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Test: Analogue Solutions Fusebox, Analogsynthesizer

23. August 2017

Very british and very analog

Analogue Solutions Mastermind Tom Carpenter macht das Jahr 2017 zum Jahr einer Produktoffensive. Von Eurorack bis zu Desktop FX ist alles dabei. Und nun, praktisch frisch aus der Entwicklung direkt ins Testlabor, ein opulenter Halbmodularer und voll-analoger Synthesizer, der in Umfang und Farbgebung schon mal alle Blicke auf sich zieht, die Analogue Solutions Fusebox.

Und Tom wäre nicht Mastermind von Analogue Solutions, wenn er die Fusebox nicht konsequent umgesetzt hätte. So besitzt das Instrument einige wesentliche, neue Klangwerkzeuge, auf die ich im Laufe des Testberichts noch eingehen werde.

Die Analogue Solutions Fusebox ist durch und durch britisch und konsequenterweise anders, voller Understatement und dennoch auffällig. Ich würde sagen, so was wie die englische Motorrrad-Kultmarke „Triumph“. Mit einer „Triumph“ kann man gemütlich cruisen, aber der Hubraum der drei Zylinder, VCO und der Suboszillator geben auch Gas her.

Die Analogue Solutions Fusebox sieht dabei so herrlich Retro aus wie die Küchenfronten einer ALNO Küche in Great Britain während der Thatcher Epoche. Das Retro ist hier positiv zu sehen, Design ist neben formalen Kriterien auch immer geschmäcklerisch. Die Bedienung der Fusebox ist angenehm leicht zu erlernen. Und das noch nicht vorhandene „The Manual“ störte nicht einen Moment.

Tom Carpenters Twittermotto „I make synthesizers for top musicians“ ist heute unser Bewertungsmaßstab. In der Klasse der Boutique-Synthesizer steht Fusebox nicht alleine da. Hier haben wir sicher die Synthesizer der schottischen Diva und andere im Kopf.

Allerdings folgt die Analogue Solutions Fusebox nicht dem offensichtlichen Pfad, sondern geht seinen eigenen Weg.

Und somit kommen wir zu den technischen Fakten. Als treibende Kraft wirken hier drei VCO und ein Subsynth.  Als Ausgangsmaterial haben wir grundsätzlich Rechteck und Sägezahn. VCO 2 und VCO haben zusätzlich einen Wide-Range-Schalter, mit dem sie tief in den Keller kommen und als LFO benutzt werden können. Beide können synchronisiert werden. Die Steuerung per MIDI von VCO3 kann deaktiviert werden, ideal für Modulationen.

VCO 3 ist auch unser Suboszillator und gibt auf Wunsch noch mehr Druck.

VCO 1 verfügt über einen Oktavwahlschalter und beherrscht schaltbare Crossmodulation, mit der wir FM betreiben können.

Die VCOs können zusätzlich per CVs für Anschlag und Pulsbreite gesteuert werden. Zusätzlich können die VCO Signale über Patchpunkte abgegriffen werden.

White Noise rundet die Abteilung „Klangquellen“ ab und kennt einen Low und High Modus.

Nach den VCOs kommt der Mixer, danach das Multimode Filter. In der Praxis kann ich hier an den Patchpunkten des Mixers Audiosignale einspeisen oder eben kreuz und quer mixen. Die Eingänge des Mixer sind schaltbar, dass ich die einzelnen Signale extrem praxistauglich mischen kann. Mischen heißt hier zwei Audiosignale, White Noise und die VCOs. Wobei die Beschränkung hier sinnvoll ist, denn man kann die Signale der 3 VCOs zuvor bei den Oszillatoren selbst abgreifen.

Unterhalb sind die Schalter für White Noise und den Sub-Rechteck angebracht. Das erste Highlight der Analogue Solutions Fusebox ist das 12 dB Multimode-Filter, das per Mode-Schalter als Bandpass Low-Pass oder High-Pass Filter anzuwählen ist. Die Cutoff-Modulation können mit den Reglern Velocity und EG-1 regeln. Und über CVs oder die Regler EXT-CV steuern und den Regelbereich einer CV vorgeben. Links davon kann das Ergebnis der Filterung abgenommen werden. Das Filter kann zusätzlich mit dem Patternator beeinflusst werden. Hier gibt’s keinen Sprung mit der Tardis und somit auch keinen Spoileralarm. Das Filter verleiht der Fusebox das, was der Autor gerne als „Soulful Electronic“ bezeichnet, dies hier ist very british, very northern, very analogue.

Zunächst kümmern wir uns über die zweifache Hüllkurve. Hier wird es interessant. Wie anfänglich erwähnt, ist die orangene Box ein halbmodulares, aber dennoch offenes Konzept. Ich kann Hüllkurve-1 EG mittels Pattern gar nicht oder über MIDI triggern. Hüllkurve-2 auch. Die Hüllkurven werden über die drei Regler Attack, Decay/Release und Sustain gesteuert. Wobei Hüllkurve eine die Tiefe einer Filtermodulation mitsteuern kann und Hüllkurve zwei dies quasi feinabstimmt.

Beide Hüllkurven der Analogue Solutions Fusebox sind so schnell, dass man knackige Bässe erzeugen kann, aber auch Pluck, Brass und Flächensounds bekommt mman prima hin.

Hüllkurve 2 kann schaltbar über den LFO retriggert werden, was den Spaß noch erhöht, rhythmische Filterfiguren sind hiermit ein Kinderspiel.

Anschließend landet das Signal am Auspuff, dem Amplifier, den ich mittels externer CV auf EG2 als VCA steuern kann. Und mit einen Kopfhörer abgreifen kann. Hier gilt es zu beachten, dass die Fusebox viel Pegel bereitstellt. Der Volume-Regler war bei mir nie höher als aus 12 Uhr gestellt.

Rückseitig finden wir an der Analogue Solutions Fusebox MIDI In, OUT, THRU, Power und eine 6,3 mm Monoklinke.

Bis hierhin hätten wir noch ein Standard semimodulares System, flexibel, gut klingend, aber dennoch Standard-Boutique auf hohem Niveau.

Vier Bereiche machen die Fusebox zu einem Ausnahmemodul.

Nummer 1: Der Intervall Generator, den wir irgendwie noch aus dem Oberkorn 3 kennen. Hier kann man über 6 schaltbare Regler die Sequenz oder Pattern im Intervall anheben oder absenken. Die Reglerstellung gibt das Intervall der Transponierung vor und mit dem zugehörigen Regler kann dieses Intervall aktiviert werden. Somit kann ich relativ einfach eine Sequenz transponieren. Soll das über MIDI erfolgen, nutzt man den Transpose-Tippschalter neben dem Schalter für den MIDI-Channel, die Grundeinstellung ist hier Kanal 1

Nummer 2: Oberhalb des Intervall-Generators finden wir den MIDI zu CV Ausgang, mit Pitch, Accent, Master Clock, Gate, Velocity und CC55.

Nummer 3: Der Arpeggiator der Analogue Solutions Fusebox. Dieser kann über MIDI transponiert werden. Obacht – hiermit wird auch der Intervall-Generator transponiert. Was ok ist, entweder läuft ein Arp oder eben eine Sequenz. Mit Hold kann ich eine Note oder eine Sequenz halten, was mittels Mode gesteuert wird, Range gibt den Bereich vor. Diese drei Parameter eines Arpeggios haben jeweils den Wert Aus, Dauerlicht oder blinkend. Was das den Modus signalisiert. Hold im Dauerlicht hält eine Note, Blinken eine Sequenz, Aus gibt ein Arpeggio aus. Range gibt dann den Notenbereich des Arpeggio vor. Mode die Spielmodi.

Nummer 4: Das heimliche Highlight der Analogue Solutions Fusebox, der Patternator. Ist ein Sequencer, der mit seinen vier Steps erst einmal niedlich aussieht. Aber nur das. Mit ihm kann ich eine Sequenz rhythmisch und melodisch über die Filter drastisch beeinflussen.  Rhythmisch mit den vier Kippschaltern lege ich fest, ob ein Step gespielt wird, ein Step kann hier eine Sequenz von Noten oder eben nur eine Note sein. Mit den Reglern kann ich die Tonhöhe des Steps beeinflussen, was in Verbindung mit dem stimmbaren Filter die Sachen höchst musikalisch und effektiv macht. Sei es nun vom rollenden Discobass bis zu Triplets oder One Shot Sequenzen.

Analogue Solution wäre hier noch nicht am Ende der Skala, wenn wir diesen Patternator nicht noch weiter ausreizen können, hier wandern die Blicke tiefer auf die Regler mit dem vielsagenden Namen Beat, CV, Pitch, Cutoff. Hier kann ich zusätzlich ohne mein Filter zu verstellen die Sequenz filtern, im Metrum verschieben und das ganze Synchronisieren mittels Note, gar nicht oder mittels internem LFO. Über den Regler CV lege ich den maximalen Regelhub einer externen CV fest und über Gate kann ich das  noch einmal gaten.

Was fang ich hiermit an?

Das Offensichtliche wäre hier, den Oberkorn 3 und die Fusebox zu verbinden, das wäre zu einfach. Also müssen zwei Korg SQ-1 her und die Fusebox steuern und am Ende soll eine vernünftige Sequenz ertönen.

Tatsächlich gestaltet sich das als absolut unproblematisch. Und auch mit den Einschränkungen des SQ-1 verliert die Analogue Solutions Fusebox keine Punkte und liefert sicher ab.

Die Stärke der Analogue Solutions Fusebox ist neben dem Klang die Bedienung, hier wurden sich Gedanken gemacht, auf der einen Seite ist die Lernkurve für neue Klangreisende nicht atemberaubend steil und der fortgeschrittene reisende Klangforscher wird an die Hand genommen und mit Klangerlebnissen belohnt. Stringent geht es immer im Uhrzeigersinn, selbst bei kompliziertem Patchen hat man den Überblick. Die Drehregler laufen leicht, aber nicht zu leicht, die Kippschalter auch wenn sie im Zusammenspiel mit dem Panel Orange an eine Folge Thunderbirds (3, 2, 1, Thunderbirds Go) erinnern, lassen sich leicht kippen. Und die Tippschalter sind gut und sicher zu bedienen.

Wo viel Orange, wo ist das neue Schwarz. Hier muss man sagen, die Fusebox will sich erarbeitet werden. Auf der einen Seite ist er Boutique-Synthesizer. Auf der anderen Seite, das Design ist für Individualisten. Tom hat hier eine Reihe ähnlicher Geräte angekündigt. Optik ist das eine, aber da die Ergonomie und die Funktion passen, bleibt nichts zu meckern. Britisches Design hat nun mal eine eigene Schule.

Der zweite Punkt: Analogue Solutions verzichtet konsequent auf Presets. Hier muss man seine Arbeitsweise dem Gerät anpassen, anders herum wird’s nicht. Dieser Synthesizer ist eine starke Persönlichkeit. Er biedert sich nicht Moog an und schaut auch nicht neidisch zu Smith und Schmidt. Nein, hier wird der dritte Weg gewählt.

Der Doctor fragte zwischendurch mal an, ob der Autor viel Spaß mit dem Gerät hat. Hier gab’s ein klares „JA“ als Antwort. Aber würde das den Best Buy rechtfertigen?

Die Analogue Solutions Fusebox ist sowohl ein Lead und Solo Synthesizer, nicht nur wegen der Sync-Funktion, sondern weil sie anders klingt, aber dennoch so vertraut, dass die Lücke zwischen Pop und Electronic bedient wird. Mit den Funktionen Intervall-Generator und Patternator und Arpeggiator empfiehlt sich genauso als Zuspieler für bewegende Soundlandschaften. Mit der üppigen Ausstattung an Schnittstellen ist die Fusebox sehr flexibel ins Setup zu integrieren und kann das Herzstück und Sicherungskasten des Setups sein.

Klanglich liegt die Analogue Solutions Fusebox von der Insel irgendwo zwischen Moog und Roland. Analog Solution macht nicht den Versuch, seine Vorliebe für den Klang alter Vintage Synthesizer zu verbergen, versteht es aber, einen Synthesizer zu liefern, der eigenständig und flexibel genug ist. Zudem auch so klingt. Also nicht bloß hohle Marketingphrase, sondern mit Understatement und very british mit Haltung und Inhalt hinterlegt.

Zu den Klangbeispielen. Diese gingen – und ich halte das nicht für ein Sakrileg – durch ein MX-1, die FX Sektion und den Mastering Channel in die MOTU und dann in Logic. Als FX kamen ein Lexicon MX200 und 400 zum Einsatz. Mono ist hier vielleicht etwas zu trocken. Die Pegelverhältnisse der Fusebox sind mit Vorsicht zu genießen, sie ist laut und kräftig. Höher als bis 12h sollte der Volumeregler nicht stehen. Wer es dennoch mag, good luck.

Fazit

Für den aufgerufenen Preis der Analogue Solutions Fusebox kann man einiges erwarten. Hier liefert Analogue Solution sicher ab. Wie im Artikel erwähnt, am einzigartigen Design scheiden sich die Geister. Davon abgesehen haben wir hier einen Monosynthesizer, der mit offensichtlichen und viel Understatement arbeit. Er überzeugt klanglich und von der Bedienung. Hier haben wir einen Lead, Sequencer, Sicherungskasten im modularen Setup, der vollends überzeugt.

Die Analogue Solutions Fusebox ist der Synthesizer für Individualisten, Musiker mit einer Abneigung gegen Presets.

Plus

  • Klang
  • Filter
  • Patternator
  • Intervall Generator
  • Arpeggiator kann als 16 Step Sequencer benutzt werden und sendet Noten an den MIDI OUT

Minus

  • Keine Minuspunkte

Preis

  • 1499,- Euro
Klangbeispiele
Forum
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    AMAZONA Archiv

    Danke Toby! Geiler Synth und noch bessere Klangbeispiele. :)

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      L. Lammfromm  

      Yepp! Tolle Klangbeispiele!! Da hat der Autor erkennbar viel Spaß mit dem Gerät gehabt und viel Liebe beim Erstellen der Klangbeispiele.

      So richtig „supertop“ für meinen Geschmack wäre es allerdings, wenn am Ende der Sequenz der FX ausgeblendet worden wäre – schließlich gehört der „Nass-Trocken-Vergleich“ ja doch zu den sehr beliebten und hilfreichen Übungen, zumal bei der Beurteilung eines Synthies.

      Carpenters Fusebox kann ganz schön brazzig und knarzig klingen (aber auch „herkömmlich analog“) und bietet einige überraschende Klänge und Obertöne. Der Preis schreckt mich allerdings schon ein wenig ab.

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        TobyB  RED

        Hallo Lammfromm,
        der Preis ist immer eine Frage des Budgets. Ich musste auch schlucken, als ich den vernommen hatte. Letztlich hab ich aber den Gegenwert gesehen und das passt. Beim nächsten Test gibts dann was trockenes :-)

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    phoges  

    Tom Carpenter ist einfach eine coole Sau!
    Mir gefallen sämtliche Synths von ihm ausserordentlich gut.
    Optisch und klanglich.
    Bei Analogue Solutions bekommt man analoge Power ohne Schnickschnack.
    Für mich viel interessanter als diese ganzen …hust… Hippsterschmieden, wie z.B. das grosse E aus dem hohen Norden.

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      TobyB  RED

      Hallo Phoges,

      Tom ist schon okay. Ich konnte bisher nur noch Leipzig antesten. Was ich hier neben der Klangerzeugung sehr gut fand, war der Patternator, Intervallgenerator. Die es halt von anderen Kisten abgrenzt, weil die Fusebox so wie sie da steht ohne großes Studium der Bedienungsanleitung sofort einsetzbar ist.

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    Organist007  

    Toller synth. wenn ich nicht schon den Dominion 1 und vermona perfourmer hätte, würde ich mir den zulegen. sicher jeden Cent wert. ein schönes Instrument !

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    Wellenstrom  AHU

    Schöner Synth mit 70er Touch. Könnte mir da glatt ’nen jungen Eno mit Federboakostüm dran vorstellen. ;-)
    Gute Klangebeispiele, die zeigen, was das Dingen kann. Hätte allerdings auch gerne mal den Rohklang vernommen, ohne Reverbs und Delays.

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      TobyB  RED

      Hallo Welle,

      boeh fieser Ohrwurm, den Track mit Brian Eno in Federboa am Synth wird man so schlecht los.
      :)
      Die trockenen Beispiele habe bewusst nicht gewählt.

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    Markus Schroeder  RED

    Guter Test, aber gibts die Audiobeispiele auch ohne Effekte?
    Mit Effekten kann man JEDE Blechkiste gut klingen lassen. Das sollte eigentlich der Sinn der Audiobeispiele sein: die Schwachstellen der Geräte aufzuzeigen, um zu sehen ob man damit leben kann.

    greetz :)

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      TobyB  RED

      Hallo Markus,

      ich konnt keine Schwachstellen finden. Ich hab die Audiodemos bewusst so gewählt, die trockenen Demos liegen in Hessen auf einer Festplatte :-)

      Grüße

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        Markus Schroeder  RED

        Wenn es keine Schwachstellen gibt, dann möchte ich das auch bitte gerne so hören und nicht welche tollen Effekte man da drauflegen kann. Dafür gibts die Pedal Workshops von Klaus. ;)

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    Son of MooG  AHU

    „Die VCOs können zusätzlich per CVs für Anschlag und Pulsbreite gesteuert werden“ –
    damit ist wohl Pitch und PW gemeint?

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      TobyB  RED

      Hallo Son of Moog,

      du kannst entweder den globalen Pitch regeln oder für VCO 1-3. PWM wird immer pro OSC gesteuert.

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    elektrock  

    Endlich wieder einmal ein richtig fetter Analoger Synthi!
    Die Audiobeispiele sind sehr gelungen!
    Seit dem Red Square, 777, XS, Perfourmer, Megazwerg, Boomstar, ….. ein echt gelungenes Teil.

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    MomsSpagheddi

    Die Fuse Box ist super!!! Die Soundbeispiele sind wirklich toll. Mensch, wär ich doch bloß nicht 17 und so auf mein Budget angewiesen! So viele Sachen gibts zu kaufen. Gescheite Monitore wären ein Muss. Die MPC Live ist auch auf meiner Wunschliste… Aber dieser Synth sieht einfach nach so viel Spaß aus!!! Oh je, oh je, wirklich tolles Ding :D Aber in Schwarz fänd ich ihn glaub auch recht schick? ^^ Geschmackssache… Auf jeden Fall mein Favorit dieses Jahr. Der MFB Dominion 1 war bisher mein Hauptkandidat für meinen ersten Synth, aber der hier sieht doch schon fast nach mehr Spaß aus :o

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      AMAZONA Archiv

      Ich würde dir eher den Dominion 1 empfehlen, denn im Gegensatz zur Fusebox, kannst Du im Dominion 1 deine erstellten Sounds abspeichern – Dafür sind 128 Speicherplätze vorhanden. Wenn Du mit der Fusebox einen Klang erstellst, musst Du direkt alles aufnehmen. Denn wenn Du wieder einen neuen Klang erstellst ist alles wieder weg. Beim Dominion aber kannst Du das aus dem Speicher wieder abrufen. Das ist ganz hilfreich, wenn man später an seinen Tracks noch etwas verändern will ;)

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        MomsSpagheddi

        Du hast recht. Ich glaube, bisher überzeugt mich der Dominion doch ein wenig mehr, soundtechnisch. Außerdem bietet er auch mehr Wellenformen für die Oszillatoren und eben die genannten Speicherplätze… Danke für die Auskunft!

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        Wellenstrom  AHU

        Ja, nee…. müsen muss man nix…. grobe Skizze, eine Art Template, zeichnen, zigfach kopieren und für den jeweils geschraubten Sound die gemachten Einstellungen auf der Kopie markieren.
        Dann bei Bedarf so schrauben wie zuvor festgehalten.
        So haben das die Bands/Musiker früher auch gemacht.

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          MomsSpagheddi

          Mir bekannt, finde ich eigentlich auch ziemlich cool. Aber die Presets sind nicht das Kaufargument für mich beim Dominion 1. Sondern der Sound, der mich beim Dominion wirklich umhaut. Die Fuse Box finde ich super, besonders vom Design und Aufbau und die Einbindung der Patchpunkte. Aber ich glaube Sie muss sich trotzdem hinten anstellen! Gruß, gheddi

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            Wellenstrom  AHU

            Durchaus nachvollziehbar. Hab‘ den Dominion 1 bei sonicstate gehört und gesehen und der hat mich auch überzeugt. Wäre auch ein guter Kauf.

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              MomsSpagheddi

              Das Review von SonicState war auch der Punkt, an dem der Dominion meinen Favoritenplatz eingenommen hat. Je nachdem wie gut die Fuse Box aufgenommen wird, wird das dann eben der nächste Kauf in der Warteschleife!

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      TobyB  RED

      Hallo gheddi,

      man muss halt Prios setzen. Ich denke das die Fusebox nicht unbedingt als Einstiegssynthesizer taugt. Du brauchst immer noch einen Sequenzer und/oder Keys. Ich hab im Test bewusst nur den SQ-1 genommen, da du mit dem Oberkorn 3 der Fusebox noch mal eine Portion Anna Bolika verpasst. Die Fusebox wirds nur so in Orange geben. Tom Carpenter führt ja 2017 noch Synthblocks wie Dr. Strangelove und Mr. Hyde ein. Beide äusserlich abgestimmt auf Fusebox. Ich denke auf Boxen kann man vezichten und sich stattdessen einen Synth hinstellen. Ob das nun der Dominion ist, sei dahin gestellt. Das hängt immer vom Kontext ab.

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        Green Dino  

        „Auf Monitore kann man verzichten und sich stattdessen einen Synth hinstellen“
        -Mit 17 kann das mitunter aber schon ne ganze Weile dauern bis man auf Monitore gespart hat….Kommt halt drauf an, was schon an Equipment vorhanden ist – wenn es darum geht einige Zeit mit Kopfhörern abzuhören – DAW, Interface etc. ist vorhanden, dann ist das was anderes, als wenn nur ein Synth einsam auf dem Tisch wohnt und man plant über den Kopfhörerausgang seinen Spass zu haben….Generell drauf verzichten sollte man nicht.

        Ich hab die Audio Beispiele jetzt noch nicht gehört, möchte mich aber der Bitte anschliessen in Zukunft Audio ohne FX zu bringen.
        Das verfälscht einfach den Eindruck.
        Mit FX kann jeder Synth toll klingen.

        Grüße

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          TobyB  RED

          Hallo Green Dino,

          ich denke Boxen machen irgendwann Sinn, anfänglich reichen auch anständige Kopfhörer. Der Invest als Anfänger ist sicher ein hoher. Und da muss man halt abwiegen und schauen wie und was mich an Equipment unterstützt. Heute führen ja viele Wege ans Ziel. Und mit nur einem Synth kann man schon Alarm machen. Entscheidend ist sich eine Mission, Vision und einen Plan zu machen und den umzusetzen, der Rest folgt meist als Konsequenz aus dem Handeln.

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            Green Dino  

            Wenn man DAW, Interface und am Besten auch einen Midi Controller schon hat, dann kann man sicher auch ne Weile mit Kopfhörern abhören und sich erst mal einen schicken Synth hinstellen. Klar, keine Frage.
            Vorallem wenn man bedenkt, wie viele Leute gerade am Anfang aus Platzmangel o.Ä. die Monitore an die Wand oder in die Zimmerecke(n) stellen…Da kann mans gleich lassen.

            Andererseits ist es ja auch ein großer Unterschied ob man sich ne Monotribe, einen MS20 Mini, einen Virus – ne Electribe oder ne Elektron Maschine hinstellt.
            Das ist das (Klang-)Potential halt je nach dem früher oder später (oder vielleicht auch niemals) ausgeschöpft.
            Ich wollte das auch nur mal gesagt haben, damit sich niemand unglücklich macht^^

  9. Profilbild
    elektrock  

    Ich denke wenn der Sound schlapp macht wird’s mit nem Delay, Chorus, Reverb,…. auch nicht besser und trockene Audiobeispiele sind echt langweilig.
    Ist halt polarisierend und dieser Synthi trifft komplett meinen schrauber Nerv! Speicherplätze sollten kein K.O. Kriterium sein, wenn dann eher ein fehlendes FX Modul aber der Sequencer und der interval Generator machen das alles wieder wett. Echt ein Leckerbissen dass Teil hier!

    • Profilbild
      TobyB  RED

      Hallo elektrock,

      sehe ich ähnlich. Dennoch beim nächsten Mal gibts Dry/Wet. Ich habe ja bei der FX Auswahl nur einen Tape Delay, Reverb und Ping Pong Delay benutzt. Das eine FX Sektion an der Fusebox fehlt, gehört zum Konzept. Was aber okay ist. AS bringt aber wohl auch für die Fusebox noch Synthblocks, die externe Effekte und Filter sind.

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        Green Dino  

        Natürlich klingt nicht jeder Synth notwendigerweise nach jedem draufgeklatschtem Reverb sofort super-toll, wenn man sich aber ein bisschen Mühe gibt kann man jeden Synthesizer in einer Audiodemo beeindruckend klingen lassen – und das ist auch der Punkt.

        Am sinnvollsten wäre es denke ich erst ein paar trockene Beispiele zu bringen – (ich finde da auch immer Sachen wie Filter Sweeps, Oszillaren durchstimmen etc. sehr hilfreich um mir ein Bild machen zu können – da scheiden sich ja die Geister) – und dann ein paar Demos um zu zeigen was man mit einer Prise FX aus dem jeweiligen Synth rausholen kann.

        Man muss wissen wie ein Synth trocken klingt um ihn einschätzen zu können, da aber sowieso mit Effekten gearbeitet werden wird ist es ebenso wichtig Demos mit Effekten zu haben.

        Ich würde mir ja wünschen, wenn sich das generell bei Amazona bei den Synthtests durchsetzen würde…

        Grüße

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