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Test: Roland-Cloud Jupiter-4, Plug-in Synthesizer

Die Wiederauferstehung des Ur-Jupiters

5. Oktober 2022
Test: Roland-Cloud Jupiter 4, Plug-in Synthesizer

Test: Roland-Cloud Jupiter-4, Plug-in Synthesizer

Es ist nun schon einige Zeit her, dass wir über den neuesten Zugang in der Roland Cloud hier auf amazona.de berichtet haben. Der Roland Jupiter-4 ist nicht gerade das, was viele Keyboarder auf dem Schirm haben, wenn sie an Roland und polyphone Synthesizer denken. Zunächst dürfte den meisten Lesern das Schlachtschiff Roland Jupiter-8 in den Sinn kommen, vielleicht noch der Jupiter-6. Auch die günstigen Ableger Roland Juno-60 oder Roland Juno-106, mit denen Roland sich noch einmal gegen die in den Startlöchern stehende digitale Konkurrenz behaupten wollte, werden vielen Lesern in den Sinn kommen. Und doch hat der Roland Jupiter-4 etwas, das seine Daseinsberechtigung als Plug-in (und Plug-out) rechtfertigt.

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Roland Jupiter-4 (*1978) Vintage-Synthesizer

Der Roland Jupiter-4 dürfte so etwas wie die Blaupause für viele spätere Roland Analogsynthesizer der polyphonen Bauart gewesen sein. In der Tat wird Roland die Filterschaltung später noch in weiteren Synthesizern verwenden. Doch auch der Aufbau mit nur einem Oszillator (4“, 8“, 16“) ergänzt durch einen Suboszillator plus Noise dürfte so manchem Leser bekannt vorkommen. Pulsbreitenmodulation sowie die Modulation per LFO gehören selbstverständlich zur Standardausstattung des Synthesizers.

Test: Roland-Cloud Jupiter 4, Plug-in Synthesizer

Der Roland Jupiter-4 Analog-Synthesizer

Das „Anfetten“ des Sounds geschieht unter anderem mit einem Stereochorus, bei Roland Ensemble genannt. Dabei hätte der Roland Jupiter-4 den Ensemble-Effekt gar nicht unbedingt nötig. Er ist nämlich nicht sonderlich stimmstabil und seine vier Stimmen klingen immer etwas verstimmt zueinander. Diese Stimmung verändert sich kontinuierlich. Wir haben es hier also mit einem schon fast natürlichen Chorus-Effekt zu tun. Schaltet man den Ensemble-Effekt ein, verstärkt sich dies noch einmal deutlich. Vermutlich war man sich bei Roland dieser Verstimmung bewusst, denn man hat dem Roland Jupiter-4 vier Trim-Potis zum Stimmen mitgegeben, um diesem Effekt entgegenzuwirken. Ordentlich gestimmt hat der Ensemble-Effekt natürlich seine Berechtigung. Doch Liebhaber des Roland Jupiter-4 würden diese Trim-Potis zum Stimmen niemals nutzen.

Weiter gestaltet wurde der Klang durch die Filter-Sektion mit Highpass-Cutoff, Lowpass-Cutoff und Resonance, Keyboard-Follow, Modulation durch den LFO oder die ADSR-Hüllkurve mit positiver oder negativer Polarität. Roland hat diese Filterschaltung bei mehreren Synthesizern verbaut.Der Roland Jupiter 4 sorgte für polyphone Klänge auf Dare.

Recht simpel gehalten ist die VCA-Sektion mit ADSR plus Level.

Der LFO besteht aus einer simplen Regelmöglichkeit der Geschwindigkeit sowie einer vierstufigen Hüllkurvenauswahl. Dafür wirken aber diverse Modifier auf den LFO, zum Beispiel ein Delay. Der Arbeitsbereich des LFOs lässt sich zudem per Modifier bis hoch in den hörbaren Bereich (80 Hz) aufweiten.

Interessant ist auch der Pitchbender, der als Modulationsquelle auf den VCO, den VCA und die VCF-Sektion wirken kann. Für jede der drei Sektionen gibt es einen dreistufigen Schalter mit den Positionen LFO, OFF und BEND. Zwei Regler sind für die Bend-Sensitivity sowie die LFO MODULATION zuständig. Portamento steht ebenfalls zur Verfügung und über einen weiteren Schalter ändern wir die Oktavlage (-1 Oktave).

Freunde drückender Bässe freuen sich über zwei verschiedenen Unisono Modes (4 VCOs pro Taste und 2 VCOs pro Taste). Ein Arpeggiator mit Up, Down, Up & Down sowie Random bringt etwas Bewegung ins Spiel.

Den Verkaufszahlen in einer zunehmend technologisierten und dadurch kühleren Welt wenig zuträglich war das äußere Erscheinungsbild des Roland Jupiter-4. Er sieht eher aus wie eine einmanualige Orgel und weniger wie ein Synthesizer. Zwei imposante Holzseitenteile, bunte Knöpfe und jede Menge Schieberegler auf einer schwarzen Metalloberfläche mit weiß und orange abgesetzten Markierungen und Schriftzügen erinnern mehr an Klaus Wunderlich als Jean-Michel Jarre. Und doch war gerade letzterer ein großer Fan vom Roland Jupiter-4. Und nicht nur er. Ziel Rolands war es nämlich, den Synthesizer als Erweiterung einer Orgel auf ebendiese zu stellen, wie auch die Rhythmus-Computer der damaligen Zeit, die vom Design her ähnlich aussahen. Und schaut man sich einen Yamaha CS80 an, sieht dieser auch einer Orgel ähnlich.

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Roland hatte nämlich mit dem Roland Jupiter-4 einen gewaltigen Preisvorteil gegenüber anderen analogen Polysynths der Zeit wie dem Yamaha CS80 oder dem Prophet-5. Und gegenüber dem CS80 auch einen deutlichen Gewichtsvorteil, denn der Roland Jupiter-4 wiegt knapp 20 kg. Immerhin bot der Synthesizer 10 Presets, von denen 8 als User-Presets überschreibbar waren. Realisiert wurde das durch die Integration eines Intel 8048 Prozessors mit 8 Bit. Die Presets, die ähnlich wie bei den Orgeln der 1970er-Jahre Naturinstrumente imitieren sollten, klangen alles andere als gut. Somit war es für die Kunden wichtig, diese überschreiben zu können. Roland nannte das Compuphonic System. Das klang schön futuristisch und passte gut in die Zeit der ersten Heimcomputer.

Der Roland Jupiter-4 hat einige Freunde gefunden: Human League, Duran Duran, Jean-Michel Jarre, Gary Numan, Depeche Mode, Thomas Dolby, Tears for Fears, Vangelis und viele mehr. Beim Analog-Revival wurde er jedoch lange übersehen, was zu Beginn zu Ramschpreisen von wenigen hundert Euro auf dem Gebrauchtmarkt geführt hat. Das ist längst nicht mehr so und die 2000 Euro Marke für einen gebrauchten Roland Jupiter-4 wurde schon lange gesprengt. Vielleicht auch Grund genug für Roland, diesen Synthesizer vor einigen anderen als Plug-in wiederzubeleben.

Analog Circuit Behavior (ACB)

Rettung der Legenden?

Auch wenn man das Glück hat, ein analoges Schatzkistchen zu besitzen, sind dessen Tage gezählt. Die alten Bauteile und insbesondere die früher verwendeten ICs sind heutzutage kaum noch aufzuspüren, sodass jede Reparatur nicht nur zu einer Zitterpartie wird, sondern auch unter Umständen sehr teuer oder gar unmöglich. Ersatzteile ändern außerdem oft den liebgewonnenen Klang der analogen Synthesizer.

Für viele Musiker, die entweder einen schmaleren Geldbeutel besitzen (die deutliche Mehrheit) oder diese Risiken nicht eingehen wollen, sind deshalb die digitalen Rekreationen in der Form von Software die einzige Möglichkeit, den Klang der Vergangenheit irgendwie in die Gegenwart und Zukunft zu retten. Auch die Hersteller haben das bemerkt und bringen mit teils hoher Geschwindigkeit digitale Versionen ihrer analogen Vergangenheit auf den Markt.

Test: Roland-Cloud Jupiter 4, Plug-in Synthesizer

Per ACB emulierte Roland Vintage-Synthesizer lassen sich auch mit dem Roland System 8 nutzen und ganz ohne Computer spielen und bedienen

Bei Roland fährt man diesbezüglich mehrgleisig: Mit der Boutique-Serie, dem Jupiter X/Xm und dem Juno X hat man Hardware-Abbilder geschaffen, während die Plug-ins auf der Software-Seite innerhalb von ZEN-Core den Klang der Analogsynthesizer ins 21. Jahrhundert retten wollen. Irgendwo in der Mitte befinden sich das Roland System 8 als Plug-in Host (bei Roland dann als Plug-out bezeichnet) und der Roland Fantom als ZEN-Core Host. So bedient man die breite Masse der Studio- und Live-Musiker gleichermaßen.roland-jupiter-4-plugin-acb-logo

Für das Modellieren der analogen Hardware greift man bei Roland auf das Analog Circuit Behavior zurück, einem hauseigenen Verfahren, bei dem die analogen Schaltkreise exakt vermessen und anschließend deren (teils unberechenbares) Verhalten digital nachgebildet werden soll. Bei Roland rühmt man sich damit, auch die Unzulänglichkeiten der analogen Schaltungstechnik und Bauteile zu erfallen und digital abzubilden. Das soll dazu führen, auch den digitalen Rekreationen das gleiche Eigenleben zu verleihen, das die analogen Vorbilder führen.

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Doch ganz so genau nimmt man es bei Roland mit der authentischen digitalen Neufassung nicht, denn neue (und sinnvolle) Funktionen werden hinzugefügt. Das können Effekte sein, die das Original nicht besaß, Regler für die künstliche Alterung der Schaltkreise und vieles mehr. Insbesondere die MIDI-Funktionalität und ein deutlich erweiterter Speicher spielen bei allen digitalen Neufassungen, ob auf Software- oder Hardware-Ebene eine große Rolle.

Roland Jupiter-4 Plug-in

Test: Roland-Cloud Jupiter 4, Plug-in SynthesizerZunächst einmal sei erwähnt, dass Roland den kompletten Aufbau des Roland Jupiter-4 in das Plug-in übernommen hat. Ich möchte deshalb hier nicht wiederholt dessen Features aufzählen. Die kurze Zusammenfassung habt ihr oben gelesen und für diejenigen, die mehr wissen möchten, empfiehlt sich ein Besuch in unserer Vintage-Ecke auf amazona.de. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf die neuen Features.

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Das Regler-Layout auf der obersten Ebene orientiert sich nah am Vintage-Original, Sub Oszillator und Noise sind nun aber regelbar

Das Compu-Memory hat selbstverständlich eine deutliche Vergrößerung erfahren und umfasst weitaus mehr als nur 8 Slots. Natürlich lassen sich die Schalternachbildungen mit beliebigen Sounds aus der großen Bibliothek belegen und auch alle Sounds bequem aus dieser per Maus auswählen.

roland-jupiter-4-plugin-ensemble-memory

Wichtig: der Ensemble Effekt, weniger wichtig sind hingegen die Preset-Buttons, die sogar funktionieren und sich mit Presets belegen lassen

Waren der Sub-Oszillator und Noise im Original nur schaltbar, hat man diesen beiden wichtigen Features nun einen jeweils eigenen Regler spendiert, mit dem sich der Noise/Sub-Anteil zumischen lässt statt einfach nur einzuschalten.

Alle Effekte, der LFO und der Arpeggiator, lassen sich nun zum Tempo synchronisieren. Der LFO verfügt nun über sechs statt vier Schwingungsformen (zusätzlich Dreieck und Random/S&H) und auch beim VCO sind zwei Mischformen hinzugekommen (Saw + Squ und Saw + PWM).

roland-jupiter-4-plugin-vco

Die VCO-Sektion des Roland Jupiter-4 Software-Synthesizers

Auf Wunsch spielt der virtuelle Roland Jupiter-4 vierstimmig oder achtstimmig. Die Velocity-Empfindlichkeit ist einstellbar und Effekte wie Flanger, Phaser, Reverb, Delay und Overdrive sind hinzugekommen. Diese verbergen sich hinter den drei Reglern Effect Type, Delay Type und Reverb Type.

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Anders als ein vintage Roland Jupiter-4 besitzt der Roland Jupiter-4 Software-Synthesizer eine Effektsektion

Welcher Effekt gerade wo gewählt ist, wird unter diesen Reglern in kleinen „Displays“ angezeigt. Eine Besonderheit spielt diesbezüglich die Nachbildung des Ensemble-Schalters. Drückt man diesen, stellt sich automatisch der Effekt unter Effect Type auf „Ensemble“.

Test: Roland-Cloud Jupiter 4, Plug-in Synthesizer

Die LFO-Sektion des virtuellen Jupiter-4

Ist der Ensemble-Effekt zugeschaltet, wird diese schon vor dem Spielen eines Tons mehr als deutlich: Es rauscht stark. Hier hat man bei Roland per ACB also auch eine der Schwächen des Roland Jupiter-4 nachgebildet. Ich hätte mir eine Version ohne Rauschen gewünscht. Immerhin kann man das Rauschen auf Null reduzieren, wenn man den Condition-Regler komplett nach links dreht.

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Condition lässt den virtuellen Roland Jupiter-4 künstlich altern

Circuit Mod ist ein Makro-Regler und schaltet durch verschiedene Variationen der vier Trim-Regler eines Roland Jupiter-4. Condition hingegen verhilft dem Plug-in zu künstlichen Alterungserscheinungen. In der Mittelstellung haben wir es mit einen „jungen“ Roland Jupiter-4 zu tun. Drehen wir den Regler nach rechts, setzt die virtuelle Alterung ein und der Klang wird etwas wärmer. Leider rauscht es dann noch erheblich lauter als in der Mittelstellung. Ich persönlich bevorzuge die Stellung ganz links: es rauscht nicht mehr.

Auch der Arpeggiator wurde leicht erweitert. Er besitzt zusätzlich einen Chord-Modus, bei dem alle Noten zum Zeitpunkt des Drückens der Tasten abgespielt werden. So lassen sich auf einfache Art und Weise Akkordwiederholungen im eingestellten Raster spielen.

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Der Arpeggiator des Roland Jupiter-4 Software-Synthesizers

In der Portamento-Sektion gibt es nun zwei Portamento-Modes zur Auswahl und eine Legato-Funktion. Das Original besitzt hier nur einen Ein-/Ausschalter sowie einen Regler für die Portamento-Zeit.

Die Modulationsmöglichkeiten des Originals finden sich selbstverständlich auch beim Plug-in. Hier sind allerdings die dreistufigen Kippschalter oberhalb des Pitchbenders durch Regler ersetzt worden.

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Anwender des Roland System 8 werden sich darüber freuen, dass man den Roland Jupiter-4 Software-Synthesizer als Plug-out spielen kann, zu erkennen am Plug-out-Button neben dem Roland Logo im geöffneten Plug-in-Fenster.

Test: Roland-Cloud Jupiter 4, Plug-in Synthesizer

Der Plug-out-Button deutet es an: Der Roland Jupiter-4 kann auch auf einem Roland System 8 gespielt werden

Der Sound des Jupiter-4 Plug-ins

Puristen mögen das verurteilen, doch für mich bleibt eine Emulation ein eigenständiges Werkzeug. Es wird niemals 1:1 wie das Original klingen, so wie kein Hardware Jupiter-4 wie ein anderer Jupiter-4 klingen wird. Ich beurteile den Sound deshalb immer eigenständig und sehe das Plug-in als Instrument „im Stile von“. Ist man auf der Suche nach dem Sound von 1978 bis 1981 (und darüber hinaus), liegt man mit dem Roland Jupiter-4 Plug-in genau richtig. Es enttäuscht nicht und man bekommt einen druckvollen „analogen“ Sound auf die Ohren, der sich wunderbar mit den Möglichkeiten des Plug-ins gestalten lässt. Im 21. Jahrhundert ist der Stellenwert eines solchen Plug-ins wesentlich höher anzusiedeln als der eines Roland Jupiter-4 als Original-Hardware, da sich das Plug-in viel besser in den Produktionsalltag mit einer DAW als Zentrum des Geschehens einbinden lässt. Dadurch gibt es Möglichkeiten, die das Original niemals bieten kann.

Und doch dürfen sich auch Puristen am typischen Jupiter-4 Klang erfreuen, denn der Wiedererkennungswert ist zweifelsohne gegeben und ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass niemand das Plug-in innerhalb eines Mixes vom Original unterscheiden können wird. Nun gibt es diejenigen, die versuchen, möglichst mit gleichen Reglereinstellungen einen identischen Sound zu erzeugen. Funktioniert das nicht (was meistens der Fall ist), wird das Plug-in als nicht authentisch abgewertet. Doch würde das auch mit zwei verschiedenen Jupiter-4 Synthesizern nicht funktionieren. Allein schon aus dem Grund, weil Roland im Laufe der drei Jahre die Filterschaltung verändert hat (BA662 zu IR3109) und auch andere Bauteile, die am Klang beteiligt sind, einfach anders reagieren.

Der Sound ist druckvoll und von warmen Pads über druckvolle Bässe, schöne perkussive Sequencer-Sounds bis hin zu durchsetzungsfähigen Leads ist alles drin. Selbst Effekt-Sounds sind möglich. Die folgenden Klangbeispiele zeigen einen Querschnitt durch die mitgelieferten Sounds des Roland Jupiter-4 Plug-ins. Alle Aufnahmen wurden ohne EQ und externe Effekte gemacht. Zu hören ist nur das Plug-in selbst.

Was meiner Meinung nach sehr gut getroffen ist, ist der satte Bass, den ich aus YouTube Videos zum Jupiter-4 kenne. Auch das Roland Jupiter-4 Plug-in klingt extrem druckvoll unten rum und mit der Filter-Sektion lässt sich wunderbar der Sound manipulieren. Im folgenden Video von Perfect Circuit Audio seht und hört ihr einen Hardware Jupiter-4. Mit meinen Klangbeispielen könnt ihr gut die Software mit der Hardware vergleichen, wenn auch kein 1:1 Vergleich möglich ist.

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Fazit

Wer auf der Suche nach dem analogen Sound der späten 70er/frühen 80er ist, dürfte vom Roland Jupiter-4 Plug-in nicht enttäuscht werden. Besitzer eines Roland System 8 freuen sich zudem über einen achtstimmigen Synthesiozer mit den Parametern im Direktzugriff, wenn sie das Plug-in als Plug-out ins System 8 laden. Doch auch als Plug-in in der DAW macht der Synthesizer Spaß, wenn auch die Bedienung über die Maus etwas kniffliger und bisweilen bei sehr kleinen Bedienelementen nervenaufreibend ist. Auch bei Roland scheint man das bemerkt zu haben und bietet eine Zoom-Funktion für das Interface. So kommen zumindest Besitzer großer Bildschirme in den Genuss einer Vollbilddarstellung mit ausreichend großen Bedienelementen. Der Preis beträgt 165,- Euiro für den Lifetime-Key. Für Abonnenten von Roland Cloud Pro (Pro Selector) und Ultimate ist der Synthesizer kostenlos im Abo enthalten.

Plus

  • gute Nachbildung des Roland Jupiter-4
  • druckvoller Sound
  • Sub-Oszillator und Noise nun regelbar
  • Circuit-Mod
  • Effekte
  • Plug-out für Roland System 8

Preis

  • 165,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    paolostylo

    Ein super Test, auch die Klangbeispiele gefallen sehr, danke dafür! :-)
    Ich bin Roland Cloud-Abonnent der ersten Stunde und damals hatte sie nur eine Hand voll Klangerzeuger und Samples anzubieten. Mittlerweile ist die Cloud dermaßen vollgepackt mit Geräten und Sounds, die ich niemals als Hardware hätte kaufen können, aber selbst als einzelne Plugins kaum bezahlen könnte. Für mich lohnt sich der monatliche Obolus daher tatsächlich.
    Vom Klang her bin ich sehr zufrieden, weil ich einige der Geräte in den 90ern tatsächlich intensiv nutzen durfte und so den Vergleich habe. Mir gefällt auch, dass in diesem Test immer wieder klar gestellt wird, dass Plugins nicht „genauso“ klingen werden und auch gar nicht sollen. Man strebt danach, aber wie schon gesagt wird:
    Durch immer wieder wechselnde Bauteile in den Vintage-Geräten, wird eine Hardware nie wie die andere klingen. Übrigens, dieser Satz gefällt mir am besten:
    „…und ich darf mit Fug und Recht behaupten, dass niemand das Plug-in innerhalb eines Mixes vom Original unterscheiden können wird.“ – GROSSARTIG, denn so ist es nun mal! :-)

  2. Profilbild
    Kazimoto AHU

    Mit D50, JD-800 und XV-5080 ist seitens Roland alles gesagt ist, je nachdem was einem wichtig erscheint. Die Analogemulationen sind einfach……, schwierig. Wie wäre es mit einem Test des Korg 700S VST?

  3. Profilbild
    Bibbo

    Danke für den Test. Bei 165 Euro warte ich doch lieber auf die Boutique Version. Da hat man wenigstens was zum Greifen. Keine Ahnung, ob die wirklich kommt, aber Roland wäre ja blöd, wenn sie ausgerechnet die auslassen. In dem Fall würde die Bezeichnung JP-04 sogar stimmen und man müsste sich über die fehlenden Stimmen noch nicht einmal ärgern.

  4. Profilbild
    Flowwater AHU

    Erst einmal vorweg: Ich finde das richtig gut, was Roland da macht. Man kann persönlich diesen Could-Kram nicht mögen und auch PlugIns an sich nicht mögen – und ich selber finde die Roland-Cloud auch immer noch unübersichtlich – und so weiter … aber man kann ihnen nun wirklich nicht vorwerfen, dass sie ihre Firmenphilosophie nicht verfolgen würden. Und das schon seit Jahren. Und nebenbei klingt die Software von Roland ja auch noch sehr gut.

    Aus irgend welchen Gründen ist aber seit einigen Monaten bei der Emulationen alter Instrumente – neben Arturia – auch Cherry Audio auf meinem Schirm. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir vor ein paar Monaten den »Dreamsynth« gekauft habe und ich diesen für das, was er macht, rundherum klasse finde. Cherry Audio hat mit dem »Mercury-4« ebenfalls eine Jupiter-4-Emulation im Angebot. Und die vor allem – wie alles bei Cherry Audio – nun wirklich nicht teuer. Da wäre auch mal ein Vergleich interessant.

    • Profilbild
      Holk

      Ein Unterschied der beiden ist auf jeden Fall dass Roland den SubOSC sowie Noise mit in den Mixer aufnahm wohingegen Cherry Audio es bei einem on/off Switch beließ.

  5. Profilbild
    lunatic AHU

    Den Jupiter 4 habe ich vor 10-12 Jahren noch für 1500€ in der Bucht gesehen. Hätte ich da bloß zugegriffen……..😭

  6. Profilbild
    mdesign AHU

    zweifelsohne ist das plugin eine bereicherung, und der klang stimmt wohl auch. für den begriff ‚wiederauferstehung‘ in der überschrift langt so eine handvoll code aber trotzdem nicht ganz. 😉

  7. Profilbild
    Viertelnote AHU

    sehr schöner Test, danke dafür:-)
    Ich kenne den Jupiter-4 sehr gut und kann eigentlich alles bestätigen.
    Er ist unbänding und nie in Tune, eigentlich ein Gerät mit sehr starkem Charakter.

    Ich habe den JP-4 Ende 1999 für 300,00 DM gekauft und Anfang 2001 für 300,00 DM verkauft.
    Tja, heute gibt man sich dafür einen mächtigen Tritt oder beisst auf einem Ledergürtel.
    Ich habe damals den JP-4 falsch verstanden, mir etwas anderes erhofft. Ich dachte eben, Jupiter
    macht die schönsten Flächen und Teppiche, also müsse es bei dem Gerät hier genauso sein. Das brachte mir das Gerät nicht. Mehrstimmig gespielt klang er sehr bescheiden, wegen out of tune eben. Seine Stärken liegen wo ganz anders und das macht er charakterstark. Vermissen tue ich ihn nicht. War nicht mein Ding.

    Frage an die Experten: ist das Plugout auch im Fantom 06 verwendbar?

    netter lieber Gruß an die Gemeinde🙂

    • Profilbild
      TobyB RED

      Eine Übersicht aller Model Expansions für Zen Core findest du hier.
      https://bit.ly/3SFJFQ2
      Der Jupiter 4 ist nicht dabei. Meine Einschätzung ist, das es für das System 8 noch ein ACB geben könnte. Für ZEN Core sind noch einige Kandidaten mehr möglich.

  8. Profilbild
    Joerg

    Habe unlängst einen Jupiter4 für 5.300 Euro aus erster Hand bei den kleinen Anzeigen gefunden.
    Angebot und Nachfrage.
    Gut, dass es Roland so in der Form (günstiger) möglich macht. Kann man von deren Cloud halten was man will…

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