Test: Behringer XR18, XR16, Digitalmixer, Teil 2

17. Juli 2015

Die Praxis zählt

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Nachdem wir uns im letzten Teil davon überzeugen konnten, dass der Behringer XR18 ein echter Knaller ist, steht nun die Feuertaufe für das System an, der Liveeinsatz bei einer kleineren Veranstaltung, die gleichzeitig auch noch aufgezeichnet werden soll.

Effekte

Zuerst wollen wir uns aber noch den Effekten widmen, dafür hat im letzten Teil schlicht der Platz gefehlt.

Hier wurde wohl die komplette Palette aus dem X32 übernommen.

Die Halleffekte sind vorwiegend an Lexicon-Geräte angelehnt und klingen recht anständig. Etwas umständlich ist die Programmwahl, so ist z.B. die Lexicon 480L-Emulation fünf Mal vorhanden, jedes Mal mit einer anderen Hallart, direkt umschaltbar sind die Charakteristiken nicht, da muss dann das nächste Programm geladen werden.

diverse Hallgeräte

diverse Hallgeräte

Schön ist, dass zwei Vintage Reverbs mit emuliert wurden, die sich am EMT 250 und dem Quantec QRS orientieren, gelungene und für meinen Geschmack gut einsetzbare Varianten. Auch die typischen 80er Jahre Variationen Gated Reverb und Reverse Reverb sind vorhanden. Klingt witzig, funktioniert, wer’s braucht.

Es folgen diverse Delay-Effekte, die allesamt wirklich gut klingen. Für live vielleicht ein bisschen viel Einstellmöglichkeiten, da reicht mir oft ein schlichtes Monodelay mit Tap-Button. Den bieten leider die Delays in der iPad App nicht, seltsam, auf dem Mac geht’s.

Delays und Modulationseffekte

Delays und Modulationseffekte

Es gibt aber noch das Modulation Delay, dem ein einfacher Hall nachgehängt ist, das hat den Tap-Button auch in der App, na also!

Damit wären wir bei den Dualeffekten, die je zwei Effektblöcke aus den Bereichen Hall, Echo und Modulation anbieten. Hier wurden wieder vorwiegend Programme aus dem PCM70 verwendet.

Auch die typischen Modulationseffekte sind vorhanden, klingen ordentlich, dürften aber eher als Insert-Effekte zum Einsatz kommen.

Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Gut vorbereitet, Armin

    Die Lösung erscheint mir innovativ, der grösste Schwachpunkt erscheint mir das WLAN Modul, nur 2,4 GHz, ohnehin überall knackevoll und kein WPA2. Da haben sie nicht ganz zu Ende gedacht. Auch die gleichzeitige Verwendung von LAN und WLAN ist ja eigentlich kein Hexenwerk

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ich sehe das so, als Bandmixer an der Bühne dürfte der Router ausreichen.
      Wer aus dem Saal mixen will wird sich optional einen externen Router besorgen, da ist dann auch LAN und WLAN gleichzeitig möglich.

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    vssmnn  

    Danke für den Praxistest.
    Konntest Du auch die Android App testen, z.B. auf einem Galaxy Tab etc?

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    Papastone

    Wollen uns dieses Teil zulegen. Wie funktioniert das mit den Monitorwegen? Kann jeder Musiker sich seinen Sound abmischen?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ja, jeder Musiker kann auf seinen Monitorweg per Tablet oder Smartphone zugreifen (auf die anderen natürlich auch, wenn man bösartige Kumpels in der Band hat).
      Oder gleich die Behringer Hardware Alternative P-16M über Ultranet nutzen.

  4. Profilbild
    hghannam

    Frage an die Gruppe: Haben XR18, XR16 und XR12 die gleichen features (nur weniger Kanäle?) finde keinen sinnvollen vergleich im Netz der mir das eindeutig beantwortet. Habe irgendwo gelesen, dass der XR12 kein eingebautes Audio Interface hat.

    Überlege, das XR12 für meine paar analogen synths zu nutzen – da würde der XR12 reichen – und die in die DAW zu „übernehmen“.

    Funktioniert bei Effekten und beim Mischen eine externe Midi gesteuerte Automation die ich mit aufzeichnen kann?

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