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Test: Cherry Audio Elka-X, Synthex Pług-in Software-Synthesizer

Der Elka Synthex aus dem Computer

23. November 2022

Die Geschichte lehrt uns, dass es nicht immer unbedingt der Klang war, der bestimmte, ob ein Synthesizer ein Erfolg wurde oder eben auch nicht. Manchmal waren es die Begleitumstände zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Gerade die frühen 1980er-Jahre hätten noch einmal wirtschaftlich lukrativ sein können für die Hersteller der nun angesagten analogen Polysynths. Hätten – denn wie wir wissen machte der japanische Hersteller Yamaha mit der Vorstellung des digitalen DX7 der Konkurrenz einen Strich durch die Rechnung. So blieb leider auch der vielversprechende Elka Synthex von Mario Maggi deutlich hinter dem Erfolg eines Jupiter-8, Prophet-5 oder Oberheim OB-X zurück. Vielleicht ist seinem Sound jedoch ein spätes Glück beschert, denn es gibt den Synthex-Sound immer noch als Software. Im Test heute: Cherry Audio Elka-X.

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Mario Maggi: Vater des Synthex

Mario Maggi beschäftigte sich bereits früh mit Elektronik und baute bereits als 17-Jähriger Effektgeräte für Gitarristen. Sein erster kommerzieller Synthesizer war der MCS70, der nicht nur über drei Oszillatoren mit linearer FM- und AM-Schaltung verfügte, sondern vor allem über die Möglichkeit, Sounds zu speichern. Wie es immer so ist: Mario kannte jemanden, der jemanden kannte und landete so in Paris bei keinem Geringeren als Synthesizer-Papst Jean-Michel Jarre. Dieser war sofort vom MCS70 begeistert und wollte nicht nur diesen kaufen, sondern wünschte sich gleich auch noch ein polyphones Exemplar. Mario Maggi setzte daraufhin alles daran, einen polyphonen Synthesizer zu entwickeln, der es mit den ersten erfolgreichen polyphonen Exemplare der späten 1970er-Jahre aufnehmen können sollte. Die Idee zum Synthex war geboren. Bewaffnet mit einem Prototypen suchte Mario Maggi nach einem Hersteller, denn für die beabsichtigten großen Stückzahlen hätte seine eigene Produktionsstätte für den MCS70 nicht ausgereicht. Nach mehreren Absagen landete er schließlich beim Orgelhersteller Elka.

Elka

Der Orgelhersteller Elka aus dem italienischen Castelfirdado wurde im Jahr 1965 von Mario und Piero Crucianelli gegründet. Die Familie war im Instrumentenbau nicht ganz unbedarft, denn sie befasste sich seit fast 80 Jahren mit dem Akkordeonbau. Nun sollten es also Orgeln sein, denn Firmen wie Vox oder Farfisa zeigten, dass es einen Markt für Transistororgeln gibt. Das erste Modell hörte auf den schönen namen „Capri“ und war auch in Italien recht erfolgreich. In den Folgejahren sollten Elka mit einigen ihrer Orgeln, darunter vor allem die transportable Elka X-705, Erfolge feiern. Der wohl berühmteste Nutzer dieser Orgel war Jean-Michel Jarre. Bei Alleinunterhaltern war die Elka X-30 sehr beliebt. Doch auch analoge Synthesizer und String-Machines gehörten zum Portfolio von Elka. So war es nicht verwunderlich, dass Mario Maggi mit seinem Synthex Prototypen auf offene Ohren stieß und es zu einer Zusammenarbeit kam.

Misserfolg?

Laut Mario Maggi wurden 1850 Elka Synthex gebaut. Er möchte das nicht als Misserfolg bezeichnen, erzählt er Peter Grandl im AMAZONA.de nterview. Dennoch blieb der Erfolg deutlich hinter dem zurück, was man eigentlich hinsichtlich der Möglichkeiten des Synthex hätte erwarten können, denn dieser war keinesfalls schlechter als ein Roland Jupiter-8 oder Oberheim OB-X. Ganz im Gegenteil. Der Synthesizer kam einfach schlicht zwei bis drei Jahre zu spät, um zu einem Verkaufsschlager zu werden. Die Vorstellung des Yamaha DX7 hat die analoge Synthesizer-Welt mit einem Schlag zum Stillstand gebracht. Und dann war da noch diese neue Schnittstelle, von der jeder sprach: MIDI. Zwar hat man dem Elka Synthex im Nachhinein noch MIDI verpasst, doch war die Implementation rudimentär und kam zu spät.

Ein anderer Grund, der häufig für den ausbleibenden Erfolg genannt wird, meines Erachtens aber eher untergeordnete Bedeutung hat, ist der Ruf von Elka als Orgelhersteller. Elka hatte durchaus einige interessante Synthesizer im Programm, die jedoch international und vor allem auf dem US-Markt kaum verbreitet waren, sich in Italien aber großer Beliebtheit erfreuten. Darunter der Elka Solist 505, ein monofoner Preset-Synth, der später auch in der Elka X-705 Orgel integriert wurde, die wiederum von Jean-Michel Jarre genutzt wurde. Oder die Rhapsody 490 und 610, die von Klaus Schulze, Ultravox, Tangerine Dream, Jean-Michel Jarre oder Supertramp zu hören war. Nun also der Elka Synthex als polyphoner Analogsynthesizer, der wiederum neben Jean-Michel Jarre auch von Größen wie Stevie Wonder, Rick Wakeman oder Keith Emerson gespielt wurde. Wer kennt nicht die berühmte Laser Harp Performance von Jean-Michel Jarre, deren Sound von einem Elka Synthex erzeugt wurde? Elka haben selbstverständlich mit diesen Musikern geworben und vielen Musikern meiner Generation sind die Anzeigen in Fachmagazinen bestimmt noch im Gedächtnis.

ELKA Werbe-Einschaltung (Soundcheck, Juni 1987)

Und dennoch: Es war der Roland Jupiter-8, der den Siegeszug um die Welt antrat. Doch je nach Quelle sind auch seine Verkaufszahlen nicht berauschend: 3300 Stück sollen produziert worden sein. Zum Vergleich: Über 160.000 produzierte Yamaha DX7 (das Urmodell) sprechen einen deutliche Sprache. Der Prophet-5 verkaufte sich rund 6000 Mal. Lediglich der Roland Juno-106 konnte mit rund 40.000 verkauften Exemplaren überhaupt in eine Region vorstoßen, die sich sehen lassen konnte. Misst man die Verkaufszahlen des Elka Synthex daran, muss man von einem wirtschaftlichen Misserfolg sprechen. Nimmt man hingegen den Roland Jupiter-8 als Maßstab, waren 1850 verkaufte Einheiten für einen italienischen Hersteller wie Elka eine beachtliche Zahl.

Cherry Audio Elka-X: Synthex Wiedergeburt

Neben verschiedenen Versuchen, den Synthex als Hardware wiederzubeleben, sind es vor allem Software-Reinkarnationen, die für die moderne Musikproduktionen interessant sind. Einige Versuche dazu gab es bereits: Zum Beispiel XILS-lab Syn’X 2, UVI Synthox 1.5 und nun der Cherry Audio ELKA-X. Die Benutzeroberfläche orientiert sich deutlich am Original und ergänzt dieses, wo nötig um moderne Features. Da der Elka Synthex Synthesizer für sein vorbildliches Layout berühmt war, ist das sicherlich nicht die schlechteste Wahl, denn die Struktur des Synthesizers erklärt sich fast von selbst.cherry-audio-elka-x-software-synthesizer

Cherry Audio Elka-X bildet die Struktur mit zwei Oszillatoren plus Noise für je den Upper-Sound sowie den Lower-Sound nach. Beim Elka Synthex konnten nämlich zwei Patches gleichzeitig als Layer oder in einem Split-Modus gespielt werden. Elka-X erlaubt es, den Synth unabhängig vom genutzten Keyboard-Modus mit 16 Stimmen zu spielen.

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Jeder Layer (Upper + Lower) besitzt einen eigenen LFO, außerdem gibt es einen zweiten, globalen LFO für beide Layer gemeinsam. Nach einem Mischer geht es in die VCF-Sektion, gesteuert von einer Filter-Hüllkurve, dann in die VCA-Sektion, gesteuert von einer VCA-Hüllkurve. Natürlich alles wieder separat für den Lower- und Upper-Sound. Hinter dem Layer-Volume wird das Signal abgezweigt und auf die Effektsektion geführt. Hier stehen Chorus, Echo und Reverb zur Verfügung (getrennt für Upper- und Lower-Part). Das Direktsignal wird gepannt und mit dem Effektsignal gemischt. Das so entstehende Stereosignal wird nun über den Master-Volume-Regler auf die DAW geführt.

Oszillatoren & Noise

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Die beiden Oszillatoren des Cherry Audio Elka-X

Die beiden Oszillatoren verfügen jeweils über fünf Fußlagen (16’, 8’, 4’, 2’,1’), einem Transpose-Regler (12 Halbtonschritte) und einem Tune-Regler für die Feineinstellung. Für die Auswahl der Schwingungsform stehen Sägezahn, Dreieck, Rechteck und variabler Puls. Möglich ist außerdem eine PWM-Crossmodulation mit dem jeweils anderen Oszillator sowie Ring Modulation. Beim Noise-Generator kann zwischen Off, White und Pink Noise gewählt sowie die Lautstärke geregelt werden.

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Auch ein Noise-Generator darf nicht fehlen

Das Multimode-Filter des Elka-X

Die damals populären CEM3320 Filter-Chips wurden vom Synthex als Multimode-Filter implementiert, sodass neben der üblichen 24 dB/Oktave Lowpass-Filterung auch verschiedene Bandpässe sowie ein Highpass-Filter möglich wurden. Fünf Filter-Modes stehen zur Auswahl: LP 1 (24 dB/Okt), LP2 (12 dB/Okt), BP1 (6 dB/Okt), BP2 (12 dB/Okt), HP (12 dB/Okt), außerdem Envelope Invert zur Polaritätsumkehr der Filterhüllkurve.

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Multimode-Filter

Die Filterhüllkurve selbst besteht aus fünf Reglern für Attack, Decay, Sustain, Release und Velocity. Gleiches gilt für die Verstärkerhüllkurve.

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Zwei Hüllkurven stehen zur Verfügung

Glide & Portamento

Glide und Portamento sorgen für die üblichen Effekte, wie wir sie von unzähligen Synth Solo-Sounds her kennen. Es kann immer entweder Glide oder Portamento genutzt werden. Der gewählte Effekt wird entweder dem Oszillator 1, Oszillator 2 oder beiden zusammen zugeordnet. Eingestellt werden können außerdem die Geschwindigkeit des Effekts sowie die Anzahl der Halbtonschritte.

LFO 1

LFO 1 wartet mit einige Raffinessen auf: Neben üblichen Funktionen wie Frequenz, Delay, Sync oder der Auswahl der Schwingungsform (Dreieck, Sägezahn, Ramp, Bipolar Square; neu: Unipolar Square, Random) lassen sich zwei verschiedene Modulationsziele bestimmen und der Modulationsanteil dieser Ziele getrennt voneinander regeln. Als Ziele für Depth A stehen Oszillator 1 und 2 Pitch sowie Oszillator 1 und 2 Pulsbreitenmodulation zur Auswahl. Die Ziele von Depth B können Filter Cutoff, Amplitudenmodulation und Sequencer-Rate sein. Letzteres Modulationsziel besaß der Synthex nicht.

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LFO 1

LFO 2

Der LFO 2 produziert immer eine Dreieck-Schwingungsform und kann damit die Oszillator-Tonhöhe und den Filter-Cutoff modulieren. Wie bei LFO 1 gibt es einen Sync-Schalter zur Synchronisation zum DAW-Tempo. Die Modulationsstärke durch den Pitchbender oder das Modulationsrad wird ebenfalls hier festgelegt.

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LFO 2

Arpeggiator

Der Arpeggiator erzeugt einfache Up-, Down-, Up & Down-Patterns sowie Zufallsmuster, die sich über bis zu vier Oktaven erstrecken können. Eine Sync-Funktion sorgt für den Gleichschritt mit der DAW, natürlich darf auch eine Hold-Funktion zum Weiterspielen des Arpeggios auch nach dem Loslassen der Tasten nicht fehlen.

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Auf und nieder: Der Arpeggiator

Die Effekte des Elka-X

Drei Effekte stehen zur Auswahl: Chorus, Echo und Reverb. Es gibt drei Chorus-Effekte, drei Echo-Algorithmen (Digital-Delay, Tape und Ping-Pong) und vier Hall-Algorithmen (Room, Plate, Hall, Galactic). Die Effektqualität ist gut. Highend-Hall sollte man zwar nicht erwarten, doch dieser würde wohl auch kaum zum Instrument passen. Wer besseren Hall möchte, greift zum Plug-in aus der DAW.

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Eine Effektsektion peppt die Sounds weiter auf

Step-Sequencer

Während das Original auch einen sehr einfachen Realtime-Sequencer besaß, hat man dem Elka-X nur einen Step-Sequencer spendiert. Alles andere wäre auch Quatsch, da das Plug-in ohnehin in der DAW läuft und somit dort jederzeit in Echtzeit die MIDI-Signale aufgezeichnet werden können. Der Step-Sequencer verfügt über 128 Schritte und kann entweder dem Lower- oder dem Upper-Part zugeordnet werden. Bis zu vier Sequenzen können eingespielt, transponiert und als Loop wiedergegeben werden.

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Der Step-Sequencer

MIDI-Mapping

Wie es sich für ein modernes Plug-in gehört, lassen sich alle Parameter auf MIDI-Befehle mappen. Dabei stehen eigentlich alle MIDI-Befehle zur Verfügung wie Note, CC, MMC oder Pressure. Auch das Zuweisen zu Tasten der Computer-Tastatur ist möglich, sodass man dieses zum Beispiel als einfaches Keyboard nutzen kann.

Praxis

Die Installation ist denkbar einfach. Für den Kauf im Cherry Audio Store wird ein Account angelegt, in dem die Software und die Lizenz nach dem Kauf hinterlegt werden. Nach dem Download und der Installations der kleinen Plug-in-Datei startet man das Plug-in (oder die Standalone-Version). Das Plug-in verlangt dann einmal die Login-Daten des Cherry Audio Accounts und lädt im Anschluss weitere Dateien nach. Nun ist die Installation abgeschlossen und das Plug-in kann genutzt werden. Dieser Vorgang ist einmalig durchzuführen. Im Testzeitraum wurde ich nicht wieder nach den Daten gefragt. Updates können aus dem Plug-in heraus durchgeführt werden.

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Test in Logic Pro

Getestet habe ich die AU-Version (VST2/3, AAX und Standalone-Varianten gibt es ebenfalls) in Logic Pro. Wie erwähnt, ist die Plug-in-Oberfläche sehr nah am Original gehalten und man findet sich dank dessen einfacher Struktur sofort zurecht. Ein Benutzerhandbuch oder die sehr gut gemachte Online-Hilfe lassen sich über einen Button im Plug-in aufrufen und öffnen sich im Browser. Viel nachlesen musste ich allerdings nicht. Zuerst habe ich mich der vielen Presets gewidmet und sofort hörte ich die 80er. Manche Presets erzeugen dank des Sequencers und Arpeggiators gleich ganze Soundscapes. Der Synth klingt insbesondere auch im Bassbereich schön druckvoll. Er deckt eigentlich alle Instrumentengruppen ab: druckvolle Bässe, schöne Lead-Sounds, Flächen, Chöre, Synth-Brass, Bells. Es hat mich kein Sound enttäuscht.

Wie authentisch klingt es?

Und wieder stellt sich die Frage: Klingt der Cherry Audio Elka-X wie ein Elka Synthex? Ja und nein. Wenn wir uns von der Vorstellung verabschieden, dass analoge Hardware 1:1 in die digitale Welt transferiert werden kann, ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. Ein analoger Synth ist wie eine Akustik- oder E-Gitarre. Zwei augenscheinlich identische Modelle desselben Herstellers werden unterschiedlich klingen. Bei einer Akustikgitarre ist es zwar vielleicht die gleiche Holzart, aber eben nicht das identische Stück Holz. Aufgrund von Handarbeit gibt es vielleicht minimale Unterschiede, die sich auf den Klang auswirken. Gleiches gilt für die E-Gitarre. Selbst Serienmodelle unterscheiden sich leicht im Klang und im Feeling, das sie beim Spielen verbreiten. Gitarristen werden das bestätigen können. So ist es auch bei analogen Synthesizern.

Klingen immer verschieden, selbst wenn es sich um das gleiche Modell handelt: analoge Synthesizer

Verschiedene Revisionen, Bauteiltoleranzen, verschiedene Lagerungszustände, Alterungserscheinungen und mehr sind Gründe dafür, warum zwei analoge Synthesizer derselben Serie nicht unbedingt gleich klingen. Auch Studiotechniker kennen das Problem, denn es ist typisch für die analoge Welt. Die digitale Welt funktioniert anders: Eine 1 ist eine 1 und eine 0 ist eine 0. Da gibt es keine Diskussionen. Der Cherry Audio Elka-X liefert auf allen Systemen ein exakt identisches Ausgangssignal an das angeschlossene Audiointerface. Unterschiede im Klang können deshalb nur durch das Interface, die angeschlossenen Abhörmonitore oder die sie umgebende Akustik bedingt sein, niemals durch das Instrument selbst. Der Synthesizer wird heute genauso klingen wie morgen und auch Temperaturunterschiede oder die Betriebsdauer werden daran nichts ändern.

Verabschiedet man sich also von der Vorstellung, dass es jemals eine perfekte digitale Kopie eines analogen Synthesizers geben wird, muss man dem Cherry Audio Elka-X Bestnoten bescheinigen, denn der Wiedererkennungswert ist hoch und der Sound exakt so, wie ich ihn von einem Synthesizer der frühen 80er-Jahre erwarte. Wer nun aber seinen Elka Synthex entstaubt und zum Direktvergleich ausholt, wird eine Enttäuschung erleben. Zumindest dann, wenn man sich auf den Sound des Elka Synthex, wie er dort steht, eingeschossen hat. Aber warum sollte ich das überhaupt tun? Besitzer eines Elka Synthex dürfen beglückwünscht werden (solange keine Reparatur notwendig wird). Sie haben vielleicht das Instrument ihrer Träume, benötigen aber auch den Cherry Audio Elka-X nicht.

Möchtest du aber den Sound im Stil der 80er und im Stile eines Elka Synthex, gepaart mit modernen Features, die das Original nicht zu bieten hat und den doch mittlerweile recht angestaubten 40 Jahre alten Sound etwas aufpeppen und in einer modernen Musikproduktionsumgebung zugänglich machen, dann bist du beim Cherry Audio Elka-X (oder einer anderen Emulation) genau richtig und wirst meines Erachtens nicht enttäuscht.

Cherry Audio Elka-X Klangbeispiele

Die folgenden Klangbeispiele zeigen einige der sehr guten Preset-Sounds des Cherry Audio Elka-X. Sie wurden in Logic Pro aufgenommen und es kamen keine weiteren Effekte zum Einsatz.

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Fazit

Mich hat selten der Sound eines Plug-ins so inspiriert wie der des Cherry Audio Elka-X. Nun bin ich ein Kind der 80er-Jahre und habe meine Jugendzeit im lokalen Musikgeschäft an verschiedenen Roland Junos und frühen digitalen Synthesizern wie dem Yamaha DX7, dem Casio CZ1 oder dem Roland D50 verbracht. Der Sound der 80er ist mir unglaublich geläufig und alles, was damals dafür verantwortlich war, ob analog oder digital, liebe ich bis heute. Der Cherry Audio Elka-X triggert bei mir also diese schönen Erinnerungen und es macht Spaß, stundenlang in den Presets zu stöbern und an den virtuellen Reglern zu drehen. Der Cherry Audio Elka-X ist ein wahrer Zeitkiller und für mich wie ein guter Roman, von dem man sich kaum losreißen kann und eine Seite nach der anderen umblättert. Das Schöne ist: Der Cherry Audio Elka-X kostet auch kaum mehr als die Hardcover-Ausgabe eines Buches: 39 US Dollar sind derzeit im Cherry Audio Online-Store für den Synthesizer zu zahlen. Ein unschlagbar günstiger Preis. Vielleicht genau das Richtige für das nahende Weihnachtsfest und die freien Tage.

Plus

  • sehr guter Sound
  • einfache Struktur
  • schnell zu erlernen
  • viele tolle Presets
  • sehr günstiger Preis

Preis

  • 39,-USD
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Tomtom

    Vielen Dank für den ausführlichen Test! Ich kann dem Autor nur beipflichten! Sehr guter Softsynth, unschlagbarer Preis!

    • Profilbild
      k.rausch AHU

      Meines Erachtens treffen beide den Synthex Grundcharakter erstaunlich gut. Und klingen auch richtig klasse, brauchbar also. Beiden fehlt aber eine ganze Ecke Biss und Schroffheit am einen Ende des Spektrums. Und am anderen eine gewisse Ultraflauschigkeit und dieses fast übertriebene unregelmäßige Gewabere des Synthex. Es bleibt trotz toller Softsynths bei zwei Paar Schuhen. Allerdings hinkt jeglicher Vergleich ohnehin beim Kaufpreis.

  2. Profilbild
    gaffer AHU

    Hey, Cherry Audio! Wer einen Clone eines 80er Polysynths will, greift zu. Schon alleine der Preis ist sensationell. Die werden damit den Markt aufrollen. Ich selbst finde in deren Portfolio eher Dreamsynth und Sinus interessant. Aber hey, nicht jeder muss meine Meinung teilen.

  3. Profilbild
    Joerg

    ich kann aus Mangel an Originalen den Vergleich nicht anstellen.
    Allerding kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, dass die Cherry-Softsynths immer etwas „bedeckt“ klingen.
    Beim Verglich der Juno106-Softwareclones zwischen Cherry und Roland meinen Ohren nach oben herum doch recht deutlich wahrnehmbar.

    PS: ich mag den Dreamsynth sehr!

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