Test: Genelec 8320A, Nahfeld Monitore

27. April 2015

Smarter Netzwerker

Der Genelec 8320A Smart Active Monitor ist einer der jüngsten Entwicklungen in der über 30-jährigen Tradition des finnischen Lautsprecherherstellers. Seit 1976 baut Genelec nun schon professionelle aktive Studiomonitore und gehört zurecht zu den Marktführern in diesem Segment. Genelec Lautsprecher sind nicht nur in den Studios dieser Welt weitverbreitet, selbst Sendeanstalten wie das ZDF sind damit ausgestattet.
Dabei ist das Familienunternehmen sich und auch dem Standort Finnland immer treu geblieben und produziert alle seine Lautsprecher-Modelle im Heimatland, was heutzutage schon Seltenheitswert besitzt.

Genelec 8320A

Pioniere der Lautsprecherentwicklung

Die Firma Genelec ist seit jeher ein Vorreiter im Lautsprecherbau. Als einer der ersten Hersteller von Studiomonitoren haben sie beispielsweise das Aluminium-Druckgussverfahren zur Herstellung ihrer Lautsprechergehäuse eingesetzt. Dieses Verfahren gibt seitdem allen Genelec Lautsprechern zum einen ihr unverwechselbares Äußeres sowie günstige akustische Eigenschaften mit auf den Weg. Aluminium besitzt nämlich einerseits eine hohe Steifigkeit, was Gehäuseresonanzen minimiert, andererseits lässt es sich in beliebige Form bringen, wodurch die großzügigen Kantenabrundungen und das ausladende Waveguide überhaupt erst möglich werden.

Genelec_8320A-14

Der Genelec 8320A SAM trägt als kleinster Monitor der SAM Serie ebenso wie die großen Monitore die komplette Genelec DNA in sich. Dazu gehört neben dem MDE-Gehäuse (Minimum Diffraction Enclosure) auch das patentierte DCW-Waveguide (Directivity Control Waveguide). Dazu kommt mit SAM nun ein weiteres Kürzel mit drei Buchstaben. SAM steht für Smart Active Monitor und bezieht sich auf den eingebauten DSP, mit dem die Monitore automatisch auf ihren Aufstellungsort angepasst werden können. Dazu benötigt man zusätzlich zu den Studiomonitoren noch das GLM-Kit (Genelec Loudspeaker Manager), welches aus einem GLM Netzwerkadapter, einem Messmikrofon und einem USB- Kabel besteht. Die benötigten Netzwerkkabel werden mit den Lautsprechern mitgeliefert. Zusätzlich benötigt man die GLM-Messsoftware mindestens in Version 2.0. Zum Testzeitpunkt war leider noch keine Software für den Mac verfügbar. Doch bevor wir zur Testroutine kommen, begutachten wir erst einmal das Datenblatt.

Forum
  1. Profilbild
    Obmar

    Bei allem Respekt, selbstverständlich ist ein Subwoofer notwendig, ich kenne Genelecs dieser Größe seit 10 Jahren. Sie sind Profi laut Profil! 66Hz untere Frequenz bei +-1,5dB – das sagt alles! Es sei denn, man macht es sich zur Passion, mit jedem Mix zu einer richtigen – vollständigen! – Abhöre zu rennen, die man leider nicht selbst besitzt. Ich konnte mir Jahre lang den Woofer für die definitiv vergleichbaren 8020A nicht leisten und weiß, wovon ich rede. Eine einigermaßen ernst zu nehmende Abhöre reicht mindestens signifikant unter 40Hz.

    MfG

    Göran Hassenrück

    • Profilbild
      r.biernat  AHU

      Ob man einen Subwoofer braucht oder nicht, kommt auch auf den Einsatzbereich an. Für Sprach-Editing am Schnittplatz kann man wohl darauf verzichten, wenn man tieffrequente Nebengeräusche anderweitig im Blick behält. Ansonsten muss ich sagen, dass für die Boxengröße 66Hz (-1,5dB) gar nicht schlecht sind. Ich gebe Ihnen aber Recht, man macht sich das Leben mit einem korrekt auf- und eingestellten Subwoofer natürlich um Einiges leichter. Auf einer großen Anlage gegenzuhören (Stichwort: PA) kann trotzdem nicht schaden.

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