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Test: Behringer XR18, XR16, Digitalmixer, Teil 2

Das trifft auch auf die verschiedenen EQ- und Compressor-Emulationen klassischer Vintage-Geräte zu, die durchaus ansprechend funktionieren.

Vintage Gear

Vintage Gear

Dito der De-Esser und die beiden Pitch-Geräte.

Den Mantel des Schweigens decke ich lieber über die Palette der Psychoakustik-Prozessoren, die verschlimmbessern in den meisten Fällen schon im Original, da kann ich auch mit den Nachbildungen wenig anfangen. Etwas außen vor lassen möchte ich bei dieser Bewertung die SPL-Prozessoren, die in der Regel durchaus in der Lage sind, einen diffizilen Job zu erledigen.

Durchaus brauchbar ist auch wieder der Combinator, ein Behringer-eigener Multiband-Compressor, der in der Summe schwachbrüstige PAs auffrischen kann. Auch der Precision Limiter kann sicher das eine oder andere Mal gute Dienste leisten.

Auch die letzten zwei Effekte dürften nur in den Inserts zum Einsatz kommen, Guitar Amp versteht sich von selbst, Tube Stage kann ich mir gut auf Basskanälen oder zum Andicken der Bassdrum vorstellen.

Röhren und Psychospielchen

Röhren und Psychospielchen

Die Anzahl der Effekte ist beinahe überwältigend, vorwiegend dürften jedoch die Hall- und Delay-Programme Anwendung finden, die allesamt gut einsetzbar sind. Auch das restliche Angebot ist sehr ansprechend, dürfte aber in den meisten Fällen aus Gründen der Resourcen nur selten Anwendung finden. Für einen üblichen Livejob nutze ich in der Regel 2x Hall, 1x Delay, da bleibt dann noch ein Slot für Inserteffekte offen. Da packe ich dann noch irgendwas in die Summe oder ich habe 2x Kanalinsert zur Verfügung, die aber mit demselben Effekt belegt werden müssen, da Monoversionen nicht vorliegen.

Das soll aber keine Abwertung sein, im Gegenteil, ich finde es sehr anständig von Behringer, hier kein abgespecktes oder in der Anzahl eingeschränktes Portfolio zu bieten. Dass manche Effekte oder Emulationen eher selten eingesetzt werden, was soll’s, irgendwann braucht man sie vielleicht doch und dann sind sie da.

Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Gut vorbereitet, Armin

    Die Lösung erscheint mir innovativ, der grösste Schwachpunkt erscheint mir das WLAN Modul, nur 2,4 GHz, ohnehin überall knackevoll und kein WPA2. Da haben sie nicht ganz zu Ende gedacht. Auch die gleichzeitige Verwendung von LAN und WLAN ist ja eigentlich kein Hexenwerk

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ich sehe das so, als Bandmixer an der Bühne dürfte der Router ausreichen.
      Wer aus dem Saal mixen will wird sich optional einen externen Router besorgen, da ist dann auch LAN und WLAN gleichzeitig möglich.

  2. Profilbild
    vssmnn  

    Danke für den Praxistest.
    Konntest Du auch die Android App testen, z.B. auf einem Galaxy Tab etc?

  3. Profilbild
    Papastone

    Wollen uns dieses Teil zulegen. Wie funktioniert das mit den Monitorwegen? Kann jeder Musiker sich seinen Sound abmischen?

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Ja, jeder Musiker kann auf seinen Monitorweg per Tablet oder Smartphone zugreifen (auf die anderen natürlich auch, wenn man bösartige Kumpels in der Band hat).
      Oder gleich die Behringer Hardware Alternative P-16M über Ultranet nutzen.

  4. Profilbild
    hghannam

    Frage an die Gruppe: Haben XR18, XR16 und XR12 die gleichen features (nur weniger Kanäle?) finde keinen sinnvollen vergleich im Netz der mir das eindeutig beantwortet. Habe irgendwo gelesen, dass der XR12 kein eingebautes Audio Interface hat.

    Überlege, das XR12 für meine paar analogen synths zu nutzen – da würde der XR12 reichen – und die in die DAW zu „übernehmen“.

    Funktioniert bei Effekten und beim Mischen eine externe Midi gesteuerte Automation die ich mit aufzeichnen kann?

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