Test: Heavyocity Mosaic Bass, Software-Synthesizer

10. Juni 2020

Bass für die Leinwand

Test: Heavyocity Mosaic Bass, Software-Synthesizer

Test: Heavyocity Mosaic Bass, Software-Synthesizer

Übersicht zum Bass-Plugin von Heavyocity

Mit Mosaic Bass stellt Heavyocity den dritten Zugang zur hybriden Mosaic Serie vor und ergänzt damit Mosaic Voices und Mosaic Keys. Wie auch die beiden Vorgänger liegt die Stärke von Mosaic Bass im Mix aus synthetischen und organischen Instrumenten, gepaart mit Sound-Design-Layern, die den Klängen besondere Tiefe verleihen. Die 3 GB große Library enthält insgesamt

  • 35 Synths,
  • 10 Subs,
  • 35 Drones,
  • 10 Noise Layers,
  • 20 Attack Layers,

aus denen man wiederum – dank bis zu insgesamt drei verfügbaren und frei zuweisbaren Kanälen – eigene Instrumente kreieren kann.

Test: Heavyocity Mosaic Bass, Software-Synthesizer

Mosaic Bass wartet mit einem von Heavyocity gewohnt übersichtlichen User-Interface auf

Menü des Mosaic Bass Plugins

Die Menü-Struktur ist übersichtlich und unterteilt sich in die Bereiche MIXER, CONTROL, OPTIONS, ARP, MACRO SEQ und MASTER FX. Im MIXER-Fenster kann man die Lautstärke der drei Kanäle mischen, das Panorama einstellen und die Tonhöhe modifizieren. Die einzelnen Kanäle lassen sich in diesem Fenster auch Solo oder Stumm/Mute schalten. Durch einen Schnell-Browser-Zugriff durch Klick auf die links und rechts angeordneten Pfeile neben dem dargestellten Instrumentennamen kann man hier auch direkt neue Sounds den einzelnen Kanälen zuweisen.

Herzstück der hybriden Soundengine ist der prominent platzierte Macro-Controller in der Mitte und alle Klangparameter-Modulationen, die darauf einzahlen. Über den Menüpunkt CONTROL oder die neben dem mittig platzierten Macro-Controller angeordneten Submenüs ENV, EQ, FILTER, DRIVE, GATE und SPACE kann man die einzelnen Klangparameter-Menüs aufrufen und entsprechend modifizieren.

Interessant ist hierbei die Funktion, dass man die vorgenommenen Einstellungen jedes Untermenüs ganz einfach über eine Copy/Paste-Funktion auf andere Kanäle übertragen oder auch einfach alle miteinander verlinken kann, so dass die vorgenommenen Einstellungen automatisch für alle verlinkten Kanäle gelten.

Unter ENV kann man Attack, Decay, Sustain und Release der einzelnen Instrumente jedes Kanals einstellen, ein zusätzlicher Sync-Schalter erlaubt es zudem, die Attack-Zeit zum Host-Tempo zu synchronisieren. Im Menü ENV kann man zusätzlich den Startpunkt der Samples einstellen oder diesen randomizieren, um einen Round-Robin ähnlichen Effekt zu erzielen, wodurch mehrfach hintereinander gespielte Noten organischer klingen.

Im EQ-Menü finden sich die Equalizer-Einstellparameter. Die zusätzliche Filter-Sektion wartet mit insgesamt 11 Filtertypen auf, darunter LP, HP, BP, Peak, Notch, Daft und zwei Vox-Filter. Hinter dem Menüpunkt Drive verbergen sich Saturation und Distortion. Unter Gate lassen sich für jeden der drei Kanäle unterschiedliche Gate-Effekte einstellen und Space umfasst für jeden Kanal einen Delay- und Reverb-Effekt.

Test: Heavyocity Mosaic Bass, Software-Synthesizer

Im Control Fenster kann man Modulations-Parameter bearbeiten und dem Macro-Controller in der Mitte zuweisen.

Optionen wie Arpeggiator und mehr

Unter OPTIONS lassen sich die einzelnen Instrumente Keyboard-Tasten zuweisen, die Velocity festlegen oder die Stärke des Pitchbends einstellen.

ARP beinhaltet einen umfassenden Arpeggiator. Neben dem Takt, der Anzahl der Steps und der Spielart lässt sich mit der Maus ganz einfach eine Velocity-Sequenz einzeichnen. Mit dem Gate-Regler kann man bestimmen, wie lange die Noten des Arpeggiators gehalten werden sollen und mit Swing lässt sich zusätzlich die Spielweise humanisieren. In einem Dropdown-Menü stehen insgesamt 9 Arpeggiatoren-Typen zur Verfügung, über OCTAVE kann man weitere Oktaven zur Spiel-Range hinzuaddieren. Interessant ist zudem die Chord-Leiste, über die man markieren kann, an welchen Stellen der gesamte Akkord gespielt und gehalten werden soll, bevor dann wiederum die einzelnen Noten des Akkords in Arpeggiatoren-üblicher Spielweise getriggert werden.

Heavyocity Mosaic Arpeggiator

Auf jedem der drei Kanäle lässt sich ein Arpeggiator mit umfangreichen und smarten Funktionen wie dem Chord-Trigger anwenden

Mit MACRO SEQ kann man eine Sequenz-Modulation programmieren und MASTER FX enthält FILTER, DELAY, MASTER EQ, REVERB und den nur in Heavyocity-Librarys enthaltenen PUNISH-Effekt, eine Mischung aus Saturation, Kompression und Distortion.

Heavyocity Mosaic Master FX

In der üppigen Master FX Sektion darf natürlich auch der Heavyocity hauseigene PUNISH-Effekt nicht fehlen, eine Mischung aus Saturation, Kompressor und Distortion

Der Klang des Heavyocity Mosaic Bass

Doch nun zum Wichtigsten, dem Klang. Mosaic Bass von Heavyocity ist für all diejenigen interessant, die nach einer modernen, hybriden Bass-Instrumente-Library suchen. Egal ob Filmkomponist, Sound-Designer oder Popmusik-Produzent. Mosaic Bass ist vom Genre her recht vielfältig, was die vielen Klangbeispiele belegen.

Dabei sind es durch die Bank weg eben keine „typischen“ Basssounds, die „nur“ den Subwoofer zum Vibrieren bringen. Mosaic Bass glänzt durch hybride Klänge, die über das gesamte Frequenzspektrum wirken und dadurch sehr melodisch klingen. Die vielfältigen Modulationsmöglichkeiten und Sound-Design-Texturen resultieren in lebendigen, organischen, interessanten und atmosphärischen Bass-Sounds.

Unterteilt sind die Presets in zwei Oberkategorien: Mellow und Aggressive. Wie der Name verrät, finden sich unter Mellow sanftere Basssounds und Bassverläufe, während die Kategorie Aggressive deutlich härter aufdreht.

Heavyocity Mosaic Bass Preset-Browser

Über den Preset-Browser von Mosaic Bass hat man Zugriff auf die beiden Kategorien Mellow und Aggressive und deren entsprechende Unterordner

Unterteilt sind die beiden Oberkategorien des Weiteren in die drei Unterordner: Playables, Rhythms und Pads. Während sich unter Playables spielbare Instrumente verbergen, die man bei einer „Bass-Library“ erwartet, findet man unter Rhythms Arpeggiatoren-ähnliche Bassläufe und unter Pads zusätzlich basslastige Flächensounds.

Durch diese drei sehr unterschiedlichen Preset-Cluster erweitert sich auch der Einsatzbereich gegenüber jeder herkömmlichen „Bass-Library“. In Kombination mit cineastischen Drum-Samples und der Rhythmus-Sektion hat man so beispielsweise im Handumdrehen eine Action-Szene vertont, legt man die tiefen Pads unter ein Orchester, sorgt das für den notwendigen Druck einer Suspense-Szene oder eines Sci-Fi-Scores ohne dabei unmusikalisch zu klingen.

Mosaic Bass kann dabei nicht nur als Ergänzung zu bestehenden Instrumenten eingesetzt werden. Manche Presets haben auch das Zeug als Leadsound zu dienen. Gerade in Verbindung mit dem Macro-Controller entstehen sehr interessante, in sich modulierte und in sich steigernde Sounds.

Fazit

Heavyocity steckt viel Liebe und Detail in ihre Librarys und auch Mosaic Bass weiß zu überzeugen. Die Sounds inspirieren und gepaart mit den Modulationsmöglichkeiten lassen sich im Nu epische Bässe erzeugen. Ob als Leadsound oder Ergänzung zu weiteren Instrumenten und Librarys wie Mosaic Keys und Mosaic Voices. Wer nach einer hybriden Bass-Instrumenten-Library Ausschau hält, sollte definitiv einen Blick auf Heavyocitys neue hybride Bass-Library werfen.

Plus

  • intuitive Benutzeroberfläche
  • Klang
  • vielfältige Einsatzbereiche
  • mehr als eine reine Bass-Library
  • Sound-Design Möglichkeiten

Preis

  • 119.- USD
Klangbeispiele
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