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Test: GJ2 Shredder CLB Inspiration, E-Gitarre

28. Januar 2016

Jackson Guitars die Zweite

Jackson Guitars – welch glanzvoller Name der 80er Jahre Shred-Ära! Das Who-is-Who der Metalszene trug im Jahrzehnt der geschmacklosen Frisuren nicht nur Schulterpolster auf der Bühne, sondern auch überwiegend Gitarren von Jackson um den Hals. Namen wie Steve Vai, Adrian Smith (Iron Maiden), Marty Friedman, der selige Jeff Hanneman von Slayer oder Kirk Hammett: Sie alle prangten damals von den bunten Seiten der Gitarrenmagazine rund um den Globus mit einer Jackson USA Gitarre am Gurt.

BB

— Die GJ2 Shredder CLB Inspiration —

Im Jahre 2002 nahm die Geschichte von Jackson Guitars vorerst ein Ende, als Jackson die gesamte Firma an den Fender Konzern übergab. Im Hintergrund werkelte Mr. Jackson aber weiter als Zulieferer für viele bekannte Marken, ehe er im Jahr 2012 mit seiner Firma GJ2 Guitars einen Neustart hinlegte. Im Programm befinden sich zurzeit fünf verschiedene Modellreihen mit teils drastischen Preisunterschieden, was auf die unterschiedlichen Fertigungskosten zurückzuführen ist. Denn ein Teil der Produktion wird nicht etwa im Firmensitz im kalifornischen Laguna Hills, sondern in Asien gefertigt. So wie auch unser Testmodell, die GJ2 Shredder CLB Inspiration.

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Facts & Features

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Der erste Eindruck ist schon mal ein guter, denn die GJ2 Shredder CLB Inspiration wird in einem robusten Gigbag mit genügend Stauraum geliefert. Im Innern befindet sich, neben dem Vibratohebel, fast schon ein ganzes Arsenal an Inbusschlüsseln für alle früher oder später notwendigen Arbeiten, wie etwa das Wechseln der Saiten oder das Justieren des Halsstabs.

Der erste Kontakt mit dem Instrument dürfte jedes „Shredderherz“ höher schlagen lassen, denn die Form und die Farbe des Korpus erinnert unweigerlich an die glorreichen Zeiten der Jackson-Instrumente der 80er Jahre. Und zugleich auch an den Begriff „Superstrat“, in deren Kategorie unser Testinstrument ohne Zweifel einzuordnen ist. Für den Korpus mit seinen weit ausgefrästen Cutaways wurde Linde verwendet, durch die absolut sauber aufgetragene Lackschicht ist es aber unmöglich zu erkennen, wie viel Teile Holz hier verarbeitet wurden. Der Hersteller bezeichnet die Lackierung unseres Testmodells als „Crystal Lake Blue“, erhältlich ist die Shredder Inspiration aber auch in 22 (!) weiteren Farben. Darunter natürlich auch und knallig-bunte Varianten im typischen Stil der 80er Jahre.

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— Fünf von 22 erhältlichen Farben hier im Bild —

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    bagotrix

    „Kurz und knapp gesagt wirkt die Anbringung der Pickups und des Vibratos auf der Decke irgendwie „gequetscht“.“

    So ganz verwundert das nicht, wenn man mal nachmisst: die Shredder hat im Gegensatz zu 99% aller Superstrats mit FR nämlich keine Fender- sondern nur die kurze 628 mm-Mensur wie eine Gibson. Bei denen wiederum 24 Bünde sehr selten sind, was das erst mal ungewohnte Gedränge auf der GJ2 erklären dürfte. Der Sound ist durch die geringere Saitenspannung ebenfalls etwas weicher, für Solisten mag das aber gerade richtig sein.

    Jedenfalls wäre es schon gut, wenn der Test auf so eine eher exotische Eigenschaft hinweisen würde.

    Die kritische Haltung zum verwendeten FR 1000 muss ich auch ein bisschen relativieren. Nach meiner Erfahrung hat das nur wenig mit der Hardware zu tun und mehr damit, dass die Stehbolzen leider öfter mal etwas ungenau gesetzt sind, statt exakt in der Mitte der runden Messerkante zu sitzen. Schon 2 mm seitlicher Versatz können da hakeln, weshalb ich auch nicht verstehen kann, warum FR nicht schon längst eine der beiden Messerkanten gerade lässt, wie Gotoh oder Ibanez.

    Es ist also leider etwas Glückssache, ob das jeweilige Exemplar so verstimmungsfrei ist, wie es technisch eigentlich möglich wäre. Ich habe mir eine Harley Benton und eine Charvel Pro-Mod mit dem gleichen FR rausgesucht, bei denen es keine Probleme macht.

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