Interview: Mario Maggi, der Elka Synthex Erfinder

23. Mai 2015

Mysterious Mario Maggi

Mario Maggi 2

Als bekannt wurde, dass der ELKA SYNTHEX durch die finnische Firma SOUNDION (AMAZONA.de berichtete) wieder gebaut werden soll, war das kurz vor der Musikmesse im April 2015 eine der heißesten Informationen für die eingeschworene VINTAGE-Fan-Gemeinde. Die finnische Firma SOUNDION hatte quasi den Nachlass der Firmen ELKA und GEM (zwischendurch GENERALMUSIC) erworben, um deren größten Legenden wieder zum Leben zu erwecken. Allen voran den ELKA SYNTHEX, einen lange Zeit stark unterschätzten, programmierbaren, polyphonen Analogsynthesizer, der inzwischen in der HALL OF FAME neben Größen wie JUPITER-8  und PROPHET-5 steht.

Doch inmitten des Freudentaumels erreichte uns eine E-Mail von Mario Maggi, dem Mann, der den ELKA SYNTHEX Ende der 70er einst konstruiert hatte.  Mario deutete in dieser E-Mail an, dass die Rechte am ELKA SYNTHEX nach wie vor bei ihm liegen würden und er darüber hinaus auch plane, mit einem SYNTHEX 2 selbst einen Nachfolger in Kürze auf den Markt zu bringen.

Das wollten wir dann doch genauer wissen und kontaktierten den scheuen Römer und baten ihn zum ausführlichen Interview. Allen Gerüchten zum Trotz begegnete uns dabei ein Mann, der über gute Englisch-Kenntnisse verfügte und über seinen ehemaligen Arbeitgeber nichts Negatives zu berichten hatte.

Peter:
Hallo Mario, bitte erzähl unseren Lesern doch, wie es zu Deiner Begeisterung für Synthesizer kam.

Mario:
Als ich 17 war baute ich für einen befreundeten Gitarristen eine ganze Sammlung von Gitarreneffekten. Eines Nachmittags kam er mit einer LP zu mir nach Hause und spielte mir Lucky Man von Emerson Lake & Palmer vor. Der Sound des vermeindlichen Gitarren-Solos hatte ihn so beeindruckt, dass er mich bat, einen Effekt zu bauen, damit seine Gitarre auch so klang.

Was er als Effekt bezeichnete, war allerdings keine Gitarre, sondern das wundervollste Synthisolo, das ich bis dahin gehört hatte. Ich wusste sofort, dass dieser Klang nicht von einer Gitarre kommen konnte.

Eine Woche zuvor besuchte ich einen Elektronik-Laden und entdeckte dort eine Zeitschrift, auf dessen Cover ein beeindruckendes Foto zu sehen war. Abgebildet war eine große Klaviertastatur mit einem eben so großen Bedien-Panel mit enorm vielen bunten Knöpfen. Im Heft erfuhr ich, dass es ein ARP 2500 war, der in einer Galerie für moderne Kunst in Mailand ausgestellt war. Ein paar Tage später habe ich dann diese Galerie kontaktiert und einen Termin ausgemacht. Als ich ankam, war ich für einige Stunden vollkommen alleine in dem Raum, in dem der ARP 2500 ausgestellt war und konnte ihn ausgiebig erforschen.

Ich kann kaum Worte finden, um meine Gefühle in diesen Stunden auszudrücken, aber das war der Zeitpunkt, an dem ich mich entschied, mein ganzes Tun und Schaffen der Entwicklung und Konstruktion von Synthesizern zu widmen.

Peter:
Führte das dann direkt zur Entwicklung des SYNTHEX?

Mario:
Nein, der Synthex war der logische Schluss aus über 12 Jahren Arbeit mit Synthesizern. Um das ganz verstehen zu können, muss man weit in die Vergangenheit zurück blicken. Nach der Episode mit meinem Freund begann ich, einen eigenen monophonen Synthesizer zu bauen.

Am Anfang hatte ich Probleme, die Temperaturschwankungen der Oszillatoren zu kompensieren, bis ichen ein IC fand, der damals noch von keinem benutzt wurde. Wahrscheinlich auch weil es einfach sehr teuer war. Durch die Verwendung dieses ICs fiel mir plötzlich auf, dass mein erster Synthesizer in Bezug auf Oszillatoren-Stabilität allen anderen Geräten auf dem Markt weit überlegen war.

Das war der fundamentale Grund, warum ich mich entschied, weiterhin Synthesizer zu bauen. Ich wollte sie immer noch besser und noch besser machen.

Peter:
Welches war Dein erster quasi in Serie produzierter Synthesizer?

Mario:
Nach einigen Jahren, in denen ich nur konventionelle Synthesizer baute, also nicht speicherbare, erkannte ich 1972, dass ich eine vollkommen programmierbare Version eines Synthesizers entwickeln konnte. Ohne fremde Hilfe musste ich dafür allerdings auch ohne einen Microprozessor auskommen. Soweit ich mich erinnere, schrieb ich damals die Codes auf einem DIGITAL PDP 11 Minicomputer.
Den ersten Synthi, den ich so entwickelte, nannte ich MCS70, was so viel bedeute wie Memory Controlled Synthesizer. Über seine zu jener Zeit neuartigen Features kann man HIER etwas erfahren:

MCS70

MCS70, Bild mit freundlicher Genehmigung von Mario Maggi

Peter:
Beschreib uns doch bitte den Aufbau des MCS70. Was war das Besondere an diesem Synthesizer?

Mario:
Mal ganz grob: Er besaß 3 Oszillatoren mit linearer FM- und AM-Funktion, ein umschaltbares LP/HP Resonanz-Filter und ein zusätzliches LP Resonanz-Filter. Beide Filter ließen sich seriell oder parallel verschalten. Er hatte ein optisch gesteuertes Keyboard, aber vor allem besaß er einen Programmspeicher. Alle relevanten Bauteile (Oszillatoren, Filter, LFO, EGs etc.) nutzten den “µA726 thermostated differential transistor”, um Tonhöhenschwankungen zu vermeiden.

Peter:
Wann gelangte der MCS70 in den Verkauf und wie viele hast Du damals gebaut?

Mario:
Anfang 1977 waren die ersten 10 Stück fertiggestellt und wurden auch gleich in verschiedenen Tonstudios in Rom benutzt. Der Höhepunkt damals war die Aufnahme der LP AUTOMAT im Dezember 77 (von Claudio Gizzi, Romano Musumarra, Anm. der Red.)

Bildschirmfoto 2015-05-18 um 11.06.18

Im Jahr darauf konnte ich als stolzer Entwickler den Synthesizer MCS70 auf der Musikmesse 1978 am Stand von Jen Elettronica vorstellen.

Peter:
Zu welchem Preis wurde der MCS70 angeboten?

Mario:
Sechs Millionen Lire, das waren damals ungefähr 6.500 DM.

Peter:
Hast Du den MCS70 dann live auf der Messe gespielt und vorgeführt?

Mario:
Um die Möglichkeiten des MCS70 zu demonstrieren, benutzte ich dann auch die AUTOMAT LP, auf der alle Spuren, selbst das Schlagzeug und auch die Akkorde, mit dem MCS70 eingespielt worden waren. Die Sounds dazu hatte alle ich programmiert. Als Sequencer nutzten wir übrigens einen frühen SCI Sequencer.

Forum
  1. Profilbild
    AQ  AHU

    Gutes Interview, aber jetzt sitze ich hier und weiss nicht was ich von dem Mann halten soll. Ich habe vor rund 30 Jahren mit einigen Menschen aus verschiedenen Unternehmen aus Castelfidardo zu tun gehabt. Da gab es geniale Musiker, begnadete Handwerker, Verkäufer welche Kühlschränke an Eskimos verkaufen konnten, Wirtschafts-Chaoten und jede Menge Träumer. Man wird es auf seiner Website lesen können, wenn es diese dann gibt, die Namensrechte geklärt sind, das Geld für die Fertigung gefunden ist und und …

    • Profilbild
      Tyrell  RED

      Mario Maggi versicherte uns, auf die Kommentare hier zu reagieren. Dazu müssen wir die Kommentare allerdings übersetzen, ihm zusenden und später hier für ihn einfügen. Das macht es nicht einfacher.

  2. Profilbild
    TobyB  RED

    Hallo,

    Klasse Interview. Ich hoffe das dieses Projekt ein Erfolg wird.

    Grüße ToB

  3. Profilbild
    synthlab01  AHU

    Sehr schönes Interview.
    Obwohl ich selbst seit etwa 10 Jahren Besitzer eines Elka Synthex bin, habe ich mich bisher nicht mit der Geschichte dieses Synthesizers beschäftigt. Es ist daher echt toll durch dieses Interview etwas über die Person hinter diesem Instrument zu erfahren.

  4. Profilbild
    jdrummer

    Hallo zusammen,

    danke für das Interview (auch wenn latent kommerzielle Intentionen seitens des Befragten durchschimmern)! Es ist eben ein ständiges Geben und Nehmen.

    Anbei ein Link, der etwas mehr Aufschluss über das „Wesen der engine“ und die „Neutralität“ von Enrico Cosimi geben könnte:
    https://www.gearslutz.com/board/11018784-post420.html

    Wie auch immer, ich bin gespannt, was uns da noch erwarten wird!

  5. Profilbild
    Max Lorenz  RED

    Da SOUNDION offensichtlich die Rechte an ELKA und GEM erworben hat, kann SOUNDION nur auf einen Vorwurf Dritter reagieren, wenn diese (also Mario Maggi) ihre Rechte auch geltend machen. So lange als Mario Maggi seine Ansprüche bei SOUNDION nicht einfordert (ob mit oder ohne Anwalt spielt dabei erst mal keine Rolle), hat SOUNDION keinen Handlungsbedarf. Unter diesem Aspekt finde ich es schon sehr merkwürdig, dass Mario Maggi zu den Finnen keinen Kontakt aufgenommen hat – und stattdessen umgekehrt darauf wartet, dass sich die Finnen bei ihm melden (siehe Enrico Cosimis Statement auf Gearslutz). Das Statement von SOUNDION ist also insofern vollkommen korrekt und nachvollziehbar.

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Entschuldige bitte, aber das ist meines Erachtens Spekulation. Wer von uns weiss wirklich welche Rechte wer inne hat und wie diese genau aussehen bzw. was wo mit wem vereinbart wurde? Danach richtet sich vermutlich wer wen kontaktieren sollte, mit ein bisschen Flexibilität geht das aber bestimmt auch anders. Und in dem Punkt bin ich ganz bei Dir, es wäre sicher von Vorteil würde Mario von sich aus an SOUNDION herantreten, schon alleine um einer möglichen Eskalation vorzubeugen. Am Ende hat meiner Einschätzung nach niemand etwas von einer derartigen öffentlichen Dikussion. SOUNDION wird es in Sachen Crowdfunding kaum dienlich sein und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass das ein optimaler Start für den SYNTHEX 2 ist.

      Als Musiker und Synthesizer-Fan habe ich einen Wunsch, den, dass hier eine Lösung gefunden wird, die für beide Seiten zufriedenstellend, oder – noch besser – gut ist. Der Synthex ist „analog“ der Synthex 2 offenbar mehrheitlich digital, zumindest interpretiere ich Marios Worte so. Da sollte doch eine Lösung möglich sein.

      Übrigens – Danke für dieses äußerst interessante Interview!

      • Profilbild
        Tyrell  RED

        Hallo Peter, wenn A bei B etwas einkauft, und C denkt das dies nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Muss C seine Rechte geltend machen bei A oder B. Mit Spekulation hat das nichts zu tun ;-)

        • Profilbild
          AMAZONA Archiv

          Hallo Peter, wer von uns weiss welche Rechte C wirklich hat? Für mich geht das aus dem Interview nicht hervor. Dazu bedürfte es belegbarer Details, was wiederum nicht Sinn eines solchen Interviews ist. Allerdings hat Mario seine Sichtweise dargestellt und die mag auch genau so richtig sein. Andererseits könnte man sich vorstellen, dass jemand der Geld in ein Projekt wie das von SOUNDION steckt, das Thema „Rechte“ ziemlich früh ins Spiel bringt. Aber ok, das ist jetzt Spekulation. ;-)
          Wie schon in meinem ersten Kommentar geschrieben, finde ich, dass das hinter den Kulissen passieren sollte. Eine öffentliche Diskussion bringt nichts und in diesem Sinne nehme ich mich aus diesem Teil auch ab jetzt wieder raus. ;-)

        • Profilbild
          Coorec

          Naja, wenn ich ein Auto bauen würde und wollte BMW dran schreiben, würde ich mich schon vorher fragen ob mir die Namensrechte auch gehören, und nicht darauf warten, dass sich die Rechtsanwälte aus München melden.

          SOUNDION hat da schon ein paar Pflichten und kann spätestens jetzt nicht mehr mit Irrtum argumentieren.

          Schönes informatives Interview. Vielen Dank dafür.

          • Profilbild
            synton  

            Vielleicht hat Soundion das ja geprüft und nichts gefunden. Das würde man dann nicht an die große Glocke hängen. Es hieße dann ja, jeder könne einen „Synthex“ bauen.

            Mich würde mal interessieren, warum xils-lab ihr Produkt nicht mehr „Synthix“ sondern „Syn’X“ nennen. Rechte am Namen „synthex“ in den USA, in Europa? Aber wer hat sie? Die Datenbanken finden nichts.

            • Profilbild
              AMAZONA Archiv

              Eben. Hinzu kommt die Dauer des Patentschutzes, etc. etc.

            • Profilbild
              synton  

              In einem sehr offenen Gespräch mit Xavier von XILS-Lab ergab sich folgendes:

              XILS-Lab hatten eine Rechtsrecherche durchgeführt und KEINE Namens-/Markenrechte für „SYNTHEX“ gefunden. Dennoch haben sie ihre Synthex-Emulation absichtlich „Synthix“ genannt, weil sie einen Respekt-Abstand zum Originalprodukt wahren wollten.

              Die Änderung zu „Syn’X“ wurde dann erzwungen durch eine Softwarefirma, die die Marke „Synthax“ eingetragen hatte. Und XILS-Lab stellt rechtlich nun mal keine Musikinstrumente her, sondern eben Software (sind uns Richter hier einen Erkenntnisschritt voraus? ;-))

              • Profilbild
                Tyrell  RED

                Wow – vielen Dank für diese „Insider“ Information. Dürfen wir noch die Quelle erfahren :-) ?

      • Profilbild
        synton  

        Wenn sich Mario Maggi mit den Finnen verständigt und sich als Berater anstellen lässt, wird aus dem finnischen Synthex-Projekt was. Das Geld wird fließen und alle werden reich und glücklich, in PIIKKIÖ und in ROMA….

  6. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich weiss ja nicht, ob er sich da einen Gefallen mit tut, wenn er diesen Synth wirklich Synthex 2 nennt. Auch wenn der sicher genau so wird, wie Mario sich einen Synthex 2 vorgestellt hat, bleiben immer noch eine Menge Personen, die einen neuen Synthie, mit Digitaltechnik und altem Namen immer bashen werden! Wie beispielsweise beim Jupiter-80, SH-32, SH-01 von Roland. Mich würde so etwas nicht stören, aber die Masse denkt ja leider anders. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, was Mario uns da vorstellen wird :)

    Übrigens: Tolles Interview!

    • Profilbild
      synton  

      Sehe ich genauso. Vielleicht weckt der Name ja Erwartungen, und man macht sich unnötig angreifbar. Ein Synthesizer von Mario Maggi wird es ein interessantes Instrument sein, ob da nun Synthex oder MaggiMagic oder RomaBlue draufsteht.

  7. Profilbild
    synton  

    Danke für dieses aufschlussreiche Interview.
    International wurde schon diskutiert, welche „Rechte“ Herr Maggi tatsächlich heute noch haben könnte, mit denen er anderen (Finnen) ein Synthex-Projekt streitig machen könnte.

    Ich fasse mal zusammen:

    Patentschutz für technische Entwicklungen läuft nach spätestens 20 Jahren aus. Das wäre also durch. Ohnehin findet sich in keiner Datenbank ein Hinweis auf einen Patentschutz für Sythextechnik für Maggi.

    Eine Marke „SYNTHEX“ war bisher laut Datenbanken für Musikinstrumente nicht angemeldet worden. M. Maggi hat aber, um genau zu sein am 29. April 2015, die Marke „Synthex“ für „elektronische Musikinstrumente“ angemeldet. Ein bisschen spät, denn die Marke „Synthex“ wurde ja schon früher für diesen Zweck verwendet und außerdem ist die Marke recht beschreibend für einen Synthesizer (so wie z.B. „Waschex“ für Waschmittel). Warten wir’s ab, ob er das jemals eingetragen bekommt.

    Die Finnen haben alle Rechte von GEM übernommen; dazu wird auch die Marke „ELKA“ gehören, die erst 2017 abläuft, falls keine Gebühr bezahlt wird.

    Dann gäbe es noch Urheberschutz für den Synthex-Sourcecode selbst. Aber dann wohl nur 1:1 zur Anwendung für einen 6502 Prozessor. Wer wohl dafür noch eine Entwicklungsumgebung hat?

    • Profilbild
      AMAZONA Archiv

      Danke für die Information.
      Ich dachte, dass der Patentschutz 15 Jahre beträgt und für USA sowie z.B. Europa oder Japan jeweils gesondert beantragt und bewilligt werden muss. Abgelaufen ist er so oder so, wie es scheint.

  8. Profilbild
    Filterspiel  AHU

    Die Welt erwartet nun einen Synthex 2, dieser Name wird ihm vielleicht verboten, aber die PR hat doch durch die Assoziationen schon gewirkt. Selbst wenn der nachher anders heißen muss, wird die Presse doch über den „XYZ, der spirituelle Nachfolger des Synthex“ berichten.

  9. Profilbild
    gaffer  AHU

    Maggi ist einfach an die falschen Leute geraten. Gem, Elka, Orla, Jen. Um viele dieser Hersteller machte ich in den Siebzigern/Achtzigern meist einen weiten Bogen. Die sahen einfach immer nach Hinterhof Lötbude aus. Ich bin mir ziemlich sicher, ich war nicht der einzige.

    • Profilbild
      Tyrell  RED

      Bist Du Dir sicher, dass es bei Moog, Sequential und Co damals anders aussah? ;-) Ich weiß es nicht, aber ich könnte mir vorstellen das da nicht viel Unterschied war.

  10. Profilbild
    Cornel Hecht  

    So ganz fortschrittlich war M. Maggis Entwicklungen wohl doch nicht. Schon der Formant DIY Modularsynthesizer verwendete den uA726 zur Temperaturkompensation und damit zur Erhöhung der Stimmstabilität. Das war auch damals kein Hexenwerk. Im übrigens hatte zu dieser Zeit Wolfgang Palm bereits erste Konzepte für einen digitalen Synthesizer entwickelt, die dann später die Musikwelt tüchtig aufgewirbelt hatten.

  11. Profilbild
    NicGrey  

    Da die Finnen ihr Projekt bis auf weiteres beerdigt haben, ist die Bahn jetzt frei für Signore Maggi. Bei den Italienern ist der Begriff «bald» allerdings ziemlich dehnbar. In einem italienischen Forum vertröstet Enrico Cosimi die Maggi-Fans seit Wochen mit der Ankündigung einer Maggi-Synthex-Website mit Preorder-Bereich. Die Site steht bis heute noch nicht. Trotzdem spricht Cosimi von ersten Lieferungen 2016. Naja, geben wir dem Projekt noch etwas Zeit.

  12. Profilbild
    NicGrey  

    Das ging jetzt aber fix. Eine rudimentäre Site ist online. http://www.synthex.li – Respekt. Die meinen es wirklich ernst. Auf der Site ist zwar nicht wirklich was Neues zu sehen oder zu lesen und auch nichts zu hören. Allerdings ist ein Preorder ohne Anzahlung möglich im Sinne einer Interessenbekundung. Man wird dann laufend über die Projektvortschritte informiert. Wenn dann alle Eckdaten, inkl. den Preisen, definitiv fixiert sind, kann man sich final für den Kauf entscheiden. Es bleibt also spannend. Forza Mario!

  13. Profilbild
    iggy_pop  AHU

    Wenn dieser MCS wirklich so früh entwickelt und gebaut wurde, dann dürfte PPGs Sonic Carrier wohl nicht mehr der erste speicherbare Synthesizer gewesen sein. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob alle Daten richtig verortet sind im Gedächtnis.

  14. Profilbild
    8-VOICE  AHU

    Gibts News zum Syntex2 ? Auf der Website sind keine neuen Infos. Wahrscheinlich nur heisse Luft gewesen ?!

  15. Profilbild
    Tyrell  RED

    Das ist sehr schwer zu sagen, da auch damals schon der Kontakt zu Mario Maggi sehr kompliziert war. Ich versuche aber mein Glück und hake mal nach.

    • Profilbild
      synton  

      Würde mich auch interesseren. Hatte mich als Abnehmer eines Synthex2 auf der Webseite registrieren lassen, aber bisher keine Infos mer bekommen.

      Zumindest hat Mario Maggi seit September 2016 (endlich) europaweiten Markenschutz für die Marke „SYNTHEX“ zugesprochen bekommen, den er Ende April 2015 beantragt hatte. So wie es aussieht, hatten Soundion, Finland gegen die Markeneintragung Widerspruch eingelegt, sind aber gnadenlos gescheitert, weil sie keine sinvollen Gründe vorbringen konnten. Weder half hier die Übernahme der „Rechte“ von GEM / ELKA,, weil ELKA nie solche Marken angemeldet hatte, noch der Umstand, dass ein SYNTHEX schon früher hinreichend bekannt gewesen war.
      Fazit: Wer jetzt ein Musikinstrument bauen will und das dann Synthex oder so ähnlich nennen will, der sollte sich ab sofort mit Mario Maggi auseinandersetzen.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.