Test: Denon DN-X1600

Ebenso ist dies für die Crossover-Frequenzen der Kanal-EQs möglich. Von 100 bis 800 Hz und 1 bis 8 kHz können die Klangeigenschaften in 19 größer werdenden Schritten angepasst werden. Die Werkseinstellungen sind bereits recht tauglich gewählt.
Dank des einigermaßen großen Abstands der Potis von 2 Zentimetern zueinander kann bequem der Klang verbogen werden. Tauglich ist auch der Regelbereich: Mitten und Höhen werden im Extrem gekillt oder um 10, Tiefen um 6 dB verstärkt. Eher stört mich, dass zwischen 7 und 9 Uhr nur wenig, zwischen 9 und 12 Uhr-Stellung umso mehr Regelung zu hören ist, der Verlauf könnte etwas weicher sein.

Die Faderkurvenregler muten nur analog an, sind aber 16- bzw. 17-stufig, das Display gibt darüber Auskunft. In der steilsten Einstellung wird wie gewohnt auf den ersten Millimetern sofort geöffnet. Die flachste Kurve ist auf den Kanälen etwas extravagant – hier wird erst am obersten Anschlag, dann aber direkt voll das Signal ausgegeben. Auf dem Crossfader hat selbst die flachste Kurve noch einen Buckel, die ideale Kreuzblende hätte den Schnittpunkt bei je -6dB, sodass die Signale sich stets zu 0dB addieren. Hier wird bei -4 geschnitten. Mit einem kleinen Kreuzschlitzschraubendreher kann an der Vorderseite des Geräts die Festigkeit des Crossfaders von „sehr leicht“ auf „immer noch leicht“ verändert werden. Zudem kann der Cut-in-Punkt von +8 bis -2mm in 0,2er Schritten im Utility-Menü variiert werden. Geht man in den negativen Bereich, ist der Fader also selbst bei Anschlag immer noch offen. Mit all diesen Optionen dürften Gelegenheits-Turntablisten an diesem Mixer nichts zu meckern haben.

Der Klang ist sehr klar und druckvoll, zu einer internen Übersteuerung ist der X1600 im roten Bereich erst sehr spät zu bewegen. Der 32-Bit-Wandler und 96kHz/32-Bit-DSP tun hier beste Dienste auf der Höhe der Zeit. Die Rauschabstände 89 dB für Phono und 100 bei Line sind in guter Gesellschaft.

Hier und da etwas schwach: die Schalterbeleuchtung

Hier und da etwas schwach: die Schalterbeleuchtung

Das Eigenrauschen der Mikrofonvorverstärker von nur -126dB befindet sich gar auf Studio-Niveau, hier wurde sich bei der Entwicklung an vielen Ecken und Enden ernsthaft bemüht zu punkten. Über die Trims wird die Vorverstärkung reguliert, Mic Level speist die Summe beider dann in den Master-Bus. Eine mehrfarbige LED gibt grob über den Eingangspegel Auskunft. Die zweibandige Klangregelung kann ±15 dB wirken und wie auf den Kanälen modifiziert werden. 13 Schritte von 500 bis 2000 bzw. 1000 bis 4000 Hz stehen zur Auswahl. Die Ducking-Option dämpft abhängig vom hinter dem Trim anliegenden Pegel die Musik nach Wunsch um 20 bis 40 dB (das Handbuch spricht fälschlich von 10 bis 30), auch das Ansprechverhalten kann in zwei Stufen gewählt werden. Ebenso kann man per Preset die Mikrofonsignale aus dem Booth- und Aufnahmeweg nehmen. Recht schlecht ist bei allen von Nachtlichtverhältnissen abweichenden Situationen die Ablesbarkeit aller Buttons außer MIDI-Aktivierung, FX Send und Cue.

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