Test: iZotope VocalSynth

22. Juni 2016

Der Vokalist dreht durch

Vocal Synth

Mit dem iZotope VocalSynth stellt iZotope eine neue Software vor, die sich auf Stimmverfremdung spezialisiert hat. Dabei kommt sofort das Schlagwort „Vocoder“ in den Sinn. Der ist natürlich auch an Bord, aber Vocal Synth hat noch Einiges mehr zu bietet. Was, das wollen wir uns nun ansehen.

Installation

Die Software landet per Download auf meinem Studiorechner. Das geht schnell, knapp 80 MB ist die Datei groß. Ich habe einen Account bei iZotope, wer das nicht hat, bei dem genügt die Eingabe einer E-Mail Adresse. Nach der einfachen Installationsroutine steht das Plug-in in der DAW zur Verfügung. Angeboten werden die Formate AAX, RTAS, DPM, VST2, VST3 und AU.

iZotope VocalSynth ist nun 10 Tage im Trial Mode uneingeschränkt nutzbar. Danach schaltet die Software in den Demo-Modus, der die Audioausgabe in Intervallen stummschaltet. Wer jetzt vernünftig weiter arbeiten möchte, für den ist der Kauf angesagt.

Der Hersteller empfiehlt übrigens einen Rechner mit mindestens 2,8 GHz Intel Core i7 Prozessor, das Ding scheint also durchaus Leistung zu verbrauchen.

iZotope VocalSynth

iZotope VocalSynth

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    herw  

    hmm – hohe Leistungsanforderung
    zufrieden stellendes Ergebnis?

    Ich finde, es klingt nicht edel. Diese Klangqualität würde ich nicht verwenden wollen. Das ist mir schon bei einem anderen Test aufgefallen.

  2. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Die Idee hinter Vocalsynth ist wirklich gut, aber….

    Vocalsynth: Als Effekt inzwischen fast unnötig. Aber wenn man es nutzen möchte, dann gibt es einige Freeware Plugins in ähnlicher Qualität. Wenn es über Midi steuerbar sein soll, dann gibt es zmb den Soundtoys – Little AlterBoy. Klingt sehr gut und deckt auch den Polyvox mit ab.

    Vocoder: Mein Lieblingsthema……Dieser Vocoder klingt extrem digital, sehr dünn und minderwertig. Für mich gibt es nur den VirSyn Matrix. Klar, er kostet etwas mehr, aber dafür klingt er hammermäßig. Besonders in den tiefen lagen bleibt der Matrix knackig und präzise. Ansonsten sollte man analoge Vocoder in Betracht ziehen.

    Compuvox: Das ist der einzige interessante Effekt der wirklich brauchbar ist. Jedoch gibt es dazu eine günstigere Alternative – SonicCharge Bitspeek.

    Talkbox: Schrott. Klingt nicht mal annähernd nach einer Talkbox. Was denkt sich Izotope dabei???

    Das wars für 199$ – Ein Plugin welches dem Werbe-Hype nicht im Ansatz gerecht wird. Darüberhinaus ist Vocalsynth völlig überteuert.

  3. Profilbild
    Markus Schroeder  RED

    Das sich einige iZotope Synths nur in einem sehr engen Rahmen einsetzen lassen ist mir schon bei meinem Trash 2 (Waveshaper) Test aufgefallen. Vocal scheint in in die gleiche Sparte zu gehören.

    Demo 25 und 26 finde ich richtig gut. Der Rest klingt leider nach Allerwelts-RingMod.

  4. Profilbild
    ctrotzkowski  

    Ich muß den vorherigen Kommentaren zustimmen – die Klangqualität der Demos enttäuscht.

    Ich besitze einen TC-Helicon Voice-Prism Plus – eine Hardware aus dem Jahr 2001 – dort klingen die Formanten-Anpassungen und Vocoder / Voicings / SFX wesentlich organischer, deutlicher, musikalischer.

    Vor dem Hintergrund erwarte ich – 15 Jahre später – von einem nicht ganz billigen Plugin eine mindestens ebenbürtige Leistung.

  5. Profilbild
    Tommy

    Auch ich finde das das jede vernünftige DAW alleine schon wesentlich besser kann.
    Das was ich hier eben gehört habe ist absolut erbärmlich.
    Dann lieber mit Melodyne. Das ist akzeptabel in gewissen Grenzen.
    Es geht also immer noch nicht aus einer Männerstimme eine Frauenstimme zu machen?!

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