Test: Denon DN-X1600

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„Kennt man einen, kennt man alle“ möchte man bei der Oberfläche meinen. Links die Spalte für die Mikrofone mit Gains, zweibandigen EQ, Aktivierung und Ducking. Darunter Faderkurven und Faderstarts und zum Schluss die Cue-Sektion mit Split.
Zentral befinden sich die vier Kanalzüge mit Matrixwahl, Gains, EQ und Fadern. Rechts außen die Mastersektion sowie die Effekte und dazwischen der dedizierte MIDI-Bereich.
So weit, so klar. Die Potistifte sind größtenteils aus Kunststoff und wackeln daher geringfügig. Sämtliche der langen Kappen sind gummiert, und bis auf die Mic Trims drehen sich alle sehr seidig und mit einem wunderbar mittleren Widerstand. Letztere sind minimal kratziger, aber ich bin nun mal ein Detailfanatiker. Diese Regler sind sekundär, und daher ist dies in keiner Weise wertungskritisch. Die dicken Potikappen der EQs sind sehr angenehm zu greifen und haben mir schon beim X1100 gefallen.
Ebenso superweich mit mittlerem Widerstand laufen die Kanalfader. Unterhalb der Markierung von 2 ist der Widerstand nur noch halb so stark, das Schließen des Kanals wird damit beschleunigt. Auch der Flexfader genannte Kreuzblender ist wie überall, wo er verbaut ist, sehr ansprechend. Sauber in der Bahn, leichtgängig und weich laufend.

Workflow

Über die vier Schalter am Kopf des Mixers wird Line oder Phono der analogen Eingänge gewählt. Darunter liegen die Matrix-Selektoren, womit jeder Eingang flexibel auf jeden Kanal gelegt werden kann, bei Denon gehört das zum guten Ton. Ebenso standard scheinen mir aber auch die empfindlichen Gains zu sein, schließlich regeln sie von Stille bis +20dB. Genaues Einpegeln wird zur Millimeterarbeit, im hektischen Clubbetrieb nicht immer unproblematisch. Die Pegel-LEDs leuchten hell, aber wie bei Ecler scheinen sie seitlich zueinander durch, was der Ablesbarkeit im Winkel abträglich ist – und niemand hängt mit seiner Nase beim Auflegen direkt über dem Mixer.

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Auch wurden wieder 40% der mit 16 Stellen nicht gerade kurzen Kette im „bösen“ Bereich über 0dB verbucht, das ist populär, aber in meinen Augen wenig sinnvoll. Rodec macht es hier noch immer allen vor. Erfreulich aber ist, dass die Fader und der Master-Ausgang bei voller Öffnung das Signal ohne Boost 1:1 durchlassen – der Fachmann redet hierbei von Unity Gain.
Die hellen orangenen Cue-Taster schicken die Signale auf den Vorhör-Bus, der auf Wunsch gesplittet werden kann. Der Kopfhörerausgang bietet reichlich Kraft für alle erdenklichen Situationen, wer mehr braucht, sollte beim Hörgeräteakustiker vorstellig werden. Durch den vollständig digitalen Aufbau kann reichlich nach Geschmack modifiziert werden. Fürs Vorhören wäre dies einerseits der Cue-Wahl-Modus. Entweder gemischtes Hören mehrerer Kanäle, wie man es von fast überall her kennt, oder alternative Wahl (wie beim Xone 92, wenn man dort nur einen Kanal wählt, sodass alle anderen automatisch abgewählt werden). Andererseits können Bässe und Höhen um ±15 dB in 0,5er Schritten für den Kopfhörerausgang angepsast werden.

Klangbeispiele
Forum

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