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Test: HK Audio Lucas Impact

Wie klingt die Anlage? 

Außer meinen oben aufgeführten Referenz-CDs habe ich die Anlage im Laufe des Tests noch mit etlichen anderen Scheiben jedes Genres getestet, zudem meine Keyboardburg drangeklemmt und mit einer befreundeten Sängerin plus Gitarre gejammt. Auch meine eigenen Mischungen habe ich darüber angehört.

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Das klangliche Ergebnis kann man nur in ein Wort fassen: umwerfend!

Es ist nicht oft, dass mir beim Anhören einer Anlage eine Gänsehaut über den Rücken läuft, aber hier war das ständig der Fall. Fangen wir mal unten an: Der Bass hat eine Tiefe und einschmeichelnde Samtheit, die sich wie ein Nerzmantel selbst um etwas brachiale Drumsounds legt und eine satte, dabei nie mumpfige oder dröhnende Grundlage schafft. Alle menschlichen Stimmen werden auf eine eindrucksvolle Art „angeschönt“, ohne ihnen aber die Durchsetzungskraft zu nehmen. Gitarren sägen, wenn es auf der Aufnahme so vorgesehen war, aber es wird nie ätzend, schrill oder scharf. Die Höhen sind wie bei einer (sehr teuren) HiFi-Anlage brillant, niemals schrill und haben eine enorme Feinzeichnung.

Und es ist egal, wie laut oder leise man diese Anlage fährt, sie klingt stets erstklassig. Apropos laut: Auf höchstem Pegel macht man sich wirklich bereits Gedanken, ob nicht bald die Dachziegel herunterkommen. Es klingt sehr mächtig und kräftig, was diese doch immerhin recht kompakte Anlage Richtung Zuhörer schiebt. 

WOW!

Zu den Preset- Einstellungen 

Der schon erwähnte DDO-Controller kann in 5 verschiedenen Modi betrieben und damit an den persönlichen Einsatzzweck angeglichen werden. Ich halte diese Einstellungen für eine sehr praxisgerechte Idee, da man hiermit per Knopfdruck eine Systemoptimierung durchführen kann. Mit Preset „0“ kann man übrigens das komplette System stummschalten. 

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Preset 1 ist ideal, wenn man live ausschließlich Sprache verstärken muss (Kabarett etc.), da hier der Basspegel deutlich abgesenkt wird und die Stimmen angenehm präsent sind. Alles musikalische klingt dagegen eine deutliche Spur dünner.

Preset 2 ist meiner Meinung live die beste Einstellung für alles rockige und poppige, da der Bass trocken und konturiert anschiebt, die Stimmen schön rausdrücken, die Becken vom Schlagzeug wunderbar präsent sind.

Preset 3 ist quasi die „weichgespülte“ Version von Preset 2. Die Stimmen sind nun weit weniger präsent, die Becken sind dezenter und der Bass liegt wie ein wohliger Watteteppich unter allem. Ist wirklich auch nicht schlecht, aber einfach braver und dezenter. Wenn Ihre Band im Stil von AC/DC spielt und Sie Ihre 80-jährige Großmutter zum Konzert eingeladen haben, würde ich mal diese Einstellung nehmen, beim Eintreffen Ihrer Freundin oder Flamme aber dann schleunigst wieder auf Preset 2 umschalten …   ;-)  Diese Einstellung dürfte auch für dezent gespielte Dinnermusik eine gute Wahl sein.

Preset 4 ist meine Lieblingseinstellung für alles, was von CD oder sonstiger Konserve kommt. Ein merklicher und deutlicher, aber nie brutaler Bass, wunderschöne Stimmen (Dolcenera liegt fast in meinen Armen, so plastisch kommt das raus), herrliche Gitarrenwände, Luftigkeit in den Höhen und ein insgesamt druckvoll-dynamisches Klangbild macht auf jeder Party Spaß und dürfte die meisten DJs glücklich machen. Die ganz Harten in der Szene werden die Impact aber vielleicht zu „edel“ finden, harte Brutalbässe sind nicht ihr Ding.

Preset 5 ist laut Bedienungsanleitung besonders für MP3-codierte Quellen geeignet. Ich habe einige MP3-Songs mit dieser Einstellung durchgehört, und sie passt recht gut. Für meine Ohren klingt aber alles eine Spur weniger dynamisch und insgesamt einen hörbaren Deut flacher wie Preset 4, was aber auch an den MP3-Songs liegen kann. Allerdings hatte ich diesen Klangeindruck auch mit einer „normalen“ CD. 

Wenn man nach dem Aufbau das bevorzugte Preset gewählt hat, kann dieses durch gleichzeitiges Drücken der beiden Wahltaster gesperrt werden. So kann man sicher sein, dass einem kein Scherzkeks in Bierlaune die Einstellungen verstellt. Liegt kein Signal mehr am Eingang an, schaltet die Impact nach ca. 5 Minuten automatisch auf stumm. Sobald aber ein Signal wieder anliegt, ist sie augenblicklich wieder im Einsatz.

Klanglich kann man allgemein über die Presets sagen, dass die Lucas Impact immer so klingt, als würde ein sehr guter Tonmann mit feinem Gehör und Gespür an einem sehr guten Mischpult mit sehr guten EQs den Klang jeweils passend einstellen. Das bedeutet in der Praxis wesentlich geringere Schrauberei am Summen-EQ, da der Eigenklang der Anlage schon sehr stimmig ist.

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Forum
  1. Profilbild
    webmasterxy

    Hey Siggi,
    ich bin seit 2 Wochen auch stolzer Besitzer einer Impact und möchte sie nicht mehr hergeben.
    Hat mich vom Handling sowie vom Klang sehr überzeugt! Habe deinen Artikel gerade erst entdeckt aber mich auch ohne deinen Testbericht für die Anlage entschieden.
    Sicher nicht ganz billig, aber dafür bekommt man wirklich Qualität!

    Gruß,
    Toni

  2. Profilbild
    Discolover

    Ich bin selbst seit 1,5 Jahren Eigentümer einer LUCAS Impact. Habe mit großem Interesse den Bericht darüber gelesen.
    Ich kann die Angaben nur bestätigen:

    Ich bin voll und ganz mit der Anlage zufrieden!

    Als mobiler DJ für Hochzeits- und Geburtstagsfeste habe ich die perfekte Anlage für bis zu 100 Personen gefunden.

    Neu ist für mich, dass man eine weitere Impact anschließen könnte (bin kein so großer Technik-Experte) – nun werde ich meinem Kollegen auch diese Anlage empfehlen. Für größere VAs könnten wir dann beide Anlagen zusammen betreiben.

    Mit musikalischen Grüßen
    Discolover

  3. Profilbild
    Bemalu

    Hi Sigi,

    danke für diesen Test. Ich habe meine Impact nun schon 4 Jahre und bin immer noch sehr zufrieden. Sie hat mich noch nie im Stich gelassen. Für meine Mucke passt Preset 3 (= LIVE 2) am besten.

    Was die Impact gar nicht mag, ist schlechte Stromqualität. Und die Neigung der Boxen finde ich zu stark. Hier wäre ein stufenlose Einstellmöglichkeit sehr praktisch.

    Stimmt die Anlage ist herrvorragend verarbeitet – nicht aber die Schutzhüllen und Stative – aber die werden halt auch nicht in Germany hergestellt…

    Bema

  4. Profilbild
    t.t.music

    Hallo zusammen,

    Na – dann werde ich auch mal was zur Impact schreiben. Ich habe mir gleich zwei davon zugelegt und nutze sie als DJ. Für Veranstaltungen bis max. 150 Pax nutze ich ein System. Reicht locker, denn den vollen Druck braucht man ja nur im Bereich der Tanzfläche. Mit zwei Systemen habe ich schon kleinere Hallen mit bis zu 400 Personen beschallt. Ja – das geht völlig problemlos. Hatte erst vor mir eine „Alpha“ anzuschaffen. Aber nach dem ich die Gewichtsangaben gesehen habe (allein knapp 60 Kg für den Sub) habe ich den Gedanken schnell verworfen. Jetzt habe ich die gleiche Leistung und bin viel flexibler mit zwei kleineren Systemen. Na ja – und klanglich? Dem Test von Sigi ist nichts hinzu zu fügen.

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