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Test: Arturia Jupiter-8V Plug-In Synthesizer

18. Juni 2007

Arturia Jupiter-8V

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The Flagship returns

verkündet Arturia auf der eigenen Webseite und das ist nicht untertrieben. Der Roland Jupiter 8 gehörte Anfang der achtziger Jahre zu den populärsten Synthesizer-Boliden. Neben beispielsweise dem Prophet 5 oder dem Oberheim OB tauchte der Jupiter in ein neues Fahrwasser, was den Sound betraf. Sein sehr warmer und breiter Sound und die großartigen Filter machten ihn so beliebt.

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Insgesamt wurden von 1980-1984 rund 2000 Jupiter 8 produziert und von vielen bedeutenden Künstlern gespielt. Da es sich hier um eine Emulation eines analogen Klassikers handelt, bleibe ich bei der weiteren Beschreibung im analogen Sprachgebrauch.

Klangaufbau

Der Jupiter-8V arbeitet mit 1 bzw. 2 Oszillatoren pro Stimme und ist maximal 32-stimmig polyphon, das Original ist lediglich achtstimmig. VCO 1 bietet Triangel, Sägezahn, Pulse und Rechteckschwingungen, VCO 2 liefert statt dem Rechteck einen Rauschgenerator und lässt sich per Schalter in einen „Low Frequency“ Modus schalten und erklingt somit eine Oktave tiefer. Beide VCOs lassen sich über vier Oktaven in der Tonhöhe regeln.

Die Oszillatoren sind synchronisierbar und per Regler stufenlos cross-modulierbar. Die Pulsweitenmodulation kann durch den LFO 1, Hüllkurve 1 oder manuell gesteuert werden. Der zweite LFO liegt als großer weißer Taster links unten neben dem Pitchbend vor und erlaubt per Druck die Modulation der VCOs und VCFs.

Die Intensität ist hier stufenlos über Slider regelbar. Links neben der Tastatur befinden sich weitere interessante Spielhilfen. Hier können VCO 1 und 2 und VCF getrennt voneinander auf den Pitchbendregler geroutet werden. Die Intensität ist regelbar. Ein Hochpassfilter und ein nachgeschaltetes Tiefpassfilter mit 12/24dB Flankensteilheit und regelbarer Resonanz dienen der weiteren Klangformung. Abschließend stehen zwei Hüllkurven zur Auswahl, wobei ENV 2 fest mit den VCAs verbunden ist. ENV 1 ist in der Polarität umkehrbar. Beide Hüllkurven bieten eine Key Follow Schaltung an. Die Filter lassen sich wahlweise auf eine der beiden vorhandenen Hüllkurven schalten.

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Eine Besonderheit ist die Aufteilung der Stimmenressourcen in Split- und Dualsounds. Bei Splitsounds werden die Stimmen auf die untere und auf die obere Splithälfte verteilt. Dualsounds ergeben sich aus zwei unterschiedlichen Patches, die gleichzeitig spielbar sind.

In der Spielart Solo stehen je zwei Oszillatoren zur Verfügung, Unisono benutzt bei monophonem Spiel so viele Stimmen, wie im oberen Menübereich unter Unisono freigegeben werden. Bei mehrstimmigem Spiel werden die Oszillatoren entsprechend verteilt. Dies erlaubt bei Bedarf fette Solosounds. Poly bietet normalen Betrieb mit bis zu 32 Stimmen.

Im Gegensatz zum Original lässt sich die Klangerzeugung um mehrere Oktaven rauf und runter transponieren. Wichtig ist der Panel Mode, denn er schaltet zwischen dem Lower und dem Upper Sound um. Es kann vorkommen, dass man sich im falschen Layer befindet und sich wundert, warum sich ein Sound nicht editieren lässt.

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Arpeggiator

Der Arpeggiator im Jupiter-8V bietet wie beim Original ein Spektrum von vier Oktaven und die Spielrichtungen Up, Down, Up and Down sowie Random. Im Splitmodus wirkt sich der Arpeggiator nur auf die untere Keyboardhälfte aus.

GUI

Die Oberfläche teilt sich in Arturia-typische Elemente auf. Links oben können Sounds nach Kategorien sortiert und gesucht werden. Weiterhin stehen Funktionen zum Speichern eigener Kreationen parat, sowie die Möglichkeit, die Anzahl der maximal erzeugten Stimmen zu begrenzen.
Rechts gibt es zwei Buttons, um zusätzliche Panels für Presets, Modulationen und Effekte einzublenden. Diese Menüs sind bewusst „versteckt“, um die fotorealistische Oberfläche des Jupiter-8V nicht zu stören. Einige Features gibt Arturia dem Jupiter-8V mit auf den Weg, die im Original nicht zu finden sind. Als da wären:

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Die Effektabteilung

Der Original Jupiter besitzt keine Effektesektion. Arturia spendiert einige „Analog“-Effekte, wie Chorus/Flanger, Distortion, Parametrischer EQ, Phaser und Ringmodulation.
Diese Effekte stehen pro Voice zur Verfügung und können zwischen VCO und VCF und zwischen VCF und VCA eingeschliffen werden. Dadurch ergeben sich weitreichende Klangformungsmöglichkeiten.
Bei der Auswahl der Parameter gibt es keine Überraschungen, es lassen sich grundlegende Einstellungen vornehmen.

Zudem gibt es „Digitale“ Effekte, die zweimal pro Patch im Masterweg arbeiten und in Stereo ausgelegt sind. Dies sind Chorus/Flanger, Delay, Reverb und ein Dual Phaser. Die Chorus/Flanger Sektion bringt schöne Färbungen und Schwebungen ins Spiel mit den Parametern Width, Rate, Tune/Delay, Feedback und Spread.

Das Stereo Delay bietet zwei Kanäle, die jeweils dem linken und dem rechten Matsterausgang zugeordnet sind. Über einen Link Taster arbeiten beide Wege mit denselben Einstellungen. Der Sync Taster erlaubt die Anpassung an das Songtempo.

Das Stereo Reverb hat mit Pre Delay, Size, High- und Lowdamping nicht allzu viele Möglichkeiten, dafür aber einen ordentlichen Vintage Sound. Für hochwertige Hallsounds sollte besser ein externes Hall-PlugIn benutzt werden.

Der Stereo Phaser besitzt jeweils vier Wellenformen. Phaser 1 arbeitet links, Phaser zwei rechts. Sie können mittels Dual Mode zusammengekoppelt werden und sind auf Wunsch temposynchronisierbar zum Host Sequenzer.

Der Sequenzer
Dieser ist äußerst flexibel und als Modulationsquelle ausgelegt – er erlaubt das gezielte Steuern bestimmter Parameter eines Sounds. Somit geht er über die meist gängigen Möglichkeiten hinaus. Zunächst kann zwischen Keyboard-Trigger, freiem Lauf oder Start/Stop durch den Host-Sequenzer gewählt werden. Start/Stop-Tasten sowie ein Rate-Regler und ein Sync-Knopf bilden den Anfang. Die Schrittlänge kann bis 32 Steps eingestellt werden, auch triolisch. Mode bestimmt die Laufrichtung, vorwärts, rückwärts, vor- und rückwärts oder Zufall.

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Smooth bringt Glättung zwischen die Noten und Swing lockert den starren Maschinengroove auf. Im Accent Fenster können Attack, Decay und Level der Akzente bestimmt werden. Im Mittelfeld liegt die eigentliche Sequenzermatrix. Links davon befinden sich einige Zeichenobjekte. So können mit dem Stift einzelne Werte gesetzt werden. Mit dem Lineal lassen sich fließende Verläufe kinderleicht malen. Der Radiergummi löscht natürlich. Das nächste Symbol spuckt eine zufällige Reihe aus. Das kann manchmal ganz lustig sein. Die Taste X löscht das komplette Feld. Das ist sehr schön gelöst. Unter den 32 Steps lassen sich Akzent und Glidemarker setzen. Rechts befindet sich der Ausgang des Sequenzers und ermöglicht drei unterschiedlichen Zielen, Opfer des Schrittmachers zu werden. Als Ziele kommen Pitch und Pulsweite von VCO 1 und 2, Highpass Filter Cutoff, Lowpass Filter Cutoff und Resonance sowie VCA in Frage.

Das Galaxymodule

Im Galaxy Modul lassen sich – grob gesagt – verschiedene LFOs ineinander mischen und als neue Modulationsquelle benutzen. 
Man wählt bei den drei LFOs die Wellenform und die Rate und kann in dem Oszillogramm die entsprechenden Schwingungen sehen. Das ist nicht nur hübsch anzuschauen, sondern erlaubt auch den gezielten Einsatz der LFOs in den X- und Y- Koordinaten. LFO 1 ist der X-Koordinate zugeordnet, LFO 2 der Y-Achse. Der dritte Part bestimmt die Achsrotation der beiden LFOs. Rechts befinden sich, wie schon beim Sequenzer, drei mögliche Modulationsziele. Hier stehen wieder Pitch und Pulsweite von VCO 1 und 2, Highpass Filter Cutoff, Lowpass Filter Cutoff, Resonance und VCA zur Verfügung.

Allgemeines

Der Jupiter-8V läuft unter Windows 98/2000/XP als VST und Standalone. Für MAC OSX (10.3 oder höher) stehen AU, RTAS und Standalone zur Auswahl. Die Mindestsystemanforderungen sind für MAC und PC: 1.5GHZ CPU und 512MB Ram.
Die CPU Last ist sehr hoch bei mehrstimmigen Einsatz, leistungsschwache Rechner werden schnell an ihre Grenzen stoßen.
Der Kopierschutz wird über einen Syncrosoft USB Dongle abgewickelt.
Die MIDI Automation erfolgt sehr einfach und meiner Meinung nach gut gelöst über Strg.+Klick (Mac: Apfel+Klick) auf den entsprechenden Parameter.

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Klang

Verschiedene Sound Designer liefern hier eine farbenfrohe Palette an Sounds, die alle Genres abdecken. Über 400 Presets werden mitgeliefert und bieten von Bässen über Pads und zahlreichen Leadsounds auch Drums, FX und akustische Imitationen. Insgesamt sind keine wirklich „aufregenden“ Sounds dabei. Eher Sounds, die von einem Jupiter 8 erwartet werden. Wer selber Hand anlegt, wird schnell feststellen, dass sich aus dem Jupiter-8V viel mehr rausholen lässt. Allein schon mit dem ausgefuchsten Sequenzer und dem Galaxymodul, welche starke Auswirkungen auf den Sound nehmen können. Dank der internen Effekte lassen sich Sounds erzeugen, so zum Beispiel verzerrte Basslines, stark modulierte Flächensounds, Soundeffekte mit viel Hall und Delay etc., die mit dem Original so nicht möglich sind.

Praxis

Arturia hat schon bei anderen Emulationen, wie z.B. dem Moog Modular oder dem Yamaha CS-80 gezeigt, was mit der TAE (True Analog Emulation) machbar ist. Diese eigens entwickelte Technologie sorgt für das spezifische Klangverhalten, was analogen Oszillatoren und Filtern zugrunde liegt und emuliert u.a. die so genannten „Gleichlaufschwankungen“ analoger Synthesizer (Stimmstabilität) – und das ohne hörbares Aliasing. Wellenformen der Geräte werden nicht gesamplet, sondern in Echtzeit errechnet, um wie echte Oszillatoren zu „klingen“, mit all ihren Facetten. Dazu gehörten Stimmungsschwankungen durch Temperatur oder Luftfeuchtigkeit, oder auch den nicht immer präzisen gleichen Klang der Oszillatoren, durch Verzerrungen usw. Tatsächlich klingt Jupiter-8V sehr schön. Sein reicher, warmer und breiter Analogsound ist charakteristisch und „klingt“ wie das Original.

Natürlich kann man nun Vergleiche ziehen zwischen dem Original und der Emulation. Ich sehe die Sache entspannter und freue mich über ein gut klingendes PlugIn, das liebevoll einen Klassiker nachahmt, ohne den Geldbeutel arg zu strapazieren. Wer ein Original Jupiter 8 besitzt, braucht dieses PlugIn wahrscheinlich nicht. Viele Presets erzählen die Geschichte dieses Synthesizers. Beim Durchhören fallen immer wieder Sounds auf, die mich an Songs aus den Achtzigern erinnern, wie z.B. von Ultravox, Alphaville oder Vince Clarke, ebenso wie an spätere Elektrotunes von Underworld, Moby oder Orbital. Ich finde, das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal für den Jupiter 8-V innerhalb einer DAW-Umgebung. Arturias Jupiter 8-V hat Charakter.

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Fazit

Arturia ist eine liebevolle Emulation eines ganz großen Klassikers gelungen. Die eindrucksvolle Oberfläche des Originals, die Klangarchitektur sauber reproduziert und um sinnvolle Details wie den Sequenzer und die Galaxy-Abteilung erweitert, machen den Jupiter-8V zu einer guten Ergänzung des eigenen PlugIn-Parks. Wer gerne selber Hand anlegt und mit klassischer subtraktiver Synthese vertraut ist, wird hier sehr schnell selber Hand anlegen und die Regler bedienen wollen. Da kommen wir zu einem Schwachpunkt. Nach meinem Empfinden ist die Oberfläche teilweise umständlich zu bedienen, da Regler und Schalter sehr eng beieinander liegen. Zum Glück lassen sich sämtliche Parameter automatisieren und über externe Controller steuern.

Theo Bloderer und Curt Nolte haben in ihrem Blue Box Artikel über den Jupiter 8 schon ein wenig über Originale und Plagiate philosophiert. 30 KG analoges Lebendgewicht mit ein paar Algorithmen zu vergleichen ist nicht der richtige Weg. Der Jupiter-8V wird nicht den wirklich identischen Klangcharakter eines Jupiter 8 zu hundert Prozent erreichen. Dafür braucht man für den Jupiter-8V keine Ersatzteile!

Plus

  • Klang sehr nah am Original
  • Menge der Presets
  • Galaxy-Modul
  • Sequenzer

Minus

  • Frickelige Mausbedienung
  • Systembelastung

Preis

  • 99,-- € im Arturia Online-Shop (Stand 2014)
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Klangbeispiele
Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich mag den Sound des Jupiter 8V gern und er bringt etwas vom Roland-Analog-Klang in den Rechner.
    Ärgerlich, aber eigentlich bei Arturia nicht verwunderlich, sind einige vorhandene Bugs. Der nervigste ist, dass das Mastertuning um ca. 12 Cents zu hoch ist – zumindest bei der OSX Version, die ich nutze. Ist das beim PC etwa anders oder warum schreibt das niemand in die Reviews?

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    I used to have a JP8 hardware, sold it 2 years ago and was pretty impressed hearing its signature sound in vsti nowadays… I know I'm getting old ;-)

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich finde man muss auch mitbewerten, dass dieses Plugin überdurchschnittlich CPU-hungrig ist und bei richtig polyphonem Spiel, zB. bei Flächen, fast einen Rechner allein für sich in Anspruch nimmt. Andere vergleichbar gut klingende Plugins können das mit teilweise deutlich weniger CPU-Last. Daher finde ich die Bewertung durchaus gerechtfertigt. Und…ich habe mal einen Jupiter8 nur für eine halbe Stunde gespielt. Das Plugin klingt teilweise schon deutlich anders. Damit meine ich nicht schlecht, aber wenn man schon Werbung mit einer realistischen Emulation macht, dann bitte soll es auch so klingen. Ansonsten: Punktabzug.
    Björn

  4. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ein prima Test, und ein gutes Fazit . Der JP8 ist sicher
    ein gut aussehender weiterer subtraktiver virtueller Synth. Wenn er nicht von Aruria käme, würde er wahrscheinlich wesentlich stärker kritisiert, weist er doch in höheren Lagen noch hörbares Aliasing auf und verbraucht auch viel CPU Power, zum Teil über Gebühr. Wer glaubt mit der schönen Artria GUI auch den Klang des Originals mitzukaufen für knapp 200 Euro , glaubt sicher auch gerne an den Weihnachtsmann ;-) Ich finde übrigens, dass der Arturia einen tollen Einstiegssyntesizer für Anfänger darstellt, die bisher nur auf Presets gebaut haben.

  5. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Ich hab irgendwie den Eindruck die Zeit der VST-Plugs neigt sich dem Ende zu. Irgendwie klingen die Plugs alle gleich. So nen richtigen Unterschied zwischen einer Minimoogemulation und dem hier beschriebenen Jupiter kann ich nicht vernehmen. Klar. Wo soll er auch herkommen. Sägezahn, Rechteck, Sinus und Puls, nen Filter und zwei ADSR-Hüllkurven und ein paar Effekte. Fertig.

  6. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Zur CPU Last des Jupiter-8V gibt es folgende Aussage von Arturia: Die eigentliche TAE Engine des Jupiter-8V dürfte tatsächlich weniger CPU-Last erzeugen als die älteren Arturia Synths, da diese Engine ständig optimiert wird. Ein "einfacher" Jupiter-8V Sound ohne Galaxy, Sequenzer und vor allem ohne Insert-FX verbraucht weniger CPU als z.B. ein Minimoog V.

    Also: Ja, das Plug-In braucht einiges an CPU-Leistung. Das gleiche gilt für alle bisher erschienen Arturia Synths, aber auch für fast alle anderen aktuellen Software-Synthesizer.

    Positive Ausreisser bilden hier (leider) zurzeit die Ausnahme.

    Grüße

    Fr@nk

  7. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Zur klanglichen Nähe zum Original möchte ich folgendes erwähnen:
    Es gibt hier interessanterweise sehr unterschiedliche Aussagen, auch von sehr kompetenter Seite. Die einen attestieren eine deutliche Nähe zum Original, andere weisen auf deutliche Unterschiede hin. Offensichtlich klingen auch die originalen Hardware Synths sehr unterschiedlich.

    Ein recht bekannter Autor hat neulich seinen Test, nach Hörvergleichen mit Arturias Jupiter-8 in Grenoble, komplett umgeschrieben. Demnach klang das Plug-In zwar nicht so wie dessen eigener Synthesizer, war jedoch sehr nah an dem Jupiter-8 vor Ort, nach dem Arturia das Plug-in emuliert hat.

    In der Regel bezieht sich jedoch die Kritik weniger auf den Grundsound, als eher auf Unterschiede in der Crossmodulation.

    Viele Grüße

    Fr@nk

  8. Avatar
    AMAZONA Archiv

    @Piet
    zum Teil hast Du Recht. Es handelt sich in erster Linie um Subraktive Synthese.
    Jedoch hat ein Moog, ein Prophet oder ein Jupiter grundsätzlich
    einen anderen Klangcharakter.
    Zum einen liegt es am Filter, zum anderen an den Modulations-Möglichkeiten.

    Persönlich bin ich von Arturia´s JP8-V sehr überzeugt.
    Für mich mit das beste PlugIn von Arturia (neben dem ARP2600).
    Hatte beide Hardware-Jupiter (JP8 und JP6) schon in meiner Sammlung
    und kann dem Arturia JP8-V eine gute Emulation bescheinigen.
    Auch wenn selbstverständlich das Original doch noch eine andere
    und vor allem eigene Liga ist.
    Ein Jupiter-8 wird immer eine Jupiter8 bleiben, da hilft auch keine Emulation.
    Ebenso beim Matrix-12, der wird immer als Hardware seinen eigenen Charakter haben.
    Auch wenn er vielleicht eines Tages als Software-Emulation erscheint …..

  9. Avatar
    AMAZONA Archiv

    @Piet: Die Zeit der Emulationen in der von Arturia angebotenen Form ist leider noch nicht vorbei.
    @All: Die Testbewertung ist absolut nachvollziehbar, die Bedienung der Arturia-Plug-Ins eine Zumutung.
    Was den Sound betrifft: Ich finde, der JP8 klingt wirklich gut und anders als die anderen Arturia-Emulationen.
    Die Systemlast ist ebenfalls eine Zumutung, das können andere (z. B. U-he) viel besser. @Tomeso: Meinen Prophet-V habe ich gleich wieder verkauft, da das Plug-In unter Mac OS 10.4 und Logic (AU) nicht richtig funktionierte und ständig Overload erzeugte. Schade, dass es für Software kein Rückgaberecht gibt.

  10. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Als Autor des Artikels möchte ich nochmal Stellung beziehen zu der Systemlast des Jupiter-8V. Auf meinem Testrechner, Core2Duo E6600 mit 2GB RAM kann ich mehrere Instanzen des PlugIns bei hoher Polyphonie zu spielen, ohne das ich an die Grenzen der CPU Last stoße. Natürlich erfordert TAE hohe Systemressourcen, aber wenn moderne Software eingesetzt wird, muss die Hardware angemessen sein. Das ist in allen Multimedia-Anwendungen so. Gruß Gerhardt

  11. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Besonders überzeugend fand ich bis jetzt keine der Emulationen von Arturia. Selbst beim Minimoog hat mich der Minimonsta von Gforce mehr überzeugt.
    Beim Jupiter ging es mir ähnlich. Entweder liegt es daran das man einfach analoge Geräte schlecht in eine digitale Domain transferieren kann oder es liegt an dem Unvermögen der Entwickler auch mal neue Wege mit alter Technik zu gehen…

    Diese Analog-Emulationen haben wohl langsam ihren Zenit erreicht. Jetzt wirds langsam mal Zeit mit dem KnowHow Synth für heute zu bauen :)

    Bei den Arturia Emulationen blieb und bleibt zumindest meine Geldböse bis jetzt stecken. Sowohl Soundmässig als auch von den Features und der Bedienung nicht überzeugend für das Jahr 2007.

  12. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Schrott ! \r\nViel zu kleine Knöpfe, bzw. nicht auch heutige 1920x Displays anpassbare Oberfläche, unglaubliche Systemlast und klingt wie aus dem Schuhkarton.\r\nEcht mal Arturia, habt ihr noch Ohren ? Mag sein daß sich das alles im überkomprimierten Schranzgedudel vermischt, aber ich bin gerne bereit Euch ein paar Klangbeispiele meines Jupiter 8 zu schicken. Bei dem Preis sollte man heute neben den Spielereien doch etwas mehr Klang bekommen. Bin sehr aufs Origin gespannt…

  13. Profilbild
    kenanalog

    Ich habe vor einigen Wochen den OP-X PRO-II von Sonic Projects erworben. Interessanterweise emuliert dieser Synth die typischen Jupiter-8 Sounds weitaus überzeugender als der Jupiter 8V, obwohl konzeptionell als Oberheim-Klon ausgelegt. Es gibt sogar eine entsprechende Bank.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Interesannt. Genau das hab ich mir auch gedacht. Der OP-X klingt viel voluminöser. Es sieht wohl so aus als könnten die Schweizer besser Programmieren als die Franzosen

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