Test: Denon, DN-SC 3900, Multimediaplayer

19. Juli 2012

Direktantrieb

Nach dem erfolgreichen digitalen Turntable DN-SC3700 baut Denon nun mit dem Nachfolger DN-SC3900 das Angebot weiter nach oben aus. Dabei handelt es sich um einen Netzwerk-fähigen Multimediaplayer, der neben USB-Medien und CDs auch MIDI-fähig ist und in einem Hybridmodus sogar Timecode-Signale für unterschiedliche DJ-Software direkt mit an Bord hat. Besonderes Schmankerl ist dabei der 9-Zoll Plattenteller mit echter Vinyl-Auflage, der von einem High-Torque Motor angetrieben wird. Als Schnittstelle zur digitalen Welt steht darüber hinaus die neue Software „Engine“ bereit, welche der Analyse und Sortierung von Tracks dient. Ein spannender Test steht uns also bevor.

Kein Leichtgewicht und maximale Ausstattung: der Denon DN-SC3900

Kein Leichtgewicht und maximale Ausstattung: der Denon DN-SC3900

Bereits beim Auspacken wird klar, dass Denon mit dem „3900er“ den Ansatz verfolgt, einen waschechten Plattenspieler-Ersatz an den Mann, beziehungsweise Vinyl-affinen DJ, zu bringen. Mit fast 6 kg Gewicht und üppigen Maßen von 32x36x12 Zentimetern erinnert der Player tatsächlicher eher an einen Technics Plattenspieler als an die vorhandene CD-Player Konkurrenz. Dafür bekommt der Käufer kompromisslos gute und sehr solide Verarbeitung, für die er allerdings auch ca. 1000 Euro pro Gerät beim Händler seines Vertrauens lassen muss. Diese relativieren sich jedoch, wenn man zum Beispiel einen Preisvergleich mit dem Marktführer angeht, dessen Spitzenmodell noch mit einigen hundert Euro mehr zu Buche schlägt. Im Falle des Denon erhält man für diesen Preis zunächst einmal den Spaß den Plattenteller des DN-SC3900 selbst in vier einfachen Arbeitsschritten auf dem Gerät zu installieren. Das geht einfach von der Hand und lässt einen direkt die Enge Verwandtschaft zum Plattenspieler fühlen. Zwar ist die 9 Zoll Vinyl direkt auf dem Plattenteller montiert, dieser ist jedoch, wie bei einem Turntable üblich, komplett aus Aluminium gefertigt und in diesem Fall in der Optik an die beliebten Technics  angelehnt, sogar mit einer roten Randbeleuchtung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Plattenspieler, lässt sich das Drehmoment des Motors beim SC3900 zwischen 1 kg/cm und 3kg/cm einstellen. So kann jeder User die Kraft des Motors individuell an seinen Lieblings-Turntable anpassen und erreicht einen reibungslosen Umstieg. Dieser ist, auch wenn einem das 9 Zoll Vinyl zunächst klein erscheinen mag, erstaunlich einfach zu handlen. Die Haptik ist einmalig und der Motor zieht wahnsinnig gut.

Da kommt Tuntable-Feeling auf: der 9 Zoll Plattenteller

Da kommt Tuntable-Feeling auf: der 9 Zoll Plattenteller

Dabei lässt sich die Start-Stop-Zeit durch zwei Regler ebenfalls variieren. Noch näher dran am Spielen mit Original-Vinyl ist wirklich nur die Verwendung von 12 Zoll Timecode Platten mit einem schnellen Rechner und somit minimaler Latenz, denn diese ist beim Denon Player nicht spürbar. Wer hingegen wenig Wert auf Vinyl-Feeling legt, lieber mit Jogwheels arbeitet und „nur“ auf der Suche nach einem gut ausgestatteten Allround-Player ist, der hat hoffentlich an dieser Stelle noch nicht aufgehört zu lesen. Denn der DN-SC3900 bietet die Möglichkeit, den Vinyl-Modus abzuschalten und die 9 Zoll Platte als einfaches und sehr präzises Jogwheel zu benutzen.

 

Das Herzstück des direkt angetriebenen Plattentellers

Das Herzstück des direkt angetriebenen Plattentellers

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