Sound/Praxis
Schalten wir den Blackheart ein, wird bereits nach den ersten Akkorden das Einsatzgebiet des Amps mehr als ersichtlich: Hier haben wir es zweifellos mit einem reinrassigen Crunchmaster zu tun, dessen Stärken in der leicht angezerrten, hochdynamischen Wiedergabe von Chords und Lines liegen.
Tonale Strukturen, die nach einem ordentlichen Happen Gain verlangen, kann man bei diesem Puristen getrost vergessen, es sein denn, man wartet mit zusätzlichen Overdrive-Pedalen auf, die der Vorstufe die nötige Portion Input bescheren und so den Zerrgrad erhöhen.
Im Gegenzug wird man jedoch mit einer Fusion von Clean und Crunchsounds der höchsten Güte entlohnt. Durchsetzbarkeit und Intensität des Sounds bewegen sich auf einem Niveau, das man sonst nur in deutlich hochpreisigeren Bereichen findet!
Der Amp zeigt eine sehr schöne Interaktion mit dem Volumeregler der Gitarre, welche, einen nicht zu Output-starken Pickup voraus gesetzt, sich tatsächlich von leichtem Crunch bis zu echtem Clean nahtlos herunter regeln lässt.
Bei der Triodenschaltung tritt der Amp noch relativ zahm in Sachen Attack und Ansprechzeit auf. Das Signal ist recht stark verdichtet und vergleichsweise höhenarm. Dafür hält sich die Endlautstärke in moderaten Grenzen, und man kann recht früh die Endstufe in die Sättigung fahren.
Im Pentodenbetrieb ändert sich das Klangverhalten radikal. Obwohl die Umschaltung von 7 auf 15 Watt nur eine Zunahmen der Lautstärke von knapp 20% darstellt, ist die gefühlte Lautstärke um ein Vielfaches höher, nicht zu vergleichen mit einem A/B-Vergleich eines 50 Watt/100 Watt Vollröhrenheads, der sich primär im Hub und in der allgemeinen Volumenwiedergabe statt in einer Lautstärkenzunahme unterscheidet!
Eine Warnung noch: Der Blackheart handsome devil ist sehr direkt und ehrlich, d.h. jede Unsauberkeit oder Belanglosigkeit im Spiel wird dem Konsumenten gnadenlos vor Augen geführt, was viele Hard´n Heavy-Gain-Freaks enttäuschen könnte, bzw. sicher wird. Umso mehr werden Blueser an diesem Amp ihre wahre puristische Freude haben!
Die Rechnung am Anfang stimmt nicht. Wenn eine Verzehnfachung der Leistung einer Verdopplung der Lautstärke entspricht, bedeutet der Sprung von 1W auf 100W eine Vervierfachung (2^2) der Lautstärke. Mal davon abgesehen, dass das nur eine sehr grobe Daumenregel ist……
@Kenny Hallo Kenny,
auf die Gefahr mich als mathematische Wurst zu entpuppen, eine Verzehnfachung von 1 ist 10, eine weitere Verzehnfachung von 10 ist 100.
Warum sollte ich jetzt den Wert vervierfacht haben?
Mathematiker aller Länder, helft mir! ;-)
Viele Grüße
Axel
@Axel Ritt Gehen wir mal von einer „Lautstärkevariable“ a für 1 W aus:
Schritt 1: Verdoppelung (10 W) => 2 * a
Schritt 2: Verdoppelung (100 W) => 2 * (2 * a) = 4 * a
@Axel Ritt Hallo Axel,
Du hast die Leistung zweimal verzehnfacht, nach Deiner Daumenregel wird dabei die Lautstärke eben zweimal verdoppelt, und das ist dann das Vierfache der Ausgangslautstärke. Max hat das schön anschaulich erläutert.
Gruß
Kenny
@kenny: das ist falsch!
rechne selber nach…
eine verdopplung der leistung bringt +3db an dem lautsprecher.
bei +6db spricht man von einer verdopplung des schalldrucks und bei ca. +10 db wird subjektiv eine verdopplung der lautstärke wahrgenommen…
gehen wir jetzt von nem durchschnittlichen hifi-LS mit nem mittleren wirkungsgrad von 92db 2,83v/1m aus, so erhöht sich dessen lautstärke bei 2 watt auf 95db, bei 4 auf 98, bei 8 auf 101, bei 16 auf 104, bei 32 auf 107, bei 64 auf 110 und bei 128w auf 113 db. (bei 100w dürften es also ca. 112 db sein) also zweimal +10db, was zwei lautstärke verdopplungen bedeutet.
100 watt sind eine verhundertfachung oder eben zwei versehnfachungen, der ausgangsleistung von 1 watt.
hoffe das war verständlich…
@synaesthesia @synaesthessia????>>
Und was soll jetzt falsch sein? Du bestätigst doch kennys Aussage
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2 Verdopplungen ergeben 1 Vervierfachung!