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Test: Dynaudio LYD 7, Studiomonitore

Zugespielt wurden die Konserven über ein Apple Superdrive/MacBook Pro auf mein Motu 8pre, dessen D/A-Wandler sich im Bereich von High End CD-Playern bewegt. Das 8pre gibt dann das Audiosignal mit voller Auflösung aus, die analoge Lautstärkeregelung auf die Dynaudio erfolgte unter Verwendung einer Samson C-Control, die drei Lautsprecherpaare verwalten kann. Den LYD 7 wurden weiche Sylomer-Streifen (Typ SR11) unterlegt, welche die Schwingungen von der Box zum Boxenständer wirksam unterdrücken.

Sylomer-Streifen zur Entkopplung

Sylomer-Streifen zur Entkopplung

Wie klingen die Dynaudio LYD 7?

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Was zu allererst und sehr deutlich an das kritische Lauschläppchen dringt, ist eine phänomenale Auflösung aller Details. Diese Lautsprecher vermitteln eine Detailzeichnung, wie man sie nur selten zu hören bekommt. Alles scheint mit höchster Präzision aufgefächert, die Instrumente sind eindeutig ihrem Platz zuzuordnen und schwimmen nicht irgendwo zwischen undefinierten Welten.

Der wichtige Mittenbereich ist sehr präzise, aber völlig unaufdringlich und sehr schön zu hören. Einzig eine klitzekleine Tendenz zum Topfigen ist bei den Vocals auszumachen, allerdings ist dieser „Topf“ äußerst praxistauglich und fügt sich nahtlos in das gesamte erstklassige Klangbild ein.

Da die Bezeichnung „topfig“ negativ belegt ist, werde ich versuchen, meine Empfindung zu präzisieren: Die menschlichen Stimmen erscheinen auf eine gewisse Weise akustisch etwas eingeengt, sind dadurch aber sehr gut zu bearbeiten, da sie wie zementiert im Stereofeld stehen. Sie machen sich nicht mächtiger, als sie tatsächlich sind und die Charakteristik kommt hier eher etwas trocken. Es gibt Lautsprecher, da scheinen die Vocals vor allem anderen zu stehen und hier sind sie eher integrierter und gleichberechtigter Bestandteil des gesamten Klangbildes. Ich möchte hier absolut keine Missverständnisse aufkommen lassen, mir gefällt diese Abstimmung hervorragend!

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Im Bassbereich zeigt sich die Dynaudio LYD 7 auch eher trocken und präzise, es gibt bei korrekter Aufstellung der Lautsprecher definitiv keinen Mulm. Der Bassbereich klingt kraftvoll, die Frequenzen „ganz unten“ sind in der „0“-Position der schaltbaren Bass Extension aber nur mit längerer Erfahrung zu meistern, denn wenn die tiefen und tiefsten Bässe auf den LYD 7 dann so richtig mächtig klingen, ist es für jeden 8-Zöller und darüber viel zu viel des Guten.

Wenn man auf den LYD 7 also diesen Bereich gerade eben so wahrnehmen kann, dann passt es auch auf „dicken Eimern“. Man kann natürlich von Haus aus auch den Bassbereich verstärkt wiedergeben, indem man auf die Stellung „- 10 Hz“ geht. Damit wird es unten rum merklich dicker, da die tiefste Frequenz nun 10 Hz nach unten geht. Allerdings können die Lautsprecher jetzt nicht mehr ganz so laut gefahren werden, da die erweiterten Bässe mehr Verstärkerleistung schlucken. Umgekehrt ist es auch möglich, die tiefste Bassfrequenz um 10 Hz nach oben zu setzen, damit kann die LYD 7 am lautesten gefahren werden.

Alles in allem fällt bei den Dynaudio LYD 7 ihr merklich trockenes und überaus präzises Abstrahlverhalten ins akustische Auge. Sie ermüden das Ohr extrem wenig und lassen eine sehr gute Beurteilung der Gesamtmischung zu, zudem machen sie Freude beim Hören. Zumindest dann, wenn einem dieser Klangcharakter gefällt, so wie mir.

LYD7Frontal

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Forum
  1. Profilbild
    wimu

    Danke für den Test! Wie immer ausführlich, schöne Bilder und einem wirklich tollen Schreibstil.
    Könntest Du in kurzen Worten einen kleinen Vergleich ziehen zu den ebenfalls als sehr gut bewerteten Genelec M030 bzw. M040? Die drei Produkte liegen ja etwa in der gleichen Preisklasse. Ich weiß, dass Du Genelec User bist und deshalb wahrscheinlich ein wenig entsprechend „eingetuned“. Aber vielleicht kannst Du trotzdem einen kurzen klanglichen Vergleich ziehen?

    LG.

    • Profilbild
      Onkel Sigi RED

      Griass Di wimu,

      die Genelec M-Serie klingt „saftiger“, nicht so staubtrocken wie die LYD. Der Bass ist bei der LYD aber definitiv straffer und einen Tacken präziser als bei der M-Serie, welche einen eher runden und vollen Bass besitzt, besonders die M030.

      Und MERCI´ für das Lob! Hört auch ein alter Studiosack wie ich gerne.

      Grüße vom Onkel

  2. Profilbild
    steme

    Hallo,

    guter Test Sigi !
    Weiss eigentlich jemand, warum bei der LYD Serie die Isostar Entkoppler nicht mehr mitgeliefert werden ?

    Danke.

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