das in der Tat wie eine Offenbarung und ein Grinsen wird aufs Gesicht gezaubert. Und auch wenn man dann manchmal den Sound etwas „verbogen“ hat, so wirkt er doch nie harsch oder spitz.

Die Effekte sind hierbei eine sinnvolle Ergänzung und besonders im Live-Betrieb sehr von Vorteil. Auch hier fehlt wieder ein visuelles Feedback zum gewählten Effekt, was aber in der Praxis kein großes Problem darstellt.

Fazit

Ja, der Impulse Command ist schon eine eigenwilliges Instrument. Bei der Arbeit im Studio ist es sicher immer gut, die Kontrolle über die Klanggestaltung zu haben – mit dem Impuls Command findet man sich dafür aber oftmals an Ecken wieder, die man mit einer bewusst zielgerichteten Arbeitsweise wohl so nicht erreichen würde. Dies unterstreicht den analogen Charakter des Synthesizers, der dann eine Art Eigenleben zu haben scheint. Es gibt auch einiges, was nicht sofort musikalisch zu verwerten ist, aber eben auch vieles, was sich von bekannten Klängen anderer Synthesizer abhebt.

Letztlich muss jeder persönlich für sich entscheiden, ob der Synthesizer mit seiner Experimentier-Mentalität in die eigene Arbeitsweise passt. Als ersten Synthesizer zum Lernen der Klangsynthese würde ich den Impulse Command einem Einsteiger vielleicht nicht unbedingt nahelegen, nicht zuletzt auch aufgrund der fehlenden Speichermöglichkeit. Als Ergänzung zu einem bestehenden Synthesizer-Setup kann ich den Impulse Command aber jedem Musiker empfehlen, der gerne an Sounds schraubt, eigene Klänge designt und einen kraftvollen, rohen Sound sucht.

Plus

  • eigenständiges Konzept
  • kraftvoller Analogsound
  • gelungene Dual-Sequencer Umsetzung

Minus

  • Filter lassen sich nicht linken
  • keine Speichermöglichkeit
  • LFOs nicht synchronisierbar

Preis

  • 1099,- Euro
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Son of MooG  AHU

    Nicht unbedingt mein Geschmack, dennoch sehr interessant. Kleine Anmerkung aus dem Manual:
    „LFO2 has a square CV jack output.“

  2. Profilbild
    lightman  AHU

    Ich finde das Teil sehr interessant, ist aber kohlemäßig nicht drin, schade. Mit den beiden Sequenzern kann man sicher tolle Sachen machen, würde gut zu meinem Setup passen. Schön voluminöser Klang.

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