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Test: Bettermaker Mastering Limiter, Limiter

21. September 2018

Edel-Limiter aus Polen

bettermaker mastering limiter

Obwohl euer bayerischer Testonkel allgemein gut informiert ist über den ganzen Technikkram, der da so auf uns arme Audioschweinchen regelmäßig niederrieselt, habe ich beim Namen „Bettermaker Mastering Limiter“ doch erstmal ungläubig gegrunzt: Better…. wer?? Flugs dann ins Internettchen und recherchiert: Eine junge Firma aus Warschau, Polen. Der zweite Grunzer, denn das Land Polen habe ich bislang nicht unbedingt in Verbindung mit teurer Audiotechnik gebracht. Eher mit schönen Frauen, gutem Wodka und einfallsreichen Improvisatoren für alles mögliche. Dann wollen wir doch mal sehen, wie es denn ausschaut mit so einem „Bessermachen“ oder besser gesagt dem Bettermaker Mastering Limiter.

Das Logo des Bettermaker Mastering Limiter

Als ich den Bettermaker Mastering Limiter aus seinem Karton zog, zog sich in gleichem Maße ein breites Grinsen über mein Gesicht. Erstens sieht das Gerät umwerfend eigenständig aus und zweitens ist das Firmenlogo echt ein humorvoller Hingucker.

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Die Frontpartie wird von zwei mächtigen Encodern dominiert, die mit einem schönen Widerstand laufen und selbst massivsten Butterfingern gewachsen sein dürften. Rechts finden wir noch zwei weitere, aber wesentlich kleinere Encoder, diese aber mit einer Druckfunktion. In der Mitte prangt ein sehr großzügig bemessenes Touchdisplay, ganz links ist ein edel wirkender Hauptschalter und ein kleiner Bypass-Taster zu finden.

Bettermaker Mastering Limiter 014

Auf der Rückseite des Bettermaker Mastering Limiter finden wir vier Neutrik XLR-Anschlüsse für die analogen Ein- und Ausgänge, eine USB-Buchse zum Anschluss an Mac oder PC, plus den obligatorischen Netzanschluss. Unübersehbar: Die Aufschrift „Made in Poland“.

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Was kann der Bettermaker Mastering Limiter

Der Bettermaker Mastering Limiter ist ein analoger Signalprozessor mit digitaler Steuerung und Speichermöglichkeit. Das ist natürlich mit ein Grund, weshalb das Gerät so richtig schön Asche kostet, denn die Umsetzung der digitalen Einstellungen auf die analogen Bauteile erfordert schon einen ordentlichen Aufwand.

In erster Linie ist er ein Limiter, der ein Audiosignal ab einem bestimmten Schwellwert (Threshold) begrenzt. Während das bei einem einzelnen Signal noch recht unproblematisch geht, ist dies beim Mastering ein nicht zu unterschätzender Problembrocken: Ein Summensignal mit seinem komplexen Pegelverhalten ist nicht mehr so leicht zu zähmen und es kann grauslig klingen, stellt man hier eine unpassende Limitierung ein oder hat einfach nicht das passende Gerät, das mit einem Summensignal umgehen kann. Und genau dieses Spezialgebiet „Limitierung“ beackert der Bettermaker Mastering Limiter. 

Nur fragt man sich halt schon: Für diese eine Funktion satte 2.700,- Euro löhnen? Den hohen Preis versüßt das Gerät aber mit einer wirklich ordentlichen Auswahl an zusätzlichen Funktionen, die ich einmal alle fotografiert und benannt habe:

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Unten seht ihr den Bildschirm für die Limiterfunktion

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Der eingebaute Spectrum Analyzer

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Hier der Korrelationsgradmesser

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Die Anzeige um die Lautheit optisch darzustellen

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Ein gleichzeitiges Messen von Peak und VU-PegelBettermaker Mastering Limiter 006

„Colour“-Funktion (Obertongenerator): Vier verschiedene Aussteuerungsanzeigen sind möglich und witzig dabei: Eine davon simuliert sogar ein leicht verkratztes Plastik-Display. Da hatte jemand Humor und Spaß beim Entwickeln der virtuellen Anzeigen, die von Input auf Output umgeschaltet werden können.

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Bettermaker Mastering Limiter 008Auch ein Customizing der Anzeige ist möglich:

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Zu den oben gezeigten Sonderfunktionen ist anzumerken, dass diese mit dem gleichen Sachverstand programmiert sind wie die Limiterfunktion. Die Reaktionszeiten der Anzeigen sind sehr flüssig und ohne Ruckeln, alles wirkt „analog“. Da haben sich die Bettermaker Leute wirklich Mühe gegeben und nicht nur einen lieblos zusammengestrickten Haufen Zusatzfunktionen für werbewirksame Zwecke auf den Chip gebrannt, das ist alles echtes Audiowerkzeug.

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