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Test: Dübreq Stylophone Beat, kompakte Drum-Machine mit Stylus

Drums und Bass im Mini-Format

17. Mai 2024
Dübreq Stylophone Beat, kompakte Drum Machine mit Stylus

Dübreq Stylophone Beat, kompakte Drum-Machine mit Stylus

Die neue Dübreq Stylophone Beat ist eine Neuauflage der Stylophone Beatbox, einer Mini-Drum-Machine im Stil und Look der klassischen Stylophone-Synthesizer. Der Nachfolger spielt sich wie auch das Original aus den 1970er-Jahren über eine Nickelplatte und einem Stylus, hat aber neben der bekannten minimalistischen Spielweise einige interessante neue Features zum Jammen und Beats-Bauen am Start. Dabei ist die Stylophone Beat eher als Toy-Instrument zu verstehen und macht genau das, wozu Spielzeuge gedacht sind: greifen, loslegen, Spaß haben. Wie das Ganze klingt und was man mit der kleinen Box alles machen kann, erfahrt ihr in diesem AMAZONA.de-Test.

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Dübreq Stylophone Beat im Überblick

Die Stylophone Beat ist eine portable Drum- und Bass-Maschine mit der Bauweise der klassischen Stylophones, die sich allesamt mit einem Stylus spielen lassen. Das kreisförmige Pad besitzt 12 Segmente mit individuellen Sounds und ermöglicht das einfache Erstellen von Loops mit Drum- und Bass-Sounds unter Einsatz von vier verschiedenen Sound-Bänken: Rock, Techno, HipHop & Beatbox. Der eingebaute Looper kann unbegrenzte Layer aufnehmen und bietet verschiedene Pattern-Variationen, die sich live bedienen lassen. Das Konzept der Stylophone Beat ist klar auf Spaß ausgelegt: Anschalten, aufnehmen und Geräusche machen. Keine Presets, keine Soundeinstellungen – Power-off betätigen und alles ist gelöscht, so dass man von Neuem loslegen kann. Eben eine kleine Live-im-Moment Drum-Machine, die gerade mit ihren Limitierungen viele interessante Dinge hervorbringt.

Der Stylophone Beat von Dübreq

Erster Eindruck der Stylophone Beat

Die Dübreq Stylophone Beat wird in einem bedruckten Karton geliefert, in dem sich die kleine 18 x 12 x 4 cm große Mini-Drum-Machine sowie die Bedienungsanleitung befindet. Das Format ist im Gegensatz zum Vorgänger Stylophone Beatbox kompakter, wodurch das Gerät wirklich gut und angenehm in der Hand liegt. Die Stromversorgung des Stylophone Beat geschieht über 3 AA-Batterien, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Im Sinne der Sofort-Loslegen-Philosophie des Stylophones wären beigelegte Batterien nett gewesen. Der Stylus ist über ein kurzes Kabel fest mit dem Gerät verbunden und befindet sich in einer kleinen Einbuchtung auf der unteren Vorderseite des Gerätes. Kurz links auf die Spitze des Stylus gedrückt und der Stift lässt sich aus der Halterung nehmen. Ein eingebauter Lautsprecher befindet sich ebenfalls auf der Oberseite der Stylophone Beat. Na, dann kann es ja losgehen!

Klassisches Design im Vintage-Look

Welche Features bietet die Dübreq Stylophone Beat?

Stylophone Beat bietet vier verschiedene Soundbänke: ROK, TEC, HIP und BOX. Es gibt 4 Drum-Kits und 4 Bass-Sounds. Drum-Kits und Bass-Sounds lassen sich über die beiden gerasterten Schalter jeweils separat nach Genre wählen, man kann somit Drums und Bass genremäßig kombinieren.

Das Tempo lässt sich über den großen Drehregler stufenlos einstellen – eine Synchronisierung zu einer externen Clock ist hingegen nicht möglich. Der integrierte Looper bietet einen Click-Track und Tempo-Lock, eingespielte Noten werden also automatisch auf ein 1/8-Raster quantisiert. Es lassen sich so viele Layer aufnehmen wie gewünscht.

Die Bedienung des Loopers geht unkompliziert von der Hand

Der Looper bietet eine Reihe von interessanten Möglichkeiten, die Loops live zu verändern. Die Bedienung geschieht dabei immer über den Stift und die zentrale runde Metallplatte. Die 12 verschiedenen Drumpads mit den einzelnen Sounds sind dabei um einen Kreis in der Mitte der Platte angeordnet, der als Menü-Pad fungiert und die weiteren Funktionen ermöglicht. Die Anzahl von 12 verschiedenen Pads macht ist absolut sinnvoll, denn somit lässt sich eine ganze Oktave mit allen zwölf Halbtonschritten mit dem Bass spielen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich dann auch die kreisförmig dargestellte Klaviatur auf der Metallplatte – sehr gut gelöst.

Der eingebaute Lautsprecher funktioniert super und lässt einen sofort loslegen. Die Anschlüsse sind schnell erklärt: Es gibt einen Stereo-Line/Kopfhörerausgang in 3, 5mm Miniklinken-Ausführung. Einen Netzteilanschluss gibt es nicht, es ist nur Batteriebetrieb möglich.

Kopfhörerausgang, Power-Schalter und Lautstärkeregler

Loslegen: Spielen und Loops aufnehmen mit dem Stylophone Beat

Um einfach drauflos zu spielen, kann man direkt über den MODE SWITCH-Schalter DRUMS oder BASS anwählen und die Sounds mit dem Stylus spielen. Wahlweise kann man den Click, der auch permament über die Leuchtdiode dargestellt wird, anwählen und somit hörbar machen. Der Beat hat insgesamt 8 Schläge, also zwei Takte in 4/4.

Um Loops aufzunehmen, muss man einfach nur REC drücken und es schaltet sich automatisch das Metronom ein. Anschließend kann man dann direkt die Sounds einspielen. Wenn ich zwischendurch REC deaktiviere, schaltet sich auch das Metronom wieder stumm. Übrigens ist ein Pattern immer automatisch geleert, wenn man den Stylophone Beat einschaltet.

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Klein, aber fein: der eingebaute Lautsprecher

Wenn man bestimmte Sounds löschen möchte, ist man im REC-Mode und tippt einfach auf das Middle-Pad und wischt direkt zu dem Sound rüber, den man löschen möchte. Je nachdem wie lange man den Stylus über den Loopbereich gedrückt hält, kann man entweder kurze Passagen oder den ganzen Loop-Bereich löschen. Um ein ganzes Pattern zu löschen, hält man einfach nur den Stift auf das Middle-Pad im REC-Mode.

Die Bedienung geht nach sehr kurzer Eingewöhnung ziemlich leicht von der Hand und man kann schnell gezielt loopen, stummschalten und auch wieder löschen.

Weitere Funktionen der Stylophone Beat

Hat man nun einen Loop gebastelt und möchte damit etwas jammen und Live Variationen einbinden, so bietet der Stylophone Beat einige nützliche Funktionen:

Mute One/All

Mit diesem Modus kann man im laufenden Playback wahlweise einzelne oder alle Sounds gleichzeitig stummschalten. Dies geschieht wieder mit der Tap&Hold-Geste über den Stylus.

Beat Patterns auf Speicher legen

Man kann vier verschiedene Patterns auf entsprechenden Pads speichern und diese anschließend wieder abrufen. Somit kann man mehrere Patterns hintereinander im freien Wechsel abspielen lassen.

Pattern-Länge ändern

Dieses coole kleine Feature ändert im laufenden Playback die Pattern-Länge. In 8 wählbaren Längen kann man auf diese Weise schnell kleine Breaks bauen und Variationen in den Beat einbringen.

Filter

Hält man im laufenden Play-Modus und Mode-Switch auf PATTERN das Middle-Pad gedrückt, so kann man auf den gesamten Beat ein Lowpass-Filter legen. Den Stylus loslassen und das Filter öffnet sich wieder. Das klingt und funktioniert in der Praxis gut.

Transpose

Schließlich kann man über MODE-SWITCH auf Transpose ein Bass-Pattern in 12 Halbtonschritten nach oben oder unten transponieren.

Stylophone Beat in der Praxis

In der Praxis macht der Stylophone Beat wirklich Spaß und lädt zum Jammen und Grooves-Basteln ein. Dabei fördert gerade die Limitierung des Gerätes interessante Ergebnisse zutage: Die Möglichkeiten sind begrenzt, aber auch klar vorgegeben und übersichtlich, so dass man die Features und die Eigenheiten der kleinen Kiste schnell meistern und somit kreativ im Moment anwenden kann. Der Stylophone Beat ist schon eher ein Spielzeug – aber ein wirklich fähiges und sehr spaßiges, musikalisches Spielzeug.

Gut gefallen hat mir auch, dass man einen programmierten DRUM- oder BASS-Loop beliebig durch die jeweils 4 verschiedenen Genres skippen kann. Somit hat man mit mit einem DRUM- und BASS-Pattern ganze 16 verschiedene Soundkombinationen (4^2). So stellt man dann z. B. fest, dass der ROK-Beat doch auch ganz cool mit dem TEC-Sound funktioniert.

Dübreq Stylophone Beat, kompakte Drum Machine mit Stylus

Wie ist der Klang der Dübreq Stylophone Beat?

Und wie klingt das Ganze? Über das Audiointerface angeschlossen und aufgenommen, zeigt sich ein durchaus guter Klang. Der Sound ist kompakt und lebendig, aber natürlich nicht so druckvoll, professionell und groß wie eine Elektron Analog Rytm oder eine Roland TR-8S – gleichzeitig klingt es aber auch nicht nach Spielzeug. Das TEC- und HIP-Soundset fand ich persönlich kontextuell am nützlichsten, was aber sicherlich geschmacksabhängig für jeden abweichen kann. Hier klingen die HiHats und Snares gut und es lassen sich schöne Grooves erzeugen. Gemessen an dem wirklich günstigen Preis der Stylophone Beat sind die Resultate wirklich gut. Die einzelnen Klänge in der DAW aufgenommen, können eine gute Grundlage bilden, um weiter bearbeitet, mit Effekten versehen und im Kontext eines Arrangements eingesetzt zu werden. Die nachfolgenden Klangbeispiele wurden mit einem RME Fireface 400 aufgenommen und als 320 kBit/s MP3 exportiert.

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Fazit

Die Dübreq Stylophone Beat macht wirklich Spaß. Greifen, loslegen, Beats eintappen – innerhalb von wenigen Sekunden und ohne großen Aufwand hat man etwas Interessantes zurechtgebastelt. Die kleine Maschine ist unkompliziert und übersichtlich gestaltet, wodurch sie sehr direkt in der Bedienung ist. Man muss die Stylophone Beat mehr als Spielzeug, denn als professionelle Drum-Machine betrachten, dann kann man sie wirklich schätzen und lieben für das, was sie ist und macht. Die Limitierungen fördern den Spielspaß, denn man verliert nie den Fluss.

Der Klang sowohl der einzelnen Sounds, als auch des eingebauten Lautsprechers geht angesichts des günstigen Preises und des Mini-Formats absolut klar.

Die Bedienung über den Stylus ist praktisch und funktioniert auch einwandfrei mit den speziellen Gesten, die die Extrafunktionen bereitstellen. So kann man die schnell einprogrammierten Loops live variieren und Abwechslung in die 2-Takte-Loops bringen.

Auch für Nichtmusiker, Einsteiger oder Kinder kann man die Stylophone Beat empfehlen. Insgesamt eine echt coole und spaßige Mini-Drum- und Bass-Maschine. Verdient 3 Sterne.

Plus

  • Spaßfaktor
  • einfache Bedienung
  • Click-Track gut gelöst
  • für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet

Preis

  • 34,95 Euro
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Dübreq Stylophone Beat
Dübreq Stylophone Beat Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    CDRowell AHU

    Danke für den Artikel! 😎

    Heutzutage kann man zu diesem Preis beim Kauf dieses Markenproduktes gar nichts falsch machen, wie ich finde. 😍
    (da bekommt Mensch für mehr Geld momentan auch viel weniger Gutes!😱

    Besonders zur experimentellen Klanggrundlage ist dieses Tool eine gute Inverstition für die Unterstützung kreativer Vorgänge des Sounddesigns!😬👍 Meine Erfahrungen bestätigen: Das Gerät ist kein Spielzeug…

    Oder man nutzt es wie Brett Domino 😂

    • Profilbild
      Atarikid AHU

      @CDRowell Ich verstehe Deinen Beitrag nicht. Kreative Vorgänge des Sounddesigns?… Man kann damit gar keine Sounds designen, das Teil spielt doch nur ein paar „billige“ Samples ab…

      • Profilbild
        blackfrancis

        @Atarikid Hat CDRowell so auch nicht geschrieben. Es war die Rede von „Unterstützung“. Eine sprachliche Grauzone, man kann es oder so interpretieren.

      • Profilbild
        CDRowell AHU

        @Atarikid Danke für Deinen Beitrag. Wer es so: „das Teil spielt doch nur ein paar „billige“ Samples ab…“, betiteln will, darf das gute Stück einseitig betrachtet genau so benennen. Wer sich für elektrische Verarbeitung von Strom zur Klangerzeugung interessiert, kann es auch umfassender betrachten, finde ich.😀✌

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          Atarikid AHU

          @CDRowell Ich interessiere mich sogar extrem für die elektrische Verarbeitung von Strom zur Klangerzeugung. Und gerade weil das so ist, und Du offenkundig sehr gern experimentierst, auch mit Samples, möchte ich Dir folgendes IC ans Herz legen: Einen ISD1820PY. Das ist auch der Grund, warum ich von „billig“ gesprochen habe. Bei der Qualität und den Möglichkeiten fehlt mir schlicht der Eingriff… Wobei, das Teil ist wahrscheinlich für Circuitbending prädestiniert ist. Du siehst schon worauf ich hinaus will. Da geht es mir keinesfalls darum dieses Teil schlechtzureden. Nein, nein. Alles ok, solange es Töne erzeugt ^^. Ich bin nur mit dem Sounddesign ins stolpern gekommen ^^… Das „alte“ Stylophon findet bei mir auch immer wieder Verwendung (oft in Verbindung mit einem Mattel Synsonic Drum). Das mit dem IC meinte ich übrigens Ernst, falls Du es nicht kennen solltest. Geiles Spielzeug!

          • Profilbild
            CDRowell AHU

            @Atarikid Danke für deine umfassende Reaktion!😍
            Auch wenn wir ohne leichtes Interesse an den Themen hier schreibseln würden, finde ich es wichtig die eigene Meinung mitzuteilen.🤩 Danke!

            Ich freue mich sowieso von den 1-€-shop-Riegeln zu lesen und den Output zu hören.

            Danke für deinen Tipp! Dir wünsche ich weiterhin: successful and happy bending!
            😎

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hat mir jemand zu Geburtstag geschenkt, ich hatte noch nie so viel Spaß! 🤟🤣🤣🤣🤟

  3. Profilbild
    Faro

    Ich habe erst durch diesen Beitrag hier von diesem „Ding“ gehört. Den Sound Nr. 5 fand ich richtig gut. 😄 Ich glaube, den gönne ich mir mal.

  4. Profilbild
    paolostylo

    Danke für den ausführlichen Test!
    Beim Lesen der ersten Absätze, ohne gleich nach unten zu scrollen, dachte ich,
    „Na jaaaa… Was wird die kleine Kiste schon kosten…? 99 Euro…?“
    Was?? 34,95????
    Egal, ob als Spielzeug tituliert oder nicht:
    Zu DEM Preis kann man einfach nichts falsch machen! 😀

    • Profilbild
      Man in black

      @paolostylo Die nächste Resourcen Verschwendung den die Industrie nur mehr zu bieten hat, auch wenn es nicht viel kostet!
      Für mich ist so etwas ein Wegwerf und Scherzartikel und sicher kein Instrument an dem man Jahre Nutzen und Freude hat!
      Wenn Erwachsene so etwas kaufen, dann haben diese wohl auch einige Defizite in ihrer („musikalischen“) Entwicklung gehabt!

      • Profilbild
        Lumm

        @Man in black Komisch, dass Du es nur zum Wegwerfen und Scherzen benutzen würdest. Viele Videos und dieser Artikel zeigen doch, dass man deutlich mehr damit machen kann, also konkret Beats und Basslines. Vielleicht verwechselst Du was und solltest nochmal genauer recherchieren?

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        @Man in black Man kann damit auch No1 Hits produzieren, so wie DA DA DA etzetara…. Ich finde das keine Ressourcen Verschwendung. Kriege sind viel bekloppter! Ich habe bestimmt kein schlechtes Gewissen, weder als Autofahrer noch als Fleischesser und schon gar nicht als Musiker! Das ist alles für den friedlichen Nutzen. Wenn demnächst dieser Planet in die Luft fliegt dann bestimmt nicht wegen dir oder mir, sondern wegen ein paar Doofen.

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