Test: Fender, Select Carved Koa Telecaster, E-Gitarre

9. Oktober 2012

Carved Koa Tele

Auf der NAMM 2012 präsentierte Fender mit der Select Serie eine neue Instrumentenfamilie, welche seitdem auch zugleich die Top-Linie des US-Herstellers markiert. Ausgesuchte Hölzer, eigens angefertigte Pickups und konturierte Decken sind einige der Features, welche Fender dieser neuen, in den USA hergestellten Modellreihe mit auf den Weg gibt. Vertreten in dieser noch jungen Select Serie sind natürlich das Flaggschiff Stratocaster in zwei Variationen, drei unterschiedliche Telecaster-Modelle und auch an die Bass-Fraktion wurde mit dem Select Precision– und dem Select Jazzbass gedacht. Wir haben uns für einen genauen Test die Fender Select Carved Koa Telecaster ins Haus geholt, werden uns zu gegebener Zeit aber auch sicher mit den Strat-Modellen näher befassen.

-- Fender Select Carved Koa Top Telecaster --

— Fender Select Carved Koa Top Telecaster —

Lieferumfang/Verarbeitung

Ganz edel und sicher in einem Tweed-Case eingepackt wartet das Instrument auf seinen neuen Besitzer. Im Innern des mit rotem Samt ausgestatteten Koffers befindet sich das übliche Staufach, in welchem Fender dem Instrument ein paar Nettigkeiten in Form eines Gurtes, eines Poliertuchs und eines Klinkenkabels beigelegt hat. Das Instrument selbst erweist sich schon nach Öffnen des Deckels als eine wahre Augenweide. Verantwortlich hierfür ist natürlich primär die gewölbte Koa-Decke, die mit ihrem rötlich-braun schimmernden Farbton unter dem Klarlack-Finish äußerst edel ausschaut. Die Qualität des verwendeten Koa-Holzstückes ist von tadelloser Qualität, weder Astlöcher noch irgendwelche anderen Unsauberkeiten trüben das Bild und auch die Lackierung wurde sehr hochwertig aufgetragen und biete selbst an den schwierigen Stellen, wie etwa am Hals/Korpusübergang, keinerlei Anlass zur Kritik. Fender gibt diesem Lack-Finish den Namen „Sienna Edge Burst“ und aufgeleimt wurde die Decke auf einen einteiligen Mahagoni-Block, welcher sich ebenso von tadelloser Qualität unter der Klarlackschicht präsentiert. Als Binding dient ein nicht gebeizter Streifen der Decke, der den gesamten Rand des Korpus umschließt.

Bombenfest mittels vier Schrauben im Body verankert sitzt der einteilige Ahornhals, der eine nicht zu übertriebene, aber dennoch schöne Flammung besitzt und dessen Profil von Fender als „Modern C“ bezeichnet wird. Tatsache ist – und soviel sei schon mal vorweggenommen, dass sich der Hals sehr gut und leicht bespielen lässt, was aber nicht nur mit dem angenehmen Profil, sondern auch ganz sicher mit der in einem Satin Klarlack-Finish lackierten Halsrückseite zu tun hat. Die 22 Medium-Jumbobünde wurden perfekt in das Palisander-Griffbrett eingelassen, über dessen Qualität man auch nur Positives berichten kann. Die Sattelbreite beträgt 42,8 mm und die Mensur die zu erwartenden 648 mm, eben typisch Tele. An der naturbelassenen Kopfplatte zeigt sich zum einen erneut die dezente Flammung des verwendeten Riegel-Ahorns, natürlich aber dient so ein Headstock vorrangig zur Aufnahme der Mechaniken, hier in Form der sechs Locking-Tuner aus eigenem Hause. Sie verrichteten während der Testphase makellos ihren Dienst und lassen sich butterweich und mit nur wenig Gegendruck sauber bewegen. Ein Hinweis auf die Abstammung unserer Test-Tele aus der Fender „Top of the Line-Serie“ Select schmückt die Rückseite der Kopfplatte in Form eines Medaillons.

-- Headstock mit den Locking-Mechaniken --

— Headstock mit den Locking-Mechaniken —

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    MidiDino  AHU

    Herzlichen Dank, Stefan, für den richtig guten Artikel – und die nicht minder tollen Audios. Eine fantastische Gitarre! Dein ‚Best Buy‘ kann ich verstehen. Ein wunderbares Instrument zum spielen, spielen … übigens nicht nur im Pop und Rock, auch im Jazz und, wenn ich so sagen darf, im Freestyle ;-)

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